One Hour Photo: Flickr lebt!
http://www.flickr.com/new/ macht (wieder) so richtig Spaß auf Fotos. Mit einem Terabyte an Gratis-Speicher und einer klaren Upgrade-Struktur (bestehende Pro-Accounts informieren sich hier), fährt Yahoo den ganzen seelenlosen Auto-Upload-Diensten, zuletzt Amazon, kräftig zwischen die Pixel.
Die im Dezember aktualisierte Flickr-App für das iPhone (kostenlos; Link) wirbelte zurecht Interesse auf; die soeben freigegebene Android-Anwendung sieht noch ein ganzes Stück aufgeräumter aus.

Offen bleibt, ob die im April gerüchteten “tiefergehenden Gespräche” zwischen Yahoo und Apple (auch) den Fotodienst und iOS 7 zum Thema hatten.
1.1 Yahoo-Milliarden kaufen Tumblr

Tumblr would continue to operate as an independent business, the people said. A deal could be announced as soon as Monday, one of the people said.
Marissa Mayer bemüht sich redlich um das angestaubte Yahoo-Image – mit Stoßrichtung ‘Mobil’. Hoffentlich ist sie nicht allein. Und hoffentlich versinkt Tumblr nicht als GeoCities 2.0.
Die Mikroblogging-Plattform hat sich bislang zwar nie selbst getragen (im Jahr 2012 setzte die Bude von David Karp 13 Millionen US-Dollar um), entwickelt seit Februar 2009 allerdings eine offizielle iOS-App (kostenlos; universal; App-Store-Link), mit der sich mittlerweile angeben lässt.
As part of the deal, Tumblr CEO David Karp — who got a windfall of cash from the deal — will stay at Yahoo for four years at least and retain much control over the service, much in the same way Instagram CEO Kevin Systrom does at Facebook.
Update: Und jetzt ist es auch, auf eine coole Art und Weise, offiziell.
Die ‘Nexus User Experience’
Google verlor bereits vor Jahren die Kontrolle über Android. Die ‘Update Alliance‘ ist grandios gescheitert. Heise Online zählte nach und beziffert die Update-Geschwindigkeit (falls von den Hardware-Partnern überhaupt angestrebt) zwischen 5.9 (HTC) und 11.7 Monaten (LG). Samsung, die (geschätzt) 95-Prozent der gesamten Android-Smartphone-Umsätze einfahren, benötigen durchschnittlich 7.8 Monate.
Nächster Google-Spielzug: Die Entkopplung der eigenen Services und Apps vom Betriebssystem.
If this week’s announcements are any indication, there are three kinds of things that Google is going to be able to update without actually updating the core of Android: their back-end services (things like Knowledge Graph improvements), first-party apps like Gmail and Google Maps, and the API layer (the single sign-in improvements, Google game services).
Dem Problem der Fragmentierung hilft das zwar nicht, kurbelt aber die Verbreitung der Google eigenen Dienste an. Das führt jetzt sogar zu eine ‘Google-Edition‘ des Samsung Galaxy S4. Für 650 US-Dollar patcht man sich die ‘Nexus User Experience‘ – zumindest solange bis die Motorola-Abteilung von Mountain View endlich ran darf.

Intels Paul Otellini über den iPhone-Chip
Für Instapaper: Alexis C. Madrigal’s Feature über Paul Otellini an seinem letzten Tag als Intel-Chef.
“We ended up not winning it or passing on it, depending on how you want to view it. And the world would have been a lot different if we’d done it,” Otellini told me in a two-hour conversation during his last month at Intel. “The thing you have to remember is that this was before the iPhone was introduced and no one knew what the iPhone would do… At the end of the day, there was a chip that they were interested in that they wanted to pay a certain price for and not a nickel more and that price was below our forecasted cost. I couldn’t see it. It wasn’t one of these things you can make up on volume. And in hindsight, the forecasted cost was wrong and the volume was 100x what anyone thought.”
It was the only moment I heard regret slip into Otellini’s voice during the several hours of conversations I had with him. “The lesson I took away from that was, while we like to speak with data around here, so many times in my career I’ve ended up making decisions with my gut, and I should have followed my gut,” he said. “My gut told me to say yes.”
Egal ob’s ein ARM- oder x86-Chip geworden wäre (Ben Thompson wettet rückblickend hohe Summen auf ARM): Die Halbleiterbranche sähe heute fundamental anders aus.
Hätte, wäre, wenn und aber: Gleiches lässt sich auch über den US-Mobilfunkmarkt sagen wenn Verizon Apples Angebot nicht erst mit der vierten iPhone-Generation angenommen hätte.
Apropos (Mikro-)Prozessoren: In den beschriebenen Jahren 2006 und 2007 vollzog sich auch der Wechsel für Macs von der PowerPC-Architektur zu Intel (“inside”). Die dazugehörige WWDC-Ankündigung, ein Jahr zuvor, gehört zweifellos zu den zurückhaltendsten Publikums-Minuten einer Steve-Jobs-Keynote – immerhin wurde er dort nicht ausgebuht.
[Select] – Continue or Quit
IDC und App Annie werfen zum zweiten Mal ihre Zahlentöpfe zusammen und halten für den Jahresanfang die Verschiebung der Konsumentenausgaben in Bezug auf (klassische) Handheld-Games und Smartphone-Software fest. Die Umsätze aus Google Play und dem App Store übertrumpfen dabei im ersten Quartal 2013 Sony und Nintendo um das Dreifache.

Natürlich ist die Statistik (aus diversen Himmelsrichtungen) angreifbar; eine zu zitierende Trendaussage bleibt trotzdem.
Vielleicht ist aber auch der generelle Vergleich zwischen PSVita und Nintendo 3DS auf der einen Seite sowie iOS und Android gegenüber, bezüglich ihrer Spiele, gar nicht mehr zeitgemäß. Dedizierte Handhelds besitzen ihren Platz, allerdings schrumpfen die Alleinstellungsmerkmale und das Vertriebsmodell (‘50-Euro-Module in Plastikschachteln’) ändert sich radikal. Sonys zunehmendes Interesse an Indie-Entwicklern und Nintendos Vorstoß mit Download-Games ist eine (späte) Konsequenz des Kundenschwunds.
Ob die eigenen Eingeständnisse zu spät kommen, erfahren wir wenn Google und Apple damit beginnen ihre Position im Games-Markt ernst zu nehmen (Apples Games Center benötigt dringend Aufmerksamkeit; Googles ‘Play Games Service‘, gestern vorgestellt, klingt zumindest auf dem Papier nach einem Anfang).
Stellungsspiel: Frozen Synapse
Bereit für ein mentales Tauziehen? Frozen Synapse (5.99; App-Store-Link), der rundenbasierte Strategie-Indie-Hit aus dem Jahr 2011, schleicht aufs iPad.
Das Ziel ist simpel, die Möglichkeiten wahnsinnig komplex. Aus steiler Vogelperspektive kommandiert ihr eine Handvoll (grüner) Soldaten über ein TRON-artiges Spielfeld. Eine Spielrunde beinhaltet alle Truppenbefehle. Erst nach der letzten Anweisung endet die Planungsphase und enthüllt das feindliche Stellungsspiel. Ändern lässt sich dann keine eurer Truppenpositionen mehr. Obwohl ihr das Teamwork der (roten) Gegner überschaut, bleibt ihr letzter Spielzug verborgen. So geht manchmal eure Taktik auf und ihr lockt den Widersacher in einen Hinterhalt, mal lauft ihr selbst ins Kreuzfeuer.
Die perfekte Taktik gibt es nicht. Die Duelle finden auf kleinstem Raum statt. Ein Algorithmus würfelt das Spielbrett immer neu zusammen. Das Arsenal ist auf Schrotflinten, Maschinengewehre, Scharfschützen-Schießeisen, Granaten und Raketenwerfer begrenzt. (Tödliche) Fehltritte sind an der Tagesordnung.
We don’t pretend that Frozen Synapse will be a mass-market product on either iOS or Android: we are hoping it’ll be more of a curiosity that gamers who own the platform feel compelled to pick up.
Entwicklerstudio Mode 7 lieferte mit Frozen Synapse vor zwei Jahren einen (IGF-)gelobtes Rundenstrategiespiel ab, das zwar einen Expansion Pack bekam, heute aber vor allem noch durch seinen PC- und Mac-Mehrspielermodus aktuell ist. Auch die iPad-Version spielt online. Das Anlegen eines Accounts am iPad gleicht der PC-Fassung und präsentiert sich damit optisch sehr untypisch. Die Duelle funktionieren jedoch ausgesprochen gut – wie ich seit gestern durch konstante Niederlagen schmerzhaft erfahre. Push-Nachrichten über neue Züge der Kontrahenten fehlen. Fein: Wer bereits (seit Jahren) am Desktop spielt, kann seinen Account auch am iPad verwenden.
Das bedeutet auch: Crossplay zwischen Desktops und iPads! Der Titel läuft sogar auf dem ersten iPad und bringt obendrein einen lokalen Hotseat-Mode mit.
Since we first announced the game on PC, people have told us that it would be “perfect for tablets”. I wanted to shake them and say, “What if I told you that you can’t even do mouseover!”
Klingt perfekt, oder? Gnah.
Obwohl die Steuerung absolut präzise ausfällt und für die gängigen Touch-Eingaben wie ‘Pinch-to-Zoom’ und ‘Double-Tap’ angepasst ist, stören unscharfe UI-Elemente die ansonsten so (angenehm) reduzierte Optik. Das Menü ist mit ausgefranstem Text und nur winzigen Trefferfeldern eine kleine Katastrophe. Eine graphische Überarbeitung hätte den ohnehin herausfordernden Einstieg in diesen Strategie-Brecher erleichtert.
Man täte dem Titel jedoch Unrecht auf dieser negativen Note zu enden. Frozen Synapse ist ein verdammt ausgereifter Taktik-Shooter, der zum Versinken einlädt. Wenn man sich darauf einlässt, lutscht man hier an vielen Stunden Unterhaltung – vor einer dezenten und passenden Synthesizer-Soundkulisse (8.99 €; iTunes-Link).
50 Milliarden App Downloads
14 Tage später lief der Countdown aus.
Die wirklich wichtige Messgröße versteckte sich jedoch bereits in den letzten Geschäftszahlen, in denen Apple mitteilte pro Quartal derzeit über eine Milliarde US-Dollar an iOS-Entwickler auszuschütten.
Gegen Skype und Facetime: die Google Hangouts
Google Hangouts (kostenlos; universal; App-Store-Link) für iOS sieht sehr aufgeräumt aus und fühlt sich nach dem ersten Videoanruf flüssig an. The Verge hat ein exklusives (Video-)Feature.



