von Alex Olma
29. Mai 2015 – 18:40 Uhr

„Google Photos is Gmail for Your Images“

Nur das kein Missverständnis entsteht: Google Photos ist genau wie Gmail ein kostenloser werbefinanzierter Dienst. Noch nicht heute, aber ganz bestimmt morgen.

IPhoneBlog de Google Photos

Is that information in photos siloed, or is that going to be available to enhance my Google experience in other products?

The information gleaned from analyzing these photos does not travel outside of this product — not today.

Does the face recognition in this product understand who the person actually is, in the same way your search engine might identify a person and link the image to information about that person?

Not in this incarnation of the product.

An interview with Google’s head of Streams, Photos and Sharing

Für mich, als iPhone-Nutzer (kostenlos; universal; App-Store-Link), stimmt hier der Tauschwert – persönliche Daten gegen Onlinespeicherplatz – nicht1. Wäre mein Hauptgerät ein Smartphone mit Android-OS, käme ich um die Vorteile eines automatischen Backups und seiner direkten Integration ins Betriebssystem nicht herum. Bereits gestern hätte ich meinen Foto-Upload gestartet. Mit einem iPhone bin ich jedoch froh um Apples bezahlte Alternative der iCloud-Fotomediathek.

(Keine Frage: 5GB sind weiterhin lächerlich. Apple braucht mich monatlich auch nicht nach 4 Euro für 200 Gigabyte zu fragen. Das ist im Vergleich zur Konkurrenz nicht nur teuer, sondern schreckt ab dieses substanzielle Sicherheitsnetz für die persönlichsten aller Dokumente anzuklicken. Man muss preislich nicht mit Google gleichziehen, aber genau für dieses Feature eine in erster Linie finanzielle Hürde zu errichten, halte ich für unnötig kompliziert.)


  1. Die Diskussion um die Kompression, bei der die Bilder maximal 16 Megapixel haben und die Videos nur in einer 1080p-Auflösung vorliegen, ist für den Großteil aller Nutzer unerheblich. 
29. Mai 2015 – 14:58 Uhr

‚Spark‘ löscht das tägliche E-Mail-Feuerwerk

„You are going to like your e-mail again.“

Nein, ganz sicher nicht. Aber Readdles Spark (kostenlos; App-Store-Link), das ich seit zwei Wochen ausprobiere, erleichtert den Umgang mit der täglichen Nachrichtenflut und hat sich deshalb bereits einen prominenten Platz in meinem iPhone-Dock erarbeitet. Neben Overcast (kostenlos; universal; App-Store-Link), Safari und Tweetbot (4.99 €; App-Store-Link) verdrängte es dort (vorerst) Apple Mail.

Nicht nur das Papierflieger-Logo erinnert an Sparrow – eine E-Mail-App, die ich ähnlich euphorisch vor drei Jahren aufgriff (bis Google das französische Start-up aufsaugte und nicht mehr ausspuckte).

Es begeistert, so wie damals, in erster Linie der Flow, mit dem man durch seinen ungeliebten Posteingang wischt. Später perfektionierte Mailbox die rhythmischen Wischgesten, die Dropbox so anregend fand, dass sie nur einen Monat nach dem offiziellen App-Store-Release die gesamte Firma übernahm.

Spark steht ohne Frage in der Tradition von Sparrow und Mailbox; die eigenen Ideen heben die neue iPhone-Software auf die Höhe der Zeit. Es ist nicht nur das gewohnte Zurückstellen, Archivieren und Festtackern von E-Mails, die die App auszeichnet; es ist die Vielzahl an Optionen, die die Software auf persönliche Vorlieben einstellt – von verschiedenen Signaturen bis hin zu Dateianhängen, die man sich von Online-Speicherdiensten wie iCloud Drive, Dropbox und OneDrive zieht.

Hinzu kommt die Sidekick-App auf der Uhr, sowie ihr dazugehöriger Glance (dt. ‚Check‘), die eine fast schon zu gelungene Version 1.0 abrundet.

IPhoneBlog de Spark

29. Mai 2015 – 10:04 Uhr

Path verkauft ans südkoreanische (Chat‑)Netzwerk KakaoTalk

IPhoneBlog de Path KakaoTalk

We have reached a tipping point on our journey and for Path to truly grow we need more resources and a larger local team that deeply understands Southeast Asian markets. That is why today we are announcing a definitive agreement under which Daum Kakao will acquire Path and Path Talk.

A New Chapter for Path

Wisst ihr noch, als Path-CEO Dave Morin im letzten Jahr auf der Apple-Watch-Keynote neben Dr. Dre saß und Michael Carney dies hier schrieb:

According to a single well-placed source inside Apple’s engineering team, the company is poised to announce an acquisition of Dave Morin’s Path social network. To quote our source, who requested to remain anonymous because the deal has not been announced yet, “It’s almost done, if not signed already, but it’s essentially a done deal.”

Source: Apple set to acquire Path in an attempt to bolster iOS social cred

Path überlebte mit 77 Millionen US-Dollar insgesamt fünf Jahre. Ein Verkauf ist im Grunde seit vier Jahren im Gespräch. Der neue Eigentümer Daum Kakao, der unter anderem die Chat-App KakaoTalk (kostenlos; App-Store-Link) mit über 150 Millionen Nutzern betreibt, plant nach eigenen Aussagen das Path-Netzwerk in seiner jetzigen Form weiter zu pflegen.

28. Mai 2015 – 22:03 Uhr

Geometry Wars 3: Dimensions – hart aber fair.

IPhoneBlog de Geometry Wars

Wer mit seinem MFi-Controller angeben will, kauft den Zwei-Stick-Shooter ‚Geometry Wars 3: Dimensions‘ (4.99 €; universal; App-Store-Link).

Nein, ernsthaft: Das hier ist ein Pflichtkauf für alle, die ein iOS-Joypad1 besitzen. Und selbst mit Touch-Steuerung rotiert der zu beschützende Raumgleiter ausreichend präzise. Tranceähnliche (Baller‑)Zustände, so wie sie mir dieser Titel im letzten Jahr auf dem PC bescherte (ab Minute 14), sind garantiert.


  1. Ich spiele weiterhin mit dem Stratus XL (69 €; Affiliate-Link). 
28. Mai 2015 – 09:40 Uhr

Pixelmator ✚

IPhoneBlog de Pixelmator iPhone

Pixelmator ist derzeit um 50-Prozent reduziert und (4.99 €; App-Store-Link) und – viel wichtiger – seit heute Vormittag auch als Universal-App für das iPhone optimiert.

Über die bemerkenswerte Bildbearbeitungs-Software auf dem iPad videobloggte ich kürzlich.

27. Mai 2015 – 18:38 Uhr

Jony „Chief Design Officer“ Ive

IPhoneBlog de Jony

Keine offizielle Pressemitteilung, sondern ein Artikel von Stephen Fry verkündete am Feiertagsmontag Jony Ives neuen Jobtitel.

Until now, Ive’s job title has been Senior Vice President of Design. But I can reveal that he has just been promoted and is now Apple’s Chief Design Officer. It is therefore an especially exciting time for him.

The Telegraph

Ben Thompson sieht die informelle Mitteilung, anschließend durch ein internes Memo von Tim Cook untermauert, als Puzzlestück einer kalkulierten PR-Aktion, mit der sich Apple auf ein Ende der Beschäftigung von Apples Designer vorbereitet.

In my estimation, whether Ive intends it or not — and I think he likely does, for what it’s worth — this is the beginning of the end of his time at Apple. To give up “management” in exchange for “thinking freely” is, when it comes to business, akin to shifting from product-focused R&D to exploratory R&D.

Stratechery

Klar ist: Ein Jony Ive kündigt nicht einfach. Die öffentliche Wahrnehmung der Firma, der Aktienkurs – jedes Detail ist in diesen Dimensionen orchestriert. Apple demonstrierte (schwierige) Führungswechsel, ohne großes (Börsen‑)Bohei, bereits in den letzten Jahren meisterhaft. Prominentestes Beispiel ist und bleibt dafür selbstredend Steve Jobs.

Und ja, es ist (rückblickend) auffällig, dass Apple in den letzten Monaten damit begann, die heute prominenten Namen von Jony Ives Nachfolge – Richard Howarth und Alan Dye – in Artikeln zu platzieren. David Pierce schrieb über das Design der Apple Watch für Wired; Ian Parker für The New Yorker. Zwei Beiträge mit bemerkenswertem Zugang für beide Journalisten.

Die (ebenso nachvollziehbare) Gegenposition argumentiert Neil Cybart:

Similar to how Steve Jobs held the CEO title while Tim Cook performed most of the CEO duties, I think Jony Ive got a new fancy title for no other reason than to show recognition and appreciation for his past accomplishments. […]

Similar to how Steve Jobs was known to head down to Jony’s design lab to hang out, I suspect in some ways, Jony wants to do the same – check out of the day-to-day executive grind and lose himself in research and design elements on whatever topic or subject he choses. By being positioned in more of a leadership role than a managerial role, Jony could maybe be more like Jony.

The Jony Ive Promotion

Joe Cieplinski fragt: „If you were Jony Ive, would you really want to spend the next six months working on yet another even thinner iPad?“ Es ist die falsche Frage.

Apple Watch musste Ive intern zwar „gegen große Widerstände“ durchboxen; generell schreibe ich ihm aber einen nahezu limitlosen Zugang – eine Carte blanche wenn es um Geld oder seine Zeit für neue Projekte geht, zu. Ist er schon heute, im Alter von 48 Jahren, bereit das aufzugeben?

23. Mai 2015 – 09:41 Uhr

Paper by FiftyThree (+ Video)

Die iPad-App Paper (kostenlos; App-Store-Link) sowie den dazugehörigen Stylus Pencil (zirka 60 €; Affiliate-Link) hatte ich schon zum wiederholten Mal hier im Blog.

Think Kit, eine neue Software-Erweiterung der Mal- und Zeichenanwendung, die sich Diagrammen und Präsentationen widmet, gibt mir erneut einen Anlass die App hier vorzustellen1.


  1. Alle meine Videos finden sich wie gehabt auf YouTube, Vimeo oder im Podcast-Feed (iTunes-Link). 
22. Mai 2015 – 11:56 Uhr

Push-Benachrichtigungen brauchen Grenzen

IPhoneBlog de Clear All

Much has been written about the evils of notifications on our computers. While the lament is real, it always strikes me as being annoyed by the experience of pain. Hitting myself in the face all day will certainly distract me from meaningful work, but noticing when my hand is on fire is pretty awesome. The trick is not to hit myself in the face all day. I accomplish this by not turning on notifications for trivialities.

Gabe Weatherhead | „You Have Pain

Punktlandung.

Bei mir bestimmt das Gerät die Art und Weise der Benachrichtigung sowie dessen Umfang. Am Mac habe ich mittlerweile alle ‚Pop-ups‘ abgedreht. Für Mail, Things, Twitter und Slack reicht der Badge am App-Icon. Nur (Menüzeilen‑)Anwendungen oder Software ohne Benutzeroberfläche dürfen sich durch einen Banner bemerkbar machen.

Am iPhone ist es einzig und allein der Kalender, der als Alarm in den Vordergrund springen darf – Banner für den Rest. Dass im Jahr 2015 immer noch ein Telefonanruf den kompletten Bildschirm übernimmt, empfinde ich selbst bei den wenigen Anrufen, die ich bekomme, als fehlplatziert.

Nach der Installation einer neuen App-Store-App räume ich fast immer die Berechtigung für Push-Mitteilungen ein – nur Games ohne offensichtliche Online-Komponente bekommen diesen Freifahrtschein erst gar nicht. Sobald eine App aber das erste Mal mit einer unpassenden oder unsinnigen Benachrichtigung auffällt, widme ich mich den Detaileinstellungen. Selbst wenn sie nicht nerven, aber a) der Mehrwert ausbleibt oder b) die Häufigkeit unverhältnismäßig erscheint, drehe ich sie im Nachhinein wieder ab.

Apple Watch unterscheidet sich vom Desktop und Telefon, weil einige Benachrichtigungen auf der Uhr nicht direkt zu beantworten sind. Benachrichtigungen, die ausschließlich aufs iPhone verweisen, brauche ich in den meisten Fällen auch nicht als Push auf der Uhr. Außerdem beschneidet Siri das Ausmaß einer Antwort, und klärt damit für mich oft die grundsätzliche Frage ob ich bestimmte Benachrichtigungen sofort ans Handgelenk übermittelt haben möchte.

Unabhängig vom Gerät gilt: Weniger ist (mittlerweile) mehr. Passende Push-Benachrichtigungen lösen bei mir regelrecht Freude aus; fehlplatzierte Hinweise ermüden mich.

Zwei offensichtliche Verbesserungen betreffen derzeit die Feinjustierung für Push-Benachrichtigungen von App-Store-Apps auf der Uhr sowie erweiterte VIP-Einstellungen. Meisterlich stelle ich mir einen lernenden Algorithmus vor, den man über ‚Like-Buttons‘ in die jeweils richtige Richtung stupst. Grundsätzlich funktionieren jedoch die aktuell bereitgestellten Konfigurationen – zumindest wenn man sich damit aktiv auseinandersetzt.

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