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van Alex Olma
4. April 2009 – 11:44 Uhr

‘In-Game‘-Verkäufe fördern die App Store-Professionalisierung

Die Weiterentwicklung von Software kostet Geld sowie Ressourcen von Zeit und (Support-) Kraft. Desktop-Progamme verfolgen daher unterschiedliche Formen der Lizenzierung.

Wenn wir unseren Blick einmal ausschließlich auf die Privatanwender beschränken, aktualisiert sich mein Mac-Programmordner recht regelmäßig und für kleine Applikations-Updates grundsätzlich kostenlos. Große Aktualisierungen, die meist im Zusammenhang mit Versions-Sprüngen stehen, können nach der geleisteten Erstinvestition dann noch einmal für Geld nachgerüstet werden.

Der übliche Update-Preis. Soweit, so etabliert.

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Im App Store ist das alles ein bisschen anders. Jegliche Applikation, die man derzeit im digitalen Einkaufszentrum erwirbt, kommen mit einer lebenslangen Aktualisierungs-Lizenz. Der Entwickler bestimmt zwar den Abgabepreis, alle eingepflegten Aktualisierungen sind jedoch ab dem Verkaufszeitpunkt inbegriffen.

Natürlich besteht die Möglichkeit, den gleichen Programm-Code unter anderem Namen in den App Store einzustellen. Die erwirtschaftete Reputation – inklusive Kommentare, Blog-Reviews und Verlinkungen – würden in solch einem Fall jedoch ‚genullt‘. Auch wenn dies für manche Programme einen dringend benötigten ‚Neustart‘ bedeuten kann, ist ein Großteil der Entwickler bestimmt stolz auf seinen Code. Aktuell bietet der App Store jedoch keine Möglichkeit, die Weiterwentwicklungen vom jeweiligen ‚Programm-Baby‘ an vorhandene Käufer noch einmal mit einer Gebühr zu belegen. Wenn man also konstant an seiner Applikation schraubt um sich mit den anderen 25.000 Applikationen zu messen, tut man dies aus gutem Service für seine Kunden.

Natürlich werden Updates auch medial betreut und neue Käufer stoßen durch Testberichte auf das jeweilige iPhone-Programm. Verkaufsspitzen hängen bei bekannten Applikationen immer schon mit Software-Updates zusammen.

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Einigen Programmen könnte man unterstellen für diesen ‚lebenslangen Update-Fall‘ mitgedacht zu haben. Führen wir uns exemplarisch das Fußball-Programme iLiga (1.59 €; App Store-Link) vor Augen, welches seinen Titel zur neuen Saison 2008/2009 anpassen könnte und so ein kostenpflichtiges Updates (durch ein neues Programm) nachschiebt.

Diese simplen Zahlenspiele können jedoch bei Weitem nicht alle Programme mitmachen, weshalb wir auf die ‚In-Game‘-Verkäufe zu sprechen kommen.

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Was auf dem Apple Event vom 17. März eher anhand einer Ausrichtung auf Spiele mit Raketenwerfern und Stereo-Soundsystemen visualisiert wurde, könnte ein ganz wichtiger Schritt für die professionelle Weiterentwicklung von iPhone-Software bedeuten. Die etablierte Desktop-Software macht es ja eigentlich schon jahrelang vor.

‚Major Updates‘ beziehungsweise ‚Pro Funktionen‘ können innerhalb einer Applikation nachgekauft werden und so ein tragbares Finanzierungsmodell für ‚Produktivitäts-Software‘ darstellen. Natürlich kann dies nur ein erster Schritt sein, da der App Store meiner Meinung nach nicht um einen Ausbau mit verschiedenen Lizenzmodellen umzukommt.

Software ist halt keine Musik, die einmal unverändert produziert und dann nicht wieder überarbeitet wird. Software sei hier auch ganz klar von Spielen abgegrenzt. Updates und Bugfixes für Spiele sollten weiterhin konstant erscheinen und nach einer Erstinvestition kostenlos für seine Käufer herunterzuladen sein. Neue Welten, Waffen oder Gegner, die für den Konsumenten einen Mehrwert gegenüber Version 1.0 schaffen, dürfen gerne in meinen Geldbeutel greifen.

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Wenn wir uns um den Vertrieb von professioneller iPhone-Software langfristig Gedanken machen, muss die Voraussetzungen geschaffen werden, dass Entwickler für die konstante Weiterentwicklungen ihrer Programme (Vertriebs-) Unterstützung erfahren.

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