von Alex Olma
4. August 2015 – 12:46 Uhr

„Inside the failure of Google+, a very expensive attempt to unseat Facebook“

IPhoneBlog de GPlus

„The belief was that we were always just one weird feature away from the thing taking off,“ says the same employee. Throughout the next couple years, Google improved its video hangout service and added smart, algorithmic photo-editing and search features, the latter of which earned plenty of praise, but did little to improve the overall reputation of Google+.

Seth Fiegerman | „Inside the failure of Google+, a very expensive attempt to unseat Facebook

Wie hart Google+ tatsächlich an die Wand fuhr, lässt sich an den mobilen Apps erkennen. Die Software war gleich von Beginn an gut und trotzdem zog das Interesse nicht. Während Facebook 18 Monate für eine iPad-Anpassung brauchte, hat Google mit Hangouts und Fotos konstant nachgelegt („iPhone zuerst, Andoid in ein paar Wochen„), ohne jedoch zählbar Punkte gegen das Zuckerberg-Netzwerk einzufahren.

Rückblickend ist Steven Levys „Inside Google+ – How the search giant plans to go social“ einen Re-Instapaper wert.

No one expects an instant success. But even if this week’s launch evokes snark or yawns, Google will keep at it. Google+ is not a product like Buzz or Wave where the company’s leaders can chalk off a failure to laudable ambition and then move on. “We’re in this for the long run,” says Ben-Yair. “This isn’t like an experiment. We’re betting on this, so if obstacles arise, we’ll adapt.”

“I don’t really see what Google’s alternative is,” says Smarr. “People are going to be a fundamental layer of the internet. There’s no going back.”

3. August 2015 – 07:47 Uhr

Webdesigner News [Sponsor]

WebdesignerNews.com verschenkt 17 Schriften und möchte, dass es jeder mitbekommt.

IPhoneBlog de WebdesignerNews Font Blog

Die Auswahl der Schriftarten reicht von geschwungen bis geometrisch; von modern minimalistisch bis traditionell. Es sind einige sehr abgefahrene Designs dabei. Richtig eingesetzt, sind es definitiv Hingucker.

Erst letzte Woche konnte ich die Schriftart ‚Waterlily‘ aus diesem Bundle benutzen. Wir haben Dankeschön-Postkarten an die Familie, den Kreis der Verwandten und Freunde verschickt, die uns mit Babygeschenken bedachten.

Der Download verlangt nicht mehr als eine E-Mail-Adresse und verschickt alle 17 Fonts – teilweise in unterschiedlichen Schnitten – als eine gesammelte Zip-Datei.

Vielen Dank an WebdesignerNews.com für die abermalige Unterstützung als ‚Sponsor der Woche‘ hier im iPhoneBlog.

31. Juli 2015 – 11:41 Uhr

Samsung in Q2/2015: keine guten Zahlen trotz Galaxy S6

Samsung jagt seit Jahren dem Anti-Apple-Image hinterher und produzierte mit dem Galaxy S6 (Edge) schlussendlich ein Smartphone, das dem iPhone in allen Belangen nacheifert.

Erfolgreich nacheifert – zumindest mit Blick aufs eigentliche Produkt. Kritiker_innen schwärmten. Doch gekauft haben es (vergleichsweise) wenige wie die aktuellen Quartalszahlen verraten.

Samsung doesn’t break out how many devices it has sold, but analysts estimate the company shipped 71 million to 76 million smartphones during the quarter, according to The Wall Street Journal, with the two Galaxy S6 phones accounting for slightly more than 20 percent of the shipments. In the same period last year, Samsung shipped an estimated 74.5 million units, according to Strategy Analytics.

Shara Tibken | „Galaxy S6 fails to bring back Samsung’s mojo

Nun soll es ein Preisnachlass bringen – 3.5 Monate nach dem Verkaufsstart mit schwieriger Liefersituation ist das gegenüber frühen Fans…mutig. Und gegen den anhaltenden Druck von Xiaomi und Co. am unteren Ende hilft das natürlich auch nicht.

Samsung tauschte in den letzten Jahren Marktanteil gegen Margen, scheint aber nicht zu wissen warum Kunden ihre Telefone gekauft haben. Das S6 (Edge) wiederspricht gleich einer ganzen Handvoll eigener Werbebotschaften aus den letzten Jahren und fährt trotzdem keinen nennenswerten Angriff gegen das iPhone.

Where does Samsung go from here? Well, stabilizing the mobile business as best it can is clearly a major imperative, but Samsung’s future has to look beyond that too. The semiconductor business is one strong possibility – between them, these two divisions account for the vast majority of Samsung’s profits today. So, if mobile isn’t carrying its weight, the semiconductor business must step up. Samsung has, ironically, benefited in this part of its business from Apple’s competitive success in smartphones but it’s not yet clear Samsung can win many other component contracts from competitors, let alone those that are growing the fastest.

Jan Dawson | „Samsung’s Challenging Turnaround

30. Juli 2015 – 18:07 Uhr

‚Beats 1‘-Shows zum zeitunabhängigen Nachhören

IPhoneBlog de Beats 1 Replay

Den Musik-Mix, den die ‚Beats 1‘-DJs in ihren Shows spielen, gibt es schon von Beginn an als Playlisten. Mittlerweile schafften es auch ganze Sendungsaufzeichnungen von einigen Moderatoren und Moderatorinnen ins Connect-Verzeichnis. So finden sich dort im Moment die Mitschnitte von Abstract Radio, Elton John’s Rocket Hour, St. Vincent’s Mixtape Delivery Service, Ovosound Radio, The Pharmacy with Dr. Dre, The Alligator Hour with Joshua Homme und Time Crisis with Ezra Koenig.

Warum das tägliche Programm von Zane Lowe, Julie Adenuga und Ebro Darden aber fehlt, ist (wie nicht anders zu erwarten!) eine Frage der Lizenzen.

In short: Music rights are a sticky wicket. Internet radio rights are different from on-demand streaming rights and purchased rights, and all of this contributes to why you can download a podcast of some Beats 1 shows but not others.

Serenity Caldwell | „Apple Music licensing, explained: Why some Beats 1 shows won’t be podcasts

30. Juli 2015 – 12:51 Uhr

Angry Birds 2 bruchlandet im App Store

IPhoneBlog de Angry Birds 2

Innerhalb von 30 Minuten habe ich es bis ins Level 13 geschafft. Ohne In-App-Käufe bin ich jetzt gezwungen 15 Minuten zu warten. Erst dann darf ich weiterspielen. Auch Angry Birds 2 (IAP; universal; App-Store-Link) schleudert das (nicht per se schlechte) Freemium-Bezahlmodell gegen die Wand.

Es ist jammerschade, dass sich tolle Ideen (Multi-Stage-Levels und Zaubersprüche), coole Endgegner und verspielte Kulissen mit witzigen Details hinter einem Berg aus virtuellen Diamanten-Säckchen verstecken (müssen?). Das eigentliche Spiel verliert damit seine Herausforderung. Ziel wird es, zumindest für mich, kein Geld auszugeben.

„It’s a goddamn shame!“1


  1. Es ist natürlich komplett unfair meine wiederkehrende Enttäuschung an einem übergeordneten Trend nur auf Angry Birds zu konzentrieren. Aber ich hätte das Ding wirklich gerne gespielt. 
30. Juli 2015 – 08:49 Uhr

Features, die wir für selbstverständlich erachten: Apples iOS-Update-Architektur

Es ist keine gute Woche für Android: 95-Prozent aller Telefone mit Google OS lassen sich über eine MMS kapern; 50-Prozent aller Androids schickt man mit einer fehlerhaften Mediendatei in ein Dauer-Crash-Wachkoma. Beide Schwachstellen decken die große Bandbreite an verschiedenen Betriebssystemversionen ab. Hersteller und Mobilfunker fehlt weiterhin jeder Anreiz die (fertigen) Fehlerbehebungen ausliefern. Mit ein bisschen Glück erwischt man auf einem aktuelleren Gerät in den nächsten Monaten einen passenden Bugfix. Eine Garantie aber, dass klaffende Sicherheitslücken überhaupt geschlossen werden, gibt es nicht.

IPhoneBlog de No updates for you

Wieso Apple im Gegensatz dazu heute nur einen Knopf drückt und so sein Update weltweit allen Geräten anbietet, reicht in der Geschichte bis zu den ersten Vertragsverhandlungen mit US-Mobilfunkern zurück. Steve Jobs bevorzugte, nach den Überlegungen selbst Telefonanbieter zu werden, Verizon Wireless. Die wollten sich – so wie damals üblich – aber nicht von ihrem Mitspracherecht fürs Branding, der installierten Software und den Klingeltönen trennen.

Verizons damaliger ‚Chief Operating Officer‘ Lowell McAdam antwortete einmal auf die Frage ob er es rückblickend bereut den iPhone-Deal in den ersten vier Jahren verstolpert zu haben:

„From a customer perspective we didn’t like the restricted distribution. We didn’t like the fact that we were being asked not to service customers. Let’s just assume the model you see from AT&T is what they asked us to do, so I’m not divulging anything,“ he said. „We have a huge network of stores and we put a lot of investment into training our people. The model was to say to a customer ‚thanks for coming in, now go down the street to Apple and they’ll take care of you.‘ We didn’t like the customer model.“

FierceWireless

Genau diese „Kundenbetreuung“ ist es noch heute, die Android-Updates gravierend verzögert.

Cingular, später AT&T Mobility, winkte die damalige Exklusiv-Abmachung übrigens durch seinen Aufsichtsrat ohne das Steve-Jobs-Telefon zuvor überhaupt gesehen zu haben und räumte Apple freie Hand bei der (technischen) Vermarktung ein. Und genau diese Freiheit führt zum heutigen Status quo, bei dem man nicht darüber streiten muss welche Plattform wie sicher ist, sondern wer großflächig und zeitnah Updates ausliefern kann.

28. Juli 2015 – 17:36 Uhr

Erster US-Mobilfunker mit Apple-Music-Abo „ohne Anrechnung aufs Datenvolumen“

Ich mag John Legere; mir widerstreben die Netzneutralität-verletzten Musikstreaming-Tarife.

Was ein Mobilfunker aber leisten kann, wenn er als Underdog unbedingt mitspielen will, zeigt der zweite Teil des Angebots von T-Mobile in den USA:

This time of year, everyone’s waiting to make a move, waiting to see which devices are coming next. “Will the next one be better?” “Should I go for it or wait?” Today, we’re solving all that and ending the wait—in a big way. Now, every single customer who gets a new iPhone 6 this summer as part of this deal can simply swap it for the next iPhone, if they upgrade before the end of the year. Yeah, that’s what I said. Just swap it out and pay NOTHING more—nothing up front and no change to your monthly payment. No deposit. No fees. Nothing. You get the next iPhone guaranteed.

Amping it all the way up with Apple

„Hol‘ dir jetzt ein iPhone 6 und tausche es im Herbst gegen ein 6s“ – das ist tatsächlich ein „industry-first“.

28. Juli 2015 – 11:06 Uhr

Apple Watch – Part II

25 Meinungen, ein Artikel: Ich mag die Idee, die hinter diesem Patchwork-Review steckt (auch wenn ich nicht jede dieser Meinungen teile).

Even before the early adopters on Medium began receiving their Apple Watches, they began writing about it. And after they unboxed the devices and strapped them to their wrists, the posts really piled up. These were so numerous — and so good — that some of the Backchannel team here at Medium decided to create the Apple Watch Project collection, inviting the writers to pool their work in a quasi-anthology, with the idea that we would eventually skim the cream to make one master review, straight from the Mediumsphere. Our review would read as if a single person wrote it, but it would actually be a product of the collective intelligence of our network.

Is the Apple Watch Really Worth Your Time? The Ultimate Review.

Nach den ersten drei Monaten scheint die Zeit gekommen, eine Handvoll weiterer Eindrücke aufzuschreiben. In den vergangenen 95 Tagen bestätigte sich dabei meine anfängliche Vermutung: Um die Apple Watch zu verstehen, musst du sie tragen.

IPhoneBlog de Apple Watch Part2 a

Die Uhr ist kein Gadget, das man aufgrund von bisherigen Erfahrungen kapiert oder sich Meinungen anliest, die dann pauschal gelten. Dafür ist sie in der Tat zu persönlich. Gewicht und Optik (der unterschiedlichen Kollektionen) empfindet jeder anders; die Benutzung und die Gewohnheit (das tägliche Aufladen, der Gebrauch in der Öffentlichkeit) fallen ganz individuell aus. Etwas am Körper zu tragen, ist nicht vergleichbar mit dem Telefon in der (Hosen‑)Tasche. Überrascht?

Unterschiedliche Meinungen helfen beim Überblick; den eigenen Test ersetzen sie jedoch nicht1.

Am Vorabend von watchOS 2

Was ich persönlich an der Uhr schätze, wurde mir das erste Mal so richtig bewusst als man sie mir wegnahm. Genau genommen habe ich sie mir selbst weggenommen indem ich sie mit der Beta-Version von watchOS 2 bespielte. Die ersten zwei Entwicklerversionen flashten die Uhr für den Alltag nahezu unbenutzbar. Der Akku verbrannte in nur vier Stunden; Siri verstand keines meiner Worte mehr. Selbst Schuld. Ich weiß!

Das Experiment brachte mir jedoch Perspektive (um dieser schmerzhaften Phase widerwillig etwas Gutes abzugewinnen). Nun weiß ich, wie viele Dinge ich bereits heute vermissen würde2. Dazu gehört: bequem einen Timer zu stellen, nie wieder die Apple-TV-Fernbedienung suchen zu müssen, E-Mails gleich nach deren Eintreffen zu löschen, iMessages während eines Spazierganges zu senden, ToDos abzuhaken (Things), Podcasts zu starten während das iPhone am anderen Ende der Wohnung liegt (Overcast), die iPhone-Kamera aus der Ferne auszulösen, Restaurants aufzuspüren (Foursquare), meine ‚Check-in‘-Kultur zu pflegen (Swarm), über Apple Maps durch die Stadt zu finden ohne dabei wie ein verplanter Tourist auszusehen und täglich die Fitness-Ringe zu füllen.

Alle diese Features lagen mir nach wenigen Wochen bereits im Blut und fehlten mir, als sie plötzlich nicht mehr möglich waren.

Und trotzdem bleibt die generelle Situation von Dritt-Software in einem schwierig zu bewertenden Zustand. Viele der Ideen funktionieren bereits. Jede Sekunde aber, die ein App-Start zusätzlich dauert, frustriert. watchOS 2 gibt die positive Aussicht auf Apps, die nicht mit den gravierenden Einschränkungen des Systems kämpfen. Im Moment sind wir dort aber noch nicht angekommen.

Angebunden und eingewählt

Ich führte bereits vollständige Chat-Gespräche über die Spracheingabe. Für einige Sätze waren dafür mehrere Anläufe notwendig. Wenn Siri mich jedoch versteht, hat mein Gegenüber keine Ahnung das ich ihm transkribierte Sätze schicke. Das fasziniert mich bis zum heutigen Tag jedes Mal neu.

Mein (immer noch) größtes Manko: Obwohl ich einen Chat in deutscher Sprach führe, möchte Siri ab und an nur Englisch verstehen – oder umgekehrt. Ja, die Sprache von meinem Betriebssystem ist Englisch und ja, iMessages treffen bei mir abwechselnd in beiden Sprachen ein. Wahrscheinlich ist es dieser häufige Wechsel, der die Uhr durcheinander bringt. Trotzdem muss eine solche Einstellung mit Sprachsynthese und Kontext herauszufinden sein. Am iPhone wechsle ich die Tastatur um das System unmissverständlich über die gewählte Sprache in Kenntnis zu setzen. Auf der Uhr besteht keine solche Möglichkeit. So fühlt man sich sehr verloren.

Update: Großartiger Tipp aus den Kommentaren: Force Touch wählt beim Diktat die Sprache! /Update

Die „neuen Verbindungsmöglichkeiten“, die Scribbles, Taps und Herzschläge, die man mit einem anderen Watch-Freund austauscht, habe ich in den ersten drei Monaten nie benutzt. Das lag nicht an mir oder der Uhr, sondern meinem privaten Umfeld, das noch keine Apple Watch besitzt. iMessages kämpften zu Beginn mit einem ähnlichen Henne-Ei-Problem. Als die SMS-Alternative mit iOS 5 einzog, war meine Familie aber bereits mit iPhones ausgestattet. Ich habe also weiterhin keine Ahnung, ob die „neuen Verbindungsmöglichkeiten“ nur süß sind, oder ob ich diese Art der Kommunikation wirklich nutzen würde.

IPhoneBlog de Apple Watch Part2 b

Mein ‚Daily Driver‘: das Loop-Lederarmband. Ab und an wechsle ich auf ein weißes Sportarmband oder das Gliederarmband.

Apropos Kommunikation: Apple Watch ist ein perfekter Beifahrer für ‚Instant Messenger‘. Kurze Antworten und schnelle Bestätigungen schüttelt man quasi aus dem Handgelenk. Ihr kennt das: Man hat sein iPhone schon weggepackt und dann kommt doch noch eine letzte Frage im Gespräch auf. Ich habe bereits unzählige Male das iPhone im Rucksack gelassen und mit der Uhr eine Antwort formuliert.

Messenger dominieren unser mobiles Zeitalter. Mittlerweile sind Facebook, WhatsApp und Co. die primären Plattformen für elektronische Kommunikation. Apple Watch scheint darauf perfekt vorbereitet. Es wird nicht mehr lange dauern, da wird uns ein Wearable ohne Chat-Funktion so sinnvoll wie ein Smartphone ohne Browser erscheinen.

Wie viel Fitness steckt in einem Fitness-Armband?

Womit wir bei der Konkurrenz der (Fitness‑)Armbänder angelangt sind. Mein (ehemals geliebtes) Fuelband liegt seit dem Apple-Watch-Release in der Schublade. Es scheint schwer vorstellbar, dass wir in drei Jahren noch mit Jawbones und Fitbits – reinen Schritt- und Kalorienzählern, herumlaufen. Der ‚Kampf ums Handgelenk‘ wird nicht mit diesen Basisfunktionen zu gewinnen zu sein. Die jetzigen Sportarmbänder werden sich andere Körperstellen suchen müssen und dafür andere Formen annehmen. Ein Stecker im Ohr? Ein Ring für den Finger? Neben der Uhr ist auf Dauer kein Platz für einen Armreif wenn dieser nicht wesentlich mehr kann oder nur während bestimmter Zeiten (im Fitnessstudio, im Schwimmbad, etc.) zum Einsatz kommt.

Mit Erwähnung von Fitness-Trackern kommt gewöhnlich die Frage nach der Batterielaufzeit auf. Apple Watch hat, und dabei sind sich grob überschlagen alle einig, im täglichen Rhythmus eine mehr als ausreichenden Akkukapazität. Wie vermutet: Das ‚Einmal Laden pro Tag‘-Konzept spielt sich als Gewohnheit ein. Einzig und allein Unterbrechungen des Alltags, ein Urlaub, eine Dienstreise oder ein durchgefeiertes Wochenende, bringen diesen Rhythmus durcheinander. Selbst mit wenigen Ausflügen lässt sich nicht der Kauf eines zweiten Ladekabels vermeiden.

Smartwatches wie die Pebble triumphieren gewöhnlich in dieser Kategorie. Sie sind nicht dem Druck ausgesetzt täglich an den Strom zu müssen. Andererseits verbringt eine Pebble die Nacht auch nicht am Handgelenk, oder? Ob die Uhr also neben einem Ladekabel liegt oder doch ansteckt ist, macht in vielen Alltagssituationen vielleicht gar keinen so großer Unterschied zur Apple Watch!?

IPhoneBlog de Apple Watch Part2 c

Klar, das alles wird sich ändern wenn präzises Schlaf-Tracking möglich ist. Spätestens dann muss auch Apple Watch mitziehen (oder im Zeitfenster zwischen Frühstück und Dusche schnell genug Strom tanken). Ein detailliert dokumentierter Schlafrhythmus ist ein entscheidender Faktor in Bezug auf unsere Gesundheit. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Apple dieses Ziel nicht schon für die nächste Generation auf der Agenda hat.

Kleine Randnotiz: Aufwachen mit der Taptic Engine, über ein sanftes Antippen aufs Handgelenk ohne dabei das ganze Haus aufzuwecken (beispielsweise für einen Mittagsschlaf), ist sehr großartig.

Mehr Ausblick

Es fehlen immer noch Apps. Den jetzigen Software-Status-quo werden wir (hoffentlich) so schnell vergessen haben wie das Web-App-Jahr, das Apple uns mit der ‚Sweet Solution‘ andrehen wollte. Für mich besteht kein Zweifel, dass die Uhr – genau wie das Telefon, von einer reichhaltigen Auswahl an Anwendungen profitieren wird. Es wird spannend zu verfolgen, was für diese neue Gerätekategorie das nächste Instapaper, Twitter oder Instagram wird. Keine Sekunde bezweifele ich, das wir ganz neue Anwendungen zu sehen bekommen, die zur „seismischen Verschiebung“ passen.

A symbolic thing happened this last June: the world’s second largest mobile operating system overtook Wintel machines in unit sales. […] Academics will look back on 2015 and its neighboring years as a keystone moment. I don’t mean just the passing of the torch from desktop to mobile computing—which we can see with our own eyes—but rather the impact that passing has on societies—rich and poor—around the world.

Bryan Chaffin | „Second Largest Mobile Platform Overtakes Wintel Unit Sales

Hinzu gesellen sich die Komplikationen – eine Sendungsverfolgung für Postpakete oder die Push-Zustellung von Fußballergebnissen direkt aufs Zifferblatt. Reizvoll wirds, wenn diese Informationen auf einen zeitlichen Bezug achten. Den stündlichen Status von einem Paket brauche ich nämlich erst dann, wenn sich dieses in der akuten Zustellung befindet. Die Fußballergebnisse will ich nur Samstagnachmittags sehen. Unter der Woche kann der dort begrenzte Platz anders genutzt werden.

Klar, das sind alles noch Zukunftsvisionen; das ist alles noch weit weg. Aber wie kann man ein solches Potenzial bei einer Bewertung ignorieren?

Und trotzdem: Apple Watch hat einen sehr engen Fokus. Eine erste Hardware-Generation ist selten uneingeschränkt jedem zu empfehlen. Apple würde es anders formulieren, aber sie verkaufen dir auch sehr gerne erst eine zweite, dritte oder vierte Generation der Uhr. Apple Watch folgt unverwechselbar dem iPhone-Spielplan: Die Uhr ist ein Projekt, das über viele Jahre angelegt ist. Diese Version ist nur ein erster Baustein. Um im Massenmarkt anzukommen, benötigte das iPhone weit über drei Jahre. Vielleicht sollten wir der Apple Watch mehr als nur drei Monate zugestehen?

Oder um ein Zitat von Roy Amara abzustauben: „Wir neigen dazu, die Auswirkungen einer Technologie kurzfristig zu überschätzen – und langfristig zu unterschätzen.“


  1. Kunden zum Ausprobieren zu bewegen, ist eine der größeren Herausforderungen in der Vermarktung. Die ‚Try-On‘-Termine helfen. Damit diese jedoch gebucht werden, muss das Produkt mehr als nur wahrgenommen werden. 
  2. Mittlerweile ist eine akzeptable Beta 4 verfügbar. Keine der Beta-Versionen lässt sich jedoch downgraden zurück auf watchOS 1. 

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