von Alex Olma
14. Oktober 2012 – 14:21 Uhr

Über den Aufstieg und Untergang von Hipstamatic

IPhoneBlog de Hipstamatic

What we did was build a Ferrari and we didn’t know how to drive stick. So we had this awesome machine that wasn’t able to perform like it should.

“I think we totally got caught up in the San Francisco bubble. If you don’t leave enough, you forget that not everyone has an iPhone, and not everyone reads TechCrunch. The rest of the world doesn’t care about that stuff.”

Oder wie Instagram, Camera+ und eine desolate Firmenführung eines der ersten großen iPhone-Start-ups aus den App-Store-Wolken knipste.

  • http://www.commsign.de Johannes Dürr

    Schade, da hätte ich gerne weitergelesen … Fehlt da noch ein Teil des Artikels?

    • http://www.iphoneblog.de/ iphoneblog

      Der komplette Artikel findet sich hinter dem ‘via’-Link.

  • http://www.androidradar.de/ Leif

    Passiert leider vielen Apps die mit einem Hype gestartet sind. Path? … nutzt kaum noch einer. Wunderlist? … ebenso hinter der Konkurrenz zurück geblieben. Den meisten Apps (und Entwicklern) steht ein Hype auf lange Sicht nicht gut.

    • sebastian

      Zumindest die 6Wunderkinder beschweren sich aber nicht über zu wenig Nutzer von Wunderlist.

  • JesterLewis

    Danke für den verlinkten Artikel. Er gibt wirklich einen sehr guten Einblick in das bisherige Geschehen von Synthetic.
    Hipstamatic ist für mich immer noch einer DER Apps auf dem iPhone und ich hoffe, sie haben aus ihren Erfahrungen gelernt und kriegen die Kurve noch.

    Und den Instagram-Milliardendeal halte ich immer noch für einen (schlechten) Scherz…

  • http://www.facebook.com/david.garcia.775823 David Garcia

    Wow. Großartiger Artikel. Ich nutze Hipstamatic viel lieber als alle anderen Foto-Apps, habe mir schon Abzüge aus den USA shippen lassen und studiere regelmäßig neue Filterkombinationen… Ist nicht das intuitivste und vielleicht nicht das beste Programm, die Filter gehören jedoch meiner Ansicht nach immernoch zum Besten, was iOS zu bieten hat… Und ich hab viel ausprobiert. Instagram verwende ich dann lediglich zum posten… Ich hoffe, dass da endlich mal ne starke Hand ans Ruder kommt – dieser Lucas Buick scheint mir, selbst bei kritischer Hinterfragung des Artikels, irgendwie nicht die nötige Weitsicht zu haben.

  • http://www.appleoutsider.de/ AppleOutsider.de – Sebastian P

    So. Drei Wochen hat es gedauert bis ich dieses meandernde Etwas an Artikel zu Ende gelesen hab. Sowieso komm ich mir langsam vor als würde ich mit News erschlagen werden. Zero Inbox scheint langsam was zu sein was für mich auf alle Zeiten unerreichbar ist. Ich hatte im August meinen Google Reader mal auf Null.

    Aber ich schweife ab. Wenn ich mir die Informationen im Artikel genau anschaue so verstehe ich ehrlich gesagt den Titel dieses Postings nicht. Was meinst Du mit “Untergang”?

    Soweit ich das beurteilen kann ist die Firma nicht pleite. Ausgangspunkt für die Artikelreihe von Fast Company war ja sicherlich die Entlassung von drei Mitarbeitern die “The Verge” hier bespricht:

    http://www.theverge.com/2012/8/16/3247801/hipstamatic-layoffs-synthetic

    Wenn ich mir dann andere quellen anschaue wird von “all but six employees” gesprochen – von 11 Leuten

    http://mashable.com/2012/08/16/hipstamatic-lay-offs/

    Wenn man dann das “Wolf Pack” betrachtet, das drei Personen beinhaltet, so sind es also nur noch drei weitere Personen die in der Firma verblieben sind. Trotzdem spricht der Artikel auf Fast Company davon, dass die Firma letztes Jahr 11 Millionen Dollar eingenommen hat und für 2012 eine Einnahmenvorhersage von 22 Millionen Dollar hatte.

    Ich lese da sicherlich raus, dass Hipstamatic eine Firma ist, die es sicherlich weder geschafft hat, VC einzusammeln noch einen Buyout zu forcieren wie Instagram oder aber irgendwann einen IPO hinzubekommen – aber mir scheint auch das der Artikel davon handelt, dass man VC nur haben wollte um all die vielen Projekte zu finanzieren die man vorhatte um eben den IPO oder Buyout zu schaffen.

    Im Moment scheint mir Hipstamatic eine kleine, feine Firma zu sein, die für 6 Mitarbeiter die kein externes Geld eingesammelt haben pro Nase 2 bis 4 Millionen Dollar an Umsatz generieren. Mir kann doch keiner erzählen dass das nicht ein erfolgreiches Geschäftsmodell ist.

    Was genau ist hieran also der “Untergang” von dem Du sprichst, Alex? Ist die “Katastophe” dass die 11 Leute die in der Firma gearbeitet haben keine 100 Millionen Dollar bekommen haben für ihre Idee, alle zusammen? Ist das der Maßstab für Erfolg und Mißerfolg?

    Was ist dann Marco Arment? Ein kleiner Loser der’s nicht gebacken bekommt weil er lieber CEO und Hauptentwickler in Personalunion sein möchte? Und wie definiert sich John Gruber – 500.000 Dollar Einnahmen im Jahr – was für eine Lusche? Und was ist mit Tiny Wings? Auch kein Erfolg, weil auch dort IPO und Buyout nie passieren würden/könnten/sollten?

    Wie ist das im Vergleich zu Firmen wie ngmoco die für einen riesigen Haufen Geld eingesammelt wurden und jetzt auf ein verschwindendes Nichts zusammengefaltet wurden? Ist “Firemint” demnach ein Erfolg, auch wenn es den Laden ja im Prinzip jetzt nicht mehr gibt? Und wie ist es mit OpenFeint? Erfolg, weil viel Geld eingesammelt wurde? Oder Misserfolg weil es jetzt nur noch ein Mauerblümchendasein fristet gegenüber GameCenter…

    Mir scheint hier irgendwie ein sinnvoller Maßstab verloren gegangen zu sein. Wenn ich 4 Millionen User hätte die pro Nase jedes Jahr 6 Euro in meine Firma stecken für Filter dann wär ich glaube ich gut zufrieden. Im Angesicht von einem 1 Milliarden Dollar Buyout (eher 700 Millionen mittlerweile weil so viel Facebook-Aktien den Besitzer gewechselt haben) kann ich ehrlich gesagt bei Hipstamatic das Wort “Untergang” nicht gelten lassen.

    Meiner Ansicht nach ist die Firma ein kleiner aber feiner Erfolg und lediglich ein “Fehlschlag” weil die Arthouse-Community in SOMA einfach IPO oder Buyout als großes Ziel haben und die Kunst, ein gesundes Geschäftsmodell zu produzieren, gar nicht im Sinn haben und hatten. Anders kann ich mir die Aussage, “Ich habe gelogen, wir machen gar keinen Gewinn” im Artikel kaum erklären. Das ist ja quasi ein Schlag ins Gesicht jedes arbeitenden Menschen.

    So und jetzt les ich die Infos über “Color”. Die haben den Karren nämlich meiner Ansicht nach _wirklich_ vor die Wand gefahren. Hipstamatic mit denen in einem Atemzug zu nennen halte ich für sehr falsch.

    • http://www.iphoneblog.de/ iphoneblog

      Hättest du ‘Aufstieg und Fall’ als Titel gelten gelassen? Ist definitiv überzogen formuliert aber Hipstamatic bewegt sich derzeit in keine (vielversprechende) Richtung.

      Der Instagram-Deal scheint ohnehin einige der vormals lebendigen Foto-Communities zu lähmen.

      • http://www.appleoutsider.de/ AppleOutsider.de – Sebastian P

        tl;dr:

        Failure to Launch

        wäre meine Wahl gewesen, wo wir doch so sehr auf Filmtitel stehen ;-)

        Es verpackt die Unfähigkeit, ein eigenes soziales Netz zu bauen und die unstete Art (wie Color) das eigene Produkt zu definieren und immer neue Dinge rauszubringen die die Marke Hipstamatic “diluted”, sprich verdünnt hat.

        “Fail”/”Fall”/”Versagen”/”Untergang” sind insgesamt zu fatalistisch und beschreiben das, was passiert ist, nicht richtig. Das passt alles auf Color aber nicht hier.

        Hipstamatic ist nur “gescheitert” in den Augen von VCs, Leuten wie Andreesen und Horrowitz, die an der Firma kein dickes Geschäft machen konnten (Hipstamatic wäre als profitable Firma nie für eine große Summe aufgekauft worden, deshalb hätte Andreesen nie investiert, siehe Skype) – und natürlich in den Augen des “Wolf Pack”, die jetzt nicht Multimillionäre werden können. Der Grund warum alle ehemaligen Mitarbeiter sicherlich so einen dicken Hals haben ist weil sie denken sie wären zigfache Millionäre geworden wenn die Firma gekauft worden wäre.

        Was sich wie ein roter Faden durch den Artikel zieht ist ja, dass dem Wolf Pack die “Valuation” zu gering war, sprich sie wurden auf Basis des ordentlichen Gewinns bewertet. Nimm LucasFilm als Beispiel. Umsatz von 896 Millionen Dollar im Jahr, Verkaufspreis 4,05 Milliarden gemessen an drei garantierten Filmen mit jeweils ca. 1 bis 1,5 Miliarden Umsatz weltweit.

        Hipstamatic kann demnach meiner Ansicht nach nicht mit mehr als 30 bis 50 Millionen Dollar bewertet worden sein. Buick und Co haben diesen Deal nicht gewollt gemessen an den Beispielen im Text bezüglich der Bewertung von Camera+ mit dem Fünffachen.

        Ich sehe mit dem Verkauf von Instagram den Markt aber jetzt auch nicht wirklich als gelähmt an. Hipstamatic-Bilder können weiterhin in Instagram geteilt werden, sprich es hat eine Social Media Komponente. Die Frage ist ob Facebook Instagram vom Markt nimmt und in Zukunft das Teilen nur innerhalb von Facebook zulässt, sprich Hipstamatic täte gut daran sich selbst endlich ein eigenes soziales Netz zu bauen anstatt weiterhin von Instagram abhängig zu bleiben (die “Lähmung” besteht im Moment nur darin, an Instagram gebunden zu sein denke ich).

        Die 5 Entwickler rauszuwerfen war sicherlich ein guter erster Schritt. Mir scheint das waren alles sehr kreative Leute aber das soziale Verhältnis war komplett zerstört. Und ohne IPO oder Buyout kann man solch kreative Menschen auch nicht halten (siehe Apples Schritt, Dividenden auszuschütten um Kreative mit Aktienpaketen in der Firma zu halten)

        Wäre ich Buick würde ich mich damit abfinden, dass ich “lediglich” kleiner, mehrfacher Millionär werde in der näheren Zukunft wenn er es jetzt endlich gebacken bekommt, das Produkt für die Nische “Ich will nix mit Facebook zu tun haben” zu definieren.

        Mir kommen die Fehler bei Hipstamatic ähnlich vor wie die Art und Weise wie Yahoo es nicht hinbekommen hat, Flickr zu einem Erfolg zu führen. Auch dort fehlt die soziale Komponente, auch wenn sie im Ansatz vorhanden ist.

        Flickr wurde damals für 35 Millionen US$ verkauft – in den Maßstäben von Buick wäre das wohl eine Valuation, die unannehmbar, das dort genannte “Boot” gewesen.

        Mir kommt das alles vor als ob Hipstmatic so lange ein Erfolg war bis Marc Zuckerberg einen riesen Haufen Geld über Instagram ausgeschüttet hat. So ungefähr wie das Gefühl das man hat wenn man sich einen neuen Golf VII kauft, in der Einfahrt steht und der Nachbar kommt mit seinem neuen Ferrari 360 an. Auf einmal ist der Golf nur noch billig obwohl er für viele Menschen mit 35000 Euro Kaufpreis unerschwinglich wäre.

        Ich verbringe hier eindeutig zu viel Zeit Kommentare zu hinterlassen. Elender Qualitäsanspruch :-)

      • http://www.appleoutsider.de/ AppleOutsider.de – Sebastian P

        (habe obigen Text noch ein wenig nachbearbeitet und Sachen hinzugefügt)

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