von Alex Olma
15. Mai 2012 – 14:13 Uhr

‘Notebooks’ hilft beim Mitschreiben in Meetings

Die iPhone-App Notebooks (4.99 €; App Store-Link) erreicht nach mehr als drei Jahren seine Version 5.0 ist verdient sich damit die Bezeichnung App-Store-Urgestein. Selbst die dedizierte iPad-Version (6.99 €; App Store-Link) schultert bereits zwei Softwarejahre. Die zusammen mit iOS gewachsene Notizbuch-Anwendung erstellt, verwaltet und sortiert Aufzeichnungen, Anmerkungen und ToDos – mit Fokus auf gewohnter Dateibasis.

IPhoneBlog de Notebooks

Streicht man die wesentlichen Merkmale vom überambitionierten Funktionsumfang einmal auf seinen Kern zusammen, bleibt ein Programm, das ideal für Meeting-Mitschriften geeignet ist. Im digitalen Aktenordner, der bevorzugt pro individuellem Projekt angelegt wird, lassen sich formatierte Dokumente (PDFs, Docs, etc.), Notizzettel (in Markdown, HTML oder Plain Text), Zeichnungen und Bilder sowie Audio-Aufnahmen sammeln. Eine datensatzübergreifende Suche findet verwendete Begriffe in den dazugehörigen Schriftstücken.

Größtes Plus: Notebooks vermittelt praxisnah Dateien zwischen dem Desktop und iOS. Die eindeutige Trennung von Dokumenten wird daher erst mit einem Dropbox-Sync richtig sinnvoll. Der drahtlose Abgleich funktioniert gut, ist mit seinem großen blauen Pop-up-Fenster allerdings nicht sehr elegant (oder flott). Leider ist der ungeschliffene Stil symptomatisch: Aufklappende Optionen schieben sich übereinander und Menüeinträge sind nicht prägnant oder verständlich beschriftet. Die Software dürfte sich öfters ein Herz fassen und ihre vielfältigen Bearbeitungs- und Einstellungsmöglichkeiten eigenständig einschränken oder den Nutzer mit einer vorgegebenen Auswahl bevormunden. Fünf separate Buttons nur für die Sortierung einer Dokumentenliste ist eindeutig zu ehrgeizig.

Abgesehen von der zum Teil fehlenden Gradlinigkeit und einer Handvoll (offensichtlicher) Bugs ist Notebooks eine wahnsinnig vielschichtige Notiz-App – von der Zip-Datenkomprimierung, über die PDF-Erstellung bis zur Weiterhabe von Dokumenten an OmniFocus oder Things. In der gleichen App-Store-Kategorie hatte ich mir erst kürzlich Noteshelf und Penultimate angesehen. Die Unterschiede in den Präferenzen könnten nicht gravierender ausfallen. Trotzdem ergänzen sich die verschiedenen Apps teilweise hervorragend: Mit Noteshelf erstellte Zeichnungen lassen sich beispielsweise in Notebooks importieren und finden so den Weg in ein (Desktop-)Projekt.

Unter dem Strich steht: Notebooks verknüpft als funktionsreiche Notiz-App die Vorteile von iOS mit der bekannten Navigation durch das Dateisystem vom Mac und PC. Eine vereinfachte Architektur würde der Software guttun, jedoch nichts daran ändert, dass der plattformübergreifende Brückenschlag, beispielsweise für Anmerkungen und Protokolle auf Konferenzen oder in Sitzungen, gelingt.

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