von Alex Olma
5. Juli 2013 – 18:42 Uhr

Leichte Sommerliteratur: Bücher und PDFs unter iOS im Sync

Alles synct. Wirklich alles? Bücher und Magazine, die nicht von Amazon (Kindle) oder Apple (iBookstore) stammen, nerven. Regelmäßig.

Als Rezensionsmuster bekomme ich von Verlagshäusern mittlerweile kompakte PDFs, anstatt wuchtiger Papierberge. Crowdgefundete Bücher gibt es komfortabel als ePUB und Humble eBook Bundles sind von Natur aus multiformat und DRM-frei. Das wirft Fragen nach Software auf, die mir meine Belletristik zum bequemen Gerätewechsel zwischen iPhone und iPad von selbst abgleicht. Wo sind die Import-Hürden am niedrigsten und welcher App schaut man auch nach einer längeren Lese-Session noch gerne aufs Layout?

Hier zwei schnelle Empfehlungen um seine dateibasierte Literatur, die sich nicht im üblichen RSS-Netz und von Instapaper einfangen lässt, über alle Geräte abzugleichen.

IPhoneBlog de iBooks Sync

Nach strenger Auswahl verbleibt lediglich iBooks (kostenlos; universal; App-Store-Link) und Readmill (kostenlos; universal; App-Store-Link) noch auf dem Homescreen. GoodReader (4.49 €; iPhone/iPad) lässt sich bei aller technischen Sympathie optisch nicht (mehr) ertragen; DotDotDot (kostenlos; universal; App-Store-Link) sieht speziell auf Retina-Displays nett aus, beschränkt sich aber ausschließlich auf ePUBs. Die Amazon Kindle-App (kostenlos; universal; App-Store-Link) frisst dagegen keine ePUBs und gleicht den Lesestand für Dokumente, die direkt auf dem Gerät liegen, nicht ab.

Daher, ab zu den Siegern.

iBooks besitzt einen automatischen Sync, der sich auf den Lesestand, die Lesezeichen und abgegebene Kommentare bezieht auch wenn's keine Kaufbücher aus Apples iBookstore sind. Schon gewusst?

Voraussetzung: Das entsprechende Häkchen in den Systemeinstellungen und der identische App-Store-Account (nicht gleichzusetzen mit dem iCloud-Konto).

Apples Leseanwendung nimmt die literarischen Werke klassisch über iTunes Sync entgegen, speist die Dateien aber auch über den 'Öffnen in'-Dialog ein. Das bedeutet: Mit Instashare (kostenlos; universal; App-Store-Link), Dropbox (kostenlos; universal; App-Store-Link) oder Files (2.69 €; universal; App-Store-Link) geht's wesentlich flotter (und obendrein drahtlos). Dem lokalen Netzwerk ist außerdem die Größe der PDF-Magazine oder bildlastigen Bücher schnuppe. Einzige Einschränkung: Kopiert muss das Lesewerk jeweils individuell auf alle beteiligten Geräten.

Zusätzlich besteht über die Mac-Anwendung Digested eine bequeme (wenn auch kabelgebundene) Möglichkeit, die individuellen Kommentare und unterstrichenen Textpassagen komplett zu exportieren – wahlweise zu Evernote oder in ein separates PDF.

IPhoneBlog de Readmill

Readmill ist ‘social’, will vernetzen und digitale Bücher über intelligente Bookmarks und Anmerkungen, die man sich auch von anderen Lesern zur gleichen Lektüre einblenden lassen kann, modernisieren. Modernes Lesen? Ja, irgendwie.

Das Start-up nimmt eBook-Uploads über ihre Webseite entgegen. Alternativ lässt sich auch hier die 'Öffnen in'-Dateifreigabe von iOS verwenden um das Buch in seine persönlich Cloud-Bibliothek zu laden.

Beeindruckt war ich von der Erkennung meiner Uploads. Autor und Titel ordnete der Dienst minutenschnell zu. Für ein einziges PDF in meinen Testlauf funktionierte dies nicht. Manuelles Editieren ist nicht erwünscht; eine Support-Email sollte ich schreiben. Innerhalb von 5 Minuten erhielt ich nicht nur eine Antwort sondern auch die eingefügten Metadaten. Hut ab!

Das quasi-öffentliche Literaturverzeichnis leistet noch weitere Mehrwertdienste. So führt es beispielsweise Buch was man wann liest, wie viel Zeit man investiert und welche Bücher nach den eigenen Lesegewohnheiten noch empfehlenswert sind. Durch die zentrale Dateiablage verstehen sich die Sync-Features von selbst.

  • Micky Roth

    Die Amazon-Kindle-App gleicht den Lesestand bei mir problemlos zwischen iPad, iPhone und Paperwhite ab. Dokumente sind im .mobi-Format.

    • http://www.iphoneblog.de/ iphoneblog

      Aber nicht wenn die Dokumente lokal auf dem “Gerät” liegen, oder übersehe ich da etwas?

      Und ja, PDFs sind umstritten. Bei technischer Literatur (Programmierbücher, etc.) klappt aber die Konvertierung (mit Calibre) meistens nicht.

      • Micky Roth

        Also ich schicke sie immer mit “Send to Kindle” auf die Geräte, dann klappt das mit dem Sync… vielleicht weil sie dann noch zusätzlich in der Amazon-Cloud liegen? Irgendwoher muss er ja auch wissen dass es sich um identische Dokumente auf den verschiedenen Geräten handelt, die er synchronisieren muss.
        Technische PDFs müssen dann ja eh in Farbe sein, da kommt ja eigentlich nur das iPad zum Lesen in Frage – da hab (zumindest) ich dann keinen Syncbedarf. Obwohl, hab da noch eine historische Perry Rhodan-Sammlung als PDF, da wünschte ich mir auch den Sync.

        Calibre also nur für Belletristik…

        Was GoodReader angeht, hast Du auch vollkommen recht: So toll das Programm ist, es ist völlig überladen mit UI – das Lesen kommt dann letztendlich zu kurz :-(

      • http://www.iphoneblog.de/ iphoneblog

        “vielleicht weil sie dann noch zusätzlich in der Amazon-Cloud liegen” – ja, so verstehe ich das.

        Lustig ist, das iBooks das ‘eigene’ Buch nicht in die iCloud speichert (speichern kann), aber trotzdem den Sync hinbekommt.

  • Thomas Peterson

    Ich benutze mein Ipad gar nicht mehr zum lesen.
    Diese Displays sind fürs viel lesen einfach nicht gemacht.
    Ich nutze nur noch das Paperwhite.

  • AbuDun

    Ich kann “Marvin” (http://marvinapp.com/) wärmstens empfehlen. Schickes, nicht überladenes Design und viele Importmöglichkeiten (Dropbox, calibre, etc.). Zudem: kostenlos!

    • http://www.iphoneblog.de/ iphoneblog

      Sieht gut aus. Danke.

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