von Alex Olma
22. Mai 2012 – 21:49 Uhr

iOS frustriert Eugene Kaspersky

IPhoneBlog de Kaspersky

Eugene Kaspersky is “a little bit disappointed … Apple won’t let us” develop antivirus software for iOS devices, as he feels it is only a matter of time before criminals target the operating system.

“We as a security company are not able to develop true endpoint security for iOS,” Kaspersky told The Register in Sydney today. “That will mean disaster for Apple,” he opined, as malware will inevitably strike iOS in the future.

Man muss das verstehen: Herstellern von Antiviren-Software schwimmt ihr Geschäft davon. Verständlich, dass man darüber mal die Nerven verliert.

Die Aussagen von Eugene Kaspersky, Mitbegründer von Kaspersky Lab, tauchen allerdings nicht sporadisch auf sondern treiben als Spitze eines Eisberges seit Monaten gezielt durchs Nachrichtenmeer. Mit Blick in mein PR-Postfach finden sich alleine in 2012 unzählige ‘Kaspersky-Newsflashs’, die rhetorische Fragen aufwerfen (“Mehr Gefahren für mehr mobile Nutzer?“), nicht zu überprüfende Statements in den Raum stellen (“Virenschutz fürs Smartphone? Nie gehört!“) oder mit eigenen Statistiken Prozentzahlen würfeln (“Immer mehr mobile Malware: Über 67 Prozent attackiert Android“).

Niemand behauptet, es bestünde kein Bedarf an Aufklärung, Sicherheitsmechanismen und besseren Kompromissen. Ganz im Gegenteil. Angstmache und Zukunftsfeindlichkeit, nur weil ein Geschäftszweig sich radikal ändert, darf man allerdings kopfschüttelnd ignorieren.

  • http://thtouch.leberwurstsaft.de leberwurstsaft

    Danke, ganz meine Meinung.

  • http://twitter.com/pa721ck PA721CK

    Bitte, bitte kein Antivirus auf iOS. Sollen sie auf Windows (und von mir aus wahlweise am Mac) bleiben. Mir gehen Antivirenhersteller mit ihrer dämlichen “du musst jedes Jahr auf´s neue zahlen” Politik schon gehörig am…
    Noch dazu die Verlangsamung des Systems.
    Und man sieht doch, dass Hacker trotz Antivirus PCs angreifen können, siehe in jüngster Zeit der Virus (hab den Namen leider vergessen) der dazu “anregte” doch mit Kreditkarte dagegen zu bezahlen. Da sollte man finde ich doch mehr Aufklärung betreiben.

  • GE

    Ja, sehe ich genau so. Ich fürchte nur, dass das eine Eignedynamik bekommen wird … umso wichtiger solche Artikel!

    OT: Das alte Logo ging gar nicht, aber das neue finde ich auch nicht wirklich gut. Gelbe Seiten und so…

    • Fabian

      Re OT: Das neue Logo ist mit dem (schicken) iOS-Icon definitiv eine Verbesserung. Der Zusatz iPhoneBlog.de wirkt allerdings etwas deplatziert. Insbesondere dicke schwarze Trauerrand missfällt mir noch.

  • http://www.facebook.com/people/Martin-Ernst/100000710829284 Martin Ernst

    Das gebetsmühlenartige Wiederholen von bullshit ist beim Kaspi das Geschäftsmodell. Auch beim Botnet Bluff hat es geholfen, ein paar sinnlose Produkte zu verticken…

  • http://www.potatocows.com/,http://www.stimunation.com/ ChiefPotato

    Die meisten dieser Antivirus und “Sicherheits” Buden sind eines der Übel der Computer und Internet Branche.
    Nicht alle natürlich, aber die schwarzen Schafe tun sich besonders dadurch hervor ständiges Desaster Potenzial heraufzubeschwören, egal obs grad was gibt oder nicht.
    Sowas gefällt mir in der Weltpolitik genauso wenig wie für Propaganda für Software auf meinem Rechner oder sonstigem Gerät.

    Ja, es ist wichtig und richtig es anzusprechen und darüber zu warnen wenn es wirklich ein tatsächliches aktuelles akutes Problem gibt, aber die ständige “passt nur auf, wir warnen euch, bald kommen die Wölfe!!” Nummer nervt echt tierisch.
    Vor allem sind mir auch genau die Produkte dieser Hersteller in der Vergangenheit dadurch aufgefallen, dass wenn es wirklich mal nen fiesen Virus auf nem Rechner gab, dann war mit das erste was der gemacht hat meistens die lahme Antivrius Software auszuschalten bzw deren Sonderrechte im System sogar so umzumünzen dass diese für die Zwecke der Virusschreiber genutzt wurde.
    Also ja, total fürn A.
    Ich persönlich stehe dem totalen Kontrollwahn von Apple auf iOS ziemlich zwiegespalten gegenüber aber ja, die gute Seite ist dass es dafür da nunmal wirklich keinen sinnvollen Grund für solche Klumpsoftware gibt =)
    Weil da hat der OS Betreiber eben mehr Rechte als jeder der seine Software über den App Store vertreiben kann und allein schon dadurch kann er auch schneller Upgrades und Fixes ausrollen als so eine Bude wie diese, wenn nicht schon das auftreten von Malware immer im vorhinein verhindern.

  • Alex

    Auf dem iOS gibt es mit dem Sandboxing und dem Zulassungsprozess ja schon eine große Hürde für Malware. Und das Sandboxing wäre das erste was Antiviren-Tools deaktivieren müssten, um überhaupt auf dem Gerät arbeiten zu können, und um mehr als sich selbst zu überprüfen. Damit würde man das Gerät mit dieser Antivirensoftware aber auch erst in Gefahr bringen.

    • Flokass

      Naja aber JailBreakMe.com ist auch durch gekommen.

      • Alex

        Klar, bei Sicherheitslücken kommt Malware durch. Aber ein Antiviren-App müsste die vorhandenen und funktionierenden Sicherheitsmechanismen des iOS deaktivieren, um auch ohne Sicherheitslücken auf mehr als sich selbst zugreifen zu können. Und damit würde ein Antiviren-App selbst die größte Gefahr für das Gerät werden. Denn dann braucht es keine Bugs im iOS mehr, die man ausnützen müsste.

      • Flokass

        Ich hab momentan (leider) noch kein Android-Smartphone aber ich habe nichts davon gehört dass die viele Probleme mit Viren haben. Oder ist es anders?

      • http://www.iphoneblog.de/ iphoneblog

        Hängt stark vom Nutzerverhalten ab. Insbesondere geht es um die Installation von Software außerhalb vom Play-Store.

      • Flokass

        Dann ist es also wie bei Windows. Viren nur wenn selbst verschuldet.

  • http://www.eraser.org B. Braun

    Du triffst es auf den Punkt. Ich habe den Verdacht das die Hersteller von Antivierensoftware die Virenprogrammierer bezahlt um eine Daseinsberechtigung zu haben.

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