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van Alex Olma
9. August 2018 – 14:45 Uhr

Zurück zu alter Größe? Instapaper versuchts wieder mit EU-Nutzern und ihrem alten Premium-Modell.

This year Instapaper celebrated its tenth birthday and, now that we are an independent company, we’ve been thinking a lot about the next ten years of Instapaper and beyond.

To ensure Instapaper can continue for the foreseeable future, it’s essential that the product generates enough revenue to cover its costs. In order to do so, we’re relaunching Instapaper Premium today. […]

Additionally, today we are bringing back Instapaper to European Union users. Over the past two months we have taken a number of actions to address the General Data Protection Regulation, and we are happy to announce our return to the European Union.

We are very sorry for the extended downtime and, as a token of our apology, we are giving six months of Instapaper Premium to all EU users affected by the outage.

blog.instapaper.com

Instapaper (universal; Laden) startete als bezahlte App-Store-App im Jahr 2008; Betaworks übernahm die ‚Später-Lesen‘-Anwendung von Marco Arment im Jahr 2013. Mit dem Kauf wurde die Basisfunktionalität kostenlos; ein optionales 30-US-Dollar-Jahresabo offerierte zusätzliche Funktionen.

Nach der Übernahme von Pinterest standen diese Premium-Features kostenlos allen Nutzern zur Verfügung. Mit der Rückkehr zur selbstständigen Firma – unter Führung des alten Teams – kehrte Instapaper in dieser Woche zu ihrem ursprünglichen Premium-Angebot zurück. Zu meinem Unverständnis ist das Abo nur über die Webseite zu buchen und steht nicht als In-App-Kauf bereit. Für 30 US-Dollar im Jahr erwirbt man eine Volltextsuche, eine werbefreie Webseite, eine unbegrenzte Anzahl von Notizen sowie ein Bookmarklet, das euch Artikel an ein Amazon Kindle schicken lässt.

Alle EU-Kunden, die den Webdienst in den letzten 10 Wochen nicht nutzen konnten, weil irgendwer im Instapaper-/Pinterest-Team die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) verschlafen hat, bekommt nun ein halbes Jahr den wieder eingeführten Premium-Dienst kostenlos auf seinen Account gebucht. Anstelle dieses kleinen Anreizes sein Konto wieder zu reaktivieren, hätte ich lieber eine Erklärung für die Auszeit.

Zwei Funktionen habe ich in den letzten drei Monaten jedoch arg vermisst, warum ich Instapaper vorerst wieder installiert habe. Mir hat a) die Offline-Verfügbarkeit von Artikel auf mehreren Flugreisen gefehlt sowie b) die Vorlesefunktion, die automatisch die Sprache zwischen deutsch- und englischsprachigen Texten wechselt – die in iOS eingebaute Bedienungshilfe bekommt das nämlich nicht hin.

Unter Pinterest-Herrschaft, die sich von November 2016 bis Juli 2018 erstreckte, erhielt die iOS-App von Instapaper insgesamt sieben App-Updates. Selbst wenn man die serverseitige Arbeit nicht kennt (beispielsweise am Text-Parser), und die Anzahl von App-Updates sicherlich keine hinreichenden Rückschlüsse auf die tatsächliche Software-Pflege zulässt: Instapaper ist als Pinterest-Portfolio-Firma gewiss nicht aufgeblüht. Ich hoffe ihre Eigenständigkeit lässt die Weiterentwicklung wieder an Fahrt aufnehmen.

9. August 2018 – 10:00 Uhr

#116 – der LaCie/DJI Copilot

Normalerweise ist #one nicht der Ort für die Vorstellung von Hardware. In diesem Fall mache ich eine Ausnahme, weil die Software der eigentliche Clou des LaCie/DJI Copilot (Affiliate-Link) ist.

Die Festplatte ist mitnichten ohne Kritik. Sie besetzt jedoch eine relativ junge Produktsparte, die jemand der schwerpunktmäßig vom iPad und iPhone aus arbeitet, sehr interessant finden könnte.

Hier das Intro zur siebenminütigen Episode:


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8. August 2018 – 15:10 Uhr

Mit Anlauf zur neuen Apple Watch

Neben neuen iPhones und neuen iPads steht uns im Herbst auch die fünfte Generation der Apple Watch ins Haus. Mit einem „größeren Display” und einer „verbesserten Herzfrequenzmessung” scheint sich zum ersten Mal auch das äußerliche Erscheinungsbild der Uhr (leicht) zu verändern1. Hinzu kommt: watchOS 5 kickt erstmals das allererste Modell von Apples Uhr aus dem Update-Zyklus – nur die Series 1 + 2 und 3 bekommen watchOS 5.

Mit der Einführung neuer Modelle rutschen die vorherigen Geräte gewöhnlich im Preis, bevor sie dann aus dem Verkauf genommen werden. Im deutlichen Unterschied zum iPhone verfolgt Apple mit seiner Uhr eine aggressive Preispolitik im unteren Segment. Ältere Apple-Watch-Modelle waren in US-Verkaufsgeschäften regelmäßig für unter 200 US-Dollar zu bekommen. Einer der Gründe: Apple belässt konstant ein älteres Modell länger im Verkauf. Aktuell kann man immer noch ganz offiziell die Series 1 erwerben – eine minimal modifizierte Version vom Ursprungsgerät, die zusammen mit der Series 2 im Herbst 2016 eingeführt wurde.

Apple tat sich insbesondere zu Beginn schwer eine kohärente Geschichte für diese Produktkategorie zu definieren. „Satelliten-Apps” floppten und auch trotz dem derzeitigen SDK fand bislang kein App-Store-Boom statt.

Derzeit glänzen die drei Säulen, die watchOS 3 nach dem verstolperten Start neu definierte: Sport, Benachrichtigungen und Kommunikation. Das neue watchOS 5 bringt einige Änderungen, die diese Basisfunktionalität, die vornehmlich von Apples eigenen Anwendungen abgedeckt wird, erweitern. Podcasts und eine Audiowiedergabe im Hintergrund gehören beispielsweise dazu.

Bislang verkaufte Apple weltweit rund 50 Millionen Uhren und zieht damit von Quartal zu Quartal an den Verkaufszahlen für „Wearables” von Garmin, Fitbit, Fossil und Samsung vorbei. Der Watch-Markt ähnelt ein bisschen dem Geschäft mit Tablets, auf dem das iPad neben einigen Millionen Microsoft-Surface-Geräten und preiswerter No-Name-Hardware, der einzige ernstzunehmende Anbieter ist.

Blickt man zurück auf die ersten vier Jahre der Watch, lässt sich Apples bewährte Produktstrategie erkennen, dessen Erfolgsrezept nicht nur der eine große Wurf ist, sondern die kleinen und konstanten Fortschritte, die von Jahr zu Jahr stattfinden.

Ich erwarte, dass einige Nutzer die „Series 4” zum Anlass für ein Upgrade von ihrer allerersten Apple Watch nehmen und wir gleichzeitig noch noch viel mehr Kunden mit Interesse an einer preiswerteren Series 3 sehen.


  1. …einmal abgesehen vom roten Punkt auf der digitalen Krone des aktuellen LTE-Modells. 
7. August 2018 – 13:57 Uhr

Castro offeriert Sideloading + eine Kapitelvorauswahl

Castro (Laden) bleibt ein Garant für Überraschungen: „Sideloading” hatten die zwei Entwickler zwar in ihrem eigenen Podcast vorangekündigt; die Kapitelvorauswahl („Chapter Playback Pre-Selection”) stand bei mir aber nicht auf dem Zettel.

Die Idee und Umsetzung dieser Plus-Feature ist (wie immer) clever: Ihr bestimmt vorab welche Kapitel einer Podcast-Episode euch nicht interessieren. Von Haus aus sind alle Kapitelmarken angehakt und ihr wählt nur jeweils die Podcast-Ausschnitte ab, die ihr gerne auslassen würdet. Ihr könnt so zwar nicht die Abspielreihenfolge ändern, aber damit lassen sich zumindest einzelne Kapitel überspringen, die euch nicht interessieren. Und obwohl die Metapher hinkt: Ihr baut euch quasi eine Playliste von „Lieblingssongs” aus einem einzelnen Album.

Ein von mir lange erwartetes Features nennen die zwei Supertops tatsächlich „Sideloading”. Damit legt ihr eine beliebige Audiodatei in den Castro-Ordner auf eurem iCloud Drive. Am Mac zieht ihr das File einfach in diesen Ordner. Unter iOS könnt ihr per Drag & Drop über die ‚Files’-App eine Datei aus Dropbox und Co. in den Castro-Ordner schubsen. Wenn ihr Zugriff auf Audiodateien nur im iOS-Browser habt, helfen verschiedene Workflows (zukünftig Shortcuts) die MP3 oder das AAC herunterzuladen und in den Castro-Ordner auf eurem iCloud Drive zu stecken.

Castro fügt dann alle neuen Folgen automatisch eurer Inbox hinzu. So lässt sich beliebiges Audio mit allen Vorteilen der Podcast-Steuerung anhören – von einem simplen Vor- und Zurückspulen, der Auswahl einer doppelten Abspielgeschwindigkeit, dem Merken der Abspielposition oder einer Stimmverstärkung.

Aus Perspektive des Benutzers unterscheidet sich der Import-Prozess nicht von einem Podcast-Abo. Das ist wirklich hübsch gelöst. Allerdings bedeutet das auch: Direkt aus Castro heraus kann man einmal archivierte Audiodateien nicht nochmal reinholen1 oder die eigentliche Datei aus dem iCloud-Ordner löschen.


  1. Ich habe vollkommen übersehen, das einmal archivierte Sideloads sich weiterhin im „Archive“ befinden und so zurück in die „Queue“ geholt werden können (Danke, Kai!). 
4. August 2018 – 16:40 Uhr

„Fortnite is risking user security in bypassing Google Play Store”

Fortnite maker Epic Games CEO Tim Sweeney told The Verge the company wants to have a „direct relationship“ with customers by cutting out the middleman, Google, and in this case also cutting out Google’s 30% cut on in-app purchases. But the move could also mean users will have a more direct relationship with malware developers, too.

Selena Larson

Mit Anlauf in ein „security nightmare”: Selbst wenn Millionen von Kids nicht auf ein virenverseuchtes Fortnite.apk reinfallen, das sie irgendwo im Netz gefunden haben, müssen sie die „Installation aus unbekannten Quellen” aktivieren – eine Option, die Android-Geräte generell unsicherer macht.

Zwar änderte sich das „Sideloading”-Feature mit Android Oreo, nach Googles eigener Statistik liegt die Verbreiterung ihrer letzten Android-Version aber lediglich bei 12-Prozent.

Epic’s Idee einer „direkten Kundenbeziehung” stellt Profit vor Sicherheit und ist ein Paradebeispiel warum Apple auch zukünftig die generelle Installation von iOS-Apps außerhalb des App Stores nicht zulassen wird.

3. August 2018 – 10:25 Uhr

#115 – YouTube Premium

Ein 12-Euro-Monatsabo für YouTube Premium entfernt von der Videoplattform alle Displayanzeigen, Overlay-Anzeigen, Überspringbare Videoanzeigen, Nicht überspringbare Videoanzeigen, Bumper-Anzeigen sowie Gesponserte Infokarten. Dieses Feature alleine ist für Google so ungewöhnlich, dass es einen genaueren Blick wert ist.

Und der obendrein beigelegte Musikstreamingdienst, Google nennt ihn diesmal YouTube Music, der findet selbstverständlich auch eine kurze Erwähnung.

Hier das Intro zur knapp sechsminütigen Episode:


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2. August 2018 – 12:59 Uhr

Searebel Stingray 2.0 – ein Apple-Watch-Armband

Der Tipp kam von @hessi; viele Details habe ich über das Stingray-Armband von Searebel bereits bei ‚Bits und so’ (YouTube-Link) gesagt.

Nichtsdestotrotz sei noch einmal betont, wie gerne ich es trage. Das geknotete Paracord-Seil fühlt sich extrem angenehm an, auch wenn es durch seine Dicke und den Schäkel-Verschluss recht massiv am Armgelenk baumelt. Vorteilhaft ist definitiv ein kräftiger Handgelenkumfang. Mir passt die Größe S auf der engsten Stufe gerade so.

In RED ist es ein absoluter Hingucker, obwohl die vier anderen Farben nicht weniger auffallen. Searebel aus Wiesbaden möchte sehr vertretbare 50 Euro für das Armband, das es ausschließlich für die Apple Watch mit der Gehäusegröße 42mm gibt. Sehr löblich: Bezahlen kann man bereits heute schon mit Apple Pay.

2. August 2018 – 11:15 Uhr

Apple stellt sein Affiliate-Programm für Apps ein

Viele App-Entwickler holen sich durch die Verwendung eines eigenen Affiliate-Links ein paar zusätzliche Cent von ihrer 30-Prozent-Provision zurück, die Apple bei jedem Kauf einbehält. Zurecht: Der alte 70/30-Split gehört überdacht.

Unabhängig davon zahlte Apple in den letzten Jahren enorm viel Affiliate-Umsatz an Link-Farmen wie AppShopper oder AppGratis, die abseits von Preisänderungen kaum einen Mehrwert boten. Apple griff zumindest im App Store gegen diese reinen Schaufenster-Anwendungen durch.

Ähnlich viel Affiliate-Geld floß an zweifelhafte Gratis-Spiele, die „Credits” gegen den Referral-Download von anderen App-Store-Apps boten. Und weil aufspringende In-App-Ads oder Werbe-Push-Aufforderungen ausserhalb des Prüfprozesses laufen, fällt es schwer diese Kandidaten aus dem großen App-Store-Teich herauszufischen.

Aber man muss eigentlich gar nicht zu diesen fragwürdigen App-Store-Apps schauen: Große Suchmaschinen und Soziale Netzwerk haben das Affiliate-Programm (aus‑)genutzt wenn dort jemand eine schlichte Werbeschaltung für Software gebucht hat.

Durch die heute bekanntgegebenen Änderungen, die in zwei Monaten in Kraft treten, kommen selbstverständlich auch unabhängige Blogs und Podcasts unter die Räder, die das Affiliate-Programm als alternative Einnahmequelle zu klassischen Werbebannern benutzt haben. In den seltensten Fällen reichen die Affiliate-Einnahmen zur kompletten Finanzierung einer Webseiten aus, durch professionelle Testberichte oder kurierte Softwareempfehlungen halfen die Erlöse aber die Miete zu bezahlen.

Natürlich verschwimmen auch hier die Grenzen: Beachtlich viele Webseiten verlinken Apps oder Amazon-Angebote nur weil dadurch Affiliate-Umsätze entstehen und nicht weil man sich mit der Software oder dem Produkt auseinandergesetzt hat. Wie verdient diese Einnahmen dann sind, variiert von Fall zu Fall.

Unterm Strich finde ich es sehr bedauerlich, dass Apple keine differenziertere Lösung gefunden hat. Man hätte mit monatlichen Höchstgrenzen experimentieren können, mit einer limitierten Provision wenn man sehr viel Affiliate-Umsatz einstreicht oder sich generell anschauen können von wo die Klicks stammen um Teilnehmer gegebenenfalls aus dem Programm zu werfen.

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