iPhoneBlog.de iPhoneBlog.de
van Alex Olma
10. Februar 2016 – 22:17 Uhr

Sonos ♥ Apple Music

Sonos (universal; kostenlos) schleust nach 57 Tagen, und einer Wartezeit von insgesamt acht Monaten nach der ersten Bestätigung über die Zusammenarbeit, ab heute (theoretisch) 10 Millionen Apple-Music-Abonnenten durch ihr Lautsprecher-Netzwerk (Affiliate-Link). Die Integration ist elegant, vermisst aber die Möglichkeit Musiktitel als Favoriten zu markieren oder Songs einer Apple-Music-Wiedergabeliste hinzuzufügen.

Trotzdem, ein geglückter Auftakt. Schulnote: B-, befriedigend.

IPhoneBlog de Sonos Apple Music

Die Aktualisierung führt erneut den Wert von Software-Updates vor Augen. Entgegen den meisten anderen Lautsprechersystemen versteht es Sonos seine Boxen damit auf der Höhe der Zeit zu halten. Meine allererste PLAY:5 – damals noch ‚Sonos S5‘ genannt – ist mittlerweile sechs Jahre alt. Sie funktioniert heute nicht mehr wie am ersten Tag, sondern bietet unzählige Funktionen mehr. Alleine im letzten Jahr kam mit der Trueplay Raumkalibrierung eine gewichtige (und kostenlose) Neuerung dazu.

Die mit Abstand häufigste Frage im Zusammenhang mit Sonos, die mir gestellt wird, betrifft Podcasts und wie es diese Audio-Aufzeichnungen in den Lautsprecher-Kreislauf schaffen. Darauf gibt es inzwischen mehrere Antworten – ich rate durchweg zu einfachsten Methode. Unter dem Menüpunkt ‚On this iPhone‘1, in der Kategorie ➞ Podcasts, finden sich alle heruntergeladenen Abos aus Apples eigener Podcasts-Anwendung zum direkten Abspielen. Easy…wenn man Apples-App benutzt.

Wer sein Podcast-Archiv über Overcast oder Castro pflegt, hat das Nachsehen. Von dort lassen sich keine Episoden an die Sonos-Software und ihre Lautsprecher übergeben. Nun zeigen uns Statistiken: Vergleichbar wenige Hörerinnen und Hörer lauschen ihren Hörgeschichten über Drittanbieter-Apps aus dem App Store. Warum also die Nische bedienen?

Zwei Gründe:

  1. Jemand der Geld und (Recherche‑)Zeit in Podcast-Apps investiert, sollte eine Firma wie Sonos, die eine höherpreisige und ambitionierte Zielgruppe anspricht, für sich gewinnen wollen.
  2. In Zeiten von App extensions mit iOS 9 kann es technisch nicht schwierig sein eine chice Lösung auszuarbeiten, die eine Podcast-Episode von Overcast oder Castro über die Sonos-App auf alle angeschlossenen Lautsprecher wirft.

  1. Sollte der Menüpunkt ‚On this iPhone‘ fehlen, liegt das wahrscheinlich daran, dass ihr keinen einzigen (DRM-freien) Musiktitel lokal auf dem Gerät habt. Meine Lösung, der ich heute knapp zwei (verzweifelte) Stunden hinterhergerannt bin: Ladet irgendeinen Song aus dem iOS-iTunes-Store. 
9. Februar 2016 – 14:36 Uhr

‚Lumberyard‘ – Amazons Game-Engine

Amazon has unveiled two new products aimed squarely at the professional game-developer fraternity: Lumberyard, a free 3D game engine; and GameLift, a service for quickly building backends for deploying session-based multiplayer games. Products of Amazon’s Web Services (AWS) division, Lumberyard and GameLift are aimed at developers building cloud-connected games that can work across multiple platforms.

Amazon takes on Unity et al with Lumberyard, a free cross-platform game engine

Lumberyard basiert auf der CryEngine, die sich auch schon für einige App-Store-Titel verantwortlich zeigte, bevor Crytek finanziell abrutschte und nur durch eine heftige Investition von Amazon überlebte. Auch wenn die Spieleentwicklung für Xbox, PlayStation und den PC im Vordergrund der heutigen Ankündigung stehen: „Mobile support is coming down the road“ und für Amazon nicht weniger wichtig, weil die eigentliche Geschichte hinter Amazons Mühen sich alleine um AWS drehen.

Monetization for Lumberyard will come strictly through the use of Amazon Web Services‘ cloud computing. If you use the engine for your game, you’re permitted to roll your own server tech, but if you’re using a third-party provider, it has to be Amazon.

Amazon launches new, free, high-quality game engine: Lumberyard

Die Amazon Web Services, mittlerweile ein 10 Milliarden US-Dollar-Geschäft, zeigen sich als konstanter und profitabler Wachstumsmarkt. Damit das auch so bleibt, pumpt Amazon weiter Geld in diesen Geschäftsbereich, der in Zukunft gleichbedeutend (wenn nicht sogar bedeutender) als ihre Shopping-Webseite werden könnte.

9. Februar 2016 – 11:41 Uhr

Nimbus + Smart Clip = iPhone-Gaming im Handheld-Stil

Der Nimbus von SteelSeries bleibt meine Controller-Empfehlung für den neuen Apple TV. Mit der ‚Smart Clip‘-Halterung von Nyko für zirka 15 Euro (Webseite / Affiliate-Link) spielt das Bluetooth-Gamepad nicht nur Games auf dem entfernt stehenden Fernseher, sondern auch iPhone-Spiele in Game-Boy-Position.

IPhoneBlog de Nimbus Gaming

Kompatibel ist der MFi-zertifizierte Joystick ja ohnehin mit allen App-Store-Spielen, die eine Controller-Steuerung unterstützen. Während der Apple TV aber gut einsehbar an der Wand hängt, und man ein iPad geschwind über das Smart Case aufstellt, ist der kleinere iPhone-Bildschirm immer ein Problem – ausziehbare Controller, so wie der MOGA ACE Power, haben sich nicht durchgesetzt. Diese Plastik-Kralle, die sich über zwei Gummibänder ans SteelSeries-Pad klammert, löst dieses Problem. Das Zubehör holt euch euer Telefon direkt vor die Nase.

Die Klapp-Konstruktion, die sich in 20 Sekunden aufsatteln lässt, besitzt drei verstellbare Neigungswinkel, nimmt Geräte bis zu einer Breite von 15 (!) Zentimetern auf (ja, auch das iPad mini passt dort rein) und verdeckt beim Nimbus-Controller lediglich den eher selten benutzten Menü-Button. Denn eigentlich, ja eigentlich verkauft Nyko seinen ‚Smart Clip‘ für das Xbox-One-Pad. Dass dieses Accessoire auch auf den Nimbus-Controller passt, ist ein kleiner Geheimtipp.

Mein iPhone 6s Plus (+ Case) klemmt angenehm stabil zwischen den zwei Plastik-Kanten. Trotzdem würde ich eine überfüllte U-Bahn in Tokio damit meiden. Für die eigene Couch aber, die eine Armlänge an Spielraum zulässt, eignet sich die Handheld-Konsole ausgezeichnet.

Einziges ernsthaftes Problem: Der Smart Clip ist wirklich schwierig zu bekommen. Nur alle paar Tage taucht ein Anbieter dafür auf Amazon.de auf.

8. Februar 2016 – 22:40 Uhr

„Bridging the 3.5mm Gap“

IPhoneBlog de 3 5 Gap

Apple shouldn’t make an adaptor, but if they did, I wondered, what would it look like? Our end-goal shouldn’t be pushing music into a metal hole until the end of time, so focusing on a Lightning convertor seemed silly. What made sense to me was instead turning standard headphones into Bluetooth headphones, and thus this little design exercise was born.

Sean Nelson

Sean Nelson hatte nicht nur eine clevere Adapter-Idee für die Übergangsphase von kabelgebundenen zu kabellosen Kopfhörern, sondern schrieb dazu auch einen guten (und kompakten) Blog-Post.

4. Februar 2016 – 17:25 Uhr

Vertagebucht: Day One 2 Journal + Notes

Die Älteren unter uns werden sich noch erinnern: Früher™ verteilten Software-Entwickler sogenannte Upgrades – ‚bezahlte Updates‘ für bestehende Apps. In den alten Tagen™ hielt man für neue Funktionen oder ein Bündle von Fehlerbehebungen tatsächlich noch einmal die Hand auf. Doch, wirklich! Einmal gekauft und kein lebenslanger Support.

Klingt verrückt, aber einige Firmen strickten daraus so etwas wie einen festen Upgrade-Zyklus. Sie planten regelrecht feste Veröffentlichungstermine für neue Versionen und stellten entsprechend Leute ein. Jedes neue Jahr oder jede weitere Release-Nummer wurde man so als Bestandskunde erneut zum Käufer. Get this: Selbst für neue Betriebssysteme musste man bezahlen – mit echten Euros!

Doch bevor ihr weiter aus allen Wolken™ fallt: Damals gab es einen Trick, der uns alle vor dem persönlichen Bankrott beschützte und trotzdem die Software-Entwicklung florieren ließ. Das Zauberwort lautete: Upgrade-Preise. Die Idee ist simpel: Wer die ausgemusterte Version einer Software besitzt, bezahlt für das Upgrade auf die aktuelle Version weniger als den Vollpreis. Klar, das war kompliziert (weil es Wissen über Seriennummern und Lizenzen abverlangte), umständlich (weil man das ursprüngliche Kaufdatum nachschlagen musste oder an eine Upgrade-Frist gebunden war) und oft unverständlich (weil der Kauf über einen dubiosen Webshop erfolgte, der sich außerhalb der App befand). Aber hey, es sparte Geld und im besten Fall musste man keine neue App installieren, sondern war in der Lage seine bereits installierte Anwendung direkt aufzuleveln.

Schnitt. Warum die längliche – unter Umständen nicht ganz bierernste – Einleitung? Und was hat das alles überhaupt mit Day One 2 zu tun?

Day One 2, ab heute neu für iOS (4.99 €) und den Mac (19.99 €), wäre geradezu prädestiniert für ein bezahltes Upgrade. Die heute veröffentlichte Version 2 befindet sich seit 24 Monaten in der Entwicklung und richtet sich in erster Linie an Kunden, die diese Tagebuch-App schätzen (und seine Entwicklung weiter unterstützen wollen).

Doch Upgrade-Preise gibt es im App Store bekanntlich nicht und das führt zu…Unbequemlichkeiten.

IPhoneBlog de DayOne 2

Diese Unbequemlichkeiten beginnen bereits beim Namen: Day One 2 klingt…nun ja, widersprüchlich. Doch zwei App-Store-Apps dürfen nun einmal nicht die gleiche Bezeichnung tragen. Deshalb blicken wir ab heute auf ein Day One Classic und ein Day One 2 Journal + Notes.

Doch so geht’s erst los. Durch die Abspaltung einer neuen App steht der Entwickler plötzlich vor der Frage wie er bequem eine bestehende Datenbank umsiedelt. Day One löst das Problem zwar elegant wenn beide Anwendungen installiert sind, investierte dort aber ganz gewiss einige Tage an Arbeit (die niemand wertschätzt oder für die niemand bereit ist zu zahlen).

Und so geht’s weiter. Nutzer sind vorrangig an (komplett) neuen Funktionen interessiert. Day One 2 ist aber mehr ein Verfeinern als das Umwerfen eines bestehenden Produkts. Der Unterbau ist neu geschrieben und stellt die App zukunftsfähig auf. Diese Arbeiten hinter der Bühne sind zwar notwendig um langfristig Software zu entwicklen, sie lassen sich aber nur schwer verkaufen.

Um einen finanziellen Upgrade-Anreiz zu schaffen, ohne die Möglichkeit zu besitzen einen Upgrade-Preis für Bestandskunden im App Store anzubieten, veräußert Bloom Build seine beiden neuen Apps in der nächsten Woche zum halben Preis. Eine gängige aber weiterhin unbefriedigende Lösung.

Genug der langen Vorrede, die keinesfalls als Rechtfertigung in Bezug auf Day One verstanden werden soll. Ich fand es jedoch wichtig den aktuellen Status quo einmal festzuhalten und die Schwierigkeiten zu nennen mit denen Entwickler ein großes App-Update veröffentlichen.

Doch jetzt, rein ins Produkt1.

IPhoneBlog de DayOne 2 iPhone

Lange auf der Wunschliste: Day One 2 jongliert mit mehreren Journalen – eins für die Arbeit, eins für die Kinder und eins für die privaten Filmkritiken. Bislang habe ich Einträge, die ich ab heute in verschiedene Logbücher sortieren würde, über Schlagwörter getrennt. Wenn ich will, könnte damit jetzt Schluss sein. Über Schlagworte und Filter kann ich mit der neuen Version sogar mehrere Beitrag gleichzeitig verschieben.

Apropos Tagebucheinträge: Ein Beitrag kann jetzt bis zu 10 Fotos umfassen. Daneben bereitet die Anwendung euer Buch nun auch in Form einer Fotowand ansprechend auf und verortet alle Einträge nach ihrer Geo-Position auf einer Weltkarte.

IPhoneBlog de DayOne 2 iPad

Unverkennbar: Die Mac-Version rückt näher an seine iOS-Schwester-Software. Beide Apps ähneln sich mehr als zuvor. Das mag man positiv aufnehmen, ja. Für mich persönlich ist es aber ein weiterer Grund den iOS-Apps meine uneingeschränkte Aufmerksamkeit zu schenken. Ich habe in der mehrjährigen Nutzung festgestellt, dass ich die Mac-App so gut wie nie starte. Das hat sich in den kurzen Test-Tagen mit Day One 2 auch nicht geändert. Ich schreibe meine persönlichen Geschichten bevorzugt mit dem iPhone und iPad auf. Deshalb lautet meine Empfehlung: Startet mit dieser Version.

Sync – oder die Geister, die ich rief.

Day One 2 synct über sein eigenes Backend – Dropbox und iCloud fallen mit der neuen Version raus. Das Feature ist nicht neu, ab sofort aber verpflichtend. Ich habe bereits im Sommer meinen Account umgestellt und empfand es technisch – insbesondere in puncto Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit – als einen angenehmen Unterschied (zu Dropbox).

Nichtsdestotrotz bleibt es ein problematischer Schritt, der weniger etwas mit der Technik zu tun hat, als mit der Wahrnehmung. Dropbox und iCloud genießen Vertrauen – für die einen mehr als für die anderen. Der Sync-Dienst einer kleinen Tagebuch-App (mit 11 Leuten), egal wie zuverlässig, verschlüsselt und jederzeit verfügbar er ist, bleibt immer der Sync-Dienst einer…kleinen Tagebuch-App.

Nochmal: Meine Erfahrungen sind uneingeschränkt positiv – auch beim Umzug von Day One Classic auf Day One 2 in dieser Woche. Und trotzdem kann ich es nachvollziehen wenn jemand seinen Datensatz gerne in seiner iCloud hätte.

„Dann bleibe ich doch einfach bei der alten Version, oder?“ Ja, nein. Die Classic-App bleibt zwar im App Store und soll weiterhin Bugfix-Updates erhalten, eine Langzeitlösung ist das aber nicht. Auf einer alten Version zu verweilen, sich darauf zu verlassen während der Entwickler bereits weitergezogen ist, endet selten glücklich.

Strich drunter

Day One 2 ist kein Homerun-Release. Vielleicht hatte ich zu hohe Erwartungen, aber nach fünf Jahren besteht diese neue Version aus ganz viel Grundlagenarbeit für die Zukunft und vermisst eine Handvoll detailverliebte Extras, die die App in der Gegenwart glänzen lassen.

Nichtsdestotrotz: Day One 2 bleibt für mich die beste Tagebuch-App, die ich jedes Mal mit Genuss öffne. Diese Software hat es geschafft, dass ich für meine Kids in unregelmäßigen Abständen festhalte, was wann und wo etwas passiert. Mein Tagebuch schreibe ich für sie. Ohne Day One hätte ich damit nicht begonnen, weil mir eine Vorlage, ein Rahmen für Gedanken und Erinnerungen, fehlen würde. Dafür hat die App bei mir ein Stein im Brett. Und deshalb trete ich informiert optimistisch den nächsten Updates und Versprechen über die bereits ausgeplauderten Neuerungen (Audio Recording, Places, Activity Feed, Night Mode, People Tags, Advanced Search, Publisher 2.0, etc.) entgegen.


  1. Gewöhnlich gibt’s hier immer eigene Screenshots. Im Fall meiner ganz persönlichen Tagebucheinträge habe ich mich jedoch entschieden, diesen Beitrag mit neutralen Pressefotos zu untermalen. 
3. Februar 2016 – 23:37 Uhr

Ein (einzelner) Datenpunkt für eine Zwischenbilanz der iOS-Inhalts-Blocker

IPhoneBlog de Ad Blocking

But the arrival of ad-blocking on mobile has also been encouraging people to adopt this approach across all of their devices and, as we’ll see in Monday’s Chart of the Day, it’s the numbers who are blocking ads on mobile which are perhaps the biggest cause for concern.

Ad-blocking jumps by 10%

Schaut man (aus gleicher Quelle1) aufs „Mobile Ad-Blocking“, haben es 37-Prozent der Teilnehmer im letzten Monat (zumindest einmal) ausprobiert; 42-Prozent sind interessiert es zukünftig zu testen und 21-Prozent halten komplett Abstand.

Popcorn-eske Randnotiz: Anfang dieser Woche verteilte Samsung ein Software-Update für seine Mobiltelefone, das für den eigenen Android-Webbrowser eine Schnittstelle für Werbeblocker bereitstellt. Adblock Fast war neben Crystal for Samsung Internet einer der Release-Partner für Samsung, der aber schon heute wieder mit seiner App aus dem Google-Play-Store flog. Crystal wurde bislang übersehen ist dagegen noch erhältlich.


  1. Zirka 51.000 Befragte in 34 Länder, die in eine Altersklasse von 16 bis 64 fallen. 
3. Februar 2016 – 11:03 Uhr

Microsoft kauft sich (die Intelligenz von) SwiftKey

IPhoneBlog de SwiftKey

Acompli, Sunrise, Wunderlist und jetzt SwiftKey: Microsoft shoppte sich in den letzten zwei Jahren einige hochrangige App-Store-Apps.

In this cloud-first, mobile-first world, SwiftKey’s technology aligns with our vision for more personal computing experiences that anticipate our needs versus responding to our commands, and directly supports our ambition to reinvent productivity by leveraging the intelligent cloud. […]

We love SwiftKey’s technology and we love the team that Jon and Ben have formed. That’s why today I’m excited to welcome the company’s employees to Microsoft.

Official Microsoft Blog

Microsoft kauft (für rund 250 Millionen US-Dollar1) natürlich keine Tastatur-App, sondern die ihr zugrundeliegende Technology sowie das Talent-Team.

A person close to the deal said: “There’s a war for talent in artificial intelligence — and companies like Google and Microsoft recognise the best talent is in the UK.”

Tim Bradshaw | Murad Ahmed | „Microsoft steps up AI push with Swiftkey deal

Die Übernahme unterstreicht Satya Nadellas Fokus für Microsoft als Service-zentrierte Firma (Oktober, 2015, 1:38:40).

What matters most is the mobility of your experience, not the mobility of any single device. Because as devices come and go and evolve you persist. And the journey of personal computing has taught us this single lesson: no single device will be a hub of activity forever. The hub is you.

This means your content, your data, settings, apps, need to be mobile with you to whatever device makes the most sense at a given time at a given place.

SwiftKey ist lediglich die Eingabemaske zu der konstant lernenden Wörter-Vorschlagsmaschine, die Sprache, Sprachmuster und Zusammenhänge analysiert und an seine Nutzer wieder zurückspielt. Es ist einer dieser Dienste, die das Smartphone tatsächlich smart machen, weil sich die Intelligenz über einen Cloud-Service speist.


  1. Jon Reynolds und Ben Medlock, die beiden SwiftKey-Gründer, akzeptierten lediglich 20 Millionen US-Dollar an Risikokapital über ihre achtjährige Firmenzeit. Sie treten ihre neuen Microsoft-Jobs jeweils mit zirka 30 Millionen US-Dollar an Taschengeld aus der Übernahme an. 
2. Februar 2016 – 12:30 Uhr

twofold inc.

Starker Jahresauftakt für den App Store: twofold inc. (universal; 3.99 €) bedient die wundervolle Kategorie der ‚Portrait-Puzzler‘. Es ist eines dieser Spiele, deren Reiz sich verdammt schwer beschreiben lässt, die man aber in fünf Minuten lieben lernen kann.

Ich versuchs trotzdem mal mit einer Beschreibung…

Vor euch liegt ein Spielbrett, das aus 5 x 7 bunten Spielsteinen besteht. Gleichfarbige Kacheln wollen verbunden werden – ganz im Stil von Bejeweled1. Dass simple Zusammenführen der Quadrate reicht jedoch nicht aus um die Blöcke vom Spielfeld zu fegen. Sie müssen so angeordnet sein, dass man mit seinem Finger eine fortlaufende Linie durch den farbigen Block zieht, die sich nicht überschneidet. Wer erinnert sich noch an den Klassiker Snake von unseren alten Nokia-Telefonen?

Zusammengeschobene Block-Bollwerke, die sich entfernen lassen, färbt das Spiel heller ein. Blöcke, die im Gegensatz dazu aus einer Farbe bestehen, aber sich nicht mit einer durchgehende Wischgeste beseitigen lassen, bleiben grau. So spielt es sich einfacher.

Die Plätze von erfolgreich eliminierten Blöcken füllt das Spiel selbstverständlich im Handumdrehen wieder auf. Um erneut Ordnung in den so entstandenen Flickenteppich zu bringen, lässt sich jede Spalte und jede Reihe des Spielfelds verschieben. Alle Plättchen purzeln damit ein Feld weiter und ergeben neue Kombinationen, die man anschließend abräumt. Sokoban grüßt als einer der Urväter von ‚Sliding Block‘-Puzzlespielen im Geiste.

Seid ihr noch bei mir?

Das Verschieben der Puzzle-Felder kostet euch Züge, die gut bedacht2 sein wollen. Gehen euch nämlich die Spielzüge aus, in denen ihre eine vorgegebene Anzahl von Blöcken abräumen sollt, endet die Highscore-Partie.

IPhoneBlog de Twofold Inc

Ich erspare euch (und mir) an dieser Stelle die Details wie sich die Punkte der Blöcke aufsummieren, im Highscore dann zusammensetzen und wie man Bonussteine von außen reinholt.

Zwei Dinge möchte ich dagegen noch festhalten.

  • In jeder neuen Runde trainiert man seine Augen für Puzzle-Kombinationen, die man ein paar Partien zuvor noch nicht gesehen hat. Man lernt, Spielzüge vorausschauend zu planen und zu durchdenken wie groß man einen Teppich aus gleichfarbigen Blöcken wachsen lässt.
  • twofold inc. ist besonders stark in puncto Spielgefühl. Ich werde nicht müde den Soundeffekten von unserem possierlichen Roboter zu lauschen. Außerdem ist es unglaublich befriedigend einen lange Reihe von gleichfarbigen Kacheln abzubauen, die dann das gesamte Spielfeld erschüttert.

twofold inc. hat Martin ‚Rymdkapsel‘ Jonasson gebaut. Wer hier länger spielt, kann in den Einstellungen die Musik des Spiels abdrehen und seine Podcasts aufdrehen. Und glaubt mir: Ihr werdet hier länger spielen.


  1. …oder für die jüngeren Leser unter uns: Candy Crush. 
  2. Eine Zeitbegrenzung sitzt euch nicht im Nacken. 

iPhoneBlog–Social

Support

App Store

Wer eine beliebige iPhone-App im App Store über diesen Link kauft, seinen Mac mit Software aus dem Mac App Store beglückt oder ein Produkt seiner Wahl bei Amazon bestellt, unterstützt das iPhoneBlog mit einem kleinen Prozentsatz des (unveränderten) Kaufpreises.

Flattr verteilt Mikrozahlungen, mit denen Ihr persönlich diesem Blog kleine Aufmerksamkeiten zukommen lasst. Über diesen Button; jeden Monat neu. Vielen Dank dafür!

Archiv

Gastfreundschaften