M! Games-Kolumne / April 2010

von alex olma | 25. März 2010 | 22:00 Uhr

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Angefasst

Vor wenigen Tagen erschien ‘Street Fighter IV’ als App Store-Downloadversion. Prügelfans rümpften bereits bei der Ankündigung des Beat ‘em-Ups auf einer Plattform ohne haptische Tasten die Nase. Ich persönlich hingegen mag die Interaktion zwischen Mensch und Maschine mit meinen eigenen Pfoten. Noch sind wir sicherlich zwei Generation vom ‘Minority Report’-SciFi-Computertisch entfernt, die einfache Berührung der iPhone-Menüoptionen schütteln sich jedoch intuitiver aus dem Handgelenk, als sich auf dem altehrwürdigen Gamepad dreimal runter, zweimal rechts und einmal X drücken lässt.

Die Steuermechanismen für iPhone-Spiele sind vielfältig. Rennspielboliden pressen ihren heißen Gummi dank Accelerometer-Beschleunigungssensoren in den Asphalt. Für Taktik- und Knobelspielen grabscht Ihr auf den berührungsempfindlichen Bildschirm oder schnattert Sprachbefehle ins Mikrofon. Zugegeben: Traditionelle Joystick-Genres wie Jump‘n‘Run, Ego-Shooter oder Hack’n’Slay bleiben ein (berührungs-)empfindliches Problem. Und obwohl der Spieler in Capcoms eingangs genanntem Prügelspiel einige imposante Hadouken aufs ‘Street Fighter’-Parkett zaubert – das digitale Abbild eines Steuerkreuzes kann die physische Wahrnehmung der Daumenauflagen nur bedingt ersetzen.

Insbesondere die ersten inoffiziellen Emulator-Portierungen der Jailbreak-Szene litten unter dem fehlenden Tasten-Feedback. Plattformklassiker wie ,Rocket Knight Adventures‘ waren schlicht unspielbar. Die Idee des ,iJoyPads‘ als Ansteck-Hardware für den Ersatz eines Spiele-Steuerknüppels war schnell geboren – die Finalisierung des Zubehörs lässt jedoch schon seit zwei Jahren auf sich warten…

Angesteckt

Im letzten Frühling kündigte Apple die Öffnung seiner Dock-Schnittstelle für offizielles Drittanbieter-Zubehör an. Fast ein Jahr nach dieser Bekanntgabe ist immer noch keine Controller-Hardware im Markt angekommen. Gerüchte, dass Apple die vorgelegten Produktmuster mit verklausulierten Richtlinien knebelt, halten sich hartnäckig. Anders lässt es sich meiner Meinung nach auch nicht erklären, warum es bislang kein einziger Third-Party-Anbieter geschafft hat, wenigstens ein offizielles Statement zu veröffentlichen. Produktankündigungen machen für gewöhnlich schneller die Runde, als eine Marktreife absehbar ist.

Spätestens mit dem iPad muss sich etwas ändern: Grandios fände ich die Freigabe der unnötig eingezäunten Bluetooth-Verbindung, über die das 9.7-Zoll-Breitbild-Handheld mit einem PlayStation 3-Pad kommunizieren könnte. Als strahlender Mega Man den ollen Dr. Wily per PS3-Controller über 2D-Plattformen durch eine 1024 x 768 Pixelwelt jagen? Ich wäre einer der ersten Käufer!

Auch wenn Microsoft mit Project Natal Steuerkreuz und Buttons gänzlich abschaffen möchte, Sony mit PlayStation Move den Trampelpfad der Nintendo Wii beschreitet und ich neuen Bedienkonzepten grundsätzlich aufgeschlossen gegenüberstehe: Ein traditioneller Spiele-Controller verbindet! Er ist bester Freund, schlimmster Feind und treuester Mitstreiter in einem. Er lässt sich gegen die Wand pfeffern und für schlechte Rennspiel-Rundenzeiten verantwortlich machen. Aus diesem Grund müssen sich Bewegungssteuerung und klassische Gamepad-Navigation nicht ausschließen, sondern könnten alte und neue Generationen von Videospielen verknüpfen. Der Gamepad-Anschluss für das iPhone OS wäre ein kleiner Schritt für eine Firma, aber ein großer Sprung für die Videospielgemeinde.


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Für die M! Games, das dienstälteste deutschsprachige Videospiel-Magazin, verfasse ich eine monatliche Kolumne zum Thema iPhone. Die Ausgabe 199 befindet sich ab Freitag am Kiosk. Über Feedback zum aktuellen Artikel würde ich mich sehr freuen.

[KlimBim] Pwn2Own, Touchscreen-Analyse, iPad-Instapaper, Jobs Email-Antwort zur einheitlichen Inbox, Textunes, WSJ und CBS

von alex olma | 25. März 2010 | 14:47 Uhr

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Foto: ggee (cc)

Auch dieses Jahr standen auf dem Pwn2Own-Wettbewerb der Sicherheitskonferenz CanSecWest die mobilen Computer im Fadenkreuz. Vincenzo Iozzo (Zynamics GmbH) und Ralf-Philipp Weinmann (Universität von Luxemburg) deckten dabei eine Sicherheitslücke im MobileSafari-Webbrowser auf dem iPhone auf, die Zugriff und Upload-Möglichkeiten der SMS-Datenbank demonstriert.

Die Schwachstelle wurde auf einem iPhone 3GS mit der aktuellen Firmware 3.1.3 aufgezeigt. Unter Ausschluss der Öffentlichkeit wurde die Dokumentation des Angriffspunkts, welche seinen Entdeckern ein Preisgeld von 15.000 US-Dollar einspielte, an Apple übermittelt. Bereits in sehr frühen Firmware-Tagen des iPhones (Version 1.1.1) half ein MobileSafari-(Tiff-)Exploit zum Jailbreak für Endbenutzer.

Die Konferenz in Vancouver läuft noch bis zum 26. März und wird sich an den ausstehenden Tagen auch noch den anderen Mobilfunk-Plattformen von BlackBerry (Bold 9700), Nokia (E72 / Symbian) und HTC (Nexus One / Android) widmen.


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Labs.Moto.com führt seine Touchscreen-Analyse der aktuellen Mobilfunk-Generation – nach den vormaligen Handzeichnungen – jetzt mit einem Roboter durch. Auch in dieser Testumgebung beweist das Apple iPhone die ausgereifteste Soft- und Hardware-Kombination.


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Marco Arment zeigt seine iPhone-Software Instapaper (3.99 €; App Store-Link) als iPad-Preview. Mit dem Kauf der Anwendung, die zum 03.April verfügbar sein soll, kann das Programm ‘universal’ sowohl auf dem iPhone als auch dem iPad verwendet werden.

An iPad without native Instapaper Pro is not a device I want to own.

via blog.instapaper.com


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Steve Jobs E-Mail-Account beantwortet weiterhin fleißig (und kurz angebunden) Anwender-Zuschriften. Diesmal wurde gefragt, ob sich für das iPhone eine “einheitliche Inbox”, die für mehrere Accounts alle eintreffenden Mails darstellt, in Planung befindet. Jobs-Antwort “Yep.” gibt einen positiven Ausblick auf den derzeit unbefriedigenden Zustand der Mail-Anwendung.

via tuaw


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Das Berliner Startup ‘Textunes‘ verkaufte seit dem Start ihrer iPhone-Anwendung 50.000 digitale Bücher. Die Preisspanne bewegt sich dabei zwischen 0.79 und 24.99 Euro. Inklusive der kostenlosen Exemplare und Leseproben konnte man insgesamt 350.000 Downloads verzeichnen. Nach Angaben der Pressemitteilung arbeitet man derzeit mit 100 Verlagshäusern zusammen, die insgesamt 3.000 Titel auf dem iPhone als digitales Werk anbieten.

Apropos Lesen: Die iPad-Version des ‘Wall Street Journals’ soll, nach Angaben eines involvierten Mitarbeiters, als monatliches Abo $17.99 US-Dollar kosten.

via online.wsj.com


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Das amerikanische Fernsehnetzwerk CBS soll mit iPad-tauglichen Videoformaten für ihre eigene Webseite experimentieren. Erste Codespuren weisen auf HTML5-Testvideos hin.

via macrumors

[KlimBim] iPad-Musikprogramme, Vaja-Hüllen, Opera Mini, Facebook-App, A-bis-Z, Flurry Konsolen-Umsätze und zwei Leseempfehlungen

von alex olma | 23. März 2010 | 16:53 Uhr

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Musikprogramme könnten am iPad abermals kräftig in Schwingung geraten: Musicnotes.com zeigt digitale Klaviernoten auf dem neuen Apple-Gerät, Smules Ocarina (0.79 €; App Store-Link) gibt in seinen Update-Beschreibungen bereits “support the iPad” an, und auch Etude (2.39 €; App Store-Link) – sheet music on steroids – verspricht einen iPad-Adaption ihrer Lernsoftware.

(Danke, Friedemann, pikespeak_marol!)


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Taschenhersteller Vaja kündigt ihre luxuriösen Lederetuis im iPad-Format an.


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DirektMini

Webbrowser-Hersteller Opera reicht nach den diskussionsgeladenen Gesprächen seine ‘Mini-Version’ offiziell in den App Store ein. Durch die serverseitige Kompression sollen sich (vielbefahrene) Webseiten schneller darstellen lassen.

Durch die direkte und offene Kommunikationspolitik steht Apple jetzt unter Druck, zu prüfen ob der Browser den eigenen App Store-Richtlinien entspricht.

via opera.com/press


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Im Februar 2010 benutzten 28.8 Millionen Facebook-Anwender das iPhone-Programm als Zugang zum sozialen Netzwerk. Das sind ungefähr 1/3 der mittlerweile im Umlauf befindlichen 75 Millionen iPhones und iPod touches sowie 7-Prozent der 400 Millionen registrierten Facebook-User.

via business-insider


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DirektAbisZ


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Seit Juli 2008 existiert der App Store. Schätzungen zufolge befinden sich über 30.000 Anwendungen derzeit in der Kategorie iPhone-Spiele. Werbeanbieter Flurry setzt seine eigenen Erhebungen in Beziehung zu den Umsatzzahlen der anderen portablen Konsolen für den US-Markt (Quelle. NPD / Gamasutra). Demnach soll das iPhone OS sich bereits an knapp 20-Prozent der Einnahmen in dieser Branche beteiligen.

Im Hinterkopf zu behalten sind wie gehabt die Einschränkungen des Zahlenmaterials, mit der diese Betrachtung und dessen Analyse einhergehen.

Ebenso begrenzt ist die Aussagekraft vom App Store-Analysten Distimo, der im neusten Februar-Report einen “Durchschnittspreis für populäre Anwendungen” (wie – und auf welcher Grundlage – das auch immer definiert wurde) von $3.86 für Europa, $2.43 für Nordamerika und $2.69 für Asien ‘errechnet’ haben möchte.

Laut AppShopper übersprang der App Store übrigens die Marke von 200.000 “Total Apps Approved”.


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Zwei Leseempfehlungen auch am heutigen Tag:

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Blogmedien.de fragt: “Zu große Erwartungen und zuviel Konkurrenz zum Nulltarif: Scheitert Springers “innovatives Experiment” mit kostenpflichtigen Applikationen für das iPhone?”

-> http://www.blogmedien.de/?p=1855

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Steven Levy wundert sich für Wired.com: “How the Tablet will Change the World”

-> http://www.wired.com/magazine/2010/03/ff_tablet_levy/

[update] Apple verkauft AT&T-iPhones ohne Vertrag

von alex olma | 23. März 2010 | 00:35 Uhr

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Apple verkauft ab sofort in seinen amerikanischen Ladengeschäften iPhones zum unsubventionierten Preis von $499 (8GB, iPhone 3G), $599 (16GB, iPhone 3GS) sowie $699 (32GB, iPhone 3GS) US-Dollar. Das Gerät ist jedoch weiterhin an den exklusiven Apple-Mobilfunkpartner AT&T gebunden.

T-Mobile bietet in Deutschland ebenfalls die Möglichkeit, ein iPhone ohne neue Vertragsbindung, jedoch mit Netlock beschränkt auf das Mobilfunknetz der Telekom, zu erwerben.

Die in einem Apple-Dokument verzeichneten Änderungen, welches Gizmodo vorliegt, limitieren die Abgabe von einem Gerät pro Kunden pro Tag. Diese Änderung macht es möglich, iPhone-Geräte zu verschenken, ohne das ein Nachweis über die entsprechende Vertragsbindung erbracht werden muss.

Apropos schenken: Der App Store erhielt am heutigen Tag eine kleine Aktualisierung, mit der sich nun auch iPhone-Programme gönnerhaft ‘den Liebsten’ spendieren lassen.

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Update

Bereits seit Sommer 2008 ist bei AT&T eine ‘no-commitment’-Vertragsoption im Gespräch. Im März 2009 verkauften Apple und AT&T an bestehende Vertragskunden Geräte zum unsubventionierten Preis. Gegenüber dem jetzigen ‘Ausverkauf’ darf jedoch jeder ein ‘no-contract‘ iPhone erwerben, kann dieses jedoch (weiterhin) ausschließlich mit einer AT&T-Telefonkarte nutzen.

[iPhone-Apps] Articles, Hindenburg und OpenMaps

von alex olma | 22. März 2010 | 22:07 Uhr

Das jemand die hübsch formatierten Wikipedia-Artikel von Sophia Teutschler in ihrer Anwendung Articles (2.39 €; App Store-Link) noch nicht gesehen hat, kann ich mir zwar nicht vorstellen, gänzlich unerwähnt wollte ich es nach dem ganzen Medienhype aber auch an dieser Stelle nicht lassen.

Besonders jetzt, wo innerhalb von sieben Tagen bereits knapp 10.000 Programm-Versionen über den digitalen Ladentisch gingen. Wenn die fünfstellige Verkaufszahl erreicht ist, gibt es die Anwendung “On this day…” gratis. Damit lässt sich nachschlagen, was in der Geschichte zu einem bestimmten Tag alles passierte. Zu diesen Stunden sollen lediglich 1.000 Verkäufe zum runden Nummer ausstehen.

DirektArticles


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Letzte Woche im Bits und so-Podcast vorgestellt: Der Hindenburg Mobile – Field Recorder (23.99 €; App Store-Link) erweitert die Audio-Aufnahmemöglichkeit des iPhones um grundlegende Bearbeitungs- und Upload-Funktionen. Aufgezeichnete Tonspuren lassen sich Kopieren, Schneiden, Trimmen, Verstärken, Überblenden und mit Markierungen versehen. Die Übertragung an den Rechner geschieht mit einem kleinen Zusatzprogramm, über einen FTP-Server oder per E-Mail.

In Kombination mit Hindenburg Journalist, der Desktop-Schnittsoftware in Beta-Version für PC und Mac, verspricht das ganze Paket Zukunftspotenzial. Man fühlt, dass könnte einmal etwas ganz Vielversprechendes werden. Die Produzenten arbeiteten zuvor als ‘Toningenieur’, ‘Radio-Produzent’ und ‘Software-Entwickler’.

Eine kostenfreie, auf eine einzige Aufnahme-Minute beschränkte Testversion, lässt sich zum Ausprobieren aus dem App Store (Link) laden.

DirektHindenburg


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Mit OpenMaps (2.39 €; App Store-Link) lässt sich das lizenzoffene Kartenmaterial vom OpenStreetMap-Projekt darstellen, herunterladen, durchsuchen und sogar editieren. Mittlerweile sind die ‘Orte von Interesse’ (POI) ziemlich gereift und finden teilweise abdrehte Informationen wie Recycling-Container aus der lokalen Umgebung.

Neben einem Kompass-Mode ist das Setzen von eigenen Stecknadeln, das Vermerken von Lesezeichen, das Aufrufen der Such-Maske, eine Wiki-Integration sowie rudimentäre Auto-, Fahrrad- und Ski-Navigation möglich. Die kostenfreie App Store-Version (Link) verzichtet gegenüber seinem ‘Bezahl-Bruder’ auf die Streckenführung und Download-Möglichkeit.

DirektMaps

Amazon bereitet Kindle-App für iPad vor

von alex olma | 22. März 2010 | 17:03 Uhr

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Amazon kaufte vor 11 Monaten die eBook-Anwendung Stanza (kostenlos; App Store-Link), ist im App Store jedoch weiterhin mit seinem eigenen Bücher-Programm ‘Kindle for iPhone‘ (kostenlos; App Store-Link) vertreten. Vor einigen Tagen erlangte eine offizielle Leseanwendung für den Mac die Marktreife – eine PC- und BlackBerry-Version existieren schon länger.

Die über den Amazon-Account erworbene Digital-Literatur lässt sich zwischen allen ‘Kindle-Geräten’ (inklusive dessen Lesestand) synchronisieren.

Auch das iPad rückt ins Blickfeld des Online-Händlers, der dazu am heutigen Montag die Webseite ‘Kindle Apps for Tablet Computers (Including the iPad)’ ins Netz stellt. Die NYTimes zitiert den ‘Kindle’-Vizepräsidenten Ian Freed:

We have actually developed a tablet-based interface that redesigns the core screen and the reading experience.

Eine (Software-)Demonstration zeigte den NYTimes-Journalisten bereits das Umblättern der digitalen Bücherseiten, eine überarbeitet eBook-Übersicht sowie eine, je nach Tageszeit angepasste, ‘Sonnenposition’ als optische Ausschmückung. Bücher, aus dem nach eigenen Angaben 450.000-starken Sortiment, sollen sich über einen MobileSafari-Link erwerben lassen. Die Amazon Kindle-Anwendung für das iPad wird nicht zum Start des Apple-Computers am 03. April verfügbar sein, sondern erst einige Testläufe auf der eigentlichen Hardware absolvieren.

Bereits Anfang März hatte der Bücherverkäufer Barnes & Nobles angekündigt, einen “eReader” für das iPad zu entwickeln, der genau wie Amazons ‘Kindle for the iPad’ dann in Konkurrenz zum offiziellen iBooks Store von Apple stehen wird.

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Auch Panelfly, bereits mit einer Comic-Leseanwendung im US-App Store (Link) vertreten, zeigt neue Photoshop-Mockups seines Readers im großen 9.7 Zoll-Format.

Breffo-Halterung: Spiderpodium

von alex olma | 22. März 2010 | 15:30 Uhr

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Die britische Firma Breffo stattet uns mit einem Vorserienmodell ihrer iPhone-Halterung ‘Spiderpodium’ aus. Die achtbeinige Spinnenkrake zählt pro rutschfester Extremität drei Gelenke, die sich in den verschiedensten Formen um das Smartphone legen. Eine gummiartige Oberfläche überzieht das Gebein und sichert den Stand.

Damit ist es sowohl für den ‘seriösen’ Büroeinsatz, ebenso wie eine flexible Anbringung an den Sitzlehnen des Vordermanns im Auto, der Bahn und im Flugzeug gesorgt. Die ‘Knochen’ lassen sich vertrauensvoll in alle Richtungen verbiegen und damit selbst an glatten Stangen, Fahrradlenkern oder in den Lüftungsschlitzen eines Autos befestigen.

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Das ‘Spiderpodium’ kann für £14.99 (zirka 16 Euro) in Großbritannien vorbestellt werden und ist ab Anfang nächster Woche verfügbar. Bislang sind noch keine Versand- und Lieferinformationen für die Polypropylen-Spinnenbeine angegeben. Wer bis dato keine Arachnophobie-Angststörung bei sich bemerkt hat, findet mit dem ‘Spiderpodium’ großes Potenzial für eine Allrounder-Aufstellmöglichkeit des iPhones.

-> http://www.breffo.com

Eilmeldung: Kunden wissen was Sie wollen!

von alex olma | 21. März 2010 | 20:45 Uhr

Breaking News: Am 03. April startet der iPad-Verkauf in den USA. Soweit hinreichend bekannt, oder?

Zumindest sollte man davon gehört haben, wenn die letzten 7.5 Wochen nicht in einem Land ohne Zeitung, Fernsehen oder Internet verbracht wurden. Und alle warten darauf. Irgendwie.

Mittlerweile dreht sich die geführlte Diskussion schon gar nicht mehr darum, “ob das iPad die Medienbranche rettet”, sondern “wie schnell es dies tut”. Kein Interview mit einem Verleger wird über die TV-Satelliten geprügelt, in denen nicht mindestens eine “iPad-Phrase” gedroschen wird. Und obwohl ich an dieser Stelle gerne auf der, den großen Medienhäusern entgegengesetzten Position Platz nehme, ein ehrlicher Standpunkt wäre zu sagen: “Ich habe keine Ahnung was ab dem 03. April 2010 passiert!”.

Das iPad wird zweifelsohne ein zukunftsweisendes Gerät. Mit dem älteren iPhone-Bruder im Rücken, der mit Sicherheit die schwerere Kindheit in den letzten drei Jahren zu überstehen hatte, ist dies keine gewagte These. Aus technischer Perspektive lehnt man sich ebenfalls nicht zu weit aus dem Fenster, wenn man den Technologiefortschritt und die Weiterentwicklung des iPads abstrahiert auf die heutigen Verhältnisse. Insbesondere die Betrachtung der Konkurrenzsituation macht bewusst, dass Apple derzeit einfach wenig falsch machen kann. Schade Palm, ich mochte deinen Pré.

Schon seit geraumer Zeit vermisse ich die regelmäßige Verwendung des Wortes “iPad-Killer”, oder sollten wir der düsteren Vorzeit für blinde Polemik wirklich entronnen sein?

Mit Sorge darf man in die ratlosen Gesichter derjenigen Leute blicken, deren tägliches Butterbrot sich dadurch schmiert, das sie ‘Nachrichten’ verkaufen, und ebenfalls keinerlei Antworten bereithalten. Medienmogul Rupert Murdoch hielt im April 2008 eine Rede (YouTube), in der er auf die veränderte Informationslandschaft eingeht. Inspiriert und mit Kalkül klang das damals nach ‘einem Plan’. Passiert ist nach dem MySpace-Kauf in den letzten zwei Jahren wenig.

Das Sinnbild für die allgemeine Verwirrung, zwischen “Google klaut unseren Content” und das Gejammer über “die Werbegelder sind im Keller”, sitzt Murdoch heute von der Kamera. Natürlich nicht, um komplett zusammenhangslos “all media are going to the iPad” ins Gespräch plumpsen zu lassen.

DirektMurdoch

News Corp-Junior James Murdoch engagiert sich unterdessen für härte Bestrafungen von digitalen Netzbewohnern:

“There is no difference with going into a store and stealing Pringles or a handbag and taking this stuff. [..,] The idea that there’s a new consumer class and you have to be consumer-friendly when they’re stealing stuff. No. There should be the same level of sanctity as there is around property. Content is no different. They’re not crazy kids. No. Punish them.”

Aber wollen wir uns nicht mit den destruktiven Vertretern dieser Gattung aufhalten. Unsere Mercedes Bunz hat für den Guardian die Frage gestellt: “How will print content look on the iPad?“. Die von ihr ausgegrabenen (Demo-)Videos lassen sich mittlerweile um das “Interaktive VIV Mag-Feature” ergänzen, das seit einer Woche die Internet-Runde macht:

VIV Mag Interactive Feature Spread – iPad Demo from Alexx Henry on Vimeo.

Herr Knüwer wirft zurecht in diesem Zusammenhang die Frage auf: “Wer soll sie [die Produzenten] bezahlen?”

The Wall Street Journal möchte von weiter andauernden Verhandlungen über TV Serien zum (Stück-)Preis von $0.99 Cent erfahren haben, die zur iPad-Veröffentlichung verfügbar sein sollen. Schritte in die richtige Richtung? Nicht, wenn die Gerüchte über den Verhandlungszeitraum von mehreren Jahren nur annähernd stimmen.

Ich finde es persönlich faszinierend, in welcher gestärkten (Finanz-)Position sich Publisher sowie Film- und Musik-Studios derzeit befinden müssen. Anders lässt es sich für mich nicht erklären, warum man darauf verzichtet, seine Kundschaft dort abzuholen, wo sie wartet. Ich nehme einfach mal das Wort Spotify in den Mund…

In Großbritannien startete vor kurzer Zeit ein ähnlicher Musikservice unter dem Namen ‘We7‘. Ich hatte in der letzten Woche die Gelegenheit, ein Telefoninterview mit seinem Gründer Gareth Reakes zu führen. Mit einem Premium+ Benutzerkonto für rund 11 Euro (£9.99) im Monat hat man dabei Zugriff auf hunderttausende von Musiktiteln mit unbegrenztem, werbefreien Streaming, synchronisierten Wiedergabelisten und einem mobilen (UMTS-)Zugriff (mit temporärem Download-Speicher für Offline-Zeiten) vom iPhone.

Direktwe7

Zahlungsbereite Kunden aus Deutschland ließen sich mit Sicherheit finden, dürfen jedoch nicht bedient werden. Laut Gareth Reakes-Erfahrung sind die Verhandlungen mit den hier ansässigen Musikstudios, die “weltweit schwierigsten”.

Schade, ich hatte geglaubt dass die Einzigen, die wissen was sie wollen, immer noch die Kunden sind.

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