Öffentlicher Nahverkehr in Maps

von Alex Olma | 17. Juni 2012 | 12:20 Uhr

Apple verabschiedet sich mit iOS 6 von Googles Maps. Damit fliegt auch die Routenplanung im öffentlichen Nahverkehr, soweit im jeweiligen Land vorhanden, raus. App-Store-Drittanwendungen sollen diese Lücke zukünftig füllen.

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The new Transit APIs, referred to by Scott Forstall at 108:58 in Monday’s keynote, allow developers to register their app as a directions provider for routing directions for a particular set of coordinates.

Als populäre Annahme gilt, dass Apple im ersten Schritt kein eigenes Angebot, das hunderte von Städte abdeckt, (verhandlungs-)technisch gestemmt bekam. Doch was wäre wenn die (privaten) Verkehrsinfo-Anbieter gar nicht gewillt sind, ihre Daten durchzureichen. So geschehen mit Google in Wien, Österreich.

The truth of the matter is that if private companies are in charge of public transit and they have vested interests in pushing their own (or partner’s) apps then they have little to no incentive in providing GTFS data to Google. One might think that easy availability of routing info via Google maps might increase these transit companies’ income, but at least the two big Austrian transit authorities do not seem to agree.

IPhoneBlog de Fußweg

Keine Frage: Für Apple ist die systemweite Kontrolle der Maps-App entscheidend. Stichwort: Siri sowie die ‘Inter-App-Kommunikation‘.

Die Sammlung und Pflege der Metadaten gehört, im Gegensatz zu Google, allerdings nicht in Apples zentrales Geschäftsfeld. Sich von diesen Datensätzen freizukämpfen, birgt sogar strategische Vorteile: Kunden, die sich über falsche Busstationen oder U-Bahn-Zeiten beschweren, lassen sich zum jeweiligen Anbieter weiterschicken. Eine rechtliche Diskussion, mit denen Google als ‘Datenkrake’ ständig unter Beobachtung steht, wäre umschifft wenn man lediglich den Start- und Zielpunkt der geplanten Reise an die ‘Routen-App’ weitergibt.

Obendrein wäre eine dynamische Schnittstelle geschaffen. Updates für Zugstrecken oder für eine Schiffsüberfahrt aktualisieren sich ohne System-Update. Bislang bedurfte es einem kompletten iOS-Update um die fest installierten Apple-Anwendungen auf iPhone und iPad zu überarbeiten.

At the same time they are creating an incredible business opportunity to either create the official transit apps for certain areas or to create a premium transit up that competes with some crappy incumbent app. […] While Google’s answer was to have system from consuming data feeds, Apple’s is much simpler: There’s an App for that!

  • http://twitter.com/SebSemmi Sebastian Semmler

    eine problemlose Interaktion mit der z.b. der Fahrinfo App wäre schon echt praktisch

  • jo

    also wenn man in iOs6 kein Google Maps mehr hat, wäre das ernsthaft ein Grund kein update zu machen… ich hoffe allerdings mal, das Google Maps als eigene App weiter angeboten wird…

    • Linuxuser1

      Es gibt die WebApp und googleEarth. Beide bieten die Funktionen der alten Maps App.

      • andz

        die google maps webapp ist in der Bedienung im Vergleich zu der normalen Maps app meilenweit hinterher…

  • hoern

    Also Ich nutze Im mom Beides auf ios 6 hab einfach die Google maps auf den homescreen gezogen von daher hat man immer noch die Wahl

  • http://twitter.com/Steinbruch Jan Mathys

    In Deutschland sind die Openstreetmapdaten für Fussgänger oft besser als die Daten von Tomtom. Ist es möglich zu sehen, ob ios6 auf die OSM-Daten beim Fußgängerrouting zurückgreift? Es wäre ja schade, wenn dafür eine extra App gäbe anstatt die Datenquellen zu vereinen.

  • http://www.potatocows.com/,http://www.stimunation.com/ ChiefPotato

    Ist echt spannend wie weit und wie “gut” Apple das bis zum Release hinkriegt, zur Zeit siehts danach aus als würden sie das erste mal seit langem auf iOS nen ordentlichen Schritt rückwärts machen bei entscheidender Funktionalität.
    Ich kann mich bei iOS überhaupt nur drann erinnern dass das einmal der Fall war wo damals noch ne Version vom OS für 3G ausgerollt wurde für die das Gerät einfach viel zu wenig Ram hatte, somit lief dann alles schlechter und stürzte wesentlich öfter ab, damals konnte ja Apple noch halbwegs gegenrudern durch ein weiteres Update bzw dann noch spätere Updates garnicht mehr für die älteren Geräte anbieten, aber in diesem Fall gehts ja eher drum dass dann plötzlich alle Nutzer die das neue Update ziehen plötzlich an einigen Ecken mit weniger Funktionalität dastehen als vorher. Wenn Apple dass nicht hingebogen kriegt wird das Geschrei groß nach dem Release.
    Ich finds jetzt nicht grad die tolle Lösung wenn ich statt 1-2 Apps für Maps und Navi dann mit zig Apps dafür rumwerkeln muss weil die onboard App mal eben die Hälfte der wichtigen Funktionen nicht mehr hat.

  • Marco Köck

    zum Thema wien: dieses Feature funktionierte in Österreich bereits – Im zuge der em 2008 stellten sowohl wiener linien als auch öbb ihre Daten an Google zu verfügung. Dannach holte uns die Realität ein. Die weitergabe der Daten wurde kommentarlos eingestellt. Nach Nachfrage diverser User an diese Unternehmen brachte zu Tage, dass es keine technischen Probleme usw gab.

    dir Begründung zur Einstellung dieser Zusammenarbeit lautete: “google maps bietete keine Echtzeit information über Ausfälle diverser Linien – die eigenen Apps jedoch schon.”

    Das diese Apps irgendwie kaum jemand hat obwohl diese gar nicht so schlecht sind ist ein anderes Thema.

    Auf nachfrage bei Google bekommt man nur ein obligatorisches “es wird daran gearbeitet” – seit 3Jahren -.-

    Der User bleibt also auf der Strecke

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