Photo-des-Tages #148 – Blasinstrument
Das japanische Make-Magazin gräbt eine selbstgeschnitzte Plastik-Konstruktion aus, die drei iPhones Unterschlupf birgt und über das Mundstück mit den entsprechenden App Store-Programmen Klänge erzeugt.
Egal ob das Musikinstrument eher in Richtung Okarina oder Saxophon tendiert, es bleibt in jedem Fall eine ganz wundervolle Eigenkonstruktion.
Kampf der Mobilfunkbetreiber
Seit der gestrigen Nacht laufen in Amerika zwei neue iPhone-Werbespots, welche auf die Vorzüge des AT&T-Netzes hinweisen. Gegenüber der CDMA-Konkurrenz von Verizon und Sprint ist es im UMTS-Netz des iPhone-Partners möglich, eine gleichzeitige Daten- und Telefonverbindung aufzubauen.

Während sich Apple damit ungewöhnlich loyal hinter seinen US-Mobilfunkpartner stellt, verfolgt AT&T seine Klage gegen die Verizon-Reklame ‘There’s A Map For That’ (YouTube-Link), die die 3G-Netzabdeckung vergleichen will. Verizon Wireless hatte zuvor mit der ‘iDon’t'-Kampagne (YouTube-Link) rund um das Android-basierte Droid-Telefon scharf in Richtung des Apple-Telefons geschossen.
Apple iPhone Ad – Did You See My Email? from Arik Hesseldahl on Vimeo.
Apple iPhone Ad – What Time’s The Movie? from Arik Hesseldahl on Vimeo.
via BusinessWeek
In Deutschland drehen die Mobilfunkbetreiber ebenfalls frei.
Zu einer gängigen Praxis war es anscheinend bei Vodafone geworden, auslaufenden oder kündigungswilligen Vertragskunden ein iPhone aus dem europäischen Ausland über einen Drittanbieter zu vermitteln. Dagegen erwirkte T-Mobile eine einstweilige Verfügung. Aus etlichen (mir aktuell zugespielten) E-Mail-Einsendungen ist jedoch zu vermuten, das die Partneragenturen trotz rechtlicher Sperenzchen fleißig weiter an das Vodafone-Klientel verkaufen.
Diesem Geschäft soll sich nach Teltarif-Informationen nun auch O2 angeschlossen haben. ‘Ausgewählte Bestandskunden’ sollen dabei ein iPhone 3GS (16GB) zu einem Preis von 779 € beziehen können. Dieser Preis unterbietet das kürzlich aktualisierte Simyo-Angebot, dessen Verkauf von ‘vertragsfreien’ iPhone 3GS-Geräten über den nicht unstrittigen Retailkey-Shop abgewickelt wird.
Phil Schiller zum App Store-Genehmigungsprozess
Der App Store ist ein unglaublicher Erfolg. Nicht erst seit der bezaubernden Marke von 100.000 verfügbaren Anwendungen. Kein anderer Anbieter bekleckert sich derzeit mit nur annähernd ähnlichen Bilanzen. Die ‘Langzeitwirkung’ auf den mobilen Funk-, Arbeits- und Unterhaltungsmarkt können gar nicht hoch genug eingeschätzt werden.
Das französische Entwicklerstudio Gameloft spülte sich vor einigen Tagen mit folgendem Zitat in die iPhone-Presselandschaft: “We have significantly cut our investment in Android platform, just like … many others. It is not as neatly done as on the iPhone”. Gameloft’s Finanz-Zampano Alexandre de Rochefort ließ verlauten, das 13-Prozent des Firmeneinkommens aus dem letzten Quartal den iPhone-Verkäufen zuzurechnen sind.
Trotzdem schafft es mit unbehaglicher Regelmäßigkeit der intransparente App Store-Genehmigungsprozess immer wieder in die Schlagzeilen. In einem Interview für die BusinessWeek verteidigte sich (erneut) Apples Senior Vice President Phil Schiller.

Apple überprüft demnach die derzeit 10.000 neuen Anwendungen pro Woche (!) auf Funktionalität “to make sure they work as the customers expect them to work when they download them.” In 90-Prozent der Fälle sollen dabei technische Fehler der Grund für eine erste Ablehnung sein. “Developers are generally glad to have this safety net because usually Apple’s review process finds problems they actually want to fix”.
Als (nach Apple-Kriterien) ‘unangebracht’ weist Cupertino zirka 10-Prozent der vorgelegten Anwendungen zurück. “There have been applications submitted for approval that will steal personal data, or which are intended to help the user break the law, or which contain inappropriate content”.
Phil Schiller gesteht im Interview ein, das zirka 1-Prozent der eingereichten Applikationen in eine Grauzone fallen, die sich nach verschiedenen Bundesstaaten und Herkunftsländern unterschiedlich darstellt: “We had to go study state and international laws about what’s legal and what isn’t, and what legal exposure that creates for Apple or the customer”.
Auch das Gesprächsthema um die Verwendung von geschützten Markenzeichen wurde im Interview am Fallbeispiel Rogue Amoeba angesprochen. Das Airfoil Speakers Touch-Programm (kostenlos; App Store-Link) verwendete Bilddaten, die vom Mac-Betriebssystem über das Netzwerk mitgeschickt werden. Das ‘Dilemma’ ist mittlerweile gelöst und die Anwendung wie geplant im Store verfügbar. Sogar mit den kleinen Netzwerkbildchen des aktuell verbundenen Computers.
Aus einer internen Quelle des App Store Review-Teams wurde mir in diesem Zusammenhang die Information zugespielt, dass die Verwendung von Apple-Bildmaterial im Kontext ab sofort vom Regelwerk erlaubt ist.
Trotzdem unterhalten uns die illustren Geschichten um App Store-Ablehungen sicherlich auch in Zukunft. Es bleibt zu diesem Zeitpunkt weiterhin die Frage unbeantwortet, ob ein undurchsichtiger Genehmigungsprozess überhaupt der schieren Anzahl von eingereichten Anwendungen gerecht werden kann. Rogue Amoeba möchte vorerst keine weiteren iPhone-Projekte beginnen auch wenn Phil Schiller sagt: “We’ve built a store for the most part that people can trust”.
Einen Link auf iVIP – dem geklonten ‘I am rich‘-Nachfolger aus dem App Store – verkneife ich mir an dieser Stelle…

iVIP is the first premium lifestyle app for the iPhone. Bringing a world of luxury to your device, iVIP membership gives you access to privileges across a range of luxury partners including Supercars, Cinemas, Concierge, Restaurants, Bars, Nightclubs,
[jailbreak] Multifl0w ermöglicht Multitasking
Der Mehrprozessbetrieb – welch’ schöne deutsche Übersetzung für das englische Wort ‘Multitasking’ – war, ist und bleibt ein heißes iPhone-Thema. Solange sich Apple dieser Thematik nicht aktiv annimmt, wird dies getreu dem Motto ‘stetiger Tropfen höhlt den Stein’ auch so bleiben.
Die neue Jailbreak-Anwendung Multifl0w stülpt dem Backgrounder eine hübsche Benutzeroberfläche über und ermöglicht die Navigation zwischen im Hintergrund geöffneten Anwendungen. Das, was ein bisschen beim Palm Pré stibitz abgeschaut gelernt wurde, funktioniert in seiner ersten Fassung ganz passabel auf dem iPhone. Beim Start von Anwendungen kann der ‘Home Button’ gedrückt gehalten werden, um die Hintergrundaktivität einzuschalten. Auf dem gleichen Weg deaktiviert man die entsprechenden iPhone-Prozesse wieder.
Multifl0w kämpft in Version 1.0 (Release 1 – SVN 15) noch mit kleinen Darstellungsfehlern und kommt nach Aussagen seines Entwicklers nicht damit zurecht, wenn Programme beim Starten in den Hintergrund geschoben werden. Ansonsten frisst die Multitasking-Fähigkeit Batterie, gestaltet sich in der Praxis jedoch als durchaus einsetzbar.
* Alle selbstproduzierten Videos gibt es ‘iPhone-kompatibel’ auch in unserem Podcast-Feed, den ihr beispielsweise über iTunes oder einem anderen Multimedia-Verwaltungsprogramm eurer Wahl abonnieren könnt.
Google News überarbeitet
Auch wenn’s bestimmt keine Absicht war, ich mag den Zeitpunkt, den Google zur Überarbeitung seines ‘News’-Services gewählt hat.
Der Axel Springer-Verlag bellte vor kurzem laut alle Mitarbeiter iPhone-Anwender an, beißt jedoch bislang noch nicht. Mediengigant Murdoch erwägt die Angebote seiner News Corporation von keinem Google-Suchmaschinenroboter mehr abgrasen zu lassen. Konsequente Schritte folgten bislang nicht. An der technischen Umsetzung sollte es nicht scheitern. Diese erklärte eigenständig das Googleblog mit süffisantem Unterton. Die Hamburger Bankrott-Erklärung braucht man an dieser Stelle nicht noch einmal aus dem verstaubten Schuhkarton zu wühlen…


Wer genau wie ich darauf wartet, das verkrüppelte RSS-Feeds ohne Volltext endlich das Zeitliche segnen und Kommentarsysteme länger als 50-Prozent der Tages geöffnet bleiben, schaut sich nach Alternativen um.

via sueddeutsche.de
Dabei hilft die überarbeitete Nachrichten-Sektion des Suchmaschinenherstellers, der (nach eigenen Angaben) weltweit über 25.000 Quellen abklappert um den ‘verfügbaren’ Qualitätsjournalismus aufzuspüren. Wo auch immer sich dieser versteckt.
Slingbox Solo mit SlingPlayer Mobile + Verlosung (Update)

Sling Media produziert Set-Top-Boxen, die im heimischen Wohnraum Mediensignale in verschiedene Haus-Ecken verteilen. Dabei verkabelt man den breiten Plastik-Backstein ins AV-Setup und streamt über eine Netzwerkverbindung das Signal an Computer, Browser, BlackBerrys oder iPhones.
Der Fokus liegt dabei eindeutig auf Kabel-Receivern, Sat-Empfängern oder DVD-Spielern. Und obwohl keines dieser Geräte meinen Haushalt mit seiner Anwesenheit beglückt, frisst die Slingbox natürlich auch alle anderen Videoquellen wie Spielkonsolen, AppleTV oder einen iPod touch, der seinem Videosignal über den Dock-Anschluss freien Lauf lässt.
DirektSling (HD-Video)
Wenn ihr also den Bedarf habt, das bewegte Bild eines stationären Gerätes zu verteilen, um dies beispielsweise im Büro oder auf Reisen zu konsumieren, könnte diese Lösung grundsätzlich von Interesse sein. In Amerika ist Sling Media seit einigen Jahren extrem populär. Geschäftsleute streamen sich ihre Aufzeichnungen vom Festplattenrekorder auf das Mobilfunktelefon. In den heimischen vier Wänden kann es angenehm sein, einen Laptop mit dem SlingPlayer zu bestücken um diesen beispielsweise beim Kochen mit in die Küche zu nehmen.
Fußball-Freunde wissen worum’s geht…

Aber genug der Vorrede.
Seit Mai 2009 befindet sich der SlingPlayer Mobil im App Store. Seine Veröffentlichung trat zur damaligen Zeit (erneut) eine große Diskussion um das beliebte ‘WiFi-only’-Thema los. App Store-üblich beschränkt Apple die Verwendung von ressourcenintensiven Streaming-Programmen auf das Wlan-Netz und lässt nicht über UMTS den Bildempfang zu. Wer sich mittels Jailbreak diesen Limitierungen (3G Unrestrictor) nicht entledigen möchte, ist zum Empfang auf einen WiFi-Zugang angewiesen.
Während meine ersten Eindrücke nicht sehr positiv ausfielen (siehe YouTube-Datei), geht die Videoqualität nach längerer Benutzung schon ganz in Ordnung. Speziell ein zweimal durch die YouTube-Mangel gedrehtes Video kommt am iPhone über ein schnelles Netzwerk noch ‘genießbar’ an. Der SlingPlayer am Rechner produziert mit durchschnittlich 2500 Kbps ein ebenfalls akzeptables Bild.
DirektQualität (HD-Video)
Wer Geräte im Haushalt hat, die als Fernbedienung von der Abspielsoftware unterstützt werden, profitiert doppelt. Sowohl die Desktop-Software als auch das iPhone-Programm bedienen so das angeschlossene Equipment fern. Die Einrichtung über die PC- und Mac-Software ist komfortabel und sehr benutzerfreundlichen. Hier lassen sich auch Firmware-Updates einspielen, die den Benutzer auf keine abstrakten FTP-Server schickt, sondern alles ins Gewand der Desktop-Anwendung hüllen.
Spätestens hier merkt man, das das Zusammenspiel aus Hard- und Software über mehrere Jahre gewachsen ist und Kindheitskrankheiten weitgehend ausgeschlossen werden.

Trotzdem bleiben die Alltagstücken: In einem weiteren Test habe ich das AppleTV an die Slingbox angeschlossen, für die ein Fernbedienungsprofil existiert aber bei mir (und anderen) nicht funktioniert. Ob dies ein akutes Problem durch das kürzliche 3.0.1 Software-Update ist, oder bereits länger versagt, mag ich nicht zu beurteilen.

Fazit
Die Slingbox verfolgt einen interessanten Ansatz, der für spezielle Hardware-Installationen die stationär-gefangenen Inhalte befreit. (Verarbeitungs-)Qualität der Hard- und Software stimmen. Die iPhone-Anwendung ist für 24 € (App Store-Link) ihr Geld absolut wert. Erfolgreich aufgebaute Verbindungen zur Slingbox genießen Beständigkeit. Eine intuitive und ansprechende Benutzeroberfläche runden den Streaming-Spaß ab.
Wer auf bereits digitalisierte Inhalte zurückgreifen möchte, findet beispielsweise mit Air Video bessere Werkzeuge. Doch diesen Kampf möchte die Slingbox gar nicht ausfechten und setzt alle Ressourcen darauf, TV-Inhalte netzwerkzugängig zu machen.
Und das funktioniert gut.
-> Amazon-Link*
* Wer die Slingbox oder irgendein anderes Produkt seiner Wahl über diesen Amazon-Banner bestellt, unterstützt das iPhoneBlog mit einem kleinen Prozentsatz des (unveränderten) Kaufpreises.
Verlosung

Zu den Testfeierlichkeiten spendiert Sling Media eine Slingbox Solo sowie einen Slinglink Turbo im Gesamtwert von 260 €. Wer Interesse an der Teilnahme hat, setzt einen Kommentar mit erreichbarer E-Mail-Adresse unter diesen Beitrag. Wer die Artikel-URL mit Twitter oder Facebook verknüpft, nimmt ebenfalls teil – dazu ist bis Sonntag den 22.11. um 18 Uhr Zeit.
Ich wünsche eine freudige Teilnahme.
Update
Der Kommentar von Matthias Hövelmanns ist im Gewinnspiel-Zufallsgenerator als erstes aufgeschlagen. Wenn der gute Mann mir eine Postadresse zuschickt, kann ich mich um den Versand der Slingbox kümmern.
Vielen Dank an alle für die umfangreiche Teilnahme!









