djay 2

Der Dezember 2010 liegt bereits eine kleine Ewigkeit zurück. Djay von Algoriddim, das in diesem Winter vor 2.5 Jahren auf dem iPad erschien, wirkt in meiner Vorstellung aber noch gar nicht so alt. Einen Apple Design Award, 18 Updates und ganz viele Preissprünge später steht Version 2 als neue App für iPhone (0.99 €; App-Store-Link) und iPad (4.99 €; App-Store-Link) im Download-Verzeichnis.

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Das Quasi-Update, 50-Prozent reduziert in der ersten Woche, ist ein mehr als fairer Einführungspreis, sowohl für bestehende Kunden wie auch Neuinteressierte. Den Download der kostenlosen aber nervig zusammengekürzten Ausprobierversion (iPhone + iPad) kann man sich sparen. Aufspringende Pop-ups, die Funktionen unterbinden und nur auf die Vollversion im App Store verweisen, schmälern die ‚User Experience‚. Algoriddim tut sich damit keinen Gefallen. Finanziell scheint die Extra-App mit einem Null-Euro-Preisschild in diesen Zeiten jedoch unverzichtbar.

Ein ‚Walkthrough‚ durch die neuen Features, für die mir nicht nur das erweiterte Vokabular abseits der Pressebeschreibung fehlt, sondern auch das Musikgefühl und Beat-Verständnis, zeigt dieses sechsminütige Video.

Um Titel auf Plattenteller zu werfen, müssen die Songs lokal vorliegen. Musik aus der iTunes-Match-Bibliothek hängt der Verweis an, diese zuerst herunterzuladen.

Die Auswahl der Stücke, in der sich Titel zum Abspielen vormerken lassen, zieht sich auf volle Bildschirmbreite. Das ist sehr übersichtlich. Ein ‚Dark Theme‚ schützt die Augen vor greller Bildschirmhelligkeit in düsterer Umgebung. Allerdings lässt sich die optische Unterscheidung zwischen Titeln, die direkt auf dem Gerät gespeichert sind (und damit abspielen lassen) und dem gesamten iCloud-Verzeichnis (das zuerst heruntergeladen werden muss) im dunklen Skin nur schwer unterscheiden.

Djay 2 ist eine dieser Apps, die ein 128 GB-iPad rechtfertigt. Es ist eine Anwendung, die ich (mit seinem tollen Iconfactory-Logo) nur zu gerne auf meine erste Homescreen-Seite kleben würde. Doch ich brauche mir da nichts vorzumachen: mehr als ein paar unpassende Tracks mische ich hier nicht zusammen (auch wenn die Spielerei mit den Fingern auf dem virtuellen Vinyl großen Spaß macht). Mein Neid gilt daher allen, die djay 2 wohlklingende Musikkompositionen entlocken.