UMTS iPhone

von alex olma | 29. März 2008 | 10:31 Uhr

Ein paar kurze Gedanken zu einem möglichen UMTS iPhone, dessen Gerüchte derzeit wieder so groß in aller Munde sind.

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Photo: LA100RRA (cc)

Verkauf. Warum sollte Apple ein 3G-iPhone produzieren, wenn sich die aktuelle Hardware wie geschnitten Brot verkauft? T-Mobile hat hier in Deutschland Probleme 16GB-Modelle zu bestellen, in den USA werden die Apple Stores für beide Modelle überlaufen. Regel 1 aus der Ökonomie: Den Markt abschöpfen soweit möglich und sich nicht selbst in die Parade fahren.

Auslastung. Wie mehrfach über die letzten Wochen angemerkt, scheinen die Ressourcen gerade bezugsnehmend auf das iPhone SDK in Cupertino nicht unbegrenzt – die ersten Beta-Versionen sprechen eine deutliche Sprache. Bis Juni ist sowohl an der Firmware als auch an den Werkzeugen für Entwickler noch kräftig zu arbeiten. Falls dieser Termin eingehalten werden kann und der AppStore zum Laufen gebracht wird, flaut der Ansturm danach jedoch sicherlich nicht ab.

Entwickler. Warum sollte man Entwickler und ihre Programme nach nur ein paar Monaten Entwicklungszeit zum Start des AppStores auf eine neue Hardware schicken? Eine ‘Anpassung’ an UMTS-Chips kann sicherlich nicht aufwendig sein, aber gerade für den Start auf einem neuen Gerät völlig unnötig. Das wäre ja fast so, als ob man eine erste Version des SDKs ohne Interface Builder aussenden würde…

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Photo: BallGame68 (cc)

Konkurrenz. Apple ist mit dem iPhone mehrere Jahre aktueller als seine Mitstreiter aus den Häusern Nokia oder Sony Ericsson. Die präsentieren zwar auf allerlei Technik-Shows tolle Visionen kommender Geräte, im Handel fährt da jedoch noch niemand ernstzunehmende Ansätze auf.

Vertrag. AT&T-Kunden konnten mit einem iPhone von 4- bzw. 8GB Größe ohne Umstände auf ein 16GB-Modell wechseln indem sie einfach den Gerätepreis abdrückten. T-Mobile wehrt sich dagegen und verkauft hier nur iPhone-Vertragskunden die ‘neue’ 16GB-Variante, mit Abschluss eines zusätzlichen Vertrages. Wenn dies auch für ein kommendes UMTS-Gerät der Fall ist, welches vor dem Ablauf der zweijährigen Vertragsfrist erscheint, gute Nacht Kundenfreundlichkeit. Aber auf so ein kleines Land wie Deutschland nimmt man bestimmt keine Rücksicht für die mögliche Veröffentlichung eines 3G-iPhones.

Federal Communications Commission. Alle ‘funkenden’ Geräte müssen sich in den USA den Stempel dieser staatlichen Stelle abholen. Beim ersten iPhone hat dies 6 Monate gedauert. Apple hatte es damals vorgezogen, das iPhone der Weltöffentlichkeit selbst im Januar 2007 vorzustellen, als das unbekannte Quelle Details nach außen sickern lassen. Es ist zu erwarten, das sich Apple auch für die kommende Hardware nicht die Show stehlen lassen möchte.

Trotzdem wird das UMTS-iPhone kommen. Irgendwann jedenfalls.

  • schorsch9000

    ….und vor allem wollen doch sicherlich viele momentane iphone besitzer nicht so schnell nutzer einer älteren generation von iphones sein. schwupps, dahin ist das statussymbol – denn ein solches ist das gerät doch für einen großteil der besitzer. :)

  • schorsch9000

    ….und vor allem wollen doch sicherlich viele momentane iphone besitzer nicht so schnell nutzer einer älteren generation von iphones sein. schwupps, dahin ist das statussymbol – denn ein solches ist das gerät doch für einen großteil der besitzer. :)

  • http://niepi.org/ niepi

    du argumentierst so gut, dass ich es nicht wahr haben möchte :)

    das mit der FCC glaube ich auch, denn dann hätten sie das IP2 schon zur Macworld vorgestellt. Wenn man das Ganze mit dem Leopard Verzug betrachte ist es eine gute Frage ob sie überhaupt genug Ressourcen haben um an einem IP2 zu arbeiten.

  • http://niepi.org niepi

    du argumentierst so gut, dass ich es nicht wahr haben möchte :)

    das mit der FCC glaube ich auch, denn dann hätten sie das IP2 schon zur Macworld vorgestellt. Wenn man das Ganze mit dem Leopard Verzug betrachte ist es eine gute Frage ob sie überhaupt genug Ressourcen haben um an einem IP2 zu arbeiten.

  • http://www.risottosblog.com/ risotto

    FULL ACK: http://www.risottosblog.com/2008/03/09/why-there-wont-be-a-3g-iphone-before-the-end-of-the-year/ .

    Einige Deiner Argumente hab ich auch schon genutzt um in meinem Umfeld die Euphorie eines 3G iPhones etwas zu dämpfen. Langsam gehen mir die Leute auf den Sack die mich ständig fragen, ob sie jetzt nun ein iPhone kaufen sollen oder doch lieber warten sollen, denn das 3G iPhone würde gemäss Boulvardzeitung XY ja schon in einem halben Monat angekündigt…

    Das FCC Argument mit der Veröffentlichung 6 Monate zuvor ist natürlich schon eigentlich klar, kam mir aber bisher noch nicht in den Sinn. Es könnte also gut sein, dass an der WWDC angekündigt würde, dass auf Weihnachten ein neues iPhone kommen könnte, denn das wären ja ziemlich genau 6 Monate bis Anfangs Dezember. Ich persönlich denke aber auch, dass Weihnachten nochmals mit der alten Hardware abgeschöpft würde, denn sonst würde wohl das Geschäft in Anbetracht eines neu kommenden iPhones bis Weihnachten mehr als nur harzig verlaufen.

    Ziemlich sicher jedoch ist, dass wenn auch immer Apple ein neues Gerät mit neuer Radio ankündet, es wegen der FCC mindestens 6 Monate dauern wird, bis dieses auf dem Markt sein wird.

  • http://www.risottosblog.com risotto

    FULL ACK: http://www.risottosblog.com/2008/03/09/why-there-wont-be-a-3g-iphone-before-the-end-of-the-year/ .

    Einige Deiner Argumente hab ich auch schon genutzt um in meinem Umfeld die Euphorie eines 3G iPhones etwas zu dämpfen. Langsam gehen mir die Leute auf den Sack die mich ständig fragen, ob sie jetzt nun ein iPhone kaufen sollen oder doch lieber warten sollen, denn das 3G iPhone würde gemäss Boulvardzeitung XY ja schon in einem halben Monat angekündigt…

    Das FCC Argument mit der Veröffentlichung 6 Monate zuvor ist natürlich schon eigentlich klar, kam mir aber bisher noch nicht in den Sinn. Es könnte also gut sein, dass an der WWDC angekündigt würde, dass auf Weihnachten ein neues iPhone kommen könnte, denn das wären ja ziemlich genau 6 Monate bis Anfangs Dezember. Ich persönlich denke aber auch, dass Weihnachten nochmals mit der alten Hardware abgeschöpft würde, denn sonst würde wohl das Geschäft in Anbetracht eines neu kommenden iPhones bis Weihnachten mehr als nur harzig verlaufen.

    Ziemlich sicher jedoch ist, dass wenn auch immer Apple ein neues Gerät mit neuer Radio ankündet, es wegen der FCC mindestens 6 Monate dauern wird, bis dieses auf dem Markt sein wird.

  • http://www.iphoneblog.de/ ao

    @risotto: Sehr informativer Artikel, vielen Dank für den Hinweis.

    Die Strategie von Apple auf EDGE + WLan zu setzen hat sich – soweit kann man das nach fast einem Jahr sagen – als gelungen herausgestellt. Besonders in Deutschland waren die Klagen im Vorfeld diesbezüglich groß – nach dem 9. November haben nur noch Leute gemeckert, die noch nie ein iPhone in der Hand hatten…

    Ich finde es in diesem Zusammenhang mehr als bedauerlich, das (unter anderem) die hiesige Gesetzeslage verhindert, das in größeren Städten WLan-Wolken entstehen. Diese könnten nämlich als eine echte Alternative entgegen UMTS stehen.

    Weiß jemand, wie ‘stromsparend’ die 3G-Chipsätze bereits sind?

  • http://www.iphoneblog.de ao

    @risotto: Sehr informativer Artikel, vielen Dank für den Hinweis.

    Die Strategie von Apple auf EDGE + WLan zu setzen hat sich – soweit kann man das nach fast einem Jahr sagen – als gelungen herausgestellt. Besonders in Deutschland waren die Klagen im Vorfeld diesbezüglich groß – nach dem 9. November haben nur noch Leute gemeckert, die noch nie ein iPhone in der Hand hatten…

    Ich finde es in diesem Zusammenhang mehr als bedauerlich, das (unter anderem) die hiesige Gesetzeslage verhindert, das in größeren Städten WLan-Wolken entstehen. Diese könnten nämlich als eine echte Alternative entgegen UMTS stehen.

    Weiß jemand, wie ‘stromsparend’ die 3G-Chipsätze bereits sind?

  • http://www.risottosblog.com/ risotto

    @AO: Das Problem der 3G Chipsätze liegt nicht nur am Stromverbrauch, der nun übrigens doch langsam akzeptabel sein dürfte. Immerhin gibt es ja schon seit etwa 5 Jahren UMTS/HSxPA/3G Radios auf dem Markt und diese dürften nun auch langsam akzeptable Betriebszeiten erreicht haben.

    Das Problem liegt aber eben auch an der 3G Versorgung der Netze. In Städten dürfte diese etwas besser sein, da man dort eine hohe Zellendichte erreichen kann. In ländlichen Gebieten jedoch sieht es mit 3G äusserst schlecht aus. Vorallem wenn man nicht stationär sich in einer Zelle aufhält, sondern unter Umständen in einem Auto oder Zug unterwegs ist, sind 3G Uebetragunsraten nicht mehr realistisch. Selbst in der Schweiz auf dem Swisscom Netz, wohl eines der weltweit dichtesten UMTS Netzen überhaupt, kann man unterwegs, wenns hoch kommt, gerade mal zwischen 50Kbits-200Kbits erwarten. Von UMTS Uebertragungsraten von 384Kbits oder sogar versprochene 3.6MBits mit HDSPA ist in einem Zug beispielsweise nicht mehr zu rechnen.

    Nun muss man dies mal auf die USA auslegen: selbst in Städten ist die 3G Abdeckung oftmals mehr als dürftig und Apple’s primärer Absatzmarkt sind nach wie vor die USA.

    Wieso soll man also Kunden mit einem schlechten Empfang verärgern, wenn man mit EDGE die weniger Fehleranfällige Verbindung hat, die durchschnittlich etwa die selben Uebertragungsraten (nicht jedoch Latenzzeiten) bietet, wie eine durchschnittliche gute, beziehungsweise schlechte, 3G Verbindung? 3G braucht man ja in der Regel ausgerechnet dann, wenn man unterwegs ist und genau dort versagt die Technik nach wie vor, weil die Netzdichte viel zu gering ist. Sobald man stationär ist, zumindest in den USA, hat man sehr oft einen WiFi AP in der Nähe und braucht somit sowieso kein schnelles 3G mehr. Auch bei uns ist das ja in der Regel üblich. Ist man stationär, so befindet man sich ja meistens entweder am Arbeitsort, Zuhause oder vielleicht an einer Uni (Studis sind ja eine grosse Kundengruppe für Apple) und genau da hat es selbst in Deutschland mit hoher Wahrscheinlichkeit sowieso einen WiFi AP in der Nähe.

    Unter diesen Bedingungen ist natürlich klar, dass 3G für Apple keine Priorität ist, zuweil ja nur ein paar Nerds überhaupt wissen, was 3G ist. Bekanntlich sind ja diese Nerds nicht die Apple’s Hauptzielgruppe.

    Vielleicht dürfte Apple für etwas Furore sorgen, wenn sie mit 3G die ersten in den USA sein werden, die mit Videotelefonie aufwarten können. Dies ist aber keineswegs ein Killerfeature, wie man ja bei uns in Europa sieht wo es Videotelefonie ja auch schon seit längerem gibt, aber deswegen keineswegs boomt.

    Wie ja gesagt wurde: Wer auch nur einmal kurz in einem BWL Buch geschmökert hat, sollte wissen, dass solange keine Konkurrenz existiert, welche ein mindest so gutes Produkt verkauft wie das eigene, eine Neuentwicklung des Produktes nicht lohnt, sofern die Verkaufszahlen nicht rückläufig sind. Man verkauft lieber das bestehende Produkt und versucht durch Economies of Scale und stetig wachsender Produktionserfahrung die Produktionskosten zu senken um die Rendite weiter vergrössern zu können.

    Apple ist in BWL sicherlich nicht auf den Kopf gefallen und wird sich somit auch entsprechend verhalten.

    All die Spekulationen dieser “Analysten”, die meinen was zu wissen was sonst noch keiner weiss, vergessen offensichtlich die einfachen oekonomischen Prinzipien, gemäss welchen sich auch Apple verhält.

  • http://www.risottosblog.com risotto

    @AO: Das Problem der 3G Chipsätze liegt nicht nur am Stromverbrauch, der nun übrigens doch langsam akzeptabel sein dürfte. Immerhin gibt es ja schon seit etwa 5 Jahren UMTS/HSxPA/3G Radios auf dem Markt und diese dürften nun auch langsam akzeptable Betriebszeiten erreicht haben.

    Das Problem liegt aber eben auch an der 3G Versorgung der Netze. In Städten dürfte diese etwas besser sein, da man dort eine hohe Zellendichte erreichen kann. In ländlichen Gebieten jedoch sieht es mit 3G äusserst schlecht aus. Vorallem wenn man nicht stationär sich in einer Zelle aufhält, sondern unter Umständen in einem Auto oder Zug unterwegs ist, sind 3G Uebetragunsraten nicht mehr realistisch. Selbst in der Schweiz auf dem Swisscom Netz, wohl eines der weltweit dichtesten UMTS Netzen überhaupt, kann man unterwegs, wenns hoch kommt, gerade mal zwischen 50Kbits-200Kbits erwarten. Von UMTS Uebertragungsraten von 384Kbits oder sogar versprochene 3.6MBits mit HDSPA ist in einem Zug beispielsweise nicht mehr zu rechnen.

    Nun muss man dies mal auf die USA auslegen: selbst in Städten ist die 3G Abdeckung oftmals mehr als dürftig und Apple’s primärer Absatzmarkt sind nach wie vor die USA.

    Wieso soll man also Kunden mit einem schlechten Empfang verärgern, wenn man mit EDGE die weniger Fehleranfällige Verbindung hat, die durchschnittlich etwa die selben Uebertragungsraten (nicht jedoch Latenzzeiten) bietet, wie eine durchschnittliche gute, beziehungsweise schlechte, 3G Verbindung? 3G braucht man ja in der Regel ausgerechnet dann, wenn man unterwegs ist und genau dort versagt die Technik nach wie vor, weil die Netzdichte viel zu gering ist. Sobald man stationär ist, zumindest in den USA, hat man sehr oft einen WiFi AP in der Nähe und braucht somit sowieso kein schnelles 3G mehr. Auch bei uns ist das ja in der Regel üblich. Ist man stationär, so befindet man sich ja meistens entweder am Arbeitsort, Zuhause oder vielleicht an einer Uni (Studis sind ja eine grosse Kundengruppe für Apple) und genau da hat es selbst in Deutschland mit hoher Wahrscheinlichkeit sowieso einen WiFi AP in der Nähe.

    Unter diesen Bedingungen ist natürlich klar, dass 3G für Apple keine Priorität ist, zuweil ja nur ein paar Nerds überhaupt wissen, was 3G ist. Bekanntlich sind ja diese Nerds nicht die Apple’s Hauptzielgruppe.

    Vielleicht dürfte Apple für etwas Furore sorgen, wenn sie mit 3G die ersten in den USA sein werden, die mit Videotelefonie aufwarten können. Dies ist aber keineswegs ein Killerfeature, wie man ja bei uns in Europa sieht wo es Videotelefonie ja auch schon seit längerem gibt, aber deswegen keineswegs boomt.

    Wie ja gesagt wurde: Wer auch nur einmal kurz in einem BWL Buch geschmökert hat, sollte wissen, dass solange keine Konkurrenz existiert, welche ein mindest so gutes Produkt verkauft wie das eigene, eine Neuentwicklung des Produktes nicht lohnt, sofern die Verkaufszahlen nicht rückläufig sind. Man verkauft lieber das bestehende Produkt und versucht durch Economies of Scale und stetig wachsender Produktionserfahrung die Produktionskosten zu senken um die Rendite weiter vergrössern zu können.

    Apple ist in BWL sicherlich nicht auf den Kopf gefallen und wird sich somit auch entsprechend verhalten.

    All die Spekulationen dieser “Analysten”, die meinen was zu wissen was sonst noch keiner weiss, vergessen offensichtlich die einfachen oekonomischen Prinzipien, gemäss welchen sich auch Apple verhält.

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  • Anonymous

    Ich hab ein Ipod 3g (prototyp)und muss sagen, dass ist ein hammer teil.

  • Anonymous

    Ich hab ein Ipod 3g (prototyp)und muss sagen, dass ist ein hammer teil.

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