iPhone 3G-Werbesong
Die neuen iPhone 3G-Werbespots machen richtig Laune und Apple hat mal wieder ein gutes Händchen in Sachen Musik bewiesen: The Submarines – You, Me and the Bourgeoisie findet sich seit heute nicht nur in meiner persönlichen Musik-Bibliothek, sondern auch als Ringelton auf dem iPhone.

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Vielen Dank an die Kommentar-Beitraäge für die Empfehlung der kostenlosen Musik-Erkennungs-Applikation Shazam.
So findet man heutzutage Musiktitel!
Where the Hell is Alex?
Derzeit bin ich in Bremen. Das ist jedoch völlig nebensächlich für diesen Beitrag.
RunKeeper zeichnet eure Laufgeschwindigkeit, Distanze zur Startposition, Schritt-Tempo und Gehzeit auf. Mir alles total egal.
Doch…und das begeistert mich schon jetzt anhand eines kleines YouTube-Videos, RunKeeper verwendet die neue GPS-Funktionalität im iPhone 3G, um eure Position zu bestimmen. Daraus werden anschließend auf deren Webseite bunte Google-Karten gezeichnet.
Lässt man die Software durchgehend laufen, kann man sich am Abend anschauen, was man auf seiner Städtetour so alles gesehen hat.

Aurora Feint ist raus
Und dann war da noch die Geschichte um Aurora Feint – die erste ‘iPhone-Spyware’ wie manche Medien schnell titelten.

Aurora Feint ist war ein kostenloses Taktikspiel im AppStore, bei dem man kleine Blöcke verschieben kann: das Spielprinzip ähnelt mehr oder weniger Bejeweled.
Nun entdeckten ein paar findige Jungs, die per SSH auf ihrem gejailbreakten iPhone stöberten, das Aurora Feint auf eure Kontakt-Datenbank zugreift. Name, E-Mail und Telefon-Nummer aller Kontakte werden nach dem Zugriff noch einmal lokal auf eurem Gerät (in einem Aurora-Ordner) abgelegt. An den hauseigenen Aurora-Server werden ausschließlich eure persönlichen Daten übertragen. Leider unverschlüsselt. Da horcht man natürlich auf und Macenstein fragte nach.
Nach Aussagen der Entwickler soll es sich um ein geplantes Community-Feature handeln, das euch (für eine der nächsten Versionen) schnell herausfinden lässt, ob eure Freunde auch Aurora Feint spielen.
Was technisch passiert ist Folgendes: Beim Einloggen ins Spiel müsst ihr euch einen Account erstellen. Dieser Account erhält einen Eintrag in die Aurora Feint-Datenbank auf deren Servern. Wenn ihr nun ein Spiel startet werden eure Daten ONLINE gegen die, der lokalen Datenbank auf eurem iPhone abgeglichen. Eure lokalen Kontakte werden also mit denen, der ONLINE Aurora-Nutzern verglichen. Übertragen werden lediglich eure persönlichen Informationen (E-Mail und Telefon-Nummer) – die Datenbank mit euren Freunde bleibt lokal und dient lediglich der Indizierung.
Mhhh…trotzdem schwierig. Zwar werden die Kontakt-Informationen euer Freunde nicht auf Auroras Webserver abgelegt, aber sie werden dahin übertragen. Wie wir wissen unverschlüsselt.
Ich würde den Entwickler einmal unterstellen, das keine böswilligen Absichten hinter dem leicht missverständlichen Vorgehen stecken. Dafür ist die Implementation einfach zu auffällig. Leider zeugt es jedoch auch nicht von großer Weitsicht, ohne eine Rückfrage (!) an den Benutzer zu stellen, diese Daten zu übertragen. Ein Button hätte genügt.
Was uns zum Thema Qualitätssicherung führt. Apple hat im ersten Verifizierungsprozess die App ohne weitere Fragen durchgewunken. Nach dem relativ großen Medienecho, hat Cupertino heute Morgen temporär das Spiel aus dem AppStore genommen.
Aurora Feint hat Stellung bezogen und eine überarbeitete Version bereits bei Apple zur Prüfung eingereicht.
-> Latest On AF Missing From App Store
Es bleibt festzuhalten…
- …das Aurora Feint sich hätte transparenter und cleverer anstellen können
- …das Apple solch ein Vorgehen (wenn sie es denn nicht tolerieren und das zeigt nunmal die Löschung des Programms im AppStore) hätte das ‘Feature’ bereits im Genehmigungstest bemerken werden müssen
- …das Benutzer gerne aufgeklärt werden wohin ihre Daten gesendet werden
- …eine einfache Community-Anmeldung auf der Webseite auch funktionieren würde
- …den Jailbreak-Jungs für die Aufklärung zu danken ist
- …das niemand Privacy-Mitteilungen im Kleingedruckten liest
[ads] Everyone, Unslow, Work Friendly
Nach einem voreiligen italienischen und schweizer Werbespot, feuert auch US-Apple drei neue Ads nach. Der Fokus liegt nicht überraschend auf dem Preis, dem schnellen Internet und der Businesstauglichkeit.
DirektWorkFriendly (französische Version)
Aber was mich interessiert ist die Musik. Verrät mir jemand Band + Titel?
-> Apple TV Ads
[app] TouchTennis, Space Out, Touch4, Circulate
Touch Tennis: FS5
Touch Tennis ist eine Neuauflage des Klassikers Pong. Das Spielprinzip ist traditionell simpel: Zwei Balken dienen als Schläger, zusätzlich gibt es einen Ball und den Versuch mit Winkelschüssen den Gegner aus der Reserve zu locken. Die Spielgeschwindigkeit wird dabei kontinuierlich gesteigert.
Touch Tennis verwendet die iPhone-Hardware verbildlich: Die Animationen sind flüssig, die Effekte dem Retro-Charme angemessen und der Sound mit jubelnden Leuten, Abschlagsgeräuschen usw. sehr passend gewählt. Für ein paar Minuten zwischendurch ein ideales Spiel. Bedient wird das Game mit eurem Finger, den man beständig unter seinem Schläger platziert. Der Schläger folgt sehr genau und natürlich den Bewegungen des Fingers von links nach rechts.
Natürlich kann man auch zu Zweit spielen. Hierbei legt man das iPhone auf eine möglichst rutschfeste Unterlage, setzt sich gegenüber und jeder Spieler bedient sein Spielfeld – Multitouch sei Dank!
Der Spielsound kann im Game selbst aktiviert oder deaktiviert werden und berücksichtigt die Stummschaltung des iPhone, was wir sehr lobenswert finden. Ein bereits laufender iPod bleibt davon unbehelligt: Musik und Spielsound duddeln dann parallel.

Fakten:
- Preis: 1,59€
- Genre: Puzzle, Tennis, Retro
- Entwickler: FlipSide5
- -> iTunes-Link
Space Out
Retro-Fans dürften leuchtende Augen bekommen: Space Out ist eine Mischung aus Space Invaders und Arkanoid/Pong: Per Schläger und Ball werden die oben angesiedelten Weltraummonster abgeschossen. Diese feuern natürlich zurück, wogegen man sich aber mit etlichen Extras wie beispielsweise einem Schutzschild, wehren kann. Gespielt wird wie bei Touch Tennis mit einem Finger. Eine Mehrspielerunterstützung ist leider nicht vorhanden.
Um möglichst authentisch zu wirken, wird die Grafik im Stil der “Scanlines” gezeichnet und nur jede zweite Zeile angezeigt. Die Musik wurde fast originalgetreu dem C64-Soundchip entnommen, die Spachausgabe (!) klassisch 8-bittig, überzeugt. Sogar die frühere Aufforderung zum Münz-Einwurf in den Spielautomat wurde beibehalten. Schon der Start des Programms zaubert jedem Retro-Fan ein Lächeln aufs Gesicht.
Der Spielsound kann aktiviert oder deaktiviert werden – der Stummschalter des iPhones wird geflissentlich ignoriert. Die Musik eines laufenden iPods wird auch dann ausgeblendet, wenn man den Spielsound abstellt. Der Standby- und Home-Knopf kann zum Pausieren verwendet werden.


Fakten:
- Preis: 3,99€
- Genre: Action, Shooter, Retro
- Entwickler: Binary Square
- -> iTunes-Link
Touch4
Touch4 ist eine Vier-Gewinnt Variante von FlipSide5, die die Möglichkeiten des iPhones vom Touchscreen bis hin zur Onlinefähigkeit sehr gut nutzt. Wie bekannt muss man bei Vier Gewinnt eine horizontale, vertikal oder diagonale Reihe von Spielsteinen legen. Gesetzt wird abwechselnd. “Legen” bedeutet in der klassischen Spielvariante, dass man in einem Plastikgehäuse oben den Spielstein in Form einer Münze einwirft und dieser die Spalte hinunterfällt.
Beim iPhone tippt man die gewünschte Spalte an und der Spielstein fällt animiert und mit Geräusch untermalt herunter. Ein Spiel kann neu gestartet werden, indem der Schieber an der Unterseite in Pfeilrichtung gezogen wird – alle Spielsteine fallen dann heraus.
Touch4 kann entweder gegen das iPhone, gegen einen anderen Spielpartner oder online bestritten werden. Die Online-Spielvariante klappt dabei überraschend gut und es wurde immer ohne lange Wartezeiten ein Spielpartner gefunden. Alle Spielvarianten können in drei unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen absolviert werden.


Fakten:
- Preis: 2,99€
- Genre: Puzzle
- Entwickler: FlipSide5
- -> iTunes-Link
Circulate Prologue
Dieses Spiel ist eigentlich außer Konkurrenz, da es sich um den ersten Level der später erscheinenden Vollversion handelt. Das Spielprinzip ist schnell erklärt: In einem kreisförmigen Spielfeld tauchen Kugeln auf, welche in möglichst gleichfarbige Gruppen sortiert werden müssen. Ab drei gleichfarbigen Kugeln lösen sich diese auf. Dafür erhält man Extra-Zeit, um das Spiel noch länger auszuprobieren.
Das Spezielle an Circulate Prologue ist die Art der Steuerung: Indem man das iPhone neigt bzw. mit einer kurzen Handgelenkbewegung in die passende Richtung schleuert wird das Spielfeld gedreht. Die Kugeln fallen dabei stets von oben nach unten im Sinne der Schwerkraft.
Integriert ist eine Physikengine, welche für ein möglichst authentisches Verhalten der Kugeln sorgt. Die Kugeln kleben dabei nicht aneinander, sondern liegen nur lose aufeinander, können also verrutschen. Liegen die Kugeln ungünstig, so kann man durch ein Drehung die Anordnung ändern. Sogar leichtes “Rütteln” am iPhone ist möglich, um die Kugeln zu bewegen und sich seinen Weg zu bahnen. Diese Art der Steuerung ist nach wenigen Minuten derart intuitiv, dass man sich kaum etwas anderes vorstellen kann.
Neben der herausragenden Steuerung ist auch die Grafik erwähnenswert: Extrem flüssig bewegen sich die Kugeln butterweich durch das Spielfeld und lösen sich in farbenfrohen und leuchtenden Explosionen auf. Hier zeigt das iPhone abermals, was technisch möglich ist. Das Spiel ist in mehreren Sprachen verfügbar, darunter auch Deutsch.
Ein Trailer auf der Homepage gibt einen Ausblick auf das vollständige Spiel und es dürfte klar sein, dass uns hier ein Puzzlehighlight erwartet:
Der Home-Button führt zu einem Neustart des Spiels. Der Standby-Button pausiert das Spiel.


Fakten:
- Preis: 0,79€
- Genre: Puzzle
- Entwickler: Lemonquest
- -> iTunes-Link
AppStore bald mit BETA-Programm?

Genau wie uns die schiere Anzahl der täglich neuen Applikationen im AppStore über den Kopf wächst (im Feedreader heißt es nur noch ‘Mark All As Read’), hat auch Apple Schwierigkeiten den bunten Anfragen der Entwickler Herr zu werden.
Die Programmierer haben den großen Nachteil, ihr Stück Software nicht an eine breite Zielgruppe von BETA-Testern aushändigen zu können. Dadurch wird das Programm – wenn es denn im AppStore veröffentlicht wird – gleich auf mehrere tausend Leute losgelassen. Der vorgeschaltete Qualifizierungsprozess von Apple scheint, wenn wir uns so manche Apps im Store anschauen, nicht sehr streng auszusortieren.
TechCrunch möchte erfahren haben, das Apple bald ein BETA-Progamm für Entwickler einrichtet. Diese sollen ihre Programme über iTunes an Teilnehmer des ‘Vorab-Tests’ verteilen können, wenn die Testpersonen ihre iPhone-Serien-Nummer vorab übermitteln.
Sinnvoll wäre es. Genauso würde die Pressearbeit für Entwickler sicherlich auch erleichtert, wenn sie Rezensionsmuster ihrer eigenen Software an Journalisten verteilen könnten und nicht ihre 100 Freifahrscheine dafür verbraten.
Die Lage ist derzeit auf allen Seiten ein bisschen außer Kontrolle.
via TechCrunch




