MiFi – mobiler Hotspot für iPad WiFi + iPod touch (+Video)
Die Unterschiede zwischen iPod touch und iPhone fallen für mich persönlich marginal aus. Da ich so gut wie nie auf die Telefonfunktion zurückgreife, sticht lediglich der “UMTS-Unterschied” ins Auge. Und zwar genau dann, wenn ich gerade auf dem Weg zur Trambahn bin oder mich in befreundeten Wohnungen aufhalte, die (aus abstrusen Gründen) ohne ein eigenes WiFi-Netz ‘leben’ (können).
Wer sich mit einem iPod touch zwischen seinen WiFi-Lebensräumen Wohnung und Arbeitsplatz bewegt, könnte den als Musikabspielgerät proklamierten Apparat mit einem iPhone schlicht und ergreifend verwechseln. Auch wenn sich die mobilen Begleiter automatisch in bekannte Netze einwählen, wiegt die “Allzeit Online”-Komponente natürlich schwer. Verschärft hat sich diese Situation mit dem iPad. Für manche außerhäusigen Besuche könnte ein iPad die Mitnahme meines Laptops unterbinden. Ohne Internetverbindung ist das (für mich) jedoch genauso sinnfrei, wie jeder andere Computer ohne Netz.
Derzeit sind jedoch ausschließlich die “iPad Wi-Fi”-Ausführungen in den USA verfügbar. Erst Ende Mai wird man (auch in Deutschland) eine MicroSIM in ein “Wi-Fi 3G”-Modell einlegen können, um damit überall seine Netzwerkspuren zu hinterlassen.
Lange Rede, kurzer Sinn: Wer unterwegs kein Wlan-Hotspot findet, muss sich sein eigenes Netz aufspannen. Das neuste Palm Pré-Update zeigt, wie es geht. Über den digitalen Store lässt sich die kostenfreie “Palm mobile Hotspot“-Anwendung beziehen, welche sich der UMTS-Verbindung über die eingelegte Simkarte annimmt, und darüber ein portables WiFi-Netz aufzieht. So entsteht ein mobiler Hotspot, in den sich Wlan-fähige Geräte einwählen können.

Genau das, möchte man auch offiziell für das Apple iPhone unterstützt wissen! Klasse umgesetzt, zieht man somit auch für Freunde oder Sitznachbarn (beispielsweise mit iPod touch) im Lieblingscafé einen Netzzugang.
Nach den offiziellen Wunschvorstellungen für das iPhone folgt die inoffizielle Aussicht in die dunkle Jailbreak-Ecke. Die $10 US-Dollar-Software “MyWi” verspricht eine ähnliche Funktionalität. Leider fällt das Ergebnis nach (meinen) fünf Testtagen mehr als ernüchternd aus. Oft lässt sich gar keine Verbindung herstellen oder das 3GS-Gerät läuft wahnsinnig heiß, bevor die – bereits sehr langsame Verbindung – gänzlich abbricht. In meinem Fall hat das Apple-Telefon auch gerne einmal einen Softreset aufs Tanzparkett gelegt, welcher einherging mit dem Verlust der allgemeinen Netzwerkeinstellungen.

Meine derzeitige Lösung beinhaltet daher einen drahtlosen Router, dessen offizieller Vater MiFi heißt. Diverse Nachbauten bedienen sich jedoch bereits dieser umgangssprachlichen Bezeichnung, haben den deutschen Markt (offiziell) jedoch noch leider nicht erreicht. Über Ebay.co.uk lässt sich ein solches Gerät – freigeschaltet für alle Simkarten – jedoch problemlos beziehen. Ich habe mich für den Huawei E5830 entschieden, der bereits geöffnet für alle Netze mit rund 80 € zu Buche schlägt.

Es handelt sich dabei um einen abgerundeten, drei Finger breiten, Plastikknochen, der eine Simkartenvorrichtung, einen Akku und ein paar Statusleuchten beherbergt. “Unlocked” lässt sich das Gerät drahtlos über ein Webinterface konfigurieren. Der kleine Router steht der heimischen Netzwerkkiste in wenig nach. Für eine erste Konfiguration bedarf es lediglich einer neuen Administrator-Kennung, der Vergabe eines WiFi-Netzwerknamens und der dazugehörigen Verschlüsselung. Für die meisten Anbieter zieht sich das Gerät automatisiert die erforderlichen APN-Zugangspunkte.
Danach kann es auch schon losgehen. Bis zu fünf Geräte lassen sich mit dem mobilen WiFi-Hotspot verbinden. Das ist besonders praktisch, da sich so auch mehrere Leute, beziehungsweise zwei Laptops, zwei iPhones und ein iPad, dem gleichen Netz bedienen können. Nach der ersten vollständigen Testwoche konnte ich keine Abstürze oder sonstigen Unanständigkeiten feststellen. Speziell für den Urlaub, bei dem ein paar Leute für eine ausländische Prepaid-Simkarte zusammenlegen, bietet sich ein solches Gerät geradezu ideal an.
Ein klarer Nachteil bleibt die Batterielaufzeit. Über das freigeschaltete Webinterface (Netvigator / es gibt mehrere Versionen) lässt sich die verbleibende Restlaufzeit sehr grob einblenden. Im Schnitt kann man drei Stunden intensiver Benutzung einkalkulieren. Das variiert jedoch nach Datenverkehr, eingebuchten Geräten und den zu konfigurierenden Einstellungen wie beispielsweise einem Standby-Mode. Das Gerät lädt sich über USB wieder auf, was für die Arbeit am Notebook kein Problem darstellt. Mein MacBook Pro hält ohne Steckdosenstrom ebenfalls nur 3-4 Stunden durch. Das iPad Wi-Fi oder ein iPhone liefern natürlich keine entsprechende Schnittstelle zum mobilen aufladen. Ich behelfe mich für wirklich lange “Außeneinsätze” – passend zum Sommer – mit dem “FreeLoader” (Affiliate-Link), einem mobilen Solar-Ladegerät.
Und ja, ich weiß das mittlerweile der zu tragende Rucksack für das ganze Equipment ordentlich schwer ist!

Als kleiner Positiveffekt lässt sich der Zugewinn an iPhone-Akkulaufzeit attestieren. Wenn sich das Apple Telefon der WiFi-Verbindung des MiFi bedient, kann man die 3G-Anbindung abschalten und spart hier ordentlich Strom. Zu beachten bleibt generell natürlich eine entsprechend zugkräftige Datenkarte, die im Zweifelsfall für mehrere Leute die entsprechende Anzahl von Megabyte durch die Leitung schieben kann.
Alles viel Gefummel, aber nur so macht Technik doch erst richtig Spaß.
* Alle selbstproduzierten Videos gibt es ‘iPhone-kompatibel’ auch in unserem Podcast-Feed, den ihr beispielsweise über iTunes oder einem anderen Multimedia-Verwaltungsprogramm eurer Wahl abonnieren könnt.
Navigon select Telekom Edition / MobileNavigator EU10
Am 09. April stellte Navigon die “Select-Edition” seiner Routing-Software in den App Store. Diese ist für iPhone-Kunden der deutschen Telekom in seiner Basisausführung kostenlos. Zuvor war das Gigabyte-Download für das DACH-Kartenmaterial für rund 80 € gehandelt worden. Die “Select-Edition” lässt sich durch sechs In-App-Käufe individuell aufrüsten.
Navigon erzielt damit zweifelsohne einen wichtigen Wettbewerbsvorteil gegenüber seinem größten Mitbewerber TomTom (59.99 €; App Store-Link). Auch der in Deutschland exklusive Mobilfunkpartner eröffnet seiner Kundschaft ein durchaus zählbares Argument für einen der (zahlreichen) Complete-Verträge.
Das Angebot „NAVIGON select Telekom Edition“ gilt ab dem ersten Start der Software für den Zeitraum von zwei Jahren exklusiv für alle iPhone-Kunden, die einen gültigen Mobilfunkvertrag mit der Telekom in Deutschland haben. Nach zwei Jahren bleibt die Applikation für diejenigen Nutzer kostenfrei, die die Grundversion in Kombination mit einem oder mehreren Zusatzpaketen nutzen.
Im gleichen Atemzug entfernte Navigon die Bezahlvariante seiner Software aus dem App Store, was unter den bisherigen Käufern zu einem berechtigten Aufschrei der Empörung führte. Schon alleine aus (möglicherweise) notwendigen Gründen der Aktualisierung oder der Chance auf einen erneuten Download, ist dies eine komplett nachvollziehbare Reaktion.
Knapp zwei Wochen nach diesem Rückzug folgte am heutigen Donnerstag mit dem MobileNavigator EU10 (74.99 €; App Store-Link) die Entschädigung. Das Programm ist für die bestehende Kundenschaft als kostenfreies Update zu beziehen und enthält (als Entschädigung) das Kartenmaterial für sechs weitere europäische Länder.
Wer keinen T-Mobile-Vertrag sein Eigen nennt, kann das 746 MB-Paket in Version 1.5.0 für 74.99 € natürlich auch so kaufen.
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Apropos T-Mobile: Seit dem 01. April gilt der Zusammenschluss von T-Home (Festnetz) und T-Mobile (Mobilfunk). Etliche iPhone-Benutzer wurden am heutigen Tag per SMS darüber informiert, dass sich ihr Mobilfunk-Schriftzug von “T-Mobile D” auf “Telekom.de” verändert wird.
Lieber Kunde, T-Mobile und T-Home wurden in der Telekom Deutschland GmbH zusammengeführt. Die Anzeige in Ihrem Handydisplay ändert sich nach Neustart des Handys in Kürze auf “Telekom.de”.
(Danke, Marcel!)
Update – 15:53 Uhr
Obwohl über Twitter angegeben wird, den Schriftzug “Telekom.de” bereits im iPhone-Display zu sehen, hege ich Zweifel. Wie in unseren Kommentaren vermutet, speichert das iPhone seine Carrier-Einstellungen auf dem Gerät. So lassen sich dem iPhone unter anderem lustige Logos unterjubeln, weshalb ein “Provider-Update” über iTunes zuerst erfolgen müsste. Das ist nach meinen bisherigen Informationen noch nicht geschehen.
Es kann sich allerdings auch um eine simple Verzögerung handeln, die eine Umstellung bewirkt.
Update II – 17:00 Uhr
Die ersten, mir gegenüber dokumentierten Schriftzug-Umstellungen, fanden mittlerweile statt.
(Danke, Michael!)
Android OS auf iPhone Classic
Das etwas länger verschollene Dev-Team-Mitglied “planetbeing” bootet über den Linux-Kernel ein benutzbares Android-Betriebssystem auf einem iPhone Classic. Das “OpeniBoot“-Projekt, auf dem diese Entwicklung basiert und sich hier herunterladen lässt, verzeichnete seine ersten Erfolge bereits im November 2008.
via linuxontheiphone
Währenddessen machen in Großbritannien Gerüchte die Runde, dass Apple an einer Übernahme des Chipherstellers ARM interessiert sei. The London Evening Standard und The Register munkeln vom Akquisitions-Tratsch, für den Cupertino mit einem Fünftel seines Barvermögens ($8 Milliarden US-Dollar) Interesse bekundet haben soll.
Der britische Hersteller zeigt sich mit seiner ARM-Architektur neben der Verwendung in iPhone, iPod und iPad, in diversen Mobilfunktelefonen, PDAs oder Videospielkonsolen wie dem Nintendo DS verantwortlich, wie die Liste der Lizenznehmer aufzeigt.
Randnotiz: Am gestrigen Mittwoch wurde bekannt, das sich Google den Chip-Entwickler Agnilux einkaufte, der sich aus früheren P.A. Semi-Mitarbeitern begründete.
[KlimBim] Family Man-Ad, Adobes CS5, iNetbook, iPhone-Webseiten, Multitasking-Animation und FarmVilleiPhone.com
Der kleine Werbe-Nachzügler “Family Man” erreicht einen Tag nach den Videobeiträgen “Dog Lover” und “Backpacker” die Apple-Webseite.
via apple.com
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Der Adobe Flash-Produktmanager Mike Chambers schreibt in sein privates Weblog den Beitrag “On Adobe, Flash CS5 and iPhone Applications“, indem er die offizielle (?) Adobe-Abkehr von weiteren Investitionen für das iPhone OS ankündigt.
We will still be shipping the ability to target the iPhone and iPad in Flash CS5. However, we are not currently planning any additional investments in that feature.
Mit Flash CS5 stellt Adobe Exportwerkzeuge bereit, die (vereinfacht ausgedrückt) Flash-Anwendungen zu iPhone-Programmen mutieren lassen. Apple hatte stillschweigend die Fußnote 3.3.1 der SDK-Lizenzvereinbarung geändert, die eine Verwendung von Cross-Compilern verbietet. Gegenüber Cnet soll eine Apple-Sprecherin (Trudy Muller?) den markanten Satz geäußert haben:
Someone has it backwards–it is HTML5, CSS, JavaScript, and H.264 (all supported by the iPhone and iPad) that are open and standard, while Adobe’s Flash is closed and proprietary
via daringfireball
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(Danke, Fabian!)
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Zu einer guten iPhone-App gehört eine gute Webseite!
-> 40 of the Most Stunning iPhone Developer Websites
via Tion@Twitter
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Florian Schimanke fasst die marginalen Veränderungen der iPhone OS 4.0 beta2 kurz zusammen, und bindet ein Video von unseren amerikanischen Kollegen TiPb ein, welches die Multitasking-Animationen beim Programmwechsel demonstriert.
via schimanke
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Screenshot: Rusty Boxcars (cc)
Die nicht nur sprichwörtlich Letzte aller Schreckensmeldungen am heutigen Abend: Der Facebook-Spieleproduzent Zynga registriert unter anderem die Internet-Adressen Farmvilleipad.com und Farmvilleiphone.com!
via joystiq
AT&T zählt 2.7 Millionen aktivierte iPhones in Q1/2010
Die Quartalszahlen des amerikanischen Mobilfunkanbieters AT&T, der für den exklusiven iPhone-Vertrieb in den USA zuständig ist, schließen zeitlich jedes Vierteljahr an die Apple-Finanzberichte an. Dabei zählte AT&T im aktuellen, ersten Quartal 2010 die Summe von 2.7 Millionen aktivierten iPhones. Ein Drittel dieser Kunden soll neu zu AT&T gewechselt sein.
AT&T’s first-quarter integrated-device growth included 2.7 million iPhone activations, with more than one-third of the activations for customers who were new to AT&T.
In Q4 2009 verbuchte AT&T noch 3.1 Millionen aktivierte iPhones. Diese Zahlen unterstreichen das bereits gestern von Apple kommunizierte Wachstum im internationalen Geschäft. Besonders Asien, mit einem Plus in Japan von 183-Prozent, zeigte sich extrem erfolgreich.

Grafik: Guardian.co.uk
Als größte Märkte mit einer exklusiven Providerbindung stellte Apple neben den USA die deutsche T-Mobile und den spanischen Anbieter Movistar (Telefónica Móviles) heraus. Eine Betonung fand ausserdem die gute Erfahrung mit mehreren Mobilfunkanbietern pro Land, bei der exemplarisch Vodafone in Großbritannien benannt wurde. Diese Marktöffnungen würde sich jedoch nicht generell auf alle Länder übertragen lassen, gaben die verantwortlichen Apple-Sprecher zu Protokoll. Auch mit dem AT&T-Ausbau der Mobilfunkinfrastruktur in Nordamerika sei man soweit zufrieden.
Over the past year we have moved a number of markets from exclusive to non-exclusive. In each case as we have done that we have seen our unit growth accelerate and our market share improve. But that doesn’t mean we view that formula works in every single case.
via att.com
Goodbye Deutschland! Die Auswanderer: Pandora Radio und Netflix am iPad
Wie Welt wächst zusammen, einigen Medienkonzerne halten weiter am Konzept des eingezäunten Nationalstaats fest. Nehmen wir alleine das App Store-Dilemma, das pro Land einen eigenen iTunes-Account erfordert. Für den Endanwender ist das schwer nachvollziehbar, wenn seit Wochen ein wirklich gelungenes Tony Hawk Pro Skater 2 ($9.99; US-Link) im US-Store steht, hier aber nicht freigeschaltet wird. Ohne konkret nachgeforscht zu haben, wäre es mehr als ärgerlich, wenn die Veröffentlichung für diesen Titel hierzulande an irgendwelchen abstrusen Musiklizenzen scheitert. Natürlich darf die unterschiedliche Gesetzeslage nicht vergessen werden, die in Deutschland einen id-Softwareklassiker aus dem Jahr 1993 verbietet, der in Nordamerika ohne Probleme auf das iPhone wandert.
Trotzdem lässt sich ein US-Account mittlerweile recht leicht beschaffen. Man wählt dazu über iTunes als Land die USA aus; erstellt sich über den Link einer kostenfreien App eine neue Apple ID, bei der als Zahlungsart None gewählt wird – so wie Apple es selbst erklärt. Einkaufsguthaben lässt sich über eine US-Wertmarke aufladen.

In Zeiten von Promocodes, die Entwickler gerne einmal verlosen, ist das nicht gerade unwichtig. Auch für die derzeit importierten iPads ist zwingend ein US-Account erforderlich. Die deutsche iTunes ID wird im mobilen Store auf dem Apple-Gerät nicht akzeptiert.
Hin wie her. Es soll nicht verschwiegen werden, dass Apple innerhalb der letzten 1.5 Jahre für Besitzer mit mehreren Accounts erhebliche Softwareschwierigkeiten aufwarf. Updates wurden doppelt, oder nur auf aktive Nachfrage, angezeigt. Extrem anstrengend war ein Bug in den letzten Wochen, der (bei mir) jede zu aktualisierende Anwendung mit einem “Fehler -502″ kommentierte. Weiterhin können Programme nur dann ein Update herunterladen, wenn der jeweilige “Kauf-Account” eingewählt ist. Wer daher zu schnell klickt und nicht bemerkt, mit welchen Konto er eingeloggt ist, kauft eine Anwendung gerne zweimal.
Das ist mir persönlich schon mehrmals passiert. Unterwegs merkt man, dass man die App XY nicht auf sein iPhone synchronisiert hat. Grundsätzlich kein Problem, da man App Store-Kaufsoftware mehrmals nachladen darf. Die Meldung, das man die Software bereits erworben hat, erscheint jedoch erst nachdem man den Button ‘Buy’ betätigt…
Wer alle seine Programme auf den neusten Stand bringen möchte, wählt sich einmal in alle Accounts ein und sucht nach Updates. Unser beliebtes Medienverwaltungsprogramm iTunes macht (noch) keinen Unterschied aus welchem Land die Anwendungen stammen und synchronisiert sowohl US-Apps als auch Programme aus anderen Stores auf euer Gerät. Einzige Bedingung ist natürlich dessen legaler Erwerb.
Worauf ich eigentlich hinaus will ist die derzeitige iPad US-Exklusivität, mit der Anwendungen wie die Musikplattform Pandora, der Videoservice Netflix oder das TV-Angebot von ABC nur Zuschauer mit einer amerikanischen IP-Adresse akzeptieren. Während Last.fm hierzulande seinen On-demand-Streaming-Service einstellt und ich aus iPhoneBlog-Recherchegründe dazu verpflichtet bin, die US-beschränkten Anwendungen für euch auszuprobieren, habe ich mir einen temporären VPN-Service zulegt.
Privat empfohlen wurde BlackVPN, welches in meiner ersten Testwoche sowohl am iPhone und iPad, als auch über den Standard-Browser am Mac, funktioniert und ordentliche Geschwindigkeit liefert. Wer ebenfalls sucht, darf diesen Referral-Code verwenden (RMDVAGX) bei dem es ein paar VPN-Wochen für mich kostenlos obendrauf gibt – nicht mehr und nicht weniger und du zwei Monate kostenfrei fährst. Über anderen Empfehlungen für VPN-Anbieter freue ich mich in den Kommentaren.
Netflix

Über die Netflix-App (kostenlos; US-Link) lässt sich ein Bezahl-Account anlegen, der für $9 US-Dollar im Monat Online Filme streamt. Das Programm ist optisch und technisch keine Erwähnung wert. Mehr oder weniger handelt es sich um die Netflix-Webseite, die eingehüllt in einer App Store-Verpackung angestiefelt kommt. Trotzdem tut die Anwendung natürlich das, was es soll: Filme abspielen. Das bislang verfügbare Angebot ist bekanntermaßen umfangreich und die Qualität hervorragend.
Großartige Fehler lassen jedoch erahnen, mit welcher Geschwindigkeit der App Store-Genehmigungsprozess das Programm durchgedrückt hat. Beispiel gefällig? Wer einen Film schaut und in dessen Menüsteuerung auf einen falschen Knopf kommt, landet zurück in der Netflix-Mediathek während im Hintergrund der Film weiterspielt. Obwohl ich viel ausprobiert habe, ist mir keine Möglichkeit untergekommen, zurück in den Film zu springen ohne das dieser von vorne beginnt…
Pandora Radio

Der Streaming-Dienstleister für Musik bereitet vornehmlich auf dem iPhone Freude (kostenlos; US-Link), weil er auch im Standby-Mode – während man das iPhone beispielsweise in der Hosentasche trägt – sich der Soundausgabe bedient. Die Töne erklingen selbstverständlich auch am iPad, die entsprechend große Hosentasche sucht man vergebens.
Auf dem neuen Apple-Gerät fehlt hier wirklich erstmals das angekündigte Multitasking, weil die (Radio-)Sender, die Pandora nach der Eingabe des ersten Interpreten zusammenstellt, kein sonstiges Unterhaltungsprogramm bietet. Es lassen sich zwar Details des Künstlers durchlesen, damit beschränkt sich das Amüsement jedoch auch schon. Die “Daumen-hoch-Daumen-runter”-Bewertungen liefern in der derzeitigen iPad-Version kein Feedback. Ohne eine Rückmeldung darf der Benutzer daher beliebig oft die Knöpfe betätigen, ohne das er weiß ob ein ‘Musik-Rating’ abgegeben wurde.
ABC Player

Die TV-Station von ABC zeigt sich für Serien wie Desperate Housewives, Lost oder Modern Family verantwortlich. Das tut auch die native iPad-App (kostenlos; US-Link). Leider dreht sich der Bildschirm nicht in eine horizontale Menüposition sondern tut dies ausschließlich zur Filmwiedergabe. “Unkonventionell”, wenn man sich die restlichen App Store-Programme für das neue Apple-Gerät anschaut. Die Video-Qualität ist dermaßen mies, das man nur im Hochformat, mit halbiertem Wiedergabebildschirm, das werbefinanzierte Programm erträgt.

Leider (noch) nicht im iPad-Zeitalter angekommen: Hulu.com. Schade, weil hier der Zuschauer über ‘flashfähige Browser’ viel Qualität im reklamefinanzierten Paket bekommt – die New York Times hörte jedoch entsprechende Ankündigungen bereits knistern. CBS.com (How I met your mother, CSI Miami, etc.) über MobileSafari scheint zwar mit HTML5 herumzuspielen, bislang schaut man jedoch weiterhin in die Flash-Röhre beziehungsweise in ein schwarzes Loch auf dem unbewegten iPad-Bildschirm.
Genau wie hierzulande, irgendwie.
[update] Apples Geschäftszahlen Q2 2010
Apple verdoppelte im zweiten Jahresquartal 2010, welches am 27. März endete, die iPhone-Verkäufe gegenüber dem Vorjahreszeitraum und setzte insgesamt 8.75 Millionen seiner Mobilfunktelefone ab. Das entspricht einem Wachstum von 131-Prozent gegenüber Q2 2009 und übertrumpfte damit sogar noch das hervorragende Weihnachtsgeschäft in Q1 2010.

The Company sold 8.75 million iPhones in the quarter, representing 131 percent unit growth over the year-ago quarter.
In wenigen Minuten startet die Telefonkonferenz über die Details zum Finanzbericht.
via apple.com/pr
In Apples fiskalischem Quartal 2 / 2010 wurden außerdem 10.89 Millionen iPods und 2.94 Millionen Macs verkauft. Der Umsatz beträgt 13.5 Milliarden US-Dollar.
Wir sind begeistert unser bestes Ergebnis der Firmengeschichte in einem Nicht-Weihnachtsquartal erzielt zu haben – mit einer Umsatzsteigerung von 49 Prozent und einem Gewinnwachstum von 90 Prozent,” sagt Steve Jobs, CEO von Apple. “Wir haben unser revolutionäres neues iPad in den Markt eingeführt und die Anwender lieben es. Und wir haben noch einige außergewöhnliche Produkte für dieses Jahr geplant.
Auszüge der Telefonkonferenz:
- Stärkste iPhone-Verkaufszahlen seit Produkteinführung in Q4 2007
- iPhone-Verkauf mittlerweile in 88 Länder bei 151 Mobilfunkanbietern
- Zitat: “A future product transition” – immer eine gut Aussage zur Interpretation für neue Produktankündigungen
- Jährliches iPhone-Wachstum: Asien/Pazifik: 470-Prozent, Japan 183-Prozent, Europa 133-Prozent – verantwortlich sind dafür auch mehrere Mobilfunkanbieter in den unterschiedlichen Ländern (Vodafone UK fand Erwähnung).
- App Store: 4 Milliarden Downloads, über 185.000 Anwendungen, 3.500 iPad-Apps
- Internationaler iPad-Release verzögert sich weil die Nachfrage zu groß ist: “It shocked us”…
- iAd – keine großen (finanziellen) Erwartungen an dieses Jahr
- iPhone nur noch in drei Ländern mit Exklusiv-Mobilfunkanbieter: USA, Deutschland und Spanien
- AppleTV ist (und bleibt) “ein Hobby”.
- iPad vs. Netbook. Tim Cook: “For me it’s a no-brainer. iPad, netbook, it’s 100 to 0. I can’t think of a single thing the netbook does well.” – großartig.
- 5.000 verfügbare iPhone/iPod-Zubehörteile. Peter Oppenheimer: “Accessory portfolio is good for us.”
- iPad bekommt eine eigene (Finanz-)Kategorie “It will be its own line item on the data summary, and revenue will be for iPad units.”. Alle Zahlen rund um das iPad jedoch erst in den nächsten Quartalszahlen.
- App Store finanziert sich nur knapp über der Gewinnschwelle (“Break-even-Point”)
- Ende der Telefonkonferenz: Keine Frage zum iPhone-Leak von Gizmodo. Feiglinge.
iPhone OS 4.0 beta 2 steht für Entwickler zum Download bereit

Kurz vor der Veröffentlichung des Finanzberichts für Quartal 2 / 2010 am heutigen Abend, reicht Apple die zweite Beta-Version von iPhone OS 4.0 an seine Entwickler. Die überarbeitete Fassung beinhaltet nach ersten Aussagen vornehmlich allgemeine Fehlerbehebungen und visuelle Optimierungen, die beispielsweise das “Game-Center” betreffen.
Der Download für registrierte Entwickler findet sich wie gewohnt unter dieser Adresse:
-> http://developer.apple.com/
In einer offiziellen Pressemitteilung wurde am heutigen Tag ebenfalls bekanntgegeben, dass das “iPad Wi-Fi 3G”-Modell in den USA am 30. April – einem Freitag – ausgeliefert wird. Dies betrifft die ersten Vorbestellungen. Weitere Online-Reservierungen sind, wie am gestrigen Montag angemerkt, erst wieder ab dem 07. Mai zu beziehen. Da sich die Lagerbeständen zwischen Online- und Retail-Stores unterscheiden, kann man in einem Ladegeschäft am besagten Termin durchaus einer UMTS-Version fündig werden.
iPad™ will be delivered to US customers who’ve pre-ordered on Friday, April 30, and will be available in Apple retail stores the same day starting at 5:00 p.m.
via apple.com/pr











