‘SpotON Radio’ kreuzt Pandora mit Spotify

von alex olma | 30. Januar 2012 | 21:33 Uhr

IPhoneBlog de SpotON

Für den schwedischen Musik-Streamer Spotify dürfen bald auch Bewohner deutscher IP-Adressbereiche löhnen. Durch den US-Start im vergangenen Juli zählt der Dienst inzwischen über drei Millionen zahlende Nutzer. Wenn’s bei uns dann erst einmal soweit ist, erinnern sich die Premium-Accounts bitte an SpotON Radio (kostenlos; App Store-Link), eine clevere Jukebox im Stil von Pandora Radio, die den Spotify-Songkatalog ähnlich wie Discovr durchstöbert und neu sortiert.

Die (Radio-)Stationen passen sich dem persönlichen Musikgeschmack über die Intelligenz des Echo-Nest-Algorithmus sowie einem Blick auf eure bereits gehörte Historie an. SpotOn Radio liefert damit a) einen hübsch verpackten Musikplayer sowie b) eine ausgeschlafene Entdeckungsreise durch die Spotify-Bibliothek, die man so am iPhone noch nicht gesehen hat.

(Danke, Jacob!)

Atomix Mag v2.0

von alex olma | 30. Januar 2012 | 11:25 Uhr

IPhoneBlog de Atomix

Aside from the new version of the app and a new issue of the magazine coming tomorrow, Atomix also promised a ”big announcement” related to the publication. It turns out that this announcement relates to pricing in that Atomix Magazine will be free from now on! With Newsstand support, you are able to take out a free subscription that will work for future issues as well as allowing you to download previous issues free of charge.

Das Atomix Mag fürs iPad (kostenlos; App Store-Link) feierte trotz Performance-Problemen im vergangenen April einen vielversprechenden App-Store-Start, musste dann aber auf die Videobeiträge des Area5-Teams verzichten und wechselt heute auf ein Gratis-Abo-Modell. Bleibt zu hoffen, dass die Rechnung aufgeht.

(Danke, Mirko!)

“Everything is a Remix”…but

von alex olma | 25. Januar 2012 | 11:49 Uhr

Börsen-Browser-Bude Zynga kopiert mit Dream Heights (kostenlos; US-Link) die Gameplay-Konzepte von Tiny Tower (kostenlos; universal; App Store-Link), einem Freemium-Hit des vergangenen Sommers, mit dem zwei Brüder ihren Lebensunterhalt bestreiten.

Ian und David Marsh ‘gratulieren‘ der ‘inspirierten’ Neuveröffentlichung mit einem Augenzwinkern.

IPhoneBlog de dearzynga small

(Full-Size-Screenshot)

Es spricht nichts dagegen, auf erfolgreiche (Spiel-)Ideen aufzubauen, anzuknüpfen und diese mit eigenem Kniff zu verbessern – im App Store finden sich viele (hunderte) solcher Beispiele. Tiny Tower selbst greift ‘Impluse’ von SimTower oder Yoot Tower auf. Wer allerdings nur ein paar Stunden Zeit in neue Grafiken investiert, muss damit rechnen, auf die Finger geklopft zu bekommen.

SIRIously!?

von alex olma | 24. Januar 2012 | 02:15 Uhr

DirektDemenz

Nachricht an Samsung“: Auf eurer Party wäre ich gerne!

“I Want a Glass Screen”

von alex olma | 23. Januar 2012 | 23:32 Uhr

IPhoneBlog de Classic

Als Steve Jobs am 09. Januar 2007 zum allerersten Mal das iPhone präsentierte, verlor er kein Wort über das Material des Telefon-Bildschirms. Im Juni 2007, elf Tage vor dem US-Produktstart, vermerkte eine Apple Pressemitteilung:

Apple also announced that the entire top surface of iPhone, including its stunning 3.5-inch display, has been upgraded from plastic to optical-quality glass to achieve a superior level of scratch resistance and optical clarity.

Die New York Times erzählte am vergangenen Wochenende in ihrem exzellenten Artikel “How the U.S. Lost Out on iPhone Work” anekdotisch die Geschichte dieses “Upgrades“.

In 2007, a little over a month before the iPhone was scheduled to appear in stores, Mr. Jobs beckoned a handful of lieutenants into an office. For weeks, he had been carrying a prototype of the device in his pocket.

Mr. Jobs angrily held up his iPhone, angling it so everyone could see the dozens of tiny scratches marring its plastic screen, according to someone who attended the meeting. He then pulled his keys from his jeans.

People will carry this phone in their pocket, he said. People also carry their keys in their pocket. “I won’t sell a product that gets scratched,” he said tensely. The only solution was using unscratchable glass instead. “I want a glass screen, and I want it perfect in six weeks.”

Apples iBooks-Author-Eula

von alex olma | 23. Januar 2012 | 14:34 Uhr

Leute, die sich über anderer Leute Aufregung aufregen, sind mir die Schlimmsten. Okay, dann wollen wir mal…

Ein einzelner Paragraph der iBooks-Author-Softwarelizenz erregt die Nation (1, 2, 3 und 4):

Wenn Sie für ein Buch oder ein anderes Werk, das Sie mit dieser Software generieren (ein „Werk“), eine Gebühr verlangen, dürfen Sie dieses Werk nur über Apple (z. B. im iBookstore) verkaufen oder verteilen, wobei diese Verteilung einem separaten Vertrag mit Apple unterliegt.

Um die ‘Empörung’ nachzuvollziehen ist es wichtig, Apples Entscheidung, seinen iBooks(!)-Lehrbüchern ein proprietäres Dateiformat aufzudrücken um nicht auf langwierige Standardisierungsprozesse zu warten, im Hinterkopf zu behalten. Dieser diskussionswürdige Umstand ist jedoch klar von der aktuellen Diskussion um das Lizenzregelwerk zu trennen.

Zugegeben: Die Übergänge gestalten sich fließend wenn man beachtet, dass die finale Entscheidung über eine Buchveröffentlichung, genau wie jedes iOS-Programm für den App Store, in Apples Händen liegt.

Soviel der einleitenden Worte…

IPhoneBlog de EULA

Die kompakteste Bloßstellung schrieb diesmal Sascha Segan für PCMag zusammen, der dem folgenden Absatz…

Fortunately, it doesn’t look like Apple owns the actual words of your book; it looks, to my non-lawyerly eye, that if you took the text out and reformatted it in a different app you could sell it elsewhere. But I’m not sure of that.

…die Überschrift “You Work For Apple Now” nachschob. Ja, ernsthaft.

Doch das Unverständnis ist nachvollziehbar: “Apple’s iBooks Author EULA Restriction is Dumb, Not Evil“. Zu bedenken ist: “All EULA’s are in place to benefit the service provider, not the end user“. An Beispielen, angefangen von Sony (“Don’t Sue Us“) über EA (“Origin wants to scan your PC“) bis Dropbox (“All Your Data Belongs to Us“) mangelte es – allein im Jahr 2011 – nicht.

Nicht falsch verstehen: Apple bezieht zurecht Prügel dafür, beim “Wir-versuchen-mal-wie-weit-wir-den-Bogen-spannen-können”-Spielchen mitzumischen. Dan Wineman, der initiativ die Diskussion ins Rollen brachte, veröffentlichte einen lesenswerten Update-Artikel, der mit besonders naiven Fragen “If you don’t like it, don’t use it!” oder “iBooks Author is free, so Apple deserves a cut.“) abrechnet.

Auch wenn’s (vermutlich!) wenig praktischen Unterschied macht: Apple ist gut beraten, diese Passage umzuschreiben beziehungsweise ‘breitgeklopfte’ Worte wie “work” zu spezifizieren. Nicht zuletzt deshalb, um auf den Schwerpunkt der eigenen Präsentation zurückzuführen.

So am I bothered by the iBooks Author EULA? No. But maybe that’s because I’ve been signing contracts with traditional publishers for so long. I’m fairly certain the terms of iBooks Author will change. But, whether it does or doesn’t change, I’m very excited about the future.

Ich bin ernsthaft gespannt, ob iBooks Author (kostenlos; MAS-Link) gemeinsam mit iTunes LP in einer traurigen Ecke stirbt oder den Startschuss für eine (überfällige) Revolution kommerzieller Lehrbücher einläutet.

Bildungsoffensive: Apple krempelt um, was umgekrempelt gehört.

von alex olma | 20. Januar 2012 | 13:41 Uhr

DirektTextbook

Apple knöpft sich unmotivierte Schüler vor und springt der nächsten Industrie in den Nacken. Bildungsverlegern, ja – aber auch du bist gemeint Adobe!

Das Augenmerk liegt jedoch nicht auf der technischen Umsetzung. Schöne Bücher produziert auch Inkling oder Push Pop Press. Mike Matas, ehemaliger Apple Designer mit Firmenverkauf an Facebook, zeigte sich kurz nach der Vorstellung angefressen.

Aber wie erwähnt: die Technik ist nicht bedeutsam sondern reißt ‘lediglich’ Zugangsbarrieren ein (“iBooks Author is the iPad SDK for writers and publishers. And it’s been simplified so it’s as easy to use as a word processor.“). Neu ist: Apple bettet Bücher, neben Apps und Musik, in ein Ökosystem. Die Entscheidung, dabei bestehende Verlagshäuser mit ins Boot zu holen, erinnert an die kräftezehrende Revolution der Musikindustrie. Die großen Plattenfirmen wurden zum eigenen Überleben gezwungen; das große Zetern und Nörgeln des Verlagswesens für Schulbücher hat daher noch nicht einmal begonnen.

Gegenwind gab’s diesmal allerdings schon aus anderer Richtung: Autoren beschweren sich über die Vertriebsrechte und das Apple mit seiner ersten Software-Version von iBooks Author keine plattformübergreifende (ePub-)Lösung anbietet, bei der Bücher auch gleichzeitig in Konkurrenzhäuser eingestellt werden können.

You may distribute books created in iBooks Author free of charge on your own website. If you wish to sell your book, you must do so through the iBookstore.

Die Diskussion über den Lizenzvertrag erzürnt sich hier und hier – zurecht, wie ich finde. Insbesondere weil’s so aussieht, als ob Apple sich an der 30-Prozent-Beteiligung labt. Aber ernsthaft: Wo liegt der Anreiz, Autoren zu (properitären) ‘Plain-Text’-Kindle-Büchern zu animieren? iBooks Author verfolgt einen Ansatz, der viel audiovisueller ausfällt und dem iPad angemessen ist.

Um’s auf den Punkt zu bringen: Der EULA gehört geändert, beziehungsweise in ein verständliches Regelwerk umgeschrieben. Von Apple allerdings eine Gratis-Allzweckwaffe zur Bucherstellung zu erwarten, ist (vorsichtig ausgedrückt) überzogen.

Offene Fragen gibt es viele. Wie kommen beispielsweise die iPads in Schulen? Wer erstellt die (internationale) Bildungsliteratur? Wann geschieht dies und wie konform ist das Material mit dem (vorgeschriebenen) Lehrplan? Sind die Preise festgesetzt und sind auch erweiterte Auflagen kostenlos?

Selbst mit Antworten auf diese Fragen dauert es noch Jahre, bis sich die etablierten Systeme ändert. Niemand außer Apple scheint jedoch fähig oder willig, diese notwendige Revolution anzustoßen – auch hier passt der Vergleich zur Musikindustrie. Es erstaunt, das einigen (Presse-)Beobachter die Signifikanz der Ankündigung nicht einleuchtet. Denkt ernsthaft jemand, das unsere Kinder auch 2020 noch in Papier-Schulbücher schauen?

The current generation of students spends far more time looking at screens than at books. And that’s not making them dumber . . . it’s making them smarter. If most kids are naturally drawn towards screens, isn’t it about time for textbooks to catch up?

‘iTunes U’ – raus aus der iTunes-Einsamkeit

von alex olma | 19. Januar 2012 | 18:40 Uhr

IPhoneBlog de iTunes U

Apple erklärt iTunes U hier. Trotz 700 Millionen Downloads scheint dies notwendig. Im ersten Anlauf ist die iPhone- und iPad-App (kostenlos; universal; Link) eine mahagonihölzerne Verpackung um ein vier Jahre altes Bildungsangebot. Inwieweit Lehrkräfte in Zukunft den Video-Katalog mit neuen Inhalten füllen und zusätzlich Verknüpfungen zu weiterführendem Kursmaterial einstellen, bleibt abzuwarten. Apple spricht zum aktuellen Zeitpunkt von 500.000 verfügbaren Gratis-Vorlesungen in insgesamt 26 Ländern.

Der Schritt in die Öffentlichkeit, raus aus der unbeachteten iTunes-Ecke, ist zu befürworten. Potenzial und hohe Erwartungen, sich als digitale Schnittstelle zwischen Lehrer und Schüler zu klemmen, sind vorhanden. Im Moment ist iTunes U – abgesehen von einigen Ausnahmen (Link) – jedoch nur ein besser präsentiertes (Video-)Archiv.

Insbesondere Universitäten gilt es (als Student) anzuspornen, Druck auf ihre Dozenten auszuüben, damit dessen Unterrichtskurse hier abzurufen sind – Gratis-PR gibt’s für alle Beteiligten kostenlos obendrauf.

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