von Alex Olma
11. Februar 2013 – 20:15 Uhr

Nike verweigert dem FuelBand eine Android-App

IPhoneBlog de Nike+

Herrlicher Zündstoff für die iWatch-Gerüchteküche – insbesondere weil Tim Cook im Verwaltungsrat von Nike sitzt.

Aber mal ernsthaft: Das Fuelband als Hardware stößt ohne Software-Komponente relativ schnell an seine Grenzen. Weshalb sollte man seinem Support-Team die offizielle PhraseRight now, we’re focused on iOS and web. We’re not working on an Android App.” abnicken beziehungsweise die Unterstützung für das zweite dominierende Betriebssystem vorenthalten?

Fest steht: Software macht heutzutage den Unterschied. Im direkten Vergleich verkauft die (bessere) App den Computer (Stichwort: iPad). Mir scheint es nicht unrealistisch, das Apple für eine iOS-Fuelband-Exklusivität auch bereit wäre Nike finanziell zu entlohnen.

In diesem Fall ist das natürlich pure Spekulation von meiner Seite. Das Konzept erscheint mir allerdings realitätsnah.

  • http://www.androidradar.de/ Leif

    Mir erschließt sich der Sinn dieser Bänder nicht. Ob Fuelband mit seiner iOS App, oder das neuere angekündigte Jawbone bzw das Fitbit für beide Plattformen. Wenn man die existierenden Exemplare vergleicht sollen sie wohl auch recht unterschiedliche und ungenaue Ergebnisse abliefern. Für etwas dass nicht genauer als eine reine SmartPhone App ist noch extra ein (unschönes) Device das zusätzlich geladen werden will am Arm baumeln zu haben – ich weiß nicht.

    Da glaube ich auch nicht das Apple für eine Exklusivität zahlen würde – dafür ist das Teil zu sehr spielerei. Ich schätze mal eher dass sie sich angesichts der aufkommenden Konkurrenz bei diesen Teilen mehr auf eines konzentrieren wollen.

    • http://www.iphoneblog.de/ iphoneblog

      “ich weiß nicht.”

      Ich schon. Seit fast einem Jahr schon ;)

    • stq66

      Ich selbst habe einen Fitbit One und finde es hauptsächlich spaßig bis interessant meine Schritte und die “Stockwerke” zu zählen, die ich so am Tag zurücklege. Großartig wissenschaftliche Erkenntnisse erwarte ich nicht, aber es ist für mich ein wenig ein Ansporn, doch die Treppe statt des Lifts zu nehmen, damit ich meinen Zähler entsprechend beinflusse.
      Der Schrittzähler zumindest ist hinreichend genau, das passt schon.

      Was mir am One so gefällt ist, dass ich ihn unauffällig und nicht störend in der Hosentasche mitführen kann. Die Ankündigung des neuen Fitbit Flex Armbands sehe ich mit gemischten Gefühlen entgegen. Ich hoffe nicht, dass sie die klassischen Tracker aufgeben, denn ich trage keine Armbänder und finde sie von unhübsch bis störend. Zumal sie mir ja keinen Mehrwert bringen. Wenn wenigstens der Puls gemessen würde, hätte ich für mich ein Argument, aber so bin ich in dieser Hinsicht auf Deiner Linie.

      Und ich schätze auch nicht, dass Apple hier wirklich (für sie) relevante Geldmengen in die Hand nehmen wird um sich fragwürdige Exclusivität zu erkaufen.

  • Joschka Vossieck

    Ich war auch extrem skeptisch, ist aber echt ein Riesen Punkt. Ich überlege zur zeit ob ich beim Smartphone nicht mal das xperia z nehmen soll. Die meisten Dinge sind auch kein Problem. Aber einzelne Apps fehlen einfach nach wie vor bei Android. Und die nike+ fuelband ist definitiv eine davon. Das nike das jetzt so abtut lässt mich eher wieder zum 5s blicken. (Bin ein sehr zufriedener 3,5 Zoll Benutzer und wenn es schon größer sein muss dann ruhig richtig)

  • Conrad

    die Debatte iOS vs. Android ist zwar zu ermüdend, aber der Gedanke Windows Phone, WebOS, Blackberry usw. als einzige Konkurrenz für iOS zu betrachten, gefällt mir mir immer mehr

  • HO

    muss da unbedingt geld fließen? reicht es nicht, dass tim cook bei nike im aufsichtsrat sitzt?

  • Markus (motu90)

    Es ist mir vollkommen egal, wer da hinter welchen Kulissen irgendwelche Fäden zieht. Tatsache ist, dass sich damit Nike zahlreiche potentielle Kunden vergrault. Dann greift man eben direkt zu “universelleren” Möglichkeiten, Stichwort Pebble oder Ähnliches.

  • Anonymus

    Ist ja nicht so, als ob diese Ding ein Riesen Erfolg ist. Wie denn auch, wenn DAS dominierende Betriebssystem ignoriert wird

    • http://www.facebook.com/matthias.maschke.562 Matthias Maschke

      DAS dominierende Betriebssystem. Deine Wortwahl finde ich fragwürdig, immerhin bestimmt das iPhone die Standards auf dem Smartphonemarkt, auch habe ich noch nie etwas von einem Trendsetter Androiden gehört. DAS dominierende Betriebsystem ( wie du es nennst ) deckt zu 80% den Marktanteil der 100€ – 300€ Smartphones ab.
      Das Nikefuelband spielt einfach in einer Lifestyle und Preisliga die eindeutig auf iPhone Kunden abzielt.
      Das soll jetzt nicht heißen das Androide kein Lifstyle haben und zum größten Teil billig Smartphones bevorzugen, aber….. halt moment mal, ok vielleicht doch.
      Wer kauft sich schon ein Smartphone für 250€ und ein Gadget für 150€ ?

      • Markus (motu90)

        Androidphones kosten auch locker mal über 500€, so ist das ja nicht ;) Dennoch ist es doch ziemlich dumm von Nike, sich einen großen Markt derart “auszuschließen”. Es ist ja auch nicht so, dass jetzt jeder iOS-Kunde ein Fuelband kaufen würde…

  • http://www.appleoutsider.de/ AppleOutsider.de – Sebastian P

    Diese Bänder sind genau so sinnvoll wie die Bändchen mit Hologrammen drauf. Ich weiß _wirklich_ nicht, wie man sinnvoll den Kalorienverbrauch messen will wenn man den Puls nicht misst.

    Von daher kann es mir gar nicht egaler sein ob es eine App für Android gibt oder nicht, dieses Placebo am Band ist überflüssig wie ein Kropf. Der Chip im Schuh ist da schon um Einiges passender aber auch da gilt: ohne Puls ist es absolut unmöglich, eine auch nur halbwegs exakte Aussage über den Energieverbrauch zu machen.

    Ich würd mir daher jedwedes Geld sparen und in eine Pulsuhr mit Brustgurt invenstieren wenn ich mich wirklich dafür interessiere, was ich an Aktivität hinter mir habe. Das Ding kostet 150 Euro (!)

    Aber da ist die Hürde für das Tagebuchführen wahrscheinlich so hoch dass so ein Labberband mit Ampel dran mehr zu Aktivität anregt als sonstwas…

    Es geht aber auch wirklich anders. Ein Schritt auf die Waage morgens sollte Anregung genug sein.

    Wie auch immer, anstatt die 150 Tacken in ein Homöopathen-Band zu investieren bezahl ich lieber 20 Euro für McFit und kaufe mir eine ordentliche Pulsuhr mit Brustgurt. Denn mal ehrlich: wie oft ändert sich für uns als Mensch mit bestimmter Arbeit die Aktivität am Tag? Höchstwahrscheinlich im Bereich von 10% mehr oder weniger. Die sportlichen Aktivitäten müssen gezielt geplant sein und nicht abhängig gemacht werden von der Handgelenkbewegung am Computertisch.

    Ich mein ich lass mich ja gerne vom Gegenteil überzeugen (das lustige Mobile Cloth hat mich ja mittlerweile auch überzeugt) aber ich kann dem Fuel Band wirklich überhaupt nix abgewinnen.

  • http://www.appleoutsider.de/ AppleOutsider.de – Sebastian P

    Diese Bänder sind genau so sinnvoll wie die Bändchen mit Hologrammen drauf. Ich weiß _wirklich_ nicht, wie man sinnvoll den Kalorienverbrauch messen will wenn man den Puls nicht misst.

    Von daher kann es mir gar nicht egaler sein ob es eine App für Android gibt oder nicht, dieses Placebo am Band ist überflüssig wie ein Kropf. Der Chip im Schuh ist da schon um Einiges passender aber auch da gilt: ohne Puls ist es absolut unmöglich, eine auch nur halbwegs exakte Aussage über den Energieverbrauch zu machen.

    Ich würd mir daher jedwedes Geld sparen und in eine Pulsuhr mit Brustgurt invenstieren wenn ich mich wirklich dafür interessiere, was ich an Aktivität hinter mir habe. Das Ding kostet 150 Euro (!)

    Aber da ist die Hürde für das Tagebuchführen wahrscheinlich so hoch dass so ein Labberband mit Ampel dran mehr zu Aktivität anregt als sonstwas…

    Es geht aber auch wirklich anders. Ein Schritt auf die Waage morgens sollte Anregung genug sein.

    Wie auch immer, anstatt die 150 Tacken in ein Homöopathen-Band zu investieren bezahl ich lieber 20 Euro für McFit und kaufe mir eine ordentliche Pulsuhr mit Brustgurt. Denn mal ehrlich: wie oft ändert sich für uns als Mensch mit bestimmter Arbeit die Aktivität am Tag? Höchstwahrscheinlich im Bereich von 10% mehr oder weniger. Die sportlichen Aktivitäten müssen gezielt geplant sein und nicht abhängig gemacht werden von der Handgelenkbewegung am Computertisch.

    Ich mein ich lass mich ja gerne vom Gegenteil überzeugen (das lustige Mobile Cloth hat mich ja mittlerweile auch überzeugt) aber ich kann dem Fuel Band wirklich überhaupt nix abgewinnen.

    • Markus (motu90)

      Du hast schon vollkommen recht, das ganze ist ein überteuertes Spielzeug ohne großen Erkenntnisgewinn für den Träger. Aber der Kern der Sache liegt glaube ich woanders: Es geht um sportliche Aktvität als “lifestyle”, nicht der Leistung wegen. Der Träger eines Nike Fuel Band lässt sich gleichermaßen verschaukeln, “sportlich aktiv” zu sein und auch noch einen Ansporn zu erfahren. Es geht dabei nur um einen gewissen (teilweisen) Selbstbetrug, einen Indikator zu finden, am Tag sich irgendwie bewegt zu haben, damit das Gewissen beruhigt ist.
      Wenn es jemand wirklich auf “Sport” im richtigen Sinne absieht, und damit nicht treppensteigen, autofahren und einkaufen meint, wird mit Sicherheit auch in das von dir genannte Equipment investieren.

      • stq66

        Ja, es ist ein Spielzeug, aber nein, es ist nicht ohne Erkenntnisgewinn.

        Um einen ersten Schritt (sic!) in Richtung gesünderer Lebensweise zu tun kann so ein Gerät der richtige Ansporn sein. Regelmäßig gut Bewegung und immer wieder mal das Auto stehen zu lassen und statt dessen zu Fuß zu gehen oder die Treppe statt des Lifts zu nehmen ist sicher sinnvoller, als einmal im Monat einen Marathon zu laufen (überspitzt formuliert).

        Und wenn ich sehe, dass ich heute eine unterdurchschnittliche Menge an Schritten gegangen bin motiviert mich das, heute Abend am Nachhauseweg einen Umweg zu nehmen.

        Das hat mit Selbstbetrug nichts zu tun, vielmehr kann es ein Einstieg in einen richtigen Sport sein. Aber man kann nicht von Leuten, die ihr ganzes Leben kaum Bewegung gemacht haben und vielleicht noch stark übergewichtig sind nicht verlangen, sofort mit Leistungssport anzufangen. Das ist weder gesund, noch für sich gesehen motivierend.

        Insofern ist es wirklich ein Spielzeug. Im positiven Sinne um per – Vorsicht buzzword! – gamification den Benutzer zu etwas zu bringen, was er von sich aus vermutlich nicht täte oder schaffte.

      • http://www.appleoutsider.de/ AppleOutsider.de – Sebastian P

        Klar ist es ein Motivator aber wie gesagt – wie will man bitte Armbewegung sinnvoll in Energieumsatz umrechnen?

        Wenn ich meine Geschichte mit Fahrradergometern und Garmin Edge und Polar-GPS-Geräten mit Herzfrequenzmessung mal alleinig herannehme, so zeigte z.B. mein Tunturi Ergometer 15% andere Energieverbrauchswerte an aas Tunturi hatte als ein Gerät von Kettler. Kettler zeigte mir 800kcal pro Stunde an bei Eingabe von Körpergewicht, Alter, Größe, Geschlecht und Messung der Herzfrequenz über Sensoren am Lenker, während der Tunturi einen Brustgurt unterstützt mit Funk aber auch einen Fingermesser hatte.

        Die Pulsuhr von Polar zeigte mir nochmal 15% weniger an (sprich ich war dann bei 550kcal pro Stunde angekommen auf dem Ergometer). Auf dem Fahrrad ohne Trittfrequenzmessung hatte ich dann mit der Polar mehr als mit einem Garmin Edge 705 mit Herzfrequenz, GPS und Trittfrequenzmessung. Da war ich dann bei knapp 500 kcal pro Stunde angekommen.

        Und wenn man das dann noch in eine Software eingepflegt hat die den Höhenunterschied und die Windrichtung betrachtet hat, ist man irgendwo bei 480kcal angekommen.

        Und die Zahl vergleicht man dann mit den Werten die man aus Nahrungstabellen und auf der Rückseite von Essenspackungen findet um seinen maximalen Verbrauch von 2200kcal als Mann einzuhalten. Ich drück es mal so aus: wenn ich 800kcal auf dem Kettler angezeigt bekomme, kann ich nach einer Stunde ne Pizza futtern. Wenn ich den Edge nehme und in den Wald fahre, muss ich dafür ZWEI Stunden fahren.

        Das Argument ist dann sicherlich, dass bei so extremer Streuung man auch gleich auf jedwede Kalorienangabe verzichten kann und einfach einen Trägheitssensor in ein Armband einbaut um zu sehen wie oft das Handgelenk durch die Gegend bewegt wird, und ne Ampel dran klatsche.

        Der Effekt liegt dabei dann allerhöchstens in dem grünen Licht UND dem Vergleich mit Freunden. Sprich ein Fuel-Band ist meiner Ansicht nach hochmotivierend, wenn man Freunde hat die auch so ein Band haben mit denen man die Daten vergleichen kann. Eine Anbindung an Twitter oder eine Webseite die die Daten übernimmt und mit der man dann “angeben” kann ist sicherlich dann ein positiver Effekt. Hier sehe ich dabei aber auch die Gefahr. Wenn man die ganze Zeit “grün” sieht und der Meinung ist man wäre aktiv, darf’s dann gleich ne Kugel Eis mehr sein oder ne Tüte Chips Abends vor dem Fernseher. Gerade deshalb ist so ein Fuelband wohl eher was für Leute die keine richtigen Gewichtsprobleme haben. Abnehmen kann man mit so einem Ding höchstw. nicht. Deshalb vergleiche ich es auch mit den Hologramm-Armbändchen mit denen man sich einredet dass sie irgendeinen positiven Effekt haben.

        Einsame Wölfe (wie ich) kaufen sich denke ich eher eine Pulsuhr und motivieren sich über “auf die Waage stellen” und das Führen eines Aktivitätstagebuchs.

        Hey, ich würd so ein Fuelband sicherlich auch für 30, 40 Euro kaufen und als Motivator nehmen wollen aber bei dem Preis… nee Danke. Das ist wirklich… als jetzt mal im Ernst. Rausgeworfenes Geld.

        Ich glaube es wurde schon gesagt – falls diese Funktion in eine Uhr integriert würde die mit dem GPS-Sensor im Telefon zusammenarbeitet und dann über Bluetooth die Daten eines Herzfrequenz-Brustgurts entgegen nehmen würde – dann würd ich mir sogar eine Ampel anzeigen lassen ;-)

        Sprich wenn Apple eine Uhr rausbringt bin ich sicherlich der erste in der Warteschlange.

      • stq66

        Nur kurz soviel: ich denke wir stimmen in vielen Punkten überein. Wobei ich bei meinen Ausführungen dem Irrtum aufgesessen bin, dass Du primär vom Fuelband sprichst und ich von einem Steptracker wie dem Fitbit one.
        Ich verwende das Ding tatsächlich als Schritt- und Stockwerkszähler und beachte den Kalorienverbrauch praktisch nicht.
        Und hier benötige ich, der in dieser Hinsicht auch zu der Kategorie “einsamer Wolf” zu zählen ist, auch keine Freunde um mich anzuspornen. Ich schaue, dass ich möglichst mein Tagespensum erreiche, wenns mehr ist, noch viel besser.
        Mit einer Ampel a la Fuelband benötigt man natürlich eine Peergroup, mit der man sich messen/vergleichen kann.
        In dem geradegerückten Kontext passen dann denke ich unser beider Aussagen.

        Und dass so eine integrierte Uhr fesch wäre…

      • http://www.appleoutsider.de/ AppleOutsider.de – Sebastian P

        Genau. Uhr. Sofort :-)

  • stq66

    Vielleicht ist das alles doch nicht so abwegig…

    gerade auf Appleinsider gelesen, dass es Gerüchte gibt, dass Apple ein richtiges “wearable-computing-environment” inkl. diverser Sensoren entwickelt. So gesehen würde das ins Bild passen.

    Link zum Artikel: http://appleinsider.com/articles/13/02/12/apple-secretly-developing-entire-platform-for-wearable-attachable-computing

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