von Alex Olma
11. Januar 2011 – 15:39 Uhr

Markennamen im verspielten iOS-Garten

Neben unzähligen App-Store-Neuerscheinungen, die täglich Apples fleißigen Genehmigungs-Bienchen vorgelegt und (im Idealfall) später mit einem Download-(Datenbank-)Eintrag ‘ausgezeichnet’ werden, stehen namenhafte Produkte ohne Zweifel aus dem Software-Chaos hervor.

In der Kategorie ‘Spiele’ funktioniert dieses System, bei dem ein ‘Markenname’ als Wiedererkennung dient, am besten. Eher selten spricht man von dem spektakulären App-Auftritt des traditionsreichen ‘Merriam-Webster‘-Wörterbuchs (kostenlos, App Store-Link) in der Rubrik ‘Referenz’. Viel eher findet beispielsweise Capcoms bevorstehende ‘Devil May Cry 4‘-Adaption, die noch in diesem Monat ihre Veröffentlichung erlangen soll, seine (nichtsdestotrotz rechtmäßige) Hervorhebung.

DirektDevil

Hinzu kommt: Die ‘Gaming-Sparte’ ist und war schon immer ein Zugpferd für neue Technologien. Deshalb darf man zurecht die Frage von John Gruber: “Where Are the Android Killer Apps?” (noch einmal) aufwerfen, die er bereits im vergangenen November stellte. Sein Beitrag kam fast explizit ohne ‘Games-Kontext’ aus. In diesem sehr frühen Lebenszyklus, indem sich der stark wachsende Tablet-Markt derzeit befindet, spreche ich diesem Bereich jedoch eine zukünftig noch bedeutendere Rolle zu. Getreu dem Motto: “Wo gespielt wird, wird auch gekauft!”.

Nicht alle der insgesamt 14 verfügbaren Capcom iOS-Titel sind jedoch vorbehaltlos zu empfehlen. Trotzdem: Dead Rising Mobile (5.49 €; App Store-Link), Ghosts’n Goblins (0.79 €; App Store-Link), Resident Evil (3.99 €; App Store-Link) und Street Fighter IV (7.99 €; App Store-Link) kann man ihre großen Namen nicht absprechen. Eine Suche nach Capcoms Positionierung auf der Android-Plattform führt zielstrebig zu dunkelgrauen Emulator-Programmen. Darüber hinaus bleiben die Google-Ergebnisseiten mager.

Obwohl Capcom nur ein Videospiel-Studio unter vielen ist, liegen Parallelen zu EA, Konami oder Square Enix nicht fern. Im besten (Vergleichs-)Fall erhält der Android Market eine nachgeschobene Portierung des iOS-Erfolgs. Exklusive Titel? Fehlanzeige.

Es bleibt zu hoffen, das Windows Phone 7 oder HPs WebOS dagegen bald etwas unternehmen.

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Noch ein kurzer Abschuss-Tipp: Da das iTunes-Verzeichnis für Kauf- und Download-Software weiterhin eine kontrollierte Katastrophe bleibt, erhält man bei Drittanbietern wie ‘App Shopper’ (kostenlos; universal; App Store-Link) eine bessere Übersichtlichkeit für seine Software-Bibliothek. Wer dort nicht mit händischer Pflege seinen Applikations-Katalog pflegt, importiert über ein kleines Windows- oder Mac-Programm den persönlichen (Namens-)Index.

Mein Sortiment enthält derzeit übrigens 250 Anwendungen in der Kategorie ‘Spiele’.

  • Thomas

    Wollte grad fragen, was mit deinen Fingernägeln los ist, aber das Video stammt ja gar nicht von dir :)

  • Anonymous

    Yaaaay! Der iPhoneBlog hat mich verlinkt. … … wenn auch nur indirekt. Ganz schön Meta. ;)

  • Anonymous

    So lange Android auch ohne große Spieletitel erfolgreich ist (und dies ist der Fall), kann es doch völlig egal sein ob Capcom, EA und Co. exklusive Titel veröffentlichen. Android hat derzeit mit ganz anderen Problemen zu kämpfen, wie etwa der Fragmentierung der Firmwareversionen.

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