Calibre konvertiert Texte ins EPUB-Format
von alex olma | 7 April 2010 | 22:57 Uhr
Da ich keine Ahnung habe, mit welchen Applikationen oder iPad-Funktionsbeschreibungen ich mich als Erstes an dieser Stelle beschäftigen möchte, werfe ich einfach mal einen praktischen Lifehacker-Tipp in die Runde.
Wer sich mit dem iPad der Situation ausgesetzt sieht, eigene Literatur am Apple-Gerät konsumieren zu wollen, wandelt mit der Spendensoftware Calibre seine Texte in EPUBs um. Für Belletristik-Werke lässt sich die offizielle Apple-Anwendung iBooks (kostenlos; US-Link) empfehlen. Dort finden sich bereits über 30.000 lizenz- und rechtefreie Bücher des Gutenberg Projekts. Die andere Hälfte besteht aus Kaufliteratur.

Die Konvertierungsmöglichkeiten sind vielfältig, bedürfen jedoch einer gewissen Einarbeitungszeit. Wer umfangreiche Schriftstücke sein Eigen nennt, die sich nicht an irgendeiner Stelle im Internet richtig formatiert ergattern lassen, bekommt mit Calibre mindestens die richtigen Werkzeuge für eine Umwandlung in die Hand. Was man damit anstellt, bleibt einem selbst überlassen.
Als Konkurrent zu iBooks und dem Apple iBookstore steht die Amazon Kindle-Anwendung (kostenlos, universal, App Store-Link) pünktlich an der Startgeraden. Sie lässt zwar den schönen Bücher-Umblättereffekt vermissen, wartet jedoch mit einem weitaus größeren Angebot von Schrifterzeugnissen auf. Wer bereits über seinen Amazon-Account Schriftgüter erworben hat, darf sein iPad als weiteres Gerät autorisieren und gleich anfangen zu lesen. Den Upload und die Formatierung eigener Dokumente, lässt sich Amazon mit 15 US-Cent pro Megabyte bezahlen.

Wer einfach nur schnell PDF-Dateien auf das Apple-Gerät werfen möchte, greift beispielsweise zu GoodReader for iPad (0.79 €; App Store-Link). Die Schriftstücke lassen sich mit angeschlossenem iPad direkt in die iTunes Sync-Einstellungen ziehen und auf das Gerät befördern. Die Darstellungsoptionen sind umfangreich und das Dateimanagement übersichtlich.
(Danke, Daniel!)








Es enttäuscht mich aber jetzt schon ein wenig, dass die umgewandelten Bücher nicht so perfekt wie gekaufte funktionieren. Zumal der Umfang im Book-Store ja sehr beschränkt ist. Ich habe die Tage z.B. ein komplettes Buch aus meiner Biblio eingescannt, was es noch nicht in eBook Form gibt. Das war eine Menge Arbeit, die mir das Buch aber wert war. Wenn ich nun sehe das es nicht perfekt in iBooks funktioniert, finde ich das bedauerlich.
Wie lassen sich Texte auf dem Gerät denn lesen? Habe ja immer noch meine bedenken, da es kein e-ink Display ist.
Stanza (kostenlos) stellt PDF-Dateien (auch umfangreiche Bücher) ähnlich wie iBooks dar – Umblätterfunktion etc. Natürlich auch auf dem iPhone. Stanza als PC/Mac-Version starten, ein PDF laden, dann Stanza am iPhone starten und die Option 'Computer mit Freigaben' durchsuchen – und schon kann man sich das PDF aufs iPhone laden.
Stanza im AppSore: http://itunes.apple.com/de/app/stanza/id2849561...
Stanza für PC: http://www.lexcycle.com/download-windows
Stanza für Mac: http://www.lexcycle.com/download-macintosh
Kann man den Umblätter-Effekt eigentlich abschalten?
Ich möchte möglichst schnell die nächste Seite sehen, selbst Stanza ist mir da zu lahm. Was soll das überhaupt mit dem Effekt, ist doch nur show, oder?
Einscannen reicht nicht… du brauchst den Text, der ebook-Reader muss doch die Schriftgröße anpassen können und den Text neu umbrechen…
Also: Texterkennung und redigieren oder gleich abtippen
Schneller Zweimal-Tap blättert die Seite automatisch um. Das ist ziemlich schnell.
Das ist schon klar.
Ich wollte es nun aber nicht sonderlich kompliziert machen und habe den Begriff “einscannen” gewählt.
Habe mein eBook ja schon im ePub Format mit Stanza auf dem iPhone getestet.
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Ich konvertiere hier z.B. zweispaltige PDF-“Bücher” mit Stanza. Stanza löst automatisch die Zweispaltigkeit auf, macht aber mit manchen Absätzen bzw. Abständen merkwürdige Dinge. Dennoch ist das Ergebnis, selbst auf dem iPhone, sehr sehr gut lesbar. Sogar so gut, dass ein dicker Totholzwälzer seit vier Monaten Zuhause ungelesen herumsteht.
Bei iBooks wird es ebenso sein: Wichtig ist, wie gut die Konvertierungssoftware das Original versteht und auch, wie gut (im Sinne von Struktur) die Originaldaten sind. Je miserabler das Original, desto mehr Arbeit muss die Konvertierungssoftware investieren.
Nach der Beschreibung im BuS-Podcast (schwarze Schrift auf weißem Grund) bin ich allerdings überzeugt, dass mir iBooks als Leseapplikation kaum gefallen wird. Schon auf dem iPhone wäre mir das zu grell. Ich hoffe deshalb auf eine Umsetzung von Stanza für das iPad. Dort kann ich Schriftart, Farbe, Größe und Hintergrundfarbe frei für den Tag- und Nachtmodus korrigieren, per simpler Wischbewegung blättern oder die Helligkeit ändern und habe auch ein Dictionary eingebaut. Wenn iBooks da nicht mithalten kann – und momentan kann es das nicht – ist es für mich nicht sinnvoll. Allerdings ist es fraglich, ob Amazon noch Geld für eine iPad-Anpassung in die Hand nehmen möchte, wo doch schon die Kindle-App angekommen ist.
[...] Calibre, welches Alex vom iPhoneblog.de bereits vorgestellt hat, gibt es auch die Möglichkeit mittels Stanza eBooks zu erstellen und lesen. Auch das offene [...]
Was lesen meine trüben Augen: Mayring…qualitative Inhaltsanalyse…Glaser….Grounded Theory…
Wusste gar nicht, dass du in der Ecke studiert hast. +1
[...] dem bereits empfohlenen Calibre sollen als kostenpflichtige Werkzeuge für die Bücher-Selbsterstellung unter OS X noch Storyist [...]
Hi,
ein weiteres Tool zur Umwandlung von Web-Inhalten in epubs ist epuper, eine Windows-Freeware zum ePub-Authoring.Dort gibt es einen Plugin-Mechanismus, mit dem man eigene Importer für seine Lieblingswebsite (z.B. Online-Archive von Zeitschriften) schreiben kann. Kostenloses Futter für iPod und iPad!
Viele Grüße,
epuper