WEBVTT

1
00:00:00.240 --> 00:00:02.544
Einen wunderschönen guten Morgen.

2
00:00:02.544 --> 00:00:08.519
Vor einem Jahr tauchen wir zuletzt in die
Workflows des Ferrite Recording Studios ab.

3
00:00:08.519 --> 00:00:10.860
Version 3 ändert nicht grundlegend die Bedienung
der App.

4
00:00:10.860 --> 00:00:15.309
Mein Deep Dive aus Episode #288 ist also immer
noch aktuell.

5
00:00:15.309 --> 00:00:20.340
Trotzdem pinselt das große Update die komplette
Fassade der App neu an, und es erweitert die

6
00:00:20.340 --> 00:00:24.000
Möglichkeiten für den Audioschnitt am iPhone
und am iPad.

7
00:00:24.734 --> 00:00:27.699
Die Abspielgeschwindigkeit lässt sich nun
verdoppeln.

8
00:00:28.217 --> 00:00:32.721
Das ist für die Arbeit an längere Podcast-Aufnahmen
gewissermaßen unverzichtbar.

9
00:00:33.000 --> 00:00:38.070
Es fehlte vorher, und es war in der besagten
Episode 288 mein größter Kritikpunkt.

10
00:00:38.070 --> 00:00:43.273
Bewegt ihr den Abspielkopf über eure Timeline,
spielt jetzt der darunter liegende Ton.

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00:00:43.273 --> 00:00:48.294
„Audio Scrubbing“ hilft euch schneller
bestimmte Sprecher oder Themenblöcke zu finden.

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00:00:48.400 --> 00:00:51.530
Ohnehin ist die Suche ein Schwerpunkt dieses
Updates.

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00:00:51.530 --> 00:00:57.670
Eine prominente Suchzeile lässt euch Titel,
Kapitel und Tags finden, durchstöbert aber

14
00:00:57.670 --> 00:00:59.579
auch die Metadaten der Audio-Files.

15
00:00:59.579 --> 00:01:05.690
Die Suchzeile macht euch Vorschläge und filtert
so auch nach intelligenten Ordnern oder Projekten.

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00:01:06.235 --> 00:01:09.440
Die Ansicht für archivierte Projekte ist
komplett neu.

17
00:01:09.440 --> 00:01:14.729
Man kann in diese Archiv-Ordner nur reinschauen
und sich wahlweise auch nur einzelne Dateien

18
00:01:14.729 --> 00:01:18.750
herausziehen –&nbsp;wenn euch etwa die Intro-Musik
für euren Podcast fehlt.

19
00:01:19.282 --> 00:01:24.509
Was ich an Ferrite schätze ist das man die
App einfach öffnet, und auf Aufnahme drückt.

20
00:01:24.509 --> 00:01:27.930
Man muss nicht erst ein Projekt anlegen oder
irgendwas vorkonfigurieren.

21
00:01:28.342 --> 00:01:32.220
Ferrite will im Gegensatz zu vielen anderen
Audio-Apps nichts von Musik wissen – es

22
00:01:32.220 --> 00:01:34.670
behält seinen Fokus auf dem gesprochenen
Wort.

23
00:01:35.295 --> 00:01:40.720
Deshalb nehme ich auch seit jeher meine Audiospur
separat zum Video auf – mit Ferrite auf

24
00:01:40.720 --> 00:01:41.720
dem iPad.

25
00:01:41.906 --> 00:01:47.040
Wenn ich mein Focusrite-USB-Interface dort
anschließe, zeigt es Ferrite augenblicklich

26
00:01:47.040 --> 00:01:48.040
an.

27
00:01:48.040 --> 00:01:51.259
Ferrite lässt euch jedoch auch zwischen den
unterschiedlichen eingebauten Mikrofonen am

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00:01:51.259 --> 00:01:56.890
iPhone wählen – beispielsweise zwischen
dem Mikro, das auf euch gerichtet ist, oder

29
00:01:56.890 --> 00:01:58.640
das Mikro, das nach hinten zeigt.

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00:01:58.640 --> 00:02:02.170
Man denken hier an das iPhone und eine typische
Interview-Situation.

31
00:02:02.568 --> 00:02:07.319
Sind solche Aufnahmen stark verrauscht, lässt
sich über Audio-Plug-ins das gesprochene

32
00:02:07.319 --> 00:02:08.320
Wort isolieren.

33
00:02:27.409 --> 00:02:30.792
Diese und andere Plug-ins entwickelt nicht
Ferrite, sondern Apple.

34
00:02:31.191 --> 00:02:35.600
Und Apple hat gerade erst mit iOS und iPadOS
16 eine neue Geräuschunterdrückung dafür

35
00:02:35.600 --> 00:02:36.600
bereitgestellt.

36
00:02:37.039 --> 00:02:41.610
Das Auto-Levelling-Feature bringt das gesamte
Projekt auf eine einheitliche Lautstärke.

37
00:02:41.809 --> 00:02:47.340
Diese Funktion hatte schon immer eine Clipping-Protection
–&nbsp;einen Schutz vor übersteuerten Aufnahmen.

38
00:02:47.340 --> 00:02:52.290
In der neuen Version kann man nun aber das
Clipping vermeiden, muss jedoch nicht die

39
00:02:52.290 --> 00:02:54.459
Tonhöhe des gesamten Tracks anpassen.

40
00:02:55.017 --> 00:02:58.900
Auto-Levelling ist beispielsweise etwas, das
man nicht auf Musik anwenden möchte.

41
00:02:59.099 --> 00:03:04.020
Der Equalizer bleibt für mich sehr einschüchternd,
aber ich liebe es damit zu spielen und zu

42
00:03:04.020 --> 00:03:06.519
hören, wie sich das Audio dadurch verändert.

43
00:03:06.971 --> 00:03:11.709
Apropos Änderungen: Mit Bookmarks markiert
man schon während der Aufnahme die Zeitmarken,

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00:03:11.709 --> 00:03:13.489
an denen man schneiden möchte.

45
00:03:13.489 --> 00:03:18.870
Hält man das Lesezeichen-Symbol länger gedrückt,
gibt es nun Vorschläge zu häufigen Änderungswünschen.

46
00:03:18.870 --> 00:03:23.879
Das kann etwa hilfreich sein, wenn man seine
Aufnahme zum Schnitt an jemand anderen gibt.

47
00:03:23.879 --> 00:03:29.929
Alle diese Dinge stehen übrigens im hervorragenden
–&nbsp;durchsuchbaren –&nbsp;Handbuch in der Seitenleiste.

48
00:03:30.700 --> 00:03:34.909
Diese Seitenleiste zeigt sich sogar noch auf
dem verhältnismäßig kleinen Bildschirm

49
00:03:34.909 --> 00:03:37.269
eines iPhone Pro Max.

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00:03:37.881 --> 00:03:40.569
Diese Menüs gehören zu den optisch größten
Änderungen.

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00:03:40.569 --> 00:03:45.610
Sie sind neu geschrieben in Swift UI und passen
sich flexibel den unterschiedlichen Bildschirmgrößen

52
00:03:45.610 --> 00:03:46.145
an.

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00:03:46.145 --> 00:03:51.110
Dazu gehört auch das Projekt-Info-Fenster,
das je nachdem wie viel Platz man der App

54
00:03:51.110 --> 00:03:52.650
gibt, immer gut zu lesen ist.

55
00:03:52.650 --> 00:03:57.900
Ferrite bleibt nämlich eine App, die im Slideover
leben kann; oder natürlich als Fenster im

56
00:03:57.900 --> 00:03:58.900
Stage-Manager.

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00:03:58.900 --> 00:04:03.709
Nicht nur während Aufnahmen, sondern, auch
wenn man Podcast-Cover oder Shownote-Links

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00:04:03.709 --> 00:04:05.290
aus dem Browser dort reinzieht.

59
00:04:05.290 --> 00:04:08.530
Ferrite lässt euch für den Schnitt selbst
Tastaturkürzel setzen.

60
00:04:09.000 --> 00:04:11.073
Diese Mühe machen sich nicht viele Apps.

61
00:04:11.804 --> 00:04:16.190
Genauso detailverliebt sind die Schieberegeler
– beispielsweise für die Strip-Silence-Option,

62
00:04:16.190 --> 00:04:17.410
die die Stille rausschneidet.

63
00:04:17.796 --> 00:04:20.600
Dieser Slider, der fährt nicht gleichmäßig
hoch.

64
00:04:20.600 --> 00:04:25.500
Im unteren Bereich möchte man ja gewöhnlich
feiner justieren, deshalb hat man dort mehr

65
00:04:25.500 --> 00:04:26.194
Spielraum.

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00:04:26.194 --> 00:04:30.479
Und wo wir gerade bei den Slidern sind: Obwohl
es nicht so aussieht, kann man auch direkt

67
00:04:30.479 --> 00:04:33.103
in die Prozentangabe einen Zahlenwert eintippen.

68
00:04:33.821 --> 00:04:36.759
Beim Export benutze ich tatsächlich viele
Optionen.

69
00:04:36.759 --> 00:04:41.039
Meine Aufnahmen für die #one Videos, die
übertrage ich ohne Kompression als CAF-Datei

70
00:04:41.039 --> 00:04:44.742
via AirDrop an den Mac, um sie dann anschließend
zu Final Cut zu schupsen.

71
00:04:45.380 --> 00:04:49.580
Wenn ich dagegen Artikel einspreche – so
wie kürzlich zum Satelliten-Notruf – dann

72
00:04:49.580 --> 00:04:52.132
exportiere ich direkt eine fertige MP3-Datei.

73
00:04:52.132 --> 00:04:56.830
Und wenn ich eine Audioaufnahme mit Standbild
rausspeichern will –&nbsp;weil sie als Audiodatei

74
00:04:56.830 --> 00:05:01.165
sonst nicht von Mastodon oder YouTube angenommen
wird, geht das genauso.

75
00:05:01.551 --> 00:05:05.449
Das Update auf die Pro-Version kommt 4 Jahre
nach Version 2.

76
00:05:05.449 --> 00:05:09.820
Es kostet 18 EUR für Bestandskunden, respektive
36 EUR für Neukunden.

77
00:05:10.112 --> 00:05:12.780
Die App bleibt meine große Empfehlung.

78
00:05:13.485 --> 00:05:16.580
Und damit, damit schließen wir 2022 für
#one.

79
00:05:16.580 --> 00:05:19.820
Wie immer gönne ich mir über den Jahreswechsel
eine zweiwöchige Pause.

80
00:05:19.820 --> 00:05:24.550
Ich möchte mich ganz ernsthaft bei euch für
die Unterstützung bedanken, und ich freue

81
00:05:24.550 --> 00:05:27.498
mich diesen Spaß mit euch hier im nächsten
Jahr fortzuführen.

