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van Alex Olma
20. Juli 2020 – 11:34 Uhr

Tailscale — ein Tunnel zwischen iOS und macOS

Tailscale connects all your devices, servers, routers, and locations together into a single, encrypted, virtual network, authenticated using your existing 2-factor auth system (like GSuite, Office 365, or Okta), and with no need for special router hardware or infrastructure. It’s a bit like a VPN, but without the key management or server, and with the ability to connect to multiple locations at once. Or like software-defined networking (SD-WAN), but including even your employees’ personal devices like Windows, macOS, and iOS. Or like Zero Trust Networks and BeyondCorp, but at the IP layer instead of only HTTP, so it works even with legacy and real-time apps. Or like a firewall, but without a physical firewall appliance. And it’s so easy that you can install it for personal use in 5 minutes or less.

Hello from Tailscale

Die Einrichtung hat tatsächlich nur fünf Minuten gedauert. Seit gestern Nacht1 tunnelt Tailscale verschlüsselt zwischen meinem iPhone über LTE zu meinem Mac im Firmen-WiFi.

Damit greife ich dann beispielsweise über die iOS-Dateien-App auf Dokumente in einem freigegebenen Ordner zu. Das iPad verbindet sich via Screens und steuert den Bildschirm von diesem Mac. Und auch mein Apple TV, der Zuhause am Fernseher hängt, streamt über Plex alle Filme und TV-Shows, die auf der MacPro-Festplatte im Büro verweilen.

Eine Netzwerk-Konfiguration ist nicht notwendig – „no config files, no firewall ports“. Nachdem man sich einen Account geklickt hat, lädt man die Software aus dem Mac-App-Store (Laden); auf iPhones und iPads startet man lediglich die VPN-Helfer-App (universal; Laden). Für die private Nutzung (oder einen Testlauf) ist die Preisstufe „Solo“ kostenlos.

Für den Einstieg in die technische Dokumention, vom Mesh-Netzwerk-Charakter bis zur WireGuard-Sicherheit, ist der Blogpost „How Tailscale works“ die Empfehlung.

Wie bereits erwähnt, baue ich die Tailscale-Verbindungen erst seit ein paar Stunden auf (und wieder ab). Der Ersteindruck ist jedoch wirklich vielversprechend. So mühelos und ohne jegliche Konfiguration bin ich mit unterschiedlichen Gerätetypen noch nicht über Netzwerk-Zäune gesprungen.


  1. Vielen Dank an Timo für den Tipp in der gestrigen Post-Post-Podcast-Show. 
16. Juli 2020 – 16:05 Uhr

Camo – das iPhone als Webcam

Tl;dr: Mit der Abo-Software Camo (universal; Laden) lässt sich ein iPhone/iPad (mit iOS 12 oder neuer) als bessere Webcam (kabelgebunden) am Mac benutzen – unter anderem in Twitch, Google Meet und Zoom. Das ist nicht kostenlos (40 Euro/Jahr), aber die Umsetzung gefällt und mit einer limitierten Testversion (720p + Wasserzeichen) kann man dieses Setup für sich ausprobieren.

Die Ausgangssituation ist sicherlich bekannt: Webcams in Laptops sind ziemlich mies – egal auf welchen Hersteller man schaut. Für die (mittlerweile) täglichen Videokonferenzen ist die Empfehlung deshalb einfach: Nutzt ein iPhone oder iPad!

Wem das (eigene) Videobild dort aber zu klein ist, der wirft es per AirPlay oder HDMI auf einen größeren Monitor – entweder über einen Apple TV, eine Software, die sich als AirPlay-Empfänger am Computer ausgibt oder einen HDMI-Dongle.

Mir ist natürlich klar, dass es nicht jede Videokonferenz-Software im App Store gibt. Mit einem Elgato Cam Link (Affiliate-Link) schließt man deshalb über HDMI (fast jede) spiegellose Systemkamera an. Und inzwischen steht für diese Kameras auch offizielle Software von GoPro, Fujifilm oder Canon zum Download, die den Elgato-Adapter dann nicht mehr benötigen.

Bei all diesen qualitativ hochwertigen Kameras muss man allerdings oft zusätzliche Einstellungen vornehmen; teilweise ist auch eine separate Stromversorgung notwendig. Wer daran Spaß hat, bekommt es hin. Eine generelle Empfehlung würde ich aber nicht aussprechen.

Also doch zurück zur klassischen Webcam? Die Preise dieser Kameras kletterten aufgrund der hohen Nachfrage in den letzten Monaten durch die Decke. Und selbst ohne die aktuellen Mondpreise sind diese Webcams nicht preiswert. Man investiert einen dreistelligen Eurobetrag um tatsächlich ein besseres Videobild zu verschicken. Und dann muss man diese separate Kamera auch noch extra mitschleppen.

Warum benutzen wir also nicht gleich die gute Kamera im iPhone als Webcam am Rechner? Die Antwort sollte uns im Jahr 2020 überraschen: Ohne zusätzliche Software geht das (nämlich immer noch) nicht. Ich frage mich wirklich warum Apple dieses Feature noch nicht für seine Computer und seine Telefone anbietet!

Spätestens hier schaltet sich Camo ein. Die Software aus UK testet seit einigen Monaten wie sich moderne iPhones und iPads am Mac als Webcam schlagen (eine Windows-App ist in Arbeit). Voraussetzung ist macOS 10.13 und selbst ältere Macs schaffen einen 1080p-Stream. Ein iMac aus dem Jahr 2012 oder ein 12-Zoll-MacBook (2015) soll nach Angaben des Entwicklers Reincubate kein Problem sein.

Auch meinen betagten MacPro (2013) lässt so ein Full-HD-Videocall unbeeindruckt. Ganz im Gegenteil: den letzten 4-Stunden-Podcast meisterte der Mac mit einem iPhone SE (2020) mühelos – auch wenn der Autofokus der Beta-Version noch teilweise danebengriff. Das Telefon war nach diesem längeren Podcast-Abend ohne einen einzigen Aussetzer lediglich handwarm.

Einige Ideen, wie man iPhones für diesen Zweck montiert, führt Reincubate hier aus. An meinen Schreibtisch habe ich eine andere Lösung gefunden. Ein 3D-gedruckten FlexTILT hält das iPhone im Glif, der wiederum auf einem preiswerten Mikrofon-Arm (Affiliate-Link) sitzt. Der Vorteil liegt in der Flexibilität, weil ich so das Kamerabild meiner Gesprächspartner auf dem Computermonitor in die Nähe der Webcam bekomme. Sprich: Ich schaue den Podcast-Kollegen in die Augen.

Sicherlich braucht niemand einen detaillierten Qualitätsvergleich zwischen einer Webcam, einer DSLR und einem iPhone. Reincubate hat trotzdem einmal die Stärken und Schwächen einander gegenübergestellt. Ich empfinde es dabei als sehr wertvoll die unterschiedlichen iPhone-Objektive zur Auswahl zu haben. Obendrein bietet mir Camo einen Zugriff auf alle Bildeinstellungen.

Camo unterstützt unter anderem Zoom, Google Meet, Microsoft Teams, GoToMeeting, Twitch und OBS vollwertig. Euer iPhone steht dort ganz simple als Kamera zur Auswahl. Ohne App – also direkt in Google Chrome, Firefox oder Microsoft Edge – funktionieren auch Discord, Microsoft Teams, Slack und Jitsi.

Problematisch wird es in den nativen Apps der zuletzt genannten Dienste. Camo erfordert hier eine sogenannte „Integration“. Das ist eine harmlos klingende Umschreibung für die Entfernung der Codesignatur. Und das will man sich nicht zumuten.

Schaut also auf diese Liste ob Camo den Videokonferenz-Service eurer Wahl (oder der Wahl von eurem Arbeitsgeber) unterstützt.

Außerdem sind Administratorrechte zur Installation der Software erforderlich. Camo verschont euch zwar mit Treibern (ein großer Pluspunkt!), verlangt aber das Privileg auf eurem Rechner die Software installieren zu dürfen.

Ich erwähne das hier so explizit, weil Camo für 40 Euro im Jahr auf Kunden_innen abzielt, die diese Software beruflich nutzen. Und dort kommen Rechnern zum Einsatz, die die IT-Abteilung verwaltet und Camo entsprechend freigeben muss.

Alle weiteren Details findet man im ausführlichen FAQ.

Für den privaten Schnack mit der Familie ist Camo sicherlich zu viel Aufwand (außer man hat ein bereits ausgemustertes iPhone in einer Dauerinstallation am Schreibtisch). Obendrein ist die Software derzeit nicht kompatibel mit FaceTime.

Camo punktet jedoch wenn erst gar keine Webcam zur Hand ist oder während einer Pandemie exorbitante Mondpreise für eine Plastik-USB-Kamera verlangt werden. Wenn man sich für den Preis einer Webcam fast ein neues iPhone SE kaufen kann, darf man diese Preistreiberei nicht unterstützen.

Trotzdem bleib zu bedenken, dass man ein iPhone für den Einsatz als Webcam montieren muss. Man ist obendrein gebunden an die Unterstützung der Software für die diversen Videokonferenz-Dienste. Außerdem schickt ihr euer iPhone während einem solchen Videogespräch idealerweise in den Flugzeug-Mode, damit ein Telefonanruf nicht den Videocall unterbricht.

Seit März häufen sich (bei mir) die Fragen nach einer Webcam-Empfehlungen. Die bisherigen Lösungen um ein iPhone dafür zu verwenden, sind bei mir alle durchgefallen. Camo funktioniert dagegen einwandfrei. Das ist exzellent! Trotzdem weiß ich aufgrund der erwähnten Einschränkungen nicht wem diese Empfehlung für Camo hilft.

14. Juli 2020 – 13:55 Uhr

Ulysses 20: Grammatik- und Stilprüfung für den Mac; ein Dashboard für die bessere Navigation

Kein anderes Software-Abo bereitet mir täglich mehr Freude.

Version 20 der Textverarbeitung komprimiert die Seitenleiste mit euren Schlagwörtern, Schreibzielen sowie den Überblick aller eingebundenen Mediendateien. Ulysses nennt es das Dashboard. Sein bestes Feature ist die gebündelte Ansicht auf alle Fußnoten, Links und Bilder in einem Text.

Die neue Grammatik- und Stilprüfung (über LanguageTool Plus) habe ich über die Beta-Phase nur sporadisch ausprobiert. Bislang sind diese Empfehlungen für korrekte Rechtschreibung und Typografie in 20 Sprachen nämlich der Mac-Version (Laden) vorbehalten. Eine Integration in die iOS- und iPadOS-Version (universal; Laden) ist jedoch geplant. Die beste Randbemerkung dazu lautet: Der bezahlte Dienst der deutschen Softwarefirma LanguageTooler ist bereits im Abo von Ulysses eingepreist.

14. Juli 2020 – 13:50 Uhr

Greyhound

Hanks doesn’t just star in Greyhound, he also produced it and wrote the screenplay, adapting it from C S Forester’s novel The Good Shepherd. “My ego has run rampant, Hadley, and it’s all over the picture!” he hoots. Hanks has written films before – the 1996 paean to 60s bands, That Thing You Do!, and 2011’s Larry Crowne. But Greyhound has been an especial labour of love for him, one he sweated over for almost a decade, and it is one of those sweeping war movies that really should be seen on the big screen. So the change in plans has been, he says, “an absolute heartbreak”. He dutifully lists some positives about the change – it’s cheaper and it means everyone can watch it on the same day – but admits, “I don’t mean to make angry my Apple overlords, but there is a difference in picture and sound quality that goes along with switching from the cinema to TV.”

Hadley Freeman | The Guardian

Was kostet eine Kinokarte? 10 Euro? 15 Euro? Popcorn und Familie nicht einberechnet, entspricht das zwei oder drei Monatsmieten von Apple TV+.

Die Streaming-Rechte kosteten Apple für 15 Jahre rund 70 Millionen US-Dollar. Die Hoffnung ist, dass Kunden_innen darüber hinaus beim Abo bleiben. Das ist keine besonders waghalsige Wette: Netflix wuchs durch (hochkarätige) Eigenproduktionen exakt so bereits in der Vergangenheit. „Greyhound“ ist zwar keine Apple-eigene Produktion, aber exklusiv an Apple TV+ gebunden.

Und das Argument, dass die Bild- und Soundqualität im Kino generell besser sei, ist inzwischen arg überholt.

Kinos bleiben nach der Pandemie vielleicht ein (gemeinsames) Erlebnis, aber stehen qualitativ und preislich hinten an.

10. Juli 2020 – 10:13 Uhr

#213 – GoodLinks

GoodLinks (universal; 5,49 ) macht Instapaper und Pocket ihre eigentlich sichere Position auf meinem Homescreen streitig. Die Später-Lesen-App ist sowohl optisch wie auch technisch auf der Höhe der Zeit und gerade erst einen Monat alt.

Hier das Intro zur fünfminütigen Episode:


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8. Juli 2020 – 14:35 Uhr

Ulysses + Working Copy: fürs Backup und/oder die gemeinsame Textbearbeitung

Working Copy is a Git client for iPad and iPhone, and because Ulysses version 19 allows embedding external folders on iOS, both apps now work great together.

https://blog.ulysses.app

Ulysses bloggte im Juni darüber; The Sweet Setup veröffentlichte gestern eine ausführlichere Anleitung.

Die Voraussetzungen sind simple: Private Github-Repositories sind inzwischen kostenlos. Working Copy (universal; Laden) muss man kaufen. Mit der offiziellen GitHub-App (universal; Laden) geht‘s nicht; ihr fehlt die Integration in die Dateien-App, über die der Sync läuft.

Das Ziel ist es gemeinsam mit anderen Leuten an Textdateien in Ulysses zu schreiben – inklusive einer Versionskontrolle. Aber auch ein (zusätzliches) Backup seiner Schreiberei auf GitHub ist so mühelos möglich.

8. Juli 2020 – 10:38 Uhr

„Tool Releases” informiert über neue Betas in der macOS Menüleiste

This application for free retrieves, notifies and shows you the latest Apple tool releases (including Beta releases) from publicly available Apple RSS feed in a formatted list on your status bar so that you would not miss any new releases coming out.

DeveloperMaris/ToolReleases

Für den langen Beta-Sommer.

8. Juli 2020 – 10:01 Uhr

#212 – Focos and Focos Live

Porträtfotos sind hier gerne mal ein Thema. Focos (universal; Laden) findet in diesen Beiträgen eigentlich immer eine kurze Erwähnung. Ein eigenes Videos ist für diese „Computational photography“-Software deshalb überfällig.

Und der Zeitpunkt bietet sich an: Das neue Focos Live (universal; Laden) zeichnet den Schärfentiefe-Effekt nun erstmals auch auf bewegte Bilder.

Hier das Intro zur fünfminütigen Episode:


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