von Alex Olma
23. November 2014 – 12:45 Uhr

Ein Gratis-Jahr ‚Freedom VPN‘ von F-Secure

IPhoneBlog de Freedom VPN

Der offizielle Werbecode, K4KC4M, im Wert von 27 Euro ist direkt innerhalb der iOS-App (kostenlos; universal; App-Store-Link) einzulösen.

Ich war erst in der letzten Woche auf einem Pressegespräch bei F-Secure hier in Helsinki. Dabei konnte ich beispielsweise die Frage stellen, warum das benötigte iOS-Profil als ‚Nicht signiert‘ angezeigt wird. Die kurze Antwort lautet: Es ist ein Fehler in iOS 8 (den Apple bereits eingeräumt hat und an einer Lösung arbeitet). F-Secure hat nach eigener Aussage bereits acht Bug-Reports in Bezug auf den VPN-Service unter iOS mit erfolgreicher Bearbeitung vorgelegt.

Zwei legitime Gründe, warum man in Erwägung ziehen kann F-Secure seinen (gesamten!) Traffic anzuvertrauen: Die Firma ist kein (unerfahrenes) Start-up und verdient (bislang) ihr Geld nicht vornehmlich mit dem VPN-Service. Ich habe ebenfalls gefragt ob das Jahresabo, das offiziell 27 Euro kostet, die finanziellen Aufwendungen zur Bereitstellung des Tunnels für die bislang eine Million Kunden deckt. Kurze Antwort: Ja, als Mischkalkulation.

Apropos Nutzer: Freedom ermöglicht es IP-Adressen aus 13 unterschiedlichen Ländern zu beziehen. Derzeit muss man für den Ländersprung jeweils das Profil neu abnicken. Es ist jedoch ein Multi-Länder-Profil in Arbeit, das dies in Zukunft nicht mehr erfordert.

F-Secure verlangt kein Benutzerkonto, ist in meinen Tests ordentlich flott1 und betreibt seine Server hier in Finnland.

via Stadt-Bremerhaven.de


  1. Die interne Zielvorgabe lautet, eine ausreichend hohe Geschwindigkeit für Full-HD-Videostreaming bereitzustellen. 
22. November 2014 – 17:59 Uhr

Die MythBusters werben für Gorilla Glass

Gorilla-Glass-Produzent Corning, groß geworden durch das iPhone, bezahlt die MythBusters Adam Savage und Jamie Hyneman für 20 unterhaltsame (und lehrreiche) Werbeminuten – kein Vergleich zu den neuen Spots der tollpatschigen Äffchen.

via Dave Mark | The Loop

21. November 2014 – 12:04 Uhr

Erste Infos aus dem WatchKit-SDK

Acht Apple-Watch-Displays bilden ungefähr die Bildschirmgröße eines iPhone 6 (PDF-Link). Apple Watch baut (natürlich) auf iOS. Die Inhouse entwickelte Schriftart San Francisco sieht nicht nur auf Apple Watch schick aus.

WatchKit-Apps von App-Store-Drittentwicklern beschränken sich zum Start auf Mitteilungen (‚actionable Notifications‘) und Kurzinfos (‚Glances‘).

When you tap an app icon, open a Glance, or interact with a notification, that iPhone app’s WatchKit extension runs in the background, wirelessly transmitting data to the Apple Watch. The interface resides on the Apple Watch, so performance should be smooth and solid, but all the heavy lifting, including anything that requires an internet connection, is done back on the iPhone.

Serenity Caldwell | „What you need to know about WatchKit

Dafür wird mindestens ein iPhone 5 vorausgesetzt.

Apple tastet sich mit diesem rollenden Start an offene Fragen der Schnittstellen, Batterielaufzeit sowie dem generellen Feedback von Entwicklern und Nutzern heran. Vielen Anwendungen werden die Widget-ähnlichen Benachrichtigungen zu Beginn ausreichen. Vollständig native Apps für Apple Watch folgen „im Laufe des nächsten Jahres“.

20. November 2014 – 14:58 Uhr

App-Store: ‚Gratis‘ heißt jetzt ‚Laden‘

IPhoneBlog de Get Free Software

‚Gratis‘ war eine Preisangabe; ‚Laden‘ ist es nicht. Das Label passt (nach meiner Logik) nicht auf den Download-Button, der auch den Verkaufspreis anzeigt. Trotz der Fußnote über In-App-Käufe, die dort seit März 2013 steht, qualifiziert der Download-Knopf weiterhin nicht die mögliche Investition der Kunden, sondern federt höchstens Erwartungen an ein komplett kostenloses Produkt ab. ‚Free‘, oder wie es jetzt heißt ‚Laden‘, zeichnet eine Software aus die a) komplett kostenlos ist, b) die kostenlos ein paar erste Spielwelten oder Basisfunktionalität bietet sowie c) die ohne In-App-Käufe kaum zu verwenden ist.

Bei Spielen, die als „free“ bzw. „kostenlos“ beworben werden, darf es keine Irreführung der Verbraucher hinsichtlich der wahren Kosten geben.

Europa.eu

Google formulierte im Play Store kürzlich von ‚Free‘ auf ‚Install‘ um. Wie auch Apples Umbenennung dämpft das aber höchstens Annahmen und klingt ein wenig neutraler. Verbraucherschutz, so wie er im Zusammenhang mit In-App-Käufen oft notwendig wäre, bleibt aber aus.

20. November 2014 – 13:15 Uhr

‚Free App of the Week‘: Things 2.5 für iPhone und iPad

In Anschluss an die gestrige Diskussion über ToDo-Apps lässt sich heute Cultured Codes Things für iPhone (8.99 €; App-Store-Link) und iPad (17.99 €; App-Store-Link) – im Rahmen von Apples Werbeaktion ‚App der Woche‘ – erstmals kostenlos laden. Die Mac-Version ist für den Promo-Zeitraum bis Ende nächster Woche obendrein von 45 € auf 31 € reduziert (MAS-Link).

IPhoneBlog de Things

Updates für Things fielen technisch nie schlecht aus (siehe die letzte Aktualisierung mit Handoff- und Extension-Support), taten sich jedoch regelmäßig durch einen sehr ausgedehnten Entwicklungszeitraum hervor, der mehrmals unglücklich mit offiziellen Release-Versprechen einherging. Der Sync dauerte zwei Jahre und das iOS-7-Redesign kam erst mit iOS 8. Things 3, an dem laut eigener Aussage bereits seit 24 Monaten entwickelt wird, hoffte man schon einmal vor 11 Monaten zeigen zu können. Daraus wurde nichts. Nun soll die private Beta Ende November anlaufen.

19. November 2014 – 15:00 Uhr

Taschenrechner trifft Tabellenkalkulation: Soulver

IPhoneBlog de

Soulver (universal; App-Store-Link) hängt bei mir seit drei Jahren herum, fällt innerhalb dieser Zeit nun erstmals von 4.49 € auf 89 Cent, und ist ein treuer Begleiter um mathematische Berechnungen in verständliche Sprache zu übersetzen.

Zuletzt habe ich damit die Übersicht beim T-Shirt-Verkauf behalten, bei der sich ständig Variablen geändert haben (Anzahl der Bestellungen, Shirt-Preis abhängig von Bestellmenge, Kosten für Versand, Zubehör oder PayPal, etc.). Hinzu kommt, dass sich die Soulver-Dokumente über iCloud synchronisieren und man so seine Kalkulationen auf jedem Gerät im Zugriff hat — inklusive Desktop (10.99 €; App-Store-Link).

19. November 2014 – 10:15 Uhr

OmniFocus raus, Reminders rein

Ende April platzte mein OmniFocus aus allen Nähten. ToDos wohin die Augen schauten; überfällige Termine und ein Dutzend unerledigter Aufgaben denen ich nicht nur einige Tage, sondern bereits ganze Wochen, hinterherhinkte. Ich tat also, was jeder verantwortungsbewusste Getting-Things-Done-ler auch getan hätte: Ich löschte OmniFocus und startete mit einer frischen Datenbank in Apples App ‚Erinnerungen‘.

IPhoneBlog de Reminders

Zugegeben: Ganz unerwartet erreichte mich der Wunsch nach einem Kurswechsel nicht. OmniFocus, eine App, die ich insbesondere auf dem iPhone und iPad (immer noch) sehr schätze, wuchs mir mit ihrer Komplexität über den Kopf. Zu viele Einstellungen, zu viele Drehregler zur Feinjustierung: Ich wollte schlicht den Verwaltungsaufwand abschütteln, da ich ohnehin nicht dem (strengen) GTD-Regelwerk folge.

Betont sei also, bevor wir hier richtig einsteigen, dass ich OmniFocus nicht aus irgendeiner Unzufriedenheit heraus den Rücken kehre. Ganz im Gegenteil: Durch die regelmäßige Produktpflege fühlte ich mich dort immer sehr gut aufgehoben. Und ich weiß bereits jetzt, dass mich zukünftige Software-Update, die neue Funktionen und (Design-)Änderungen versprechen, an meiner Entscheidung zweifeln lassen werden.

„It’s not you, it’s me!“

Durch den Wechsel zu Apples App ‚Reminders‘ (Erinnerungen) setze ich Apples ToDo-Listen-App auf Augenhöhe mit der OmniGroup-Software. Fair ist das nicht; das ist mir klar. Da ich jedoch über die letzten Monate gelernt habe, dass mir Reminders alle Features bietet die ich benötige, erfüllt die simple App meinen Ansprüchen. Dabei lege ich Listen als Projekte an, die mit Einzelaufgaben gefüllt sind. Eine Aufgabe ist primär definiert durch ihre Beschreibung. Separate Notizen, beispielsweise eine URL, sowie Informationen über Zeit und Ort, hinterlege ich durchschnittlich nur bei jedem zweiten Eintrag.

Diese Art von übergeordneten ToDos lassen sich nicht mehr so hübsch in einzelne Unteraufgaben aufbrechen. Die Tätigkeit ‚Garage aufräumen‘ im Projekt-Ordner ‚Haus‘ ist demnach echt unhandlich. Da ich bislang in OmniFocus die kleinen Teilaufgaben, in diesem Beispiel vielleicht der Kauf von Aufbewahrungskisten, ohnehin nicht eingetragen habe (beziehungsweise in der Kategorie ‚Shopping‘ vermerken würde), fällt mir die Umgewöhnung leichter. Oder um nun endlich mit der Gegenüberstellung1 abzuschließen: Ein GTDler findet in Apples Reminders bereits auf einem ganz einfachen Level keine Alternative.

Listen entsprechen Projekten

Ich sortiere Aufgaben in Listen, die ich wie Projekte behandele. Einige finden sich dort dauerhaft (Hardware-Reviews, Lieferungen oder Technik), einige verschwinden nach einer gewissen Zeit wieder (T-Shirt-Verkauf, München im Herbst, etc.). Seit iOS 8 sortiert sich die Reihenfolge, in der die Listen in der linken Randspalte auftauchen, zu meiner Freude geräteübergreifend zwischen iPhone, iPad und dem Mac (unter iOS 7 war das noch nicht so).

Der Ordner Eingang sammelt alle neuen Aufgaben – erst später schiebe und sortiere ich. Der (Aufgaben-)Eingang ist in den iOS-Systemeinstellungen auch als Standard-Ordner definiert. So landen dort auch alle per (Siri-)Sprachbefehl eingesprochenen Erinnerungen. Siri ist ohnehin einer der wesentlichen Vorteile um ToDos ohne Tastatur festzuhalten. Selbst wenn sie nur die Hälfte richtig versteht, ist die schnelle Spracheingabe bei mir eine tägliche Hilfe.

  • Erinnere mich [Name] eine E-Mail zu schreiben.
  • Erinnere mich am [Tag] um [Uhrzeit]: [Inhalt].
  • Erinnere mich daran [Inhalt], wenn ich an [Ort] ankomme.
  • Erinnere mich daran [Inhalt], wenn ich [Ort] verlasse.

Neben der Sprach- und Text-Eingabe helfen Drafts (8.99 €; universal; App-Store-Link) und Clips dabei Aufgaben festzuhalten.

IPhoneBlog de Reminders Clips

Raus aus dem App-Silo

Zweiter großer Vorteil: Reminders hat eine Datenbank, die von mehreren Apps gelesen und beschrieben werden kann. Fantastical besitzt beispielsweise ein Widget, das auch die Erinnerungen anzeigt und ich Aufgaben direkt aus dem Standby-Screen als erledigt abhaken kann.

Wenn mir Reminders zu dröge wird oder ich mit mehr terminfokussiert arbeiten möchte, öffne ich GoodTask (4.49 €; universal; App-Store-Link). Die Reminders-Datenbank ist nicht im klassischen Verständnis offen, kann aber von mehreren iOS-Apps beackert werden.

The Bad and the Ugly

Die Liste der Kritik ist nicht besonders lang aber mit fiesen Stolpersteinen gepflastert. Beginnen wir am Desktop: Reminders beendet sich immer komplett wenn alle Fenster geschlossen sind – ein typisches Verhalten von Microsoft-Windows-Software. Mac OS arbeitete in der Vergangenheit vornehmlich dokumentenbasiert und behält auch heute noch Safari oder Mail geöffnet, selbst wenn alle Einzelfenster geschlossen werden. Die Systemeinstellungen verhielten sich immer anders; bei den Kontakten, dem Kalender, den Notizen und auch Reminders wechselte das Verhalten vor ein paar Jahren (und ich mag das nicht). Bei Reminders fällt es mir aber erst jetzt so richtig auf, weil ich die anderen Apple-OS-X-Apps eigentlich nie öffne. Reminders ist neben den Systemeinstellungen die einzige App in meinem Dock, die sich so verhält.

Zweiter Punkt: Spotlight bietet mir keine Möglichkeit Aufgaben in Reminders einzutragen ohne die Finger von der Tastatur zu nehmen. Genau aus diesem Grund bin ich kürzlich zu LaunchBar gewechselt, das Aufgaben flott und ohne die App zu öffnen hinterlegt. Aber es ist nicht nur Spotlight, das diesbezüglich in der Kritik steht: Generell existiert kein Tastatur-Shortcut um Aufgaben einzutragen.

Punkt 3: Am Desktop habe ich klickbare URLs, unter iOS nicht. Diverse meiner Aufgaben/Erinnerungen haben Links. Dass ich diese unter iOS manuell kopieren muss um sie aufzurufen, ist unnötig kompliziert.

Editiere ich eine Notiz, ist es (manchmal!) nicht möglich ein anderes ToDo-Item abzuhaken, der Tastatur-Cursor im Bearbeitungsmode unterbindet meine Toucheingabe. Das ist ähnlich undurchdacht wie die fehlende Geste um in die Listenübersicht von links nach rechts zurückzuwischen oder das am Desktop die Listen in der Randspalte keine Farben besitzen. Außerdem hätte ich gerne das weggekreuzte Aufgaben sofort verschwinden und nicht ausgegraut in einer Liste verweilen bis ich diese neu lade.

Es lässt sich darüber streiten ob mehrzeilige Einträge aus der Zwischenablage, beispielsweise eine Adresse, für jede Zeile ein eigenes ToDo anlegen sollen. Im Beispiel der Adresse, die dann aufgespalten wird in Name, Strasse und Stadt, ist das natürlich sinnlos. Es mag allerdings Situationen geben, da ist diese automatische Hilfe sinnvoll.

Summa Summarum

Die beschriebenen Kleinigkeiten, die Apples Erinnerungen vermasselt, röten mir vor Wut manchmal die Wangen. Für tatsächliche Probleme kann ich einen Fehlerbericht bei Apple eröffnen; für Verbesserungsvorschläge besteht eine Chance auf Umsetzung nicht. Mir ist klar, dass Reminders in seiner jetzigen Form mindestens bis nächsten Herbst unangetastet bleibt. Wer Spaß an einer kontinuierlichen Weiterentwicklung seiner täglich verwendeten Software hat, und obendrein in einen Dialog mit den zuständigen Entwicklern treten möchte, kann ich Reminders nicht empfehlen.

Reminders setzt auf Apples iCloud-Backend und ist zumindest bei mir einer dieser Dienste, der tadellos läuft. Einträge und Änderungen erscheinen flott, stabil und im vollständigen Sync mit allen Geräte. Einzige Einschränkung: Die Kennzeichnungen (Badges), die überfällige Aufgaben anzeigen, aktualisieren sich teilweise erst dann wenn die Software gestartet wurde.

Reminders ist eine typische Apple-App, die genügend Luft für App-Store-Drittsoftware nach oben lässt, aber die Basisbedürfnisse erfüllt. Ich bin derzeit damit zufrieden (um diverse Anfragen per E-Mail aus den letzten Wochen und Monaten auf einen Schlag zu beantworten), schaue mich aber weiter um.


  1. Alle meine aktiven OmniFocus-Aufgaben trug ich manuell – per Copy & Paste – um. 
18. November 2014 – 21:38 Uhr

WhatsApp bereitet Ende-zu-Ende-Verschlüsselung vor

IPhoneBlog de WhatsApp Verschluesselung

On Tuesday, Whatsapp announced that it’s implementing end-to-end encryption, an upgrade to its privacy protections that makes it nearly impossible for anyone to read users’ messages—even the company itself. Whatsapp will integrate the open-source software Textsecure, created by privacy-focused non-profit Open Whisper Systems, which scrambles messages with a cryptographic key that only the user can access and never leaves his or her device. […]

In its initial phase, though, Whatsapp’s messaging encryption is limited to Android, and doesn’t yet apply to group messages, photos or video messages. Marlinspike says that Whatsapp plans to expand its Textsecure rollout into those other features and other platforms, including Apple’s iOS, soon.

Andy Greenberg | Wired.com

Nach Apple und Google sollte nun auch WhatsApp einen herablassenden Kommentar von FBI-Chef James B. Comey bekommen (der eigentlich ein Fürspruch ist).

iPhoneBlog–Social

Sponsorship

Support

App Store

Wer eine beliebige iPhone-App im App Store über diesen Link kauft, seinen Mac mit Software aus dem Mac App Store beglückt oder ein Produkt seiner Wahl bei Amazon bestellt, unterstützt das iPhoneBlog mit einem kleinen Prozentsatz des (unveränderten) Kaufpreises.

Flattr verteilt Mikrozahlungen, mit denen Ihr persönlich diesem Blog kleine Aufmerksamkeiten zukommen lasst. Über diesen Button; jeden Monat neu. Vielen Dank dafür!

Archiv

Gastfreundschaften