LostWinds, ehemaliger WiiWare-Himmelsstürmer, erscheint noch 2011 für iOS
Das zurecht hochgelobte LostWinds soll noch dieses Jahr eine iPhone- und iPad-Umsetzung erhalten. Der WiiWare-Titel aus den englischen Händen von Frontier Developments, kürzlich mit Kinectimals in den Schnuckel-Schlagzeilen, erntete für seine zwei Plattformer in den Jahren 2008 und 2009 fast ausschließlich überragende Noten.
Mac OS 10.7 ab sofort im Mac App Store
Bis auf ein oder zwei Ausnahmen abgesehen, beschäftigt sich jeder iPhoneBlog-Beitrag mit iPhone, iPad, iOS oder dessen Ökosystem. Diese strikte Trennung wird sich auch in Zukunft nicht ändern.
Having said that…: Der unübersehbare Einfluss des iOS-Jungspunds auf das gestandene Mac OS rüttelt kräftig in meinen Gehirnwindungen. Niemand hatte am 29. Juni 2007, als dieses Baby-Betriebssystems tollpatschig in die Welt plumpste, dessen Schlagkraft auf dem Schirm.
Mit Mac OS X Lion, seit wenigen Minuten im Mac App Store zum Download (23.99 €, MAS-Link*), manifestieren sich erstmals im großen Stil einige der cleveren Ideen des mobilen Betriebssystems auf dem Desktop. Aus der zweiwöchigen Verwendung der finalen Entwicklerversion sind mir einige der Neuerungen unverständlich (Launchpad, Full-Screen Apps), andere wirken unfertig (AirDrop) und wieder andere sind mir nicht radikal genug angefasst (Finder, QuickTime Player, iChat).
Und trotzdem bleibt es zu bewundern, mit welcher Schonungslosigkeit Apple bewährte Konzepte umformuliert, umwirft und wieder aufstellt. Macs mit Snow Leopard verkaufen sich so gut wie nie zuvor. Andere Firmen trauen sich in einer ähnlich Situation nicht, auch nur eine Zeile Code dieser Erfolgsprodukte in die Hand zu nehmen. Das Apple es versteht, regelmäßig irgendjemandem mit ihren Ideen auf die Füße zu treten, zeugt gleichermaßen von Fürsorge als auch Vitalität. Stillstand scheint Tod.
Und genau wie jedes bisherige iOS-Update gibt es auch hier keinen Grund, nicht (sofort) auf 10.7 zu wechseln.
* Affiliate-Link, für dessen Verwendung der Betreiber dieses Blogs sich recht herzlich bedankt!
Analysten-Showdown: Ergebnisvergleich für Q3/2011
Grafik: Fortune Tech
Immer wieder eine Anekdote wert: der Vergleich von Analysten-Vorhersagen zu Apples finalen Quartalszahlen. Diesmal gewinnt ein rumänischer Mathematik-Professor. Auf hinterer Position lümmeln sich Mighty Morgan Stanley und Goldman Sachs.
Der Shootout, ‘Profis (rot) gegen Amateure (blau)’, ist diesmal jedoch auch aus Makro-Perspektive eine mehr als eindeutige Angelegenheit.
Kollege Horace Dediu findet sich (als Ausreißer) nur im Mittelfeld, zeigt das beeindruckende Sommerergebnis noch einmal mit Unterscheidung nach Produkt und Betriebssystem.
Grafik: Asymco
Kreuz im Kalender: Calvetica verzeichnet Version 4.0


Sowohl Mac OS als auch iOS fehlen zeitgemäße Kalender-Anwendungen. Calvetica verbessert sein letztjähriges App-Store-Debüt und kann sich mit der Aktualisierung auf Version 4.0 (1.59 €; Universal; App Store-Link) als echte Alternative auf meinem Homescreen festsetzen.
Die Eingabemaske wechselt von “stilvoll mit Einschränkungen” in “stilvoll mit Potenzial” – insbesondere die zweigeteilte Monats-, Wochen- und Tages-Ansicht trägt zur Übersichtlichkeit bei. Dessen Wechsel mit Fingergesten gestaltet sich intuitiv, vermisst jedoch noch erheblich an Geschwindigkeit. Insbesondere das Umschalten zwischen Aufgaben (mit eigenem Cloud-Backup) und dem Kalender dauert eine kleine Ewigkeit. Die Darstellungsbremse scheint mit der Anzahl von angezeigten Kalendern zusammenzuhängen. Blende ich nur vier meiner vierzehn separaten Event-Planer ein, gibt’s nichts zu meckern. Trotzdem ist dieser Umstand und dessen fehlende Erwähnung inakzeptabel.
Calvetica nahm sich das (häufige?) Nutzer-Feedback von zu wenigen Optionen zu Herzen und ballert in den neuen Einstellungen nun ein Konfigurations-Feuerwerk ab. Für mich sticht ein frei wählbarer Wochenanfang, die zu personalisierenden Alarm-Töne und der (bekannte) Entwickler-Kniff über die ‘Badge’-Anzeige für das Datum heraus. Da Apple es Drittanwendungen nicht gestattet, ihr Homescreen-Icon zu ändern, beispielsweise um dort das aktuelle Datum festzuhalten, lösen einige Apps diese Einschränkung derzeit über die ‘Benachrichtigungs-Kennzeichen’. So schreibt Calvetica bei Bedarf eine ’20′ (für den 20. Juli) in den angehefteten Kreis des Homescreen-Icons.
Der ‘generische’ Alarm (durch langes Drücken auf den Plus-Button) ersetzt den zeitraubenden Wechsel in die Standard-Anwendung ‘Uhr’.
Wer den optischen Stil der Anwendung mag, wirft zusätzlich einen Blick auf Dialvetica (1.59 €; App Store-Link), das Ersatz für die Telefon-App spielen möchte – so richtig warm wurde ich persönlich mit dieser simplifizierten Adressbuch-Darstellung jedoch nie.
[update] Apples Geschäftszahlen für Q3/2011: 20.34 Millionen iPhones / 9.25 Millionen iPads
Apple legt Geschäftszahlen für das dritte fiskalische Quartal 2011 vor, das am 25. Juni 2011 endete. Mit 20.34 Millionen iPhones pendelt sich Cupertino in diesen Sommermonaten erheblich überhalb des letzten Rekordverkaufs ein. Gegenüber dem Vorjahresquartal kletterten die verkauften Stückzahlen der Apple-Telefone um 142-Prozent.

Nachdem im vergangenen Quartal ‘nur’ 4.69 Millionen iPads abgesetzt wurden, lief die Produktion in den vergangenen Monaten wesentlich ‘besser’. Apple konnte hier 9,25 Millionen iPads an den Mann und die Frau bringen. Im Vergleich zum Vorjahresquartal (erstmals möglich!), legte das Tablet um 183-Prozent zu.

Weitere Zahlen im Schnelldurchlauf: Die iPods sinken um 20-Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal auf 7.54 Millionen verkaufte Geräte. Auch die Macs steigen weiter: Mit einer Stückzahl von 3.95 Millionen entspricht dies einer Steigerung von 14-Prozent gegenüber dem dritten Quartal 2010.
Insgesamt verzeichnet der US-Konzern $28.75 Milliarden US-Dollar an Umsatz. Im Vorjahresquartal wurde ein Umsatz von 15,7 Milliarden US-Dollar beziehungsweise ein Netto-Gewinn von 3,25 Milliarden US-Dollar oder 3,51 US-Dollar pro Aktie erzielt. Die Bruttogewinnspanne liegt bei 41.7-Prozent (Vorjahresquartal: 39.1-Prozent). Der Nettogewinn beträgt 7.31 Milliarden US-Dollar oder $7.79 US-Dollar pro Aktie.
62-Prozent aller Umsätze verzeichnete Apple außerhalb der USA. In Q2/2011 waren es 59-Prozent.
“We’re thrilled to deliver our best quarter ever, with revenue up 82 percent and profits up 125 percent,” said Steve Jobs, Apple’s CEO. “Right now, we’re very focused and excited about bringing iOS 5 and iCloud to our users this fall.”
Ab 23 Uhr folgt die dazugehörige Telefonkonferenz, dessen interessante Details ich später hier nachtrage.
Update
- Apple verkauft 33 Millionen iOS-Geräte im abgelaufenen Quartal.
- Mittlerweile gibt es 28.7 Millionen iPads – 14 Millionen sind davon alleine in diesem Jahr verkauft worden.
- Das iPad erzeugt mehr Umsatz als alle Macs zusammengerechnet. Und: Es sind doppelt so viele iPads verkauft worden wie alle Macs.

Grafik: Mac Rumors
- Die Apple-Aktie durchschlägt die Marke von 400 US-Dollar.
- Aktuelles Bargeldvermögen: 76.2 Milliarden US-Dollar – im letzten Quartal kamen 10.5 Milliarden dazu.
- iTunes-Umsätze steigen um 36-Prozent (gegenüber dem Vorjahr).
- 91-Prozent der Fortune-500-Firmen setzen das iPhone ein (57-Prozent der Global-500-Firmen)
- 86-Prozent der Fortune-500-firmen setzen das iPad ein (47-Prozent der Global-500-Firmen)
- Das iPhone ist weltweit bei 228 Mobilfunkanbietern erhältlich.
- Aktuell existieren 222 Millionen iOS-Geräte.
- Durch die 327 Apple Stores wandern 73.7 Millionen Besucher – monatlich.
- “As a result, beginning on June 6 deferring $16 of revenue for each iPhone and iPad sold and $11 for each iPod touch, recognized over 2 years.“
- “Product transition in September quarter.“
- iPhone-Wachstum begründet in Ländern wie China, Südamerika und der Mittlere Osten. Außerdem 42 neue Mobilfunkanbieter und 15 neuen Ländern.
- “We’re not avoiding pre-paid market“
- “We will only make products that we’re proud of, that are the best in the world. And if we can do that and the price is lower, then we’re great with that.“
- “Apple TV is still a hobby…not a leg of the stool.“
- “we have some neat stuff coming.“
Ach…und Mac OS 10.7 kommt am Mittwoch, den 20. Juli 2011 – sprich: morgen, beziehungsweise heute.
[update II] Google+ als eigenständige App verfügbar


Mit angenehmer Überraschung, aber vorerst ohne große Worte, verweise ich auf die soeben im App Store aufgeschlagene Anwendung für Google+ (kostenlos; App Store-Link).
Einladungen gibt’s hier, erste Eindrücke gab’s dort.
Update

Keine Stunde später, folgt ein erstes Update, das seine Erwähnung als wohl schnellste Aktualisierung der App-Store-Geschichte überhaupt verdient.
Update II
Die erste Veröffentlichung war anscheinend ein Versehen.
We discovered an issue with the version of the iPhone Google+ App that was on the App Store. When we launched, the App Store started serving a previous test version of the App which didn’t have the stability and fixes that the latest version had.
Nicht vergessen: Heute Abend sprießen neue Apple-Quartalszahlen
Zu nächtlicher Stunde stehen uns am heutigen Abend Apples Geschäftszahlen für das dritte Quartal ins Haus. Dabei interessant: Wie viele iPads konnte Apple verkaufen produzieren (Schätzungen schwanken zwischen 6.0 und 9.5 Millionen) und was reißt das iPhone 4 noch im Rentenalter. Mit einem anrückenden iPhone 5 und weniger Verizon-Schwung im Rücken dürfte kein neuer Höchstwert, wie noch in Q2/2011 mit 18.65 Millionen Geräten, erreicht werden.
Obwohl sich Oppenheimer und Cook in der ‘Frage & Antwort’-Runde dieser Telefonkonferenzen gewöhnlich stark zurückhalten, drängen sich ein oder zwei Nachfragen zu den anhaltenden Patentstreitigkeiten auf. Greifbare Auskünfte erwarte ich nicht, trotzdem wäre eine Reaktion auf HTC, Kodak sowie die Lodsys-Nervereien interessant.
Als beliebtere Gesprächsthemen dürfte das Allzeithoch der Apple-Aktie und die möglicherweise bevorstehenden 600 Millionen ‘China Mobile‘-Kunden gelten.
ChangeWave-Umfrage: BlackBerrys holen sich erneut eine blutige Nase
Die neue ChangeWave-Umfrage, durchgeführt unter 4163 (zu 89-Prozent amerikanischen) Konsumenten, enthält viel überflüssigen Zahlenquatsch und zwei wesentliche Trends: iOS und Android setzen sich in puncto Kaufabsichten plus Käuferzufriedenheit ab; die BlackBerrys stürzen ab.
Dabei macht RIM keine sanfte Kleinkind-Landung auf den Podex sondern schlägt in bester Skateboard-Manier mit der Kinn-Unterkante am Bordstein auf.

Foto: ChangeWave Research
Im Vergleich zum Januar 2010, als noch 21-Prozent der befragten Teilnehmer planten einen BlackBerry innerhalb der nächsten 90 Tage zu kaufen, finden sich jetzt gerade einmal 4-Prozent! Einen niedrigeren Werte hat Research in Motion noch nie in einer ChangeWave-Untersuchung erreicht – trotzdem ist die Abwärtsentwicklung nicht neu.








