[app] A.I. Disk
von alex olma | 26 Oktober 2008 | 10:53 Uhr

Bei der A.I. Disk handelt es sich um ein Programm, das beim Apple Online-Service MobileMe eigentlich von Haus aus mitgeliefert werden sollte. Für 5,99 € implementiert es im iPhone die Möglichkeit, Dateien von euer virtuellen Festplatte, die in den Cupertino-Servergehäusen lagern, abzurufen.
Trotz einer eher höherpreisigen Angelegenheit, dem grundsätzlichen Unverständnis warum die Funktionalität noch keinen direkten Einzug von Apple auf dem mobilen Gerät erhalten hat und kostenfreien Alternativen (Dropbox / MiGhtyDocs), musste ich mir als relativer MobileMe-Neuling, das natürlich unbedingt einmal genauer anschauen.
Die A.I. Disk gibt an, mit den verschiedensten Dateiformaten umgehen zu können. Laut dem Hersteller Readdle, können MS Office- und iWork-Dokumente sowie PDF, TXT und HTML-Dateien angezeigt werden. Dabei werden eure iDisk-Ordner angesurft und die erwünschten Dokumente lokal heruntergeladen. Es gibt generell keine Möglichkeit die Online-Dokumente zu editieren. Auch Löschen lässt sich vom iPhone aus keine Datei, die auf der iDisk-Festplatte liegt – lediglich die lokalen Kopien dürft ihr wieder entfernen.
A.I. Disk spricht mit der MobileMe iDisk, jedem WebDAV-Server oder Online Speicheranbietern wie Box.net oder MyDisk.se.


Leider hört sich der Funktionsumfang besser an, als er im Praxistest verlief.
Es kann am MobileMe-Service liegen, dass die Synchronisation von ‘nach oben geschobenen’ Dateien ewig dauert, aber bis A.I. Disk diese anzeigt, können schon einmal ein paar Minuten vergehen. Außerdem gibt es keinen ‘Reload’-Button für Ordner, weshalb man auf der Suche nach neuen Dateien ständig durch die Dateistruktur browsed und hofft, dass der Dateibaum neu geladen wird. Oft hilft hier sogar nur das Beenden der Applikation damit neue Dokumente in den Ordnern auftauchen. Ich habe die A.I. Disk bislang nur mit meinem MobileMe-Account getestet und keinen anderen der oben genannten Service ausprobiert und möchte daher eine MobileMe-Fehlerquelle nicht ausschließen.

Trotzdem scheitert es bei dem Programm noch an gewissen Kleinigkeiten. Der MobileMe-Account muss beispielsweise ohne @me.com oder @mac.com eingegeben werden, sonst kommt es zu einem eingefrorenen Stillstand. In den Systemeinstellungen des iPhones wird ein Konfigurations-Menü für A.I. Disk angelegt, das jedoch vollkommen leer ist.
Konkurrenz
Die A.I. Disk von Readdle profitiert ungemein von der optisch gelungenen Aufmachung und von ihrer Vielfalt an Dokumentenkompatibilität. Zwar konnten nicht alle von mir getesteten Dateien problemfrei angezeigt werden (mehrere Seiten starke Numbers-Datenblätter wurden geladen aber nicht geöffnet), alle Pages-Briefe und PDF-Rechnungen sowie 3MB-starke Photos waren jedoch kein Problem.
Wer sich auf reinen Text beschränken kann/möchte, sollte einen Blick auf MiGhtyDocs und den kostenfreien Onlinespeicher der Dropbox werfen. Ersterer hantiert mit Google-Reader und Tabellen-Dokumenten, die ebenfalls im Cache auch Offline verfügbar sind. Die Dropbox bietet seit neustem eine iPhone-angepasste Weboberfläche, kann jedoch auch nur kleinere Photos und Texte auf dem mobilen Gerät verarbeiten – iWork-Dateien werden zwar angezeigt, aber können nicht geöffnet werden.

Fazit
Der von Apple propagierte iDisk-Leitspruch: “Wo auch immer Sie sind, Sie können stets auf die Dateien zugreifen, die Sie benötigen”, stimmt erst durch das Programm A.I. Disk, das euch – auch ohne WiFi – (fast alle) iDisk-Dokumente auf das mobile Endgerät holt. Es können Lesezeichen gesetzt, individuell die Ansichtsgröße skaliert, und Dokumente per E-Mail versendet werden.
Version 1.0 zickt jedoch erheblich mit kleineren Ungereimtheiten. Wer ein ausgesprochen praktikables Interface und hohe (nicht vollständige) Kompatibilität mit dem Zugriff auf seine iDisk benötigt, darf das Programm im Auge behalten, gerade weil Apple diese Funktionalität nicht anbietet.
Wer flexibler mit seinen Dokumenten umgehen kann, dem empfehle ich einen Blick zur oben genannten Konkurrenz oder dem vielzitierten Air Sharing, bei dem mir das manuelle Dateiengeschiebe auf das Mobilfunktelefon jedoch nicht praxistauglich genug ist.








Mit der App iStorage wäre das nicht passiert. Es ist nicht nur billiger, sondern auch weitaus stabiler und besser im Funktionsumfang. Zugriff auf die iDisk geht sowohl im Download wie auch im Upload. iWorks Dateien stellen auch keim Problem dar. Die Dateibaumdarstellung erfolgt schnell und unkompliziert, Dateien können auch innerhalb der iDisk verschoben werden. Eine Suche gibt es auch.
@Stefan: Feine Geschichte, die App hatte ich total übersehen. Hier der entsprechende Affiliate iTunes-Link
Hallo,
weiß das es nicht ganz zum thema passt, aber mal eine frage zu mobileme..
hab das problem das meine einträge zwischen dem iphone und ical nicht gesynct werden…was mach ich da falsch???
einstellungen wie push sind alle aktiviert und auch auf automatisch eingestellt…
oder werden nur die einträge gesynct die ich in den kalender von mobileme eintrage???
@gimly
Hast du an deinem Mac unter Mobile Me auch den Kalender ausgewählt?
Und dann ist noch sehr wichtig das du am iPhone deinen MobileMe Namen bei den Email Einstellungen klein schreibst. das war bei mir auch lange das Problem.
Z.B
MeineMail@mobileme.com geht nicht . da wird nichts gesynct. Mail geht aber trotzdem.
meinemail@mobileme.com ist alles in ordnung!!
Apple….
Hi Alex,
ich hätte noch die App “Folders” zu bieten. Arbeitet super mit DropBox zusammen, iDisk weiß ich nicht, hat Drop Box bei mir verdrängt. Datei Download ist problemlos und die App kommt auch mir richtig großen Dateien, meine größte war ein PDF mit über 30 MB, zu recht. Möchte ich auf meinem iPhone nicht mehr missen.
[...] lange überfälliges Feature, das Apple sich bald hoffentlich selbst genehmigt. Drittanwender-Programme ermöglichen den Zugriff schon seit einer gefühlten [...]