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van Alex Olma
9. Januar 2019 – 13:22 Uhr

„Apple recruits prominent Facebook critic for privacy team“

Apple has recruited Mr Parakilas to work in its privacy team as a product manager, according to people familiar with the hire. His internal-facing role within Apple’s product marketing organisation will involve working with teams all over the iPhone maker, to ensure that new products in development protect users’ privacy and minimise data collection.

Financial Times | Hannah Kuchler

Sandy Parakilas entwickelte und beaufsichtigte in den Jahren 2011 und 2012, in einer leitenden Position bei Facebook, die Datenschutzrichtlinien des Sozialen Netzwerks.

Parakilas said he “always assumed there was something of a black market” for Facebook data that had been passed to external developers. However, he said that when he told other executives the company should proactively “audit developers directly and see what’s going on with the data” he was discouraged from the approach.

He said one Facebook executive advised him against looking too deeply at how the data was being used, warning him: “Do you really want to see what you’ll find?”

‚Utterly horrifying‘: ex-Facebook insider says covert data harvesting was routine

Anschließend war er in beratender Position für eine Non-Profit-Organisation tätig, die strengere Vorschriften für Technologieunternehmen fordert.

Einige Statements aus seiner Twitter-Timeline sowie Medium-Posts hätte auch Tim Cook schreiben können:

Privacy isn’t a feature that’s easily bolted onto an existing product, it’s much better if you build your assumptions around it from the beginning. This means new products that are built to reflect the suddenly-increased desire for privacy have an advantage over existing ones that are merely pivoting in that direction. This is an opportunity not just for messaging, but for all communication media — video, photos, audio, and every other way we humans communicate.

„Tech, Democracy, and the Future”

8. Januar 2019 – 14:58 Uhr

Homescreens: Januar 2019 (iPhone XS Max + 12,9” iPad Pro + Apple Watch)

Vor vielen Jahren schrieb ich hier im Blog semi-regelmäßig über meine Homescreens. Mein letzter Eintrag in dieser Serie liegt allerdings schon fast zwei Jahre zurück. Das war keine bewusste Entscheidung, sondern ist unter anderem die Folge von einem erwachsen gewordenen Software-Markt.

Durch App-Abos probiert man seltener andere ‚Productivity‘-Anwendungen aus. Wir gewöhnen uns an ‚Workflows‘. Wir wollen es uns oft gar nicht mehr (zeitlich) leisten einen anderen Arbeitsablauf auszuprobieren. Deshalb lösen ‚Newcomer‘-Apps auch nicht mehr in ihrer allerersten Version einen etablierten App-Store-Platzhirschen ab.

Trotzdem bleibt es (für mich) interessant, von Zeit zu Zeit mal meinen Homescreen festzuhalten. Vielleicht gerade auch deshalb, weil sich so wenig ändert.

Hier ein kurzer Rundumschlag, bei dem ich erstmals alle Apps – auch die, die sich in den Ordnern verstecken, als Screenshot aufführe (und mir damit die vielen vielen App-Store-Link erspare).

iPhone XS Max

Obwohl ich mich versuche einzuschränken: Insgesamt sind es 130 Apps, die ich im Moment installiert habe (Screenshot).

12,9” iPad Pro

Durchaus bemerkenswert ist: Das iPad kommt mit nur 70 Apps aus (Screenshot).

Apple Watch Series 4

Ich pflege drei Zifferblätter, zwischen denen ich nach Aktivität beziehungsweise Tageszeit wechsele. Alle bei mir installierten Apps kann man hier (Screenshot) einsehen.

8. Januar 2019 – 12:34 Uhr

Eine Handvoll empfehlenswerter Anlaufstellen für iOS-Hintergrundbilder

Unsplash bleibt eine Empfehlung; die Reddit-Gruppe r/iphonexwallpapers natürlich auch. Für den Mac gibt es das hervorragende Irvue (MAS-Link).

Vellum (universal; Laden) bedient sich ebenfalls aus dem Unsplash-Sortiment, greift aber auch noch andere Quellen ab. Die App macht es sehr komfortabel eine Vorschau für den erwünschten Hintergrund anzuschauen, ohne jedes Bild erst zeitaufwendig abzuspeichern, dann auszuwählen und schlussendlich wieder rauszuwerfen.

Wer sich für die Geschichte der offiziellen iOS-Hintergrundbilder interessiert, alles was zwischen iPhone OS 1.0 und iOS 11 stattgefunden hat, findet von mir ein Video dazu hier.

7. Januar 2019 – 16:30 Uhr

Duet Display – das iPad als zweiter Monitor für den Mac

As of macOS 10.14.2+ & duet v2.0.3.8+, Duet Display is now fully hardware accelerated, making the fastest way to turn your iPad into a second display even faster.

@duetdisplay

Vor ziemlich genau zwei Jahren habe ich Astropad Studio und Duet Display (universal; 10,99 €) einander gegenübergestellt; inzwischen ist der größte Herausforderer von Duet Display, mit dem das iPad zu einem Zweitbildschirm für den Mac avanciert, der Hardware-Adapter Luna Display – dessen Name seit Monaten durch Podcast-Werbung springt.

Duet Display ist inzwischen vier Jahre alt. Die Software spielt weiterhin das ewige Katz-und-Maus-Spiel um mit den regelmäßigen iOS- und macOS-Updates kompatibel zu bleiben. Aktuell funktioniert das unter macOS Mojave wieder hervorragend, wenn man der Installation einer Kernel Extension bei der Installation zustimmt.

Die App kostet einmalig 11 Euro; die In-App-Abos braucht man nur wenn man die Druckempfindlichkeit von Apples Pencil nutzen möchte, das iPad auch kabellos als zweiter Bildschirm genutzt werden soll oder Duet Display als ‚Remote desktop‘ eingesetzt wird.

Wer sich einfach nur mehr Bildschirmplatz wünscht, um ein YouTube-Video oder ein Handbuch für Softwareentwicklung dort auszulagern, schließt ein USB-A auf Lightning-Kabel (beziehungsweise USB-C für die neuen iPad Pros) an und ist mit der Standard-App ausreichend versorgt. Vorausgesetzt wird jedoch die aktuelle macOS-Version (10.14.2+).

7. Januar 2019 – 13:18 Uhr

„Samsung Smart TVs to Launch iTunes Movies & TV Shows and Support AirPlay 2”

Samsung Electronics Co., Ltd. announced today it will offer iTunes Movies and TV Shows and Apple AirPlay 2 support on 2019 Samsung Smart TV models beginning this spring. Support on 2018 Samsung Smart TVs will be made available via firmware update. In an industry first, a new iTunes Movies and TV Shows app will debut only on Samsung Smart TVs in more than 100 countries. AirPlay 2 support will be available on Samsung Smart TVs in 190 countries worldwide.

news.samsung.com

Zum zweiten Mal signalisiert Apple, dass ihre Services eine höhere Priorität besitzen als die eigene Hard- und Software. Zumindest ist das der Eindruck, den man bereits im Dezember beim Apple-Musik-Deal mit Amazon gewinnen konnte. Also bedeutet das: HomePod und Apple TV raus, Services rein?

So simple ist es garantiert nicht. Apple will keine Fernseher oder billige Smart Speaker bauen; sie möchte aber mit ihren Milliarden-Investitionen für Filme, TV-Serien und Musik die potenziell größte Kundschaft erreichen. Diese Inhalte nur exklusiv im eigenen Ökosystem auszugeben, beschneidet unnötig streng die mögliche Zielgruppe. Als ‚Content‘-Produzent ist eine Cross-Plattform-Strategie verpflichtend.

Die Ankündigung besitzt Tragweite, weil Apple nicht nur iTunes-Inhalte (und später garantiert auch sein eigenes Film- und TV-Show-Angebot aus der TV-App) zu den „leading TV manufacturers” bringt, sondern auch AirPlay 2 und Siri-Support.

Über die Sprachsteuerung, eine Fernbedienungs-App sowie AirPlay 2 („Convenient built-in controls appear in apps, on the Lock screen, and in Control Center. So you can easily play, pause, fast-forward, rewind, and adjust the volume on your TV.”) übernimmt Apple dann entscheidende Aufgaben, die zuvor das (Android-)Betriebssystem auf dem Fernseher übernahm – ohne Benutzerinformationen innerhalb der iTunes-App an die jeweiligen TV-Hersteller durchzureichen.

Apples Set-Top-Box, der Apple TV, besitzt das grundlegende Problem, dass er nur an einem TV-Eingang steckt. Bei den meisten Fernsehern muss man aktiv auf diesen „Input” umschalten; tvOS konnte so nie mit dem Betriebssystem des Fernsehers konkurrieren. Das ändert sich nun (teilweise): Siri beziehungsweise ein iOS-Gerät bedienen ausgewählte Funktionen auf Flimmerkisten „führender TV-Hersteller” – und obendrein werden dort alle eigenen Film- und TV-Produktionen aus Cupertino sichtbar.

5. Januar 2019 – 20:56 Uhr

Erste Klage gegen Wetter-Apps, die Standortverläufe verkaufen

Thursday, the city of Los Angeles sued The Weather Channel for its alleged inappropriate use of location data—the lawsuit claims that the Weather Channel “takes advantage of its app’s widespread popularity by using it as an intrusive tool to mine users’ private geolocation data, which the Weather Channel then sends to IBM affiliates and other third parties for advertising and other commercial purposes entirely unrelated to either weather or the Weather Channel App’s services.”

Stop Using Third-Party Weather Apps

Aus dieser Ecke hätte ich keine Klage erwartet. Wer letztendlich aber diese Anwendungen vor Gericht zerrt, ist nicht wichtig: Die versteckte Aufzeichnung von persönlichen Ortsdaten mit einer (bezahlten) Weitergabe an Dritte, sollte nicht nur mit der Justiz über Geldstrafen verhandeln, sondern sich auch Sorgen um seinen Verbleib im App Store machen müssen.

Diese Akteure stellen nicht nur ehrliche Mitbewerber in ein schlechtes Licht (siehe die Überschrift „Stop Using Third-Party Weather Apps“), sondern vergiften insgesamt den App-Store-Brunnen.

CARROT Weather, einer der vertrauenswürdigen Anbieter für Wetterinformationen, äußerte sich zu den aktuellen Ereignissen so:

I will never sell your location information to third parties. Full stop.

All requests to weather providers are stripped of IP addresses and other identifying information, so they cannot track you because they have no clue who you are.

Your location is only stored on CARROT’s servers if you turn on notifications. The database entry is anonymized and only the most recent location is stored, so that data can’t be used to track you either. You can also delete your data from CARROT’s servers at any time.

r/CARROTweather

4. Januar 2019 – 14:50 Uhr

totallee: Thin iPhone XS Max Case

Apples „Clear Case” für das iPhone XR kam spät; und es kam nur für das iPhone XR. Die Rückseiten des iPhone XS (Max) – in den Farben Silber, Space Grau und Gold – hätten auch ein transparentes Case von Apple verdient.

Deshalb habe ich Apples erstes offizielles „Clear Case” für das iPhone zum Anlass genommen mir transparente Schutzhüllen von Drittanbietern anzuschauen. Die Firma totallee bietet mit ihren „Thin iPhone Cases” die ersten Überzieher-Hüllen an, die ich als erwähnenswert empfand.

Die Hülle ist nicht starr, sondern passt sich im Stil von Apples Silikon Case der Form des iPhones an. Sie lässt sich überraschend einfach an- und wieder ablegen. Einmal angelegt, bietet sie keinerlei Spielraum für das iPhone – das Case wirkt wie eine zweite Haut für das Telefon.

Hersteller totallee behauptet, dass ihre „Thin”-Cases die weltweit dünnsten iPhone-Hüllen sind. Ich habe keine Ahnung ob das stimmt, aber ich glaube das behauptet jeder Hüllenhersteller.

Anzumerken ist: Der obere Rand schließt nahezu identisch mit dem iPhone-Bildschirm ab und bietet keine deutliche Kante wie es beispielsweise Apples Silikon Case tut. Wer sein Telefon mit dem Bildschirm nach unten ablegt, profitiert nicht von dieser Hülle.

Das Case umschließt das komplette Telefon – inklusive einer Umrandung der Lautsprecher sowie dem Lightning-Anschluss am Gehäuseboden.

Den rückseitigen Kameras spendiert man eine extra Einfassung, so dass die Objektive nicht direkt auf der Tischplatte aufliegen. Die Lautstärketasten sowie die Standby-Taste besitzen deutlich zu fühlende Aussparungen. Es braucht mit Hülle minimal mehr Kraft diese Tasten durchzudrücken.

Das Case verzichtet komplett auf die Nennung von Namen und Logo seines Herstellers. Das klingt nach einem Pluspunkt, aber ganz ernsthaft: Wer mir sowas als Dritthersteller auf ein Case druckt, kommt ohnehin nicht in die engere Auswahl.

Mit Case greift man das iPhone merklich sicherer. Wirklich griffig ist es durch die glatte Rückseite aber trotzdem nicht. Ich hatte hier komplett andere Erwartungen. Nichtsdestotrotz: Das iPhone lässt sich viel einfacher in eine Jacken- oder Hosentasche stecken als mit Apples Silikon Case.

Das „Thin“ trägt nicht dick auf; es konzentriert sich auf die Vermeidung von Kratzern auf der Rückseite und fängt leichte Stöße ab – nicht mehr, aber auch nicht weniger. Selbstverständlich lässt sich das iPhone samt Hülle weiterhin kabellos aufladen.

Für die neusten iPhones bestellt man die Cases wahrscheinlich direkt bei totallee – hier im Blog ist das „Thin iPhone XS Max Case” im „glossy finish”-Look zu sehen. Für altere Telefone finden sich die Schutzhüllen in ihren verschiedenen Formen auch auf Amazon.de (Affiliate-Link).

3. Januar 2019 – 16:05 Uhr

Apple schraubt Umsatzprognose für Q1/2019 zurück

Apple wird am 29. Januar nur das zweitbeste Quartalsergebnis in seiner Firmengeschichte vorlegen: Apple senkte seine Umsatzprognose im einstelligen Prozentbereich. Für die vergangenen drei Monate wurde zuerst ein Umsatz zwischen 89 bis 93 Milliarden US-Dollar vorausgesagt; nun sind es 84 Milliarden US-Dollar.

Tim Cooks offener Brief an Investoren liest sich unnötig kompliziert. Steve Jobs war vor 16 Jahren, als Apple das letzte Mal (!) seine Quartalszahlen vorzeitig korrigierte, mit seinen zwei erläuternden Absätzen dagegen unmissverständlich.

“Like others in our industry, we are experiencing a slowdown in sales this quarter. As a result, we’re going to miss our revenue projections by around 10%, resulting in slightly lower profits,” said Steve Jobs, Apple’s CEO. “We’ve got some amazing new products in development, so we’re excited about the year ahead. As one of the few companies currently making a profit in the PC business, we remain very optimistic about Apple’s prospects for long-term growth.”

via John Gruber

Natürlich würde auch ein Steve Jobs sich heutzutage nicht mehr in dieser Kürze erklären können: Wall Street würde die Wände hochgehen. Und zurecht: Alle Apple-Produkte lassen sich zwar als Gegenstände auf einem einzigen Tisch aufstellen, deren weltweiter Vertrieb ist jedoch hochkomplex und mit unzähligen Faktoren sowie Abhängigkeiten verzahnt.

Trotzdem ist das kein Grund ein solches Puzzle aus Erklärungsansätzen vorzulegen, die mehr Fragen als Antworten aufwerfen.

Die chinesische Wirtschaft steht bei den schwächeren iPhone-Verkäufen ohne Frage im Mittelpunkt. Allerdings kaschierten die iPhone-Verkäufe in China auch für viele Jahre die Probleme aus anderen Regionen.

Zu diesen Problemen gehört beispielsweise das Akkuaustauschprogramm, dass sich bei den gleichzeitig gestiegenen Verkaufspreisen der neuen iPhones als „günstige“ Alternative zum Neukauf anbot. Ob Apple 90 Euro oder 30 Euro für einen Batterietausch kassiert, ist finanziell nicht bedeutend: Durch die Aufmerksamkeit, die der Batterietausch jedoch bekam, wurden ganz sicher erst Kunden und Kundinnen auf die Idee gebracht ihr altes iPhone noch ein weiteres Jahr zu benutzen.

Frech formuliert: Die iPhones der letzten Jahre sind so gut, dass sie deutlich den Upgrade-Zyklus hinauszögern. Und wenn jeder, der sich ein iPhone leisten will, bereits ein iPhone besitzt, sind alle Trends, die die Lebensdauer dieser Geräte verlängern, umgehend zu spüren.

Damit steht unweigerlich auch das iPhone XR in der Diskussion. Vielleicht hätte sich Apple hier preislich näher an ihren vorangegangenen Telefonen orientieren sollen. Vielleicht ist das iPhone XR, in seiner Aufgabe um Android-Kunden abzuwerben, immer noch zu teuer.

Nur um mein (flapsiges) Intro noch einmal zu unterstreichen: Diese Korrektur der Umsatzprognose ist für Apple kein Beinbruch. Sie unterstreicht jedoch, auf eine unbequeme Art, wie abhängig Apple vom iPhone ist. „Wenn das iPhone hustet, steht Apple vor einer Erkältung.

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