[game] Earthworm Jim
Grooooovy!

Earthworm Jim, die lustige Weltraum-Nuddel, erreicht mit comicbunter Grafik den App Store. David Perry und Shiny Entertainment programmierten sich 1994 mit dem albernen Regenwurm im Kosmos-Anzug in die Unsterblichkeit. Zumindest für Kinder der 90er-Jahre.
Desto mehr verlockt es mich, diese überarbeitete Neuauflage des alten Plattformspiels auf der mobilen iPhone-Showbühne anzukündigen. Rennend, Springend und Schwingend hastet der schlaksige Wurm durch 16 Level auf vier unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen.

Wahlweise begleitet euch dabei der kultige Original-Soundtrack oder eigene iPod-Kompositionen. Die Steuerung variiert im Stil der jeweiligen Welt: Hüpfeinlagen übernimmt das digitale und wahlweise analoge Touch-Joypad; für das Zwischenspielchen im Weltraumgleiter kommt das Accelerometer zum Einsatz.
Insgesamt navigiert es sich mit der Touch-Steuerung nach kurze Eingewöhnungszeit recht gut, so dass sich Jim präzise an kläffenden Monsterhunden und über fliegende Kühe vorbei schummeln lässt. Und obwohl es manchmal mehrere Sprungversuche bedarf (um beispielsweise auf einem grünen Edelkristall mit Eigendrehung stehen zu bleiben), verliert man durch den rasanten Spielablauf und diverse Speicherpunkte nicht die Geduld.
Grafik und Sound gehören eindeutig zur iPhone-Oberklasse. Earthworm Jim zeichnet sich auch 15 Jahre nach seinem Debüt mit extremer Farbenfreudigkeit, kultigen Sprach-Samples und der (immer noch) brillante Komik aus.
* Alle selbstproduzierten Videos gibt es ‘iPhone-kompatibel’ auch in unserem Podcast-Feed, den ihr beispielsweise über iTunes oder einem anderen Multimedia-Verwaltungsprogramm eurer Wahl abonnieren könnt.
EyeTV-Aktualisierung entfernt Live-TV über UMTS

Die TV-Software EyeTV von Elgato (iPhoneBlog-Review) verschwand am Samstagmorgen kommentarlos aus dem App Store. Wenige Stunden später tauchte das Programm dort zwar wieder auf, die Gerüchte um eine Apple-Beanstandung über den ‘nicht dokumentierten’ Trick ein Live-Fernsehbild auch über das UMTS-Netz zu empfangen, hielten sich jedoch konstant.
Unter Version 1.0.0 ließ sich vom Benutzer zwar die Live-TV-Wiedergabe startet, daraufhin blendete sich jedoch der ressourcensparende Hinweis “Wi-Fi erforderlich” ein. Durch einen Druck auf die rechte-obere Fensterecke ließ sich diese limitierende Benachrichtigung abschalten und der Stream vom Heimrechner starten.
Mit dem Update auf 1.0.1 am heutigen Morgen bestätigten sich die Gerüchte über Apples Maßregelung, da sich das Live-Fernsehbild über UMTS jetzt nicht mehr durch diese ‘unpräzise’ Fingereingabe ‘freischalten’ lässt. Leider fehlt jeglicher Hinweis darüber in den Update-Aufzählungen.
Wie bereits in der ausführlichen Vorstellung beschrieben, ist es weiterhin möglich aufgezeichnete Sendungen über das Mobilfunknetz auf dem iPhone anzuschauen.
Photo-des-Tages #146 – Tagesschau (Update II)

Auch Tagesschau.de berichtet am heutigen Morgen über die Apple Quartalszahlen. Das verwendete AFP-Bildmaterial von einem iPhone mit Jailbreak im chinesischen Mobilfunknetz, das seit Monaten herumgereicht wird, sollte man vielleicht noch einmal überdenken…
(Danke, thybigfoot!)
Update
12:30 Uhr: Die Tagesschau-Redaktion tauscht das Bild aus.

(Danke, Steve Jobs himself!)
Update II
14:50 Uhr: Spiegel-Online verwendet weiterhin das AFP-Bild.

(Danke, firebrain!)
Apples Geschäftszahlen Q4 `09 (Update)

Im fiskalischen Quartal 4 2009 (Juli bis 26.September) steigert Apple die iPhone-Verkaufszahlen mit einem siebenprozentigen Wachstum gegenüber dem Vorjahresquartal. In den letzten Monaten wurden 7.4 Millionen iPhones über die Ladentresen gereicht.
via ApplePR
Die Telefonkonferenz startet in wenigen Minuten, dieser Beitrag wird um iPhone-relevante Details entsprechend ergänzt.

-> http://www.apple.com/quicktime/qtv/earningsq409/
Update
“Wir sind begeistert mehr Macs und iPhones als jemals zuvor in einem Quartal verkauft zu haben,” sagt Steve Jobs, CEO von Apple. “Wir haben ein sehr starkes Produktportfolio für das Weihnachtsgeschäft und einige wirklich hervorragende neue Produkte für 2010 in der Pipeline.”
Telefonkonferenz
Kleine Details, die in der gesprochenen Telefonkonferenz Erwähnung fanden:
- Verweis auf die JDPower-Studie zur Konsumerzufriedenheit mit der kürzlichen iPhone-Bestplatzierung
- Die China-Veröffentlichung steht am 30.Oktober ins Haus und bietet [Zitat] “große Möglichkeiten”
- Apple erweitert bekanntlich seine iPhone-Mobilfunkpartnerschaften in Kanada und UK
- Trotz weltweiter Wirtschaftskrise schwingt sich der Apple-Aktienkurs in die Höhe. Das gewinnträchtige Weihnachtsgeschäft steht sogar noch bevor
- [Zitat] Tim Cook: Competitors are really just trying to catch up with the 1st iPhone that was announced 2 years ago
Fragen
Die ‘Fragen-und-Antworten’-Runde brachte keine spektakulären Erkenntnisse zu Tage, vervollständigt jedoch das gezeichnete Bild:
iPhone-Verfügbarkeit; es gab 3GS-Lieferschwierigkeiten?
Die Lagerbestände waren knapp, das war auf mehreren Märkten bemerkbar; die Bestände haben sich in September wieder gefüllt; es handelte sich um ein ‘Nachfrage-übersteigt-Liefermöglichkeiten’-Phänomen; Apple ist immer noch nicht zufrieden mit der vorhandenen Lagerhaltung, gerade weil der China-Release vor der Tür steht.
Wie betrachtet Apple den Schritt vom exklusiven Mobilfunkparter zu mehreren Anbietern (Kanada und UK)?
Die Preisgestaltung zwischen Apple und Mobilfunkanbieter ist geheim; ein veränderter Straßenpreis wird nicht erwartet, liegt jedoch in der Hand der jeweiligen Mobilfunkanbieter. Exklusive Anbieter können Innovationen (Visual Voicemail) fördern und mehr Investment betreiben. Mehr sagte Apple dazu nicht und verwies (bezeichnend) für Nachfragen auf die jeweiligen Exklusiv-Anbieter.
Markterweiterung
Das 3GS soll in über 80 Ländern bis zum Jahresende verfügbar sein – derzeit sind es 64 Länder. Das iPhone 3G ist bereits in über 80 Ländern verfügbar. Korea wurde explizit genannt.
Geschäftsbereich
Es herrscht eine große 3GS-Nachfrage im Geschäftsbereich; 50-Prozent der Firmen aus der Fortune Global 500 setzen bereits das iPhone ein; ebenso 50-Prozent der Firmen aus der Financial Times 100-Auflistung
WolframAlpha landet für 40 € im App Store


Wolfram|Alpha, die semantische Online-Wissensbank, streckte erstmals im Mai 2009 ihre Fühler ins Internet. Seitdem (ver)suchen die Algorithmen zur Beantwortungen kompletter Fragestellungen die entsprechenden Ergebnisse zusammenzutragen.
Am gestrigen Sonntag erschien die dazugehörige iPhone-Anwendung im App Store, die ohne eigenen Datenbestand mehr oder weniger eine hübsche Schnittstelle zur Webanwendung darstellt. Die Besonderheit liegt diesmal im Verkaufspreis: Der Kunde zahlt 40 € für einen halben Megabyte an Programmcode.
Soweit so aufregend. Die Strategie, sich über diesen Gesprächsaufhänger in die Medien zu spielen, bleibt nämlich verdammt gut. Und funktioniert sogar hier.
Entgegen anderweitiger Annahmen, die den hohen Preisabstand zur Konkurrenz als (bereits bekannte) Protestaktion gegen fallende App Store-Preise werten, tippe ich auf reines Marketing. Ich zähle mich persönlich zu den Motto-Gläubigern: ‘Es-gibt-keine-schlechte-Presse’, die besonders im App Store mit über 90.000 Programmen zum Tragen kommt.
Egal ob der Programm-Verkaufspreis kurz- oder langfristig auf einen ‘massentauglichen’ Wert fällt, die 15 Minuten Ruhm in den größten Online-Medien seien WolframAlpha gegönnt.
Unter http://www.wolframalpha.com/iphone/ findet sich übrigens der Link zur iPhone-optimierten Webseite. Interessant für alle diejenigen, die wie ich jetzt noch nicht bereit sind 40 € auszugeben.
[game] Rock Band
Die ‘Rock Band‘-Serie von Harmonix Music Systems ist gerade einmal jungfräuliche zwei Jahre alt, hat aber mit fünf Revisionen, über 800 verfügbare Songs und 13 Millionen verkauften Einheiten, eine echte Gold musikalische Ader getroffen.
Die iPhone-Version addiert am heutigen Tag 20 neue Chart-Stürmer zum ‘Rock Band’-Songbuch und verfolgt mit der 4-Spieler-Bluetoothverbindung konsequent das (lokale) Multiplayer-Konzept, das die Konsolen-Brüder so erfolgreich machte – auch wenn der dazugehörige Teaser-Trailer (Link) extrem bizarr anmutet. Die iPhone Classic-Generation spielt aufgrund ihrer beschränkten Bluetooth-Verbindung nicht über die offiziellen Mehrspielerwege mit, schlägt sich auf der Performance-Seite jedoch ganz ordentlich.
Die Mehrspieler-Session zum Gang an die farbigen Tasten erfolgt zwangsweise über eine Facebook Connect-Einladung – Push-Benachrichtigungen zur musikalischen Aufforderung inklusive. Grafik und Physik bedienen sich aus dem Standard-Repertoire, das schon Tap Tap Revenge (0.79 €; App Store-Link) erfolgreich großzog.


Die Musiktitelauswahl ist gewohnt ‘rocklastig’ und reicht von den Foo Fighters bis Blink 182 – über ‘In-App-Käufe’ werden neue Titel nachgerüstet. Derzeit sind fünf Extra-Titelpakete (mit je zwei Songs) für erschwingliche 0.79 € verfügbar. Firmware 3.0 wird vorausgesetzt.
[app] Cardreader – Visitenkarten scannen
Ich mag keine Visitenkarten. Aus praktischen Gründen. Meinem Arbeitsablauf läuft es mehr als zuwider, auf Papier gedruckte E-Mail-Adressen bei Gebrauch davon abzutippen. Trotzdem übernehmen die kleinen Papyrusblätter eine nicht unerhebliche, soziale Funktion: bei ersten Gesprächskontakten gleicht der Austausch von den kleinen Kärtchen einer Zeremonie, mit der jeder vertraut zu sein scheint.
Nicht das es notwendig wäre zum Beginn einer Unterhaltung die Postadresse vom Gesprächspartner zu erfahren, trotzdem hilft es behäbigen Wortwechseln auf die Sprünge. ‘Ah, sind Sie also auch aus München…?!’
Lange Rede kurzer Sinn: Spätestens nach dem ersten E-Mail-Kontakt landen die kleinen Zettel im Müll.

Da es manchmal jedoch ärgert, wenn es Menschen wagen E-Mails ohne Signatur zu verschicken und obendrein kein (vollständiges) Xing-Profil aufzuweisen, ist es gut die Infos der Papierkarte irgendwo digital (!) (ab)gespeichert zu haben.
Die Anwendung Cardreader (5.99 €; App Store-Link) von x-root Software aus Rosenheim macht es dem Gewissen leichter, nach den eingescannten Kontaktinfos die jeweiligen Visitenkarten in den Papierkorb zu pfeffern.


Ein iPhone 3GS sollte es jedoch schon sein, mit dem die Anwendung unter Zuhilfenahme des Autofokus versucht, alle Telefonnummern und Jobbezeichnungen vom kleinen Kärtchen zu kratzen. ‘Gutes Licht’ macht bei der Übersetzung von den Bildinformationen zum Text einen erheblichen Unterschied.
Für diese kleine Programm-Vorstellung habe ich gut 50 liegengebliebene Visitenkarten digitalisiert. Die Texterkennung hat wie zu erwarten mit Unterschieden zwischen ‘L’ und ‘T’, sowie farbigen Hintergründen zu kämpfen. Insgesamt funktioniert die Erkennung jedoch ausreichend gut, um ordentlich Zeit einzusparen. Uneindeutige Buchstaben markiert die Anwendung rot und erwartet eine manuelle Bestätigung oder Verbesserung vom Benutzer.
Überzeugt hat mich die Unterscheidung der einzelnen Kontaktfelder. Im überwiegenden Teil der Scannvorgänge konnte die Anwendung problemlos zwischen Fax-, Telefon- und Mobilfunk-Nummer unterscheiden. Leider lassen sich bei der Ausbesserung keine neuen Felder einfügen. Da jedoch meine Push-Synchronisation über MobileMe augenblicklich die neuen Einträge auf dem Mac überspielt, können dort bequem die fehlenden Infos nachgereicht werden.
Als Kontaktbild übernimmt das Programm per Standard das aufgenommene Photo der Visitenkarte. Sehr hilfreich, wenn man doch noch einmal schnell nachschauen möchte ob alle Infos richtig übernommen wurden.
Jailbreak-Software: MyWi + Orbit
Die Jailbreak-Szene erwacht zu neuem Leben. Während es nach der Veröffentlichung um Firmware 3.1 drei Wochen ziemlich ruhig an der inoffiziellen Entwicklerfront geworden war, wird jetzt der unbeschränkte Zugang zum Ausnutzen der Apple-Limitierungen wieder kräftig genutzt.
MyWi

Vorweg marschiert mit MyWi ein $10-Programm, das unter Firmware 3.1.2 die Tethering-Funktionalität zurückholt – sowohl über Bluetooth als auch USB. Damit reiht sich MyWi in die Reihe von Alternativen wie iPhoneModem oder PDAnet ein.
MyWi installiert zwangsweise den 3rd-Party-Vertriebskanal ‘Rock your Phone‘, über die dessen Lizenzierung verläuft. MyWi darf beim Anlegen eines neuen ‘Rock your Phone’-Accounts 10 Tage ausprobiert werden.
Orbit
Bereits am Donnerstag haben wir an dieser Stelle Orbit, ein Exposé-Softwarekonzept zur schnellen Navigation durch das Springboard vorgestellt. Mittlerweile hat Steven Troughton-Smith seine $2-Software über Cydia veröffentlicht.
Das Programm arbeitet flott, lässt bislang jedoch leider die Anbindung an die Einstellungs-Erweiterung ‘Custom Home Button‘ vermissen, womit die Einblendung der Homescreen-Übersicht auf den Hauptknopf gelegt werden kann.
Steve Troughton-Smith arbeitet bereits an diesem Fix sowie einer neuen Version mit zusätzlicher Gesten-Unterstützung (siehe Video).







