[cydia] LockInfo – Benachrichtigungen für den Standby-Screen
Peu à Peu bessert Apple mit seinen iOS-Updates Funktionalität nach, die sich bislang nur durch die Datenbahnen im Jailbreak-Dasein gebissen hat. Eines der letzten, noch nicht bekämpften Schlachtfelder findet sich in der Sektion ‘Benachrichtigungen’. Obwohl es sich darüber streiten lässt, wie hoch der Mehrwert von den ‘Kennzeichen’, ‘Tönen’ oder ‘Meldungen’ ist, der ‘Sperrbildschirm’ mit seiner Urzeit-Anzeige und dem ‘Entriegeln’-Schalter strotzt ohne Frage von Informationsleere.
LockInfo widmet sich als $5 US-Dollar-Anwendung diesem Thema und füttert den einsamen Display-Raum mit Hinweisen über verpasste Anrufe, Voicemail-Nachrichten, eintreffende E-Mails oder anstehende Kalender-Ereignisse. Per Plugin-Architektur können Wetter-Auskünfte, RSS-Feeds, Things- und OmniFocus-Aufgaben oder Twitter-Neuigkeiten nachgerüstet werden. Das komplette System lässt sich bis in die Haarwurzel individualisieren. Damit können beispielsweise Push-Popups im Standby-Bildschirm unterdrückt werden, bleiben jedoch bei der eigentlichen iPhone-Benutzung unangetastet.
LockInfo ist kein Kind junger Tage mehr, durchlief eine lange (kostenlose) Beta-Phase und besitzt mittlerweile genügend Cupertino-Anregungenspotenzial.
* Alle selbstproduzierten Videos gibt es neben der oben eingebundenen HD-Version auch ‘iPhone-kompatibel’ in unserem Podcast-Feed, den ihr beispielsweise über iTunes oder einem anderen Multimedia-Verwaltungsprogramm eurer Wahl abonnieren könnt.
iPhone-Jailbreak keine Urheberrechtsverletzung mehr
Seit Beginn dieser Woche ist ein iPhone-Jailbreak in den USA keine Urheberrechtsverletzung mehr. Der amerikanische ‘Library of Congress‘ stellte den vollständigen Dateizugriff sowie Mobilfunkanbieter-Unlock für die private, nichtkommerzielle Nutzung auf dem Apple-Telefon unter die “Fair-Use”-Klausel des Digital Millennium Copyright Act.
Unter die periodisch überprüfte Regelung des 1998 beschlossenen Gesetzes fällt in diesem Jahr, neben dem Umgehen der digitalen Rechteverwaltung für DVDs, Videospiele und E-Books, auch das iPhone. Die US-Bürgerrechtler der Electronic Frontier Foundation bemühen sich seit mehreren Jahren um diese Gesetzes-Erweiterungen. Wie bereits in der Vergangenheit praktiziert, verharrt Apple weiter auf dem Standpunkt, dass die Aufhebung der Zugriffsbeschränkung das Gerät “instabil und unzuverlässig machen” und “zu einem Garantieverlust führen können“. Zu bemerken bleibt: Von einer uneingeschränkten Legalisierung kann keine Rede sein.

Gravierende Änderungen für die alltägliche Praxis sind jedoch ohnehin nicht zu erwarten. Cupertino hat keinerlei Verpflichtung, die Jailbreak-Methoden zu unterstützen. Ganz im Gegenteil: Im ‘Katz-und-Maus’-Spiel, wie es Steve Jobs einmal so schön betitelte, wird sich Apple weiterhin kontinuierlich darum bemühen, die für den Jailbreak ausgenutzten Schwachstellen, auszubessern.
Die neuen Regelungen sind unzweideutig begrüßenswert, schon alleine um die rechtliche Grauzone zwischen Praxis und Theorie zu definieren. Nichtsdestotrotz: Mit den neuen iOS-4-Hintergrundprozessen und der Anpassbarkeit des Designs inklusive Programm-Ordnern, fliehen die guten Argumente für einen Jailbreak wie Fliegen vor der Fliegenklatsche. Zumindest ist dies meine ganz persönliche Erfahrung. Mit der Einsparung von ‘Backgrounder’ oder ‘Winterboard’ bleibt (für mich) lediglich die Cydia-Software ‘DisplayOut‘ von Interesse, welche ich für die Erstellung von Anwendungs-Videos (am iPad) benutze. Das direkte Abgreifen der bewegten Bildschirminhalte vermittelte zum Teil einen besseren Eindruck des Programms, als das reine Abfilmen des Bildschirms.
Bedauerlicherweise rückt immer wieder die Diskussion sowie dessen praktische Anwendung – in unbekanntem Ausmaß – um das immaterielle Erschleichen von Software – in den Jailbreak-Zusammenhang. Unrühmlich schmückte sich ‘Cult of Mac‘ am gestrigen Dienstag mit einer entsprechenden Anleitungen, wie man App-Store-Entwicklern ihre Einkünfte mopst.
Welche Entwicklungsrichtung die Jailbreak-Szene in den nächsten Jahren einschlägt, wenn das Apple-Telefon auch in den USA und Deutschland bei mehreren Mobilfunk-Anbietern verfügbar wäre, bleibt abzuwarten. Die ‘Sim-Sperre’ ist sicherlich ein häufiger Grund für die Dateisystem-Frickelei sowie Motivations-Antrieb zum Aufspüren von digitalen Schlupflöchern.
Ungeachtet dessen sei auch an dieser Stelle noch einmal angemerkt, dass das Apple-Telefon ohne die fleißigen Bemühungen der inoffiziellen Entwicklerteams sicherlich nicht dort wäre, wo es heutzutage ist. Kleine Softwarekonzepte zu “Copy-and-Paste“, “Ordnern” oder “Multitasking“, die über Cydia und Co. Verbreitung erlangten, beeinflussten die daran anschließende Apple-Integration.
‘Frash’ – Adobe-Flash für Jailbreak-iPads
“Findige Hacker”, wie es in der klassischen Medienberichterstattung immer so schön heißt, haben unter dem Projektnamen “Frash” eine Adobe-Flash-Portierung für iPads mit Jailbreak vollbracht. Version 0.01 lässt sich als Frash.deb-Datei über einen Dateibrowser in /var/root/Media/Cydia/AutoInstall ablegen, und mit einem Neustart auf das Gerät installieren.

Alle Flash-Webinhalte werden danach symbolisch gekennzeichnet und lassen sich durch Antippen aktivieren. Wie zu erwarten, ist das Ergebnis mehr als ernüchternd. Engadgets lobende Worte in allen Ehren, aber mit ein paar animierten Comic-Bildern lässt sich kein Blumentopf gewinnen.
Ich würde ungern erneut in eine Debatte um die Zukunft der Adobe-Technologie einsteigen. Mir liegt es andererseits jedoch ebenso fern, die fleißigen Arbeiten des Programmierers comex zu verschmähen.
Sicher ist: Apples Standpunkt bleibt eindeutig und nicht anzufechten. Steve Jobs hat das Thema zuletzt nicht umsonst zur Chefsache erklärt.
[Cydia-App] ‘Display Recorder’ zeichnet iPhone-Bildschirm auf (Update)

Ryan Petrich veröffentlich über den Cydia-Store seine $5 US-Dollar-Software ‘Display Recorder’, die alle Eingaben an den iPhone-Bildschirm in einem Video aufzeichnet.
Nachdem die Aktivierung für den Mitschnitt veranlasst wurde, die sich mittels ‘Activator’ auch mit verschiedenen Gesten oder Button-Belegungen initiieren lässt, werden alle Homescreen-Bewegungen oder die Benutzung von App Store-Anwendungen abgespeichert.
Die daraus entstandenen AVI-Dateien lassen sich über einen Webserver (IP-Adresse im ‘About’-Feld der App) oder über SSH (/Libary/DisplayRecorder/) vom Gerät holen. Auch ein direkter YouTube-Upload ist möglich. In den Einstellungen lässt sich die Qualität der Aufnahme (inklusive OpenGL-Unterstützung) festlegen. Neben der Framerate bestimmt der Optionspunkt ‘Video Qualität’ die Größe der erzeugten Dateien. Für die Dokumentation von einer Minute und 30 Sekunden beim App Store-Shooter Roswell Fighter (0.79 €; App Store-Link) fallen, entsprechend den Einstellungen, Daten in den Größen 250MB (High), 106MB (Medium) und 41MB (Low) an. Je nachdem für was und wo das Video Verwendung finden soll, ist die Qualitätsstufe anzupassen.
Das gilt auch für die Bildschirmrotation (Portrait, Upside Down, Landscape Left/Right), die individuell pro Aufnahme in den Optionen umgestellt werden kann.



Leider wird in der jetzigen Version noch kein Sound aufgezeichnet. Dafür finden die Fingereingaben als weiße Punkte ihre symbolisierende Position, so das sich ohne großen Aufwand recht feine Screencasts (ohne Simulator) produzieren lassen.
Anbei ein verkürzter YouTube-Upload der komprimierten Testaufzeichnung.
Update

Aufzeichnungen des Audiomaterials werden wohl ausbleiben.
[jailbreak] WiFi-Synchronisation iPhone / iTunes
Vor einigen Wochen zirkulierten zwei Videos im Netz, die eine drahtlose Synchronisation zwischen iTunes und dem iPhone OS zeigten. Das die Software durch ihre Verwendung von privaten Entwickler-Schnittstellen nicht dem App Store-Genehmigungsprozess standhalten wird, war mehr als eindeutig.
Jetzt taucht das wenige Kilobyte große Programm als $10 US-Dollar Shareware im Jailbreak-Lager auf, und funktioniert erstaunlich zuverlässig. Benötigt wird zum drahtlosen Abgleich von Apps, Musik oder Podcasts ein kleiner “Pairing-Helfer“. Nach dem Starten der iPhone-Anwendung taucht das Gerät wie gewohnt im lokalen iTunes auf und kann drahtlos mit Inhalten befüttert werden.
Die Sync-Geschwindigkeit ist nach den ersten Versuchen absolut passabel und nimmt, gegenüber der von Apple vorgesehenen USB-Verbindung, lediglich beim Backup mehr Zeit in Anspruch. Über die OS X-Helfer-Software lässt sich die vorgeschobene Sicherheitskopie bei Bedarf auch abschalten.
“Wi-Fi Sync for iPhone and iPod touch” von Greg Hughes funktioniert derzeit (noch) nicht mit dem iPad und findet sich im BigBoss-Repository.
Retro-Emulator ‘snes4iphone’ auf dem iPad
Inspiriert durch den heutigen TouchArcade-Beitrag veranstaltete auch ich (m)einen ganz privaten Retro-Vormittag. Der ‘snes4iphone‘-Emulator von ZodTTD läuft neben dem kleinen Bildschirm des Apple-Mobilfunkgeräts natürlich auch auf dem iPad.
Nicht überraschend: Die Displaygröße macht dabei einen enormen (Erlebnis-)Unterschied. Zwar lässt sich das Pixel-Doubling über die Manipulation der Info.plist nicht austricksen, dass interne ‘Smooth Scaling’ der $5.99 US-Dollar Cydia-Anwendung zieht die Lichtpunkte jedoch trotzdem auf ihre volle Bildschirmgröße.
Snes4iphone liegt immer noch in Version 7.0.0 vor und hat bislang keine spezielle iPad-Anpassung erfahren – ZodTTD bastelt schon an den Icons. Deshalb lassen sich die transparenten Steuerknöpfe auch noch nicht ausblenden. Die Wii-Fernbedienung ist über ihre Bluetooth-Anbindung jedoch weiterhin die bessere Controller-Wahl.
Unkommentierte Impressionen zusammengefasst in einer Videominute:
Über das UrbanFanatics.com-Repository (http://urbanfanatics.com/cydia) lässt sich außerdem die ScummVM-Software in Version 1.1.1 beziehen, die (unter anderem) zum Abspielen der alten LucasArts-Titel einlädt – von Monkey Island bis Day of the Tentacle.

Eine Übersicht der derzeit lauffähigen Cydia-Anwendungen für das iPad wird in dieser Tabelle gepflegt.
‘State of the Jailbreak’: ein Monat mit Firmware 3.1.3
Seit dem 02.Februar 2010 steht die iPhone-Firmware 3.1.3 zum Download bereit. Neben einigen Fehlerkorrekturen (Batterieanzeige, nicht startende Drittanbieter-Anwendungen sowie Nachbesserungen für japanische Tastaturen) enthielt die Software-Aktualisierung (7D11) eine neue Modem-Firmware (05.12.01) und brachte die Tethering-Funktion für anbieterunabhängige iPhones zurück.
Aus Jailbreak-Perspektive warnte das Dev-Team (wie gewohnt) davor, dass neue iPhone OS einzuspielen. Die vormals verwendeten Exploits zur ‘Befreiung’ der iPhone-Software bügelte Apple aus – Downgrade-Anleitungen funktionieren eingeschränkt. Am 10.Februar spürte Sherif Hashim eine neue Baseband-Sicherheitslücke auf.
Bislang fand dieser jedoch keine Umsetzung in ein Jailbreak-Softwarewerkzeug. Ob die Firmware 3.1.3 überhaupt die Beachtung des Dev-Teams finden wird, steht generell in Frage. Eine Veröffentlichung bedeutet, dass Apple die eigene Schwachstelle vor Augen geführt wird, und in einer kommenden Version ausgemerzt werden kann.
Mit nicht mehr als einer lustigen Randnotiz beschäftigt sich 9to5mac: Aus einer Steve Jobs-Email möchte man herauslesen, dass das von ihm benutzte iPhone mit der ausrangierten Firmware 3.1.2 (7D11) seinen Dienst verrichtet. Mutmaßungen, welche daraufhin die Legitimität der Firmware 3.1.3 anzweifeln, entbehren jeder rationalen Grundlage.

Nichtsdestotrotz: Die Anbieter von kommerzieller Jailbreak-Software haben ein selbstverständliches (Kunden-)Interesse an einer erneuten Öffnung des iPhones. ZodTTD, Anbieter für Emulatoren im Cydia-Store (n64iphone, psx4iphone, etc.), verzeichnet einen Rückgang des Datenverkehrs um 25-Prozent.
Die lose Hacker-Gruppierung scheint ihre Ressourcen jedoch nicht auf eine 3.1.3-Freischaltung auszurichten, sondern widmet sich einem seit Sommer 2009 schwellenden Problem, dem Push-Fix. Durch fehlende Zertifikate für iPhones, die an iTunes vorbei aktiviert wurden, kam es zu ‘fehlgeleiteten’ Push-Benachrichtigungen. Die ganze Geschichte gibt es hier zum Nachlesen: http://www.cmdshft.ipwn.me/pushfix/; der PushFix von anethema findet sich im NERV Repository, wie hier (http://www.cmdshft.ipwn.me/blog/?p=481) erklärt wird.
Ein Diskussions-Brennpunkt beim Thema iPhone-Jailbreak ist und bleibt ‘Piracy’. John Herrman verfasste mit seinem Artikel: ‘The Myth of iPhone App Piracy‘ am gestrigen 01.März auf Gizmodo eine (sicherlich) argumentationsfreudige Position.
Ob man beim Lesen der Argumentation den neu komponierten ‘Jailbreak-Song’ (Vimeo-Link) hören muss, überlasse ich dem ganz persönlichen Gusto.
[jailbeak] Infinidock – das rollende iPhone-Dock
Kurz vor Weihnachten veröffentlichten die Cydia Store-Entwickler Ryan Petrich und Grant Paul eine Jailbreak-Anwendung, die sich ‘ProSwitcher’ nennt. Das Softwarepaket für inoffizielles Multitasking im Stil vom Palm Pre webOS erfreut sich seitdem, zur schnellen Navigation durch unterschiedliche Anwendungen, großer Beliebtheit. In Kombination mit ‘Backgrounder’ laufen Programme auch beim Fensterwechsel im Hintergrund weiter. Mit regelmäßigen Performance-Aktualisierungen hat sich das kostenfreie Paket über die letzten drei Wochen auf meinem iPhone erfolgreich gegen eine Deinstallation gewehrt.


Mit Infinidock veröffentlicht Grant Paul in der letzten Nacht nun sein kleines Solo-Projekt: ein iPhone Dock-Tweak. Das, was Apple auf maximal vier Programmsymbole am unteren Ende jeder Homescreen-Seite an fester Position begrenzt, entfesselt Inifinidock. Die $0.99 Cent-Systemverfeinerung lässt euch mehrere Anwendungen à la SixRows zusammenrücken und aktiviert einen unbegrenzten Scrolling-Spaß.
Auf horizontaler Ebene lassen sich damit beliebig viele Anwendungen unterbringen. Eine weiteres Update (‘Stack’-Integration) ist bereits angekündigt. Wer jedoch schon jetzt einen persönlichen Anwendungsfall erkennt, interessiert sich vielleicht für unsere kurze Anwendungs-Demonstration.







