Kein Opera-Browser im AppStore – zurecht!

von alex olma | 31. Oktober 2008 | 10:37 Uhr

So, bevor sich am heutigen Freitag die komplette Online-Meute das Maul über ‘Opera und dessen AppStore-Zutrittsverweigerung’ zerreißt, vielleicht an dieser Stelle mal ein paar weiterführende Gedanken.

Opera Mini | The most popular mobile phone browser in the world.jpg

Der Sachverhalt ist relativ einfach und es ist mir unverständlich, wie es darüber zu Diskussionen kommen kann:

Mr. von Tetzchner [Opera CEO] said that Opera’s engineers have developed a version of Opera Mini that can run on an Apple iPhone, but Apple won’t let the company release it because it competes with Apple’s own Safari browser.

via blog.nytimes

Zur Erinnerung

Apple ist ein börsennotiertes Unternehmen, das Rechenschaft alleinig gegenüber seinen Aktionären abzulegen hat und sich wirtschaftlich entwickeln muss. Wir sprechen hier nicht über eine Non-Profit-Organisation, die eine Charity-Wunschveranstaltung organisiert, um sich so über die Jahre zu schleppen. Auch für den Computerhersteller aus Cupertino gelten keine anderen Regeln im Markt, als für jedes andere Unternehmen – nennt sich freie Marktwirtschaft, machen Viele und funktioniert so lala.

Wirft man also solch ein Produkt, zur lebenserhaltenden Wertsteigerung auf diesen vielzitierten Markt, gilt es alles daran zu setzen auch kommerziellen Erfolg damit zu haben. Ohne Erfolg gibt es kein Produkt und ohne Produkte keine Firma. Und mit dem Wort ‘ALLES’ wird jede Produktdarstellung nach Außen bezeichnet. Man kann sich öffnen, muss jedoch sein Produkt und ‘ALLES’ was damit zu tun hat, beschützen.

Die Cocktailparty

Jetzt kommt da so ein Opera-Mini-Browser daher. Als Gast. Und um mal etwas bildlicher zu werden: Als Gast auf eine Cocktailparty, bei dem der Gastgeber eingeladen hat und lediglich darum bat, nicht exakt die selben Speisen mitzubringen, die er bereits vorbereitet hat. Alle Gäste halten sich daran und die Party nimmt ihren erfolgreichen Lauf. Zu später Stunde schlägt jedoch dann genau der Gast auf, der meint seine eigenen Köstlichkeiten mitbringen und anbieten zu müssen – natürlich die gleichen Cocktailwürstchen wie der Veranstalter.

Und damit am Morgen danach nicht die Cocktailwürstchen des Gastes das öffentliche Bild der gesamten Party bestimmen, werden Besucher, die sich nicht an die Regeln des Hauses halten, gebeten zu gehen. Da können die Cocktailwürstchen noch so gut sein.

Konkurrenz

Um wieder aufs Computer-Business zurückzukommen, soll noch einmal an das Mac-Geschäft Gravis und deren integrierte T-Mobile Verkaufsecken erinnert werden. Die Kooperation sieht vor, dass dort iPhone-Verträge abgeschlossen werden können, was der Anbieter von iPods und iMacs nicht zu leisten vermag. T-Mobile steuert als Gast eine Leistung bei, die den Rahmen des gesamten Geschäftes vergrößert. T-Mobile würde in diesen integrierten Kooperations-Shops jedoch nie anfangen ihre eigenen Windows-Kisten und eeePCs über den Ladentisch zu verkaufen.

Das kann man alles ganz schrecklich und kommerziell finden, doch mit diesen Vorgaben meint Apple, ihr eigenes Ökosystem – den AppStore – zu schützen und funktionieren zu lassen. Wer diesen Regeln nicht unterliegen mag, wechselt die Plattform.

* Ich fühlte mich nach dieser ausschweifenden Darlegung, da ich – an diesem noch ziemlich jungen Tag – über manch weltfremde Perspektive gestolpert bin…

  • Pingback: iPhone Wochenrückblick #9

  • http://www.georgraphics.cc/ Geksi

    … das ist ja mal wirklich völlig daneben. apple bietet hardware an – klar, mit vorinstallierter software. opera produziert software, die aufs iphone passt – wieso bitte nicht!? wenn opera besser ist, als safari, dann her damit. wenn nicht, dann eben nicht. aber wieso soll ich mich da von apple bevormunden lassen? wegen einer cocktailparty bei der es nicht erlaubt ist, dieselbe speise nochmals mitzubringen? was, wenn die kirschtorte von frau huber besser ist, als meine? sollen dann dennoch alle gäste meine futtern? hirnrissig, ganz ehrlich. und bei so einer argumentation wie der obrigen stellts mir alle haare auf – schwer verblendet, wie oben schon einer meinte.

  • http://www.georgraphics.cc Geksi

    … das ist ja mal wirklich völlig daneben. apple bietet hardware an – klar, mit vorinstallierter software. opera produziert software, die aufs iphone passt – wieso bitte nicht!? wenn opera besser ist, als safari, dann her damit. wenn nicht, dann eben nicht. aber wieso soll ich mich da von apple bevormunden lassen? wegen einer cocktailparty bei der es nicht erlaubt ist, dieselbe speise nochmals mitzubringen? was, wenn die kirschtorte von frau huber besser ist, als meine? sollen dann dennoch alle gäste meine futtern? hirnrissig, ganz ehrlich. und bei so einer argumentation wie der obrigen stellts mir alle haare auf – schwer verblendet, wie oben schon einer meinte.

  • http://www.iphoneblog.de/ ao

    @Geksi: Was spricht dagegen, einfach nicht auf diese Cocktailparty zu gehen?

  • http://www.iphoneblog.de ao

    @Geksi: Was spricht dagegen, einfach nicht auf diese Cocktailparty zu gehen?

  • PeterS.

    @AO:
    Dagegen Spricht, wenn die Cocktailparty von einem guten Freund veranstaltet wird, alle deine Freunde da sind und sich als Alternative nur noch die schäbige Eckkneipe anbietet. Dann würde man sich sehr wohl da drüber ärgern, wenn dieser Freund plötzlich komische Regeln aufsetellt und ein merkwürdiges verhalten an den Tag legt… auch, wenn es seine Cocktailparty ist. Langjährige Freunde lässt man nicht so einfach fallen und bleibt zuhause. Nein, man würde notfalls auch mit dem Freund steiten und ihm sagen, dass er mit seinem Verhalten auf dem besten Wege ist, dass bald keiner mehr auf seine Cocktailparty kommt und er sogar riskiert, gute Freunde zu verlieren. Und Freunde sind so ziemlich das Wertvollste, was man hat.

  • PeterS.

    @AO:
    Dagegen Spricht, wenn die Cocktailparty von einem guten Freund veranstaltet wird, alle deine Freunde da sind und sich als Alternative nur noch die schäbige Eckkneipe anbietet. Dann würde man sich sehr wohl da drüber ärgern, wenn dieser Freund plötzlich komische Regeln aufsetellt und ein merkwürdiges verhalten an den Tag legt… auch, wenn es seine Cocktailparty ist. Langjährige Freunde lässt man nicht so einfach fallen und bleibt zuhause. Nein, man würde notfalls auch mit dem Freund steiten und ihm sagen, dass er mit seinem Verhalten auf dem besten Wege ist, dass bald keiner mehr auf seine Cocktailparty kommt und er sogar riskiert, gute Freunde zu verlieren. Und Freunde sind so ziemlich das Wertvollste, was man hat.

  • http://dermattin.blogspot.com/ dermattin

    “Dann würde man sich sehr wohl da drüber ärgern, wenn dieser Freund plötzlich komische Regeln aufsetellt und ein merkwürdiges verhalten an den Tag legt…”

    Aber auf dieser Cocktail Party gibt es nur die üblichen Regeln, die es bei jeder Cocktail Party gibt, sie sich von Party zu Party etwas unterscheiden. An dieser Party teilhaben zu wollen, aber eigene Regeln mit zu bringen, erzählt viel darüber, wie sehr man wegen den Freunden auf die Party geht.

  • http://dermattin.blogspot.com/ dermattin

    “Dann würde man sich sehr wohl da drüber ärgern, wenn dieser Freund plötzlich komische Regeln aufsetellt und ein merkwürdiges verhalten an den Tag legt…”

    Aber auf dieser Cocktail Party gibt es nur die üblichen Regeln, die es bei jeder Cocktail Party gibt, sie sich von Party zu Party etwas unterscheiden. An dieser Party teilhaben zu wollen, aber eigene Regeln mit zu bringen, erzählt viel darüber, wie sehr man wegen den Freunden auf die Party geht.

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  • http://www.google.com/ John

    Ich denke alles wichtige wurde schon gesagt.. Deine Ansicht ist mehr als verblendet.. Denke dass ist das typische Beispiel bei dem ich das Wort “Fanboy” sehr angebracht fände. Ich auf jeden Fall werde die entsprechende Konsequenz daraus ziehen und die “Cocktail”-Party “iphoneblog.de” aus meinem “RSS-Agenda” zu streichen. Ich hätte mir echt objektivere Berichtserstattung gewünscht… Und so jemanden werde ich nicht wie bisher durch Käufe welche ich extra über deine Affiliate-Links getätigt habe weiter unterstützen.

  • http://www.google.com John

    Ich denke alles wichtige wurde schon gesagt.. Deine Ansicht ist mehr als verblendet.. Denke dass ist das typische Beispiel bei dem ich das Wort “Fanboy” sehr angebracht fände. Ich auf jeden Fall werde die entsprechende Konsequenz daraus ziehen und die “Cocktail”-Party “iphoneblog.de” aus meinem “RSS-Agenda” zu streichen. Ich hätte mir echt objektivere Berichtserstattung gewünscht… Und so jemanden werde ich nicht wie bisher durch Käufe welche ich extra über deine Affiliate-Links getätigt habe weiter unterstützen.

  • http://www.iphoneblog.de/ ao

    @john doe: Warum eigentlich immer so anonym, dann aber doch persönlich werden? Wenn man schon alle Verbindungen abbricht, dann kann man doch dazu mit seinem Namen stehen…?

    Außerdem. Es gibt keine ‘objektive’ Berichterstattung. Ich finde solange man dies offen kommuniziert, ist an einer ‘Meinung’ auch nichts auszusetzen. Gegensätzliche Äußerungen werden durch die 95 anderen Kommentaren ergänzt.

  • http://www.iphoneblog.de ao

    @john doe: Warum eigentlich immer so anonym, dann aber doch persönlich werden? Wenn man schon alle Verbindungen abbricht, dann kann man doch dazu mit seinem Namen stehen…?

    Außerdem. Es gibt keine ‘objektive’ Berichterstattung. Ich finde solange man dies offen kommuniziert, ist an einer ‘Meinung’ auch nichts auszusetzen. Gegensätzliche Äußerungen werden durch die 95 anderen Kommentaren ergänzt.

  • Fluffy

    97…

  • Fluffy2

    98..

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  • Fluffy3

    99..

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  • Fluffy100

    100!!! yeeahhhh…. wollte bloss mal wissen, ob die “100″ bei der iphone-view angezeigt werden kann :-)

  • Fluffy100

    100!!! yeeahhhh…. wollte bloss mal wissen, ob die “100″ bei der iphone-view angezeigt werden kann :-)

  • http://www.iphoneblog.de/ ao

    @ FLUFFY100: Danke für den Test :)

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    @ FLUFFY100: Danke für den Test :)

  • lisalena

    Danke für den interessanten Artikel, der mich davon überzeugt hat, doch kein iPhone zu kaufen. Apple mag ja innovativ sein, aber dass Apple gleichzeitig so kleingeistig ist, wusste ich bislang nicht.

  • lisalena

    Danke für den interessanten Artikel, der mich davon überzeugt hat, doch kein iPhone zu kaufen. Apple mag ja innovativ sein, aber dass Apple gleichzeitig so kleingeistig ist, wusste ich bislang nicht.

  • http://www.iphoneblog.de/ ao

    @ LISALENA: Gerne – so helfen wir bei der ‘schwierigen’ Entscheidung. Sag’ mal Bescheid welches Gerät du anstelle gekauft hast ;)

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    @ LISALENA: Gerne – so helfen wir bei der ‘schwierigen’ Entscheidung. Sag’ mal Bescheid welches Gerät du anstelle gekauft hast ;)

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