Schlechte Idee: Webdienstleister schließen Kunden aus

von alex olma | 4. Dezember 2009 | 10:46 Uhr

Das iPhone zeichnet sich für Unmengen von Web-Verkehr aus. Im AdMob-Werbenetzwerk vereint das Apple-Telefon mittlerweile 50-Prozent des mobilen Datenaufkommens auf sich. Weltweit. Und dabei ist der von Google akquirierte Reklameanbieter keine kleine Nummer.

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Nun sollte man denken, das die Inhaltsanbieter mit Freuden über diese Zuwächse an bislang unerreichten Lesern und potenziellen Werbekonsumenten, allgemein auch als ‘Kundschaft’ bezeichnet, durch die Decke springen.

Aus deutscher Perspektive, weit gefehlt. Zumindest wenn man die Aussagen des Springer-Konzerns, zukünftig iPhone-Nutzer nur über eine App Store-Bezahlanwendung zuzulassen, nicht als Publicity-Gag abtut. Die Online-Werbepreise müssen schon ziemlich im Keller sein, wenn die einmalige 79 Cent-Anwendung das finanzielle Ruder herumreißen soll. An den Inhalten oder einer aufgeklärten Internet-Nutzerschaft kann es ja wohl kaum liegen…

Seit dem gestrigen Donnerstag deaktivierte WolframAlpha, die semantische Online-Wissensbank, den Zugriff auf die iPhone-optimierte Suchdarstellung. Seit Mai streckten sich dessen Algorithmen-Fühler ins Netz. Die 40 €-treue iPhone-Anwendung landete Mitte Oktober im App Store (39.99 €; App Store-Link). Das 500 kb-Programm leistet dabei eine hübsche, mit einigen Tastaturkürzeln mehr bestückte Schnittstelle zur Webanwendung. Nicht mehr, nicht weniger.

Surft man dieser Stunden mit dem iPhone auf http://wolframalpha.com, wird mit einem App Store-Link der eindeutiger Kaufhinweis vermittelt. Die ‘Computing-Api’ der Anwendung ist natürlich kein Hokuspokus sondern übermittelt nur die ‘richtigen’ Signale, die durch einen UserAgent-Check im mobilen Safari ausgeschlossen wird. Verbirgt man seine iPhone-Identität, beispielsweise mit dem ‘UserAgent Faker’ über ein Jailbreak-iPhone, erhält man den Hinweis über die App Store-Anwendung nicht. Im Fall von WolframAlpha macht dies jedoch keinen Unterschied, da sich der Hinweis über die Bezahlanwendung einfach schließen und über die ‘nicht-optimierte’ Suche des Webdienstleisters benutzen lässt. Außerdem kann man weiterhin auf die mobile Webseite unter http://www.wolframalpha.com/mobile zurückgreifen.

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Nichts liegt mir ferner, als die rechnende Wissensmaschine ohne einen Funken Werbung mit den Druckerzeugnissen des angesprochenen Zeitungsverlegers auf eine Stufe zu stellen. Leider liegt mir bis jetzt jedoch keine offizielle Stellungnahme vom WolframAlpha-Team zur Deaktivierung der iPhone-Maske vor. Daher lässt die Kombination der Abschaltung von http://www.wolframalpha.com/iphone/ im Zusammenhang mit dem App Store-Hinweis, der übrigens bereits Mitte Oktober auf http://www.wolframalpha.com eingeblendet wurde, auf keine positive Bilanz (um im entsprechenden Sprachstil zu verbleiben) des Internetdienstleisters blicken.

[KlimBim] ESRB-Blastman, Knocking, Mirror’s Edge, iPhone Death Watch, AT&T vs Verizon, Silverlight, 4iThumbs und Super Monkey Ball 2

von alex olma | 2. Dezember 2009 | 15:25 Uhr

DirektESRB

Das Entertainment Software Rating Board – kurz ESRB – hat jetzt seine eigene iPhone-Anwendung (kostenlos; App Store-Link), mit der Eltern die Alterfreigaben von Videospielen für ihre Kinder kontrollieren können.

Leider kann ich das im Video gezeigt Spiel ‘Blastman’ (PS3, Xbox 360, PC) nirgends finden. Nicht einmal in der ESRB-Anwendung selbst…


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Mit einem wahren Blog-Aufschrei wird dieser Stunden die iPhone-Anwendung ‘Knocking’ (kostenlos; App Store-Link) durch die Nachrichtenticker gereicht. Steve Jobs höchstpersönlich soll das Freigabeformular unterschrieben haben, das der Anwendung für Video-Streaming im UMTS-Netz den sanften Weg in den App Store bereitete.

Doch dort ist die Luft bekanntlich rau, weil (Blog-)Leser die Software wirklich ausprobieren, die ‘in den Medien’ vorgestellt wird. Ansonsten könnten keine 25 Negativ-Rezensionen im deutschen Store und 435 ’1-Sterne-Bewertungen’ von Benutzer eines US iTunes-Accounts vergeben worden sein.

Das, was die Knocking-Entwickler (anscheinend) mit einer herzzerreißenden E-Mail an den Cupertino-Häuptling und der dazugehörigen Petition erreichten, lässt zumindest die Aussicht auf einen App Store-Kurswechsel aufblitzen. Bewegtes Video der iPhone-Kamera, live abgegriffen, ist nur über eine Entwickler-Schnittstelle möglich, dessen Verwendung von Apple bislang untersagt wurde. Populäre Streaming-Plattformen wie Qik oder UStream können davon ein Lied pfeifen. Nach dem nun statuierten Exempel, warten die Internetdienstleister bestimmt schon in der App Store-Warteschlange.

via ars technica


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Mirror’s Edge, EA-Erfolgstitel des Jahres 2008, scheint einen akrobatischen Sprung ins 2D-Terrain auf das iPhone zu meistern.

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via toucharcade

Update

EA reicht uns ein paar neue Screenshots, des im Januar 2010 erscheinenden Titel, nach.


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Die ‘iPhone Death Watch‘-Liste mit aktuellen und vergangenen, aber auf jeden Fall vorausschauenden Zitaten über die Entwicklung des iPhones, liest sich unterhaltsam.

“It’ll sell a couple million units to the many people who have wet dreams about Steve Jobs, and that will be about it.”

Matt Maroon, MattMaroon.com , 7 May 2007

via cpich3g


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AT&T ertrinkt in schlechten Kundenbefragungen; Verizon führt genau diese Zufriedenheitsskale in einer aktuellen Studie für den Mobilfunkbereich an (‘AT&T Ranked Last in Consumer Reports’ Best Cellphone Service Survey’). Trotzdem besteht weiterhin die exklusive Apple-Vereinbarung mit AT&T, die sich gegenseitig weiter neue Werbespots (Trap Door / Droid Pretty) um die Ohren hauen.

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Photo: Elliott P. (cc)

Apropos Video. Microsoft arbeitet mit Hochdruck an den technischen HTML5-Möglichkeiten, ihre Silverlight-kodierten Videos auch auf dem Apple-Gerät ausliefern zu können.


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Direkt4ithumbs

Nach der iPhone-Hülle iTwinge mit haptischem Tastenfeedback, versucht sich nun der Klebefolienaufsatz 4iThumbs daran, die iPhone-Tastatur erlebbar spürbar zu machen.

Bislang sieht es lediglich nach einer gut inszenierten Bestrebung aus.


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DirektMonkey

Sega’s Super Monkey Ball 2 (7.99 €; App Store-Link) erreichte am gestrigen Dienstag den App Store. Zu einem Kostenpunkt von 8 Euro bietet es dabei Unterhaltung für 115 Level sowie einen Mehrspielermodus, der über das lokale WiFi einlädt.

Teil eins der erfolgreichen Sega-Franchise war eines der ersten App Store-Spiele und monatelanges Paradebeispiel für pfiffige 3D-Unterhaltung. Teil II vergrämt sich (leider) die inoffizielle iPhone-Gemeinde, die ein offiziell-erworbenes Spiel nicht auf einem Jailbreak-iPhone starten können.

Die ersten 60-Spielsekunden gibt es in unserem erstellten Video.

Schneller informiert: @iPhoneBlog_Link twittert neue iPhoneBlog.de-Beiträge

Photo-des-Tages #149 – 3D-Drucker

von alex olma | 2. Dezember 2009 | 09:10 Uhr

Fring bringt ‘One-way’ Video-Telefonie auf das iPhone

von alex olma | 1. Dezember 2009 | 14:34 Uhr

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Der Multi-Protokoll-Client Fring (kostenlos; App Store-Link) für Chat-Kommunikation und VoIP-Telefonie, bringt in Version 3.0.0.4 Video-Anrufe auf das iPhone.

Fring ist vornehmlich durch seine Skype-Implementation bekannt, mit der man aus dem heimischen WiFi-Netz jetzt auch Anrufe mit Videoübertragung empfangen und initiieren kann. Das geht derzeit auf dem Apple-Telefon nur einseitig, so das man seinen Gesprächspartner (mit Kamera) auf dem kleinen 3.5 Zoll-Display betrachten kann. Sich gegenseitig in die Augen anzuschauen, funktioniert am iPhone (auch aufgrund der Gerätekonstruktion) noch nicht.

Wer auf auf eine Jailbreak zurückgreifen kann, erhält mit ’3G Unrestrictor’ die inoffizielle Freischaltung, Video- und Telefon-Gespräche auch über ein schnelles UMTS-Netz in durchaus passabler Qualität zu führen.

DirektFring

via Fring.com

Wii-Fernbedienung steuert mame4iphone-Emulator

von alex olma | 1. Dezember 2009 | 09:53 Uhr

DirektWiiMod

Anfang August durften wir einen ziemlichen exklusiven Blick auf die WiiMote, eine Bluetooth-Kopplung der Nintendo-Fernbedienung mit dem iPhone, von Matthias Ringwald werfen. Die Emulatoren-Szene in Person von ZodTTD hat sich dem Thema jetzt angenommen und spielt über den M.A.M.E.-Emulator, der mittlerweile Firmware 3.0-kompatibel ist, Sega’s Rennspiel ‘Hang-On’.

In diesem Zusammenhang darf ruhig noch einmal das iControlPad Erwähnung finden, das mittlerweile über 1.5 Jahre im Gespräch ist, jedoch nichts mehr als unzählige Ankündigungen erfahren hat. Auch wenn immer wieder neue Videos von Prototypen auftauchen…

DirektiControlPad

via zodttd

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