Wie viele iPads verkaufte Apple im letzten Quartal?

von alex olma | 12. Juli 2011 | 12:28 Uhr

Am 19. Juli schreiten Oppenheimer und Cook erneut ans rote Telefon um Apples Geschäftszahlen für das drittes Quartal 2011 bekannt zu geben. Die Analysten-Meinungen zum iPad-Absatz schwanken zwischen 6.0 und 9.5 Millionen Geräten – eine lange Liste mit Namen und Nummern hält Fortune bereit.

Vor eigenen Prognosen hüte ich mich. Wenn man mir jedoch eine Pistole auf die Brust setzen würde, tippe ich im vorgegebenen Spektrum aufs obere Drittel. Sollten die Sommer-Verkäufe wirklich das gewohnt starke Weihnachtsquartal ausstechen?

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Fest steht: Die Produktionskraft beschränkt weiterhin das Wachstum. Apple sieht sich mehr Nachfrage ausgesetzt, als es dafür ein Angebot aufstellen kann. Erst am vergangenen Wochenende pendelte sich die iPad-Verfügbarkeitsanzeige in den deutschen Apple Online Stores auf drei bis fünf Tage ein – zuvor wurde die Lieferzeit lediglich in Wochen angegeben. Daher lautet die spannende Frage: Wie viele iPads konnte Apple in den vergangenen drei Monaten produzieren?

Zum Realitätsabgleich: RIM verkaufte in seinen ersten sechs Wochen 500.000 PlayBook-Tablets; Motorolas Xoom (“The Tablet to create a better World“) – zuletzt mit einer $100 US-Dollar Preissenkung – erreichte in Q1/2011 (PDF-Link) unterirdische 250.000 Einheiten. Laut IDC zeigen sich 34-Prozent Android-Tablets in diesem Markt.

Am vergangenen Freitag hoben die Marktforscher ihre Prognosen für die weltweiten Tablet-Verkäufe weltweite Tablet-Auslieferung in 2011 von 50.4 auf 53.5 Millionen Stück an.

  • http://www.facebook.com/hannes.kaechele Hannes Kaechele

    “shipped” und “sold” – hätte jetzt gerade hier gedacht, dass der feine Unterschied dabei benannt wird ;-)

    • http://www.iphoneblog.de iphoneblog

      Danke! Ist korrigiert.

      • http://www.facebook.com/hannes.kaechele Hannes Kaechele

        ;-)  Ich meinte jetzt eher die 500.000 “verkauften” RIM Playbooks.
        Die wurden nämlich in den Handel ge”shipped” und stauben dort vor sich hin.

      • http://www.iphoneblog.de iphoneblog

        Na ja. Das ist die einzige offizielle Zahl…Rücklaufquoten sind (mir) nicht bekannt. Wollen wir mal nicht so sein.

  • http://blog.freeqnet.de beetFreeQ

    Die Vergleichswerte sind aber ein wenig dürftig, muss ich sagen. Klar kann man sich einfach das am schlechtesten laufende, weil teuerste Android-Tablet zum Vergleich heranziehen, aber dass es auch Vertreter mit dem OS gibt, die sich weit besser verkaufen, sollte man dann auch erwähnen. Das EeePad Transformer hat z.B. in den ersten acht Wochen immerhin auch schon 400.000 Stück verkauft. Das wären auch mehr gewesen, wenn es nicht überall am ersten Tag ausverkauft gewesen wäre, weil Asus nicht mit so viel Interesse gerechnet hatte. Im Juni geht man von 300.000 aus, Asus hat die Produktion verstärkt und die Nachfrage ist noch am Steigen.

    Klar, das ist immer noch kein Vergleich zum iPad, aber immerhin schon mal ein etwas ernst zu nehmenderer Konkurrent als das Xoom. Ich denke außerdem, dass es sich mit den Tablets auf längere Sicht ganz ähnlich wie im Smartphone-Markt entwickeln wird. Apple wird mit einem Einzelgerät weiter klar die größten Verkäufe erzielen, während viele verschiedene Android-Tablets über kurz oder lang zumindest das stärkste OS stellen werden. Ist ja im PC-Markt auch nicht anders: Eine überschaubare, aber gut verkaufende Menge an Macs mit MacOS gegen die Masse an verschiedensten PCs mit Windows. Und jeder ist mit der Auswahl glücklich und muss sich nicht immer mit den anderen vergleichen. ;)

    • http://www.iphoneblog.de iphoneblog

      Danke für die Ergänzung. Das Xoom und PlayBook habe ich als Vergleich herangezogen, weil die Geräte in der Vergangenheit ordentlich Wirbel gemacht haben (Xoom war das “CES-Tablet of the Year”). Das HP TouchPad ist noch ohne Zahlen. 

      Vom ‘Transformer’ habe ich einiges gehört und gelesen – aber so richtig Ernst nehmen kann ich den nicht. Würde stark darauf tippen, dass das eine Eintagsfliege bleibt. 

      Um die Perspektive im Artikel jedoch nicht zu verdrehen, habe ich die Prozentangabe der Android-Tablets vermerkt.

      • http://www.facebook.com/hannes.kaechele Hannes Kaechele

        Interessanter Link von John Gruber:

        Aktuell sollen 1,21 Millionen Android Tablets im Einsatz sein (Zugriff auf Android Market)

        http://daringfireball.net/linked/2011/07/25/android-tablets

        http://developer.android.com/resources/dashboard/screens.html

      • http://blog.freeqnet.de beetFreeQ

        Warten wir’s ab! Derzeit ist das Transformer sehr beliebt, da es ja letztendlich Tablet und Netbook zugleich ist und durch die optionale Tastatur u.a. die Akkulaufzeit ordentlich erhöht. Aber auch ohne das Tastatur-Dock ist das Gerät sehr beliebt, weil Android darauf bisher soweit am Rundesten läuft und Asus eine ziemlich tolle Update-Rate hat. Es ist ja hardware-mäßig nicht schlechter als die Konkurrenz.

        So viel Wirbel wie das Xoom hat das Transformer vermutlich auch nicht gemacht, weil viele es eben als ungewöhnlichen Aussenseiter sahen. Derzeit ist es aber dennoch das bisher erfolgreichste Honeycomb-Tablet. Das Gerät sollte man also meiner Ansicht nach genau so ernst nehmen wie die anderen Honeycomb-Geräte! Ich besitze selbst z.B. eins und bin auch nachdem ich schon mal mit einem iPad herumspielen konnte, sehr zufrieden und würd’s nicht gegen ein iPad 1 oder 2 tauschen wollen.

        Aber der Markt ist ja auch noch jung. Das iPad 3 soll ja auch schon in der Pipeline sein und auf Android-Seite stehen die Preisbrecher von Archos und die Samsung-Tablets auf dem Plan. Das wird noch spannend, denke ich!

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