[iOS-App] Plex (+Video)

von alex olma | 31 August 2010 | 12:49 Uhr

Alles auf eine Karte. Die Open-Source-Köpfe von Plex, dem populären Mac-Mediacenter, veröffentlichen exakt einen Tag vor dem Apple-Musikevent am morgigen Abend die neunte Ausführung ihrer Desktop-Software sowie ein dazugehöriges iOS-Pendant. Risikoreich ist das deshalb, weil mit einer möglichen AppleTV-Überarbeitung die Aufmerksamkeitsspanne für den Fork des XBMC schneller zu Ende sein könnte, als er anfing.

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Am gestrigen Montag durfte CrunchGear auf Version 9 sowie die ‘universale’ App-Store-Anwendung für iPhone und iPad einen ersten, exklusiven Blick werfen. Beim eigenen Testlauf sticht zuallererst die mittlerweile stolperfreie und aufpolierte Oberfläche der Desktop-App ins Auge. Die verschiedenen ‘Skins’, die eingeflochtene Plugin-Struktur sowie die präzise Tastatur-Steuerung schüttelt man locker, intuitiv und bequem aus dem Handgelenk. Bei der Anbindung von einem iPhone oder iPad sind dagegen mehrere Klicks und Umwege über IP-Adressen und freizugebene Router-Ports (TCP 32400) zu nehmen. Ebenfalls ungünstig: Teilweise zeichnet das Programm Bedienknöpfe auf den Bildschirm, die (noch) nicht zu drücken sind.

Egal. Wenn die Verbindung erst einmal steht, lässt sich die Medien-Bibliothek, die fast alle Dateiformate mit der Ausnahme von DRM-geschütztem Material umfasst, bedienen, beäugen und betrachten. Plex kann dabei sowohl als Fernbedienung wie auch Abspielgerät dienen. TV-Serien und Filme erfahren eine direkte Umwandlung vom Mac-Computer auf das jeweilige iPhone- oder iPad-Format. Die hochgelobte Anwendung ‘Air Video‘ zeigte bislang vorbildlich, wie man mit FFmpeg umgeht und ist aus meinem Alltag nicht mehr wegzudenken.

Auch Plex streamt im lokalen Netzwerk oder über eine UMTS-Verbindung wenn Zuhause die Dual-Core-Prozessoren arbeiten und Frames durchpflügen können.

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Nette Beigabe: Ein mit Plex am Desktop begonnener Film synchronisiert seinen Zählerstand für die letzte Abspielposition an das iOS-Gerät. Umgekehrt funktioniert dies leider (noch) nicht. In keiner großen Stückzahl sind bislang zusätzliche Plugins verfügbar, die am iPad oder iPhone funktionieren. Während der Desktop mit ‘Apple Trailern’, ‘Boing Boing Videos’, ‘The Daily Show’ oder Fotos von ‘FFFFOUND!’ umgeht, stehen am iOS ‘lediglich’ eine Handvoll Erweiterungen (TED Talks, Revision 3 oder Vimeo) zur Auswahl. Eine Installation war im ersten Anlauf heute Morgen nicht möglich.

DirektPlex*

Trotz aufpolierter Oberfläche bleibt Plex in seiner jetzigen Version für Freunde mit einem kleinem Spieltrieb. Für jemanden, der sich einen MacMini als Medienserver unter den Fernseher stellt, sollte dies jedoch kein wirkliches Problem darstellen. Es gefällt, das ein iPhone die spartanische Apple-Fernbedienung ablöst – ein wirklich reibungsloses Umschalten zwischen anderen App-Store-Programmen und der Software-Remote funktioniert nur mit zeitlichen Einbußen.

Nichtsdestotrotz stimmt der Auftakt. Jetzt gilt es für Apple nachzuziehen und die hohe Position der Messlatte mit einem annähernd vergleichbaren Mediencenter zu erreichen.

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[app] SoundPrism

von alex olma | 25 August 2010 | 17:33 Uhr

DirektSoundPrism

Seit dem vergangenen Freitag schlummert mit SoundPrism eine kreative Musikanwendung im App Store, die einer Erwähnung nicht ausweichen kann. Was auf den ersten Blick nach einem simplen Design-Spielzeug für Yuppies aussieht, entpuppt sich nach einigen Noten als großspuriger Tonraum-Synthesizer. Dieser bricht, wie ein ‘Prisma’ das Licht, harmonische Klänge in kleinste Partikel auf.

Der Ansatz folgt Ideen wie Bloom, der Ambient-Maschine von Brian Eno, die ganz ohne Melodie-Erklärungen auskommen. Durch das Prinzip der ständigen Belohnung, bei der ein überwiegender Teil der selbstgestalteten Musik ohne Aufwand schon ganz verzückend klingt, entstand am (MP3-)Frauenhofer-Institut in einer fünfjährigen Dissertation. Für ein paar Euro kauft man sich über diese App damit in einen Fundus von langjähriger Musikwissenschaft ein.

DirektSoundPrism

Die begeisterten Köpfen hinter SoundPrism versprachen in einem Skype-Interview noch viele Aktualisierungen. So ist geplant, die gespielten Kompositionen zurück auf (klassische) Notenblätter zu übersetzen, eine Funktion, die die Software umgekrempelt bereits schon jetzt durchführt. Eine Export-Möglichkeit der eigenen Schöpfungen ist fraglos überfällig und könnte mit einer professionellen Integration in bestehende Musik-Arrangements SoundPrism zu einem Instrumenten-Multitalent avancieren lassen. Nicht nur für Berufs-DJs.

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Apple öffnet iAd-Werbeschaltungen für App-Store-Entwickler

von alex olma | 28 Juli 2010 | 21:06 Uhr

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Apple überarbeitet seinen iAd-Internetauftritt unter http://developer.apple.com/iad/ und lädt App-Store-Entwickler dazu ein, im neuen Reklamenetzwerk für ihr iOS-Anwendungen die Werbetrommel zu rühren. Das am 01. Juli in Nordamerika gestartete Programm bot bislang nur sehr finanzstarken Unternehmen eine Möglichkeit, die ‘interaktiven’ Banner zu platzieren. Als Einstiegspreis warf das ‘Wall Street Journal‘ Kampagnen-Budgets von $1 US-Million in die Gesprächsrunde.

Mit welcher Brieftaschengröße die unabhängigen Entwicklerstudios für ihren Programmcode vorsprechen dürfen, ist bislang nicht bekannt. Apple scheint zur Zeit eine individuelle Beantwortung der Kontaktanfragen in dieser Richtung vorzunehmen. Unter dem Aspekt, die eigene (Software-)Plattform voranzutreiben, gelten geringe Einstiegshürden jedoch als wahrscheinlich. Vorstellbar wäre, dass für jeden App-Store-Verkauf ein geringer Prozentsatz nach Cupertino fließt. Statt der üblichen 70/30-Aufteilung könnte auf Provisionsbasis die Bezahlung in einem Abwasch verrechnet werden. Doch das bleibt zum aktuellen Informationsstand reine Spekulation.

Fest steht, das sich Apple der kreativen Kraft aus der App-Store-Kommune bedienen möchte. Aus dieser Perspektive darf mit Spannung verfolgt werden, was die Designer und Programmierer des iOS-Erfolgs an ‘rich media’-Anzeigen in den nächsten Monaten produzieren.

via twitter@ejacqui + fscklog

[iPad-Game] Spider: Bryce Manor HD

von alex olma | 19 Juli 2010 | 14:35 Uhr

Tiger-Style-Games hat sich mit Spider: The Secret of Bryce Manor im letzten Herbst ein Denkmal gewebt. IGN, Slide To Play, TouchArcade, das Independent Games Festival und die Game Developers Choice Awards gaben Bestnoten. Jetzt verzaubert die kleine Spinne im großen Haus in ihren düsteren Aquarellfarben auch auf dem iPad.

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Insgesamt 38 ‘Locations’ stehen zur Erkundung im Portrait- und Breitbild-Mode auf dem großen iOS-Display bereit. Dabei wird der zusätzliche Darstellungsplatz genutzt, einen zweiten Weberknecht mitstricken zu lassen. Eure Erfolgen können über Facebook Connect öffentlich gemacht werden.

DirektSpider*

Eine ‘Universal’-Anwendung hätten Besitzer des ersten Teils sicherlich bevorzugt. Trotz identischem Level-Bau haben die Abenteuer der kleinen Spinne jedoch in keiner Weise an Faszination eingebüßt und verzücken erneut durch tolle Optik sowie begleitendem Sound- und Musik-Design.

Kurze Rede, kurzer Sinn: Das sind einmal mehr, vier leicht ausgegebene Euro.

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[game] StarDunk

von alex olma | 14 Juli 2010 | 20:45 Uhr

Simple Spielideen braucht der App Store! Paper Toss (kostenlos; App Store-Link) ‘flippt’ bereits seit längerer Zeit Papier-Knöllchen in virtuelle Mülleimer. Populär, aber definitiv nicht mein Ding.

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StarDunk ‘dockt’ an dieses Spielkonzept – und beispielsweise dem von Angry Birds - an. Hier geht es um Weltraum-Basketbälle, die in einen schwebenden Korb zu schnippen sind. Bei Treffern blitzt und funkelt der Bildschirm, während man in den internationalen Leaderboards aufsteigt. Zwar lassen sich die Körbe auch Offline befeuern, richtig Freude machen die Herausforderungen, die euch zwischen verschiedensten Matches hin und her ‘werfen’, jedoch erst Online.

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Die wilde ‘Ballerei’ greift auf die Achievement vom Ngmoco-Netzwerk “Plus+” zu. Entwickler hinter den Weltraumbällen ist das Studio GodziLAB, das wir bereits aus iBlast Moki kennen.

StarDunk ist übersäht mit explosiven Grafik-Effekten und peitschendem Sound, das die kurzweiligen Wurfpartien zu einem empfehlenswerten Zeitvertreib macht.

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