Photo-des-Tages #133 – SixRows

‘SixRows’ nennt sich ein kleines Tweak-Programm für alle iPhones mit Jailbreak. Es rückt die Symbolreihen eurer Anwendungs-Icons ein wenig zusammen und stellt Platz für insgesamt 24 Applikationen (plus Dock) zur Verfügung.
Für weitere ‘Optimierungen’ kann man mit der ‘Theming-App’ WinterBoard (Nachfolger von SummerBoard) die Programm-Bezeichnungen unterdrücken. Die Erweiterung ‘WinterBoard Settings’ blendet das eigenständige Programmsymbol aus dem Springboard aus und verschiebt es in die Einstellungen.
SixRows ist über das Repository von Touch-Mania (http://cydia.touch-mania.com/) zu beziehen und fällt in die Kategorie: Sinnbefreit aber Lustig!
via Touch-Mania
[web] There’s An App For That.


Mit der iPhone-Firmware 2.0 betrat im letzten Jahr der App Store die große Bühne. Seitdem konzentrieren sich Apple Werbebemühungen für ihre Mobilfunksparte auf das Software-Einkaufsparadies.
Der Slogan: ‘There’s An App For That’ funktioniert in den englischsprachigen TV-Spots extrem gut und nimmt bereits geflügelte Sprachformen an. Wer seinen Horizont um nicht ganz so ernst gemeinte Schlagzeilen erweitern möchte, tut dies hier:
via TechCrunch
[rumor] iPhone nano und dritte Geräte-Generation
Obwohl im Vorfeld der diesjährigen WWDC die Hardware-Erwartungen kaum höher ausfallen können, bleibt die Gerüchtelage vielfältig und undurchsichtig. Trotzdem seien an dieser Stelle ein paar Worte über das ‘aktuelle Hörensagen’ der anstehenden iPhone-Generationen verloren.
Das fscklog startet am gestrigen Montag die Diskussion um einen 30-Prozent kleineren iPhone-Ableger. Die Namenzusätze ‘Nano’ oder ‘Mini’ stehen dazu passend hoch im Spekulationskurs. Außerdem soll die dritte Generation des Apple-Telefons in ‘Normalgröße’ nur marginalen Veränderungen unterliegen. ‘Minimal dünner’ heißt es dazu von einem großen Zubehör-Lieferanten gegenüber seinen Händlern.

Auch das iPhoneBlog wurde aus gleicher – und derzeit einziger – Quelle hierzulande mit diesen Informationen versorgt. Obwohl die verantwortlichen Branchenkreise für diese Gerüchte eine ziemliche Marktdominanz aufweisen, erscheint es doch sehr unwahrscheinlich, dass Apple im Vorfeld einer solchen Ankündigung die offiziellen Geräte-Abmessungen herausrückt.
Auch aus China trudeln entsprechende Gerüchte ein:
Yesterday I heard from a reliable source that there will be 3 new iPhones launched in June and one of them is a smaller iPhone.
via idealchina
Der Taschenhersteller Vaja hatte bereits Ende 2008 den Schriftzug ‘iPhone nano’ auf seine Webseite gestellt und kurz darauf wieder zurückgezogen. Das gleich Spiel vollzog sich im Vorfeld der iPhone 3G-Ankündigung, welche sich später als wahrheitsgemäß herausstellte.
Über den allgemeinen Sinn und Unsinn eines ‘iPhone nanos’ lasse ich mich an dieser Stelle nicht aus und vertage die Diskussion auf einen Zeitpunkt, an dem man sich auf handfestere Informationen stützen kann.

via MacRumors
Durch innere Hardware-Veränderungen, wie einer pixelstärkeren Kamera oder einem digitalen Kompass, kann davon ausgegangen werden, das sich die Bauweise der direkten iPhone Nachfolge-Generation – wenn auch nur marginal – ändert. Eine matte und kratzresistente Rückseite aus Plastik halte ich für möglich.
Am heutigen Dienstag goss iLounge ebenfalls Benzin in das lodernde Gerüchtefeuer:
We’ve been told that the next-generation iPhone will come in six versions: two storage capacities each for 3G, enhanced 3G (“3.5G/3.75G”), and mainland China versions of the phone, which will have the same size and general design of the current model, but with a less scratchable matte plastic body.
via iLounge
Die drei unterschiedlichen Versionen sollen auf die Gegebenheiten der Länder angepasst werden und nur dort erhältlich sein. Dadurch könnte Apple den unterschiedlichen Mobilfunknetz-Ausbauten gerecht werden ohne verschiedene Gerätschaften innerhalb eines Landes anbieten zu müssen.
Ich gehe stark davon aus, das wir nicht alle iPhone Produkt-Neuheiten für dieses Jahr in einem kompakten Paket zur WWDC präsentiert bekommen. Sollte eine optisch geringfügig veränderte iPhone-Generation die Marktreife bereits im Juni erhalten, wird dessen Ankündigung voraussichtlich mit der Entwickler-Messe zusammengelegt.
Für große Worte über kleine Dinge – wie einem ‘iPhone nano’ – dürfte sich Steve Jobs jedoch persönlich Zeit nehmen und nach seiner Rückkehr eine eigene Veranstaltung im kleinen Townhall-Rahmen Ende Juni veranstalten.
[game] Zenonia


Mit Zenonia erreicht uns am Anfang dieser Woche ein seltener Vertreter des Action Rollenspiel-Genres im App Store. Neben Chronicles of Inotia: Legend of Feanor (2.39 €; App Store-Link) ist mir kein weiterer Vertreter dieser Spiele-Gattung bekannt, der im knuddeligen Zelda-Stil Echtzeitkämpfe ausfechtet. Ich lasse mich jedoch gerne eines besseren belehren…?

In Zenonia übernehmt ihr das Schicksal eines Jünglings mit dem Namen ‘Regret’, der den mysteriösen Tod seines Vaters aufklären möchte. Der klassischen RPG-Geschichtserzählung wird ausreichend Genüge getan. Die englischsprachige Dialog-Qualität reicht von profan bis phantastisch.
Eure einzelnen Hauptmissionen wechseln sich mit kleinen Side-Quests ab. Mit dem übergeblendeten Steuerkreuz navigiert euren Charakter. Fast alle anderen Tätigkeiten wie Sprechen, Kämpfen oder sich durch die Menüs Steuern übernimmt der rechte Action-Button. RPG-üblich könnt ihr euren Kämpfer durch viele Gefechte auf ein höheres Level heben und mit neuen Gegenständen ausstatten. Zu Beginn stehen euch mit einem Paladin, Warrior und Assassin drei Charakterklassen zur Auswahl.
-> http://blip.tv/file/2160243 Video-Link*
Die technische Präsentation im runden 10MB-Download zeigt sich vorbildlich. Lediglich die musikalische Untermalung könnte ein wenig Abwechslung vertragen. Obwohl ich bislang nicht ansatzweise die propagierten 40 Spielstunden ausprobieren konnte, wurde ich in meinem einstündigen Rundgang bereits vorzüglich unterhalten.
Für fünf Euro erzählt Zenonia allen bislang vernachlässigten Action-RPG Fans eine nette Geschichte, die ich gewissenhaft Genrefreunden empfehlen kann.
* Alle selbstproduzierten Videos gibt es ‘iPhone-kompatibel’ auch in unserem Podcast-Feed, den ihr beispielsweise über iTunes oder einem anderen Multimedia-Verwaltungsprogramm eurer Wahl abonnieren könnt.
iPhone-Sonic mit Sega Mega Drive-Emulator umgesetzt
Herrlich. Manche Geschichten muss man einfach genießen.
Als am letzten Donnerstag die originalgetreue ‘Sonic the Hedgehog’-Umsetzung in den App Store stürmte, war ich relativ unbegeistert von dessen Realisierung. Drei Tage später stellt sich heraus, dass der Klassiker mit Hilfe eines Mega Drive-Emulators für das iPhone umgesetzt wurde, der problemlos auch anderen BIN-Dateien aus den alten Genesis-Tagen abspielt.
DirektSegaEmulator – Musik: Paper Plane Pilot – This Place (cc)
Ersetzt man via SSH das Sonic-Speicherabbild – in Fachkreisen auch ROM genannt – durch eine digitale Kopie eines anderen Mega Drive-Moduls, starte zumindest diese Datei.

via Macenstein
Selbstredend fehlt jegliche Implementierung einer Steuerung oder dessen graphischer Darstellung. Außerdem möchte ich ausdrücklich davon abraten ROM-Dateien aus dem Netz zu laden, selbst wenn man diese als Originalmodul besitzt.
Durch die fehlende Anwendbarkeit macht es eh keinen Sinn…
Die lustige Komponente ist jedoch, das sich Sega anscheinend ihr Leben für die zukünftigen App Store-Veröffentlichungen leicht machen wollte. Ein ‘breitseitiger’ Mega Drive-Emulator ließe sich von Golden Axe über Ecco the Dolphin bis Afterburner ‘allzweckmäßig’ abfeuern und bedarf für jede Neuerscheinung lediglich marginalem Arbeitsaufwand.
Zwar hielten sich die Performance-Probleme bei mir zurück, andere Käufer jammerten jedoch enorm über ruckelnde Grafik- und Sound-Effekte. Falls eine schlechte Emulation daran Schuld sein sollte, wäre es doppelt peinlich, da ZodTTD bereits mit genesis4iphone 3.0.0 seit Monaten einen funktionsfähigen Emulator für Jailbreak-iPhones vertreibt.
Ob das Ausführen von ROM-Dateien mit einem Emulator gegen die Apple SDK-Lizenzvereinbarungen verstößt, bleibt zu diesem Zeitpunkt unbeantwortet.
via AllTechRelated
Markenrecht trifft App Store
Die Markenpiraten fallen in den App Store ein.

Kurz vor dem vergangenen Wochenende reichte der französische Schmuck- und Uhrenlieferant Cartier eine Klage gegen Apple und seinen iPhone-App Store ein. Grund: Markenrechtsverletzungen. Namentlich wurden die zwei Applikationen ‘Fake Watch’ und ‘Fake Watch Gold Edition’ von Digitopolis Game Studio benannt, unrechtmäßig Produktbilder aus dem Armbanduhren-Sortiment in Ihrem iPhone-Programm und dessen Bewerbung verwendet zu haben.
Apple löschte daraufhin die beiden Applikationen aus dem Store und die stellvertretende Kanzlei von Cartier Fox Rothschild LLD zog die Klage zurück.
Soweit verständlich.
via Silicon.de
Eher unverständlich ist, wie im (Achtung Ironie!) ‘strengen Genehmigungsprozess’, den Apple für einen Zugang zum App Store seinen Entwicklern auferlegt, bei der offensichtlichen Verwendung markengeschütztem Bildmaterial nicht zumindest eine orange Warnlampe aufleuchtet. Eine kurze Nachfrage per E-Mail an den zuständigen Entwickler würde ich mir von dieser Stelle erwarten.
Zum Zweiten bleibt es für mich vollkommen unverständlich, wie ohne eine Überschneidung von Geschäftsbereichen Cartier daran gelegen sein kann, die Verbreitung von (selbst erstellten) digitalen Produktbildern zu unterbinden.
Obwohl.
Eigentlich dürften jegliche ‘Verstößen’ gegen Bestimmungen des Wettbewerbsrechts, Markenrechts oder Urheberrechts in Deutschland gar nichts mehr verwundern. Die Kombination der Schlagwörter ‘Cartier’ und ‘Abmahnung’ verspricht zumindest bei Google eine sehr aussichtsreiche Treffervielfalt, die weit darüber hinausgeht Produktpiraterie zu verhindern.
Mit den Suchfunktionen wird die Auktion dann entdeckt – ob als vermeintliche Fachbezeichnung (“Cartier-Verschluss”), als optische Beschreibung (“im Cartier-Stil”) oder – wie bei Premiere-Abmahnungen (Schlechte Karten bei Premiere) – wenn etwas in der Cartier-Rubrik bei Ebay steht, was nach Ansicht des Herstellers da nichts zu suchen hat. Auch die beliebten “nicht”-Auktionen (“Alter verrosteter Golf – nicht Ratzinger, nicht Cartier und auch kein Ferrari”) sorgen hier für sofortigen Ärger: Zwischen 1000 und 3000 Euro möchte die Kanzlei dafür sehen. Auch von einer “Tank-Form” darf man nicht sprechen, da “Tank” auch eine Uhrenmarke von Cartier ist.
via Heise – Abmahnen im Cartier-Stil
Den Schutz geistigen Eigentums in allen Ehren, doch dem Abmahnwesen speziell in Deutschland gehört rechtlicher Einhalt geboten. Wer sich bereits am Montag einmal so richtig ärgern möchte, dem sei ganz viel Literatur zum Thema und der Verweis auf seine Verursacher empfohlen.







