Instapaper für Videos: Radbox.me

Radbox.me merkt Videos zum späteren Anschauen vor. Links lassen sich per Bookmarklet ‘abspeichern’ oder über eine individuelle Mail-Adresse dem Archiv hinzufügen. Zugriff auf die eigene Video-Zusammenstellung erfolgt über die Radbox-Webseite, einen RSS-Feed oder die kostenlose iPad-App (App Store-Link). Größter Nachteil: Schnappt sich der Dienst die Flash-Version der Filmdatei, beglückt euch in der Tablet-Anwendung anstelle des Kurzfilms nur ein trostloses Symbolbild. Ein simpler Link zur Originalquelle auf YouTube, Vimeo und Co., wo höchstwahrscheinlich das Bewegbild iOS-tauglich bereitsteht, fehlt.
Die bereits hier empfohlene ‘Watch Later‘-Funktion von Boxee.tv macht es besser: Wenn das Video nicht abgegriffen werden kann, merkt sich die iPad-App den Weblink und springt diesen ohne Verlassen des Programms an.
Warum also die doppelt gemoppelte Erwähnung? Radbox.me bietet über seine Webseite eine plattformübergreifende Warteliste an, die auch ohne iPad-App und aus jedem Browser heraus abzufragen ist.
CloudOn zeigt(e), was Microsoft noch verhindern kann.

Kuriosität der Woche: CloudOn, ein mit Risikokapital finanziertes US-Start-up, wirft eine absurde iPad-Anwendung in Microsoft-Office-Optik mit Workspace-Server-Anbindung in den US-App-Store und zieht diese nach 24 Stunden wieder zurück. Erklärung: “We’re currently sold out.”
Unfortunately, we did not anticipate the thousands of people that would gravitate to the service in a matter of hours. […] Also, due to the overwhelming demand we’ve taken down our app from the iPad AppStore and will return when we are confident we can support more users.
Erstens: Die Annahme, dass der kostenlose (!) Download eines Microsoft-Office-Verschnitts in ein paar Weblogs Erwähnung finden dürfte, sollte zum kleinen Einmaleins einer Venture-Capital-Finanzierung gehören. Zweitens: CloudOn geht mit dieser ersten App-Fassung als Paradebeispiel in alle zukünftigen Software-Design-Schulungen ein, wie im Jahr 2011 2012 keine (Tablet-)Anwendung aussehen darf.
Apples preiswerte Promo: Zwölf Download-Geschenke bis zum 06. Januar

Auch in diesem Jahr bewirbt Apple seinen digitalen Store mit zwölf Download-Geschenken. ‘iTunes – 12 Tage Geschenke‘ (kostenlos; App Store-Link) liefert vom 26.12. bis zum 06.01. ein Duzend Links zu “Songs, Musikvideos, Apps, Büchern und Filmen“. Nett, aber große Begeisterung ist unangebracht.
Das deutsche Angebot startete soeben mit einem Coldplay-Album. Die Promo-Aktion beschränkt sich traditionell auf europäische App Stores und lieferte dort je nach Land in den vergangenen Jahre teilweise unterschiedliche ‘Freebies‘.
Die iOS-App setzt mindestens ein iPhone 3GS sowie iOS 4.3 voraus.
‘Skitch’ erzeugt iPad-Aufmerksamkeit

Skitch, für mich als tägliche Screenshot-Maschine am Desktop unverzichtbar (MAS-Link), wurde vor ein paar Monaten von Evernote geschluckt und dient dem Freemium-Service seitdem als kostenloser Werbeträger. Den neusten ‘Gig’ feiert eine iPad-App (kostenlos; App Store-Link), die euch schnelle Anmerkungen, Notizen und Hinweise auf Screenshots, Fotos oder Kartenausschnitte heften lässt.
Distimo-Jahresbericht: App-Umsätze im Vergleich

The Apple App store for iPhone generates about four times the revenue that is generated in the Google Android Market. [...]
Half of the revenue of the 200 top grossing apps in the Apple App Store for iPhone is now generated by freemium apps. This proportion is even higher in the Google Android Market where 65% of the revenue from the top grossing apps is generated by freemium apps.
Laut Distimo-Jahresbericht verzeichnen sowohl iPhone als auch iPad einen vielfach höheren (US-)App-Store-Umsatz als der konkurrierende Android Market. Die Zählung klammert allerdings Werbeeinnahmen aus. Genau diesem Thema dürfte zukünftig jedoch erhöht Aufmerksamkeit zukommen wenn wir neue Schnittstellen wie Apples Sprachassistent/in Siri in die Entwicklung einbeziehen.
These new interfaces put a lot of power into the hands of the UI creator, making them the new gatekeepers for information on the Web. That’s a huge benefit for big web brands that can strike up partnerships with the interface developer.
Siri überspringt klassische Suchmasken, die Google in den vergangenen Jahre als ‘Cashcow‘ dienten und in die Microsoft mit Bing bereits Milliarden investierte. Apples Ansatz: ‘Nutzer wollen nicht suchen sondern Antworten auf ihre Fragen.’ Dabei ist es egal ob diese aus einer Web-App oder einem installierten Programm stammen.
Bis Mitbewerber hier nachziehen, bleibt es lediglich eine Frage der Zeit. Als Voraussetzung sind dafür die täglichen 700.000 Android-Aktivierungen auf einem richtigen Weg. Der aktuelle App-Umsatz von Android-Software ist jedoch vergleichsweise enttäuschend. Zwei zentrale Frage lauten: Wie kompensiert Google das zukünftig weniger Suchanfragen über ihre zentrale Webpräsenz laufen und findet Apple eine Möglichkeit, Siri’s ‘Sprachsuche’ sinnvoll auf lokale App-Datenbanken auszuweiten?
iStopMotion: mein kleines Trickfilmstudio (+ Video)
Solche Apps zeichnen iPad und iPhone aus! iStopMotion (3.99 €; App Store-Link) besitzt Vorzeige-Charakter für den kreativen Umgang mit Technik. Die Software tritt dabei bewusst in den Hintergrund um seinen Anwender ‘Dinge’ erschaffen zu lassen – eine simple Idee reicht bereits aus. Wenn Programme so etwas können, fasziniert mich das auch im Jahr 2011 immer noch.
Im konkreten Fall geht es um Stop-Motion-Trickfilme, dessen Produktionsaufwand zwischen zwei Minuten (siehe mein 13-Frame-Demo) oder mehreren Tagen liegt kann (siehe ‘Indyanimation‘).
Regisseure mit Schauspieler-Phobie werden es auf jeden Fall lieben.
* Alle selbstproduzierten Videos gibt’s auch im Podcast-Feed. Und wo bleibt eigentlich eure iTunes-Bewertung?
Fotosuche in Echtzeit


teleportd is a realtime photo search engine that allows you to go wherever you’d like to be and see what it’s like through the eyes of those who are actually there.
teleportd (kostenlos; App Store-Link) oder auch Instalook (0.79 €; App Store-Link) vervollständigen Online-Fotodienste wie Instagram* um eine weiterhin zauberhafte Verwendung von Positionsdaten.
* Der Service ist mittlerweile über ein Jahr alt, verzeichnet 14 Millionen User und in Spitzenzeiten 50-Bilder-Uploads pro Sekunde. Für die monatlichen Hosting-Kosten bei Amazon ließen sich zwei “really nice cars” shoppen.
‘Lovely Charts‘ zeichnet wieselflink Diagramme
Lovely Charts (3.99 €; App Store-Link) ist in seiner iPad-Version kein umfangreiches Diagramm-Werkzeug, übertrumpft viele der Mitbewerber jedoch durch eine kinderleichte Bedienung. Das Zeichnen von Kreisen und Quadraten funktioniert wie beworben, so dass sich in Sekunden die Strukturen von komplexen Sitemaps oder Hierarchiebäumen visualisieren lassen.
Lovely Charts ist kein No-Name-Produkt sondern plattformübergreifend im Web und auf dem Desktop bereits seit mehreren Jahren im Geschäft.



