Das Herzstück ‘Webbrowser’

von alex olma | 6. Januar 2010 | 13:14 Uhr

DirektBrowser

Engadget vergleicht zwei Android-Webbrowser mit einem iPhone 3GS. Das neue ‘Google Nexus One’ beherrschte am gestrigen Dienstag die Medienlandschaft, setzt sich beim Aufrufen von Webseiten jedoch nur marginal schneller vor den 2.0 (An)Droid. Das iPhone kühlt in diesem Vergleich bereits seit Sekunden im Ziel aus.

Google’s Vorstoß in den Hardwarebereich ist trotzdem ein Spannender. Der Vertrieb über die Webseite google.com/phone für die Bestellung mit und ohne Vertrag (derzeit) in die Länder USA, U.K., Singapur und Hong Kong, würde auch dem iPhone gut zu Gesicht stehen. Das drückt ungeahnte Unabhängigkeit gegenüber den Mobilfunkbetreibern aus. Der Fokus auf das Internet spült (werbeinteressierte) Kunden ins Google E-Mail-Portal, auf die Suchmaske oder zur YouTube-Videoplattform. Als Zusatzfunktion darf auch telefoniert werden.

Der Browser ist das Herzstück der aktuellen Mobilfunkgeneration. Im Desktop-Bereich zog Google mit Chrome im Dezember laut Net Applications-Statistik an Apple’s Safari vorbei. Die neue Rangliste gliedert sich demnach folgendermaßen:

    1) Microsoft Internet Explorer (62,69%)

    2) Firefox (24,61%)

    3) Chrome (4,63%)

    4) Safari (4,46%)

    5) Opera (2.40%)

(Danke, werder214!)

Auf dem mobilen Browsermarkt gestaltet sich die Rollenverteilung…’facettenreicher’.

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Das iPhoneBlog bezieht seine Besucher in absteigender Reihenfolge mit folgenden WWW-Durchstöberern: a) Safari b) Firefox c) IE d) Chrome. Die Angaben von Google Analytics lassen sich auf dem iPhone mittels der ‘Analytics App’ (4.99 €; App Store-Link) übersichtlich einsehen.

Natürlich könnte man die Google-Statistik auch über die Webseite mit dem mobilen Safari ansurfen. Oder den alternativen Browsern, welche über den App Store zu beziehen sind. Richtig gelesen, mit iCab Mobile (1.59 €; App Store-Link), Nightglow (2.39 €; App Store-Link) oder VanillaSurf (0.79 €; App Store-Link) finden sich mittlerweile ein ganzes Dutzend Safari-Alternativen im Programm-Katalog.

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Was ist eigentlich aus dem Opera Mini-Projekt für das iPhone geworden? Im Oktober 2008 regte sich die Opera-Chefetage und das gesamte Internet in einem NewYorkTimes-Artikel öffentlich auf: “Opera’s engineers have developed a version of Opera Mini that can run on an Apple iPhone, but Apple won’t let the company release it because it competes with Apple’s own Safari browser”.

Rückfragen ergaben eine angeblich ‘missverständliche’ Zitierung. Es handelte sich nur um ein “internal project”, das nie dem App Store-Genehmigungsprozess vorgelegt wurde und mittlerweile eingestellt sein soll. Soviel dazu?!

Trotz interessanten Ansätzen (Vollbild-Mode, Filter, Tabs, etc.) haben es die Browser-Alternativen auf dem iPhone nicht leicht. Apple verdrahtet HTTP-, Mailto- und Feed-Links hart mit seinen Standardanwendungen Safari und Mail. Der iCab-Entwickler Alexander Clauss wirft in seinem Blog mit ‘AppLink’ eine Methode auf, mit denen Programmierer auch alternative ‘Internet-Software’ aufrufen können.

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Eine Beispiel-Implementation für ‘AppLink’ findet sich hier oder bereits umgesetzt in der ‘Stanford Encyclopedia of Philosophy’ (kostenlos; App Store-Link).

Angemerkt sei in diesem Zusammenhang der Kommentar von Eric Jacobsen, der sich mit URL-Umleitungen (Redirects) auf ‘iPhone-optimierte’ Webseiten beschäftigt. Anstatt einer mobilen Designvorlage, die ebenfalls teils sinnfrei verwendet werden, schneiden mobile Tiefenverweise (Deep linking) teilweise ganze Archiv-Gruppen ab.

Instead, the Sun-Times is forwarding every page request to http://mobile.suntimes.com (the root “home page” of the optimized site), thus breaking every link to every single article they’ve published. This is the very definition of a broken website.

-> Artikel: iBusted

Warum also? Die iPhone-Genialität steckt doch genau darin, sich nicht mehr mit dem ‘Hosentaschen-Internet’ herumquälen zu müssen.

  • http://twitter.com/Lasaroo Ken Park

    WOW beeindruckend wie langsam alle iphone alternativen beim browsen sind! die beiden google phones sind ja langsamer als das 3G… wieso schaffen das das smartphones mit doppelter leistung nicht das iphone zu unterbieten?!?!

  • http://twitter.com/mobiFlip René Hesse

    Der Test ist Müll, sorry. Erstens hat Engadget ca. 1300 HTML-Fehler alleine auf der Seite und wenn ich den gleichen Tst mit dem Milestone mache, lädt er die Seite viel schneller.

    An den Icons in der Leiste seht Ihr das GMail-Icon, d.h. das die Hintergrunddaten aktiviert sind bei den Androiden.

  • Alex

    Eine kleine Anmerkung zu Opera auf dem iPhone: Apple würde vermutlich heute auch keinen Opera-Browser auf dem iPhone dulden, solange dieser die Opera-Engine nutzt, denn “Interpreter” für “Code” sind im iPhone SDK nicht erlaubt, sofern die nicht von Apple bereitgestellten verwendet werden (d.h. Opera müsste WebKit nutzen, was aber für Opera keinen Sinn machen würde, da sie ja eine eigene Engine haben). Und damals als die Diskussion um die angebliche Opera-Ablehnung die Runde machte, war es auch durchaus noch wahrscheinlich, dass ein WebKit-basierter Alternativ-Browser abgelehnt wird (vermutlich mit der selben Begründung, mit der damals auch “Podcaster” abgelehnt wurde).

  • http://www.iphoneblog.de iphoneblog

    Guter Einwand. Das könnte durchaus so passieren.

  • http://www.taptoplay.de/ Lakeshore | taptoplay.de

    Unabhängig von der Geschwindigkeit dieses Tests kann ich momentan kein Android-Telefon als Konkurrent zum iPhone Ernst nehmen. Denn wenn ich den Berichten glauben schenken darf, erlaubt auch das neueste “Superphone” mit dem neuesten OS die Installation von zusätzlichen Apps nicht auf dem SD-Speicherplatz (immerhin bis zu 32GB, falls jemand die 80 EuEuro zusätzlich ausgeben möchte), sondern nur im internen Speicher, was wohl 190MB sind, die davon verfügbar sind.

    190MB.

    Nur zum Vergleich: Driver wiegt 405MB.

    Es wäre schön, wenn sich das als falsch heraus stellen sollte, aber es ist durchaus auch eine Erklärung für den dahin siechenden Android AppStore: Es gibt ja keinen Platz, auf denen man die Apps installieren könnte ;) .

  • http://www.taptoplay.de/ Lakeshore | taptoplay.de

    Dann müsste Apple sich allerdings einige Fragen gefallen lassen, zu C64 und Sonic z.B.. Oder zu Frotz.

  • http://www.life-suxx.net/ Yaab

    anfangs schauts ja noch verdammt knapp aus, schließlich wird es aber sehr eindeutig. tja, auch die zukunft liegt in den händen des iphones! ^^

  • http://www.taptoplay.de/ Lakeshore | taptoplay.de

    Naja, mir ist eigentlich egal, ob eine Seite fertig geladen ist, solange ich sie schon benutzen kann. Und das sieht bei allen drei Geräten schon recht gleichzeitig aus. Natürlich hätten die Ergebnisse besser ausfallen müssen, gerade beim Nexus, welches mehr unter der Haube hat als das iPhone 3GS. Gibt es denn irgendwo eine Beschreibung des Testaufbaus? Sind bei allen Geräten z.B. alle Hintergrundprozesse ausgeschaltet und sind diese neu gestartet worden?

  • http://www.iphoneblog.de iphoneblog

    Ich würde diesen Test ehrlich gesagt nicht so ernst nehmen. Man weiß nie, welche Voraussetzungen beim Versuchsaufbau herrschten. Das Nexus war außerdem noch ein 'Preview'-Gerät…

    Trotzdem wäre die 'mögliche Tendenz', wenn sie so stimmt, nicht sehr erfreulich.

  • Alex

    Naja, derartige Apps verschwinden gerne auch wieder aus dem AppStore, wenn Apple später merkt, dass das Emulatoren sind und eigentlich nicht erlaubt sind. Man sieht vielen Apps ja nicht auf Anhieb an, ob das nun Emulatoren oder Interpreter drin werkeln, und die AppStore-Zwerge sind da wohl etwas überfordert.
    Mit etwas “Glück” landet ein solches App dann nach Protesten doch wieder im AppStore, wobei das aber nicht heisst, dass es dann auch drin bleibt.

    Diese Apps zeigen ja auch immer wieder deutlich, wie absurd der Zulassungsprozess eigentlich ist. Zum einen ist Apple gar nicht in der Lage, die eigenen Kriterien zu überprüfen, und zum anderen zeigt sich die Willkür, mit der eigentlich “verbotene” Apps dann z.T. doch zugelassen werden, andere aber weiterhin nicht.

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