Dezember 2009: Vielversprechende Hardwarezahlen; App Store-Kurskorrektur und Ärger mit Mobilfunkanbietern

von alex olma | 10. Dezember 2009 | 14:54 Uhr

Zum Jahresende kommt noch einmal so richtig Bewegung ins iPhone-Geschäft. Der Hardware-Markt zieht gewöhnlich kräftig in der vorweihnachtlichen Stimmung an. Es gehört nicht viel Risiko dazu, auf abermals steigende Quartalszahlen für Q1 2010 zu setzen.

Einen Ausschlag werden dafür mit Sicherheit auch die Länder geben, in denen das iPhone neu gestartet ist. Der chinesische Mobilfunkanbieter China Unicom gab bekannt, das seit der iPhone-Veröffentlichung am 30. Oktober über 100.000 Geräte abgesetzt werden konnten. Das ist für den dort gigantischen Mobilfunkmarkt keine überragende Zahl, entgegen den ersten drei Verkaufstagstagen mit lediglich 5.000 Geräten jedoch eine erhebliche Steigerung. Aufgrund der hinlänglich beschriebenen Problemen im dortigen Vertrieb (Schwarzmarkt, kein WiFi, etc.) verwundert diese Zahl jedoch nicht.

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via CNN Money

Besser scheint es in Südkorea zu laufen. Der dortige Betreiber KT konnte alle seiner 60.000 Vorbestellungen absetzen und damit für das dortige Q3 2009 einen Marktanteil von 15-Prozent erwirtschaften. Auf dem Stand heraus, sehr beachtlich.

Ähnlich vielversprechend kündigt sich der Verkaufsstart vom iPhone in Israel am heutigen, ersten offiziellen Tag, an. Die Mobilfunkanbieter Cellcom (Orange) und Pelephone (Bezeq Israel Telecom) versuchen dabei neben den geschätzten 80.000 ‘freien’ iPhones, die bereits im Land betrieben werden, Verträge mit einer Mindestlaufzeit von über zwei Jahren zu verkaufen. Die Erfolgschancen dafür sind nicht abwegig, da Israel anscheinend eine der weltweit höchsten Quoten für ‘mobile phone penetration‘ besitzt.

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via Haaretz

Aber auch in Punkto Software scheint sich die festliche Stimmung auf das iPhone durchzuschlagen. Nachdem immer mehr ‘Augmented Reality’ den App Store seit Firmware 3.1 ungehindert stürmen (darf), lockerten sich in letzter Zeit (anscheinend) die Bedingungen für die Verwendung von markenrechtlich geschützten Apple-Bildern.

Im Zuge des Dramas um Rogue Amoeba’s ‘Airfoil Speakers Touch’-Anwendung (kostenlos; App Store-Link), die sich über das Netzwerk der ausgelieferten Apple-Symbolbildern bediente, kündigte sich der Kurswechsel bereits an. Am heutigen Morgen schafft es ein Update des Netzwerk- und Bonjourscanners iNet Pro (3.99 €; App Store-Link) von Linnart Bäker in den App Store, der die entsprechenden Symbolbilder direkt in die Anwendung einarbeitete.

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Und damit finden die guten Nachrichten noch kein Ende. In den letzten Tagen überraschte Apple mit der Freischaltung von zwei Video-Streaming-Anwendungen, die auch über das UMTS-Netz funktionieren. Zwei Kriterien, die zuvor als absolute Tabus galten.

Extrem ungewöhnlich fällt dabei auf, dass die Ustream-App auch ein Videobild vom iPhone Classic und 3G-Gerät abgreifen darf. Mit Rückblick auf die bisherige App Store- und Vermarktungs-Politik kann es sich hierbei eigentlich nur um einen Fehler handeln…

Der ebenfalls populäre Mitbewerber Qik im Streaming-Geschäft veröffentlichte am heutigen Morgen ebenfalls ein Update seiner iPhone-Anwendung. Eine Funktionalität für Live-Streaming ist darin jedoch noch nicht zu finden.

Ebenfalls nicht ganz rechtmäßig vorsichtig sollte mit der kostenlosen Wörterbuch-Anwendung ‘Dictionary Dragon’ (US-Link) umgegangen werden. Die kostenlose Veröffentlichung der Anwendung, die (englische) Spracheingabe aufzeichnet und in Textform konvertiert, fällt ‘nicht gerade positiv’ mit ihren Benutzerbedingungen auf. Mit einem großen, grünen ‘Akzeptieren’-Knopf nickt man der Übertragung des kompletten Adressbuches auf den Server der Sprachanwendung ab. (Danke, Sluft!)

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‘Spaß’ macht auch AT&T mit ihrer App Store-Software ‘Mark the Spot’ (US-Link) zum Melden von schlechter Empfangsqualität, abgebrochenen Gesprächen oder stotternden Datenverbindungen im US-Netz. An dieser ‘Meldestelle’ für Kunden, möchte ich persönlich nicht sitzen. Besonders nicht dann, wenn nach der gut gemeinten Idee der Chef des Mobilfunkkonzerns in den Medien anfängt die iPhone-Besitzer zu beschimpfen anzuprangern.


With about 3% of smart-phone customers driving 40% of data traffic, AT&T is considering incentives to keep those subscribers from hampering the experience for everyone else [...] any customers don’t know how much bandwidth they’re consuming, Mr. de la Vega added.

via WSJ

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AT&T-Chef Ralph de la Vega verplapperte sich im Herbst 2008 mit der Erwähnung der Tethering-Lösung, die Apple seit Firmware 3.0 technisch im iPhone zur Verfügung stellt. AT&T bietet bis heute keine (käufliche) Lösung für seinen Kunden um die Mobilfunkverbindung des Apple-Telefons am Laptop zu nutzen.

Seit dem 01.Dezember bietet T-Mobile in Deutschland neben dem zusätzlichen 3GB-Verbrauchsvolumen für 20 € -Aufpreis auch ein kleines Paket der ‘Internet-Option’ anbietet. ‘Modem-Nutzung S’ bietet 100 MB mehr Inklusivdatenvolumen für 5 €, und kann damit als offizielle Freischaltgebühr verstanden werden.

Ustream mit Live-Videoübertragung (auch) aus dem UMTS-Netz

von alex olma | 9. Dezember 2009 | 14:14 Uhr

Nachdem die Video-Streaming Anwendung ‘Knocking’ (kostenlos; App Store-Link) vor einer Woche Aufsehen durch ihre Live-Übertragung (auch aus dem UMTS-Netz) erlangte, ziehen wie zu erwarten die populären Vertreter nach.

DirektLive

Den Anfang macht der ‘Ustream Live Broadcaster’ (kostenlos; App Store-Link), der dabei ein Live-Bild vom iPhone auf die Streaming-Plattform überträgt. Bislang begrenzte Apple Anwendungen wie Qik oder das besagte Ustream mit einem Zugriff auf die Videokamera dadurch, das das Material aufgezeichnet und anschließend zum Upload angeboten werden konnte.

Die (anscheinend) geänderte Politik im Zulassungsprozess gefällt, und bieten für die Streaming-Dienstleister einen echten Mehrwert auch am iPhone. Bislang war die Unterscheidung zu einem zeitversetzten YouTube-Upload nicht groß. Aus der Anwendung heraus lassen sich Twitter-Verfolger informieren, die einer Übertragung mit der ‘Ustream Viewing Applikation’ (kostenlos; App Store-Link) folgen und dort ebenfalls kommentieren können.

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via TechCrunch

Axel Springer-Aboangebote landen im App Store

von alex olma | 9. Dezember 2009 | 10:39 Uhr

In der gestrigen Nacht platzte die 0.79 Cent-Anwendung der Bildzeitung in den App Store (Link). Alleine zwischen 07 und 08 Uhr am heutigen Morgen sprang Springer’s Korrektur für den ‘verfluchten Geburtsfehler des (kostenlosen) Internets’, zitiert nach dessen Chefredakteur Kai Diekmann, von Position 50 auf 10 der meistgekauften Anwendungen. Mit der Fertigstellung dieses Artikels ist davon auszugehen, das die (Software-)Antwort von Springer-Chef Mathias Döpfner ‘Bild.mobile auf dem iPhone muss bezahlt werden‘ an der Höchstplatzierung angekommen ist.

Bekanntermaßen lassen hohe Chart-Positionierungen im App Store keine Qualitätsrückschlüsse zu, weshalb ich doppelt dankbar für den Diskussionsanstoß der Boulevardzeitung bin. Genau genommen bin ich einer dieser ‘Kostenloskulturkonsumierer’, die sich nicht für Werbesprüche wie ‘Bild geht App’ oder das Seite 1-Girl ‘zum Schütteln’ begeistern können.

Die, zugegebenermaßen erste Antwort zum Stopp dieser ekligen Gratis-Angebote, ist eine 0.79 €-Anwendung, die ein schmackhaft zusammengeschnürtes Abo-Modell bereithält. Für 79 Cent erwirbt man jetzt 30 Tage Bildzeitung. Wenn das mal keine Ersparnis für Premium-Inhalt ist…!

Nach dem Ablauf dieses ‘Einführungsangebotes’ stehen zwei Mitgliedschaften zur Auswahl. Für monatlich 1.59 Euro bekommt man das Online-Angebot der Bildzeitung in Form einer nativen Anwendung. Die Printausgabe des folgenden Werktages als (dort) eingebundenes PDF, gibt es für monatlich 3.99 Euro. Auch hier, unglaubliche Ersparnisse…!

Zur stetigen Verbesserung der optisch ansprechenden Anwendung, gibt man mit jedem Aufruf eines neuen ‘Artikels’, einer Bilderstrecke oder einer Systemeinstellung diese Information an springer01.webtrekk.net weiter. Mit jedem Klick. Egal wo.*

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Korrektur. Jede Bildschirmberührung wird an springer01.webtrekk.net gesendet nur nicht die, mit dem Klick auf die Datenschutzrichtlinie. Auf mehreren Bildschirmseiten wird hier erklärt, wieviel besser ‘Web-Track’ die Anwendung durch die “Analyse Ihres Nutzungsverhaltens” macht. Es darf sicherlich nachgefragt werden, welchen Mehrwert die Entwickler der Information entnehmen, das ich ein Nutzer gerade die seine Einstellungen (Pers. Daten, Abo, Push) aufgerufen hat.

An dieser Stelle in der Anwendung kann man seine persönlichen Daten als 1414-Reporter hinterlassen, um komfortabler Videos und Bilder an die Redaktion zu übermitteln. Hinter zwei kleinen Informations-Knöpfen verbergen sich die Hinweise, das man als ‘Leser-Reporter’ alle Rechte an den übermittelten Medien abgibt. “Die Axel Springer AG ist berechtigt, die Aufnahme des Leser-Reporters zu bearbeiten, [zeitlich unbegrenzt] zu archivieren und an Dritte weiterzuveräußern.”

Aber das nur nebenbei. Eigentlich kommt es ja auf die Inhalte an. Und wenn mich diesbezüglich hier nur irgendetwas ansatzweise interessieren würde, was die Bildzeitung schreibt (vornehmlich) zeigt, könnte ich die Anwendung fast empfehlen.

DirektBing *

Wer trotzdem nicht die besten Bildzeitungs-Eskapaden verpassen möchte, ließt das Bildblog weil: ‘Jede Wahrheit braucht einen Mutigen, der sie ausspricht‘.

* Als Erklärung sei vermerkt, das der Benutzer über diese – für ihn kostenlose – Verbesserung der Anwendung nicht informiert wird. Auch die eingeblendeten Hinweise (unter anderem im Video) sind nur durch eine spezielle Zusatzsoftware erkenntlich zu machen. Ein regulärer Nutzer der Bild-Anwendung wird mit diesen aufspringenden Fenstern nicht belästigt.

‘App Store wechsle dich’

von alex olma | 8. Dezember 2009 | 16:43 Uhr

App Store Is a Game Changer for Apple and Cellphone Industry - NYTimes.com.jpg

Die New York Times, in Person von Jenna Wortham, grub am Wochenende mit ihrem Artikel ‘Apple’s Game Changer, Downloading Now‘ tief in der New Economy-Zitatkiste.

There’s never been anything like this experience for mobile software. [...] This is the future of digital distribution for everything: software, games, entertainment, all kinds of content.

Spätestens dann, wenn (im zweiten Absatz) vom ‘Schweizer Taschenmesser der digitalen Ära’ die Rede ist, merkt man hier wird nicht an Superlativen gespart. Warum auch? Vierteljährlich neue Rekordberichte in den (iPhone-)Quartalszahlen; über zwei Milliarden App Store-Downloads und ein konstanter Begleiter in Funk und Fernsehen allen Medien. So fühlt sich Erfolg an.

Der verwendete Jargon um den ‘Game Changer’ klingt dabei toll, aber stimmt natürlich nicht. Wo vorher kein ‘Spiel’ stattfand, kann niemand aus einer ‘kritischen Situation’ das Blatt wenden. Das, was Apple anders gemacht hat, ist die Kombination aus einer zentralen Plattform mit einem zentralen Betriebssystem für mobile Anwendungen. Und vielen kleinen, nicht unwichtigeren Details mehr.

Das Wort ‘Game’ taucht 17-Mal im zitierten Artikel auf und lenkt zurecht die Aufmerksamkeit an den ‘jüngeren Bruder’ der iPhone-Familie, den iPod touch. Für die Kategorie ‘Spiele’ überrollt die vertragsfreie Touch-Flunder nach neusten Flurry-Statistiken die ‘alte’ iPhone-Riege.

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Der Erhebung liegt eine Stichprobe von 3.000 Applikationen, 45 Millionen Anwendern auf vier Plattformen zugrunde. Recht populistisch spricht die ‘Studie’ von den ‘süchtigen’ loyalen iPod touch-Kids, die im höheren Jugendalter automatisch zu iPhone-Kunden konvertieren.

Genügend Trittbretter dafür zimmert iTunes in Eigenregie auf die ‘lebenslange’ Marketing-Leiter. Mit ‘iTunes Rewind 2009′ (App Store-Link) (ver-)sammeln sich zum Jahresende noch einmal die Software-Bestseller zu einem gemütlichen Tête-à-Tête.

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Und damit alles so wundervoll verzaubert, ohne Störungen im Konsumrausch (ver-)bleibt, säuberte man den App Store von 1.011 Anwendungen des Verkäufers ‘Molinker‘, der sich mit einer Gruppe von Menschen iTunes-Accounts selbst untereinander bewertete. Phil – Chief Executive the Officer – Schiller kommentierte daraufhin: “Yes, this developer’s apps have been removed from the App Store and their ratings no longer appear either“.

Über die Verhältnismäßigkeit in diesem Beispiel lässt sich kaum streiten. Genauso wenig wie über den ‘iPhone Privacy-Talk’ von Nicolas Seriot, der (theoretische) Angriffsflächen zum Abschnorcheln von persönlichen Informationen der mobilen Geräte in diesen Bericht (PDF-Link) aufzeigt. (Danke, André!)

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Augenscheinlich kritisch wird es mit Beispielen von App Store-Entfernungen, die nicht das (Bewertungs-)System in ihren technischen oder sozial anwendbaren Grundmauern erschüttern, sondern auf Moralvorstellungen des angestellten ‘Schalter-und-Verwalter’ in der App Store-Genehmigungsabteilung zurückfallen. Wie im Beispiel der Anwendung des Stern-Magazins, die (anscheinend) mit zuviel nackter Brustdarstellung einen kurzfristigen Abgang machte.

Mit zuviel Kontrolle und einem intransparenten Genehmigungsprozess könnte Apple dann doch ‘Game Changer’ spielen. Jedoch nicht unbedingt zum Positiven.

EA-Trailer: Mirror’s Edge

von alex olma | 8. Dezember 2009 | 09:46 Uhr

DirektMirror

Electronic Arts veröffentlicht nach den ersten Screenshots die offizielle Spielevorschau zu dem im Januar 2010 erscheinenden Mirror’s Edge. Die iPhone-Komposition scheint sich dabei als Cel Shading-Abenteuer auf einer 2D-Ebene breitzumachen, die mit Quicktime-Events durchsetzt ist.

Erneut ‘spannend’ könnten sich dabei im Vorgeplänkel der Veröffentlichung die Rechtsstreitigkeiten mit Tim Langdell entwickeln. Die eingetragene Markenbezeichnung ‘Edge’ ist der Grund, weshalb das populäre App Store-Puzzelspiel Anfang Dezember (bis heute) bereits zum dritten Mal aus dem Apple-Portal verschwand. Langdells-Firma EDGE Games hält (anscheinend) auch die Namensrechte an Mirror’s Edge.

Neben dem bevorstehenden Akrobatik-Jump’n'Run scheint sich der weltweit zweitgrößte Spielepublisher mit seinen Franchises auf den App Store langsam warm zu schießen. Seit den zaghaften Gehversuchen mit Spore Origins im September 2008 ist mit Need for Speed Undercover (3.99€; App Store-Link), Monopoly (3.99€; App Store-Link), Die Sims 3 (5.49€; App Store-Link) Fifa 10 (5.49€; App Store-Link), Command & Conquer (5.49€; App Store-Link), Rock Band (5.49€; App Store-Link) oder dem Gestern veröffentlichten Dragon’s Lair (3.99€; App Store-Link) mittlerweile eine konstante Spieleflut aus dieser, sicherlich nicht unbedeutenden Softwareverleger-Ecke zu beobachten.

Airlock – Bildschirm-Sperre durch Bluetooth-Radar

von alex olma | 7. Dezember 2009 | 18:52 Uhr

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Oliver von Aptgetupdate.de zückt zum Wochenstart eine wirklich nette Software-Idee aus dem Ärmel, die sich Airlock nennt.

Die kleine OS X-Systemerweiterung scannt per Bluetooth ob sich ein vorher autorisiertes iPhone in der Umgebung aufhält, und sperrt beziehungsweise entsperrt den Computer-Bildschirm beim Verlassen des mobilen Gerätes aus dem Umgebungsradar. Ein durchaus praxistauglicher Einfall für vergessliche Menschen, die oft ihrem Arbeitsplatz den Rücken kehren.

Wer jedoch Bluetooth kennt, weiß um dessen ‘Zuverlässigkeit’ und ‘Funkschwäche’. Je nach Haushalt oder Büroumgebung wackelte schon auf der Standardeinstellung – in meiner nachmittaglichen Probe aufs Exempel – die drahtlose Verbindung. Trotz eingeschaltetem und neben mir liegenden iPhone wurde ich von meinem Arbeitsgerät ausgeschlossen. Die ‘Reaktionsfähigkeit’ lässt sich, auch aus Schonung zum Akku variabel einstellen, führte jedoch Vielfach zu einer Aktivierung der ‘Sicherheitsfunktion’. Beim Einsatz der ‘zusätzlichen’ Digitalschranke sollte außerdem Beachtung finden, das nicht ‘versehentlich’ die Freundin euer iPhone auf dem Weg zur Arbeit einsteckt, und ihr (im Prinzip) Zuhause ohne Computer sitzt.

Eine Demo-Version der 5€-Software lässt sich für drei Stunden testen. Dabei sperrt euch das Blauzahn-Radar nicht nur aus, sondern startet und beendet bei Bedarf auch andere Programme.

Trotzdem. Der Gedanke für diese kurze Erwähnung zählt. Den Schlüssel für meinen Computer drehe ich jedoch persönlich lieber selbst um.

Erster Blick: N64-Emulator spielt Super Mario 64

von alex olma | 7. Dezember 2009 | 08:40 Uhr

DirektN64

Wie wir alle wissen, ist dieses Internet voll von Unwahrheiten. Auch bei der (anscheinend) ersten N64-Emulation, die ein stark abgespecktes Super Mario 64 zeigt, bleibe ich skeptisch. Und entzückt.

Technisch sollte das 3D-Jump’n'Run von Nintendo aus dem Jahr 1996 nicht unmöglich auf einem iPhone 3GS oder iPod touch (3.Gen) lauffähig zu bekommen sein. Welche Feinheiten dem 600 MHz getakteten ARM-Prozessor in Kombination mit OpenGL ES 2.0-Unterstützung zu entlocken sind, wissen wir aus aktuellen App Store-Veröffentlichungen.

Die MIPS-Architektur (R4300i RISC; 93,75 MHz) der Nintendo-Konsole mit speziellem Coprozessor (‘Reality Immersion Engine’), die mit der Kraft von zwei Herzen ihre 32-Bit-Pixel über den Bildschirm schubste, dürfte jedoch noch einmal ein ganz anderes Thema sein. Die verbauten Rambus-Speicherchips der grobschlächtigen Hardware waren flott, und der Z-Buffer machte die 8-16 MB-Module fortschrittlicher als die damalige Sony-(CD)Konkurrenz.

Bislang erfreute sich die Jailbreak-Szene den Emulatoren für Nintendo Game Boy (Advance), SNES, Sega Genesis und Sony PlayStation. Hoffnung für die Glaubwürdigkeit der 40-Sekunden Ankündigung gibt, dass der YouTube-Account von N-Works Development mit unzähligen Xcode-Tutorials über die letzten Monate bestückt wurde.

via modmyi

Apple kauft Musik-Streamingservice ‘Lala’

von alex olma | 5. Dezember 2009 | 09:55 Uhr

Meine Musikbibliothek in iTunes umfasst mittlerweile 120GB. Und ich hasse sie. Meine einzige ‘Organisation’ besteht darin, die zuletzt hinzugefügten Titel auf das iPhone synchronisieren zu lassen. Am heimischen Rechner benutze ich fast ausschließlich Streaming-Musikdienstleister wie Last.fm, Napster oder Spotify.

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Da freut es zu lesen, dass sich Apple mit Angeboten von Musik-Streaming auseinanderzusetzen scheint. Am gestrigen Freitag berichteten Cnet und Bloomberg über eine Akquisition der Musik-Plattform Lala. Heute reichen die New York Times und das Wall Street Journal entsprechende Bestätigungen über den Deal zwischen Apple und dem Musik-Verteilnetzwerk nach. Weder Apple noch die Lala-Chefetage bestätigten bislang den Kauf oder standen für Aussagen zu dessen Konditionen bereit.

Das derzeitige Webseitenangbot von Lala lässt aus einem Musikkatalog von 8 Millionen Titel auswählen, das Stück kostenlos einmal abspielen und bei Bedarf für 79 Cent herunterladen. Für lediglich 10 Cent (mehr), streamt das Lied unbegrenzt online zu dessen Konsument.

Obwohl es zum jetzigen Zeitpunkt wahrscheinlicher erscheint, dass Apple vornehmlich an der Technologie, dem Bezahlmodell und dessen Gründer Bill Nguyen Interesse zu haben scheint, wäre das Angebot der Musikübertragung aus der Wolke dem Internet ein nur mehr als konsequenter Schritt: Mehr Kontrolle welche Titel wieviel gehört werden, eine einhergehende Begrenzung von verbautem Flashspeicher in mobilen Endgeräten und ein (möglicherweise) zukunftsorientiertes Finanzierungsmodell für Musik. Pandora zeigt (auf dem iPhone) in den USA, wie es geht. Obwohl sich hier die Einahmen (noch) durch verlinkte Downloads generieren.

An eine technische Implementierung ist zum jetzigen Zeitpunkt, ohne konkrete Übernahme-Vereinbarungen, nicht zu denken auch wenn das iPhone sicherlich ein idealer Testkandidat in freier Wildbahn wäre. Das Preview der iPhone-App von Lala macht seit März die Runde, hat es bislang jedoch nicht in den App Store geschafft.

DirektLala

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