von Alex Olma
23. Oktober 2014 – 22:35 Uhr

Abflug: TestFlight Beta für alle iOS-Entwickler

Apple shoppte sich im Februar 2014 Testflight, ein Entwickler-Service für Beta-Builds. Im vergangenen Halbjahr erhielt ich persönlich nur noch iOS-Previews, die über den Mitbewerber HockeyApp ausgeliefert wurden. Neue Projekte nahm der übernommene Dienst vorerst nicht an. Heute lässt Apple seine Testplattform von der Leine, und beendet damit die Zeiten von ‚Bitte-schick-uns-deine-UDID‘ oder ‚Installiere-dieses-iOS-Profil‘.

Das neue Limit liegt bei 1000 externen Testern, die mehrere Geräte für das Ausprobieren von Vorab-Software einsetzen können. Die Einladung erfolgt per E-Mail; über neue Updates informiert ein Push-Service der App (kostenlos; universal; App-Store-Link).

Der erweiterte Testlauf verlangt eine Software-Prüfung durch Apple, so wie sie für Programme im App Store gilt. Zur Freigabe einer Beta-Version an das überschaubare Publikum sollte Apple allerdings einen anderen Zeitrahmen anpeilen, als die derzeitigen 10 Tage.

23. Oktober 2014 – 18:03 Uhr

Bildbearbeitung am iPad: Pixelmator

IPhoneBlog de Pixelmator Cover

Noch hat sich niemand Pixelmator für iPad (4.49 €; App-Store-Link) angeschaut, der mit Bildbearbeitung sein Geld verdient oder dafür große Teile seiner Freizeit investiert (beziehungsweise habe ich einen solchen Artikel bislang noch nicht gefunden). Ich hoffe, das ändert sich in den nächsten Tagen noch, weil mich genau eine solche Meinung interessiert. Dass, was ich als Enthusiast bislang ausprobiert habe, fühlt sich nach einem sehr hohen Level von Qualität an.

Die Aufbereitung erinnert an Apples mittlerweile abgeschossenes iPhoto. Der Umfang von Effekten ist nicht mit denen der Desktop-Version (26.99 €; MAS-Link) vergleichbar, deckt aber ein breites Spektrum von Möglichkeiten ab, manuell ins Bild zu greifen. Das Reparatur-Werkzeug um Gegenstände aus Fotos zu retuschieren, funktioniert beeindruckend präzise. Das Entfernen der Lichtspiegelungen im Fenster hat hier insgesamt zehn Sekunden gedauert – der Finger ist schneller als die Maus.

IPhoneBlog de Pixelmator

Einen guten Einblick in den Funktionsumfang sowie die technischen Spezifikationen finden sich unter iPad.Pixelmator.com sowie der Tech-Specs-Unterseite.

21. Oktober 2014 – 12:54 Uhr

Deadline für Entwickler: iOS-8-SDK und 64-Bit-Support

IPhoneBlog de Deadline 64-Bit

Starting February 1, 2015, new iOS apps uploaded to the App Store must include 64-bit support and be built with the iOS 8 SDK, included in Xcode 6 or later.

Developer.Apple.com

Wie bisher auch greifen die Regeln nur dann, wenn ein Entwickler für seine App ein Update einreicht. Unangetastet bleibt die Software so im Store, wie sie dort derzeit zum Download steht.

Konsequent wäre, alle Apps, die diese sinnvolle Vorgabe zur Deadline nicht erfüllen, aus dem App-Store-Suchindex zu werfen.

Was bei kompletten Rauswurf-Forderungen gerne übersehen wird: Im App Store wimmelt es von Software, die von Agenturen für Kunden produziert wurde. Oft besteht in so einer Konstellation gar nicht mehr die Möglichkeit, Software aktuell zu halten.

20. Oktober 2014 – 19:54 Uhr

Freigegeben: iOS 8.1

IPhoneBlog de iOS 8 1

iOS 8.1 schlägt im Gegensatz zu allen anderen Punkt-Updates a) signifikant zeitiger nach dem großen Versionssprung auf und b) vervollständigt in erster Linie bereits angekündigte Features. Eine Handvoll dieser Neuerungen ist dem verzögerten Release von OS X Yosemite geschuldet.

iOS 8.1 bedeutet in den USA einen ersten Probelauf von Apple Pay. Mit der iCloud-Fotomediathek (➞ Einstellungen ➞ iCloud ➞ Fotos) startet heute ein neuer Beta-Service. Und Gamer freuen sich über ihre zurückgewonnenen MFI-Controller.

20. Oktober 2014 – 13:23 Uhr

Für Fever, Feed Wrangler und Feedly: Fiery Feeds

Mit Ausnahme von Editorial (5.99 €; universal; App-Store-Link) liegt jede App, die direkt auf meinem iPhone-Homescreen sitzt, angepasst für die neuen iPhones vor. Reeder 2 war bis letzte Woche eine prominente Ausnahme – wahrscheinlich aus Gewohnheit. Eingespielte Arbeitsabläufe zu ändern, fällt schwer.

Aber…

Hochskalierte Apps auf iPhone 6 und 6 Plus lassen sich zwar ertragen, aber keinesfalls genießen. Deshalb war es an der Zeit, die eigene ‚Comfort Zone‘ zu verlassen.

IPhoneBlog de Fiery Feeds

Fiery Feeds (4.49 €; universal; App-Store-Link) ist eine gelungene RSS-Reader-Alternative, die als einer der wenigen Kandidaten seiner Kategorie bereits durch das Apple-Review rutschte und bei mir seit eineinhalb Wochen ausprobiert wird (Danke Lukas + Andreas!).

Ich habe eine Handvoll Probleme mit der App, die jedoch nicht darüber hinwegtäuschen sollen das Fiery Feeds eine Empfehlung ist. Wer hier schon länger mitliest weiß: Nur noch ganz selten versenke ich Zeit in Blogartikel für mittelprächtige Software. Ich probiere viele Apps aus, sortiere damit aber auch gleichzeitig aus, und versuche mich auf echte Tipps für meine Veröffentlichungen zu beschränken.

Wie dem auch sei.

Fiery Feeds ruckelt (minimal) bei langen Listen und schafft es nicht immer mein RSS-Verzeichnis im Hintergrund zuverlässig upzudaten. Oft beginnt der Sync erst dann, wenn ich die App öffne. Das mag unter anderem auch damit zu tun haben, dass ich selten eine halbe Stunde zwischen zwei Leserunden verstreichen lasse.

Ich habe echt Spaß an vielen Feeds und falle mit meinem 300+ Abos, die ich tatsächlich abarbeite, sicherlich in die Kategorie regelmäßiger Anwender. Essentiell für mich ist daher die Fiery-Feeds-Einstellung, die das Nachladen von Bilder (in der Übersicht) verhindert. Die Teaser-Fotos sehen zwar nett aus, lenken beim Überfliegen jedoch zu sehr ab (und laden länglich).

In einen einzelnen Bug rannte ich bislang immer wieder. Beim Aufrufen der RSS-Artikelansicht wird für eine halbe Sekunde das Geisterbild von dem zuvor aufgerufenen Artikel angezeigt. Da klemmt es irgendwie im Zwischenspeicher.

Fiery Feeds markiert Artikel als gelesen, wenn man an ihnen vorbeiscrollt. Das funktioniert allerdings nicht immer zu 100-Prozent. Ein schneller Wechsel zwischen der Feedliste und einzelnen Webseiten hakt mitunter ein Bündel von RSS-Beiträgen ab, an denen ich eindeutig noch nicht vorbeiscrollte. Es fehlt die Möglichkeit in einer langen Liste aus Blogeinträgen die bereits überflogene Hälfte als gelesen zu kennzeichnen.

Fiery Feeds, im übrigen eine App aus Österreich, läuft zwar als Universal-Ausführung auch auf dem iPad, gefällt mir dort aber nicht. Das Layout quetscht die Listenansicht der Beiträge aus einem Ordner oder einem RSS-Feed unnötig in die linke Bildhälfte. So bleibt rechts viel ungenutzter Bildschirmplatz, der nur dann gefüllt wird, wenn man einen Artikel aufruft.

Trotz aller Kritik sei noch einmal betont: Fiery Feeds hat das Potenzial, nicht nur eine Vertretungs-Software zu sein. Meinen gehobenen Ansprüchen an eine RSS-Software für das iPhone wurde weitestgehend entsprochen.

19. Oktober 2014 – 22:01 Uhr

#KW42 – so wie sie hier nicht stattfand

IPhoneBlog de Morgenkaffee

Apple Store offline (jedes zweite Blog)

Eine Meldung, der Meldung zuliebe. Eigentlich kann man Apple diese technische Unnötigkeit nicht verübeln. Solange darüber geschrieben wird, sind die temporären Umsatzeinbußen (in Millionenhöhe), im Austausch für mehr Medienhype, zu akzeptieren.

Kurzfristig lässt man Geld liegen, der langjährige Imagegewinn ist schwer aufzuwiegen. „The Store is down“ kann sich im Auge vieler Kunde keine andere Firma mehr auf ihre Fahnen schreiben. „Is The Apple Store Down?“ ist das nächste „One more thing…“1.


Apple hat nur für wenige Wochen das dünnste Tablet der Welt

A) Niemanden kümmert ein Tablet von Dell. B) Niemanden kümmert ein Tablet von Dell, das sich nicht kaufen lässt.


Apple Doesn’t Sell Bose Headphones Anymore

Beats übernommen; Patentstreit mit Bose beigelegt. Die Frage lautet: Warum fliegen nur die Bose-Lautsprecher aus den Apple-Store-Regalen und nicht auch die von Harman Kardon, Philips und JBL?

Mein Tipp: Mit Beats hat die Geschichte gar nichts zu tun. Wahrscheinlich musste Apple Patentgelder (nach‑)zahlen (die außergerichtliche Einigung über fünf ‚Noise-Cancelling‘-Patente bleibt geheim, lässt das jedoch vermuten), und Apple war schlicht angeödet.

Da steckt eine Story drin, ja. Wir kennen sie allerdings (noch) nicht.


Apple’s Jonathan Ive in Conversation with Vanity Fair’s Graydon Carter

Ein aktueller Beleg, warum Jonathan Ive keine Apple Produktpräsentationen hält. Seine Quote für Superlativ ist im Keller.


  1. Als Xiaomi den grundsätzlich generischen Ausspruch kürzlich benutzte, schrie das Internet: Copycat! 
17. Oktober 2014 – 17:10 Uhr

iPad Air 2: die Vorbestellungen sind freigegeben

IPhoneBlog de

Dieses Jahr ist die Kaufentscheidung einfach: Das iPad Air 2 sprintet dem lediglich überarbeiteten iPad mini 3 klar davon. Angefangen beim Prozessor (A8X), über das laminierte und antireflexbeschichtete Display bis zur besseren Kamera mit Serienbild- und Zeitlupenvideo-Funktion sowie dem Barometer. Ganz zu schweigen von der neuen schlanken Linie. 6.1 Millimeter unterbietet beide neuen iPhones (6.9 mm / 7.1 mm) deutlich – kaum vorstellbar.

Während wir im letzten Jahr zwei fast identische Tablets in zwei unterschiedlichen Displaygrößen bekamen, ist in dieser Saison die Stallorder unmissverständlich. Wer jetzt bestellt, investiert auf jeden Fall in den Aufpreis von 100 Euro zum iPad Air 2 (und geht zusätzlich dem 16GB-Modell aus dem Weg). Ich wüsste nicht, wem ich eine andere Empfehlung geben könnte.

16. Oktober 2014 – 23:25 Uhr

Apple SIM: Providerwechsel ohne Simkarten-Tausch

Apple legt dem iPad Air 2 in den USA und Großbritannien eine sogenannte Apple SIM bei, mit der man den Mobilfunkanbieter wechseln kann ohne die Simkarte tauschen zu müssen.

IPhoneBlog de AppleSIM

Das ist beispiellos (auch wenn es hier nur um das iPad geht) und bestimmt nicht im Interesse der Mobilfunkanbieter (die mit diesen kleinen Plastikkärtchen gerne ihre Nutzer binden).

Soweit bislang bekannt, bleibt Apple SIM jedoch eine klassische Simkarte. Der Simkarten-Einschub fällt deshalb auch in keiner Hardware-Ausführung bei den Geräte mit WiFi + Cellular weg. Der Schritt hin zu einer puren Softwarelösung dauert also noch an.

Ob sich dieses eindeutig kundenfreundliche Feature auch abseits von „short-term plans“ ausbreiten lässt, und theoretisch auch iPhone-Rufnummern umziehen kann, ist wohl erst eine Frage für zukünftige Jahrgänge.

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