Apple kauft Musik-Streamingservice ‘Lala’

von alex olma | 5. Dezember 2009 | 09:55 Uhr

Meine Musikbibliothek in iTunes umfasst mittlerweile 120GB. Und ich hasse sie. Meine einzige ‘Organisation’ besteht darin, die zuletzt hinzugefügten Titel auf das iPhone synchronisieren zu lassen. Am heimischen Rechner benutze ich fast ausschließlich Streaming-Musikdienstleister wie Last.fm, Napster oder Spotify.

Lala - Where music plays.jpg

Da freut es zu lesen, dass sich Apple mit Angeboten von Musik-Streaming auseinanderzusetzen scheint. Am gestrigen Freitag berichteten Cnet und Bloomberg über eine Akquisition der Musik-Plattform Lala. Heute reichen die New York Times und das Wall Street Journal entsprechende Bestätigungen über den Deal zwischen Apple und dem Musik-Verteilnetzwerk nach. Weder Apple noch die Lala-Chefetage bestätigten bislang den Kauf oder standen für Aussagen zu dessen Konditionen bereit.

Das derzeitige Webseitenangbot von Lala lässt aus einem Musikkatalog von 8 Millionen Titel auswählen, das Stück kostenlos einmal abspielen und bei Bedarf für 79 Cent herunterladen. Für lediglich 10 Cent (mehr), streamt das Lied unbegrenzt online zu dessen Konsument.

Obwohl es zum jetzigen Zeitpunkt wahrscheinlicher erscheint, dass Apple vornehmlich an der Technologie, dem Bezahlmodell und dessen Gründer Bill Nguyen Interesse zu haben scheint, wäre das Angebot der Musikübertragung aus der Wolke dem Internet ein nur mehr als konsequenter Schritt: Mehr Kontrolle welche Titel wieviel gehört werden, eine einhergehende Begrenzung von verbautem Flashspeicher in mobilen Endgeräten und ein (möglicherweise) zukunftsorientiertes Finanzierungsmodell für Musik. Pandora zeigt (auf dem iPhone) in den USA, wie es geht. Obwohl sich hier die Einahmen (noch) durch verlinkte Downloads generieren.

An eine technische Implementierung ist zum jetzigen Zeitpunkt, ohne konkrete Übernahme-Vereinbarungen, nicht zu denken auch wenn das iPhone sicherlich ein idealer Testkandidat in freier Wildbahn wäre. Das Preview der iPhone-App von Lala macht seit März die Runde, hat es bislang jedoch nicht in den App Store geschafft.

DirektLala

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