Vor zwei Jahren fragte Apple: “What is iPad?”
Heute vor exakt zwei Jahren schritt das iPad in WiFi-Edition an die US-Verkaufstresen. 300.000 Menschen griffen in den ersten 24 Stunden zu. 55 Millionen Käufer später überholt Apples iPad das komplette PC-Lineup von Acer, Dell, Lenovo und HP.
Die Mehrspaßdennje Company

Seite 17 im iPad-Review von AnandTech lässt aufhorchen:
While controller support in Android in its infancy at best, it’s more than iOS currently offers. I know of an internal Apple project to bring a physical controller to market, but whether or not it will ever see the light of day remains to be seen. As smartphones and tablets come close to equalling the performance of current game consoles, I feel like the controller problem must be addressed.
Es ist nicht zu übersehen: Apple fühlt sich im Games-Business (noch) nicht zuhause. Man verhandelt mit den größten Filmstudios, Musik-Produzenten und der Verlagsbranche, lässt ein ähnliches Interesse bei Spielepublishern aber vermissen. Die Auswahl der Demo-Titel, die auf Keynotes präsentiert wird, ist mau – bestenfalls fantasielos.
Apple insisted that if we wanted to be part of the keynote, I couldn’t show my work at Quakecon, so I declined.
— John Carmack (@ID_AA_Carmack) September 1, 2010
Eigene Referenz-Games fehlen. Texas Hold’em, das bisher einzige iOS-Spiel aus Cupertino, zog man im vergangenen Herbst kommentarlos zurück. Game Center bekommt nur Minimalaufmerksamkeit – sowohl aus Nutzer- wie auch Entwickler-Perspektive.
Trotz allem ist sicher: Apple spielt intern schon lange mit Controller-Konzepten. Die vorhersagbare App-Zukunft des Apple TV ist dafür Grund genug. Wie viele Schachfiguren für den Konsolen-Kampf bereits in Stellung gebracht wurden, bleibt schwer abzuschätzen. Graeme Devine, Game-Designer-Größe bei id Software, den Ensemble Studios und zuletzt Apple, sagte im Dezember 2010: “they really do ‘get’ gaming“. Zu sehen ist davon allerdings noch nichts.
Das etwas passieren muss, so wie Vivek Gowri & Anand Lal Shimpi es in ihrem AnandTech-Review formulieren, glaube ich nicht. Mehr Aufmerksamkeit für die beliebteste Software-Kategorie im App Store kann allerdings auch nicht schaden.
Computer-Zukunft
It has now been over a week since I’ve been using the new iPad. [...] The first observation is that I see the two devices more as one connected system than ever before. I think this has to do with the screen parity.

Der Screen ist das Kaufgrund-K.O.-Kriterium fürs neue iPad – keine Frage, keine Überraschung. Trotzdem ist (abermals) herauszustellen, dass auch nach den ersten 14 Tagen die Pixelschärfe noch ‘blendet’. Dass dies mit den unzähligen Computern um uns herum zusammenhängt, die allesamt ‘schlechtere’ Bildschirme vorhalten, ist gut möglich. Egal wie dekadent es klingt: Ein Wechsel ‘zurück’ aufs iPad 2 scheint mir nicht vorstellbar.
Gleichwertig gravierend: Der UMTS-Aufpreis, den ich mir bei der vergangenen Hardware-Generation einsparte. Dabei habe ich komplett unterschätzt, welchen Wert eine direkte Online-Anbindung hat. Sie lockt das iPad weg von der Couch, rein in den Alltag. Die zusätzliche Daten-SIM hebt das iPad auf iPhone-Augenhöhe. Warum? Weil mir die Telefon-Funktion mehr oder weniger egal ist – zumindest wenn ich deren Nutzung in einen (zeitlichen) Vergleich mit E-Mail, Twitter und Co. setze. Und welche Unterschiede bestehen dann eigentlich noch zwischen Tablet und Telefon?
Der Datendraht ist für meine Kommunikationsgewohnheit schon seit 2007 wesentlich bedeutender als die Quasselstrippe. Seit iOS 5 verabschiedete sich durch Messages zusätzlich noch das Alleinstellungsmerkmal ‘SMS’. Die inzwischen erhältliche App-Store-Software gleicht sich dank Tweet Maker, IMAP-Accounts, Fotostream und iCloud (über weite Strecken) automatisch ab und erfüllen identische Aufgaben. Das fängt bei Banalitäten wie einem Spielstand-Sync für Games an und hört bei OmniFocus auf. Ein Wechsel zwischen den Geräten verläuft mittlerweile fließend. Es ist fast egal, zu welcher iOS-Touchscreen-Größe man unterwegs greift oder von wo man den nächsten Gesprächsfaden aufnimmt. Nicht zu vergessen: Wir befinden uns noch ganz am Anfang dieses (Software-)Wandels.
Der letzte wesentliche Unterschied zwischen iPad und iPhone: Auf dem einen Gerät arbeite ich in Ruhe, auf dem anderen werde ich angerufen. Nein, ernsthaft: Kein ‘Datentransfer’, kein manueller Sync und ein komplementärer Software-Bestand sind mächtige Grundpfeiler einer nächsten Computer-Generation, dessen Tür das Apple-Telefon aufstieß. Bei iOS sitzen diese Eigenschaften – nicht aufgesetzt, nicht angeflanscht – fest verankert im tiefsten Knochenmark. Eine Vererbung der Kennzeichen von frühen Kindheitstagen an passiert von selbst, aus dem Entwicklungsprozess heraus. Kein anderes System ist ähnlich nah dran; ähnlich konsistent. Genau deshalb fühlt sich iOS wie Computer-Zukunft an.
Air Display schaltet in den HiDPI-Gang (+ Video)
Music: drk_sum / sleepwalker (CC BY 3.0)
So you will be able to use your new iPad as a 2048×1536 computer monitor. But that’s not all! On Mac OS X Lion or Mountain Lion, you’ll be able to turn on HiDPI mode. HiDPI is a hidden feature in Mac OS X that renders with double-resolution on a double-resolution screen.
Die Auflösung von 2048 x 1536 Bildpunkten auf einem neuen iPad als zweiter Monitor neben einem MacBook Air ist beeindruckend. Nicht weniger spektakulär ist der HiDPI-Modus. Die höher aufgelösten Grafiken liegen allerdings noch nicht für jedes Apple-Programm vor – beispielsweise iTunes. Im Video habe ich versucht den exemplarischen Vergleich zwischen den Chrome- und Safari-Buttons einzufangen – mit eigenen Augen ‘pixelt’ es noch gehörig kräftiger.
Mit Technik-Interesse und entsprechender Hardware sind 8 Euro für Air Display (universal; App Store-Link) schnell ausgegeben. Ohnehin gehört die Avatron-App seit langer Zeit zu den Empfehlungen für das iPad wenn dies als kabelloser Zweit-Bildschirm dienen soll.
Die ‘Arbeitstauglichkeit’ in der täglichen Praxis hängt davon ab, was die zusätzlichen 10-Zoll darstellen. Einen zum Laptop identischen Computermonitor klickt man sich hier nicht für ein paar Euro. Ein durchlaufender Twitter-Stream, Video-Podcasts als Grundrauschen für den Alltag oder gestochen scharfe Text-PDFs, beispielsweise Dokumentationen für Programmierer, funktionieren mit Air Display allerdings einwandfrei.
Mit Attitüde gegen Plattitüden
“Dieses Zubehör wird nicht unterstützt”

Manchmal möchte man Apple die Ohren langziehen. Ein ‘älterer’ Digital AV Adapter (MC953ZM/A*) funktioniert zwar am neuen iPad einwandfrei, wirft allerdings die Fehlermeldung “Dieses Zubehör wird nicht unterstützt“. Apple verkauft aktuell eine neuere Ausführung des HDMI-Steckers (MD098ZM/A*), verrät dies aber keinem so richtig. Lediglich in der Sektion ‘Fragen & Antworten’, im Fußteil der US-Shopping-Seite, finden sich Details. Das Kabelstück kommt in neuer Verpackung und verlangt beim Anschluss von iOS-Geräten, die noch nicht auf Version 5.1 laufen, nach einem Firmware-Update. Technische Unterschiede beziehungsweise Einschränkungen konnte ich in der Verwendung mit dem ‘alten’ Adapter und einem neuen iPad nicht feststellen. Eine offizielle Stellungnahme gab Apple Deutschland auf Nachfrage nicht.
Über den Digital AV Adapter lässt sich, wie bereits vom iPad 2 bekannt, Videomaterial in einer 1080p-Auflösung ausgeben. Gegenüber dem ‘Vorjahresmodell’ kann das neue iPad die 1080p-Filme auch kabellos an einen Apple TV der dritten Generation schicken. Das iPad 2 war diesbezüglich auf 720p beschränkt. AirPlay Mirroring, die auf dem iPad und TV gespiegelte Darstellung, bleibt trotz neuer Hardware auf 720p limitiert.
Wer eigenes Video-Material für den späteren iTunes-Sync transkodiert, muss seine HandBrake-Einstellungen für die aktualisierte Apple-Hardware nicht großartig ändern. Eine ‘Pass-through’-Umwandlung von MKV-Containern funktioniert mit dem FFmpeg-Front-End ‘MKV2M4V‘ (1.59 €; MAS-Link), Subler oder den MP4Tools unter OS X.
* Affiliate-Link
Das neue iPad startete heute in 25 weiteren Ländern
Das neue iPad ist bereits in Deutschland, Australien, Frankreich, Großbritannien, Hongkong, Japan, Kanada, Singapur, Schweiz und den USA sowie den Amerikanischen Jungferninseln und Puerto Rico verfügbar und wird in 25 weiteren Ländern ab dem 23. März um 8.00 Uhr jeweiliger Ortszeit in den Apple Retail Stores, dem Apple Online Store (www.apple.com) und ausgewählten autorisierten Apple Händlern in Belgien, Bulgarien, Dänemark, Finnland, Griechenland, Holland, Irland, Island, Italien, Liechtenstein, Luxemburg, Macao, Mexiko, Neuseeland, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechien und Ungarn erhältlich sein.
via Apple.com/PR

Belgien / De Standaard

Bulgarien / 24chasa

Dänemark / Morgenavisen Jyllands-Posten

Finnland / Helsingin Sanomat

Griechenland / To Vima

Holland / De Telegraaf

Irland / Independent.ie

Island / Morgunblaðið

Italien / La Repubblica

Luxemburg / Wort.lu

Mexiko / El Universal

Neuseeland / The New Zealand Herald

Norwegen / Dagbladet.no

Österreich / Der Standard

Polen / Super Express

Portugal / O Público

Rumänien / Adevărul

Schweden / Aftonbladet

Slowenien / 24ur.com

Spanien / El Mundo

Tschechien / České noviny online



