2010 – ein Jahresausklang in bunten Bildern

von alex olma | 31. Dezember 2010 | 09:47 Uhr

Zum Jahresausklang lässt man gewöhnlich die Geschehnisse der vergangenen zwölf Monate noch einmal Revue passieren. Als einen der schnörkellosesten aber nicht minder spektakulären Rückblicke auf 2010 empfehle ich die Foto-Komposition ‘The Big Picture from Boston.com‘ auf drei Webseiten (1, 2 und 3) oder der bereits vorgestellten iPad- beziehungsweise iPhone-Anwendung (2.39 €; universal; App Store-Link). Als kleine Neujahrs-Aufmerksamkeit hat sich die verschenkte App im privaten Verwandtenkreis großer Beliebtheit erfreut.

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Dagegen kann ich dem Recyceln von Zusammenstellungen unter Überschriften wie die ‘erfolgreichste App-Store-Software’, ‘unsere Top-10-Hits’ oder ‘bestbewerteste-Titel-des-Jahres’ – außer ständig wiedergekäuten Kandidaten – wenig abgewinnen. Ein großer Teil der wirklichen Empfehlungen hat bereits unter dem auslaufenden Jahr in der dafür passenden Blog-Kategorien (siehe Auswahl im Footer) Erwähnung gefunden. Obendrein ist jeder Artikel (natürlich) verschlagwortet und sollte sich mit ein bisschen Glück über die Suche aufspüren lassen.

Da nicht jede Software-Eintagsfliege hier eine prominente Platzierung bekommt und ‘mickrige’ Möchtegern-Meldungen’ in ‘KlimBim‘-Zusammenfassungen gebündelt abgehandelt werden, bin ich rückblickend auf 2010 nicht unzufrieden mit meiner Trefferquote in den 759 Artikeln, die in den letzten zwölf Monaten entstanden.

Mit diesem Eintrag, Nummer 760, schließe ich für dieses Jahr die iPhoneBlog-Tore. Vielen Dank fürs Mitlesen, Kommentieren, Kritisieren und Anerkennen. Dadurch ist das zweite hauptberufliche Blog(-ger)-Jahr überlebt. In 2011 geht es an dieser Stelle weiter! Ich freue mich tierisch darauf.

Was kann der Apple TV?

von alex olma | 30. Dezember 2010 | 14:27 Uhr

In Finnland ist die zweite Apple-TV-Generation aktuell noch nicht verfügbar. Deshalb musste für mich ein deutscher Weihnachtsmann tätig werden. Aus dem Pool der ersten Million an verkauften Geräten ging deshalb mindestens ein Exemplar nach Helsinki.

Apple nutzt auch für diese Hardware sein vom iPad und iPhone bekanntes iOS-Betriebssystem als Unterbau. Entgegen den mobilen Geräten ist für den Nutzer bislang jedoch keine App-Store-Verbindung möglich und deshalb noch keine Installation von Drittanbieter-Software vorgesehen. Das Fundament scheint jedoch gelegt. Daher ist mit Spannung abzuwarten, ob wir im nächsten Jahr beispielsweise das iPhone als Spiele-Controller für Apps auf dem Apple TV am großen Flachbildfernseher sehen werden.

Doch was ist schon jetzt im Zusammenspiel mit den mobilen Geräten möglich?

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Die offensichtlichste Schnittstelle ist ‘AirPlay‘, die drahtlose Übermittlung von Video- und Audio-Inhalten an den Apple TV. Die ‘Video’-Applikation des iPads übergibt darüber lokale Videodateien an die Set-Top-Box. Wer sich während eines Filmabends den Ausflug in die Badewanne nicht nehmen lassen möchte, schaltet kurzerhand auf den 10-Zoll-Bildschirm um. Im Bademantel lässt sich anschließend die aktuelle Abspielposition zurück auf die Wohnzimmer-Mattscheibe werfen. Gleiches gilt für Musik- oder Podcast-Inhalte in Audio-Form. Vom mobilen Gerät lässt sich die verdoppelte Abspielgeschwindigkeit nutzen während dies bei der Wiedergabe über iTunes oder das Apple-TV-Verzeichnis nicht möglich ist.

Wer der Großmutter einen Apple TV an die moderne Flachbildröhre klemmt (und ins WiFi einbindet), kann seine Fotos vom iPhone oder iPad beispielsweise in Form einer Diashow übertragen. Zum allgemeinen Unverständnis lassen sich keine selbst aufgenommenen iPhone-Videos aus der Fotoanwendung an den Apple TV schicken. Befindet sich das gleiche Beweg-Bildmaterial jedoch nach einem iTunes-Sync in der iPod- beziehungsweise ‘Video’-Anwendung (siehe Home Sharing), lässt es sich abspielen. Eine mehr als komische Einschränkung.

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‘AirPlay’ ist auch in der neusten iTunes-Version für Windows und dem Mac implementiert. So lassen sich in einem gemeinsamen Netzwerk Inhalte aus Apples ‘beliebtem’ Media-Verwaltungsprogramm (fern-)abspielen. Wer nicht direkt an Maus und Tastatur sitzt und die Wiedergabe kontrolliert beziehungsweise initiiert, greift zu Apples ‘Remote‘-Anwendung. Darüber lässt sich eine entlegene iTunes-Mediathek aus der Ferne steuern.

Neben dem Apple-Videoverleih fehlt in Europa außerdem die Netflix-Anbindung. Dessen ‘IP-Check’ widmeten wir uns bereits Anfang Dezember. Lassen wir einmal Flickr, MobileMe und das Podcast-Verzeichnis außer Acht, strömen nur Medien-Inhalte auf den Apple TV, die im iTunes-Index gelistet sind. Für diverse Audio- und Video-Formate bedeutet dies eine Konvertierung beziehungsweise der Wechsel des Medien-Containers. Dazu stehen unzählige Anwendungen zur Verfügung. Die aktuellen Nightly-Builds von HandBrake umfassen mittlerweile ein Set an Voreinstellungen für die zweite Apple-TV-Generation. Unter den Bezeichnungen Miro Video Converter, Evom, Videora oder Movies2iPhone finden sich ähnliche Mitbewerber, welche die Liste an Alternative noch lange nicht erschöpft.

Für Mac-Benutzer sei an dieser Stelle erneut die ‘Mediathek‘ zum Download von Sendungen aus dem Fundus der ARD, ZDF, 3sat, NDR, SWR, WDR, ARTE und SF als grandioser (Geheim-)Tipp empfohlen.

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Wer seine Videos konvertieren lässt, kann anschließend über ‘Folder Actions‘ oder Zusatzsoftware wie Hazel die fertig zusammengeschusterten Dateien automatisiert in seine iTunes-Bibliothek importieren. So stehen diese später auch für das Apple TV zum Abspielen bereit. Wer unterwegs ist und eine Apple-TV-taugliche ‘Fern-Konvertierung’ zeitsparend bereits aus der Ferne anstoßen möchte, kann auf AirVideo zurückgreifen. Dort lassen sich Videos, neben der Live-Konvertierung, auch einer Vorab-Umwandlung unterziehen. Damit lässt sich der Filmabend gleich nach der Rückkehr in die heimischen vier Wände beginnen.

Leider ist der Zugriff von App-Store-Drittanwendungen für eine direkte Video-Ausgabe an den Apple TV aktuell noch über eine private Schnittstelle von Apple eingeschränkt.

Im Bereich ‘Eigenentwicklungen’ (ohne tiefgreifende Software-Modifikation) macht sich derzeit Erica Sadun mit ihren Programmen ‘AirFlick‘ und ‘AirPlayer‘ kräftig verdient. AirPlayer transformiert den Mac in eine AirPlay-taugliche Abspielstation und nimmt Videos vom mobilen iOS-Gerät entgegen. AirFlick serviert dem Apple TV Dateien und (Stream-)URLs auch außerhalb von iTunes. Noch fällt die in Version 0.15 vorliegende Software rudimentär aus, implementierte jedoch bereits eine automatische Transkodierung.

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Apropos Non-iTunes-Streams: Die Mac- und PC-Anwendung ‘Airfoil‘ von Rogue Amoeba, kürzlich auf Version 4.0 aktualisiert, sendet aus allen anderen Computer-Programmen Audio-Signale an AirPort Express-Lautsprecher, das iPad und iPhone sowie den Apple TV. Wer den Ton des aktuellen YouTube-Videos oder die Spotify-Musikwiedergabe synchron in mehreren Räumen empfangen möchte, schleust das Signal über Airfoil.

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Für den Apple TV bleibt in seiner jetzigen Form erhebliches Verbesserungs-Potenzial. Das iOS-Fundament und die bereits gelungene Einbindung von iPhone und iPad zeigt jedoch die umfassenden Möglichkeiten auf, wohin die Reise noch gehen könnte und weshalb mit einer Investition von 119 Euro (Affiliate-Link) derzeit überhaupt nichts falsch gemacht werden kann.

[update] Gerüchte deuteten auf Skype-Videotelefonie für iPhone

von alex olma | 29. Dezember 2010 | 22:01 Uhr

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Über Twitter kündigt der VoIP-Dienstleister Skype seit einigen Tagen penetrant die URL http://whatsnext.skype.com/ an, welche Amateurvideos von unspektakulären alltäglichen Geschehnissen zeigt. Am vergangenen Wochenende tauchte darüber hinaus ein Hilfe-Dokumente mit der Überschrift “How do I make video calls with Skype for iPhone” auf der hauseigenen Webseite auf, das unter dieser Adresse weiterhin einsehbar ist. Ferner wird bereits eine Ankündigung zur Consumer Electronics Show 2011, die am 06. Januar in Las Vegas startet, erwartet.

Das vorab veröffentlichte Dokument, das die iPhone-Videotelefonie beschreibt, spricht von einer Kompatibilität zu Windows (Version 4.2) und Mac OS X (Version 2.8) sowie zwischen zwei Skype-Applikationen mit iOS 4.0. Ein möglicher FaceTime-Konkurrent könnte sowohl über WiFi als auch UMTS Verbindungen erlauben und soll ebenfalls von beiden Kameras in den Modellen iPhone 4 sowie einem iPod touch der vierten Generation Gebrauch machen. Schenkt man dem Dokument Glauben, ist eine Videoübertragung zu einem iPhone 3GS, iPod touch der dritten Generation sowie iPad ebenfalls möglich. Für Gesprächskonferenzen mit mehr als zwei Teilnehmern soll ausschließlich eine Audio-Verbindung zur Verfügung stehen. Eine Bildschirmfreigabe von einem Windows- und Mac OS-Gesprächspartner soll sich zusätzlich auf einem iOS-Gerät darstellen lassen.

Skype steht derzeit kostenlos (ohne Universal-Anpassung) in Version 2.1.2 im App Store (Link). Das Dokument bezeichnet die mögliche Aktualisierung als ‘Skype for iPhone 3.0′.

Inwieweit eine mögliche Videotelefonie mit den Gerüchten von Anfang Dezember und einem ‘web-basierten Service’ zu tun hat, bleibt unklar.

Mehr Klarheit herrscht dagegen mittlerweile über den 24-Stunden-Ausfall des VoIP-Dienstes, der vor sechs Tagen das Angebot unerreichbar machte. Skype meldete sich vor wenigen Minuten über sein offizielle Weblog mit einer Erklärung zu Wort. Der großflächige Ausfall sei einem Fehler in einer veralteten Version des Windows-Clients geschuldet. Dieser ließ insgesamt 20-Prozent aller Skype-Programme abstürzen unter denen sich auch bis zu 30-Prozent ‘Supernodes’ befanden, die im P2P-Netzwerk vorrangig die Vermittlung von Verbindungen übernehmen. Die zusätzliche Last auf den intakten ‘Supernodes’ überlastete das Netzwerk weiter, so dass erst durch langsames Hinzuschalten von so bezeichneten ‘Mega-Supernodes’ über einen längeren Zeitraum die Server-Kapazitäten wieder ausgeglichen werden konnten.

Update

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Manchmal geht es schneller, als man denkt: Das Skype-Update in Version 3.0 steht im App Store zur Aktualisierung (Link). Ein Videoanruf über UMTS soll laut 9to5mac.com 3.4 Megabyte pro Minute an Daten konsumieren und funktioniert auch einseitig mit Geräten, die über keine Kamera verfügen.

Die Anwendung schaltet beim iPhone 4 oder iPod touch der vierten Generation wahlweise zwischen der vorderen und hinteren Kamera um. Gespräche laufen beim Verlassen der App im Hintergrund weiter während das übermittelte Video in dieser Zeit pausiert. Die App erfuhr immer noch keine explizite Universal-Anpassung für das iPad. Eine Desktop-Bildschirmfreigabe von Windows- oder Mac-Computern ist, wenn auch in beschränkter Qualität, enthalten.

DirektSkype

Die viel diskutierte Tagesschau-Anwendung erscheint im App Store

von alex olma | 29. Dezember 2010 | 19:55 Uhr

Vor über sieben Tagen startete die native Tagesschau-Applikation (kostenlos; universal; App Store-Link) im App Store und bewies eindrucksvoll, dass für manche Webseiten ein eigenständiges (Download-)Programm (technisch) vollkommen überflüssig ist.

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Ob man das so hart ausdrücken muss, bleibt zu diskutieren. Trotzdem leistet der überzogen debattierte Release dieser 12-Megabyte-Software, nur in ganz wenigen Punkten echten Mehrwert gegenüber dem ‘klassischen’ Webseitenbesuch. Positiv ausgedrückt bedeutet dies jedoch auch: Tagesschau.de ist eine sehr empfehlenswerte Anlaufstelle im Internet. Soweit ist das alles keine große Neuigkeit.

Bereits im letzten Dezember startete der mediale Spießrutenlauf. Auslöser war ein leichtherziger Kommentar von Dr. Kai Gniffke, Chefredakteur von ARD-aktuell (Tagesschau / Tagesthemen), gegenüber der Deutschen Presseagentur.

Da ich ja für Transparenz bin und mir nichts Böses dabei dachte, habe ich wahrheitsgemäß geantwortet, dass es im neuen Jahr auch eine Tagesschau-App geben wird.

Das sich hinter der Wortwahl “im neuen Jahr” eine Veröffentlichung am 21. Dezember 2010 (!) verbarg, bleibt ebenso absurd wie die unzähligen Aussagen von Lobby-Politikern, Interessenverbänden und privaten Verlegern.

Oder was passierte außerdem noch alles im Jahr 2010, bis ein bereits bestehender Webauftritt mit seinen digitalen Informationsströmen in eine App-Store-Schablone gegossen werden konnte? Richtig. Sowohl das iPhone 4 als auch das iPad erschienen auf der Bildfläche. Zusammen mit diversen Nachrichtenangeboten. Ohne Entschuldigung bleibt die irrsinnige Verzögerung der beiden Anwendungen insbesondere auf den gelieferten Qualitätsumfang. Kommentare lassen sich nur mit einem Benutzerkonto anlegen, das a) eine Facebook-Einwahl verlangt oder b) einen Tagesschau-Account. Innerhalb der Anwendung lässt sich Letzteres jedoch nicht neu erstellen. Das iPad illustriert in keiner Weise die aktuelle Leseposition. Der iPhone-Bruder blendet dagegen bei einer Fingerberührung korrekt die halbtransparente Laufzeile am Bildschirmrand ein. Des Weiteren zeigt der 10-Zoll-Bildschirm häufig zwei ‘Zurück’-Knöpfe mit gleicher Funktion; einmal ausgeschrieben (links unten), einmal in der graphischer Form eines Pfeils. Viel Sinn macht das nicht.

Auch die iPhone-App ist kritisch zu beäugen, indem sie Videomaterial vermissen lässt, das auf der ‘normalen’ Webseite angepriesen wurde – aktuell beispielsweise die ‘Zeitgeschichte in der Tagesschau‘.

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Trotzdem. Während sich andere Nachrichten-Unterhaltungsangebote mutlos hinter Bezahlwänden verstecken und sich dem freien Informations-Zugang verschließen, leistet die Tagesschau auf ihrer Webseite bereits seit mehreren Jahren vorbildliche Arbeit. Die Videos spielen mittlerweile in einer bildschirmfüllenden Auflösung. Ein Kommentarsystem ermöglicht die direkte Reaktion auf Beiträge. Andere Inhaltsanbieter stellen sich diesem Feedback nicht. Warum auch, war ja die letzten Jahre so angenehm ruhig im journalistischen Elfenbeinturm, den nur ab und zu ein paar Leserbriefe per Post störten.

Und allein aus diesem Grund, Präsenz zu zeigen, ist die Tagesschau-App wichtig. Sogar extrem wichtig. Insbesondere im App Store, einer zunehmenden Anlaufstelle von Informations-Angeboten.

Höchstwahrscheinlich verärgert mich die zeitliche Verzögerung und die technische Mittelmäßigkeit nur, weil ein so kleinlauter Termin gewählt wurde – der 21. Dezember 2010, Dienstag vor Weihnacht. Warum veröffentlicht man nicht gleich noch unspektakulärer am Weihnachtsabend, wo es überhaupt niemanden mehr kümmert?

DirektTagesschau

Das Videorundgang durch das Angebot auf 2 Minuten und 25 Sekunden ist sachlich, kämpft aber gegen eine gesponsorte Ausgabe von ‘Dittsche‘ mit Gastauftritt von Kai Diekmann. Ohne sich auf das Niveau die verschiedenen Hetz- und Schmutz-Kampagnen von Verleger-Verbänden und privaten Mitbewerbern zu begeben, hätte ich mir in allen Belangen mehr Biss gewünscht. Nicht zwei sachliche ‘Wir-hören-auf-euer-Feedback’-Blogbeiträge (1/2) sondern eine trockene Kampfansage, in der man die Zähne (und positive App-Store-Bewertungen) zeigt.

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[games-geraffel] Floop, Kosmo Spin, Silverfish und Dungeon Defenders: First Wave

von alex olma | 29. Dezember 2010 | 12:07 Uhr

Zeit für Zeitverschwendung? Aus den Blacksmith-Games-Studios, die uns bereits Plushed zauberten, hüpft diese kurzweilige Physik-Spielerei. Ihr ‘schnippt’ ein kleine Eichel durch unterschiedliche Comic-Landschaften mit dem Ziel im gefrässigen Eichhörnchen-Maul zu landen. Ähnlich wie beim klassischen Golf werten weniger verwendete Versuche euer Punktekonto auf.

DirektFloop

Die gewohnt gehaltvollen App-Store-Bewertungen (“Die 0.79 € kann man durchaus sinnvoller investieren”) kann ich überraschenderweise nicht bestätigen. Wer ein wenig Zerstreuung für kurze Spiel-Sekunden beziehungsweise Minuten sucht, findet hier eine zufriedenstellende ‘Angry Birds‘-Alternative.

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-> App Store-Link


“Set out on a not so epic quest für extraterrestrische Muffins und Coffee-Cups” ist ohne Frage eine der schönsten (selbst zugeteilten) Produkt-Beschreibungen. Als ‘Nod’, einem Weltraum-Held mit überdimensionalem Kopf, wehrt man allerlei Gegenstände von seinem kleinen Heimatplaneten ab.

DirektKosmo

Das Spielprinzip ist durch wenige Fingerbewegungen, die den kleinen Kopfballstar um seinen ‘überschaubaren’ Erdball steuern, stark begrenzt. Nichtsdestotrotz versprüht die Aufmachung mit ihrem Hauch ‘LittleBigPlanet‘-Charme ganz viel Liebe zum Detail.

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-> App Store-Link (universal)


Chaotic Box öffnet die neonfarbige Büchse der Action-Pandora, dessen übersichtliches Spielfeld bereits ‘Tilt to Live’ zu nutzen wusste. Überleben lautet die Devise, ohne aktiv zu den Feuerwaffen zu greifen. Als ‘Silberfisch’ weicht ihr mit Pac-Man-Reflexen der feindlichen Krabbeltieren aus.

DirektSilverfish

Silverfish ist eine gelungene Remix-Komposition bekannter Spielelemente, die eine durchschlagskräftige Portion “das-muss-doch-gehen!” mitbringt.

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-> App Store-Link


Auch hier grüsst die Unreal-Engine: Dungeon Defenders: First Wave kombiniert die Videospiel-Genres Action-RPG und Tower Defense. Die einzusetzenden Gegenstände, Waffen sowie erreichbare ‘Hack-and-Slash’-Spielerlevel scheinen grenzenlos.

DirektDungeon

Trotzdem: Die Kamera unternimmt teils nicht nachvollziehbare Fahrten und sein Entwickler Trendy Entertainment platziert lächerlich viele Buttons gleichzeitig auf dem Bildschirm. Gut, dass im Kaufpreis gleichzeitig die iPad-Version enthalten ist.

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-> App Store-Link (universal)

CNN wählt Antennagate-Alberei auf Platz 1 der größten Tech-Fails im Jahr 2010

von alex olma | 28. Dezember 2010 | 22:43 Uhr

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Wie disqualifiziert man sich selbst am besten? CNN zeigt wie es geht und wählt das mediale Sommer-Schauspiel ‘Antennagate‘ auf Platz eins der zehn größten “tech fails” im ausklingenden Jahr 2010.

Wir erinnern uns: Zum Start des iPhone 4 verkauft Apple innerhalb von drei Tagen 1.7 Millionen Geräte. Die Geschäftszahlen für das vierte Quartal 2010 zählt den Rekordwert von 14.1 Millionen iPhones, der gewöhnlich vom aktuell laufenden Weihnachtsgeschäft locker flockig überrollt wird. DigiTimes rechnet aus Angaben von Zulieferkreisen mit 20-21 Millionen iPhones (5-6 Millionen davon in einer CDMA-Ausführung) in Q1/2011. Präzise Zahlen verkündet Apple am 18. Januar 2011.

Months later, the problem is all but forgotten and the phones show no sign of dipping in popularity. So “fail,” in this case, is a pretty relative term.

Eigentlich ist es noch trauriger, dass die Schlussbeschreibung erkennt, dass die Platz-Wahl nicht stimmt. Aber was soll das schon groß ausmachen? Ist ja alles nur Journalismus Boulevardpresse…die den ‘Verlust’ von 1.3 Millionen Benutzer-Konten von Gawker Media, Googles Buzz-Flop und ein Millionengrab von Microsofts Kin auf hintere Plätze der Top-10-Liste verweist.

[update] Der App Store-Hype, dessen Fehltritte und diverse offene Fragen zum Umgang mit Nutzerdaten

von alex olma | 28. Dezember 2010 | 17:35 Uhr

Die bewegte App Store-Geschichte der vergangenen 2.5 Jahre hat nahezu 400.000 Anwendungen durch Apples Genehmigungsprozess geschleust. Während im Monat Dezember 2008 magere 3.800 Programme durch das iTunes-Portal trotteten, zählte 148Apps.com im letzten Monat des Jahres 2009 bereits über 25.000 Software-Titel. Keine Überraschung: Dieses Jahr wird sicherlich eine neue Bestmarke überschritten – der Dezember 2010 soll 30.000 neue Apps bereithalten.

Die angeblichen 45.000 (kostenlosen) ‘Tap Tap Revenge 4‘-Downloads pro Stunde (in Spitzenzeiten) und vermeintlichen 2 Millionen neuen Facebook-App-Nutzer innerhalb von drei Weihnachtstagen (25.12. = 43.726.457 / 28.12. = 45.768.616) stellen hier sicherlich nur die Spitze des Eisberges dar.

Auch die ‘Wiederauferstehung’ der App Camera+ zahlte sich aus und erreichte nach eigenen Angaben 500.000 Verkäufe (vergünstigt für 79 Cent) innerhalb von zwei Tagen.

Camera+ flog zuvor für 131 Tage aus dem App Store, weil sich über eine versteckte Funktion die Lautstärke-Knöpfe als Foto-Auslöser benutzen ließen. Mit viel Ironie darf auf die letzte ‘App Store’-Nacht geschaut werden als das Programm ‘Quick Snap Camera Plus‘ (1.59 €; App Store-Link), mit exakt dieser beworbenen Eigenschaft, in Apples Download-Portal erschien und dort auch mehrere Stunden später noch verfügbar ist.

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Nicht neu, derzeit aber wieder zentrales Gesprächsthema: App Store-Anwendungen und dessen Verwendung von Nutzerdaten. Unter dem Titel “Your Apps Are Watching You” veröffentlichte ‘The Wall Street Journal’ Mitte Dezember eine ausgiebige Zusammenstellung der zum damaligen Zeitpunkt 101 populäresten Apps.

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Die Weitergabe der Geräte-Identifikations-Nummer sowie der Benutzer-(GPS-)Standort stehen dabei vornehmlich in der Kritik. Insbesondere die Übermittlung an Werbe- und Statistik-Netzwerke, für die mehrere Entwickler-Frameworks zur kinderleichten Einbindung bereitstehen, sind mit kritischem Auge zu betrachten.

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Inwieweit Apple sich mit dem Genehmigungsprozess für seine angemeldeten Entwickler eigenständig in die Verantwortung stellt, bleibt eine bislang noch ungeklärte Frage. Nun könnte sich ein Gericht um dessen Klärung bemühen.

Am 23. Dezember reichte der Amerikaner Jonathan Lalo eine Klage gegen Apple vor dem Bezirksgericht in San Jose ein. In seiner Klageschrift betonte Lalo, dass er der Übermittlung seiner individuellen Geräte-UDID mit Boardmitteln nicht widersprechen kann. Jailbreak-Nutzern stände für eine umfassendere Kontrolle des Netzwerkzugriffs die Cydia-Anwendung ‘Firewall IP‘ zur Verfügung. Die Öffnung des Dateisystems birgt jedoch eine Vielzahl von intransparenten Risiken.

Stichwort Risiken: Auf dem Chaos Communication Congress ’27C3′ finden sich auch in diesem Jahr diverse Vorträge zum Thema (Mobilfunk-)Sicherheit (hacking smart phones, SMS-o-Death, etc. ), die uns mit einer zunehmenden Annäherung von Smartphones und Mini-Computern nicht überraschen sollte.

Update

Wired berichtet von einer zweite Klage-Schrift (PDF-Download), die mit ähnlichen Vorwürfen neben Apple auch noch die App-Store-Entwickler der Anwendungen Toss It, Text4Plus, The Weather Channel, Talking Tom Cat, und Pimple Popper Lite als Beklagte aufführt.

Hüllenhersteller deutet mögliches iPad 2-Case an

von alex olma | 28. Dezember 2010 | 13:32 Uhr

DirektCase

Das japanische Weblog i behauptet ein Pärchen von iPad-Hüllen der angeblich nächsten Hardware-Generation zu besitzen. Im dazu veröffentlichten Video wird ein Formfaktor-Vergleich mit einem Apple-Tablet der aktuellen Generation gezeigt.

Drei mögliche Erkenntnisse lassen sich aus diesen Gerüchten ableiten: Das ‘iPad II’ könnte eine flachere Rückseite, ähnlich dem iPod touch der vierten Generation besitzen. Dieser bietet durch seine breitere Rückfront mit nur marginalen Abrundungen zum Gehäuserand, eine relativ wackelfreie Platzierung auf glatten Oberflächen wie beispielsweise (Schreib-)Tischen. Des Weiteren deutet sich eine Zweiteilung der Lautstärke-Knöpfe an, die ebenfalls aus aktuellen Produkten wie dem iPhone 4 bekannt sind. Eine üppigere Aussparung an der rechten unteren Position neben dem Dock-Anschluss, an der sich aktuell die iPad-Lautsprecher befinden, eröffnet die Spekulationen auf größere Klanggeber für ein kommendes Modell. Andere Hüllen-Produktionen stützen diese Spekulation. Auch Macotakara veröffentlichte dazu bereits in der vergangenen Woche ein Video.

(Asiatische) Hüllenhersteller sorgen regelmäßig im Vorfeld anstehender Apple-Produktveröffentlichungen über Mutmaßungen einer vorstellbaren Gehäuseform, die ebenso beständig sehr unterschiedliche Erfolgsquoten aufweisen.

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