micropayment

von alex olma | 8. März 2008 | 20:24 Uhr

Warum der Vertrieb von iPhone-Software nichts außer einem vollen Erfolg sein wird. Für alle!

micropayment.jpg

Photo: danielbroche (cc)

Digitaler Musikvertrieb boomt. iTunes ist Musik-Reseller Numero Due weltweit. Warum? Weil das Kaufen von Musik so bequem geworden ist? Sicherlich. Weil man beim ‘Stöbern’ und ‘Reinhören’ in iTunes neue Songs entdeckt und verwandte Musikgruppen kennenlernt? Ganz sicher.

Der Distributionskanal iTunes funktioniert. Features, die ‘Band der Woche’, Highlight-Songs, Bestenlisten und die ‘Top Neueinsteiger’ – in Kombination mit den Empfehlungen der anderen Käufer, bietet die Musiksoftware von Apple und damit eine der besten Werbeplattformen.

Wie oft passiert es noch, das man in der Stadt ein Plakat für eine neue CD sieht und dann nach Hause fährt um diese Online zu kaufen? Man stelle sich den direkten Vergleich vor, bei dem einzelne Songs, die man im iTunes Store präsentiert bekommt, einfach gleich mitnimmt.

Das ist Erfolgsgarant Nummer eins.

Der Zweite ist der Preis. 99 Cent für einen Lieblingssong. Ein guter Deal, und man muss nicht die ganze CD in den Einkaufswagen legen. Stichwort Micropayment. 99 Cent werden auf für Klingeltöne berappt. Warum? Weil es 99 Cent sind. Kleinstbeträge, die ohne großes Referieren mitgenommen werden – vergleichbar mit den Süßigkeiten/Batterien/Kugelschreibern an Supermarkt-Kassen.

Spinnt man diesen Faden weiter und überträgt die ‘Erfolgs-Komponenten’ auf den ‘App Store’ des iPhones, kann man sich ausmalen wie vielversprechend dieses Geschäft ausfallen wird. Da der Programmierer, den Preis für seine Software selbst festlegt, kann ich mir vorstellen, dass ‘Kleinstbeträge’ wie 1,99 EUR oder 3,99 EUR einen Boom erleben werden.

Für diesen Betrag denke ich nicht lange nach wenn eine Software Funktionen für das iPhone bietet, die ich bislang noch nicht hatte. Natürlich wird ein großes EA-Spiel wie Spore etwas mehr kosten. Wenn man hier jedoch klug agiert, setzt man auf ‘Fortsetzungs-Content’. 20 neue Level für Super Monkey Ball für 2,99 EUR.

Aber klar doch!

Ich habe keine Erfahrung im praktischen Bereich des Softwareverkaufs. Doch was man hört klingt nicht sehr erquickend. ‘Spenden’ funktionieren fast gar nicht, Shareware läuft okay wenn diese Raubkopierer nicht wären, Freeware fehlt es an Bekanntheit und populären Distributionskanälen.

10.000.000 iPhones sollen bis Jahresende verkauft werden. Wenn die Produzenten von iPhone-Software ihren Code für einen geringen Obolus aber an beispielsweise 10% der iPhone-Besitzer abgeben, könnte man davon fast locker seinen Unterhalt finanzieren – ohne PayPal-Gebühren oder Schwierigkeiten bei der Kreditkarten-Abwicklung.

Das führt zu Motivation der Programmierer, Zufriedenheit der Kunden, mehr Geld für Apple und schlussendlich besserer Software.

* Als Inspiration dieses Beitrages gilt der Artikel von Jens Alfke ‘The Beauty Of 99¢ iPhone Apps‘ aus seinem Blog Thought Palace – der bereits in unseren Del.icio.us-Links entsprechend vermerkt wurde.

  • christianb

    schön geschrieben. ich freu mich auf juni =)

  • christianb

    schön geschrieben. ich freu mich auf juni =)

  • speci

    sehr netter beutrag die denke ich genau auf den punkt bringt wie es ist.
    schade das ich nicht proggen kann!

  • speci

    sehr netter beutrag die denke ich genau auf den punkt bringt wie es ist.
    schade das ich nicht proggen kann!

  • Pingback: Blogbuster » Einmal Kessel buntes, zum Mitnehmen! «

  • http://www.sebbi.de/ Sebbi

    Dank fehlender Möglichkeit Software im Hintergrund laufen zu lassen führt das auch so einiger fehlender Software. Ich frage mich wie AOL seinen Instant Messenger ohne diese Fähigkeit programmieren will? Muss ich das Programm dann die ganze Zeit geöffnet haben? Naaa ….

    Zweiter Punkt: so toll es für den Anwender auch sein mag, ich hätte trotzdem gerne die Möglichkeit eigene Anwendungen außerhalb des App Store an den Mann bringen zu können. Man stellt sich z.B. vor mein Programm muss 100 Euro kosten, damit ich Gewinn mache und alle Lizenzgebühren für enthaltene Daten bezahlt werden können. Jetzt kommt Apple daher und schlägt nochmal 30 Euro drauf. Das ist zu viel! Bei deinen genannten Kleinstbeträgen ist es mir als Kunde herzlich egal was ich davon letztendlich an Apple zahle, aber wenn ein 100 Euro Produkt wegen Apple auf einmal 130 Euro kostet, dann spielt das schon eine Rolle.

  • http://www.sebbi.de Sebbi

    Dank fehlender Möglichkeit Software im Hintergrund laufen zu lassen führt das auch so einiger fehlender Software. Ich frage mich wie AOL seinen Instant Messenger ohne diese Fähigkeit programmieren will? Muss ich das Programm dann die ganze Zeit geöffnet haben? Naaa ….

    Zweiter Punkt: so toll es für den Anwender auch sein mag, ich hätte trotzdem gerne die Möglichkeit eigene Anwendungen außerhalb des App Store an den Mann bringen zu können. Man stellt sich z.B. vor mein Programm muss 100 Euro kosten, damit ich Gewinn mache und alle Lizenzgebühren für enthaltene Daten bezahlt werden können. Jetzt kommt Apple daher und schlägt nochmal 30 Euro drauf. Das ist zu viel! Bei deinen genannten Kleinstbeträgen ist es mir als Kunde herzlich egal was ich davon letztendlich an Apple zahle, aber wenn ein 100 Euro Produkt wegen Apple auf einmal 130 Euro kostet, dann spielt das schon eine Rolle.

  • Kay

    Nabend.

    Sehr gute Gedanken hast du da im Kopf Alex.Ich bin voll deiner Meihnung.
    Und zu “SEBBI” ich denke schon das es eine möglichkeit geben wird programme im Hintergrund laufen zulassen, man denke nur an die Ipod und Mail Programme.Die laufen auch alle im Hintergrund.

    Und zu denn etwas teureren Programmen kann ich nur sagen… wenn ich ein Prog. für 100 Euro kaufe was nur auf dem Iphone läuft. Dann kaufeich es auch für 130…… Und im am ende kann ich mir das ganze nur für irgendwelche Speziellen Firmen Programme denken.Die also sowieso nicht die breite Masse ansprechen.

    Gute Nacht

  • Kay

    Nabend.

    Sehr gute Gedanken hast du da im Kopf Alex.Ich bin voll deiner Meihnung.
    Und zu “SEBBI” ich denke schon das es eine möglichkeit geben wird programme im Hintergrund laufen zulassen, man denke nur an die Ipod und Mail Programme.Die laufen auch alle im Hintergrund.

    Und zu denn etwas teureren Programmen kann ich nur sagen… wenn ich ein Prog. für 100 Euro kaufe was nur auf dem Iphone läuft. Dann kaufeich es auch für 130…… Und im am ende kann ich mir das ganze nur für irgendwelche Speziellen Firmen Programme denken.Die also sowieso nicht die breite Masse ansprechen.

    Gute Nacht

  • http://www.iphoneblog.de/ ao

    @sebbi: Zustimmung. Die Background-Prozesse müssen her, ansonsten wäre ein Chat-Client nicht sehr hilfreich.

    “First, we already know that apps running in the background as a process is possible on the iPhone.”

    http://gizmodo.com/365327/iphone-sdk-limitation-only-one-user+made-app-running-concurrently-no-background-processes

    Bezüglich der Preise, die Apple kassiert stimme ich nicht ganz zu. Transferkosten + Werbebudget + Service sind nicht zu unterschätzen. Klar macht Apple noch einen guten Schnitt, aber man ärgert sich nicht mit den Endkunden bezüglich der Bezahlung, kauft eine ideale Marketing-Position und zahlt keine Gebühren für Server oder Abrechnungen.

  • http://www.iphoneblog.de ao

    @sebbi: Zustimmung. Die Background-Prozesse müssen her, ansonsten wäre ein Chat-Client nicht sehr hilfreich.

    “First, we already know that apps running in the background as a process is possible on the iPhone.”

    http://gizmodo.com/365327/iphone-sdk-limitation-only-one-user+made-app-running-concurrently-no-background-processes

    Bezüglich der Preise, die Apple kassiert stimme ich nicht ganz zu. Transferkosten + Werbebudget + Service sind nicht zu unterschätzen. Klar macht Apple noch einen guten Schnitt, aber man ärgert sich nicht mit den Endkunden bezüglich der Bezahlung, kauft eine ideale Marketing-Position und zahlt keine Gebühren für Server oder Abrechnungen.

  • Ole

    Hm, ich könnte mir auch gut vorstellen, dass Apple die Background Prozesse erst mal grundsätzlich verbietet, um dann in Einzelfällen auch Ausnahmen zu genehmigen. Wenn der Chat Client z.B. direkt von AOL kommt, werden die das schon irgendwie regeln..

  • Ole

    Hm, ich könnte mir auch gut vorstellen, dass Apple die Background Prozesse erst mal grundsätzlich verbietet, um dann in Einzelfällen auch Ausnahmen zu genehmigen. Wenn der Chat Client z.B. direkt von AOL kommt, werden die das schon irgendwie regeln..

  • savi
  • savi
  • http://www.iphoneblog.de/ ao

    @savi: Die Inspiration zu diesem Artikel bereits hier im Blog.

    http://www.iphoneblog.de/2008/03/09/links-for-2008-03-09/

  • http://www.iphoneblog.de/ ao

    @savi: Die Inspiration zu diesem Artikel bereits hier im Blog.

    http://www.iphoneblog.de/2008/03/09/links-for-2008-03-09/

  • http://www.iphoneblog.de ao

    @savi: Die Inspiration zu diesem Artikel bereits hier im Blog.

    http://www.iphoneblog.de/2008/03/09/links-for-2008-03-09/

  • Flocke

    bereits? der link kam doch später als eure übersetzung…

  • Flocke

    bereits? der link kam doch später als eure übersetzung…

  • http://www.iphoneblog.de/ ao

    @Flocke: Die Del.icio.us-Links werden immer automatisch, einmal täglich, Nachts um 4 Uhr vom abgelaufenen Tag veröffentlicht.
    Ich hatte den sehr coolen Artikel von Jens Alfke als Lesezeichen vorgemerkt und habe dann meine Gedanken dazu aufgeschrieben.

    Damit keine Verwirrung auftaucht, habe ich den Verweis auch im Beitrag ergänzt.

  • http://www.iphoneblog.de ao

    @Flocke: Die Del.icio.us-Links werden immer automatisch, einmal täglich, Nachts um 4 Uhr vom abgelaufenen Tag veröffentlicht.

    Ich hatte den sehr coolen Artikel von Jens Alfke als Lesezeichen vorgemerkt und habe dann meine Gedanken dazu aufgeschrieben.

    Damit keine Verwirrung auftaucht, habe ich den Verweis auch im Beitrag ergänzt.

  • saubermann

    gerade mal noch so aus der affäre gezogen…
    merke: fairplay im internet heißt quellen angeben. erst recht wenn man nahezu 1:1 übersetzt und das als eigene gedanken verkauft, tsts

  • saubermann

    gerade mal noch so aus der affäre gezogen…
    merke: fairplay im internet heißt quellen angeben. erst recht wenn man nahezu 1:1 übersetzt und das als eigene gedanken verkauft, tsts

  • http://www.iphoneblog.de/ ao

    @ anonymous: Man merke noch einmal an, dass ich hier bereits als Erster die Quellenangabe gemacht hatte.

  • http://www.iphoneblog.de ao

    @ anonymous: Man merke noch einmal an, dass ich hier bereits als Erster die Quellenangabe gemacht hatte.

  • http://www.sebbi.de/ Sebbi

    Kay, klar gibt es eine Möglichkeit, aber es ist nicht gestattet. Ganz einfach.

    AO, gehen wir das mal von einer anderen Seite an: Enterprise Anwendungen. Würdest du deine interne Buchhaltungssoftware als Firma wirklich über den AppStore vertreiben wollen? Die Vorführung des Debuggers zeigte ja, dass man eine Anwendung auch anders auf das iPhone bekommt und diese Möglichkeit (vielleicht Sideload per iTunes?) MUSS es geben, zumindest für Enterprise Zeugs. Wenn das grundsätzlich möglich ist, prima.

    Viele Firmen besitzen bereits die Infrastruktur ihre Software vertreiben zu können und wollen in Werbung nicht darauf hinweisen “kauf es im AppStore irgendwo auf Platz 214 der Topseller” … für kleine Entwickler, die nur mit einigen hundert bis tausend Verkäufen rechnen können ist der Weg allerdings perfekt, weil sie sich eben tatsächlich um nichts kümmern müssen.

    my 2cents

  • http://www.sebbi.de Sebbi

    Kay, klar gibt es eine Möglichkeit, aber es ist nicht gestattet. Ganz einfach.

    AO, gehen wir das mal von einer anderen Seite an: Enterprise Anwendungen. Würdest du deine interne Buchhaltungssoftware als Firma wirklich über den AppStore vertreiben wollen? Die Vorführung des Debuggers zeigte ja, dass man eine Anwendung auch anders auf das iPhone bekommt und diese Möglichkeit (vielleicht Sideload per iTunes?) MUSS es geben, zumindest für Enterprise Zeugs. Wenn das grundsätzlich möglich ist, prima.

    Viele Firmen besitzen bereits die Infrastruktur ihre Software vertreiben zu können und wollen in Werbung nicht darauf hinweisen “kauf es im AppStore irgendwo auf Platz 214 der Topseller” … für kleine Entwickler, die nur mit einigen hundert bis tausend Verkäufen rechnen können ist der Weg allerdings perfekt, weil sie sich eben tatsächlich um nichts kümmern müssen.

    my 2cents

  • http://www.iphoneblog.de/ ao

    @sebbi: Es gibt definitiv noch strittige Punkte.

    Beispielsweise wäre es für Programmierer nützlich (notwendig) ihre Software von einer Gruppe von Freunden oder Kollegen über einen gewissen Zeitraum testen zu lassen. Wie solche Demo-Versionen, die sich noch VOR einem Beta-Stadium befinden, auf die entsprechenden Geräte der Testpersonen kommen ist unklar.

    Das greift deinen Punkt meiner Meinung nach genau auf, und ist von Apple noch nicht beantwortet worden.

  • http://www.iphoneblog.de ao

    @sebbi: Es gibt definitiv noch strittige Punkte.

    Beispielsweise wäre es für Programmierer nützlich (notwendig) ihre Software von einer Gruppe von Freunden oder Kollegen über einen gewissen Zeitraum testen zu lassen. Wie solche Demo-Versionen, die sich noch VOR einem Beta-Stadium befinden, auf die entsprechenden Geräte der Testpersonen kommen ist unklar.

    Das greift deinen Punkt meiner Meinung nach genau auf, und ist von Apple noch nicht beantwortet worden.

  • http://gedankenstrudel.podspot.de/ Gedankenstrudel

    Grundsätzlich stimme ich dir zu – es kommt bestimmt zu einem Boom, wenn Apple nichts mehr falsch macht.

    Aber die Beschränkungen durch die “Apple-Diktatur” durch die Ausrede von Virenverbreitung (Kann Apple das zu 100 % kontrollieren? Wie viele Viren gibt’s für den Mac ohne vorhandene Kontrolle?) finde sehr bedenklich.

  • http://gedankenstrudel.podspot.de/ Gedankenstrudel

    Grundsätzlich stimme ich dir zu – es kommt bestimmt zu einem Boom, wenn Apple nichts mehr falsch macht.

    Aber die Beschränkungen durch die “Apple-Diktatur” durch die Ausrede von Virenverbreitung (Kann Apple das zu 100 % kontrollieren? Wie viele Viren gibt’s für den Mac ohne vorhandene Kontrolle?) finde sehr bedenklich.

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