[update] Temporär aufge(sc)hoben: iPhones und iPads kehren “in Kürze” zurück in den Verkauf

von alex olma | 3. Februar 2012 | 17:19 Uhr

IPhoneBlog de Suspension

Auf Rückfrage bestätigt Apple Deutschland, dass alle zuvor gestoppten iPhone- und iPad-Modelle “in Kürze” zurück in den Online-Verkauf gelangen.

I can confirm that we were granted a suspension of the injunction, and updated our statement to the following. All iPad and iPhone models will be back on sale through Apple’s online store in Germany shortly. Apple appealed this ruling because Motorola repeatedly refuses to license this patent to Apple on reasonable terms, despite having declared it an industry standard patent seven years ago.

Samstag, 10:30 Uhr: Alle iPhone- und iPad-Modelle lassen sich (vorerst) im deutschen Online-Store von Apple wieder kaufen.

EyeTV Mobile zeichnet TV-Sendungen im Hintergrund auf

von alex olma | 3. Februar 2012 | 16:48 Uhr

IPhoneBlog de EyeTV

Mit einem Update auf Version 1.1 erhält EyeTV Mobile (kostenlos; App Store-Link), die iPad-2-Software für Elgatos TV-Tuner am Tablet-Dock (Affiliate-Link), eine Option zur Aufzeichnung von Fernsehsendungen im Hintergrund. iOS-Einschränkung: Läuft ein Recording im Hintergrund, beendet jede YouTube- oder Musik-Wiedergabe eure (ansonsten zeitlich nicht eingeschränkte) Aufnahme.

Nette Beigabe: Über den integrierten Webbrowser, der sich im Hochformat dazuschaltet, lässt sich parallel zur Lieblingssendung im Netz surfen.

EyeTV Mobile zeigte ich vor zirka acht Wochen an dieser Stelle im kurzen Video.

Das iPhone im Telefonmarkt 02/2012: 9% Marktanteil mit 75% aller Gewinne

von alex olma | 3. Februar 2012 | 14:07 Uhr

IPhoneBlog de Profit Apple

Apple and Samsung combined for about 91% of profits with RIM third at 3.7%, HTC fourth at 3.0% and Nokia last at 1.8% of a $15 billion total for the quarter.

Im vergangenen Mai verleibte sich Apple mit einem Marktanteil von 5-Prozent stattliche 55-Prozent aller globalen Gewinne im Mobiltelefonmarkt ein. Kein Jahr später sprechen wir von 9- und 75-Prozent.

Patentstreit: Apple stoppt Online-Verkauf vom iPhone 3G(S) / 4 und iPad 3G

von alex olma | 3. Februar 2012 | 12:20 Uhr

IPhoneBlog de Mannheim

Nach einer Verfügung des Landgerichts Mannheim nahm Apple am heutigen Freitagmorgen seine älteren iPhone-Modelle sowie das iPad 2 in der UMTS-Fassung aus dem deutschen Online-Verkauf. Der Verkaufsstopp scheint allerdings nicht die heutige Entscheidung sondern das Urteil vom Dezember 2011, Motorolas erster Erfolg gegen Apple in Mannheim, zu vollstrecken.

Apple bestätigte dem iPhoneBlog.de auf Nachfrage diese DPA-Zitat:

While some iPad and iPhone models are not available through Apple’s online store in Germany right now, customers should have no problem finding them at one of our retail stores or an authorised reseller. Apple is appealing this ruling because Motorola repeatedly refuses to license this patent to Apple on reasonable terms, despite having declared it an industry standard patent seven years ago.

Das iPhone 4S scheint von der Entscheidung ausgenommen, weil es einen Baseband-Chip von Qualcomm aufweist. Patentrechtsexperte Florian Müller vermutet, dass zwischen Motorola und Qualcomm Abkommen zur Kreuzlizenzierung bestehen, die mit Infineon/Intel nicht vereinbart wurden. Die früheren iPhone-Modell sowie das iPad 2 in seiner GSM-Fassung benutzten einen ‘Baseband Processor’ von Infineon. Intel kaufte die Mobilfunksparte von Infineon für 1.4 Milliarden US-Dollar im August 2010. Die CDMA-Ausführung des iPad 2 setzt auf Qualcomm.

Das Dezember-Urteil betraf ein “Datenübertragungsverfahren in Mobilfunknetzen” und gehört zum zentralen Bestandteil von GSM. Sein Patentinhaber, in diesem Fall Motorola Mobility, ist verpflichtet, Lizenzen für dessen Nutzung zu fairen Konditionen bereitzustellen (Fair, Reasonable and Non-Discriminatory, FRAND). Apple unterbreitete Motorola ein Lizenzangebot, wollte jedoch rückwirkend keinen Schadensersatz zahlen.

Will Motorola Mobility das Urteil nun vollstrecken lassen [was heute scheinbar geschah], muss die künftige Google-Tochter eine Sicherheitsleistung von 100 Millionen Euro hinterlegen. Damit sollen mögliche Forderungen Apples abgesichert werden, sollte der iPhone-Hersteller in der nächsten Instanz Erfolg haben.

Google scannt Android Market

von alex olma | 3. Februar 2012 | 01:29 Uhr

IPhoneBlog de Unknown sources

Today we’re revealing a service we’ve developed, codenamed Bouncer, which provides automated scanning of Android Market for potentially malicious software without disrupting the user experience of Android Market or requiring developers to go through an application approval process.

Der Android Market bekommt einen Virenscanner. Genau genommen überprüft die Software schon seit vergangenem Jahr den Android-Programmkatalog und filterte bereits erfolgreich – auch wenn Google keine konkreten Zahlen nennt. Ebenso ohne Erklärung: Wie sah das Abwehrsystem gegen Spyware und Trojaner vor dem “new layer to Android security” aus? Da war doch hoffentlich mehr als “Permissions“, “Sandboxing” und nachträgliches Löschen im Einsatz, oder?

Egal. Dreh- und Angelpunkt der gesamten Diskussion mündet regelmäßig in der Kontroverse über die Software-Installation aus ‘unbekannter Quelle‘. Android kann’s, iOS nicht. Über das Für und Wider ist in den letzten Jahren zur Genüge debattiert worden und endete genauso häufig mit: Kein System ist fehlerfrei; es existiert keine Patentlösung. Vielleicht ist genau das aber gar nicht so schlecht, um nicht nur die Anbieter sondern auch ihre Nutzer zu mehr Aufmerksamkeit anzuregen.

Avid Studio schnipselt Videos am iPad

von alex olma | 2. Februar 2012 | 13:55 Uhr

IPhoneBlog de Avid Studio

Wow, wie sich die Zeiten ändern können: Die Video-Spezialisten und langjährigen Final-Cut-Konkurrenten aus dem Hause Avid bieten mit Avid Studio (3.99 €; App Store-Link), einer iPad-Videoschnittsoftware, Apples iMovie (3.99 €; universal; App Store-Link) die Stirn.

Die zehn ersten Minuten begeisterten mich mit flüssigen ‘Storyboard’-Arrangements aus Video-, Foto- und Musik-Material der lokalen Bibliothek. Einige Sound-Effekte bringt die App auch selbst mit.

Die UI erinnert mit schmalen Buttons an Apples ehemalige Pro-Software, sortiert sich jedoch intuitiv und verständlich zu bedienen auf dem 10-Zoll-Bildschirm. Euer finales Werk lässt sich als Videodatei in die Foto-App rendern, zu Facebook und YouTube exportieren oder über iCloud sogar an die Windows-Software weitergeben.

Mit einem iPad der nächsten Generation, das noch in diesem Jahr mehr Pixelpower und Prozessorkraft verspricht, stehen uns insbesondere für (mobile) Videoschnittsoftware spannende Zeiten bevor.

‘Longform’: Text-Kurator fürs iPad

von alex olma | 1. Februar 2012 | 21:40 Uhr

IPhoneBlog de Longform 1

Stop browsing, start reading” ist ein großartiger Werbespruch. Longform (3.99 €; App Store-Link) verleibte sich diese vier schlichten Worte ein und verspricht auf dem iPad zur Anlaufstelle für redaktionell ausgewählte Artikel-Sammlungen zu avancieren. Die App folgt der sauberen Instapaper-Ästhetik, fokussiert ihren Inhalt jedoch auf eine fremdbestimmte Textauswahl. Marco Arment hat eine solche Kategorie ebenfalls in seinem Programm, die er mit “Give Me Something To Read” überschrieben hat.

Wer sich in den Lesestrom von explizit ausgewählten Publikationen, der eigenen Readability-Liste und ins Longreads-Archiv hängen möchte, benötigt dieses iPad-Programm nicht. Die Zusammenstellung, Offline-Verfügbarkeit und technische Aufbereitung rechtfertig für Leseratten, die zwischen kurzen Web-Artikeln und kolossalen Büchern hin- und hergerissen sind, spielend die geringe App-Store-Gebühr.

“Part of the original idea,” Longform editor Max Linksy told us, “was ‘how can we make a read-later service for lazy people, and our mothers?’” The goal was to create a way to find something interesting to read without all the effort, searching, and unread counts that come with a service like Instapaper.

Amazons Kindle im Weihnachtsgeschäft 2011

von alex olma | 1. Februar 2012 | 18:32 Uhr

Amazon veröffentlicht seine Quartalszahlen für das (gewöhnlich ertragreiche) Weihnachtsgeschäft und landet damit akrobatisch auf dem Bauch – 17.4 Milliarden US-Dollar an Umsatz stehen 177 Millionen US-Dollar an Gewinn gegenüber.

Amazon’s profit for all of 2011 was $631 million. As a reminder, Apple made $13.06 billion in profit last quarter. Perhaps not a fair apples-to-apples comparison, but not exactly apples-to-oranges either.

Handfeste Zahlen zum Kindle gibt es nicht. Nein, die Aussage “millions of customers” mit substanzlosen Wachstumsraten (177-Prozent) zählen nicht. Hier fehlen jedoch nicht nur aussagekräftige Nummern sondern auch eine Unterscheidung zwischen den eBook-Readern (in mehreren Ausführungen) und dem Möchtegern-iPad-Konkurrenten ‘Fire‘, der in dieser ersten Hardware-Generation mit seinen ‘durchwachsen‘ (Presse-)Kritiken kein ernsthafter Apple-Gegenspieler ist.

Mit unbekannten Verkaufszahlen und nur geschätzten Vermutungen über hauchdünne Hardware-Margen lassen sich daher nur wenige sinnvolle Vergleiche zu den (beeindruckenden) iPad-Statistiken ziehen.

Aufmerksamkeit kommt aus einer anderen Ecke: Die Flurry-Statistiker zeigen großen Software-Appetit von Amazon-Kunden zu Weihnachten – auch wenn der Kindle nicht immer ganz fair spielte. Neben der quantitativen Anzahl an Applikationen, mit denen Amazon der koreanischen Konkurrenz die Butter vom Brot Christstollen nimmt, schreibt die Erhebung außerdem (erheblich) mehr profitable Bezahl-Downloads dem Kindle Fire zu.

IPhoneBlog de Flurry

From our analysis, we found that the Kindle Fire drove over 2.5 times more paid downloads to consumers than the Samsung Galaxy Tab. This shows that for tablets, the Amazon App Store can already deliver more direct revenue to developers than the Android Market.

Mit Blick auf die Web-Nutzung von mobilen Betriebssystemen zeichnet NetApplications in seiner Januar-Erhebung ein vergleichbares Bild.

The iPad s Competition  Still Small but Growing 1

The Galaxy Tab and Kindle Fire are not close to matching the iPad’s usage share, but are growing. The Galaxy Tab is at .42% mobile/tablet usage share and the Kindle Fire stands at .34% mobile/tablet usage share. The iPad maintains it lead in tablets at 23.97% mobile/table usage share.

Für Amazon hängt der Erfolg vom (stark) subventionierten Kindle am Umsatz, der über ihn verkauften digitalen Inhalte. Darüber steht er auch mit anderen Anbietern in Konkurrenz. Bei Büchern für die reinen eBook-Reader geht dieses Geschäft auf. Der Tablet-Markt dagegen scheint mit (mehr) Konkurrenz einen schwierigerer Einstieg zu liefern. Nachdem nun der erste Release(-Hype) und das (gewöhnlich ertragreiche) Weihnachtsgeschäft absolviert wurden, wird’s bis zum Herbst-(Hardware-)Update eine lange Zeit – insbesondere wenn sich ab dem Frühjahr neue iPad-Gesellschaft ankündigt.

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