Wackel-Dackel im App Store
Manchmal muss man das Internet einfach lieb haben.
Nachdem am gestrigen Freitag so hirnrissige komplett übergeschnappte idiotische Fragen wie “Aber ist das Schützen von Kindern nicht ein höheres Gut als die Presse- und Meinungsfreiheit im Internet?” gestellt, und selbst in Schweden komplett unsinnige Urteile gesprochen wurden, dürfen wir uns heute wieder dem Netz-Spaß widmen.
Trotzdem bleibt nicht zu vergessen, dass auch das Ökosystem des App Stores der ‘Rotstift’-Kontrolle untersteht. Die Richtlinie für dort veröffentlichte Programm legt Apple fest. Programm-Code, der in Cupertino nicht abgenickt wird, tritt zwar eine mediale Blog-Rundreise an, erklimmt jedoch nicht die iTunes-Verkaufsplattform. Doch um die – teils intransparenten – App Store-Zurückweisung soll es gar nicht gehen…


Absolut fantastisch finde ich die kreativen ‘Schleichwege’, die von seinen Benutzern entgegen der Reglement-Vorgaben eingeschlagen werden. Will Wrights Einzeller-Spiel Spore zelebriert dieser Tage die erste Millionen ‘Penis-Kreaturen’. Erstellt von seinen Anwendern im beigelegten Editor.
Und auch im App Store behilft man sich der fehlenden ‘Erwachsenen-Inhalte’ mit wackelnden Bildverzerrungs-Programmen.
Während bei Wobble Bikini-Fun (1.59 €; App Store-Link) die (Stoßrichtung – nein, dieses schlechte Wortspiel bringst du nicht) Ausrichtung recht eindeutig scheint, füttern die Benutzer bei PullPullPic (0.79 €; App Store-Link) das richtige Bildmaterial für alles was wackelt.
Und ich hatte mich immer ernsthaft gefragt, warum Photo-Morphing Programme im App Store so beliebt sind…
[app] Airfoil Speakers Touch

Es liegt Musik in der Luft.
Nicht oft genug kann ich – auch hier – eine Empfehlung für Airfoil von Rogue Amoeba aussprechen. Die kleine Mac- und PC-Software schickt aus ungefähr jeder Applikation seinen Klänge durch die Luft. Per WiFi können dabei die Audio-Dateien eines YouTube-Videos aus Safari, Playlisten aus Spotify oder der Ton eines VLC-Files vom Rechner an AirPort Express-Stationen, den AppleTV oder andere Macs geschickt werden.
Das, was Apple nicht einmal per iTunes schafft, machen die audiophilen Sound-Entwickler jetzt dem Cupertino-Konzern vor. Mit der seit heute im App Store veröffentlichten Airfoil Speakers Touch-Applikation, können im heimischen WiFi nun auch iPhones angesteuert werden. Habt ihr das Programm am mobilen Gerät gestartet, taucht es in der Airfoil Lautsprecherliste auf und empfängt danach jeglichen am Rechner abgespielten Sound.
Pre-WWDC Show: Vier Videos von iPhone-Entwicklern
Apple heizt bereits jetzt die WWDC-Stimmung kräftig an.
Vier anspruchsvoll-produzierte Entwickler-Videos finden sich auf der Developer-Seite. Neben (unserem Freund) Dr. Ge Wang von Smule (App Store-Link) findet sich die deutsche Schmiede Cultured Code mit Things (7.99 €; App Store-Link) sowie Trism-Entwickler Steve Demeter (2.39 €; App Store-Link) und Christina Wick von AOL (App Store-Link) präsentiert.

Photo-des-Tages #124 – Bangkok


Bangkok – die ‘Stadt der Engel’ – hat natürlich schon das ‘mini iphone’. In verschiedenen Farben, mit DVB-T Empfänger und ausgerüstet für den Dual-Simkarten Betrieb.
Ah, und ein eigenes Schwindeltriebssystem gibt es obendrein…
(Danke, Daniel!)
Leih- und Kauf-Filme im deutschen iTunes Store + iPhone-Sync

Endlich darf auch in Deutschland für digitales Film-Material bezahlt werden.
Nach einigen Gerüchten aus den letzten Wochen, schaufelt Apple seit letzter Nacht auch digitale Filmrollen in den deutschsprachigen iTunes Store. Nach einigen Wartungsstunden waren neben den Kauf- auch die dazugehörigen Leih-Versionen erhältlich.
Die Preisspanne umklammert 8, 10 und 14 Euro, womit die Filme in euren Besitz übergehen. Für 3 Euro können SD-Versionen eines Films gemietet werden und besitzen eine gültige Vorhaltezeit von 30 Tagen. Hat man den Film gestartet, bleiben 48 Stunden (in den USA 24 Stunden) bis zum digitalen DRM-Tod. HD-Versionen schlagen mit 4 Euro zu Buche, können bislang jedoch ausschließlich über den AppleTV bezogen werden.
iPhone-Synchronisation
Die an dieser Stelle spannende Erwähnung ist die Übertragung auf nahestehende Apple-Gerätschaften. Sofern die Downloads nicht auf einem AppleTV angestoßen wurden, kann die Distribution auf das iPhone via iTunes erfolgen. Dabei werden sowohl die verschiedenen Tonspuren als auch Kapitelmarken mitgenommen.
Und obwohl die Qualität der 1.5 bis 3 GB-großen Dateien sicherlich nicht den höchstmöglichen Audio- und Video-Standards von DVDs oder BluRays entspricht, dürfte der Komfort seiner Interessenten hier den größeren Ausschlag geben. Plötzlich wird sowohl der AppleTV wieder interessant, als auch die (schnelle) Mitnahme des angefangenen Films auf dem iPhone.
Im kurzen Video festgehalten meine erste, deutschsprachige Leihfilm-Erfahrung sowie die Übertragung auf den autorisierten MacMini und das iPhone.
Mit zirka 500 Titeln umfasst der iTunes Store ein gutes Filmangebot, das schnellstmöglich auch am Rechner um HD-Versionen erweitert werden sollte. Außerdem herrscht noch große Verwirrung bei der Bezeichnung der integrierten Sprachen. Einige Filme kommen sowohl in Deutsch als auch Englisch und unterscheiden die Bezeichnungen nicht ganz richtig.
Sofort ausprobiert wurde natürlich die iTunes-Zugang am iPhone.
Dieser führt mit dem richtigen Link zu einer leeren Verleihliste, die ganz ohne weitere Metadaten auskommt. Auf eine zeitnahe Implementation Filme am iPhone zu kaufen, glaube ich jedoch beim besten Willen nicht.
Es bleibt ein Screenshot für die Ewigkeit…

[patent] UI-Bedienung während Bewegungen

Apple feilt neue Patente.
Natürlich geschieht dies bereits Jahre im Voraus und geschieht unter strengster Geheimhaltung. Die Öffentlichkeit erreichen die Soft- und Hardware-Ideen jedoch irgendwann trotzdem. Auch wenn viele Einfälle erst einmal geschützt werden, ist der Weg von der jeweiligen Funktion bis zum Endverbraucher, ein sehr weiter. Manche Geistesblitze schaffen es auch nie zu einer praktischen Umsetzung.
Trotzdem bleibt die Interpretation der seitenlangen Patent-Texte und beiliegenden Handzeichnungen interessant. Diesmal – in einem Patent-Antrag vom November 2007 – geht es um eine ‘sich wandelnde Benutzer-Oberfläche’, die auf Bewegung reagiert.
Befindet sich der iPhone-Besitzer im Laufschritt oder möchte er sein mobiles Geräte während einer holprigen S-Bahnfahrt benutzen, verändert sich die Größe der Bedienelemente auf der touch-sensiblen Oberfläche.
In general, one aspect of the subject matter described in this specification can be embodied in methods that include the actions of detecting a pattern of motion of a device; and adjusting a graphical user interface of the device in response to the detected pattern of motion.
Spannend. Bei vielen App Store-Programmen fällt unangenehm auf, dass sich nicht an die Design-Vorschriften gehalten und die Minimalgröße von kleinen Info-Knöpfen missachtet wird. Einen solchen Button dann selbst im beinahe-bewegungslosem Zustand zu treffen, grenzt an nichts anderem als Zufall.
Da die intuitive ‘Usability’ eines der hervorstechenden iPhone-Merkmale ist, wäre eine Technologie die bei Rüttelbewegungen dem Benutzer die Bedienung erleichtert, ein nächster, logischer Schritt.
via MacRumors
Musik-App: Leaf Trombone im App Store
Die Posaunen-Applikation ‘Leaf Trombone’ erreicht in der letzten Nacht den App Store. Nach Ocarina (0.79 €; App Store-Link) wird dies mit ziemlicher Sicherheit die zweite MusikHit-Applikation aus dem Hause Smule.
Zum Einführungspreis von 0.79 € können Musikfreunde eh nichts falsch machen. Erwartungsgemäß erreicht die tsunamiartige Videoflutwelle YouTube dieses Wochenende – eine Vorhersage ganz ohne Seismograf.
‘The Jeffersons’ spielen den Auftakt…





