Hardware-Update: Mobiler WiFi-Hotspot von TrekStor

von alex olma | 30. Juli 2010 | 14:04 Uhr

Ende April importierte ich aus Großbritannien ein Huawei-E5830-Modem als mobilen Hotspot für das iPad WiFi. Drei Monate später bin ich im Großen und Ganzen immer noch sehr zufrieden mit der £80-Anschaffung. Aus dem 1500mAh-Akku lässt sich bei durchschnittlichem Datendurchsatz ein ‘Arbeitsnachmittag’ quetschen. Einmal eingerichtet, werkelt der Plastikstein mit Mobilfunktechnologie zuverlässig. Das deutsche Hardware-Unternehmen TrekStor bietet das (fast) identische Gerät nun auch auf dem hiesigen Markt zum Verkauf.

TechDepot, derzeit Werbekunde auf dem iPhoneBlog, stellte mir eines dieser Geräte zur Ansicht bereit. Obwohl mittlerweile UMTS-iPads verfügbar sind, ist der mobile WLan-HotSpot immer noch eine recht nette Arbeitserleichterung.

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Insbesondere gilt dies für Situationen, in denen mehrere Geräte – beziehungsweise Personen mit mehreren Geräten – gleichzeitig ins Netz wollen. Praxisbeispiel letztes Wochenende: Meine kleine Schwester betreibt eine meiner ‘ausgemusterten’ iPhone-Generationen mit einer Prepaid-Simkarte, und lernte recht schnell die Vorzüge einer (fast) unbeschränkten UMTS-Karte über den Huawei-Dongle zu schätzen. Gleichzeitig konnte ich auf der gemeinsamen Familienfeier Online-Fotogalerien am iPad zeigen.

Aber soweit waren wir ja schon beim letzten Artikel

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Eine definitive Neuerung, des ansonsten baugleichen Gerätes, ist das Display. Keine bunten Leuchtknöpfe sondern eine schwarzweiße Informations-Anzeige helfen der Übersichtlichkeit. Insbesondere der Batterie-Status auf dem “Punkt-Matrix”-Bildschirm (nähere Angaben konnte mir TrekStor per Telefon nicht beantworten), hilft sehr.

Einhergehend damit liefert das Gerät eine weitaus bessere Web-Oberfläche als sein UK-Bruder. Dort lassen sich auf einen schnellen Blick die Anzahl der verbundenen Teilnehmer sowie der gemeinsame Datendurchsatz ablesen. Selbst am iPad lädt die Webseite bei Bedarf automatisch neu und aktualisiert seine Anzeigen.

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Einen zusätzlichen Mehrwert liefert beim iPad-Einsatz das Camera Connection Kit (29 €; Affiliate-Link), das über USB seinen Akku-Strom an die Surfkugel weitergibt. Dazu bedarf es teilweise einem mehrmaligen An- und Abstecken sowie dem ignorieren einer Fehlermeldung. Danach funktioniert bei eingeschaltetem iPad-Bildschirm (!) die Strom-Kooperation jedoch reibungslos.

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Das Gerät besitzt keinen Sim- oder Netlock und lässt sich demnach in GSM-Netzen der Frequenzen 850/900/1800/1900 und 2100 betreiben. Über den microSD-Karteneinschub richtet sich ein gemeinsamer ‘Netzwerkspeicher’ ein. Der Anschaffungspreis von 130 € ist nicht gerade gering, macht sich bei sehr häufiger (oder ganz seltener) Benutzung, der den Kauf einer zusätzlichen Prepaid- beziehungsweise Vertrags-Datenkarte rechtfertig, jedoch schnell bezahlt und ersetzt beispielsweise monatliche Tethering-Optionen.

-> TechDepot: Huawei E5830 *

* Das Testmuster wurde mir von der Firma TechDepot zur Verfügung gestellt. Der ‘portable WLAN HotSpot’ von Trekstor ist dort für 129,71 € (inkl. MwSt) zu bestellen. Grundsätzlich beliefert TechDepot nur gewerbliche Kunden.

Update

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Wie marco79 richtig in den Kommentaren ergänzt: FaceTime ist für iPhone-4-Besitzer damit von Unterwegs natürlich genauso möglich und funktioniert nach meiner Praxiserfahrung hinreichend gut.

M! Games-Kolumne / August 2010

von alex olma | 30. Juli 2010 | 08:04 Uhr

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Die vierte Auflage

Seit Apple vor drei Jahren das iPhone aus der Wundertüte zog, um der Mobilfunkwelt kräftig in den Hintern zu treten, haben 18 System-Updates die vier Geräte-Generationen erreicht. Mit dem aktuellen iOS 4.0 sortiert sich erstmals alte Hardware aus dem Software-Zyklus aus. Dem silbernen Metallrücken des iPhone Classic reicht die Puste nicht für eine erneute Frischzellenkur. Mit 36 Monaten Lebenszeit gehört damit die erste Generation zum alten Eisen und verbleibt bis zu ihrem Systemtotd auf Firmware 3.1.3.

Ein Jahr später streckte das iPhone 3G seine GPS-Fühler in die Luft und zieht im Gegensatz zu seinem Vorserienmodell mit auf den 4.0-Gipfel. Dort kommt es allerdings vollkommen ausgelutscht an. Multitasking oder farbenfrohe Hintergrundbilder bleiben dem lediglich 24 Monate alten UMTS-Strahlemann verwehrt. Das führte schon im Vorfeld der Ankündigung zu einem Aufschrei: Die für das Gerät abgeschlossenen Zweijahresverträge neigen sich hierzulande erst jetzt dem Ende ihrer Laufzeit entgegen. Was niemand erwartete: Nach der abgespeckten Systemaktualisierung fangen die Probleme erst an. Abstürzende Programme, Slowdowns und ruckelnde App-Store-Spiel empören ihre gebeutelten Eigentümer.

Da keine System-Downgrades vorgesehen sind, hängen Benutzer jetzt auf einer behäbigen OS-Version fest. Einige berichten, dass Apple sich nach langen Klage-Orgien schon zu Garantiefällen hat breitschlagen lassen. Aber das kann es doch nicht sein! Woher urplötzlich die Angst, alte Zöpfe abzuschneiden? Wenn es sich jemand leisten kann, Kunden mit Geräten vor die Tür zu setzen, die noch in diesem Jahr aktiv verkauft wurden, dann doch wohl Apple. Das iPhone 4 findet schneller einen Abnehmer, als es sich produzieren lässt. Wen kümmert da die Kundschaft von vorgestern?

Einbahnstrasse: Multitasking

Und dann war da noch die Geschichte mit dem iPad: Damit keine der geheimen Entwicklungen vor Fertigstellung des Gerätes an die Öffentlichkeit gelangt, arbeitet Apple intern mit streng getrennten Teams. Teilweise verschlingen ausgelagerte Entwicklermannschaften unglaubliche Geldbeträge, während sie gleichzeitig an ähnlichen Konstruktionen forschen – alles nur, damit das Gerüchte-Risiko möglichst klein gehalten wird. Dies führt in der derzeitigen Situation dazu, dass das iPad nicht auf den aktuellen Firmware-Zug aufspringt und am 3.2-Bahnhof gestrandet ist. Das iPhone 3GS und iPhone 4 profitieren von Hintergrundprozessen, die Spielstände aktueller Titel einfrieren. Damit ersparen sie beim plötzlichen Beenden der Anwendung dem Speicherstand seinen schweren Weg zum Datenfriedhof. Das iPad dümpelt dagegen auf einer eigenständigen – aber bereits ausgemusterten – Firmware nur hinterher. Unter diesem Missstand leidet vornehmlich die App-Store-Kategorie ‘Spiele’.

So vielversprechend ich den Ansatz hardwareübergreifender Aktualisierung lobte, derzeit verstrickt sich Apple doch in seinen Kompatibilitätsproblemen. ‘Multitasking’ ist rückblickend eine komplett verwirrende Funktionsbezeichnung für etwas, das aus Speichermangel jederzeit abgeschossen werden kann und mich bereits mehrere High Scores kostete. Nintendo und Sony wissen, warum auf ihren Konsolen nur ein Spiel zur gleichen Zeit läuft. Einziger Lichtblick: Mit iOS 4 hat Cupertino endlich seine interne Bilanzierung in den Griff bekommen, so dass auch iPod-touch-Besitzer kostenlos in iTunes auf den Update-Button drücken dürfen.

Nichtsdestotrotz: Es ist an der Zeit, die Falten aus der Wundertüte zu bügeln und eine klare Software-Richtung einzuschlagen.


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Für die M! Games, das dienstälteste deutschsprachige Videospiel-Magazin, verfasse ich eine monatliche Kolumne zum Thema iPhone. Die Ausgabe 203 befindet sich ab heute am Kiosk. Über Feedback zum aktuellen Artikel würde ich mich sehr freuen.

[update] iPhone-4-Verkauf ab Morgen in 17 weiteren Ländern

von alex olma | 29. Juli 2010 | 18:52 Uhr

Am 30. Juli, dem morgigen Freitag, startet der iPhone-4-Verkauf in 17 weiteren Ländern. Inklusive der Startländer USA, Frankreich, Großbritannien, Japan und Deutschland ist die neuste Apple-Telefongeneration damit in insgesamt 22 Ländern verfügbar. Die erste Welle an frischem ‘Staatenblut’ zeigt, dass Deutschland neben Japan und den USA zu einigen der letzten großen Nationen gehört, in denen das Gerät exklusiv auf einen Anbieter festgelegt ist.

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via setteB.it

Die Tabelle der italienischen Webseite setteB.it liefert eine gute, jedoch unvollständig und teils fehlerhafte Preis-Übersicht. In diversen Ländern unterscheiden mehrere Anbieter zwischen monatlichen Tarifgebühren und (subventionierten) Hardware-Kosten. Da selbst die Provider mit ihren undurchsichtigen (Preis-)Auflistungen vermehrt in Schwierigkeiten geraten, gilt es bei Interesse die Webseiten der dortigen Lieferanten individuell abzuklappern.

Apple liefert dafür unter -> http://support.apple.com/kb/ht1937 ein offizielles Support-Dokument, dass auch die Sim- und Netlock-Situation berücksichtigt. Nach Frankreich und Großbritannien, die bereits jetzt den komplett ungebundenen iPhone-(4)-Verkauf anbieten, waren in europäischer Umgebung Italien, Tschechien oder Griechenland zu 3GS-Zeiten immer eine vielversprechende Anlaufstelle.

Unser Nachbarland Österreich startet bei ‘T-Mobile Austria’ in wenigen Stunden einen Mitternachtsverkauf, für den sich bereits erste Warteschlangen bildeten. Ähnliche Bilder zeigen Singapur, Schweden, Australien, Hong Kong, und so weiter.

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(Danke, TamsIJungle!)

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Vertragsfreie iPhones ohne Netlock scheinen die drei offiziellen Apple Stores der Schweiz (Genf, Glattzentrum und Zürich) sowie der Online-Store anzubieten.

via fscklog

[iPad-App] Flipboard

von alex olma | 29. Juli 2010 | 14:00 Uhr

Für großes Aufsehen sorgte in der letzten Woche die iPad-Anwendung ‘Flipboard‘. Perfekt abgestimmt, spülten die vorbereiteten Artikel einiger Internet-Mammuts, angeführt von All Things Digital und Robert Scoble die Lesergemeinde wie eine Viehherde zum App-Store-Trog. Nicht verwunderlich, dass die kostenfreie Medientankstelle innerhalb der ersten Stunden komplett austrocknete. Die Einwahl über das eigene Facebook- und Twitter-Profil verzögerte sich und ließ nach einem schnell durchgewunkenen Update erst peu à peu die Nutzer ins Netzwerk. Mein Zugang zur “revolutionary social app” folgte am gestrigen Mittwoch.

Wie angekündigt, hier meine ersten Impressionen und Aussichten für Flipboard (kostenlos; App Store-Link).

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Als das “individuelle, digitale Magazin” propagiert sich die Anwendung des Startups aus San Francisco. Einen seiner Mitgründer Evan Doll, der zuvor mehrere Jahre als Objective-C-Entwickler im Apple-Hauptquartier arbeitete, habe ich letztes Jahr auf den ‘Making Apps Developer Days‘ getroffen. Was damals noch unter hoher Geheimhaltung stand, wurde in den ersten Tagen mit der abgedroschenen Phrase “killer app” versehen. Nachdem sich die Aufregung ein wenig gelegt hat, fragt Joshua Topolsky von Engadget zurecht:

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Das ‘Flipboard-Prinzip’ ist schnell erklärt: Die Anwendung presst Auszüge von RSS-Feeds in ein Design-Konzept, das unserer Vorstellung im Jahr 2010 von einem elektronischen Journal entspricht. Dabei dient es als ‘Nachrichten-Aggregat’ aus vorgegebenen sowie eigenen Facebook-, Twitter- und Flickr-Quellen.

Einen ähnlichen Hype traf bereits die iPad-App Pulse (2.99 €; App Store-Link), die auch mit exakten Adressen von RSS-Feeds zu füttern ist. Diese ‘Entwendung’ der eigenen Inhalte passte bekanntlich der ‘New York Times’ nicht, die den RSS-Reader kurzfristig aus dem App Store kegelten. Flipboard hat nach ‘Expertenmeinung‘ ein noch größeres Problem, da Sie die ‘fremden Inhalte’ selbstständig zusammentragen und über ihre eigenen Server ‘veredelt’ ausliefern.

“Copyright ick hör dir trapsen…”

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Fernab der Frage, “Who Owns User Experience?” sieht Erik Schwartz eine viel größere Gefahr darin, dass Apple das ‘Flipboard-Konzept’ kopiert.

Apple could offer to buy Flipboard, but as Apple is the only distributor, they would have a ton of leverage in the price negotiations (and if you raise 10.5 million, your investors are expecting a grand slam). Say Apple offers to buy Flipboard for $10 million. Flipboard would naturally say no that offer (they probably raised money at a $40 million post-funding valuation). Apple says fine, clones Flipboard, rolls it into iOS and then pulls Flipboard from the app store because it duplicates iOS functionality. At the end of the day the content scraping issues may be the least of their problems.

via “Flipboard, Apple, and why a single channel distribution is a scary place to live

DirektFlip *

Ungeachtet dessen: Ich finde den Trend, über das vermutete Bedürfnis zu unstrukturierter Informationsaufnahme, durchaus interessant. Während wir uns lange Jahre mit dem starren Gerüst des Verlagswesens und dem Aufbau der Zeitung beschäftigt haben, zerstreute sich durch Blogs und Kurzmitteilungsdienste dieser eingefahrene Medienkonsum. Ich denke nicht, das die unbeschränkten Auswahlmöglichkeiten von ‘Nachrichten’ mit persönlichem Fokus, für dessen Interessenten ein Problem darstellt. Die Präsentation dieser gefilterten News-Strömung ist jedoch weiterhin eine Herausforderung.

Dazu liefert Flipboard erste Lösungsansätze – nicht mehr und nicht weniger.

* Alle selbstproduzierten Videos gibt es neben der oben eingebundenen HD-Version auch ‘iPhone-kompatibel’ in unserem Podcast-Feed, den ihr beispielsweise über iTunes oder einem anderen Multimedia-Verwaltungsprogramm eurer Wahl abonnieren könnt.

[KlimBim] iPhone 3G unter iOS 4, Wikipedia als iPad-Magazin, Condé-Nast-Verkäufe, CAD-Pläne und Shining Force

von alex olma | 29. Juli 2010 | 10:51 Uhr

DirektComparison

Das Digits-Weblog vom ‘Wall Street Journal’ berichtet, dass Apple sich dem (teilweise unerträglichem) Geschwindigkeitsverlust am iPhone 3G unter iOS 4 widmet. “The most common criticism is that the phone is slow after an upgrade”.

Altersschwäche? Die ersten 3G-Geräte kippen durch den zweijährigen Vertrags-Rhythmus gerade einmal aus ihren Simlock-Schuhen. Wer seine Betriebssystem-Software auf die neuste Version aktualisiert hat, schließt a) alle Safari-Webseiten, macht b) einen “Hard Reset”, setzt c) die Netzwerk- und Systemeinstellungen zurück oder erleichtert d) den Index seiner Spotlight-Suche.

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DirektCooliris

Die im kalifornischen Palo Alto ansässige Entwicklerbude Cooliris, vor wenigen Jahren erstmals mit einem Browser-Plugin in Erscheinung getreten, arbeitet Wikipedia zum iPad-Magazin um.

(Danke, piercyHA!)


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Der Condé-Nast-Verlag stellt neben dem Wired Magazine (In-App: 2.99 €; App Store-Link) auch noch Vanity Fair (3.99 €; App Store-Link) und GQ (3.99 €; App Store-Link) im App Store zum Verkauf. Der bezahlte Löwenanteil sollte jedoch auf die zweite Ausgabe des US-Technologie-Magazins von Chris Anderson entfallen.

Die erste Edition verkaufte sich vom 26.05. bis 22.06. über 90.000 Mal.


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Die kompletten Apple-Zeichenvorlagen für ihre mobilen Geräte gibt es an dieser Stelle.

via Core77


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Der Mega-Drive-Klassiker Shining Force (2.39 €; App Store-Link) erreicht den App Store. Nach den eher blamablen Emulator-Gehversuchen aus dem Hause Sega, scheint dieser Rollenspielausflug technisch gelungen.

“Surprisingly enough, this is the first emulated Genesis game on the App Store I can recommend without issue.”

via Touch Arcade

DirektShining

Inhaltlich gibt es (natürlich) nichts zu meckern. Eine Bewertung der iPhone-Umsetzung liegt mir derzeit jedoch noch fern. Als kleinen Einblick hier die ersten acht Spielminuten im ‘Schnelldurchlauf’.

Apple öffnet iAd-Werbeschaltungen für App-Store-Entwickler

von alex olma | 28. Juli 2010 | 21:06 Uhr

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Apple überarbeitet seinen iAd-Internetauftritt unter http://developer.apple.com/iad/ und lädt App-Store-Entwickler dazu ein, im neuen Reklamenetzwerk für ihr iOS-Anwendungen die Werbetrommel zu rühren. Das am 01. Juli in Nordamerika gestartete Programm bot bislang nur sehr finanzstarken Unternehmen eine Möglichkeit, die ‘interaktiven’ Banner zu platzieren. Als Einstiegspreis warf das ‘Wall Street Journal‘ Kampagnen-Budgets von $1 US-Million in die Gesprächsrunde.

Mit welcher Brieftaschengröße die unabhängigen Entwicklerstudios für ihren Programmcode vorsprechen dürfen, ist bislang nicht bekannt. Apple scheint zur Zeit eine individuelle Beantwortung der Kontaktanfragen in dieser Richtung vorzunehmen. Unter dem Aspekt, die eigene (Software-)Plattform voranzutreiben, gelten geringe Einstiegshürden jedoch als wahrscheinlich. Vorstellbar wäre, dass für jeden App-Store-Verkauf ein geringer Prozentsatz nach Cupertino fließt. Statt der üblichen 70/30-Aufteilung könnte auf Provisionsbasis die Bezahlung in einem Abwasch verrechnet werden. Doch das bleibt zum aktuellen Informationsstand reine Spekulation.

Fest steht, das sich Apple der kreativen Kraft aus der App-Store-Kommune bedienen möchte. Aus dieser Perspektive darf mit Spannung verfolgt werden, was die Designer und Programmierer des iOS-Erfolgs an ‘rich media’-Anzeigen in den nächsten Monaten produzieren.

via twitter@ejacqui + fscklog

iPhone-Jailbreak keine Urheberrechtsverletzung mehr

von alex olma | 28. Juli 2010 | 13:43 Uhr

Seit Beginn dieser Woche ist ein iPhone-Jailbreak in den USA keine Urheberrechtsverletzung mehr. Der amerikanische ‘Library of Congress‘ stellte den vollständigen Dateizugriff sowie Mobilfunkanbieter-Unlock für die private, nichtkommerzielle Nutzung auf dem Apple-Telefon unter die “Fair-Use”-Klausel des Digital Millennium Copyright Act.

Unter die periodisch überprüfte Regelung des 1998 beschlossenen Gesetzes fällt in diesem Jahr, neben dem Umgehen der digitalen Rechteverwaltung für DVDs, Videospiele und E-Books, auch das iPhone. Die US-Bürgerrechtler der Electronic Frontier Foundation bemühen sich seit mehreren Jahren um diese Gesetzes-Erweiterungen. Wie bereits in der Vergangenheit praktiziert, verharrt Apple weiter auf dem Standpunkt, dass die Aufhebung der Zugriffsbeschränkung das Gerät “instabil und unzuverlässig machen” und “zu einem Garantieverlust führen können“. Zu bemerken bleibt: Von einer uneingeschränkten Legalisierung kann keine Rede sein.

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Gravierende Änderungen für die alltägliche Praxis sind jedoch ohnehin nicht zu erwarten. Cupertino hat keinerlei Verpflichtung, die Jailbreak-Methoden zu unterstützen. Ganz im Gegenteil: Im ‘Katz-und-Maus’-Spiel, wie es Steve Jobs einmal so schön betitelte, wird sich Apple weiterhin kontinuierlich darum bemühen, die für den Jailbreak ausgenutzten Schwachstellen, auszubessern.

Die neuen Regelungen sind unzweideutig begrüßenswert, schon alleine um die rechtliche Grauzone zwischen Praxis und Theorie zu definieren. Nichtsdestotrotz: Mit den neuen iOS-4-Hintergrundprozessen und der Anpassbarkeit des Designs inklusive Programm-Ordnern, fliehen die guten Argumente für einen Jailbreak wie Fliegen vor der Fliegenklatsche. Zumindest ist dies meine ganz persönliche Erfahrung. Mit der Einsparung von ‘Backgrounder’ oder ‘Winterboard’ bleibt (für mich) lediglich die Cydia-Software ‘DisplayOut‘ von Interesse, welche ich für die Erstellung von Anwendungs-Videos (am iPad) benutze. Das direkte Abgreifen der bewegten Bildschirminhalte vermittelte zum Teil einen besseren Eindruck des Programms, als das reine Abfilmen des Bildschirms.

Bedauerlicherweise rückt immer wieder die Diskussion sowie dessen praktische Anwendung – in unbekanntem Ausmaß – um das immaterielle Erschleichen von Software – in den Jailbreak-Zusammenhang. Unrühmlich schmückte sich ‘Cult of Mac‘ am gestrigen Dienstag mit einer entsprechenden Anleitungen, wie man App-Store-Entwicklern ihre Einkünfte mopst.

Welche Entwicklungsrichtung die Jailbreak-Szene in den nächsten Jahren einschlägt, wenn das Apple-Telefon auch in den USA und Deutschland bei mehreren Mobilfunk-Anbietern verfügbar wäre, bleibt abzuwarten. Die ‘Sim-Sperre’ ist sicherlich ein häufiger Grund für die Dateisystem-Frickelei sowie Motivations-Antrieb zum Aufspüren von digitalen Schlupflöchern.

Ungeachtet dessen sei auch an dieser Stelle noch einmal angemerkt, dass das Apple-Telefon ohne die fleißigen Bemühungen der inoffiziellen Entwicklerteams sicherlich nicht dort wäre, wo es heutzutage ist. Kleine Softwarekonzepte zu “Copy-and-Paste“, “Ordnern” oder “Multitasking“, die über Cydia und Co. Verbreitung erlangten, beeinflussten die daran anschließende Apple-Integration.

[iOS-Game] Chopper 2

von alex olma | 28. Juli 2010 | 11:00 Uhr

Mit der Helikopter-Simulation Chopper (0.79 €; App Store-Link) setzte sich der Neuseeländer David Frampton 2008 ein App-Store-Denkmal. In den damaligen Zeiten, in denen das iPhone-Shopping-Paradies noch lange nicht so berühmt war wie heute, verkaufte er bis zu 500 Versionen seiner Hubschrauber-Aktion pro Tag. Das Sequel ließ sich eine gehörige Portion Zeit, landet jetzt jedoch mit einem irrsinnigen Lärm auf der Apple-Verkaufsplattform.

Ohne eine unnötigen Spannungsbogen aufzubauen: Chopper 2 funktioniert als Universal-Anwendung sowohl auf dem iPhone als auch iPad. Das Kabinettstückchen liegt in der Fernbedienungsfunktion über Bluetooth, die das iPhone zum Controller am iPad umrüstet. Wem der iPad-Bildschirm zu klein ist, verbindet über den VGA-Adapter (29 €; Affiliate-Link) sein 10-Zoll-Display mit einem Computermonitor oder Flachbildfernseher.

DirektChopper*

Das die 2D-Flugstunden mit eingestreuten 3D-Elementen auch auf dieser Bildschirmgröße noch exzellent aussehen, spricht für die neue Grafik- und Game-Engine. Vor zwölf unterschiedlichen Hintergründen, in insgesamt 36 Missionen, beweist ihr militärisches als auch rettungstechnisches Geschick. Majic Jungle Software speichert Erfolge im OpenFeint-Netzwerk, greift am iPhone 4 auf das Kreiselinstrument zur präziseren Neigungssteuerung zurück und bietet einen siebzehnminütigen Soundtrack.

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Die Idee, das iPhone als Joypad für eine iPad-App zu gebrauchen, ist nicht neu. Bereits Scrabble (7.99 €; App Store-Link) schnipste Buchstabensteine auf das Spielbrett. Beim Vergleich mit einem Helikopter-Steuerknüppel kann die Brett-Schieberei jedoch einpacken.

Chopper 2 lässt sich mit einer einzigen Kaufversion auf allen aktivierten iOS-Geräten installieren und hebt derzeit zum 40-Prozent-vergünstigten Einführungspreis von 2.39 € ab. Einsteigen und festhalten.

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-> App Store-Link

* Alle selbstproduzierten Videos gibt es neben der oben eingebundenen HD-Version auch ‘iPhone-kompatibel’ in unserem Podcast-Feed, den ihr beispielsweise über iTunes oder einem anderen Multimedia-Verwaltungsprogramm eurer Wahl abonnieren könnt.

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