von Alex Olma
27. März 2015 – 13:52 Uhr

Perfekt tranchiert: Dark Slash: Hero

Dark Slash: Hero (kostenlos; universal; App-Store-Link) schneidet unverschämt tief ins Freizeit-Zeitbudget. Ich hoffe auf euren verantwortungsvollen Umgang.

Seit Januar steht das Hack’n Slash im neuseeländischen App Store. Seit Januar teste ich meine Reaktionsgeschwindigkeit in diesem Rogue-like, das nach dem Ableben unseres Helden immer wieder von vorne beginnt aber den Punktefortschritt nicht verliert. Das bedeutet: Keine Partie ist umsonst. Pixel-Seelen, die Einheit für Upgrades, Waffen und neue Helden1, sammelt ihr in jeder Runde – egal wie gut es lief.

‚Tap to Slash‘ ist die favorisierte Fortbewegung. Mit gezücktem Schwert fliegt und säbelt ihr dabei durch Dämonen. Während einer solchen Attacke, dessen Route erfolgsentscheidend ist, treffen euch keine feindlichen Manöver – Feuerbälle ausgenommen. Kritisch wird es wenn ihr stillsteht oder nur langsam über den Kampfplatz latscht. Für eine lange Spielrunde ist es deshalb ausschlaggebend den Abstand zum Gegner richtig einzuschätzen. Rutscht ihr zu kurz, bleibt eine Hundertstelsekunde, in der selbst ein Kanonenfutter-Zombie tödlich grätscht. In den ersten zwei Spielminuten verzeiht Dark Slash: Hero solche Unvorsichtigkeiten – danach ist Vergebung ein Fremdwort.


  1. …die wahlweise auch als In-App-Käufe zu erwerben sind… 
26. März 2015 – 17:38 Uhr

Neues Instapaper-Update mit 2 essentiellen Verbesserungen und 2 logischen Folge-Features

IPhoneBlog de Instapaper

Instapaper beschleunigt in Version 6.2 den Speicherprozess, mit dem der Dienst Webartikel zum späteren Lesen festhält. ‚Instant Sync‘ beschreibt einen ehemaligen Hack, der unter iOS mittlerweile zum eigenen Leistungsumfang gehört: Eine stille Push-Benachrichtigung weckt die App (kostenlos; universal; App-Store-Link) dabei auf und zieht alle Beiträge bereits im Hintergrund aus dem Netz – noch bevor der Leser die Software öffnet.

Darüber hinaus bedient sich App-Inhaber Betaworks zwei Features, die wir so schon einmal woanders gesehen haben: ‚Tweet Shots‘ ist mehr oder weniger OneShot; ‚Speed Reading‘ entspricht ReadQuick, das jedoch nur zahlenden Premium-Abonnenten durchgehend zur Verfügung steht. Ohne jährlichen $30-Account ist ‚Speed Reading‘ auf zehn Texte im Monat beschränkt.

Mit Ausnahme der neuen Schneller-Lesen-Funktion sowie der generellen Motivation hilfreiche Dienste auch finanziell zu unterstützen, fehlen mir mehr Gründe um Instapaper zu bezahlen. Das ist ein bisschen schizophren, wenn ich bedenke wie viele Stunden am Tag die App hier geöffnet ist.

26. März 2015 – 15:27 Uhr

Amazon Cloud Drive: „Unlimited Everything“

IPhoneBlog de Amazon Cloud

Onlinespeicherplatz à la Dropbox, Google Drive und iCloud (Drive) kostet uns Nutzer in ein paar Jahren nichts mehr.“ – war im letzten Sommer mal meine Prognose. Mit 60 US-Dollar stellt Amazon neun Monate später sein unbegrenztes Cloud Drive (kostenlos; universal; App-Store-Link) auf einen neuen Tiefpreis.

Beginning today, customers can start experiencing unlimited cloud storage for free with a 3-month trial on either plan. Prime members and Fire device owners who already enjoy unlimited photo storage can choose to sign up for the Unlimited Everything Plan to store videos and files in addition to photos. Existing Cloud Drive customers can change their plans now by simply logging into their Cloud Drive accounts.

Amazon Cloud Drive Launches Unlimited Cloud Storage

Ausschlaggebend ist aber die Einbindung; die Apps, mit denen man seine Daten von dort konsumiert. Amazon ist für iOS-Nutzer in dieser Hinsicht bislang keine gute Wahl.

26. März 2015 – 12:20 Uhr

Stiftung Warentest 04/15: „Handy-Reparaturservice“

IPhoneBlog de Stiftung Warentest

Die Stiftung Warentest und ich sind nicht immer einer Meinung. Ihre Kompetenz aber, den Reparatur-Service von „sechs Handyherstellern“ bei Geräten mit „gesplittertem Display und kaputter Kopfhörerbuchse“ zu testen, ziehe ich in keiner Weise in Zweifel.

Hersteller Apple regulierte den Schaden am besten: Der Testsieger tauschte das ramponierte Smartphone gegen ein intaktes vom selben Typ aus – auch der Service war gut. Allerdings hat Apple wie drei weitere Anbieter deutliche Mängel in den allgemeinen Geschäftsbedingungen. Andere Hersteller leisteten sich selbst bei der Reparatur Schnitzer. Sony erledigte nur die Hälfte, LG löschte alle persönlichen Daten, bei Samsung lief es mittelprächtig, Huawei reparierte tadellos, brauchte aber ewig.

Reparatur services für Smartphones im Test: Nur einer repariert sehr gut und flott

(Danke, Martin!)

25. März 2015 – 21:44 Uhr

Layout vs. Layout from Instagram

IPhoneBlog de Layout

Today, Instagram announced an app called Layout from Instagram. It’s described as “a new app that lets you easily combine multiple photos into a single image.” In 2012, I released an Apple Editors’ Choice app called Layout that lets you combine multiple photos into a single image. It was even named an App Store Best of 2012 app. Is it just me, or does it seem insincere for Instagram to release a similar app with the exact same name only differentiated by the inclusion of their company name? Do you think they’d be okay with me releasing an app called “Instagram from Juicy Bits?” Neither do I.

Mike Swanson

Ist Layout ein verdammt guter Name für eine App? Yep. Ist Facebooks „Layout from Instagram“ eine hübsche Software (kostenlos; App-Store-Link)? Definitiv. Sollten generische Namen für App-Store-Apps erweitert werden dürfen? Ich finde ja. Fühlt es sich unsensibel an den Produktnamen eines direkten Mitbewerbers – einem Indie-Entwickler, der nicht annähernd auf Augenhöhe steht, für sich zu übernehmen? Ja.

24. März 2015 – 08:21 Uhr

Jetzt als eBook: Becoming Steve Jobs

 

Von Apple empfohlen und trotzdem nicht weichgespült: Becoming Steve Jobs (13.99 Euro; iBooks / Amazon) scheint die bessere Biografie — findet selbst Steven Levy.

Because Becoming Steve Jobs has such a wealth of detail about its subject, summing it up in a sentence would do it injustice. The authors themselves explain that Jobs’s life can’t be neatly packaged like a Pixar movie script, instead saying it was “inspiring, confounding and unabashedly human.” But if I were forced to offer a précis in the space of a tweet, I would quote a line from Schlender and Tetzeli, about Jobs:

 “He could be a jerk, but never an asshole.”

„The War Over Who Steve Jobs Was“

23. März 2015 – 10:09 Uhr

Die ‚Soho Wireless‘ von Harman/Kardon

Für 250 Euro bekommt man bereits viele drahtlose Kopfhörer. Konkurrenz ist das größte Problem der Soho Wireless von Harman/Kardon (Affiliate-Link).

IPhoneBlog de harman kardon a

Zwei Features stechen heraus:

  • Die schlanke Bauweise ist famos. Ein kompakteres On-Ear-Gehäuse, das obendrein einen vernünftigen 30mm-Treiber mit einer Nuance zu viel Bass beheimatet, hatte ich bislang noch nicht auf den Ohren. Selten war die oft gewählte Beschreibung Ohrwärmer unpassender. Unter dem schicken Lederbezug schwitzt man nicht; er ist so leicht, dass man ihn oft nicht einmal richtig auf den Ohren spürt. Hinzu kommt die wertige Edelstahl-Rahmung, die dank cleverer Falttechnik einen wirklich minimalen ‚Footprint‘ erzeugt.
  • Die Akkulaufzeit ist grandios. Mit Bluetooth (v3.0) und automatischer Abschaltung höre ich täglich, komme bei meinem Konsum von zirka 2 Stunden pro Tag aber immer durch eine ganze Arbeitswoche (von Montag bis Freitag). Damit ist es fast überflüssig, dass der Akkustand des Kopfhörers bei bestehender Verbindung in der iOS-Menüzeile dauerhaft abzulesen ist.

Meine zwei Mängel:

  • Das Touchpad, das an der rechten Ohrmuschel die Lautstärke verstellt oder Podcast-Werbung überspringt, funktioniert nur wenn man sich auf die entsprechende Fingergeste konzentriert. Wenn man sich die Zeit nimmt ganz behutsam in waagerechter Richtung von hinten nach vorne zu streichen, springt das iPhone zum nächsten Song. Zwischen Tür und Angel, immer dann wenn man versucht aus der Bewegung heraus solche Streichgesten an den Kopfhörer zu übermitteln, klappen diese nicht. Insbesondere der Tap um die Wiedergabe zu pausieren, trieb mich bereits das eine oder andere Mal in den Wahnsinn. Positiv: Mit einer Ein-Finger-Kreisbewegung lässt sich das berührungsempfindliche Steuerungselement verriegeln. So verhindert man unbeabsichtigte Eingaben.
  • Bluetooth ist nicht gleich Bluetooth: Die Bluetooth-Verbindung hier – übrigens mit guter Reichweite, gehört zur stabilen Sorte. Die Soho verbinden sich in jedem Anlauf mit dem iPhone und klinken sich dann auch nicht mehr aus. Der Kopfhörer bootet mit einem Startton und findet in beachtlicher Geschwindigkeit seinen Geräuschgeber. Meine Kritik betrifft die Latenz – YouTube und Games sind mit den Soho Wireless schwierig zu konsumieren – manchmal passt das Bild zum Ton, oft aber nicht. Außer, ja außer man verwendet die beigelegte Klinkenkabelverbindung (mit der der Kopfhörer dann auch keinen Strom verbraucht).

IPhoneBlog de harman kardon b

Ich drücke mich in meinen kurzen Kopfhörer-Vorstellungen gewöhnlich um Aussagen über die Soundqualität. Das ist auch diesmal so…mit der Ausnahme, dass ich die leichte Basslastigkeit als sehr angenehm empfinde. Podcast-Stimmen klingen trotz Wumps glasklar. Insgesamt traut man diesen zwei lederbezogenen On-Ear-Satelliten keinen derartig satten Klang zu.

Wie einleitend betont ist die große Auswahl an Mitbewerbern im Preisrahmen bis 250 Euro das größte Problem der drahtlosen Kopfhörer von Harman/Kardon. Mit der Verarbeitungsqualität, Optik, Falttechnik für den Transport und seiner Miniatur-Bauweise steht der Soho Wireless, den es in den Farben Weiß, Schwarz und Braun gibt, aber zurecht selbstsicher im Konkurrentenfeld.

22. März 2015 – 11:12 Uhr

Livescribe 3 – der letzte Smartpen

Die Generation Smartpen läuft (sich) aus. Während in den letzten Jahren Hybrid-Stifte, mit denen man auf Papier schreibt aber seine Aufzeichnungen digital archiviert, praxisnahe Gadgets waren, verabschiedet sich das Konzept langsam. Livescribe Inc. ist eine der letzten bekannten Firmen für diese Technik. Der Smartpen in Version 3 könnte eines der letzten ihrer Modelle sein, die noch eine breite Zielgruppe fanden.

Zwei Gründe:

  • (OCR-)Scanner-Software im iPhone ist gut, fast sehr gut. Die rückseitige Kamera fotografiert aufgeschriebenen Text absolut leserlich und arbeitet pfeilschnell. Es dauert keine Minute, in der Apps wie PDFpen Scan+ (6.99 €; universal; App-Store-Link) oder Scanbot (kostenlos; universal; App-Store-Link) fünf DIN-A4-Seiten erfasst haben.
  • Die Technik sitzt mittlerweile im Bildschirm. Microsoft kaufte für sein Surface 3 druckempfindliche Displaytechnik, die nicht nur zum Zeichnen, sondern auch für Notizen in Handschrift ideal ist. Das iPad Air 2 ist noch nicht soweit. Ein mögliches iPad Pro mit Force-Touch-Technik liegt aber auf der Hand.

Im Moment bedient der Livescribe 3 Smartpen (zirka 140 Euro; Affiliate-Link) noch eine aktive Nutzerschaft. Das ist in erster Linie seinem Kurswandel geschuldet: Gegenüber dem Echo oder dem Livescribe WiFi, seinen Vorgängern, wurde die Software radikal vereinfacht. Bluetooth ersetzt WiFi; als Mikrofon wird das iPhone verwendet, der Bildschirm am Stift wurde gestrichen, genau wie die komplizierte Desktop-Software1. Ich hatte beide Stifte vor Jahren in Verwendung und mochte sie aus den genannten Gründen nicht. Die stark vereinfachte Herangehensweise, so wie sie der Livescribe 3 jetzt präsentiert, hat Reiz (weshalb ich mir den aktuellen Stift, der bereits im November 2013 erschien, in den letzten Wochen noch einmal intensiv angeschaut habe).

IPhoneBlog de Smartpen a

Der Griffel besitzt in seiner Mitte einen strukturierten Ring. Dreht man daran, fährt die Kugelschreibermine aus und die drahtlose Bluetooth-Verbindung zum iPhone/iPad wird aktiviert. Jede Notiz, jede Grafik, die ab jetzt das spezielle Livescribe-Punktpapier erreicht, wandert nahezu in Echtzeit aufs Telefon/Tablet. Sollte kein iOS-Gerät verbunden sein, speichert der Stift die Texteingaben zwischen und überspielt sie bei der nächsten Verbindung.

Alle Niederschriften und Audiomitschnitte – ‚Pencasts‘ genannt, landen in der übersichtlichen Livescribe-Software (kostenlos; universal; App-Store-Link). Von dort schickt man seine Aufzeichnungen zu Evernote oder Microsofts OneNote.

Den Stift selbst empfand ich als rutschig, eher klobig in der Handhabung und in seinem Plastik-Mantel als nicht sehr hochwertig. Wer Wert darauf legt Notizen per Hand zu verfassen, legt vielleicht auch Wert auf einen guten Stift. Ich halte genau das für kein theoretisches Problem.

IPhoneBlog de Smartpen b

Nichtsdestotrotz: Der Livescribe 3 tut was er verspricht. In allen meinen Tests übertrug er die niedergeschriebenen Notizen lückenlos – auch nachträglich. Obendrein orientiert er sich ‚nach vorne‘; in Richtung einer Technik, die ihn über kurz oder lang ersetzt. Das ist ihm hoch anzurechnen. Und trotzdem glaube ich, dass der Livescribe Smartpen 3 ein Problem lösen möchte, das ich und viele andere bereits heute nicht mehr haben.


  1. Dieses (positive) Video-Review demonstriert die Funktionen anschaulich. 

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