von Alex Olma
21. Februar 2013 – 17:12 Uhr

Das Bargeld-Budget im Blick: Next – Expense Tracking

MoneyBook (2.69 €; App-Store-Link) und ListBook (1.79 €; universal; App-Store-Link) gefallen mir aufgrund ihrem schlichten Layout bereits ausgesprochen gut. Next – Expense Tracking (1.79 €; App-Store-Link), das neuste iPhone-Projekt von noidentity, versetzt dem (für mich anstrengenden) Thema ‘Ausgabenerfassung’ einen neuen Streifschuss. Die App ist interessant weil sie auf zeitraubende Firlefanz-Einstellungen verzichtet.

IPhoneBlog Next Expense Tracking

Next kommt mit nur drei iOS-Seiten für die kleine Hausbuchhaltung aus. Ein Screen widmet sich der Erfassung von finanziellen Ausgaben – bevorzugt unterwegs. Abgefragt wird lediglich die Kategorie und der Preis in den ein Kauf fällt. Bildschirm zwei und drei werfen eine Tagesanalyse sowie Langzeitübersicht, gestaffelt nach Woche, Monat und Jahr, aus. Die Rubriken, in denen Kosten erfasst werden, lassen sich sortieren aber nicht eigenständig benennen.

Was ich mag: Die App traut mir zu, dass ich eine Ausgabe der passenden Kostenstelle (Kleidung, Lebensmittel, Busticket, etc.) zuordnen kann und mich nicht bei jeden Kaugummi-Kauf an der Tankstelle damit belästigt, eine komplexe Informationsakte anzulegen. Ob’s ein Kaffee oder ein Croissant war, das später in der Abrechnung mit 2 Euro aufschlägt, ist egal. Wichtig ist (mir) ein (Rubrik-)Überblick der Ausgaben für solche Kleinigkeiten.

Grundsätzlich zahle ich überall mit Kreditkarte (und sichere mir so die Online-Belege). Wo aber (Mini-)Bargeldbeträge abbleiben, überblicke ich nie. Genau hier kommt Next zum Einsatz. Als Mini-Ausgabenkontrolle in einer sehr spezifischen Nische im großen Thema Buchhaltung.

  • stq66

    Schaut recht gut aus. Ich habe eine Zeit lang meine Ausgaben mit “Geld” erfasst, das im Grunde das gleiche Prinzip verfolgt.

    Dort definiert man Kategorien, die dann sehr rasch und einfach mit den Einkäufen gefüttert werden.

    Schön daran ist, dass man je nach Granularität der Definition den Überblick für sich selbst wählt.

    Weniger schön ist dass man sich vorher Gedanken über die Kategorien und ihre Granularität machen muss.

    Und optisch ist es nicht der Rede wert. Einfache Listen ohne jeglichen Schnickschnack. Nicht hässlich aber eben auch nicht weiter bemerkenswert.

    Erwähnenswert ist vielleicht noch der Export der erfassten Daten nach Dropbox, falls jemand eine genauere Analyse seiner Ausgaben vornehmen will.

    (Falls es jemanden interessiert: Geld von 40Hz https://itunes.apple.com/at/app/geld/id421730040?mt=8)

    Aber deinen Tipp werde ich mir jedenfalls genauer ansehen.

    • http://twitter.com/SebSemmi Sebastian Semmler

      was kommt bei dem Export für ein Dateiformat?

      • stq66

        Einfaches Textfile, mit Tab getrennten Spalten.

  • shsf

    Einfach immer mit KK bezahlen, dann haste das Problem mit Bargeld nicht (leider in DE noch ein Problem)

  • http://twitter.com/Eftimin Markus Sax

    “Grundsätzlich zahle ich überall mit Kreditkarte”

    Beneidenswert. Hierzulande wird man beim Versuch mit Kreditkarte zu bezahlen mitunter genauso irritiert beäugt, als hätte man Muscheln zum Tausch angeboten.

    • Markus (motu90)

      Genial, danke für diesen grandiosen Kommentar! :D Ich wurde wie ein Zeitreisender angeschaut, als ich hier in den USA mit Bargeld zahlen wollte…

  • http://twitter.com/koenig_sk Sub Wayne

    Benutze nun seit mehr als einem Jahr ‘Meine Ausgaben’ (https://itun.es/de/hqIwv.i) und bin eigentlich sehr zufrieden! Tut was es soll, Diagramme im Landscape, Dropbox Backup, nur der iCloud Sync fehlt, an dem wird aber wohl gearbeitet! Export in unterschiedlichen Varianten möglich!

    • http://twitter.com/klyonrad Lauk

      ich auch – aber zugegeben: Die Erfassung von kleinen Beträgen unterwegs ist trotzdem ein wenig umständlich. Andererseits möchte ich – im Gegensatz zu Alex – die Erfassung ob es nun ein Schokocroissant oder ne Pizza war, nicht missen ;)

  • jayster420

    Nutze dafür Toshl. Wunderschönes simples UI, tags, web-sync, exports etc.
    https://toshl.com/learnmore/

  • Necutan

    Moinsen, ich möchte die Diskussion um einen Auszug aus Wiki ergänzen:

    “Händler

    Die Gebühren bzw. Transaktionskosten trägt der Händler, bei dem der Karteninhaber seine Waren oder Dienstleistungen erwirbt. Sie werden in Form eines Abschlags (Disagio) erhoben. Die Höhe des Disagios ist je nach Branche und Transaktionsvolumen des Verkäufers unterschiedlich und üblicherweise von der Kreditkartengesellschaft vorgegeben. In Ausnahmefällen kann der Händler hierüber auch verhandeln. Üblich sind 3 % bis 5 % plus eine fixe Pauschale (0,10–0,25 Euro) pro Transaktion − je nach Branche kann der Satz aber auch nur bei 1 % oder bis zu 10 % sein. Zusätzlich entstehen dem Verkäufer monatliche Fixkosten durch die Bereitstellung der Systeme. Einzelne Vertragspartner mit sehr hohem Transaktionsvolumen erhalten von den Kreditinstituten gelegentlich auch Sonderkonditionen. Als Gegenleistung gewährt das ausgebende Kreditinstitut dem Verkäufer bei Einhaltung aller Verfahrensanweisungen eine Zahlungshaftung, auch Delkredere genannt. Grundsätzlich gilt aber, dass die Gebühren wesentlich höher sind als bei der Zahlungsabwicklung mit einerMaestro- oder ec-Karte.”

    (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Kreditkarte#H.C3.A4ndler).

    Fakt ist, dass der Deutsche Handel so immense Bereitstellungskosten tragen muss, dass er nicht willens ist häufige Kreditkartenzahlungen zuzulassen. Die in dem Auszug erwähnten “Sonderkonditionen” werden höchstens großvolumigen Umsetzern (zB Tankstellen) gewährt, nicht aber der Pommesbude oder dem Bäcker. Ergo lohnt sich für die Händler der bargeldlose Zahlungsverkehr via KK nicht.

    Das Croissant, welches regulär ca 1 EUR kosten würde, käme so auf knapp 1,30/1,40 EUR Verkaufspreis, damit der Händler seine Marge halten kann. Das würde dem Deutschen sofort auffallen und er würde es nicht kaufen. In Amiland sind beispielsweise die Kosten eingepreist. Kleine Händler zahlen meist eine Pauschale…

    Also ist weder der Staat, noch der Deutsche an sich, noch der Händler wirklich Schuld an mangelndem KK-Verkehr. Die KK-Unternehmen selber sind es…

    LG

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