[app] Hulu Plus – Videostreaming am iPhone und iPad
von alex olma | 18 Juli 2010 | 17:00 Uhr
In den USA ging vor wenigen Tagen der kostenpflichtige Plus-Videoservice von Hulu an den Start. Die amerikanische Videoplattform ist ein Zusammenschluss von mehreren Filmstudios, die werbefinanziert ihre TV-Serien ins Netz stellen. Neben der Ausstrahlung im Pay-TV sind aktuelle Episoden von beliebten Shows so innerhalb weniger Stunden auch über den Browser abrufbar.

Die jetzt gestartete Beta-Version von Hulu Plus, die auf Anmeldung per E-Mail im Zusammenspiel mit einer US-Kreditkarte funktioniert, lässt das Streaming der Sendungen über die iOS-Plattform sowie PlayStation 3, Xbox 360 und diverse TV-Geräte zu. Außerdem bekommen zahlende Kunden komplette Serienstaffeln von aktuellen Hits wie Modern Family, House oder The Office geliefert. Aber auch blühende Klassiker wie Ally McBeal, Akte X oder The A-Team sind verfügbar.
Hulu bleibt, genau wie seine Web-Präsenz, aufgrund der komplexen Lizenzrechte, nur in den USA abrufbar. So hat diese Veröffentlichung im ersten Schritt wenig Auswirkung auf die internationale Kundschaft, ist jedoch als wichtiges Stimmungsbarometer für die iOS-Plattform (Stichwort: Flash) sowie die Akzeptanz für Bezahlinhalte im Web zu werten.
Diese kurze Vorstellung orientiert sich daher nicht in eine praxistaugliche Richtung, sondern kümmert sich um das kulturelle und technische Phänomen, dem Hulu aufgrund seiner Popularität folgt.
Über die Aussage der Streaming-Qualität möchte ich keine Angaben machen, da unklar ist wieviel Anteil mein derzeitiger VPN-Dienstleister daran hat.
Hulu Plus funktioniert über WiFi und UMTS und gestattet eine sehr minimalistische Bedienung, die dem Benutzer einzig einen Zeitstrahl zum Auswählen der Abspielposition liefert. Pausiert man das Video und beendet die Applikation, merkt sich der Player diese Stelle. Schießt man das Programm über den Home-Button regelrecht ab, funktioniert der ‘Wiedereinstieg’ zum beendeten Zeitpunkt nicht.
Hulu hält eine Wartelisten-Funktion bereit, um sich Episoden vorzumerken, die noch auf der ‘ToDo-Liste’ stehen. Da sich diese Konto-Informationen systemübergreifend abgleichen, kann man so beispielsweise bereits von der Arbeit seinen Serienabend planen. Die Werbeunterbrechungen treten in unterschiedlicher Häufigkeit auf, sind über ihren angegebenen Zeitrahmen jedoch erträglich. Der Mensch toleriert viel, wenn er nur darüber informiert wird, wie lange es dauert.
Insgesamt ist das Konzept, sich die verschiedensten Serien ohne Download, Synchronisation oder Konvertierungsarbeiten auf den Bildschirm zu holen, unglaublich befreiend. Kein Datenschwarm, der geschaufelt, kopiert oder umgewandelt werden will. Es gefällt der ‘Flatrate-Pass’, ohne sich speziell einzelne Episoden (käuflich) zuzulegen.
Aus dieser Perspektive bleibt es sehr interessant zu beobachten, was Apple in Zukunft mit seinem iTunes Store oder dem kürzlich erworbenen LaLa-Musikservice in Konkurrenz dazu auffahren wird.
-> US-Link
(Danke, Fabian!)
* Alle selbstproduzierten Videos gibt es neben der oben eingebundenen HD-Version auch ‘iPhone-kompatibel’ in unserem Podcast-Feed, den ihr beispielsweise über iTunes oder einem anderen Multimedia-Verwaltungsprogramm eurer Wahl abonnieren könnt.
Portrait-Zeichnungen über FaceTime
von alex olma | 18 Juli 2010 | 15:02 Uhr
David Lanham arbeitet als Zeichner für die Iconfactory, welche sich in der Vergangenheit für die (graphische) Ausarbeitung von iPhone-Titeln wie Ramp Champ (1.59 €; App Store-Link), Twitterrific for Twitter (kostenlos; universal; App Store-Link) oder Carcassonne (3.99 €; App Store-Link) verantwortlich zeigte.
Seit einigen Tage stellt der Designer seine Dienste für comichafte Selbstportraits zum globalen Verkauf, die er über ein FaceTime-Videogespräch vom iPhone 4 aufs digitale Papier bringt. Für $50 US-Dollar kann man sich, in einem zirka zehnminütigen Gespräch, ein handgezeichnetes Konterfei illustrieren lassen.
Nach der Berichterstattung von Wired und Mashable kann sich diese geniale Idee nicht mehr von Anfragen retten. Wer eine Runde ‘Gesichtszeit’ mit dem Grafiker wünscht, findet derzeit rund 200 Leute vor sich in der Warteschlange.
Über David Lanhams Arbeiten informiert man sich auf seiner Homepage oder in dieser Portrait-zugehörigen Flickr-Galerie.
[app] Egretlist – ToDos für Evernote
von alex olma | 17 Juli 2010 | 21:40 Uhr
Am vergangenen Mittwoch veranstaltete der Online-Service Evernote seine erste, öffentliche Pressekonferenz. Zum Anlass nahm das zirka vier Jahre alte Unternehmen, welches bereits 3.5 Millionen Nutzer an sich binden konnte, die Eröffnung seiner ‘virtuellen Galerie’.
Die im Englischen als ‘Trunk’ bezeichnete Vitrine dient dazu, “Anwendern eine Sammlung an Produkten, Inhalten und Applikationen [zugänglich zu machen], die ihre Arbeit mit Evernote ergänzen und bereichern [wollen]“. Aus diesem Fundus habe ich mit Egretlist (2.39 €; App Store-Link) eine iPhone-Anwendung gefischt, die eine ToDo-Funktionalität mit Online-Synchronisation ‘nachrüstet’.

Kurze Vorgeschichte: Als langjähriger Things-Benutzer (7.99 €; App Store-Link) halte ich eine Handvoll Aufgaben für (m)einen halbwegs strukturierten Tag in dieser Software fest. Ich bin weit davon entfernt, ein kompletter ToDo-Junkie zu sein, verachte jedoch nicht das bequeme Auslagern von ein oder zwei Denkansätzen.
Leider hat es das deutsche Entwickler-Team bis heute nicht geschafft, sich von der ausschließlich lokalen Synchronisation zu verabschieden. Das führt bei mir dazu, dass ich an meinem stationären Rechner etwas vermerkte, dieses von Unterwegs jedoch nicht abrufen kann. Da ich nicht tagtäglich in Things arbeite und dadurch auch nicht regelmäßig auf die mobilen Geräte synchronisiere, kommen diese Situationen, in denen ich ohne aktuelle Einträge dastehe, häufiger vor – auch der ‘Dropbox-Hack‘ hilft mir persönlich nicht weiter.
Das ärgerte (mich) zunehmend mehr, und führt jetzt dazu sich anderweitig umzusehen. Stichwort: Evernote.

Auch hier ein kurzer Prolog: Evernote arbeitet nach dem Geschäftsmodell ‘Freemium‘. Grundsätzlich ist die Verwendung kostenfrei; für Zusatzleistungen können überschaubare $5 US-Dollar monatlich auf den Tisch gelegt werden. Diese bezahlten Erweiterungen sind nicht sehr umfangreich. Das spricht vornehmlich für den ersten, hervorragenden Gratis-Fix der kostenfreien Version. Nach eigenen Angaben arbeitet Evernote durch diese strategische Aufstellung gewinnbringend. Wer länger Evernote in der kostenfreien Variante benutzt, wird mit durchschnittlicher Nutzungszeit zum zahlenden Kunden.
Das Evernote-Programm, hier im Blog bereits vorgestellt, ist für unzählige Betriebssysteme erhältlich. Die iOS-Plattform dominiert dabei den mobilen Markt. Bereits 18-Prozent der Nutzer greifen vom iPad (kostenlos; universal; App Store-Link) aus zu. 62-Prozent sind iPhone-Kunden.
Ich nutze überwiegend die Webclip-Funktion, mit der ich Tweets, Artikel oder Links festhalte, die ich irgendwann einmal im Blog verarbeiten möchte. Die Webseiten-Ausschnitte lassen sich über die Browserfunktion am Mac oder PC kinderleicht auf die Online-Festplatten kopieren. Diese sind lediglich im monatlichen Upload-Volumen begrenzten. Über die gesamte Nutzungszeit gibt es keine Speicherplatz-Limitierung.
Von Unterwegs lässt sich der Inhalt an eine individuelle Mail-Adresse schicken. Die Auswahl unterschiedlicher ‘Notizbücher’ wird mit dem ‘@name-vom-notizbuch’ im Mail-Betreff gewählt. Über Suchbegriffe und Stichworte lassen sich die Beiträge, die wie Notizzettel in einer großen Schublade übereinander liegen, wiederfinden.


Dies bringt mich nach langen Ausführungen der Einleitung zu Egretlist. Die iPhone-Anwendung greift auf den Speicherplatz von Evernote zurück, formatiert jedoch, die als ‘Aufgaben’ deklarierten Notizen, in einem ‘ToDo-Format’. Egretlist-Einträge unterscheiden sich daher nicht von den restlichen Notizzetteln in der großen Evernote-Schublade. Die Kombination aus einem eigenen Notizbuch, dem Online-Sync-Service und der iPhone-App, lassen jedoch ein sehr mächtiges Werkzeug entstehen.
Dieses Paket ist für “Getting-Things-Done”-Profis sicherlich ungeeignet. Wer jedoch eine kostengünstige ToDo-Liste; über diverse Plattformen hinweg; mit Online-Synchronisation und Verwaltung von Sprach- sowie Bildnotizen in einem wieder exportierbaren Format sucht, findet hier einen sehr guten Ansatz.
Apple veröffentlicht iOS 4.0.1 sowie 3.2.1 für das iPad
von alex olma | 15 Juli 2010 | 20:41 Uhr

iPhoneHellas.gr hatte es bereits am heutigen Vormittag vorausgesehen: Apple veröffentlicht iOS-Firmware 4.0.1, das sowohl allgemeine Fehlerbehebungen als auch die “Verbesserte Formel zur Berechnung der für die Signalstärke angezeigten Balken” bereithalten soll.
Das Update für iPhone 4, iPhone 3GS sowie iPhone 3G steht über die Software-Aktualisierung zum Download bereit.
- iPhone 3G (iPhone1,2) – 4.0.1 (8A306)
- iPhone 3GS (iPhone2,1) – 4.0.1 (8A306)
- iPhone 4 (iPhone3,1) – 4.0.1 (8A306)

Auch das iPad wagt eine Aktualisierung auf Version iOS 3.2.1, welche die WiFi-Verbindung verbessern soll.
- iPad (iPad1,1) – 3.2.1 (7B405)
[update II] Apple veröffentlicht iOS 4.1 als Vorab-Version
von alex olma | 14 Juli 2010 | 23:22 Uhr

Am heutigen Mittwochabend veröffentlicht Apple eine erste Beta-Version von iOS 4.1 für die aktuellen iPhone- und iPod-touch-Geräte (ohne iPad-Berücksichtigung) sowie das dazugehörige SDK.
Alle registrierten Entwickler können die iOS 4.1 beta (Build 8B5080c) sowie das iOS SDK 4.1 beta (Build 10M2304) ab sofort im iPhone Dev Center beziehen.

(Danke, choise!)
Update

Apple überarbeitet in dieser Entwicklerfassung das ‘Game Center’, das uns voraussichtlich ab Herbst ins Haus steht.
via MacStories
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Die angekündigte Design-Überarbeitung für die ‘angehobenen’ Empfangsbalken hat bereits Einzug erhalten, die auf dem AT&T-Berechnungs-Algorithmus basieren soll.

via MacRumors
Des Weiteren hat Apple die Modem-Firmware von 1.59.00 auf 02.07.01 aktualisiert und eine systemweite Option für das An- und Abschaltung der Wörterkorrektur (“Check Spelling”) in 4.1 untergebracht.

Update II
Laut ersten Erfahrungsberichten zur neusten iOS-Beta soll diese mit vollwertiger – beziehungsweise besserer – Unterstützung vom AVRCP-Bluetooth-Profil (“Audio Video Remote Control Profile”) aufwarten. Damit könnten beispielsweise Hersteller von drahtlosen Kopfhörern oder Headsets die Tasten VOR und ZURÜCK ansprechen und an das mobile Gerät übermitteln.
Apple limitiert aus nicht näher genannten Gründen diese Befehle für BT-Fernsteuerungen.
(Danke, phomac!)










