das produkt platziert

von alex olma | 11 März 2007 | 15:59 Uhr

camie powerbook

Photo: Thai Yin (cc)

Ein “Special” in der FHM, dem verspielten Männermagazin mit den lustigen Bildunterschriften, verläuft gemäß nach Prinzip-A: Ein, der Umgebung unentsprechend ausngezogendes Top-Model rekelt sich im alltagstauglichen Ambiente – bevorzugt werden hierfür Wohngemächer mit dem hauseigenen Boxring verwendet.

Außerdem beliebt die Variante: “Scharfe und ambitionierte Chefin im Home-Office”. Dabei fungieren verbreitet übermäßig große Schreibtische und Büro-Couchgarnituren zur Platzierung “der Objekte”. Doch die halbnackten Damen sind nicht die einzigen Accessoires, die sich in Position bringen.

Product-Placement nennt es der Amerikaner, hierzulande ist es verboten. Die Platzierung von kommerziellen Produktartikeln, die absichtlich im Hintergrund beispielsweise einer TV-Serie dargestellt oder erwähnt werden, fallen unter Schleichwerbung. Apples Werbestrategie distanziert sich offiziell von dieser bezahlten PR-Methode. Trotzdem gehören iMacs, Powerbooks und iPods zu den am häufigsten verwendeten “Gerätschaften im Hinter- und Fordergrund”.

sat1 powerbook

Sarah Jessica Parker’s Erlebnisse am Ende jeder “Sex and the City”-Episode tippt sie in ein Powerbook G3, die Anti-Terroreinheit CTU in der Erfolgsserie 24 koordiniert ihre Einsätze per G4. Manchmal reicht es jedoch für Mode und Werbung einfach aus, ein schickes Cinema Display neben einer leichtbekleideten Dame aufzubauen – wer ist dann eigentlich Werbeträger?

serie 24 powerbook

Jedenfalls. Harvard Professor David Yoffie mag herausgefunden haben, das Apple bereits für den Gegenwert von 400 Millionen Dollar freie iPhone-Werbung in Magazinen, TV- und Radio-Stationen erhalten hat. Ist es nötig noch einmal zu erwähnen, das dies alles VOR erscheinen des Produktes geschieht, BEVOR Apple die hauseigene Werbetrommel rührt?

  • Ja, Apple schwimmt im Moment auf einer guten Welle und mit dem gekonnt platziertem Logo kommt die Werbung von allein.
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