Treffen sich zwei Heimcomputer…

Foto: biosrhythm.com
Nostalgisch: Paul Rickards bastelt einen C64-USB-Brotkasten mit dem er über das Camera Connection Kit ins iPad schreibt. Eine (wahrscheinlich bekannte) Randbemerkung: Der kleine Apple-Adapter schluckt auch meine Tastaturanschläge vom neuen ‘Das Keyboard‘ (Affiliate-Link).
Zwei Tage später baut sich Rickards einen USB-NES-Joystick für iMame. Wirklich Retro, der Mann.
Gizmon iCA iPhone Case (+ Video)
Einem Retro-Kamera-Case für das iPhone 4/4S konnte ich nicht widerstehen: Auch wenn’s nur ein lupenreiner Plastikmantel ist, geht der Sex-Appeal eines Smartphones als Old-School-Knipse nicht verloren. Für 65 US-Dollar wirst auch du schwach!*
Seit der Instagram-Erfolgsgeschichte verfälschen wir alle unsere High-Res-Fotos mit Mottenkisten-Filtern. Warum weiten wir den Trend nicht auch auf unsere Hardware aus, die sich schließlich für diese Fotos verantwortlich zeigt? Wie dem auch sei. Was sich als pure Spielerei ankündigt, birgt drei praxistaugliche Vorteile: An der Hartschale lässt sich ein Kameragurt befestigen, mit dem das Telefon auf der nächsten Städtereise jederzeit zugriffsbereit am Hals baumelt. Außerdem bietet ein Schraubgewinde über der iPhone-Linse die Möglichkeit, zusätzliche Objektive einzudrehen. Im Lieferumfang enthalten ist ein dem Glif ähnlicher Stativfuß in Standardgröße.
Das Design stellt sich auch sonst nicht dumm an: Alle Knöpfe und Anschlüsse, mit Ausnahme des ‘Lautlos’-Schalters, sind von außen zugänglich. Insgesamt eine clevere Konstruktion mit sehr speziellem Anwendungsfall für Fotobegeisterte und Enthusiasten.
* Nein, wahrscheinlich nicht.
** Alle selbstproduzierten Videos – ihr vermutet es sicherlich schon – gibt’s auch als iTunes-Podcast.
iPads siedeln sich in Unternehmen an

IDG veröffentlicht die Ergebnisse einer Umfrage, die mit “iPad for Business” überschrieben ist und aus 210 Telefoninterviews im vergangenen Oktober entstand.
The iPad hasn’t prompted the majority of IT and business profes- sionals to abandon any other device. Only 12% say that their iPad has “completely” replaced their laptop. Just 6% say it has supplanted their PC. However, beneath these headline figures, evidence exists of much more aggressive switching between form factors in some regions. […] If a majority of professionals still use laptops, the iPad has certainly curtailed usage levels. Nearly three-quarters of respondents say that they “carry their laptop around less” now that they own an iPad. Over half (54%) say that their iPad has “partly replaced” their laptop.
(IDG / PDF-Link)
Unternehmen integrieren sukzessive Tablets iPads – morgen und übermorgen, aber insbesondere schon heute. Unter Berücksichtigung der gewöhnlich eher behäbigen Upgrade-Freude dieser Firmen, will man als iPad-Konkurrent besser früher als später hier mitspielen. Diese Gedanken sollte sich auch Microsoft machen:
But the more interesting story is that the decline in Windows seems to be coincident with the growth in the iPad.
Apple könnte bereits am 24. Januar mit seinen addierten iPad- + Mac-Verkäufen HP, den weltgrößten PC-Hersteller, überholen.
However, according to Gartner, HP shipped 14.7 million PCs in the last quarter. While we don’t have the total global figure for Apple, my estimates are 5.2 million Macs and 14.7 million iPads, for a total of 19.9 million computers in the same period.
Bloomberg erwartet iPad 3 im März

Apple Inc.’s next iPad, expected to go on sale in March, will sport a high-definition screen, run a faster processor and work with next-generation wireless networks, according to three people familiar with the product.
Bloomberg stützt sich explizit auf drei Quellen und nennt vier schnörkellose Gerüchte zum nächsten iPad, die gleichzeitig so offensichtlich wie glaubhaft klingen.
Hinweise auf einen Quad-Core-Prozessor lieferte bereits iOS 5.1; der März-Termin erhielt schon von Macotakara in der vergangenen Woche eine formlose Berücksichtigung und der (gewöhnlich) stromfressende LTE-Chip sowie die neue PowerVR-Serie dürften sich in bester Gesellschaft mit dem großen iPad-Akku befinden.
Unabhängig der Technik-Spekulationen bleibt meine Frage: Zu welchem Verkaufspreis schraubt Apple seine neue Tablet-Hardware zusammen und wie teuer wird das aktuelle iPad 2 als Einsteigermodell?
Apple ist nicht für sein Interesse am Billigpreissegment bekannt (-> “Remember Netbooks?“). Der Spielraum für die etablierte Hardware – insbesondere der seit zwei Generationen unveränderte Bildschirm – dürfte einen Rabatt um 100 Taler, auf 379 Euro, jedoch locker ermöglichen. Damit würde seinem Nachfolger ein glaubhaftes Preisfenster ab 579 Euro offenstehen. Konkurrenzsorgen sind ohnehin überflüssig: Alle existenten Mitbewerber laufen sowohl aus Sicht der Technik wie auch ihrem Preis weiter nur hinterher.
In Japan: 3DS verzeichnet starkes Weihnachtsgeschäft; PS Vita schwächelt

(Danke, @vgsanka!)
Sony verkaufte “mehr als 500.000 Exemplare” seiner PS Vita, die sich seit dem 17. Dezember im japanischen Handel befindet. 325.000 dieser Kunden entschieden sich innerhalb der ersten Tage für die neue Spielekonsole, was die darauffolgenden Verkaufswochen zwei, drei und vier nicht sehr rosig aussehen lässt.
Apples zweiter Konsolen-Konkurrent, das Nintendo 3DS, konnte laut Medienberichten den Rekord von 510.629 Einheiten für die lukrative Weihnachtswoche verzeichnen. Dessen treibende Kraft: die Preissenkung der Hardware sowie die Software-Titel Super Mario 3D Land und Mario Kart 7 (Affiliate-Link). Die japanische Videospiel-Zeitschrift Famitsu berichtete von insgesamt 4.135.739 verkauften 3DS-Geräten seit seinem Verkaufsbeginn im Februar 2011. Alle Zahlen beziehen sich ausschließlich auf Japan.
Exakte Zahlen der iPhone-Verkäufe in dieser Region liegen nicht vor. Ein positiver Trend lässt sich mit Blick auf (gewohnt stark limitierte) Kundenbefragungen bei dortigen Mobilfunkanbietern zum ursprünglichen Release allerdings vermuten:
The iPhone 4S has been out for two weeks in Japan. And sales are riding high, really high. […] But still, there seem to have been 2.4 times more sales on the iPhone 4S release day the similar day last year. And if you go through the weekend, a four-day period, this number rises to 5.4x.
Ein einsamer Zweikampf…
Innerhalb weniger Jahre buddelte sich die Landschaft der Mobilfunkhersteller komplett um. Wer spielt heute überhaupt noch mit? Ins Jahr 2012 haben es geschafft: Sony, Motorola, HTC, Nokia, RIM, LG, Samsung und Apple.
Sony legt erst am 19. Januar die finalen Geschäftszahlen für das Weihnachtsquartal vor. In Q3 war’s eine Nullnummer mit lediglich einem einzigen Prozent-Zuwachs gegenüber dem Vorjahresviertel. Der Nettogewinn sank um 49 Millionen Euro. Sony löste im vergangenen Herbst das Joint Venture mit Ericsson auf. Die vollständige Übernahme der Tochtergesellschaft kostet 1.05 Milliarden Euro. Die Xperia Smartphone-Serie soll bis Herbst insgesamt 22 Millionen Geräte verkauft haben. Sony sieht seinen Android-Marktanteil bei rund 12-Prozent.
Motorola Mobility wurde von Google aufgekauft – für 12.5 Milliarden US-Dollar. Im vierten Quartal hagelte es eine Gewinnwarnung. Im wichtigen Weihnachtsgeschäft verkaufte man nur magere 5.3 Millionen Smartphones. Im entsprechenden Vorjahresquartal waren es 4.9 Millionen. Die vollständigen Zahlen stehen für den 26. Januar an.
HTC legt sich nach zwei erfolgreichen Jahren erstmals auf die Nase. Der Gewinn ging zuletzt um ein Viertel zurück. Der taiwanische Hersteller zählt neben Samsung und Motorola zu den drei großen Android-Buden und als weltweit fünftgrößter Smartphone-Hersteller. Seit Anfang 2011 büßte HTC 46-Prozent seines Aktienwertes ein.
Nokias vergangenes Jahr als ‘turbulent‘ zu bezeichnen, wäre eine feine Untertreibung. Unter Stephen Elop stach der finnische Mobilfunk-Kreuzer in komplett neue Gewässer auf. Erste Ergebnisse aus dem Microsoft-Deal mit der gestarteten Lumia-Geräteserie erfahren wir Ende Januar. Obwohl sich die Finnen erst vor einigen Tagen ein neues Billig-OS kauften, lässt sich anhand der Profite für Smartphones festhalten, das Nokia eng an den Erfolg der Windows-Phone-Software gebunden ist. Übernahmegerüchte von Microsoft für das finnische Smartphone-Geschäft existieren, bekommen allerdings kräftige Dementis.
RIM schaffte es, ein noch wilderes Jahr abzuliefern. Selbst eiserne Optimisten können hier keine positiven Worte finden. Mit schlechten Zahlen, einem gefeuerten Vorstand und auf Ende 2012 verschobenen Produkten ist die Bedeutungslosigkeit zum Greifen nah. Im letzten Quartal verkaufte lieferte man 14.1 Millionen Smartphones aus. 2012 kann eigentlich nur besser werden, doch daran glaubt eigentlich keiner mehr.
LG verdreifachte mit knapp 90 Millionen Euro seinen Verlust im dritten Geschäftsquartal 2011. Im Vergleich zum Vorjahr verringerte sich der Absatz von Mobiltelefonen von 24.8 auf 21.1 Millionen Stück. Das ist kein Einzelergebnis sondern ein Trend: Der drittgrößte Handyhersteller schrieb in dieser Produktsparte nun bereits zum fünften Mal in Folge rote Zahlen.
Apples Zahlen für das Smartphone-Geschäft bleiben hochprofitabel und mit starkem Wachstum in den asiatischen Märkten. Für das Weihnachtsquartal werden über 30+ Millionen verkaufte iPhones erwartet und ein Umsatz von 37 Milliarden. Morgen vor exakt fünf Jahren stellte Steve Jobs das iPhone erstmals der Weltöffentlichkeit vor.
Und dann wäre da noch Samsung, die in der letzten Woche ein Rekordergebnis präsentierten und weiter ‘Smartphone-Weltmarktführer‘ bleiben. Geschätzter Marktwert: 118 Milliarden Euro. Die Südkoreaner erwarten für Q4 2011 einen Umsatz von 31 Milliarden Euro bei einem Gewinnanstieg von 73-Prozent und 32+ Millionen verkaufte Mobiltelefone.
Überspitzt ausgedrückt: RIM stirbt auf Raten, Nokia und Windows Phone spielen noch keine Rolle, HTC sowie Motorola straucheln und an Samsung hängt der Zweikampf zwischen iOS und Android.
DSLRs sind raus. Point-And-Shoots stellen sich weiterhin dumm.

Personally, I’m not going to buy any more DLSR bodies or lenses. I’m waiting on the descendants of this first phase of 3rd Gen Cameras. […] 3rd Gen Cameras are the clear future category for digital photography. Objectively, these cameras have more advantages than disadvantages. As Moore’s law clicks along, the disadvantages will dissipate like fog in the sunrise.
Exakt so, unterschreibe ich dieses Statement – zumindest für den Augenblick. Meine aktuelle Kamera ist auch zu diesem Jahresbeginn die Canon S95 (Affiliate-Link). Foto-Qualität, Größe und Gewicht stehen (für mich) in einem ausgewogenen Verhältnis.
Was Point-and-Shoots weiterhin fehlt: die bessere Handhabung. Die Menübedienung ist selbst bei Basismodellen absurd komplex und eine schnelle Weiterverarbeitung nicht im Ansatz gegeben. Nicht grundlos fiel mein Silvesterfoto diesmal so aus. Das zusätzliche Eye-Fi-Accessoire (Affiliate-Link) merzt viele Mängel aus, lässt mich jedoch nur mit Zeitaufwand und Mühe Fotos auf Instagram bewegen – speziell unterwegs. Apropos bewegen: Warum funktioniert Apples Camera Connection Kit (Affiliate-Link) eigentlich immer noch nicht am iPhone?
Digitalen Kameras fehlt das Ökosystem aus Apps sowie die generelle Anbindung ans Netz. Da Sony, Nikon oder Canon in absehbarer Zeit weder ein attraktives Software-Angebot schnüren werden, geschweige denn das Problem der kostenpflichtigen Simkarte lösen, ist es an der Zeit, sich anzupassen. Ansonsten fressen Smartphone weiter dessen Markt auf. Weil zugegeben: Die Fotoqualität vom iPhone 4S ist mehr als ausreichend und damit konkurrenzfähig.
Ein echtes Verkaufsargument wäre ein Fotoapparat mit zeitgemäßer Technik, der seine Bilder mit ein zwei mühelosen (!) Klicks in die iPhone-Fotobibliothek schnipst.
Studio Neat: Glif+ plus +Pack (+Video)
Der ‘Glif‘ (Affiliate-Link), das altehrwürdige Kickstarter-Vorzeigeprojekt, erfährt seine erste Ausbaustufe: Ein Zusatzarm (‘The Serif‘) gibt in wackligen Stativ-Situationen mehr Halt; ‘The Ligature‘ fungiert als Schraubschlaufe bei der Mitnahme am Schlüsselbund.
Beiden cleveren Neuerungen, die für 30 US-Dollar im Komplettangebot oder in Einzelausführung als “+Pack” für 12 US-Dollar im Studio Neat Online-Shop zu kaufen sind (ab 35 Dollar weltweit versandkostenfrei), habe ich ein kurzes Video spendiert.
* Alle selbstproduzierten Blog-Videos findet ihr auch 2012 als Podcast im iTunes-Verzeichnis.




