Open Source: Openbravo POS verarbeitet iPhone-Browsereingaben
Noch sind iPhone und iPod touch keine mobilen Bezahlterminals. Für den Privatanwender lassen sich mit der richtigen App Store-Software zwar PayPal-Transaktionen (iControl; PayPal) durchführen oder Kontoüberweisungen veranlassen (iOutBank; S-Banking; iPostbank), eine Vollzeitschicht im Handel ist derzeit jedoch nur angedacht.
Apple selbst würde gerne in seinen Retail-Geschäften vom Windows-basierten PDA auf ein EasyPay-Terminal umsteigen. Der iPod touch soll mit einer speziellen Zusatzhardware Kreditkartenzahlunen per WiFi an das Kassensystem übermitteln. Die Firma Square vom Twittergründer Jack Dorsey plant einen Hardware-Stecker, um das iPhone als mobile Registrierkasse für Privat- und Kleinunternehmer einzusetzen.

Über den Webbrowser MobileSafari kommt das iPhone OS jedoch schon heute in ERP- (Enterprise Resource Planning) und POS-Software (Point-of-Sale) wie beispielsweise Openbravo zum Einsatz. Das quelloffene ‘Openbravo POS PDA-Modul’ übermittelt dabei in Restaurants die Kundenbestellungen direkt vom Tisch an die Küche. Beispielimplementierungen liegen vor; an einem Prototyp auf HTML 5-Basis wird gearbeitet.
Am Point-of-Sale soll die populäre Open Source-Software nach eigenen Angaben derzeit rund 10.000 Installationen pro Monat verzeichnen.
(Danke, Dennis!)
Bestandsaufnahme: Google Voice + GV Mobile
Carta.info verfasste mit dem Artikel ‘Google-Bashing: Zur politischen Ökonomie einer Suchmaschine‘ in der letzten Woche eine sehr gelungene Übersicht zum derzeitigen Software- und Dienstleistungs-Stand des Wirtschaftsunternehmens aus Mountain View. Während seine Gründer Larry Page und Sergey Brin laut darüber nachdenken bis 2014 etwa 17-Prozent ihrer Aktienanteile zu verkaufen, und damit ihre Stimmmehrheit verfallen zu lassen, könnte der Zeitpunkt nicht besser gewählt sein, dessem ‘Voice’-Service einmal genauer zuzuhören.
Ich habe mir am heutigen Sonntagmorgen einmal die Zeit genommen, eine Google Voice-Einladung abzuarbeiten, die sich seit Juli ’09 in meinem Postfach festgesetzt hat. Die US-Pressestelle wies bei der damaligen Zusendung zurecht darauf hin, dass der Service derzeit nur in den USA angeboten wird. Das macht den Aufbau der Testumgebung nicht gerade einfach. Trotzdem konnte ich einige spannende Praxiserfahrungen sammeln, die insbesondere (iPhone-)Mobilfunkbesitzer interessieren dürften.
Anmeldung
Um sich bei Google Voice anzumelden und den Telefondienst mit seinem Gmail-Account zu verquicken, bedarf es einer ‘Einwahl’ aus den USA. Zumindest muss man den Browser denken lassen, er würde sich auf dem nordamerikanischen Kontinent befindet. Das funktioniert beispielsweise mit – dem für OS X grauenhaften – Hotspot Shield. Der VPN-Dienst wird drolligerweise jedoch nur zur (Erst-)Anmeldung benötigt. Danach lässt sich auch ohne ‘IP-Umwege’ auf die Webseite https://www.google.com/voice zugreifen.
Ebenfalls notwendig: eine US-Telefonnummer. Wer mit dem Google Voice-Konzept bereits vertraut ist weiß, dass dessen Motto lautet: “One number to rule ring them all!”
Google navigiert ein eintreffendes Gespräch auf der zentralen Rufkennziffer, an alle eingetragenen Sprechapparate – egal ob Mobilfunk-, Privat- oder Arbeitsnummer. Es klingelt bei Bedarf überall. Außerdem möglich: Individuelle Anrufbeantworter-Ansagen, Transkription der aufgezeichneten (Sprach-)Nachrichten in Text, kostenloser SMS-Versand oder günstige Auslandsgespräche.
Für den Anmeldungsprozess und zum Erhalt der ‘Master’-Rufnummer, muss eine amerikanische Zahlenkombination hinterlegt werden. Da ich die Freunde und Kollegen in den USA zu späten Nachtzeiten nicht wecken wollte, habe ich mir eine SkypeIN-Nummer (Affiliate-Link) für den Zeitraum von drei Monaten bestellt. Bei der Bestellung ist es (logischerweise) notwendig, diese in den USA anzusiedeln.

Die Anmeldung schließt mit einem erster Testanruf von Google auf der US-Nummer, die mit einer zweistelligen Zahlenkombination autorisiert werden muss.

Wenig überraschend: Google Voice ähnelt optisch der verbrüderten E-Mail-Anwendung aus gleichem Hause. Wer eine schicke Chrome-Extension für die ‘schnelle Einwahl’ benötigt, findet die gerade aktualisierte Erweiterung aus offizieller Hand an dieser Stelle.
Was funktioniert, was nicht?
In den USA genießt der Dienst bereits viele lobende Stimmen und ein breites Leistungsspektrum. Da außerhalb den USA die Anmeldung – insofern man überhaupt eine Einladung bekommt – nur mit den oben beschriebenen Kniffen möglich ist, schränkt dies die Funktionsvielfalt ein. Ist man jedoch angemeldet, fallen die Einschränkungen (zu meiner Verwunderung) sehr niedrig aus. Eigentlich funktioniert alles, bis auf das Hinterlegen von internationalen Telefonnummern für eine Anrufweiterleitung. Leider ist dies natürlich eine der Hauptfunktionen.
Wenn Freunde und Verwandte auf der (US-)Google Voice-Nummer anrufen, klingelt in meinem Fall Skype. Ein Anrufer, den Google Voice noch nicht kennt, wird darum gebeten (s)einen Namen einmalig einzusprechen. Diese Stimmaufzeichnung wird ab dann vor jeder Gesprächsannahme angesagt. Man darf also entscheiden, Gespräche von der Freundin anzunehmen und den Chef zum Anrufbeantworter zu schicken. Oder umgekehrt.
Über Sprachbox-Aufzeichnungen wird per E-Mail informiert. Google Voice überträgt die eingesprochene Nachricht dabei in Text. Das führt teilweise zu großen Schnitzer, aber auf jeden Fall zu Lachern: “And yeah let’s see if this test drugs out. Thanks.”

Nach ein paar vereinzelten Versuchen würde ich dem Dienst durchaus attestieren, englische Sprachaufzeichnungen hinreichend genau zu ‘übersetzten’, um die Rückruf-Wichtigkeit einschätzen zu können.
Telefon-Gespräche lassen sich über den Webbrowser unkompliziert aufbauen. Innerhalb der USA sind diese kostenfrei. Internationale Rufnummern ins Festnetz kosten $0.02 Cent pro Minute. Das entspricht einer ähnlichen Gebührenstruktur wie Skype. Google Voice informiert euch vor dem Aufbau wieviele Telefonminuten noch mit eurem Guthaben möglich sind. Deutsche Mobilfunknummern ließen sich nicht anwählen.
GV Mobile
Ein weitere Grund, über Google Voice zu berichten ist natürlich die Geschichte mit und rund um die iPhone-Anbindung. Im Sommer 2009 bekam die offizielle Google-Anwendung keinen App Store-Fahrschein. Im gleichen Atemzug flogen bereits zugelassene Programme wieder aus dem Apple-Verkaufsgeschäft heraus. Daraufhin entbrannte neben der wortreichen Diskussion auch eine Untersuchung der FCC, die Stellungnahmen von Apple, Google und AT&T einforderte. Soweit bis jetzt bekannt, stellt sich Apple weiterhin auf den Standpunkt das die Anwendung nie offiziell abgelehnt wurden und sich weiterhin im Genehmigungsprozess befindet. Ziemlich absurd.
Einer der Software-Drittanbieter für Google Voice, der als Verlierer nach zweimonatiger Aufenthaltszeit wieder aus dem App Store entfernt wurde, nennt sich GV Mobile von Sean Kovacs. Seine Reaktion?
Looks like Apple/AT&T pissed off a lot of people…lol. Anyway, I’ll be releasing GV Mobile v1.2 on Cydia for free today or tomorrow, with an update coming in a couple weeks.
GV Mobile ist in der letzten Woche auf Version 2.0 aktualisiert worden, kostet mittlerweile $2 US-Dollar und darf auf iPhones mit Jailbreak seine Benutzer suchen und finden.



Da sich aus unseren Landen noch keine internationalen Nummern bei Google Voice hinterlegen lassen, beschränkt sich der GV Mobile-Client auf kostenfreie SMS und das Abhören des Anrufbeantworters. Zumindest dachte ich das! Anstelle meiner Mobilfunknummer klingelt bekanntlich Skype, und Skype gibt es (kürzlich auf Version 1.3 aktualisiert) auch auf dem iPhone (kostenlos; App Store-Link).
Mit ein paar (Jailbreak-)Zusatzprogrammen lässt sich Skype aktiviert in den Hintergrund verschieben und funkt auch über eine UMTS-Verbindung. Skype-Gesprächen auf dem iPhone sind derzeit offiziell nur über WLan möglich. Initiiert man jetzt über Google Voice den Gesprächsaufbau, darf man zum klingelnden Skype wechseln und dort sein IP-Telefonat annehmen.
Nicht ganz unkompliziert, in der Praxis aber auch nicht unmöglich.



Verlosung
Laut der Google Voice-Benutzeroberfläche habe ich drei Einladungen für den Web-Service zu vergeben. Wer den ‘Ausprobier-Stress’ nicht scheut, ist herzlichst zu einer kleinen Verlosung eingeladen.
Sprecht mir doch dazu eine Nachricht auf den Anrufbeantworter unter meiner neuen Google-Nummer (415) 894-5606 auf. Ich suche dabei die am lustigsten übersetzten Texte heraus und verschicke später die Einladungen per E-Mail.
Vodafone informiert Partneragenturen über “Kunden mit iPhone Kaufabsicht”

Vodafone informiert am heutigen Tag seine Partneragenturen, dass ein iPhone-Verkauf über externe Vertriebsstellen wieder möglich ist.
Ab 22.01.2010 können Sie Ihre Kunden, die trotz intensiver Beratung auf eine alternative Hardware, ein iPhone wünschen und eine SuperFlat Internet SimOnly oder SuperFlat Internet Allnet SimOnly haben, an einen externen Vertriebspartner weiterleiten.
Das dreiseitige Dokument führt dabei a) http://www.telcoland.de b) http://www.next-click.de/ und c) http://www.handyfuchs.de/ als Bezugsquellen auf. Diese Vertriebspartner übernehmen die Service- und Garantieabwicklung der Hardware. Vodafone weist seine Agenturen in dem Schreiben ausdrücklich darauf hin, das diese ihre Kunden darüber informieren müssen, das “Vodafone das iPhone nicht selbst verkauft”.
“Das Angebot darf nur auf Nachfrage des Kunden erfolgen”. Die vorgegebenen Sprach- und Prozessregelungen deuten auf keine juristisch eindeutig geklärte Sachlage hin:
Buchung der Artikelnummer 00900301 (Bezeichnung: HW EXTERN SONDER). Die Artikelnummer ist mit 0,- € bepreist. Mittels dieser Buchung wird Ihr Kunde an den externen Vertriebspartner weitergeleitet. Drucken Sie den Beleg aus und vernichten Sie diesen, ohne ihn an Ihren Kunden auszuhändigen. Die Buchung ist nur aus systemischen Gründen notwendig.
(Hervorhebung von mir)



T-Mobile und Vodafone befinden sich in langjährigen Rechtsstreitigkeiten, die bereits mit der iPhone-Einführung in Deutschland begannen. Damals ging Vodafone mit einer einstweiligen Verfügung gegen die exklusive iPhone-Bindung bei T-Mobile vor und scheiterte.
Mitte Juli 2009 startet Vodafone für “iPhone-Interessenten” einen Verkauf der Apple-Hardware über sogenannte Partneragenturen und teilte intern die entsprechenden Gesprächsleitfäden mit. T-Mobile erwirkte daraufhin eine einstweilige Verfügung um diese Verkäufe zu unterbinden, die gegen die Exklusivpartnerschaft verstoßen sollen.
Ende 2009 startet auch der Mobilfunkanbieter O2 den iPhone-Verkauf für “ausgewählte Bestandskunden“.
Es darf davon ausgegangen werden, das uns die juristischen Scharmützel bis zur Auflösung der exklusiven Partnerschaft zwischen Apple und T-Mobile (eventuell in diesem Jahr) weiter beschäftigen.
[update] iProxy lässt Entwickler ‘tethern’


Eine der grandiosesten Firmware 3.0-Neuerungen war die Ankündigung für das sogenannte ‘Tethering’. Dabei benutzt man die iPhone-Internetverbindung, um mit seinem Laptop Online zu gehen. Das funktioniert sowohl über Bluetooth als auch das Standard USB-Kabel.
Mit Firmware 3.1 hielten signierte Zertifikate auf dem iPhone Einzug, mit denen der entsprechende Mobilfunkbetreiber das Zepter über diesen Verbindungsweg in die Hand gelegt bekam. T-Mobile bietet nach langem hin-und-her mittlerweile zwei zusätzliche (Modem-)Optionen zu dessen Freischaltung: Für monatlich 20 € bekommt man den entsprechenden Schlüssel plus 3GB-Zusatzvolumen. Für 5 € gibt es magere 100MB, auf die damals als ‘Flatrate’ verkaufte Internetleitung obendrauf, und ebenfalls die entsprechende Software-Aktivierung.
Diese einschränkende Richtlinie vom eigenen Mobilfunkanbieter, über das Nutzungsverhalten für sein monatliches Datenvolumen, gilt nicht unbedingt als populär. Insbesondere für Gelegenheitsanwender, die sich aufgrund von ein- oder zweimal ‘Tethern’ im Monat nicht mit einer Zusatzgebühr belasten wollen.
Besitzer von ‘freigeschalteten’ iPhones aus dem europäischen Umland ziehen das noch viel schlechtere Los, da sie auf eine Bereitstellung des notwendigen Zertifikates vom hiesigen Mobilfunkanbieter angewiesen sind. Diese Anforderung, selbst für zahlungswillige Kunden, kommt in vielen (allen?) Fällen nicht zustande. Die offizielle Presseanfrage an (meinen) Anbieter O2, wurde innerhalb der letzten drei Monate jedenfalls nicht beantwortet.
‘Erkaufen’ kann man sich die ‘Tethering-Funktionalität’ durch das Aufhebeln des iPhones mit einem Jailbreak. Verschiedene Drittanbieter (iPhoneModem, MyWi, etc.) stellen sowohl kostenfreie als auch kostenpflichtige Software-Lösungen zur Verfügung, die in meinen Testversuchen jedoch eine sehr ambivalente Praxistauglichkeit boten. In vielen Fällen greife ich daher in letzter Zeit frustriert zum umständlichen Simkarten-Wechsel vom iPhone in den entsprechenden USB-Stick.
Wer sich seinem Gerät nicht mit einem Jailbreak allen (Sicherheits-)Schranken entledigen möchte, beziehungsweise sich nicht darum kümmern mag, bekommt nun mit iProxy als Entwickler eine nette Alternative zum selber kompilieren.
-> http://wiki.github.com/tcurdt/iProxy/
‘iProxy’ baut im Stil des ‘legendären’ NetShare einen SOCKS5-Proxy, der sich jedoch ausschließlich mit einer Entwicklerlizenz auf das iPhone übertragen lässt. Als registrierter App Store-Softwareproduzent lassen sich bis bis zu 100 ‘ad-hoc’-Versionen erstellen, und inklusive der notwendigen Zertifizierung (mobileprovision) an die ‘Testgemeinde’ (per E-Mail) verteilen.
via twitter@flo_muc
Update

Der Vollständigkeit halber sei noch einmal auf den CommCenter-Patch hingewiesen, an den ich in usneren Kommentaren erinnert wurde (Danke, Tim!).
‘Auf eigene Gefahr‘ darf man seinem Jailbreak-Phone das Repository ‘apt.iphone-storage.de’ vom Kollegen Sendowski hinzufügen, und dort das Paket ‘Tethering 3GS – 3.1.2′ installieren. Danach surft man auf http://www.iphone-notes.de/mobileconfig/ und wählt seine Mobileconfig-Datei des entsprechenden Mobilfunkbetreibers. Einen Neustart später, sollte die offizielle Tethering-Funktion das iPhone schmücken.
Betont bleibt: Auf eigene Gefahr!
(i)Tablet-Gerüchte um Hardware und Inhalte

Phil Gyford vergleicht die Geschwindigkeit von 221 geschriebenen Worten über fünf Eingabemethoden an fünf unterschiedlichen Geräten. Die traditionelle Tastatur thront dabei mit zirka drei Minuten an der Tempo-Spitze. iPhone, Treo und die gute alte Schreibschrift liegen auf Augenhöhe dahinter; der Newton und Palm Graffiti duellieren sich weit abgeschlagen auf den letzten Rängen.
via daringfireball
Eine wirklich nette Idee, die gerade im Zusammenhang mit dem bevorstehenden Event nächsten Mittwoch betrachtet werden darf. AppleInsider schiebt am heutigen Tag dazu ein paar weitere Informationen in unsere gerüchtegefräßigen Kehlen: Nach dessen Quelle soll diese Photoshop-Fantasie dem Unibody-Tablet am Nächsten kommen.

Mockup nach Fotoboer.nl
Anleihen zum iPhone der ersten Generation sind beabsichtigt. Das Gerät soll mit einer Kopfhörerbuchse, einem Mikrofon, Lautsprechern und den dazugehörigen Geräuschreglern identische Anschlüsse aufweisen. Auch vom ‘Dock Connector’ möchte sich Apple nicht trennen. Nach ‘doppelt-gesicherten’ iLounge-Quellen sollen sogar gleich zwei der 30pin-starken Anschlüsse für die vertikale und horizontale Verwendung das Gerät schmücken.
Aber das sind alles nur Hardware-Gerüchte. Mit Spannung folge ich den Gedankensprüngen in meinem Kopf, welche möglichen Inhalte für solch ein Gerät ins Haus stehen. ‘iTunes.com’, die Musik aus der Wolke vom kürzlich übernommenen Streaming-Dienstleister Lala beispielsweise. Nicht abwegig.
Magazine, Zeitschriften und Bücher?
Amazon kündigt heute in aller Hektik ein ‘Kindle Development Kit‘ für den populären eBook-Reader an. Für nächsten Monat. Dessen (App) Store verteilt die Verkaufserlöse (Achtung!) im Verhältnis 70/30 mit den Entwicklern.
“Nachtigall, ich hör dir trapsen!”

Und dann sind da noch die Zeitungsverleger.
Auf Lauerstellung geht heute morgen Anfang 2011 The New York Times mit ihrem Online-Angebot, das einige Artikel zum Anfixen Anködern Anlocken frei verteilen wird, und für die restlichen Inhalte Geld sehen möchte. Kann ja nicht alles werbefinanziert bleiben, oder?
Wie das praktisch umgesetzt werden soll, überlegt man sich noch. Ein Plan steht bislang aus. Aber vielleicht hilft beim Nachdenken wenn in der nächsten Woche ein digitales Einkaufsgeschäft mit bereits 100 Millionen Bezahlkonto um die Ecke schielt? 2001 kam iTunes. 2003 eröffnete der ‘iTunes Music Store’. 2005 wurden dort erste Videos verkauft. TV-Episoden und Filme erreichten 2007 die Bezahlplattform. 2008 startete der App Store.
2010, das Jahr für digitalen Qualitätsjournalismus?
Notizabgleich ‘Yojimbo’ / Fernzugriff ‘Webjimbo’
Das iPhoneBlog kontaktieren mittlerweile über 50-Prozent Macintosh-Benutzer. Sagt Google Analytics. Die Windows-Besucher mögen mir daher verzeihen, wenn hier die eine oder andere exklusive OS X-Software Erwähnung findet. Natürlich geschieht dies nur im Zusammenhang mit einer entsprechenden iPhone-Integration.
Diesmal wurde ich mit der Nase auf eine Desktop-Anwendung namens Yojimbo aus den Bare Bones-Studios hingewiesen. Das sind die Jungs, die auch BBEdit zusammenschrauben. Yojimbo ist eine Notizverwaltung, die mit verschiedensten Dateitypen umgeht und das Organisationsprinzip von Schlagworten, Labels und Suchbegriffen verwendet.

Der Anwender findet sich in einer sehr schlichten Eingabemaske wieder, die praktisch ohne Lernkurve auskommt. Neben ein paar selbsterklärenden Knöpfen zieht man seine Unterlagen direkt ins Programm-Fenster. Sein ‘Zeug’ speichert Yojimbo in einer SQLite-Datenbank, so das man mit zukunftssicherem Blick der Anwendung unzählige Texte und Bilder zum Fraß vorwerfen darf. Falls die Entwicklung einmal eingestellt werden sollte, oder man sein Archiv auf eine neue Software umziehen möchte, dürfte dies keine unüberwindbaren Probleme aufwerfen.
Hier im Fokus sollen jedoch die einzelnen, bei Bedarf zu verschlüsselnden, Notizen stehen, die sich über MobileMe synchronisieren.

Damit lässt sich die gesamte Datenbank mit zwei Macintosh-Rechner und der jährlichen Apple-Gebühr komfortabel auf dem gleichen Informationsstand halten.

Yojimbo bietet (bis jetzt) keine eigene iPhone-Anwendung, lässt sich jedoch mit der Zusatzsoftware Webjimbo (Flying Mac) um diese Fernwartung erweitern. Die kleine Software läuft in eurer Menüleiste und kümmert sich um die Port-Weiterleitung und eine Konfiguration welche Daten ‘von außen’ geändert werden dürfen. Das iPhone initiiert seinen Web-Zugang über eine individuelle URL (‘http://findme.flyingmac.com/XXX’) und greift direkt auf die heimische Datenbank zu.
Die benötigten Konfigurationsschritte für die Ersteinrichtung lassen sich an einer Hand abzählen. Nach der gegenseitigen Authentifizierung könnten vom iPhone aus Notizen angelegt, durchsucht und editiert werden.



In meiner Testkonfiguration habe ich Yojimbo sowohl auf dem MacPro als auch MacMini installiert. Die Datenstände gleichen sich über MobileMe ab. Der MacMini hängt konstant im Netz und gewährleistet mit Webjimbo den Zugriff auf meine Yojimbo-Datenbank vom iPhone, auch wenn ich einmal nicht Zuhause bin. Ändere ich Einträge von Unterwegs, gleichen sich MacMini und MacPro nach der Rückkehr automatisch wieder ab.



Aus dem gleichen Haus wie Webjimbo stammt auch FarFinder mit der entsprechenden iPhone-Anwendung (kostenlos; App Store-Link) für den Zugriff auf ganze Dateistrukturen des heimischen Macs. Auch von Unterwegs, insofern der Computer in den heimischen vier Wänden eingeschaltet vor sich hin tickert.
Bemängeln lässt sich speziell bei FarFinder/Webjimbo die teils sehr angestaubte Präsentation. Zwei separate Programm-’Installer’ sind Anfang 2010 einfach unzeitgemäß. Trotzdem funktioniert die Software und hält was sie verspricht.
Eine nachgeschobene Einordnung in das Programmangebot anderer ToDo-, Notiz- und Datenbank-Programmen erscheint mir jedoch sinnvoll. Mittlerweile gibt es fast unzählige Dienstleister, die sich euren Niederschriften annehmen wollen. Dabei ist es schwer, eine konkrete Eingrenzung vorzunehmen was unter diese Kategorie fällt. Spannt man den Bogen sehr weit, fallen Evernote oder Google Wave ein. ‘Tabellenartiger’ kommt Bento derzeit in Version 3 heranmarschiert. 1Password richtet seinen Fokus auf geheime Aufzeichnungen während Things mehr die täglichen Aufgaben ins Blickfeld rückt. Und so ließe sich die Liste fortführen…
Alle Programme besitzen iPhone-Anwendungen, die sich verschieden gut und schlecht synchronisieren lassen. Dabei deckt das Programm-Spektrum unterschiedlich hohe Sicherheitsstufen ab – von mir doch egal bis verschlüsselt. Für was man sich entscheidet, hängt von den ganz persönlichen Bedürfnissen ab. Yojimbo und Webjimbo tragen dabei einen anderen (eher privaten) Ansatz bei, den ich entgegen dem Bedürfnis für ‘alle-unsere-Daten-in-die-Wolke’ einmal vorstellen wollte.
Webjimbo kostet $30 und ist als 20-tägige Testversion verfügbar. Yojimbo langt als Einzelplatzlizenz mit $39 in eure Tasche und darf 30 Tage ausprobiert werden.
Dev-Team stellt ‘redsn0w 0.9beta3′ zum Download

Das Dev-Team veröffentlicht die Jailbreak- und Unlock-Software ‘redsn0w’ in einer aktualisierten Version 0.9beta3 für OS X und Windows. Unterstützt werden alle aktuellen Firmware-Version zwischen 3.0 und 3.1.2 für alle iPhones und iPod touches. Als Ausnahme gilt weiterhin ein iPod touch der dritten Generation sowie ganz neue iPhone 3GS-Geräte (“tethered rebooting”), die ihre Serien Modellnummer mit ‘MC’ beginnen.
Das redsn0w-Programm erstellt keine eigenen IPSW-Firmwaredateien, wie sie beispielsweise das verbrüderte PwnageTool generiert, um diese anschließend über iTunes aufzuspielen. Gegenüber ‘blackra1n‘ von George Hotz setzt ‘redsn0w’ auf einen USB-Exploit mit dem auch individuelle Bootlogos oder der Verbose-Mode Verwendung findet – selbst wenn das iPhone bereits einen Jailbreak aufweist.
Bookmarklet: Quix
Für eine pfeilschnelle Navigation durch die unendlichen Weiten des Internets hilft das kostenfreie Bookmarklet Quix.

Der kleine Javascript-Code hängt sich in die Lesezeichenleiste eures Browsers und öffnet mit einem Finger- oder Mauszeig(er) eine kleine Eingabemaske. Darin lassen sich Kommandos platzieren, die zum Beispiel eine Amazon-, Wikipedia- oder Flickr-Suche aufrufen. Auf gleiche Art generieren sich jedoch auch Facebook-, Delicious- oder Tumblr-Verweise, der gerade im Hintergrund geöffneten Webseite. Ebenso verkürzen sich URL-Adressverweise mit Bit.ly und awe.sm oder lassen sich Evernote-Notizen anlegen.


Das Ganze funktioniert über alle Plattformen hinweg und schließt das iPhone dabei mit ein. Wer aus den unzähligen Basis-Kommandos (http://quixapp.com/help/) nicht bereits seinen Anwendungsfall ableiten kann, erweitert sich die Syntax nach eigenem Gusto.
Während Quix auf dem Mac bereits sehr hilfreich ist um URLs direkt zur eigenen Blogsoftware (Marsedit), zum CSS-Editor (CSSEdit) oder in den Twitterstream (Tweetie) zu schicken, spart der kleine Bookmark-Programmcode auf dem iPhone richtig Zeit.
Zur Installation ist eine Lesezeichen-Synchronisation notwendig, bei dem das in die Menüzeile verschobene Bookmarklet, über den USB- oder MobileMe-Abgleich auf das iPhone gelangt. Wer’s kompliziert möchte, kann sicherlich auch den Codeinhalt über Pastebot (2.39 €; App Store-Link) oder Pastefire (kostenlos; App Store-Link) auf das iPhone bewegen.




