Ein Abend für alte Männer

von alex olma | 29. Januar 2010 | 13:22 Uhr

Steve Jobs (54), Phil Schiller (50) und Scott Forstall (40) nahmen am Mittwochabend nacheinander auf der Bühnen-Couch im Yerba Buena Center for the Arts in San Francisco Platz. Der Jüngste im Bunde dürfte die ‘hippen’ Rennspiele für die Jugend vorstellen. Ein gleichaltriger Kumpane erklärte den Männer Mitte 50 die Tabellenkalkulation. Der ‘Chef’ surfte durch seinen Kalender und löschte im großen Stil E-Mails.

Im Publikum applaudierte und philosophierte ebenfalls die alte etablierte Garde der Medienvertreter mit Walt Moosberg oder technikbegeisterte Altprominenz wie Stephen Fry. Bei einem Gläschen Wein zu späterer Stunde, dürften dann die wichtigen Themen auf den Tisch getragen worden sein: Das iPad als ‘Retter der Verlagsbranche’ und mit welcher Sehschärfe die Knöpfe auf dessen Benutzeroberfläche noch zu bedienen sind.

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Auf der gegenüberliegenden Seite, ein paar Reihen dahinter, saßen Gizmodo’s Jason Chen oder Engadget’s Joshua Topolsky. “Die Jungen Wilden”. Hier liefen die Newsticker heiß. Was ist eine Micro-SIM? Welcher Mobilfunkbetreiber bietet diese an, und wieviele IP-Pakete bekomme ich in 250MB, den kleinsten AT&T-Tarif, gequetscht. Hier zählen Hardware-Spezifikationen und neue Gerüchtefässer. Wieviel Arbeitsspeicher zieren das Gerät und wo ist die Kamera für den Videochat? Was bedeutet die Abkürzung A4 für Apple’s neuen Prozessor (custom-designed, high-performance, low-power system-on-a-chip) und wie viele Lizenzkosten müssen intern, für die von Apple 2008 akquirierte Firma P.A. Semi, dafür verrechnet werden?

Ein Blick zurück auf die Bühne zeigt einen Apple-Chef, der seelenruhig – gedanklich fast abgetaucht – durch die Webseite der New York Times stöbert. Minutenlang.

Während die Tech-Blogger das fehlende Flash-Plugin monieren und sich Gedanken über die Video-Kompatibilität machen, erinnert sich Steve Jobs daran, dass ihn noch ein paar millionen Zuschauer begleiten. Deshalb zeigt er ‘spontan’, wie sich URL-Verweise (Umgangssprachlich: ‘Links’) auf einzelne Artikel der ‘New York Times’-Ausgabe öffnen lassen.

Schnitt. Genug Beispiele. Mein Punkt ist: das iPad ist sicherlich nicht für jeden etwas. Yep, richtig gelesen. Bestimmt wird nicht jeder alle seine hoch gesteckten Erwartungen in diesem Gerät wiederfinden. Auch ich persönlich stand im Vorfeld des besagten Mittwochabend vor der Frage: Wie erklärt man mir, warum ich zwischen iPhone und Laptop ein drittes Gerät brauche.

Zum jetzigen Zeitpunkt kann ich darauf keine Antwort geben. Jeder, der sich einbildet dies zu können, ohne das Gerät in der Hand gehalten zu haben, lehnt sich meiner Meinung nach weit aus dem Fenster. Ja, Fakten lügen selten. Trotzdem lassen sich speziell für das iPad nicht alle Details in Fakten und Leistungsbeschreibungen fassen. Genau wie beim iPhone herrschen große Unterschiede zwischen der ‘gefühlten’ Bedienbarkeit und den kaltherzigen Hardware-Specs.

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Es erschreckt manchmal, wie ignorant Argumentationspunkte aus einer ganz individuellen Perspektive eröffnet werden. Diese ‘Maschine’ arbeitet zielgruppenspezifisch. Für mich, als Produzent von (Internet-)Inhalten wird sie sicherlich auch nur Teilbedürfnisse erfüllen können. Aber mir ist auch klar, das es noch andere Käuferschichten und damit zusammenhängende Benutzerbedürfnisse gibt. Und das sind vielleicht Kunden, die ihren Unmut noch nicht im Internet kundtun. Potenzielle Familienmitglieder in höheren Semestern, denen das jahrzehntelang-gepredigte ‘Computer-Konzept’ mit Maus und Tastatur nie so richtig geheuer war. Dieser Januar fühlt sich ein bisschen wie 2007 an, als alle Kritiker auf die fehlende Hardware-’Tastatur’ am iPhone einhämmerten.

75 Millionen iPhones und iPod touches haben sich innerhalb der letzten 2.5 Jahre verkauft. 140.000 Apps sind im App Store, die über 3 Milliarden Downloads verzeichneten. So falsch kann es also nicht gelaufen sein. Trotzdem muss es weiter gehen.

Die Erfolge der Netbooks in den letzten zwei bis drei Jahren haben gezeigt, dass es ein Bedürfnis für kleine, mobile Geräte gibt. Steve Jobs’ böse Worte in diese (unspezifische) Richtung, bezüglich der dafür verbauten Qualität, kann ich (für mich persönlich) unterschreiben. Nicht Fisch noch Fleisch. Oder wie er es ausdrückte: “The problem is – netbooks aren’t better at anything!”. Den neuen Ansatz des iPads erlebe ich als erfrischend. Denn auch ich bin nicht ausschließlich nur Produzent, sondern auch großer, begeisterter Konsument von unzähligen anderen Weblogs, Podcasts und Videoprodukten. Den ganzen Tag lang.

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Foto: TechCrunch

Interessante Artikel mit lebensnahen Paradigmen zeigen die ‘Hardcore-Benutzer’ Steven Frank (I need to talk to you about computers), John Gruber (Various and Assorted Thoughts and Observations Regarding the Just-Announced iPad) oder Stephen Fry (iPad About).

Alte Männer, die über ihren eigenen Horizont hinaus schauen und erkennen, dass es auch noch andere Anforderungen an Computer gibt, als ihre ganz persönlichen.

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  • http://twitter.com/wacholderpolka wacholderpolka

    Gut gesagt, Herr Olma:-)

    Aber das ist glaube ich der Preis des Hypes.
    Das ist eine Art hyperaktiver Konsumwahn, der da derzeit durch die bunte Welt der Elektronischen Hilfen geistert. Da wird nicht lange überlegt, da wird spontan und (hyper)emotionsgeladen getwittert, was das Zeug hält.
    Brauch ich nicht, Quatsch, zu teuer, öde, nicht neu….
    Und das alles ohne jemals auch nur ein reales Auge, geschweige denn einen Finger drauf geworfen zu haben.

    Gedanken wie: “Was mache ich eigentlich mit meinem Computer den ganzen Tag”, oder “wo hätte ich am liebsten einen Browser im Zugriff” dauern ja viel zu lange, erfordern eine lange vergessene Fähigkeit namens Selbstreflexion. Die ist aber im Web 2.0 nicht mehr korrekt konfiguriert.

    Stattdessen nur noch diese Beiss- und Liebhabreflexe.

    Ich werde mir das iPad mal anschauen, ausprobieren, mit den eigenen Gewohnheiten vergleichen, und dann entscheiden.
    Vielleicht wird das auch der neue Familiencomputer, der immer zur Hand ist, wenn die Kinder mal wieder fragen: “Papa, hatte der erste Mensch eigentlich keine Eltern? Wer hat den denn als Baby gefüttert?”

    Das iPad ist ein interessantes Stück Technik, nicht mehr, aber auch nicht weniger.
    So wie das iPhone auch schon.

  • http://www.heimtechnik.com Helmi

    Danke für die treffenden Worte, Alex.

    Ich überlege seit 2 Tagen wie ich damit umgehe und was ich darüber schreibe wie v.a. Deutsche (User wie Presse) sich in einer Art und Weise mit diesem neuen Produkt auseinandersetzen, die mich nur den Kopf schütteln lässt.

    Apple Fanboys hin oder her – klar polarisiert Apple, das kann aber meines Erachtens kein Grund sein sich so damit auseinanderzusetzen. Glücklicherweise darf man vermuten, dass die Konkurrenz anders damit umgehen wird und vom (vermutlich langfristig sehr großen) Erfolg des iPads lernen wird.

    Ich werd mir jetzt gleich bei einem Frischluftwinterspaziergang mal die neueste Folge Bitsundso reinziehen und bin gespannt ob sich die teilweise sehr passiv-defensive Meinung über das “Tablett” aus der letzten Folge auch in dieser wieder findet ;-)

  • http://twitter.com/73inches Marcel Böttcher

    Danke für die treffenden Worte

  • http://www.netzlogbuch.de/ Matthias Zellmer (@zellmi)

    Ich muss zugeben, dass ich lange Zeit richtig “scharf” auf dieses Apple Tablet war. Und ich gehöre auch zu den Leuten, die am Morgen nach der Vorstellung des iPads sowas getwittert haben: “Hab mich gerade mal ein bisschen mit dem #iPad beschäftigt … YES!!!! Ich werde mindestens $499 gespart haben …”.

    Dass ich jetzt, nach einigen Diskussionen im Kollegenkreis, dutzender gelesenen Artikeln und mehreren Besuchen auf der Apple-Website, immer noch dieser Meinung bin, liegt nicht daran, dass ich in eine Hype bzw. Anti-Hype-Falle getappt bin. Ich muss das Teil auch nicht testen. Ich muss soviele Geräte nicht getestet bzw. bespielt haben, um zu wissen, dass ich sie nicht kaufen werde.

    Beim iPad weiß ich, dass ich zwischen MacBook und Smartphone kein Medien-Konsum-Gerät brauche. Da bin ich zu sehr Inhaltsproduzent (wie Helmi). Doch sehe ich das auch so, dass das iPad ein sehr interessantes Gerät ist für die, die eher aus dem Netz konsumieren. Und die Beobachtung mit den “alten Männern” finde ich auch sehr gut. Da haben wir eine interessante Zielgruppe. Die werden auch eher ein paar Euro für Filme, Bücher, Musik usw. in die Hand nehmen, wie z.B. die “Filesharing-Jugend” …

  • http://twitter.com/mickyroth Michael Roth (Micky)

    Gut geschrieben, Alex, alter Mann! :-)
    Sicher Dein bislang bester Artikel… meine Gedanken zum iPad kreisen ganz ähnlich wie Deine.
    Ich schätze trotzdem, dass ich es irgendwie ganz gut gebrauchen kann… zumindest als “das Internet, das irgendwo im Wohnzimmer stets griffbereit rumliegt”.
    Das ist meine meiner Frau immer noch lieber als das Macbook, dass den Wohnzimmertisch dominiert…

    Grüße,
    Micky (ein noch älterer Mann)

  • http://twitter.com/thomas_typo3 thomas_typo3

    Danke für diesen Beitrag. Ich sehe das ganz genauso! Nur weil man etwas persönlich nicht einsetzen kann oder will muss man ja nicht fest davon ausgehen, dass es auch niemand anderes jemals können wird.

  • http://smagc.de/?page=groups&group=27 smagc

    Einige Diskussionen zu dem Thema finden sich auch unter der smagc Diskussionsgruppe Mac Total

  • http://www.potatocows.com/ ChiefPotato

    “The thing that bothers me most about the iPad is this: if I had an iPad rather than a real computer as a kid, I’d never be a programmer today. “

    A weia, wenn ich sowas höre..
    Das ist ungefähr so, als würde einer zu Lochkartenrechner Zeiten sagen keiner lernt mehr richtig zu programmieren wenn wir die Systeme umändern.
    Oder keiner lernt mehr programmieren weil modernere higher Level Sprachen rauskommen als Assembler.
    Was ist das denn bitte für ein Unsinn?
    Klar werden Leute noch Interesse haben Sachen zu erstellen, nur eben teilweise auf ne andere Art.
    Ich glaube das iPhone erlaubt Leuten die totale Computer und Internet Newbies sind einfach und zugänglich einzusteigen und Bilder und und Videos zu erstellen und sofort per einmal auf den Bildschirm drücken zu publizieren.
    Genauso wird das iPad malen und warhscheinlich einige andere Dinge zugänglicher machen als Photoshop etc.
    Und wär dann echt Interesse hat tiefer einzusteigen, der kann sich nen PC oder Mac holen und dann Programme für das Gerät oder eben Desktop Rechner/ Notebooks machen.

    Wenn ich mir mal die Entwicklung auf dem iPhone Markt anschaue hat die Durchsetzung im Markt nicht zu weniger Programmieren geführt, sondern zu viel mehr Programmierern:
    Zig Tausende haben Plötzlich Interesse in Objective C,C++,C#,Javscript oder sonstwas (je nach Entwicklungsumgebung etc) iPhone Apps zu schreiben und zig Script Kiddies wollen sich hervortun, indem sie möglichst als erste die neueste iPhone OS Version jailbraken.

    Neben den ganzen Sachen ist auch jeder Artikel (hab schon einige lustige gesehen) die prophezeien, das jetzt nur noch closed Systems verkauft werden auch kompletter Unsinn.
    Hersteller von Hardware machen was sich verkauft, und wenn sich eine neue Geräteklasse gut verkauft nimmt man ein ähnliches Gerät ins Sortiment auf, man streicht nicht das gesamte existierende Sortiment an allen anderen Gerätetypen die sich auch verkaufen weg.
    Solange Leute auch noch Macs und PCs zum arbeiten kaufen werden die auch noch gebaut.

    Also wirklich, das sich Leute immer mit so einem Blödsinn hervortuen müssen.
    Wenn jemand über die mangelnde Kamera ärgert oder sonst sowas in der Richtung: gut, kann man als wichtig empfinden oder nicht, seh ich komplett ein.
    Aber so ein Blödsinn wie das..hm..

  • insanelygreat

    Netbooks sind zumindest an der Kasse besser. Beim Netbook kann es mir auch wurscht sein wenn mal ein Kratzer drin ist. Bei Shinyshinyapple ist das ja immer gleich ein Weltuntergang. Die ersten Netbooks hatte ein schön angepasstes Linux aber was wollten die Leute? Windows XP.

    Was keiner in Betracht zieht ist die eher geringe Lernbereitschaft von “Normalnutzern”. Die sind froh, wenn ihr Rechner zuhause genau so aussieht wie der im Büro. Die sind froh wenn ihr Wissen mal 10 Jahre aktuell bleibt (wie bei XP). Und vor allem ist der Rechner für die längst nicht so wichtig wie für uns.

    Hier passt vielleicht mal der abgegriffene Autovergleich. Mein Auto muss einfach nur fahren und nicht nerven. Ob es etwas altmodisch ist ist mir egal. Mein Studienkollege würde sich da niemals reinsetzen weil es kein neues Dickschiff von einem deutschen Hersteller ist. Dafür ist er mit seinem Gericom-Mistding von 2004 vollkommen zufrieden.

  • Gunnar

    Schöner Artikel. Ich bin noch unschlüssig ob ich mir das iPad irgendwann einmal kaufen werde. Die selben “Einschränkungen” des iPhones tauchen doch auch beim iPad auf. Multitasking vermisse ich schon schmerzlich. Und nein, ich will nicht jailbreaken.

    Ich werde mir es anschauen.

  • http://twitter.com/SPeitsch Sebastian Peitsch

    Ich habe 1000 Euro für das Gerät zur Seite gelegt. Ich habe mich über mein Samsung NC10 geärgert, weil es mir zu langsam erschien. Ich habe vom Kauf eines Kindle DX abgesehen, weil ich erwartet habe, dass Apple alles besser macht.

    Was ich mit dem iPad bekommen habe ist genau das Gleiche, was ich mit dem iPhone Classic bekommen habe. Eine 0.irgendwas Version. Das erste “ordentliche” iPhone ist meiner Ansicht nach das 3GS. Endlich ordentlich schnell. Endlich Copy&Paste. Endlich Appstore-Programme im Überfluss.

    Ich werde diese erste Version des iPads einfach nicht kaufen können und ich bin deshalb maßlos sauer. Ich wollte es haben genauso wie ich den neuen iMac 27″ haben wollte – bis ich im lokalen Gravis davor gestanden habe. Eine einzige Spiegelwand mit Winz-UI, weil die Auflösung für die Diagonale zu hoch ist.

    Es hat meiner Ansicht nach überhaupt nichts mit “Hater” oder “Fanboy” zu tun, wenn man die Einschätzung abgibt, dass das Gerät eben einen iPhone-Besitzer nicht überzeugen können darf. Wer ein iPhone hat, hat alles das, was in diesem Pad drin steckt, schon längst zu Hause. Mehr noch – das Gerät erfüllt all das nicht, was man erwartet hat. Ich habe jetzt 2 Tage während des Autofahrens drüber nachgedacht und mir fallen immer wieder neue Gründe ein, warum das Gerät einfach für mich keinen Zusatznutzen zum NC10 hat.

    Der Punkt ist einfach: ich brauche keinen großeren iPod und auch kein Netbook ohne Tastatur. Ich weiß aber, dass ich mit meinem Netbook wenn ich es benutzt habe gesessen hab und es anstatt mit der Tastatur mit der Maus bedient habe.

    Jetzt gehst Du darauf ein, dass die Leute vor 3 Jahren gesagt haben “Das braucht aber ne Tastatur”. Das iPad hat ne Tastatur und ich frag mich wofür. Das beißt sich doch in den eigenen Argumentations-Schwanz, wenn man vor 3 Jahren eine Tastatur als nicht nötig angesehen hat, jetzt aber auf einmal dieses vollkommen unsinnige Dock vorstellt. Wo soll das benutzt werden? Auf dem Schoß sicherlich nicht. Am Tisch sicherlich auch nicht. Ich weiß genau wovon ich da rede, ich habe vor 8 Jahren einen Palm IIIe gehabt mit eben genau so einem Dock und es war ein Krampf sondergleichen. Ich habe das Dock EIN Mal benutzt, und zwar im Urlaub, um EINE E-Mail zu schreiben. Danach habe ich mir ein 4000 Euro Samsung NV5000 gekauft, ein ULV-Notebook das genau das macht, was die Netbooks heute “falsch” machen. Der Palm wurde danach nie wieder angefasst.

    Darüber hinaus fass ich mir an den Kopf und greife ins Leere wenn ich lese, dass das iPad im Format 4:3 daher kommt – mit eingebauten Balken für Filme. Dass es nur 10 Stunden durchhält. Dass die Auflösung so gering ist. Etc. etc. etc.

    Zu sagen, dass es sicherlich seine Käufer finden wird, ist ungefähr so zu sagen als ob man behauptet, dass DSDS ja auch geguckt wird. Ich finde es trotzdem gnadenlos scheiße. Irgendwo gibt es eine Zielgruppe für das Gerät, ich bin einfach als “Fanboy” total sauer, dass ich mir das Gerät, dass mir von einem gewissen Herrn bei einem gewissen Podcast seit 2 Jahren unter die Nase gerieben wurde, NICHT kaufen kann, weil es einfach NICHTS richtig macht in meinen Augen.

    Man kann dieses Gerät nur mögen wenn man die Alternativen nicht kennt bzw. wenn man noch nie das Bedürfnis hatte, einen Film im Bett zu gucken.

    Ich bin mir ziemlich sicher, dass das iPad in zwei Jahren, in der dritten Generation, dann endlich alles das können wird, was ich gerne hätte. Jedes Jahr wird ein neues rauskommen mit mehr Features, genau wie es beim iPhone der Fall war. Mehr noch: im Rückblick ist das iPhone Classic ein richtiger Müllhaufen mit OS 1.0, ohne Appstore und mit lahmer CPU. Wer daraus nicht für das iPad lernt muss einfach… na ich will hier nicht von einer Stadt in Schweden anfangen.

    Ich kaufe nur Dinge, die mir einen Zusatznutzen bringen und ich hoffe inständig, dass es genug Leute gibt, die noch nicht wissen, dass sie das iPad brauchen, es dann erfahren, und sich eins kaufen, damit das Gerät weiter entwickelt wird zu dem, was ich seit 2 Jahren will und auf das ich dann jetzt noch 2 Jahre warten muss.

    Ich behalt meine Knete und kaufe mir lieber das nächste iPhone. Mit Multitasking-OS hoffentlich, freiem Skype und Unlocked. Endlich ein iPhone ohne Net/Simlock.

    Kein iDongle.

  • fafhnir

    Das iPad – Das Ende der Oldtimer…

    oder: Fortschritt besteht nicht in der Verbesserung dessen, was war, sondern in der Ausrichtung auf das, was sein wird (Khalil Gibran, Sämtliche Werke)

    Das iPad ist da!

    Wenn man sich die Reaktionen auf das iPad im Web anschaut, kann man eine bunten Strauss an Meinungen und Empfindungen erleben: Vom ,iTampon‘ ist da die Rede, vom ,aufgeblasenen iPhone‘ oder vom ,Computer für die Frauen‘ (hab ich ernsthaft im Radio gehört!).

    Vor allem fühlt man aber eines: Verunsicherung.

    Da gibt es jetzt jetzt ein Gerät, welches wir mangels Erfahrung mit dem Vergleichen, was wir schon kennen. Mit dem klassischen Notebook und mit dem iPhone. Und doch fühlen wir irgendwie, dass es keins von beidem ist – für ein iPhone bietet der große Bildschirm zu viele Möglichkeiten und für ein Notebook ist es ,zu wenig Computer‘.

    Was ist das iPad?

    Der iPad ist, um eine Analogie zu gebrauchen, ein vollverkleidetes Auto in Zeiten, wo noch Motoren auf Holzrahmen gespannt wurden und mit Holzrädern durch die Gegend fuhren.

    Der Fahrer eines solchen Vehikels musste alles machen, alles können und über viel Spezialwissen verfügen. Autofahren war eben was für echte Kerle! Erweiterungen und Tuningmaßnahmen (nein, kein Spoiler, sondern ein besserer Vergaser z.B.) mussten von Hand eingebaut werden. Nach dem Einbauen musste der Motor entsprechend der neuen Möglichkeiten Eingestellt und getestet werden und wenn er dann lief, dann war einem der Respekt der anderen Automobilbesitzer gewiss. Der Motor lag frei – wie sollten die ganzen Bewunderer denn sonst sehen, was das Fahrzeug seiner Konkurrenz voraus hatte?

    Hätte man einen Besitzer einer solchen Höllenmaschine gefragt, was die nächste Generation von Automobil können sollte, so hätte er sicher gesagt: Stärker muss er sein, schneller und mehr Chrom. WAHOOOUUUUUU!!!

    Doch irgendwann war es vorbei. Die Autohersteller hatten erkannt, dass wenn sie mehr Fahrzeuge verkaufen wollten, andere Märkte erschlossen werden mussten. Es gab so viele potentielle Kunden: Senioren, die spazieren Fahren wollten, Frauen, die zum Einkaufen und zum Shopping fahren wollten, Firmen, die zuverlässige Arbeitstiere brauchten; Und und und…

    Das Auto, welchen zukünftige Bedürfnisse befriedigen sollte, musst sich nach den Menschen richten, nicht die Menschen nach den Automobilen. Und so wurden die Fahrzeuge mit schicker Optik verkleidet, so dass man den Motor nicht mehr sah, sie wurden Einfacher in der Handhabung und preiswerter. Ein moderner Autofahrer muss nicht mehr wissen, wie ein Motor funktioniert, was eine .DLL von einer .EXE oder einer .PDF unterscheidet… UPS! Ein Vertipper, ich bitte um Verzeihung.

    Aber genau das ist ein iPad!

    Es geht *nicht* um Gigahertz, um RAM-Größe, um Auflösung und Schnittstellen! Es geht darum, ob wir weiterhin Oldtimer fahren wollen oder moderne Fahrzeuge!!!

    Gehen wir hinaus auf den Marktplatz und fragen 10 Menschen, was ein USB-Port ist -vielleicht wissen es 3. Fragen wir nach der Ram-Größe in Ihren PCs zu Hause, vielleicht weiss es noch Einer oder Zwei. Fragen wir nach SSD-Festplatten müssen wir schon Glück haben!

    Aber was ist mit den anderen Menschen – Mit der überwiegenden Mehrheit?

    Die Ärgern sich tagaus tagein mit Ihrem PC daheim oder im Büro, der Sie – die selben Nutzer, die nicht wissen, was ein USB-Port ist! – allen Ernstes fragt, ob ihr Virenscanner die Datei WINLOGON.DLL im SYSTEM32-Verzeichnis löschen, oder nur in Quarantaine verschieben soll!!!

    Aber Hey, wir sind Macianer, da ist alles Besser. Ist das so? Wenn ich mir die ganzen Terminal-Hacks zur Aktivierung dieser oder jener Funktion anschaue, oder die Kompatibilitätsmeldung, wenn ich ein Office-Dokument konvertiere oder sichere, dann bin ich nicht so sicher. (Warum läuft CoolIris nur mit der 32-Bit-Version von Safari und nicht mit der 64-Bit – Und wo ist gottverdammt der Unterschied?)

    Sicher, wir sehen Systemverzeichnisse nicht, wir müssen nicht mehr so genau wissen, wo wir Dateien ablegen, Spotlight sei Dank) und auch iTunes oder iPhoto übernehmen die ,Arbeit am Motor‘ für uns.

    Ich denke, Apple geht den Weg jetzt mit dem iPad weiter in die Zukunft. MAC OS X ist, so wundervoll es ist, ein Art-Deco-Oldtimer. Er sieht wundervoll aus und ist auch toll zu bedienen, aber ein modernes OS ist es lange nicht!

    Wenn ich mir den Desktop meines MAC-II CI von 1989 anschaue, so ist der Unterschied zu Heute zwar erkennbar, aber nicht so riesig, wie man gerne meint. Alle wesentlichen Elemente eines Datei-Orientierten OS sind unverkennbar gleich. Ordner, Dateien, etc…

    Vergleiche ich dagegen Einen Rechner wie den CI, ein MacBook oder eine Windows-Maschine mit dem iPad, dann stimmt nichts mehr. Keine Verwandschaft, keine Menüs, keine Dateien, kein Abfalleimer – nichts…

    Was macht einen moderner Computer aus?

    Nun die Zeit der modernen Computer beginnt für mich im Jahr 2007, mit der Vorstellung des iPhone und seines OS. Schauen wir uns dieses OS mal etwas genauer an, dann sehen wir viele Gesetze, die neu aufgestellt wurden und alte Gewohnheiten über Bord werfen.

    1. Es gibt kein Dateisystem.

    Es gibt keine Dateien Mehr. Keine Ordner, keine langen Pfade, keine Dateinamenerweiterungen, nichts. Nur noch Briefe, Kalkulationen, Mindmaps, Lieder, Bücher, Fotos und so weiter und so fort. Ich muss nicht mehr wissen, wo die Daten liegen und wie sie dort hin gelangen. Zum Suchen reichen mir Schlagworte (Spotlight) und die Organisation übernimmt die Applikation, die mit dem Dokument arbeitet. It‘s just that simple. 
Sicher werde ich Dokumente immer drucken, via Email versenden und Sichern können, aber das erledigen Applikationen für uns, nicht mehr wir. Und Applikationen werden Hand in Hand arbeiten, So wie ich jetzt schon in garageband meine iTunes-Lieder einbinden kann und das Ergebnis an iDVD weiterleite.

    2. Es gibt keine Programme.
    
Es gibt Applikationen. Und Apps sind viel mehr. Eine App beinhaltet auch die Daten und die Möglichkeit, diese zu Organisieren, zu Bearbeiten und zu Verwalten. Ein Programm ist ein Zusätzliche Knopf auf meinem Startbildschirm, nicht mehr und nicht weniger.
    Objekte werden direkt manipuliert.
Beim iPad fass ich alles an. Bilder drehe ich mit den Fingern, ich schiebe Webseiten hin und her, Tappe darauf herum oder schnippe alte Kontakte locker nach rechts weg. Keine Menüs mehr für die alltäglichen Aufgaben. Und wenn Menüs, dann nur da, wo es unbedingt sein muss und auch nur so viele Menüs, wie ich im Moment benötige.

    3. Multitasking nur dort, wo es Sinn macht.

    Mein Gott, dieses Multitasking – Die heilige Kuh der Computerei. Wir Menschen können sehr schlecht verschiedene Dinge gleichzeitig tun. Könnten wir es, wäre Telefonieren beim Autofahren wohl nicht verboten. Trotzdem möchten wir ganz offensichtlich einen Text erstellen WÄHREND wir einen Podcast aufsprechen UND ein Urlaubsvideo schneiden. Hmm. Ist ja Quatsch, werden jetzt alle sagen. Ich will ja nur eine DVD rippen während ich nebenbei Musik höre und ein bisschen Surfe.
Nun, das erste Beispiel ist Quatsch, ich gebs zu. Aber es verdeutlicht, dass wir nicht IMMER und ALLES gleichzeitig machen wollen, sondern nur manche Dinge, bei denen es Sinn ergibt.
Und genau das wird bald möglich sein. Sicher macht es Sinn, dass die Musik weiterläuft, während ich surfe, das geht ja auch jetzt schon. Es wird also genau geschaut werden müssen, ob es Sinn ergibt, gewisse Funktionen parallel laufen zu lassen. Und diese werden dann auch parallel laufen.

    4. Es gibt keine Fenster.
    
Fokus. Das ist DAS Zauberwort in der Productivity! Fokussiere Dich auf eine Sache. Das ist das Mantra für den Erfolg. Und in der Computerei macht es absolut Sinn. Habe ich kein Multitasking im klassischen Sinn (siehe Punkt 4), dann brauche ich auch keine Fenster mehr. Es gibt Popup-Meldungen, und das reicht. Mehr braucht man nicht.

    5. Sei Mobil.
    
Das A und O. Ein moderner Computer wird mich überall hin begleiten. ich bin überall on und habe alle meine Dokumente immer bei mir. Was nützt mir das schönste Video, wenn es auf meinem Desktop-PC im Büro liegt, was die Urlaubsbilder auf meinem Media-Center zu Hause? Ich brauche ein Gerät, mit dem ich einfach und überall diese Inhalte entweder via Netzwerk aufrufen kann oder sie gleich mit dabei habe. Mobilität heisst aber auch klein und ausdauernd. Der Akku muss einen ganzen Tag halten und das Gerät muss locker zu tragen sein. Ich darf unterwegs nicht auf eine Steckdose, einen Bildschirm oder eine Tastatur angewiesen sein.

    Was ist der Fortschritt und was kostet er?

    Nun, genau so wie meine Großmutter von der guten alten Zeit schwärmt, so werden wir auch schwärmen von der Zeit als Computer noch frei waren, als man jede Software installieren konnte, die man wollte und als Computer noch Männersache waren.
    Und genau so wie bei meiner Großmutter werden meine Kinder die Augen verdrehen und mich an die Wurmattacken im Internet und an Amoklaufende Flash-PlugIns erinnern.

    Moderne Computer werden uns einiges abverlangen.
    Es wird eine Art Software-TÜV geben (heute der App-Store und die Genehmigungsrichtlinien). Das wird unumgänglich sein. Als um 1910 in jeder großen Stadt nur 100 Autos fuhren, hielten sich Unfälle durch abenteuerliche Selbstbauten in Grenzen. Aber moderne Städte sind voll von Autos. Wir sind froh, dass es einen TÜV gibt, der dafür sorgt, dass die Bremsen des LKW vor uns auf der Autobahn funktionieren und dass unsere geliebte Beifahrerin nicht durch ein rostiges Loch im Boden verschwinden.
    Und genau so werden Fachleute dafür sogen müssen, dass Apps nicht unerlaubt unsere Kontodaten abrufen oder unsere Adresskartei kopieren.
    Wenn wir wollen, dass der Computer ein Computer für Alle wird, dann muss so etwas wie eine grundlegende Verkehrssicherheit der Programme gewährleistet sein.
    Wie auch immer dieser TÜV für Apps aussehen wird und ob man Apple allein die Macht darüber lassen kann, sei dahin gestellt. Aber wir brauchen eine solche Einrichtung.

    Was Machen die Profis?
    Nun, genau so wie Die Müllabfuhr oder die Busbetriebe nicht mit Opel Asconas durch die Gegend fahren, sondern auf Spezialfahrzeugen, so wird es auch weiterhin Platz für diese Spezialrechner geben, um solche Arbeiten zu erledigen. So wie es heute schon Server gibt. Nur für die Masse sind diese Rechner nichts.

    Wann ist es denn soweit?
    Nun, die Moderne Zeit der Computerei hat gerade begonnen. Das iPhone hat den ersten Schritt gemacht. Und Apple hat den Mut, sich an einem großen Rechner moderner Bauart zu versuchen. Dafür alleine gebührt Apple eine Menge Respekt und Anerkennung. Sie werden Fehler machen. Sicher. Aber sie gehen den richtigen Weg nach vorn. Und wenn wir, irgendwann in 3-5 Jahren in der Lage sein werden, auf einem iPad eine iPad-App zu entwickeln, dann sind wir angekommen in der Moderne der Computerei.

    Dann werden für Oldtimer noch Liebhaberpreise bezahlt

    Mark Allelein (2010)

  • http://www.potatocows.com/ ChiefPotato

    [Update/ Pimp] Ich hab jetzt meine Gedanken dazu auch nochaml ausgeweitet und aufbereitet auf meinem Blog gepostet: http://www.potatocows.com/?p=81 [/Update/ Pimp]

  • http://schmid.tv Michael Schmid

    Für mich eine der besten und treffendsten Zusammenfassungen der letzten zwei Tage!

    Ein Punkt, der mir in der Diskussion aber komplett fehlt, ist das Ausbleiben einer Infrastruktur für Zeitungsinhalte. Buchverlage schön und gut, aber wo ist der (oftmals angekündigte) Rettungsanker für die schlingernde Zeitungsbranche?

    Fast könnte man meinen, dass Apple hier in kalter Nüchternheit, den Verlegern sagen will “Kümmert euch selbst um euer Problem!”

  • Alexander

    “Denn auch ich bin nicht ausschließlich nur Produzent, sondern auch großer, begeisterter Konsument von unzähligen anderen Weblogs, Podcasts und Videoprodukten.”

    Damit hast Du erfasst, wofür das iPad gut geeignet ist: Zum Konsumieren von Inhalten. Für mehr aber nicht. Die können mir noch so lange erzählen, wie toll iWork auf einem iPad ist, aber an die Mac-Version mit einem großen Bildschirm und einer gescheiten Tastatur kommt die iPad-Version nie heran.

    Das ist allenfalls dazu geeignet ein paar Zahlen auszutauschen und zu ändern, aber von Grund auf damit etwas Neues zu erstellen, stelle ich mir katastrophal vor.

    Zum Konsumieren hingegen ist das ideal: Ich kann auf den Couch liegen und im Web surfen, Nachrichten lesen, E-Mails lesen, ggf. auch Bücher. Wieviel Spaß das Bücher lesen macht, will ich erst sagen, wenn ich tatsächlich mal ein paar Seiten auf einem iPad gelesen habe – aber ehrlich gesagt stelle ich mir das schlimm vor. Ich denke das ist ein Kindle oder ein echtes Buch deutlich schöner.

    Es passt in eine digitale Lücke, um zwar in die zwischen “richtig Arbeiten vor meinem Rechner” und “unterwegs mal eben was nachschauen”. Das iPad dient der Unterhaltung. Und das surfen und Bilder schauen damit mehr Spaß macht, glaube ich sofort.

    Ich finde es daher auch nicht schlimm, dass es geschlossen ist und eine iPhone-Basis hat. Im Gegenteil. Aber man sollte nicht den digitalen Heilsbringer erwarten, der alles andere Überflüssig macht.

  • Cypher

    Super Artikel…!

    Egal was die Kritiker sagen, das Gerät wird ein Mega Seller.
    Der Punkt ist, das es eben nicht nur ein “Spaßprodukt” für Gadget Fans ist, sondern es spricht genau diejenigen an, die bisher nicht den Mut und Geduld hatten sich mit Computern auseinanderzusetzen. (siehe alter Männer ;-) )

    Wie schon oft gesagt, am Anfang vom iPhone wußte man auch noch nicht welch Potential in diesem Konzept steckt. Das selbe gilt für das iPad. Wer weiß schon wo die Reise hingeht. Es wird noch viele verblüffen, gerade die stetigen Kritiker…

    Meine persönliche Kritik ist eigentlich nur die fehlende iSight, welche wohl genau dann kommen wird, wenn ich mein eigenes iPad schon besitze

  • http://twitter.com/SPeitsch Sebastian Peitsch

    Klingt für mich wie die Beschreibung des “Snuggie”.

    Das verkauft sich auch wie geschnitten Brot und trotzdem kauf ich mir keinen umgedrehten Bademantel.

    MEIN Bademantel wird dadurch nicht zu etwas, was man “Oldtimer” nennt. Oder “Spezialfahrzeug”.

    Das Einzige, was ich hier zulasse ist, dass das iPad einen Markt anspricht, den es noch gar nicht gibt, bzw. nicht gegeben hat. Genau wie der iPod.

    Lustigerweise würde ich mir nie wieder einen iPod kaufen, sondern bestehe quasi inzwischen auf ein iPhone.

    Ich werd mir ein iPad kaufen sobald ich Videos damit sofort anschauen kann, auch wenn sie nicht aus dem iTunes Store kommen. Ich meine man muss sich das doch einfach mal auf der Zunge zergehen lassen, hier wird die Tatsache verteidigt, dass das nicht geht. Dass es egal ist, wenn das Material nur aus einer Quelle kommt.

    Mit der Auffassung kann man auch wieder CDs kaufen gehen. Oder Schallplatten. Es ist für mich einfach unfassbar, dass Dinge, die verteufelt wurden früher, bevor man MP3 einfach auf den iPod packte und überall hören konnte, jetzt als ok dargestellt werden. Hier wird genau der gleiche Protektionismus aufgebaut wie damals mit CD und DVD und keinen stört es. Ich find das irrwitzig.

  • http://www.raventhird.de/blog Raventhird

    “Für mich, als Produzent von (Internet-)Inhalten wird sie sicherlich auch nur Teilbedürfnisse erfüllen können.”

    Und exakt da liegt das Problem. Das Teil ist eine reine Konsum-Maschine, an kreative Produktion jenseits von zwei Zeilen Mails tippen wurde nicht gedacht, obwohl gerade hier eigentlich Apple für sich in Anspruch nimmt, eine Zielgruppe zu haben. Gleichermaßen ist es eine Kauf-Maschine und ein digitales Schaufenster für den iTunes-Store, das auch noch dermaßen verplombt wurde, dass andere Inhalte am Besten gar nicht erst drauf sollen.

  • badboybill

    Alex ein schöne zusammenfassung,

    was aber auffällt keiner schreibt was über die datentarife die mit dazu geliefert werden optional wenn man das 3G model nimmt.

    Viele beschweren sich das sie im ausland keine internet haben entweder weil zu teuer zum umständlich usw ihr wisst schon.

    He hier kommt das teil, es hat kein sim lock und kann mit jeder karte betrieben werden. In den USA holt ihr euch die karte steckt sie rein und den dazugehörigen tarif wählt ihr im App Store aus und der läuft nur einen monat also kein vertrag.

    Also der nächste urlaub wird wohl so ablaufen,
    ihr fliegt mit den teil weg holt euch am flughafen eine simkarte und aktivert sie dort mit dem dazugehörigen vertag im App Store. Jetzt könnt ihr surfen ohne jegliche bedenken, in den USA wird es gehen jetzt sollten schnell auch andere länder nachziehen.

  • Sommertag

    Ok, nehmen wir halt unbedingt das Auto als Vergleich. Wenn ich einen Computer oder das iPad kaufe, kann ich damit anfänglich nur zu bestimmten Orten fahren. (Die installierten Programmen, Apps, Applikationen…) Ich kann nach Websurfien fahren und ich kann nach Emailien fahren und bei manchen Rechnern noch nach Bluescreenien. Ok, so weit, so albern.

    Wenn ich aber auch anderswo hinfahren will (z.B. nach Textverarbeitungien), brauche ich weitere Applikationen, sagen wir mal Routen auf dem eingebauten GPS. Blöderweise ist das iPad GPS sehr restriktiv, und wir können nur die von Apple betriebenen Straßen befahren. Und Apple achtet peinlich genau darauf, dass diese Straßen nicht zu bestimmten Orten führen, die ihren Geschäftsmodellen schaden könnten. Die Straßen von anderen Anbietern kannst du gar nicht befahren.

    Dass die Orte und die Fahrt dorthin sehr bequem sind, ist natürlich schön so. Aber andere Straßen könnten auch bequem sein und dich zu anderen, schönen Orten führen. Du kannst mit dem iPad z.B. nicht nach Flash-dorf oder nach Firefox-ien. Du darfst auch nicht nach unzensierte-Wörterbuch-App-ien (da bin ich auch mal auf den ibookstore gespann). Wohin du zukünftig fahren darfst, entscheidet alleine Apple.

    Wenn jemand möchte, dass sein Ort (App) mit dem iPad angefahren werden kann, ist er auf die Güte von Apple angewiesen und muss diese auch mit 30% beteiligen. Wenn Apple nicht will, dann ist dein Ort halt nicht anfahrbar.

    Kurz zusammengefasst: Auto = fährt dich überall hin, iPad = fährt dich nur dort hin, wo Apple will, normaler Computer = fährt dich überall hin

    Das hat auch nichts mit der Bequemlichkeit des Systems zu tun, sondern nur mit der Offenheit.

  • Micha

    Super Artikel und Kommentar.
    Auch ich bin hin & her gerissen, aber ich denke in einem Jahr++ wird der Durchbruch kommen wenn.

    die ersten ordentlichen Medieninhalte gibt (c't am Samstag, Faz & Co und dann vielleicht noch mit der Möglichkeit sie zu verborgen..)

    die ersten spezial Apps fürs iPad ankommen ala iWork, so dass man bei Ebay was einstellen kann, Bilder bearbeiten ectpp

    wenn man HD-Videos über die Bidirectionale Schnittstelle ausgeben und eingeben kann.

    Dann ist das Ipad genau das Teil für die Generation 50++

    Schönes Wochenende an Alle

  • vormi

    Also, Alex…

    Danke erst mal für den Artikel, aber bitte (BITTE!!!) korrigier diese beiden Sätze, sodass man keinen Grammatiktumor bekommt:
    “Der Jüngste im Bunde dürften die ‘hippen’ Rennspiele für die Jugend vorstellen. Männer Mitte 50 erklärte der gleichaltrige Kumpane die Tabellenkalkulation”

    WTF!?

    x)
    Ist nicht bös' gemeint, ich hoffe, du nimmst mir das nicht krumm ^

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  • rosa

    Mir hat in Sachen iPhone & iPod Touch die Seite http://www.iSn0w.de weitergeholfen, die geben ziemlich nützliche Tipps!

  • rosa

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  • aggrotroll

    wenn auf dem ding osx oder zumindest irgendsowas wie osx light laufen würde, dann wärs für mich vllt interessant. aber da das ding offenbar nichtmal multitasking kann ist das iPad wohl mehr ein spielzeug als dass man mit ihm unterwegs arbeiten könnte.
    aber vielleicht gibts ja einige findige hacker, die das teil aufmotzen können. ein touch-macbook wäre der hammer.

  • http://www.iphoneblog.de iphoneblog

    Danke. Ist korrigiert :)

  • http://www.iphoneblog.de iphoneblog

    Kurz zusammengefasst: Nicht jeder Fahrgast möchte dieser Tage überall hinfahren = iPad ist nicht für jeden Autofahrer geeignet.

    Über die allgemeine Offenheit des Systems müssen wir nicht diskutieren. Trotzdem dürfte die potenzielle Anwendergemeinde (auch Zielgruppe genannt) nicht klein sein. Siehe -> iPhone.

  • Flo

    Ich hoffe ich brauche keine zweiten Vertrag, wenn ich schon ein iPhone besitze? Kann man das iPad ohne 3G mit dem iPhone 3G verbinden und das UMTS Modul dort mitnutzen? z.B. über Bluetooth oder Kabel? Das absolute Highlight wäre natürlich auch den GPS Chip aus dem iPhone “anzapfen” zu können. Danke für einen Hinweis, auch wenn die Zeit dafür noch nicht reif sein wird.

  • Sommertag

    Das ist so wie mit dem Frosch im Wasser… Wenn das Wasser nur langsam genug erhitzt wird, kriegt der Frosch es gar nicht mit.

  • Pingback: Felix Fink . de » iPad – Kaufen oder Vergessen?

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