Consumer Reports rät auch vom Verizon-iPhone ab

von alex olma | 28. Februar 2011 | 17:10 Uhr

IPhoneBlog de Consumer Reports Electronics

Die amerikanische Stiftung Warentest ‘Consumer Reports‘ warnt seine Leserschaft, wie auch schon im letzten Jahr, vor dem iPhone 4. Diesmal stand das Telefon als Verizon Wireless CDMA-Variante ‘im Test’. Unverändert bezieht sich die Kritik auf “the possibility of compromised performance in low-signal conditions when used without a bumper or case“. Dies bringt den wichtigen Umstand mit sich, dass auch die Verizon-Ausführung vom Apple-Telefon nicht in die ‘Liste von empfohlenen Smartphones’ aufgenommen wird. Als ‘angeratene Alternativen’ gelten diese fünf Mobilfunk-Vertreter, zu denen ich exemplarisch ein paar unabhängige Testberichte ergoogelt habe.

Samsung Fascinate (September 2010).

When it comes to Android on Verizon, there are some seriously excellent choices, and what it has to come down to is: is the Fascinate at the top of that heap? From where we stand, the answer is an obvious “no.”

Motorola Droid 2 Global (August 2010)

The bottom line: The Motorola Droid 2 Global is a solid Android smartphone for globe-trotting executives looking for a BlackBerry alternative.

HTC Droid Incredible (April 2010)

I’m a die-hard Apple fan and still love my iPod touch, but the Incredible is indeed aptly named, and the first smartphone I’ve tried that truly does it all, with very little compromise.

LG Ally (Mai 2010)

[...] we couldn’t help but feel like we should still be able to expect more. Cheap doesn’t have to mean low quality. [...] The customizations feel as though they went through barely any quality control at all, the phone’s slower than we know the MSM7x27 series is capable of performing, and nothing about the hardware inspires us. Sure, it’s unquestionably a better value than the $150 Devour, but that doesn’t make it a good value.

Motorola Droid X (Juli 2010)

All things considered, it’s a showstopping phone whose potential is mutilated by ill-considered, ugly software that’s poorly done. The screen is sharp, colorful, resoundingly impressive. The guts are quick. The build is sculpted and robust. Unfortunately, you can’t really get around bad software—it’s is how a user touches hardware.

Die Review-Auswahl lässt sich beliebig erweitern und kürzen. Dies ändert jedoch in keinem Fall etwas an der Tatsache, dass das ‘Consumer-Reports’-Fazit schlicht und ergreifend lächerlich bleibt.

Ebenso wenig fließt in den ‘Testbericht’, den im letzten Weihnachtsgeschäft über 16 Millionen Käufer ignorierten, Support-Qualität, Software-Beständigkeit oder intuitive Benutzung ein. Für ein explizites Verbraucher-Magazin ist diese Nichtbeachtung zumindest verwunderlich.

Selbst im Netz, dem ‘Nummer One’ Sündenpool-der-Kritik, blieben diesen Februar jegliche Klagen aus.

Dies weiß auch Consumer Reports, ignoriert es jedoch geflissentlich. Unverantwortlich oder einfach nur noch unbedeutend?

As noted earlier, there have not been widespread reports of reception difficulties with the Verizon iPhone 4, and Verizon’s network [...] But given our findings, we believe the possibility exists for individual users to experience the problem since low signal conditions are unavoidable when using any cell-phone network.

[intern] Browser-Zugriffsstatistik nach OS-Zugehörigkeit

von alex olma | 28. Februar 2011 | 14:49 Uhr

MG Siegler schreibt die (Google-Analytics-)Statistiken der Webbrowser-Zugriffe für TechCrunch.com zusammen. Dessen Aussage: ‘In zwei Jahren wird die Mehrheit der TechCrunch-Leser das IT-Weblog von einem Apple-Gerät aus konsumieren‘.

In the four year span, Apple has added 25 percentage points to their share among TechCrunch readers. That nearly all of the 30 percentage points that Windows lost in that same span (Android’s growth pretty much fills in the rest).

So it currently stands at Microsoft’s 53.84 percent versus Apple’s 38.42 percent. Again, a big year for iPad, iPhone, and Mac could mean a changing of the guard as soon as next year. But unless something drastic changes, you can be sure that Apple will be dominant among TechCrunch readers in two years.

Ein Blick in die eigenen Statistiken verrät, dass das iPhoneBlog diesen Wechsel bereits im Jahr 2009 vollzog. Vom 01.01.2009 bis zum 01.01.2010 erreichte alleine die Kombination von ‘Safari’ (Mac) und dem iPhone-Browser einen prozentualen Leser-Anteil von 46.49-Prozent. Wer hätte es gedacht: Erst im Jahr 2010 schloss der mobile iPhone-Browser zu Microsofts Internet Explorer auf. Dieser büßte innerhalb von vier Jahren den Bärenanteil, weit über die Hälfte (17.28% -> 7.68%) seiner (iPhoneBlog-)Beteiligung, ein.

IPhoneBlog 2007

IPhoneBlog 2008

IPhoneBlog 2009

IPhoneBlog 2010

Zugegeben: Das iPhoneBlog mag alles andere als einen repräsentativen Charakter für Webbrowser-Vergleichswerte besitzen. Schon der Themenfokus verzerrt das Bild komplett. Trotzdem sind das die Daten, mit denen ich arbeiten kann. Den jährlichen Trend zu ‘weniger Windows’ mit ‘mehr Macintosh’ und einer dritten Säule iOS, kann ich daraus bestätigen. Im vergangenen Monat erreichten 47.97-Prozent das iPhoneBlog von einem Mac. Die Windows-Nutzerschaft ist mit 34.12-Prozent vertreten. An Position drei und vier tummeln sich mit 10.23-Prozent und 6.00-Prozent das iPhone und iPad.

IPhoneBlog Feb11

Der iOS-Anteil ist interessant. Das iPhoneBlog besitzt dabei seit 2007 (vielleicht ohne Überraschung) eine hohe Beteiligung vom mobilen Gerät. 2008 sticht leider fehlerhaft heraus. Der Abfall auf 2.32-Prozent lässt sich für mich nicht nachvollziehen (Achtung: Google-Farbverwirrung). Die ‘Analytics’-Kurven schlagen ganz wilde Haken und reißen Ende Januar komplett ab; verzeichnen einen kurzen Ausschlag im Juni und laufen dann ab Dezember normal weiter. Für die anderen Tagen liegen (so gut wie) keine Werte vor. Unter Berücksichtigung dieses Kurvenverlaufs schließe ich auf einen technischen Fehler. Auch der Browser-Anteil vom Safari am Macintosh sinkt gegenüber allen anderen Jahren ab. Keine Ahnung. Vielleicht hatte ich den Code-Schnipsel rausgeworfen oder falsch eingebunden. Für die Verlaufsübersicht sollte dies unerheblich sein.

Die TechCrunch-Werte versprechen unter spezieller Berücksichtigung auf das iPhone und iPad, im Vergleich zum iPhoneBlog, mit starken Wachstumsraten einen schärferen Umschwung:

Februar 2009

  • iPhone: 1.60% (iPhoneBlog = 9.84%)

Februar 2010

  • iPhone: 4.07% (iPhoneBlog = 7.59%)

Februar 2011

  • iPhone: 6.72% (iPhoneBlog = 8.47%)
  • iPad: 3.44% (iPhoneBlog = 5.00%)

Überraschend gering fällt bei mir der Android-Anteil aus. Im vergangenen Monat besuchte nur ein einziges Prozent der Leserschaft das Blog mit dem eingekauften Google Betriebssystem. Das mag vornehmlich an der thematischen Ausrichtung und/oder dem europäischen Markt liegen. In den USA übersteigt die Android-Anzahl der ‘Units Shipped by Smartphone Platform‘ das iOS-System. Aktuell besuchen jedoch mehr iPad- als Android-Kunden das TechCrunch-Blog (iPad = 3.44% / Android 3.06%). Das iPhone-Klientel stellt sich mit 6.72-Prozent sogar doppelt so stark auf. Für mehr Spekulations- und Vergleichs-Grundlage wären die Browser-Zugriffe auf reinen Android-Seiten wie Phandroid oder Android Central von Interesse…

Auch wenn ich zum aktuellen Zeitpunkt für das iPhoneBlog kein plakatives Statement den TechCrunch-Statistiken entgegenschleudern kann, bleibt der Blick auf den Webbrowser in einigen Aspekten weitaus spannender als beispielsweise pure Hardware-Absatzzahlen. Die Webbrowser-Verwendung sagt etwas darüber aus, wo und wie ihre Nutzer die Geräte in Beschlag nehmen. Trotzdem beeinflussen sich natürlich die Verkaufs- und (Webseiten-)Besucher-Zahlen. Auch für das Jahr 2011 dürfte daher spätestens ab Übermorgen, mit einer Ankündigung zur iPad-Nachfolge und potenziellem iOS-5-Ausblick, noch einmal ordentlich im Zahlenquark gerührt werden.

Superbrothers ‘trailern’ Sword & Sworcery EP

von alex olma | 26. Februar 2011 | 08:48 Uhr

Superbrothers Sword & Sworcery EP kündigt sich als ganz ‘großes Kino‘ an. Die neue Interpretation von alten Videospiel-Adventures erscheint als exklusiver iOS-Titel noch in diesem Frühjahr.

Erstmals erregte das “psycho social audiovisual experiment” zur Game Developers Conference im Jahr 2010 (Presse-)Aufsehen. Noch heute, zwölf Monate später, sucht man vergebens nach (zumindest) eine Ankündigung von vergleichbaren Projekten der iPhone- oder iPad-Mitbewerber.

[update II] Event zum iPad II am 02. März 2011

von alex olma | 23. Februar 2011 | 17:55 Uhr

IPhoneBlog de March

Bereits am gestrigen Dienstag berichtete Kara Swisher für All Things Digital von einer Apple Presseveranstaltung am 02. März in San Francisco. Die Nachrichtenagentur Reuters, die New York Times sowie die Financial Times schlossen sich wenig später an.

Soeben präsentierte ‘The Loop‘ ein Bildschirmfoto, der ihnen vorliegenden Einladung unter dem Titel “Come see what 2011 will be the year of.”. Das Event im Yerba Buena Center startet demnach in exakt sieben Tagen um 19 Uhr deutscher Ortszeit.

Update

Auch Wired.com, Andy Ihnatko und Engadget erhalten die oben abgebildete E-Mail-Einladung und bestätigen damit nur noch einmal die nicht angezweifelte Bestätigung.

Update II

IPhoneBlog de Kiel

Foto: Kiel (cc)

Mit freundlicher Unterstützung des Fotografen ‘Kiel’ hier ein erster Eindruck auf die bereits geschmückte Außenfassade des Yerba Buena Centers in San Francisco.

Entwicklerfreundlich: Epic Games setzt neue Anreize für die UDK-Benutzung

von alex olma | 23. Februar 2011 | 12:50 Uhr

DirektUDK

US-Videospielverleger Epic Games erhöht die Einnahmegrenze für junge Entwicklerstudios, die mit dem Unreal Development Kit Spiele produzieren möchten. Die Engine steht gratis zum Download und beinhaltet seit Dezember auch eine iOS-Unterstützung. Wer damit ein Produkt erstellt und beispielsweise über den App Store kostenpflichtig verkauft, investiert in eine Einmalzahlung von $99 US-Dollar und drückt ab einer (Netto-)Erlösgrenze von $5.000 US-Dollar Tantieme in Höhe von 25-Prozent ab. Dieses Limit ist jetzt auf $50.000 US-Dollar erhöht worden, um insbesondere kleinen Start-ups mehr Spielraum zu geben.

One thing some folks didn’t seem to realize is that whether you sell your product through digital distribution (or a retail location) the company doing the sale to the end user (called the “retailer”) takes a cut (typically around 30%) for their efforts. The price they sell it for is called the retail price. The amount of money they pay to you on each sale is called the wholesale amount. When you pay us royalties you pay on the wholesale amount, i.e. the money you actually receive.

Für die iOS-Plattform sind mit dem UDK bereits App-Store-Titel wie Infinity Blade (4.99 €; universal; App Store-Link), Chicken Coup (0.79 €; universal; App Store-Link) oder Dungeon Defenders (0.79 €; universal; App Store-Link) entstanden.

Pixel-Abenteuer ‘Minecraft’ mit iOS-Ankündigung

von alex olma | 23. Februar 2011 | 11:27 Uhr

Das Independent-Spieleprojekt Minecraft ist bislang noch komplett an mir vorbeigezogen. Die eigenständig zu errichtende Klötzchenwelt soll jedoch ‘die Anzahl der nächtlichen Schlafstunden erheblich dezimieren’, euch ‘Blumen verprügeln‘ lassen und zum Bau von 1-zu-1-Modellen bekannter Sternenkreuzer animieren. In Vorfreude und Faszination reproduzieren Menschen komplette – zugegeben hervorragendeVideospiel-Trailer.

Mittlerweile existiert bereits ein Kickstarter-Projekt über eine mehrstündige Dokumentation. Sein schwedischer Schöpfer Markus ‘Notch’ Persson sprach über die persönlichen sowie beruflichen Hintergründe bereits mit Dan Benjamin im Podcast ‘The Pipeline’ Episode 30.

Im Januar feierte Minecraft ihre erste Million an verkauften Lizenzen. Bereits im Herbst 2010 legte PayPal das Firmen-Konto mit über $750.000 US-Dollar auf Eis. Grund: “Merkwürdige Zahlungseingänge und verdächtige Abhebungen” – übrigens kein Einzelfall der eBay-Tochtergesellschaft. Ob der Ärger bereits verflogen ist und das Geld ausgezahlt wurde, kann man in ‘The Word of Notch‘, dem Tumblr-Tagebuch von Persson, nachlesen.

DirektNotch

Apropos nachzulesen (und zum eigentlichen Grund dieser langen Einleitung): Persson kündigt (exklusiv) gegenüber Gamasutra eine offizielle iOS-Version von Minecraft an. Dabei wollen iPhone als auch iPad noch in diesem Jahr bedacht werden, welche die unzähligen Franchise-Kopien aus dem App Store (iTunes-Link) auf hintere Plätze verweisen sollen.

Die derzeitige Anzahl der fünf Millionen Minecraft-Spieler dürfte bis zur Veröffentlichung noch kräftig ansteigen. Mit einer iPhone-Version schließe auch ich nicht mehr aus, einen Pixel-Probelauf anzutreten.

[game] Tiny Wings (+Video)

von alex olma | 22. Februar 2011 | 20:51 Uhr

Ach, für solche Spiele muss man das iPhone einfach gernhaben.

Tiny Wings, ein in Wasserfarben gezeichnetes Reaktionsspiel, rutscht auf absolut liebenswerten Sohlen in den App Store. Protagonist ist ein korpulentes Vögelein, das sich im Sturzflug von Abhang zu Abhang hangelt. Mit angelegtem Hahnenkamm stürzt ihr euch in waghalsigem Tempo die Bergklippen hinunter um in der Senke genügend Antrieb für den Wiederaufstieg zu sammeln. Durch eine Bildschirmberührung startet ihr euren Kopfsprung bergab; beim Anstieg lasst ihr die Finger besser vom Gerät sonst bremst ihr euren sympathischen Piepmatz.

DirektWings *

Von Hügel zu Hügel spielt man sich auf diese Art und Weise beinahe in Trance, die nur durch steile Berge und Geschwindigkeitsabfall unterbrochen wird. Ein Spielprinzip, wie es sich nicht hätte idealer ans iPhone hätte ankuscheln können. Absolut kurzweilig und trotzdem ein Zeitfresser.

Wer auf Game-Center-Support und Retina-Auflösung (vorerst) verzichten kann, viel Spaß mit Solipskier hatte und liebevolle Zwischendurch-Unterhaltung sucht, sitzt hier möglicherweise im richtigen Nest.

IPhoneBlog de TinyWings

-> App Store-Link

* Alle selbstproduzierten Videos gibt es neben der oben eingebundenen HD-Version auch ‘iPhone-kompatibel’ in unserem Podcast-Feed, den ihr beispielsweise über iTunes oder einem anderen Multimedia-Verwaltungsprogramm eurer Wahl abonnieren könnt.

[update] Zattoo mit Bezahl-Angebot für Live-TV am iPhone auch in Deutschland

von alex olma | 22. Februar 2011 | 15:11 Uhr

IPhoneBlog de zattoo1IPhoneBlog de zattoo2

(Danke, Patrick!)

Die Internetplattform für Fernseh- und Radiokanäle Zattoo.com bietet ab sofort ein Bezahl-Angebot für die Live-TV-Übertragung am mobilen Apple-Gerät auch in Deutschland an. Bis zu 53 Sender lassen sich über eine UMTS- oder WiFi-Verbindung direkt im Webbrowser konsumieren. Eine native Zattoo-Anwendung für iPhone und iPad existiert derzeit nur im App Store der Schweiz (Link).

Während das TV-Angebot für Android-Smartphones lediglich eine kostenlose Benutzer-Registrierung verlangt, bedarf es für den iPhone- oder iPad-Konsum einem ‘HD-Abonnement’. Monatlich kostet dieses 2 Euro. Es existiert jedoch auch ein viertjährliches Angebot für 5 Euro oder ein Jahrespass für insgesamt 20 Euro. Dies fällt erheblich günstiger aus als sein T-Mobile-Konkurrent ‘MobileTV’.

Die bezahlte Zattoo-Anmeldung erfordert eine Kreditkarte und lässt sich derzeit nur über einen Desktop-Webbrowser abschließen.

IPhoneBlog de Zattoo

Update

Die Pressestelle von Zattoo teilte mir soeben per Telefon mit, dass es sich bei der iOS-Verfügbarkeit lediglich um einen temporären Testbetrieb handelte. Dieser wird in den kommenden Stunden abgeschaltet. Falls Nutzer aufgrund der hiesigen Ankündigung bereits in ein bezahltes Abo-Modell investierten, erstattet Zattoo gerne den Geldbetrag zurück. Dafür reicht eine kurze E-Mail an den Dienstleister aus.

Die Videoinhalte sind also vorerst weiterhin nur über den nativen Player am Rechner oder einen Flash-fähigen Webbrowser abrufbar. Zattoo zeigte sich erstaunt über die ungeplante Nachfrage und versprach gegenüber dem iPhoneBlog.de zeitnahe Ankündigungen. Diese bleiben bislang zwar unausgesprochen, der zweitägige Testbetrieb, der eigentlich ohne Publicity verbleiben sollte, deutete jedoch zumindest eine (Technik-)Stoßrichtung an.

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