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van Alex Olma
25. Juni 2019 – 16:24 Uhr

Reeder 4.1 zieht auf Wunsch RSS-Artikel gleich im Volltext

„Automatic Reader View: It’s now possible to enable Reader View by default on a per feed basis (see Account settings or tap-and-hold on the Reader View button in the article viewer)”

Reeder kämpft den guten Kampf gegen gekürzte RSS-Feeds.

25. Juni 2019 – 13:21 Uhr

Das Brydge-Keyboard fürs 12,9” iPad Pro im Ersteindruck

Am 8. Januar – exakt zwei Stunden nach dem offiziellen Vorverkaufsstart – ging meine Bestellung für das Brydge Pro raus; die Kreditkarte wurde direkt belastet. Mein Exemplar erreichte mich in der letzten Woche – mehrere Wochen nachdem die ersten Modelle an die erste Vorbesteller gingen und als die Tastatur bereits in den Regalen deutscher Elektroketten stand. Das war enttäuschend.

Die Hardware hatte ich wuchtig erwartet, und wurde trotzdem noch überrascht: Man muss sehr viel Nutzen aus der Tastatur ziehen um die zusätzlichen 690g fürs täglich Rumschleppen zu rechtfertigen. Zum Vergleich: Das 12,9“ iPad Pro wiegt 633g; inklusive Smart Keyboard Folio kommt man auf 1040g – gegenüber den 1323g, die die Kombination aus iPad Pro und Brydge-Tastatur auf die Waage bringen.

Nochmal: Die Brydge-Tastatur für das 12,9“ iPad Pro wiegt mehr als Apples Tablet.

Apropos Smart Keyboard Folio: Apples Tastatur fand ich von Beginn nicht hübsch, aber sie war insgesamt der beste Kompromiss um dauerhaft ein Hardware-Keyboard im Zugriff zu wissen. Es ist einer der Gründe, warum die meisten Artikel im iPhoneBlog aus dem letzten Halbjahr auf dieser Tastatur entstanden sind. Wir lieben uns noch immer nicht, aber haben uns definitiv angefreundet.

Im Vergleich zum Smart Keyboard Folio fallen die Tastaturanschläge auf dem Brydge tiefer aus – die Tasten erinnert mich sehr ans Apples Magic Keyboard, das ich zuletzt immer mal wieder in Verbindung mit den Canopy verwenden konnte. Wenn euch ein befriedigender Druckpunkt wichtig ist (und wer bis hierher gelesen hat, fällt in diese Kategorie), der bekommt ein solches Anschlagsgefühl im Brydge.

Die Klick-und-Klack-Geräusche, die euch beim Tippen begleiten, sind eher leise. Sie ähneln sehr der Tastatur von meinem MacBook Pro aus dem Jahr 2015 – bevor Apple auf den umstrittenen Butterfly-Mechanismus gewechselt ist.

Neben den Tastenanschlägen ist das zweite Argument fürs Brydge seine Konstruktion; Das Keyboard ist, wie oben bereits erwähnt, echt schwer, aber dadurch auch stabil und verwindungssteif. Selbst das ausladende 12,9“ iPad Pro bekommt so einen Laptop-ähnlich Charakter ohne in einer Ganzkörperverpackung seine schlanke Linie einzubüßen. Im aufgeklappten Zustand lässt es sich mit nur einer Hand vom Tisch ziehen – so wie man auch ein MacBook (Air) von A nach B stellt.

Der Neigungswinkel auf den iPad-Bildschirm lässt sich nahezu frei bestimmen. Drückt man den Screen allerdings zu weit nach hinten, kippt das Gewicht. In meinem normalen Arbeitsalltag finde ich einen solchen – extremen – Blickwinkel jedoch nicht. In solchen Situationen ziehe ich das Tablet einfach aus den zwei Scharnieren und benutze es mit Pencil und Bildschirmtastatur.

Eine Balance auf den Oberschenkeln findet sich leicht; der in die zwei Halterungen eingeklemmte iPad-Screen wackelt bei Touch-Berührung nur minimal. ‚Fit and Finish‘ werden deutlich durch die magnetische Rückseite aufgewertet – nicht als Schutz, sondern weil es die unterschiedliche Höhe der zwei Klemmen ausgleicht und zu einem bündigen Rücken führt.

Das deutsche Tastatur-Layout ist nahezu vollwertig. Die Tasten fallen im Vergleich zum MacBook minimal kleiner aus, aber in etwa genau so groß wie das Smart Keyboard Folio – und damit hatte ich im letzten halben Jahr nie Probleme. Lediglich die für deutsche Tastaturen schmale ENTER-Taste braucht ein wenig Zielgenauigkeit.

Das Brydge Pro ist kein Keyboard für jemanden, der gelegentlich ein paar Emails beantwortet; es ist für alle, die mit dem iPad viel Text produzieren. Und selbst für diese Leute gibt es alternativ ganz hervorragende – externe – Tastaturen: Apples Magic Keyboard kostet weniger als die Hälfte (Affiliate-Link) und wiegt nur ein Drittel. Das Logitech Craft ist eher eine stationäre Tastatur, lässt sich über eine einfache Umschalttaste aber mit mehreren Computern verwenden.

Das Brydge Pro ist deshalb ein sehr spezifischer Kompromiss aus Mitnehmbarkeit und Tastaturgefühl – keinesfalls ein schlechter Mittelweg, aber kein Produkt, das ich jedem uneingeschränkt empfehlen würde. Ich habe ganz bewusst „Ersteindruck“ in die Überschrift geschrieben, weil es noch viel getippten Texten bedarf (und auch einige stabilere iPadOS-Betas), bis ich sagen kann ob das Brydge Pro für mich klickt.

20. Juni 2019 – 23:41 Uhr

„Google’s officially done making its own tablets“

Here’s an interesting little nugget of info to chew on: Google’s decided to step away from its self-made tablets and focus instead on the laptop form.

To be clear, Google hadn’t actually announced any tablet-specific products this year; the last such item that made its way to the market was the Pixel Slate in 2018. But, as I learned today, the company did have two smaller-sized tablets under development — and earlier this week, it decided to drop all work on those devices and make its roadmap revolve entirely around laptops instead.

Computerworld

Pixel Slate startete im letzten Oktober. Google gab seiner „modern computing experience“ demnach nicht einmal ein Jahr.

Marques Brownlee nannte es damals „borderline unusable“, aber die einzig relevante Frage hat nichts mit der Hardware zu tun: Warum hat Google dieses Tablet so für den Verkauf durchgewunken?

20. Juni 2019 – 10:26 Uhr

#159 – das iPad am Monitor

iPhones und iPads kann man schon ewig an externe Displays anschließen. So richtig toll, ist das bis heute aber nicht. Deshalb habe ich mir in dieser Woche angeschaut, wie ein Dutzend App-Store-Apps den von Apple bereitgestellten „External Display Support“ tatsächlich nutzen, und was diese Anwendungen auf einem zusätzlich angesteckten Screen darstellen.

In den letzten Jahren war es populärer zu fragen: Wie wird das iPad der Zweitbildschirm für den Mac? Als zukunftsorientierter empfinde ich jedoch die Frage: Wann arbeiten wir mit dem iPad am Schreibtisch-Bildschirm?


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18. Juni 2019 – 16:45 Uhr

„The New Wilderness”

The question we need to ask is not whether our data is safe, but why there is suddenly so much of it that needs protecting. The problem with the dragon, after all, is not its stockpile stewardship, but its appetite.

This requires us to talk about a different kind of privacy, one that we haven’t needed to give a name to before. For the purposes of this essay, I’ll call it ‘ambient privacy’—the understanding that there is value in having our everyday interactions with one another remain outside the reach of monitoring, and that the small details of our daily lives should pass by unremembered. What we do at home, work, church, school, or in our leisure time does not belong in a permanent record. Not every conversation needs to be a deposition.

Maciej Cegłowski

Maciej Cegłowski betreibt unter anderem den Antisocial-Lesezeichendienst Pinboard.in – den ich am iPhone und iPad aktuell über Pushpin (10,99 ) mit Artikeln und Netzfundstücken bespiele um sie später einmal wiederzufinden.

18. Juni 2019 – 15:12 Uhr

Twitterrific 6.0

Twitterrific 5 startete im Dezember 2012 für drei Euro; Version 6 lässt sich nun monatlich (0,99 €) und jährlich (10,49 €) mieten, oder einmalig kaufen (32,99 €) – wobei sich der Einmalpreis lediglich auf die Lebenszeit von Version 6 beschränkt.

Die „Forever*”-Lizenz rechnet sich also erst nach drei Jahren. Ich wäre mir aktuell nicht einmal sicher, was Twitter so in drei Jahren anstellt beziehungsweise wie kräftig sie die Schnittstelle für Drittanbieter einschränken, auf die Twitterrific angewiesen ist.

Der Einmalpreis hat für mich obendrein das Problem, dass ich die angezeigte Werbung – die neben der Unterstützung für ‚The Iconfactory‘ das einzige Abo-Argument ist – als tatsächlich interessant erachte. Bislang habe ich dort überwiegend (hübsche!) Banner für iOS-Apps und coole Webdienste gesehen – von Bear bis Linea Sketch.

Wie dem auch sei: Als jemand, der sich eher als ‚Tweetbot‘-Typ bezeichnet, fühlt sich Twitterrific nach den ersten Tagen erfrischend neu an.

17. Juni 2019 – 15:11 Uhr

„Post-iPhone”

„Nicht alles rotierte ums iPhone” – das ist einer der Gründe, warum sich Apples WWDC-Keynote vor zwei Wochen so spannend anfühlte. Natürlich schnappte sich iOS 13 einen großen Teil der Veranstaltung (knapp 40 Minuten ➝ zirka 30% der gesamten Keynote), es war jedoch der Fokus auf die iTunes-Verabschiedung, iPadOS sowie die Hardware-Ankündigungen, die ich diesmal als gleichbedeutend empfand. Und das ist etwas, dass ich über viele der letzten Apple-Präsentationen nicht sagen könnte.

Die Auskopplung von iPadOS, die anvisierte Unabhängigkeit für Apple Watch sowie der wiedergefundene Fokus auf den Mac sind offensichtliche Zeichen für eine Verschiebung von Verantwortung. Apple versucht ihre (finanzielle) Abhängigkeit gleichmäßiger auf die Schultern mehrerer Produkte zu verteilen.

Ein delikater Akt: Das iPhone-Standbein ist weiterhin enorm; Zweidrittel von Apples Umsatz ist dem Telefon zuzuschreiben. Das prägt nicht nur den Produktfokus, sondern es unterdrückt auch gleichzeitig Projekte, die zukünftig relevant werden.

Dies hier schrieb ich zum 10. Geburtstag des iPhones vor zweieinhalb Jahren:

Ich teile die Sorgen, das Apple den nächsten Trend – der vielleicht Google Home, Amazon Echo oder Microsoft HoloLense einschließt, verschlafen könnte, weil es ihnen durch das iPhone zu gut geht. Große Firmen fahren, oft geblendet durch den eigenen Erfolg, nicht selten an die Wand. Erfolg verdeckt Fehler und erfolgreiche Firmen scheitern nicht selten weil sie einfach still stehen und die eigene ‚Cash Cow‘ nicht hinterfragen.

Anfang 2017, nach der harten Kritik auf die neuen MacBook Pros mit Touch Bar und kurz vor der Ankündigung des Mac-Pro-Roundtables, dürfte rückblickend ein entscheidender Moment gewesen sein: Manche nennen es „Apple is Listening”; ich würde sagen: Apple erfindet sich (abermals) neu.

Das moderne Apple, die Firma, die Steve Jobs sich Ende der 90er-Jahre zurückholte, zeigt keine Angst ihre eigenen Produkte in Frage zu stellen, zu kannibalisieren – und sogar abzusägen, wenn dessen Zeit gekommen ist. Der iPod verkörpert diesen Mut wohl am anschaulichsten.

In ein paar Jahren ist es die Apple Watch, die sich problemlos an Kunden mit Android-Smartphone verkaufen wird. Der Weg dorthin ist absehbar; so wie sich das iPhone selbst über mehrere Jahre von iTunes und seiner Desktop-Abhängigkeit trennte. AirPods fallen eindeutig in die gleiche (eigenständige) Kategorie der „Wearables” und Apples beliebte AR-Demos werden sich erklären, wenn es die dafür passende Hardware gibt. Diese Produkte nutzen Apples Telefon möglicherweise als Sprungbrett, bleiben aber kein iPhone-Zubehör.

Nur damit ich nicht missverstanden werden: Selbst mit „The end of mobile” – dem quantitativen Wachstumsstopp von Smartphones – wird das iPhone noch über viele weitere Jahre Apples dominantes Produkt bleiben. Es wird sich nicht nur in seiner Form verändern, sondern Funktionalität bieten, die wir heute noch gar nicht auf dem Schirm haben.

Ich bin mir sicher, dass das Smartphone wichtiger wird als wir es uns aktuell vorstellen können, und trotzdem scheint das iPhone für Apple nicht mehr unantastbar. Es scheint so, als ob sich in Apple Park nicht mehr alles dem iPhone unterordnen muss – sondern ein Eigenleben entwicklen darf. Und das ist für eine Firma, die ein solches Blockbuster-Produkt pflegt, eine sehr gesunde Zukunftsperspektive.

14. Juni 2019 – 11:56 Uhr

„Meet the new Dropbox”

It all adds up to a lot of time and energy spent on work that isn’t the actual work itself. But we’ve got a plan, and we’re excited to share how we’re going to help you get a handle on all this „work about work.”

Blog.Dropbox.com

Das Wort „work” liest man stolze zweiundzwanzig Mal in ihrem Blogpost. Das ist kein Zufall, sondern die Folge einer Produktentwicklung, die bereits mehrere Jahre andauert.

Dropbox verabschiedete sich von Angeboten für Endkunden (Mailbox und Carousel), und orientiert sich zielstrebig in Richtung ‚Enterprise‘. Für Dropbox ist das zweifellos der richtige Schritt: Als reiner Speicherplatzanbieter hat man keine Zukunft.

I suppose Dropbox’s new client is indicative of their increased emphasis on enterprise customers. It sure seems like they’re more eager to compete with Slack and Microsoft than they are to provide syncing tools to individual customers. I’ll respond accordingly by making sure no files or apps I rely upon are dependent on Dropbox.

Nick Heer

Für mich, als individuellen Kunden, schwindet damit jedoch die Attraktivität von dem ehemals simplen Datei-Sync-Dienst. Vor eineinhalb Jahren habe ich die Dropbox-App von meinem Mac geworfen; die iOS-App blieb installiert, weil sie mir nicht ins Betriebssystem pfuscht. Dateien, die noch auf Dropbox liegen, lassen sich für mich am Mac über den Browser schieben oder über Transmit hoch- beziehungsweise herunterladen. Wenn Apple im Herbst ‚iCloud Drive Folder Sharing‘ einführt, tritt für mich das letztes Feature ab, dass die iCloud bislang noch nicht leistet.

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