[KlimBim] Miniatur-Kino, iPad-UI, Aperture 3, Smartphone-Statistik comScore und IDC sowie Google Buzz

von alex olma | 9. Februar 2010 | 21:49 Uhr

DirektKino

via macmd.com/blog

Bastler horchen auf: Neben dem oben eingebundenen Pap-Kino lassen sich mit fingerfertigen Origamikünsten zusätzlich noch die iPad-Präsentation auf einer Papier-Bühne, sowie die Konstruktion des eigentlichen iPad-Gerätes empfehlen.


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Fraser Speirs bastelt aus dem Apple-Promomaterial eine Flickr-Fotogalerie, die einige der neuen Grafik-Elemente der iPad-Benutzeroberfläche zusammenstellt. Wie auch auf dem iPhone, dienen die offiziellen Anwendungs-Layouts von Apple häufig als Vorgaben für Drittanbieter-Programme.

via flickr@fraserspeirs


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Apple veröffentlicht Aperture in Version 3. Darin finden sich iPhoto-ähnliche Eigenschaften wie ‘Gesichter’, ‘Orte’ und ‘Pinsel’. Für iPhone-Besitzer ist die Aktualisierung der umfangreichen Fotosoftware unter anderem von Interesse, da sich die mit dem iPhone aufgezeichneten Bilder als GPS-Wegpunkte für die separaten DSLR-Aufnahmen verwenden lassen.

If you have a GPS-enabled camera or iPhone or another GPS device that you use to create track files and save waypoints, you can import the track files into Aperture and work with them in Places view. Each leg and waypoint is displayed in Places view, and you can assign the legs and waypoints to photos. Photos taken with a GPS-enabled camera or iPhone are automatically assigned locations corresponding to waypoints in the track file.

via emonk_net@twitter

Aperture lasst sich 30 Tage kostenlos testen oder kann Online für 199 € im Apple Store (Apple-Affiliate-Link) erworben werden.


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Grafik: Arstechnica

Das Marktforschungsunternehmen comScore wirft einen Blick auf den US-Smartphone-Markt. Danach erklomm Apple durch den einprozentigen Zuwachs die 25-Prozent-Hürde. Neben allen anderen Teilnehmer verzeichnet nur noch das Google Android-Betriebssystem positive Zuwächse. Gegenüber dem September konnte man am Jahresende in Mountain View mit über fünf Prozent eine Verdopplung der Anteile vermerken.

via comScore

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Bereits in der letzten Woche hatte das Marktforschungsunternehmen IDC ihre Zahlen in einer Pressemitteilung offengelegt. Diese beziehen sich ebenfalls ausschließlich auf den sogenannten Smartphone-Bereich (“converged mobile device market” – commonly referred to as smartphones), sollen jedoch eine Aussage über die weltweite Gültigkeit aufweisen. Auch dabei stach Apple’s Wachstum gegenüber seinen Mitbewerbern – sowie dem Vorjahr – weit heraus.

via idc.com


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Google rollt in einem Live-Webcast am heutigen Abend mit ‘Buzz‘ ihre Antwort auf Facebook und Twitter aus.

Kurze Statusmitteilungen, Links oder Fotos lassen sich direkt über die Gmail-Benutzeroberfläche im Browser absetzen. Von einer Verknüpfung mit Geo-Positionen profitiert der hauseigene Google Maps-Service. Auf dem iPhone lässt sich ‘Buzz’ als Web-Anwendung auf dem Homescreen ablegen. Der MobileSafari-Browser zeigt mit der ‘Buzz Map’ die Ortsposition der abgesetzten Mitteilungen eurer Kontakte an.

Durch die augenblickliche Suchmaschinen-Indexierung, explizite ‘Search Buzz’-Suchfunktionen inklusive Geo-Daten sowie der prominenten Platzierung in GoogleMail, sollte das Projekt im Auge behalten werden. Und nicht nur deswegen, weil Google dahinter steht.

Brennpunkt Software

von alex olma | 9. Februar 2010 | 12:37 Uhr

TV-Moderator Charlie Rose setzte sich an einen Tisch mit Walt Mossberg (Wall Street Journal), David Carr (New York Times) und Michael Arrington (TechCrunch) um dem iPad 23 Minuten Aufmerksamkeit zu widmen.

DirektRose

Aus diesem Gespräch lässt sich David Carr folgendermaßen zitieren:

One thing you have to understand about this gadget is that the gadget disappears pretty quickly. You’re looking into pure software.

Genau wie John Gruber halte ich diese Aussage für eine der wichtigsten Statements, die das iPad betrifft. Beziehungsweise nicht betrifft. Zwar wird unsere Perspektive von der Hardware, bei einer konstant breiten Gerüchtelage um zukünftig verbaute Kameras oder gesuchte iPad Media-Entwickler, nie so ganz abrücken, sie wird jedoch mit der Veröffentlichung angepasster App Store-Software in den Hintergrund treten.

Das iPhone ist das beste Beispiel: Zu jeder neuen Geräte-Generation gibt es eine – relativ gesehen – kurze Phase in der sich alles um neue Kameramodule-, GPS-Empfänger oder Kompass-Funktionen dreht. Danach drängt sich jedoch schnellstmöglich die Frage: “Und was kann ich nun damit (softwaretechnisch) machen?” in den Raum.

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Apple verweist im eigenen Entwickler-Weblog auf eine notwendige Geräte-Kennzeichnung für Drittanbieteranwendung. Konflikten zwischen Hardware-Spezifikationen und Software-Anforderungen soll mit einer Kompatiblitäts-Beschilderung in die Info.plist ein Riegel vorgeschoben werden. Ein notwendiger Umstand, der sich mit zwei iPod touch-, drei iPhone- und einer bevorstehenden iPad-Generation nicht umgehen lässt. Auch wenn sich das gemeinsame Betriebssystem immer noch iPhone OS schimpft.

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Volle Konzentration auf die Software: Panelfly, in Zusammenarbeit mit Sugarcube, tätigt mit der Umgestaltung ihrer Webseite bereits eine eindeutige Aussage darüber, wie man sich ihren derzeitigen Comic-Reader vom iPhone (kostenlos; US-Store) im Großformat vorzustellen hat. Die Marktbegleiter ComiXology (kostenlos; App Store-Link), myComics (2.99 €; App Store-Link) oder Comic Zeal (2.99 €; App Store-Link) ziehen bestimmt mit.

Verlosung: Ich habe zehn Promo-Codes für ‘Comic Zeal’ hier herumliegen. Wer einen amerikanischen iTunes-Account sein Eigen nennt und innerhalb der nächsten Stunde einen Tweet zu diesem Beitrag oder einen Kommentar verfasst, nimmt an der Ziehung für die drei US-Dollar-teure Software teil.

Update

Vielen Dank für die Teilnahme über die Kommentare und Twitter. Die Codes werden per E-Mail verschickt.

[game] Giana Sisters

von alex olma | 9. Februar 2010 | 07:29 Uhr

Im Jahr 1987 veröffentlichte Rainbow Arts ‘The Great Giana Sisters‘ für den Commodore C64. Der deutsche Programmierer Armin Gessert sicherte sich damit schon zu Jugendzeiten einen Platz unter den bedeutendsten und langjährigsten Videospielentwicklern aus Deutschland. Kurz vor der Preisvergabe für sein Lebenswerk, im Herbst 2009 (YouTube-Video), verstarb Gessert überraschend.

Sein 1994 gegründetes Studio Spellbound Entertainment führt die durch ihn angestoßenen Entwicklungen fort. Der Klassiker-Plattformer ‘Giana Sisters’ erlebt in Zusammenarbeit mit der in Düsseldorf ansässigen Spieleschmiede Bad Monkee jetzt ihr App Store-Debüt. Das zuvor veröffentlichte Giana Sisters Soundboard (kostenlos; App Store-Link) war lediglich ein App Store-Vorgeschmack.

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Über zwanzig Jahre nach seiner Erstveröffentlichung hat das Jump’n'Run keine Farbenfreude eingebüsst. Die Nintendo DS-Version (Amazon Affiliate-Link) hatte im letzten Jahr hoch vorgelegt, die iPhone-Adaption bietet mit 80 Spielwelten und 32 Retro-Leveln ein kompaktes Stück Unterhaltung. Die Online-Anbindung an Facebook Connect und das Open Feint-Netzwerk funktioniert. Der original Soundtrack schmiegt sich an das Kult-Abendteuer aus Chris Hülsbecks Kompositionsfeder.

DirektGiana*

Retro-Freunde frohlocken. Ob sich einer jüngeren Generation, der hier zweifelsfrei versprühte Charme erschließt, bleibt abzuwarten. Es ist jedenfalls nicht zu leugnen, dass sich mein persönliches Amüsement aus Erinnerungen an durchzockte Kindheitstage speist. Nichtsdestotrotz ist Giana Sisters ein solider Plattformer mit farbenfroher Grafik, der für den Verkaufspreis von 3.99 € einige Stunden Unterhaltung bereitstellt.

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-> App Store-Link

* Alle selbstproduzierten Videos gibt es ‘iPhone-kompatibel’ auch in unserem Podcast-Feed, den ihr beispielsweise über iTunes oder einem anderen Multimedia-Verwaltungsprogramm eurer Wahl abonnieren könnt.

App Store-Spielwut: GT Racing, Space Miner, Riddim Ribbon und Baphomets Fluch

von alex olma | 8. Februar 2010 | 17:42 Uhr

Der japanische iPhone-Exklusivpartner SoftBank vermeldet eine Nettogewinnsteigerung um 41-Prozent (266 Millionen US-Dollar) für das dritte Jahresquartal. Dieses Ergebnis soll zwar hinter den Markterwartungen für den Mobilfunkanbieter zurückgeblieben (!) sein, zeichnet sich jedoch durch essentielle iPhone-Anteile aus. Das ‘Wall Street Journal‘ spricht vom iPhone als “biggest contributor to third-quarter handset sales,” und “wichtiger Einnahmequelle für das Wachstum im Sektor Daten-Kommunikation”.

In der Telefonkonferenz zu den Apple Geschäftszahlen für Q1 2010, zeigte sich Tom Cook ebenfalls äußerst erfreut über den asiatischen Markt:

iPhone a “runaway hit” in Japan, up over 400% year-over-year in the quarter.

via businessinsider

Auch wenn der Anteil in dem videospielverrückte Land ausbaufähig erscheint, das Wachstum passt. Das dies einen direkten Bezug zu den kleinen App Store-Spielchen aufweisen könnte, erscheint nicht abwegig. Mit Final Fantasy I + II von Square Enix sind bereits außerdem die richtigen Spiele für das Land der aufgehenden Sonne angekündigt.

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Eine Sonne scheint auch Gameloft aufgegangen zu sein.

Im September 2009 verzeichnete der Spiele-Publisher 6 Millionen App Store-Downloads. Im Januar vermeldete man 10 Millionen heruntergeladene Titel. Das Weihnachtsgeschäft generierte über alle Titel gerechnet zirka 18.000 Verkäufe pro Tag. Neben Spielen aus der mittleren Preiskategorie wie James Cameron’s Avatar (5.49 €; App Store-Link) oder Die Siedler (3.99 €; App Store-Link), konnte man sich außerdem mit (kurzfristig) kostenlosen Chartstürmern wie Let’s Golf (1.59 €; App Store-Link) schmücken.

Heute startete GT Racing: Rennakademie (5.49 €; App Store-Link) die App Store-Motoren.

DirektGT

CEO Michel Guillemot verkündet im Finanzbericht für 2009, dass 17.6 Millionen Euro Umsatz aus dem App Store-Geschäft erwirtschaftet wurden. Die Zahlen für iPhone und iPod touch sind dabei explizit ausgewiesen. Gegenüber Pocketgamer verspricht das iPad für Guillemot eine komplett “neue Spielerfahrung”. Das Gameloft seine Spieleserien auch auf das neue Gerät portieren wird, steht seit der iPad-Ankündigung fest.

Das Schlagwort ‘iPad’ hält sich übrigens auch zwölf Tage nach seiner Vorstellung noch in den Twitter Top-Trends.

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Electronista schreibt über die Plattform-Popularität für Entwickler nach einer ‘Game Developer Research’-Studie, die eine Gegenüberstellung zwischen iPhone, Nintendo DS und Sony PSP veröffentlicht:

Demand for the iPhone has surged to where about 19 percent of all game developers are writing for the iPhone and iPod touch. The figure is more than twice as high as for the DS and PSP and results in three quarters of all mobile game developers writing for Apple’s handhelds.

Zum Beginn dieser spielefreudigen Woche noch drei erwähnenswerte Titel, die sich über das Wochenende angesammelt haben:

DirektSpace

Space Miner: Space Ore Bust (3.99 €; App Store-Link) verquickt RPG-Elemente mit Einlagen eines Weltraum-Shooters.


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DirektRiddim

Riddim Ribbon (2.39 €; App Store-Link) düst im AudioSurf-Stil mit Black Eyed Peas-Soundunterstützung nach seinem ‘Apple Music Event’-Preview aus der Tap Tap Revenge-Garage.


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DirektFluch

Die Adventure-Serie ‘Baphomets Fluch’ nennt sich im englischen Sprachraum ‘Broken Sword‘ und ist nach einer langen Einsprachigkeit jetzt auch mit deutschem Wortlaut im App Store (3.99 €; App Store-Link) angekommen.

[app] This American Life – US-Radioshow

von alex olma | 8. Februar 2010 | 14:24 Uhr

Neben all den kleinen Spielchen und Anwendungen stechen im App Store von Zeit zu Zeit – immer einmal wieder – Programme mit Bildungsauftrag hervor. In diese Kategorie lässt sich auch die englischsprachige Radioshow ‘This American Life‘ einsortieren. Der Podcast (Link) zur wöchentlichen Einstunden-Sendung mit Ira Glass lässt sich über iTunes abonnieren und ist eine wärmste Empfehlung für zeitgenössische Kulturbetrachtung. Seit 1995 produziert Chicago Public Radio das exzellent aufbereitete Programm mit Essays, Erinnerungen und (Lebens-)Beschreibungen für die unterschiedlichste Themen – von ‘Kinder-Verwechslungen im Krankenhaus’ bis zu ‘Brieffreundschaften mit Gefängnisinsassen’.

Wer den Glauben an das Medium Radio mit seinen grässlichen ‘Morning Shows’ und zyklisch rotierenden ‘Chartstürmern’ bereits abgeschrieben hatte, wird hier eines besseren belehrt. Die Beiträge sind technisch grandios aufbereitet und journalistisch fabelhaft recherchiert.

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Aber wie das Leben nun einmal spielt, befällt die Pest der Wirtschaftskrise zuerst die qualitativen Formate. ‘This American Life’ ruft daher schon seit einiger Zeit zu Spenden auf. Jetzt ist mit der iPhone-Anwendung eine neue Möglichkeit der Monetarisierung hinzugekommen.

Für 2.39 € (Link) erwirbt man sich den Streaming-Zugriff auf das komplette (!) Audio-Archiv der Show seit 1995. Wer ausgewählte Folgen als Download erwerben möchte, zahlt wie im einzelnen Episoden-Download über iTunes 0.99 €. Mit dieser Anwendung lassen sich alle (!) Episoden über WiFi- oder UMTS-Streaming auf euer mobiles Gerät befördern.

DirektTAL

Für einen kontinuierlichen Audio-Stream muss die iPhone-Anwendung geöffnet sein. Das Display kann man abschalten, die Software-Konstruktion des iPhones erlaubt es jedoch nicht, zwischenzeitlich seine E-Mails zu checken. Einer der wenigen Anwendungsfälle, in denen ich Multitasking beziehungsweise Hintergrundprozesse für Drittanwendungen vermisse. Beendet man jedoch die Anwendung, merkt sich der Stream in den meisten Fällen seine letzte Position.

Als zusätzlicher Mehrwert heben sich ein Countdown bis zur nächsten Sendung, ein Live-Stream der aktuellsten Episode und entsprechende Push- beziehungsweise Erinnerungs-Benachrichtigung hervor. Ein wirklich feines Paket, das auch als (Spenden-)Unterstützung mit 2.39 € für erstklassigen Journalismus gewertet werden darf.

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-> App Store-Link

Dev-Team veröffentlicht PwnageTool 3.1.5 – ohne neue Exploits und mit vielen Einschränkungen

von alex olma | 8. Februar 2010 | 00:29 Uhr

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Fünf Tage nach der Aktualisierung auf die Apple-Firmware 3.1.3, steht vom Dev-Team ein kompatibles Pwnage-Werkzeug für den Jailbreak zum Download. Leider klingt diese Ankündigung vielversprechender, als sie in Wirklichkeit ist.

Das PwnageTool in Version 3.1.5 erzeugt ein individuelles Firmware-Abbild, das sich über iTunes auf iPhone Classic, 3G und 3GS (mit altem Bootrom) sowie iPod touch-Geräten der ersten und zweiten Generation (mit altem Bootrom) einspielen lässt. Bis auf den iPod touch der zweiten Generation lässt sich ein Jailbreak jedoch bereits mit redsn0w in Version 0.9.4 bewerkstelligen, was den kompletten Wiederherstellungsprozess über iTunes erspart.

Einem iPhone 3GS, das bereits mit der offiziellen Firmware 3.1.3 ausgestattet wurde, lässt sich nicht mit dem jetzt veröffentlichten PwnageTool einen Jailbreak unterschieben (“Don’t use PwnageTool on the iPhone 3GS if you’re at 3.1.3, it just won’t work.”). Hier hilft nur ein Downgrade auf 3.1.2 und die Verwendung der vorher über Cydia gesicherten Apple Signatur (ECID Zertifikat / SHSH hashes). Wer mit der neusten Telefongeneration noch auf 3.1.2 ist, kann mit der Hilfe vom PwnageTool 3.1.5 auf die letzte Firmware updaten.

Das Dev-Team hat bislang keine neuen Exploits gefunden, welche die Firmware 3.1.3 für einen Jailbreak angreifbar machen. Wer auf einen Unlock (‘ultrasn0w’ oder ‘blacksn0w’) angewiesen ist, sollte durch das Baseband-Update (05.12.01) gänzlich die Finger von einer Aktualisierung lassen.

Mit sn0wbreeze hatte sich in den letzten Tagen eine Windows-Software am Jailbreak versucht, die in wirklich unschönen Fehlern geendet ist, teilweise höchst suspekte Voraussetzungen einforderte und generell zum derzeitigen Stand (Version 1.5) nicht empfohlen werden kann.

via blog.iphone-dev.org

Apple: Geo-Lokalisierung nicht für reine Werbezwecke. Patent: Einfacher Aufenthaltsaustausch zwischen Telefonpartnern

von alex olma | 7. Februar 2010 | 15:09 Uhr

Mit einem Blog-Beitrag an die iPhone-Entwickler fordert Apple dazu auf, die Geo-Lokalisierung nicht für Werbezwecke zu missbrauchen. Das ‘Core Location’-Framework im iPhone OS mit GPS- beziehungsweise Skyhook Wireless WiFi-Daten soll demnach nur “beneficial” (nützliche) Informationen bereitstellen. Inwieweit ortsspezifische Werbeschaltungen diese Richtlinie erfüllen (können), bleibt diskussionswürdig. Genauso debattierfreudig gestaltet sich die angeschlossene Aussage, dass App Store-Anwendungen, die “primarily” (hauptsächlich) die Ortungsfunktion für Reklamezwecke ausnutzen, keine Zulassung erhalten sollen.

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Obwohl man der Intension für dieses offizielle Statement einen guten Willen einräumen möchte, bleibt es eine äußerst schmale Gradwanderung zwischen Informationsgehalt und unerwünschter Werbebelästigung, des leider immer noch sehr undurchsichtigen Regulierungsprozesses.


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Ortsbezogene Informationen bleiben jedoch Thema der Diskussion. In meinem persönlichen Alltag verwendet ich mit Freunden, von denen ich weiß das sie ein iPhone benutzen, sehr häufig die ‘Share Location’-Funktion (Ort senden) in Google Maps. Damit lässt sich euer aktueller Aufenthaltsort in einem Link verpacken und per E-Mail versenden. Durch die wenige Meter genaue GPS-Ortung spart man sich am Telefon (mehr oder weniger) die Beschreibung, auf welcher Seite vom Kirchturm am Marktplatz man sich treffen wollte.

Um sich den ersten Schritt, von der Übermittlung eurer ‘aktuellen Position’ über Google Maps einzusparen, ist bei Patently Apple jetzt ein entsprechendes Dokument aufgetaucht. Unter der Bezeichnung “Device-to-Device Location Awareness” (20100029302) vom August 2008 beschreibt das Patent eine Möglichkeit für Telefonteilnehmern, ihren Aufenthaltsort dem Gesprächspartner mitzuteilen oder die vom Gegenüber anzufordern (“Request and Release Info”).

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Aus Datenschutz-Gründen sollen die Gesprächsteilnehmer die (Geo-)Positionsanforderungen pro Anruf genehmigen müssen, beziehungsweise sich für eine generelle Einstellungs-Option entscheiden.

Patente zur Verwendung von Geo-Positionen existieren für viele IT-Firmen und sind auch im Apple-Sortiment zahlreich vertreten. Eine Ausweitung auf die Telefonfunktion im iPhone wäre eine durchaus nachvollziehbare, nur logische Erweiterung für eine anstehende Software-Generation.

via patentlyapple.com

M! Games-Kolumne / Februar 2010

von alex olma | 6. Februar 2010 | 16:02 Uhr

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HANDHELD-GRAND PRIX

Der App Store von Apple für iPhone und iPod touch startete im Juli 2008 ein Wettrennen, bei dem seine Konkurrenten nicht einmal wussten, dass sie überhaupt herausgefordert werden. Während Nintendo mit seinem Download-Verkaufsgeschäft seit der DSi-Einführung auf dem Standstreifen herumeiert, bewegte sich auch die PSP nur auf der lahmen rechten Spur. Ist die angezogene Handbremse Absicht? Ohne Vorwarnung flitzte das iPhone-Betriebssystem im vergangenen Jahr mit einem voll besetzten Entwickler-Reisebus auf der Überholspur an den etablierten Handhelds vorbei.

Die Anzahl der weltweit verfügbaren Anwendungen steigerte sich alleine von Januar bis Dezember 2009 um über 1.000 Prozent. Von den derzeit geschätzten 130.000 Programmen entfallen zirka 25.000 auf die Kategorie ‚Spiele‘. Das schaffte niemand zuvor und ist mittlerweile schlicht konkurrenzlos. Der App Store benötigte eineinhalb Jahre, um als ernstzunehmende Videospielplattform Fuß zu fassen. Das ist jetzt geschehen.

Das Apple-Telefon bedient sich schamlos dem Erfolgsrezept der Konsoleros: Über drei Hardware-Generationen hinweg findet sich hunderprozentige Abwärtskompatibilität, ein konsequent identisches Betriebssystem sowie ein homogenes Steuerungskonzept. Kein Vergleich mit dem Chaos der 25 unterschiedlichen Tastaturlayouts, den verschiedenartigen Java-Laufzeitumgebungen und den in Blei gegossenen Firmware-(Ab-)arten der Konkurrenz-Sprechapparate.

Wilder Westen

Das iPhone, derzeit nur als Silhouette am Renn-Horizont für seine Rivalen zu erkennen, verdankt den Erfolg über 125.000 registrierten Entwicklern. Unabhängige und kleine, teilweise nur ein Mann starke Studios profitieren von niedrigen Einstiegshürden für ihre Wochenend-, Monats- oder Halbjahres- Projekte. 80 Euro und ein Computer ermöglichen einen Platz im weltweiten Digital-Verkaufsregal. Durch diese zentrale Schnittstelle für Produzenten und Konsumenten erreicht auch der Freizeitprogrammierer aus dem hinteren Saarland seinen Spielefan im japanischen Tokio. Triviale Konzepte wie „Doodle Jump“, bei dem ein grotesk gezeichnetes Männchen in himmlische Höhen klettert, erzielt an nur einem Weihnachtstag 80.000 Verkäufe. Für 79 Cent pro Download. Team17 verschnarchte für lange Zeit eine „Worms“-Umsetzung, was der Ein-Mann-Entwicklung ‚iShoot‘ – mit angelehntem Spieldesign – über eine halbe Million US-Dollar einspielte. Innerhalb eines Monats.

Inzwischen erkennen auch namhafte Publisher wie Sega, EA oder Konami die hervorragende Kurvenlage des mobilen Reisebegleiters mit lukrativem Micropayment-Kraftstoff. Sony und Nintendo dagegen trödeln wie zwei ausgemusterte Oldtimer über die frisch geteerte Hochgeschwindigkeitsautobahn. Auf hohem Ross verlangt man weiterhin für die Befahrung ihrer (Spiel-)Straßen eine Mautgebühr von mehreren tausend Euro. Pedantische Qualitätsprüfungen und halsabschneiderische Umsatzbeteiligungen schrecken die Pferdestärken einer ganzen Entwicklergeneration ab.

Man mag argumentieren, dass die iPhone-Spiele noch nicht so ausgereift, so allumfassend oder so komplex sind. Dabei wird jedoch übersehen, dass die gebotene Unterhaltung allgegenwärtig ist. Jung und Alt kaufen Download-Software. Wetter- und witterungsunabhängig, zu jeder Tageszeit und an jedem Ort. Auf über 50 Millionen iPhone- und iPod touch-Geräten überbrücken Menschen mit kurzen Spielchen Wartezeiten. Und ist es nicht das, wofür mobile Gaming-Plattformen ursprünglich antraten?


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Die M! Games – vormals MAN!AC – ist die älteste noch am Markt befindliche Videospiel-Zeitschrift Deutschlands. Ab dieser Ausgabe (Nummer: 197 – 3/2010) verfasse ich eine monatliche Kolumne für die langjährigen Kollegen aus alten und neuen Videospieltagen. Zumindest so lange, wie meine auf Papier gebrachten Gedankenergüsse zum Thema iPhone jemand lesen möchte. Und ja, ich darf ganz böse Worte zwischen die Klebebindung druücken…

Anregungen für nächsten Themen, und Kritik am aktuellen Einseiter, sind herzlichst willkommen. Sowohl in unseren Kommentaren, als auch mit einer E-Mail an leserpost (ät) maniac.de. Es würde mich und die restliche Redaktion freuen, wenn ihr einmal am Kiosk ins Heft reinblättert.

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