Ngmoco erhält dritte Risikokapitalrunde und kauft Freeverse

von alex olma | 23. Februar 2010 | 08:50 Uhr

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iPhone-Spieleschmiede Ngmoco erhält die dritte Runde an Risikokapital in Höhe von 25 Millionen US-Dollar und kauft den App Store Games-Publisher Freeverse. Der ehemalige Electronic Arts-Angestellte und Ngmoco-Mitbegründer Neil Young äußert sich zur Akquisition gegenüber Toucharcade in einem Interview.

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Freeverse soll nach seinen Aussagen unabhängig unter eigenem Firmenlogo weiterarbeiten; das Vergütungssystem ihrer iPhone-Anwendungen verändert sich. Ähnlich den neueren Ngmoco-Titeln (iTunes-Link) Touch Pets Dogs (kostenlos; App Store-Link) oder Eliminate Pro (kostenlos; App Store-Link) soll eine Basisversion kostenfrei zum Download bereitstehen; Zusatzlevel, neue Gegenstände oder Funktionen werden per ‘In-App-Verkauf’ kostenpflichtig nachgerüstet. Im Internet-Jargon bezeichnet die Wortschöpfung ‘Freemium’ (free + premium) diese Art von Geschäftsmodell, wie sie beispielsweise von Skype oder Flickr verfolgt wird.

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Freeverse gründete sich als Entwicklerstudio für Macintosh-Software (Comic Life Deluxe, Big Bang Board Games, etc.) im Jahr 1994. App Store-Spiele wie Flick Fishing (0.79 €; App Store-Link), Days of Thunder (2.39 €; App Store-Link), Parachute Ninja (0.79 €; App Store-Link) oder SlotZ Racer (3.99 €; App Store-Link) bescherten ihnen finanziellen Erfolg im App Store.

Ngmoco erlangte im Jahr 2008 eine Startfinanzierung von 5.6 Millionen US-Dollar vom Apple iFund. Damit entstanden Titel wie Rolando (2.39 €; App Store-Link), Rolando 2 (3.99 €; App Store-Link), Topple 2 (0.79 €; App Store-Link) oder Star Defense (0.79 €; App Store-Link).

Der Risikokapitalgeber ‘Kleiner Perkins Caufield & Byers’ (KPCB), der sich auch für den iFund verantwortlich zeigt, nahm auch teilweise an der Finanzierung für die zwei weiteren Kapitalrunden in Höhe von 10 Millionen (03/09) und den jetzigen 25 Millionen US-Dollar (02/10) teil.

via techcrunch

[update] Auf- und Anregungen im App Store

von alex olma | 22. Februar 2010 | 10:13 Uhr

Erneut sprudeln die App Store-Emotionen über. Der Apple-Genehmigungsprozess biss (anscheinend) in der abgelaufenen Woche kraftvoll zu und verputzte Programme mit angedeuteten, implizierten bis eindeutigen Erotik-Inhalten. Jon Atherton, Entwickler hinter Wobble iBoobs startete am vergangenen Freitag den Meinungs-Diskurs, der daraufhin über das Internet hereinbrach.

Atherton legte bereits am Sonntag nach und spricht von derzeit 5.000 ausgeschlossenen Anwendungen. Des Weiteren veröffentlichte er die (angeblich) von Apple (ihm gegenüber) kommunizierten (neuen) Richtlinien. Weitere Entwickler meldeten sich zu Wort. Sowohl die Store-Disqualifizierungen, als auch die (veränderten) Verordnungen, führen zu allumfassenden Diskussionen.

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Gegenüber dem iPhoneBlog meldeten sich am Freitag auch zwei deutsche Entwickler, die aktuell mit dem vierten Ablehnungs-Durchlauf ihrer Programm-Einsendung kämpfen. Die Anwendung ‘Wonderfull’ erhielt neben einem persönlichen App Store Mitarbeiter-Anruf auch detaillierte Erklärungen über die Zurückweisung. Dabei sollen ‘unzulässige’ Stichworte im Beschreibungstext und zu ‘obszöne’ Silhouette-Darstellungen eine Genehmigung verhindert haben.

Die anstehende Anwendung lässt – ähnlich wie Wobble – ‘Dinge wackeln’. Die ‘anregenden’ Möglichkeiten des Programms, die durch Foto- und Text-Erläuterungen in der App Store-Beschreibung versucht wurden zu implizieren, gelten explizit als Reklamationsursache.

Die zügige sowie unmissverständliche Kommunikation vom App Store-Prüfer gilt nach Aussage der Entwickler als tadellos. Für die letzte Bemängelung (oben im Bildvergleich), gab es bereits nach zirka vierundzwanzig Stunden eine Rückmeldung. Jedoch gestaltet sich der Genehmigungsprozess nicht unkomplizierter, dass beinahe jede Vorlage von anderen Mitarbeiter unter Beobachtung genommen wurde.

Moralvorstellungen

Der Umstand, dem diese Diskussion zugrunde liegt, ist ein alter Hut alles andere als neu. Es geht einmal mehr um die Richtlinie, die Apple den seinen App Store-Programme auferlegt. Als mit Firmware 2.0 der App Store sein Debüt feierte, umriss Steve Jobs das Reglement so:

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Eine transparente Dokumentation, wer welche Chancen für eine Veröffentlichung seines Programms sieht, steht bis heute aus. Während viele Entwickler ‘das Unvorhergesehene’ (engl. ‘Unforeseen’) als kritischsten Punkt deklarierten, unterliegen auch die anderen ‘Leitfäden’ einem breiten Interpretationsspielraum. Die jetzige Debatte um ‘Pornografie’ genießt in unterschiedlichen Kulturkreisen, Ländern, Kommunen und sogar Altersstufen eine divergente Anschauung. Schon das intendierte Verständnis gestaltet sich teils komplett andersartig: Eine digitale Ausgabe von ‘Mein Kampf’ (in spanischer Übersetzung) hätte es mit einem deutschen App Store-Prüfer sicherlich nicht durch die Zulassung geschafft, bis es nach einigen Tagen wieder entfernt wurde.

Die Diskussionsteilnehmer vermuten für den jetzigen Apple-Kahlschlag eine Beeinflussung der Interessengruppe ‘Parents Television Council’, die sich in den USA für ‘sehr restriktive’ Moralvorstellungen in Funk und Fernsehen einsetzt. Ihre Kampagne ‘Stop Apple Providing Porn to Kids‘ soll die unzähligen Bikinianwendungen ins Schuss- und Blickfeld rückten. Apple versucht derzeit alleine mit der Vergabe von Altersangaben für App Store-Anwendungen dem Problem zu begegnen. Leider erfolglos. Viele Anwendungen, die auf das Internet zugreifen (Stichwort: Wikipedia), erhalten eine hohe Alterseinstufung ‘ab 17 Jahren‘. Die Bezeichnung ‘absurd’ ist dafür eine grobe Untertreibung.

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Durch die alleinige Kontrollinstanz Apple, die als börsennotiertes Unternehmen agiert (agieren muss), dürfen wir uns von der Vorstellung verabschieden, jemals Ruhe in den Prozess der Regulierung zu bekommen. Es gibt keine einheitlichen Vorstellungen von Sittlichkeit oder Wertvorstellungen, die mit dem aktuellen System zu bedienen sind. Wer sich anmaßt zu bestimmen, was ‘App Store-Unkraut’ ist und was nicht, verliert das Recht eine Zensur zu kritisieren.

Trotz 140.000 Anwendungen ist der App Store immer noch jung und (hoffentlich) offen für Veränderungen. Ob ein Wunsch besteht, dieser Öffnung nachzukommen (beispielsweise mit einer Art ‘Altersnachweis’ für die Kategorie ‘Erwachsenenunterhaltung’), bleibt zum jetzigen Zeitpunkt unbeantwortet. Das System kämpf meiner Meinung nach aktuell mit noch viel substanzielleren Problemen wie beispielsweise der komplett kaputten Stichwortsuche. Unter teils skurrilen Schlagworten, findet man im Store ‘die besten Babes in knapper Kleidung’. Der gegenwärtige Rundumschlag der ‘Aussortierung’ darf jedoch nicht als simpler Selbstschutz interpretiert werden.

Summa summarum gilt: Es wäre schädlich, wenn die Diskussion um den App Store-Genehmigungsprozess einschläft. Die jetzige (geschlossene) Form verlangt nach einer anhaltenden Debatte, um das breiteste Spektrum an unterschiedlichen Vorstellungen mit einander zu vereinen.

Update

Apples Phil Schiller bezieht in einem New York Times-Interview Stellung zu der großflächigen App Store-Bereinigung, und gibt als Grund für die Programm-Ausschlüsse Kundenbeschwerden an:

It came to the point where we were getting customer complaints from women who found the content getting too degrading and objectionable, as well as parents who were upset with what their kids were able to see.

[app] Autograph

von alex olma | 18. Februar 2010 | 16:10 Uhr

Am 05. Februar 2008 (!) widmete ich mich dem ‘Pogo Stylus’, einem kleinen Plastikstift, der mit weichem Aufsatz als Eingabegerät für das iPhone verkauft wird. Seitdem habe ich den kleinen Fingerersatz von Ten One Design nicht mehr angeschaut. Bis heute.

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Macworld.com verteilte, auf der gerade beendeten Macworld, einen ‘Best of Show’-Award an die bereits genannte Firma ‘Ten One Design’ für ihre Mac-Software ‘inklet‘. Für $25 US-Dollar lassen sich damit die Trackpads der aktuellen Apple MacBooks in eine simple Grafiker-Tafel verwandeln. In Kombination mit den eigenen Finger oder einem Pogo-Stift, zeichnet, schreibt oder malt man damit direkt auf den Computer-Bildschirm (YouTube-Demo 1 und 2). Das trägt sicherlich nicht die Qualitäts- oder Präzisions-Merkmale eines Wacom-Stifttabletts, kann für viele Dinge jedoch eine erheblich preiswertere Alternative darstellen.

Zwei ganze Preissegmente darunter, für gerade einmal $6.95 US-Dollar, bekommt man die Software ‘Autograph‘. Damit lässt sich das Touchpad vom Laptop in eine Signatur-Maschine verwandeln. Die kostenfreie ‘Ausprobier’-Version hinterlegt eure Unterschrift mit einem Wasserzeichen.

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Doch an dieser Stelle hören die Entwickler nicht auf, und denken einen ganzen Schritt weiter. Als ideale (Multitouch-)Eingabemaske eignet sich natürlich auch das iPhone. Mit der gleichnamigen App Store-Anwendung Autograph (2.99 €; App Store-Link) und einer Desktop-Helfer-Software, lassen sich kleine künstlerische Werke oder Autogramme vom 3.5-Zoll Bildschirm auf den eigenen Rechner übertragen.

Wer sich des Öfteren einmal in der Situation befindet, digitale Verträge, Dokumente oder E-Mails mit seiner eigenen Signatur zu unterzeichnen, findet hier ein offenes Ohr und die richtige Software. Der ‘mobile’ Autograph-Helfer lässt sich sowohl mit Windows- als auch Mac-Computern verwenden und spart in vielen Situationen den Umweg etwas ausdrucken zu müssen, um dann mit einer Unterschrift wieder eingescannt zu werden.

DirektAutograph

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Alternativ bieten auch die App Store-Programme Mail Sign (0.79 €; App Store-Link) oder Zosh (2.39 €; App Store-Link) vergleichbare Funktionalität. Wer nicht auf seine Finger vertraut, bestellt optional den Pogo Stylus in schwarz (14.90 €; Amazon-Link), rot (30 €; Amazon-Link oder Nachbauten von Drittanbietern wie Hama (12 €; Amazon-Link)*.

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-> App Store-Link

* Wenn Ihr dieses oder irgendein anderes Produkt über unseren Amazon-Link bestellt, unterstützt ihr (bei unverändertem Kaufpreis) mit einem kleiner Prozentsatz das iPhoneBlog. Herzlichsten Dank dafür.

Apple verdoppelt mobile Download-Begrenzung auf 20MB

von alex olma | 18. Februar 2010 | 12:58 Uhr

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Apple verdoppelt das Downloadlimit von 10 auf 20 Megabyte, mit denen digitale Inhalte über eine Mobilfunkverbindung vom iPhone heruntergeladen werden können. Das betrifft sowohl iPhone-Anwendungen aus dem App Store, sowie Musiktitel oder Podcasts vom mobilen iTunes Store.

Passend dazu: Am gestrigen Mittwoch erschien ein ReadWriteWeb-Artikel (“Hacking the iPhone App Store’s Ranking Algorithm“), der verschiedenste Verkaufsstrategien für die Anwendung RATP Premium: Subway & Bus in Paris Official (0.79 €; App Store-Link) ausprobierte. Eine Erkenntnis daraus betrifft die bisherige 10MB-Grenze.

Once the RATP application download was reduced below 10Mb, the company saw its largest sales peak ever as users were able to access the service via their 3G networks (rather than via the web-based App store).

[KlimBim] iPad-1Password, FlipSync, Opera Mini, Photoshop.com Mobile, Happening und der Verizon-Skype-Deal

von alex olma | 18. Februar 2010 | 11:53 Uhr

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Agile Web Solutions, das Team hinter 1Password (5.99 €; App Store-Link), zeigt im Firmen-Weblog erste Gehversuche ihrer Software auf dem iPad.

via switchersblog


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Zubehör-Lieferant Scosche Industries verpackt mit dem FlipSync ein komplettes iPhone USB-Ladekabel in die Größe eines modernen Autoschlüssels. Für $20 US-Dollar kann vorbestellt werden; die Lieferung soll im Frühling erfolgen.

via lifehacker


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DirektOpera

Opera kündigte in der letzten Woche eine iPhone-Version ihres ‘Mini’-Webbrowsers an. Diese Bekanntmachung stieß auf sehr ambivalente Reaktionen und wurde von mir aufgrund der Vorgeschichte (vielleicht zu vorschnell) als ‘substanzlose Werbemaßnahme’ abgetan.

Macworld.com beschäftigte sich mit der Frage, ob Apple den Opera Mini-Browser zulassen würde, falls dieser zu Überprüfung vorgelegt wird. Dabei konzentriert sich der Artikel mit ‘duplicates existing functionality’ und ‘no downloading and execution of code’ auf zwei Analyse-Aspekte der Entwicklerbedingungen und schließt mit einem positiven Fazit: Einerseits existieren bereits andere (WebKit-basierte) Browser im App Store, andererseits ist der Opera Mini ‘nur’ eine schicke Benutzeroberfläche, die hauptsächlich auf reichlich Server-Kompression im Hintergrund zurückgreift.

Entgegen dem vollwertig ausgestatteten Opera Mobile-Browser sendet der Mini die Webseitenanfragen an die Opera-Server, die durch Kompression eine kleine Version der dann (eingeschränkten) Webseite zurücksenden. Das spart Bandbreite und führt keinen – von Apple unerlaubten – Programmcode aus.

Auf dem Mobile World Congress zeigte man der Presse hinter verschlossenen Türen eine erste Version.


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Adobe’s iPhone-Programm Photoshop.com Mobile (kostenlos; App Store-Link), für rudimentäre Photobearbeitung und mit 2GB kostenlosem Online-Speicherplatz, soll bereits sechs Millionen Mal heruntergeladen worden sein.

via Washingtonpost


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Die Anwendung Konzerte (2.39 €; App Store-Link) von Gernot Poetsch informiert mit Hilfe der Last.fm-Schnittstelle über (Musik-)Veranstaltungen in eurer Nähe.

Für den ‘Sozialen Event-Kalender’ Upcoming, der sich im Jahr 2005 von Yahoo einverleiben ließ, existiert seit wenigen Tagen ebenfalls eine iPhone-Anwendung namens Happening (1.59 €; App Store-Link).


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Mobilfunkanbieter Verizon und VoIP-Dienstleister Skype verbrüdern sich in den USA mit einem Smartphone-Deal. Die ‘strategische Partnerschaft’ startet ab März und lässt UMTS-Kunden die Verizon-Datenverbindung für kostenfreie Skype-zu-Skype-Gespräche sowie gebührengünstige ‘Skype Out’-Anrufe benutzen.

Eine Aktualisierung der Skype iPhone-Anwendung, die aufgrund der geänderten SDK-Bedingungen ab sofort auch Gespräche über eine Mobilfunkleitung erlauben würde, steht bislang aus. Unter diesem Gesichtspunkt war die Videobotschaft Anfang Februar vielleicht nicht nur eine ‘schlechte Ausrede’.

via mashable

Zeitschriften vor der Zeitenwende

von alex olma | 17. Februar 2010 | 13:04 Uhr

Die Verlagsbranche muss sich dieses Jahr gewaltig umkrempeln. Mittlerweile ist ein ‘No-Turning-back‘ ‘Point of no Return’-Zeitpunkt erreicht. Obwohl vornehmlich Bücher im Fokus der Berichterstattung stehen, sehe ich den anstehenden Wandel für Magazine und Zeitungen als noch viel deutlicher aufleuchten. Bis auf die native Anwendung der ‘New York Times’, räumte Apple bei seiner iPad-Präsentation den gedruckten Monats-, Wochen- oder Tages-Zeitschriften keine Sendezeit ein – irgendwie klang das so, als ob man sagen wollte: “jetzt macht ihr mal”.

Das Technologie-Magazin Wired zeigte schon im November 2009 erste digitale Heft-Konzepte für ‘iTablet’-Geräte. Auf der TED-Konferenz (YouTube-Kanal), die in Long Beach letzte Woche abgehalten wurde, enthüllte Chefredakteur Chris ‘The Long Tail‘ Anderson eine Weiterentwicklung der interaktiven Publikation (oben im Video), die noch in diesem Jahr auf das iPad wandern soll. Der ‘Wired Reader’ soll dabei auf Adobe AIR-Technologie setzten, welche demnächst auch Apple-tauglich heranrauscht.

Ein Umdenken ist bitter nötig. Schon alleine der Blick auf die (IVW-)Auflagenzahlen für den Bereich der Videospiel-Journale führt den Umbruch vor Augen. Die ‘Computer Bild Spiele’ verlor in Q4/2009 gegenüber dem Vorjahresquartal 4-Prozent. Das sind rund 12.000 verkaufte Exemplare weniger. ‘GameStar’ brach um 22.5-Prozent ein, und verkaufte ‘lediglich’ 133.000 Ausgaben. Die Liste lässt sich beliebig fortführen: ‘PC Action’ -38.5-Prozent; ‘PC Games’ -17.7-Prozent; ‘SFT’ -33-Prozent oder ‘PC Games Hardware’ -29.3-Prozent.

via magaziniac.de

Trotzdem. Die erdrutschartigen Zahlen sollen nicht verschleiern, dass sich immer noch unzählige Magazine an abertausende von Lesern verkaufen. Klar, die Zielgruppen werden kleiner und spezifischer. Trotzdem habe ich dieses unbändige Vertrauen, das sich finanzierbare Qualität durchsetzen wird. Durchsetzen muss.

Bislang konnten sich Verlegerkreise noch darauf ausruhen, dass die technischen Vertriebswege nicht ausgerollt waren. Mit der Veröffentlichung des iPhones wurde diese Argumentationsgrundlage dünner; mit dem iPad bricht sie komplett ein. Wer es in den nächsten Jahren nicht schafft, seinen potenziellen Leserkreise auf attraktive Digitalangebot auszuweiten, aber trotzdem die Türen schließt, fasst sich bitte selbst an die Nase. Als ‘Attraktivität’ bezeichne ich dabei sowohl den Preis, als auch die technische Gestaltung. Das Hauptaugenmerk der Print-Gazette sollte sich meiner Meinung nach weiter auf den Inhalt richten. Video-Schnickschnack und 3D-Modelle bezahlen diejenigen, die sich so etwas leisten können. Beispielsweise die Werbepartner.

Ein (angeblich) interner Diskussionsstreit über die Preisgestaltung der ‘New York Times’-Anwendung, die sich zwischen monatlichen $10 und $30 US-Dollar abspielen soll, darf meines Erachtens erst ausgefochten werden wenn es ein zu verkaufendes Produkt gibt. Ein Produkt, für das Kunden bereit sind überhaupt Geld auszugeben. Die Financial Times berichtet in einem aktuellen Artikel über klagende Verleger, die eine fehlende Kontrolle über die Kundendaten und das ‘inakzeptable’ 70/30 Preisgefüge bemängeln.

via fscklog

Es wirkt fast ironisch, dass dieser Artikel nur gegen eine Registrierung einzusehen ist, die mich fünf Minuten meiner Zeit kostete und solche Bildschirme präsentierte:

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Nichtsdestotrotz. Ich persönlich freue mich auf Magazine und Zeitschriften, die es schaffen mit einer inhaltlichen Ausarbeitung in adaptiertem Print-Layout und mit cleveren Bedienkonzepten, meinen digitalen Heft-Konsum anzukurbeln. Genau dafür bin ich bereit Geld und Zeit auszugeben.

[KlimBim] Parrot-Drohne, iPhone-Trademark, Distimo’s Bücher-Bericht, iBookstore mit FairPlay-DRM, ‘Taiko no Tatsujin’ und Nexus One’s 3D-Performance

von alex olma | 16. Februar 2010 | 17:37 Uhr

DirektParrot

The Unofficial Apple Weblog legt auf der Macworld 2010 Hand, an den mit einem iPhone gesteuerte QuadrocopterParrot AR.Drone‘, an. Neue Informationen über die WiFi-Drohne mit zwei Kameras und ‘Augmented Reality’-Softwarevisionen finden keine Erwähnung. Die Veröffentlichung in 2010 zu einem [Zitat] ‘bezahlbaren Preis’ wurde jedoch erneut wiederholt.

via TUAW


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Über (die bekannte) Tarnfirma in Trinidad und Tobago beantragte Apple am 15.12.2007 beim ‘United States Patent and Trademark Office’ (USPTO) das Warenzeichen ‘iPhone’. Seit dem 09.02.2010 gehört Apple Inc. diese Schutzmarke, welche unter dem Aktenzeichen 3,746,840 in den internationalen Klassen 9 (mobile phone and digital audio player), 38 (electronic data-transmitting device) und 28 (handheld unit for playing electronic games) geführt wird.

Die ehemals verwendete Serien-Nummer ’77976400′ findet sich im USPTO-Portal über die letzten drei Jahre mit weitere Ergänzungen dieses Antrages.

via patentlyapple.com


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Der neuste Distimo-Analystenbericht zum App Store zählt über 28.000 Anwendungen in der Kategorie ‘Spiele’ – zirka ein Fünftel des 150.000 programmstarken Katalogs. An zweiter Position folgt mit 27.000 Anwendungen die ‘Bücher’-Sektion. Die Flurry-Analysten (seit Januar im Zusammenschluss mit Pinch Media), sahen in ihrer Oktober-Erhebung dagegen die ‘Bücher’ an den ‘Spielen’ vorbeiziehen.

Nur eines von nicht wenigen dezenten Beispielen, dass die Analysen von (Werbe-)Statistikern höchstens als Trend-Einschätzung Verwendung finden können.

via techcrunch

Dagegen ganz und gar nicht unwahrscheinlich ist, dass die iBookstore-Anwendung den derzeit einzelnen Buch-Apps einen sicheren Hermathafen bieten wird. Alleine aufgrund der Übersichtlichkeit wäre dies eine mehr als notwendige Maßnahme.

Die im Zusammenhang mit dem iPad vorgestellte Anwendung, ist kein Apple Standard-Programm und wird vorerst nur in den USA Bücher im EPUB-Format ausliefern, die auf Apple’s digitale Rechteverwaltung FairPlay setzt.

via latimes


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DirektTaiko

Taiko no Tatsujin‘ (¥600; Japan-Link) von Namco Bandai ist in Japan bereits auf allen Konsolen (DS, PS2, PSP, Wii), asiatischen Mobilfunktelefonen und in den dortigen Spielhallen ein wahrer Trommelwirbel Trommelhit. Die jetzt veröffentlichte iPhone OS-Version schoss demnach ohne Überraschung an die Spitzenposition der dortigen Charts.

Der Titel ist unter der Bezeichnung Taiko: Drum Master für PlayStation 2 im Jahr 2004 auch einmal außerhalb Asiens erschienen. Hierzulande erregt er jedoch vornehmlich durch ein YouTube-Video Aufsehen, indem essbare Presswürste die menschlichen Finger-Drumsticks ersetzen.


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Google’s – “We’re still friends with Apple” – Nexus One tritt nicht sehr erfolgreich in einem 3D-Performance-Vergleich gegen ein iPhone 3GS an.

Capcom kündigt ein iPhone-Street Fighter IV an

von alex olma | 15. Februar 2010 | 21:34 Uhr

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Der japanische Videospielentwickler Capcom kündigt gegenüber IGNStreet Fighter IV‘ in einer iPhone-Version an. Im März soll die populäre Beat’em-Up-Serie, die 2009 im vierten Teil ein spektakuläres Comeback startete, für das Apple Telefon erscheinen.

In der offiziellen Kampfaufstellung finden sind bislang Ryu und Ken. Die komplette SF4-Crew soll jedoch ebenfalls in seiner vollen Farben- und Animationspracht vertreten sein. Das Set an Angriffs-Attacken wird als vollständig beschrieben und soll inklusive der Ultra-Combos auf das virtuelle Joypad abgebildet werden. Speziell die Hardcore-Fighter dürften sich jetzt am Kopf kratzen, ob die übergeblendeten Joystick- und Tasteneingaben spielbar ausfallen. Die Beantwortung dieser Frage, wird uns erst nach der Veröffentlichung vorliegen, wenn einige Duellrunden – auch im Mehrspielermodus über Bluetooth – überstanden sind.

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Capcom ist im App Store bereits mit ihren Franchises wie Mega Man (0.79 €; App Store-Link), Resident Evil 4 (5.49 €; App Store-Link) oder Ghosts’n Goblins (0.79 €; App Store-Link) vertreten.

via ign.com

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