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van Alex Olma
15. Mai 2020 – 22:28 Uhr

Facebook kauft Giphy

Die Exklusivmeldung gehörte Axios; der Facebook Newsroom bestätigte kurze Zeit später die Übernahme.

GIPHY, a leader in visual expression and creation, is joining the Facebook company today as part of the Instagram team. GIPHY makes everyday conversations more entertaining, and so we plan to further integrate their GIF library into Instagram and our other apps so that people can find just the right way to express themselves.

Das GIF, der Tracking-Pixel. Dass diese lustigen Bildchen eine neue Web-Wanze werden, ist schon eine sehr düstere Zukunftsperspektive.

Bedenklicher ist jedoch die Übernahme aus Wettbewerbssicht: Chris Dixon schrieb vor fünf Jahren: „Come for the tool, stay for the network“.

The idea is to initially attract users with a single-player tool and then, over time, get them to participate in a network. The tool helps get to initial critical mass. The network creates the long term value for users, and defensibility for the company.

Erneut übernimmt hier ein Soziales Netzwerk ein anderes Soziales Netzwerk. Oder deutlicher: Es ist abermals Facebook, die sich einen direkten Mitbewerber einverleiben.

Giphy ist zumindest eine grundlegende Kommunikationsfunktion. So wie Instagram bei seiner Übernahme durch Facebook vor acht Jahren auch „nur“ ein Fotodienst war oder WhatsApp „nur“ eine SMS-Alternative.

Facebook shoppt sich also nicht „nur“ ein paar bewegte Bilder (die es dann durchs Netz verfolgt), sondern baut seine monopolartige Stellung im Netz aus.

15. Mai 2020 – 13:11 Uhr

Plexamp v3

As for the app itself, over the last year of nights and weekends, we’ve completely rewritten Plexamp using React Native, which is the most mature, productive and performant way to build cross-platform mobile apps for iOS and Android (sorry Flutter, although I think you’ve come a long way). We also made use of react-native-web, which extends the portability to desktop through Electron. Thus, a single codebase can target 5 platforms (Android, iOS, macOS, Windows and Linux) with only tiny amounts of per-platform code.

Plex Labs

Accessibility-Features bleiben dadurch auf der Strecke. VoiceOver ist schlicht schwierig zu benutzen. Viele Buttons werden lediglich als unaussprechlich bezeichnet, wenn man sich die Bildschirminhalte vorlesen lässt. Eine iOS-App, die nur eine stark eingeschränkte Bedienungshilfe bietet, ist nicht mehr zeitgemäß.

Obendrein fehlt (mir) die Unterstützung von CarPlay, sowie eine App für die Apple Watch und den Apple TV.

Sieht man davon ab, bietet Plexamp (universal; Laden) eine reizvolle Offline-Musikverwaltung – derzeit exklusiv für Plex-Pass-Abonnenten.

Digitalisierte CD-Sammlungen existieren sicherlich noch. Und obwohl ich persönlich die Bequemlichkeit von Musikstreaming nicht mehr missen möchte, gibt es nachvollziehbare Gründe sich an einer bestehenden Musikbibliothek weiter zu erfreuen.

Version 3 von Plexamp kann man auf dem iPad in die Split-View und Slide-Over-Ansicht schieben. Außerdem ist es kinderleicht einzelne Alben kabellos vom Plex Media Server direkt aufs mobile Gerät zu laden.

14. Mai 2020 – 15:43 Uhr

#204 – HomePod: zweieinhalb Jahre später.

Das ist kein Video über Apples Lautsprecher-Hardware, sondern was die Software (mittlerweile) kann – zweieinhalb Jahre nachdem ich für meinen ersten HomePod nach London flog.

Hier das Intro zur neunminütigen Episode:


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12. Mai 2020 – 11:48 Uhr

Magic Keyboard: Pass-Through Laden vs Aufladen am iPad-Pro-Port

These two cables run up to the Smart Connector point on the Smart Keyboard, providing power and data transfer to the keyboard. Our question is, why the wider, separated routes? Is it to provide the wires more slack in case the hinge strains them?

iFixit.com

Apples 30W USB-C Power Adapter lädt das iPad Pro schneller als der mitgelieferte 18W USB-C Power Adapter. Dieser Vorteil hebt sich jedoch auf, wenn man den USB‑C Anschluss zum Pass-Through Laden am Magic Keyboard benutzt.

Mit dem beigelegten 18W USB-C Power Adapter lädt das iPad Pro am eigenen USB-C-Port ein wenig schneller als über das Magic Keyboard. Deshalb überraschte Apples generelle Empfehlung (auf Rückfrage) nicht: Arbeitet man für einige Stunden am Schreibtisch, steckt man das USB-C-Kabel ans Magic Keyboard. Wenn man es jedoch eilig hat, benutzt man die USB-C-Buchse am iPad.

9. Mai 2020 – 20:42 Uhr

„Bericht: Xiaomi-Smartphones spionieren ihre Benutzer aus“

Dem chinesischen Smartphone-Hersteller Xiaomi wird vorgeworfen, das Verhalten seiner Benutzer aufzuzeichnen und die Daten an eigene Server zu übertragen. Insbesondere gilt das für das Surfen im Web: Der Xiaomi-Browser zeichnet offenbar jede besuchte Website samt Eingaben in eine Suchmaschine auf, und das sogar im Inkognito-Modus. Das gleiche Phänomen tritt auch bei anderen Browser-Apps von Xiaomi im Play Store auf, berichtet das Magazin Forbes. […]

Weiterhin betont Xiaomi in dem Beitrag, man sammle Daten nur mit ausdrücklicher Zustimmung des Benutzers, die Daten seien anonymisiert und die Übertragung per TLS 1.2 verschlüsselt. Die Browser-URL werde aufgezeichnet, um langsam ladende Websites zu identifizieren; das helfe beim Verbessern der Browser-Performance. Der ‚unique token‘, mit dem die Nutzungsdaten aggregiert würden, werde per Zufallswert erzeugt und sei nicht einem Benutzer zuzuordnen (auf Cîrligs Verweis, diese UUID bleibe immer gleich, geht der Blogbeitrag nicht ein).

Tilman Wittenhorst | Heise.de

Der Forbes-Artikel, der den Stein ins Rollen brachte, erschien am 30. April. Xiaomi widersprach den Anschuldigungen am 2. Mai. Inzwischen gibt es einen „Enhanced Incognito mode“, den man jedoch deaktivieren muss, damit das Smartphone alle besuchten Website (samt Eingaben in eine Suchmaschine) nicht mehr zu Xiaomi schickt. Im Inkognitomodus! „Dark Pattern at its best.“

Diese Meldung verschwand danach weitgehend aus den Nachrichtentickern. Anschließend stellt sich jedoch noch heraus: Auch Songs, News und Home-Screen-Aktivitäten werden übertragen. Obendrein entdeckten die Security-Forscher weitere Parameter, die die Zuordnung der Aktivitäten am Smartphone einem individuellen Nutzer / einer Nutzerin zuordnen („distinct_id”). Auch die Verknüpfung mit einer echten Telefonnummer findet statt und scheint auch nach der Abmeldung aus dem „Mi Account” weiter zu bestehen.

8. Mai 2020 – 11:40 Uhr

„…the problem of third-party SDK creep“

It’s quite possible that every single app you use on any particular day is running code from Facebook, Google and other data-gathering and data-mining companies. Because of the way this code is integrated — by linking to a dynamic library at build time — it means these companies can effectively control those apps, or worse, access all of the data those apps have access to.

We saw a demonstration of this power yesterday: it was as if Facebook had an “app kill switch” that they activated, and it brought down many of people’s favorite iOS apps — Apple’s appocalypse video never felt so real. Of course it was a bug and not something done intentionally, but it highlights the point that they do have control over apps that include their code.

Guilherme Rambo

Apple proklamiert: „Datenschutz serienmäßig“ und bekämpft seit Jahren exzessiv das Tracking über Safari.

Gleichzeitig ziehen die SDKs von Facebook und Google über eine gewaltige Anzahl von App-Store-Apps alle ihnen zugänglichen Nutzer- und Nutzungsdaten ab.

Strengere App-Store-Richtlinien werden für Apple irgendwann zu einem Antitrust-Problem, klar. Zugleich dürfte aber nur wenigen Kunden_innen überhaupt bewusst sein, dass diese invasiven Codeschnipsel der Werbebuden überhaupt in einer von ihnen genutzten App eingebunden sind.

7. Mai 2020 – 14:09 Uhr

Inko – ein kollaboratives Whiteboard für die Homeoffice-Zeit

Version 2 (universal; Laden) lässt euch nicht nur lokal, sondern auch übers Internet auf ein geteiltes Whiteboard kritzeln. Neu ist außerdem die Teilnahme über eine Catalyst-App (Laden) sowie die Möglichkeit an einem Apple TV zuzuschauen (und mit einem Laserpointer zu fuchteln).

Test-Teilnahmerin war am heutigen Vormittag meine Mama. Wir haben über FaceTime videotelefoniert und gleichzeitig auf die weiße Tafel gemalt. Später will Oma nochmal mit ihren Enkelkindern aus der Ferne zeichnen.

Inko muss installiert sein, damit sich die Einladung zu einem geteilten Whiteboard direkt öffnet. Wenn das nicht der Fall ist, fehlt ein Link in den App Store. Ansonsten war das Setup absolut verständlich, insbesondere weil die App keine Account-Registrierung erfordert!

Die Mac-Anwendung ist mir im halbstündigen Gespräch einmal abgestürzt, konnte der laufenden Sitzung jedoch anschließend wieder problemlos dazustoßen.

Beendet allerdings der Gruppenleiter die virtuelle Zusammenkunft, muss das Treffen neu gestartet werden. Das ist (mir) eine separate Erwähnung wert, weil die iOS- und iPadOS-App anscheinend nur für kurze Zeit im Hintergrund aktiv bleibt. Allerdings lassen sich Gruppen und ihre Gruppenteilnehmer_innen speichern und die Zusammenkunft mit nur einem Klick wieder starten.

Inko kann man lokal mit acht Personen ausprobieren; über das Internet nehmen bis zu zwölf Personen teil. Wer die App im Bildungsbereich einsetzt, kann anstelle des Abos auch nur einmal bezahlen: Die Inko (Volume Ed.) für 22 Euro (App-Store-Link) eignet sich jedoch nur für Teilnehmer_innen, die im gleichen Klassenzimmer oder Konferenzraum sitzen (Wer erinnert sich daran noch?).

7. Mai 2020 – 11:07 Uhr

Facebooks SDK crashte zahlreiche App-Store-Apps

“Earlier today, a new release of Facebook included a change that triggered crashes for some users in some apps using the Facebook iOS SDK,” a Facebook spokesperson said in a statement to The Verge. “We identified the issue quickly and resolved it. We apologize for any inconvenience.”

A source with knowledge of the situation told The Verge that Facebook had disabled a server configuration update that triggered its SDK to cause apps using it to crash. In the GitHub thread, a user who appears to be a Facebook engineer said the company had reverted the server side change causing the issue and that the change may take time to propagate.

Jay Peters | The Verge

Unabhängig ob der Facebook-Login genutzt wurde oder nicht: Das SDK lädt zwecks Analytics natürlich trotzdem. Nur wer das Tracking komplett blockierte, durchlebte die letzte Nacht ohne App-Abstürze von Spotify bis TikTok.

Vielleicht sollte Apple von Entwicklern die Nennung aller eingebundenen Drittanbieter-SDKs in deren App-Store-Beschreibung verlangen (anstelle nur auf einen Link zur Datenschutzerklärung zu bestehen). Es wäre zumindest der erster Schritt von einer Aufgabe, die über kurz oder lang einmal ernsthaft angegangen werden muss.

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