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van Alex Olma
14. April 2021 – 20:01 Uhr

„Is VR the next frontier in fitness?“

It’s very hard to create something, create a modality that is intrinsically fun from an exercise standpoint in your house, just because you have what you’re dealing with in your house, which is a limited amount of space. Mountain biking does not fit in your bedroom. Skiing does not fit in your living room, but what if they could? And that’s what we set out to build, something that was intrinsically fun, intrinsically entertainment, and something you wanted to do over and over again that had the extra benefit of exercise because that’s the thing that makes it easy to keep coming back to.

The Verge

Chris Milk ist VR-Fitness-Chef von Supernatural (für Oculus Quest 2). Und alles was er ins Podcast-Mikrofon bei Decoder spricht, könnte auch für Apples Startangebot gelten.

13. April 2021 – 16:43 Uhr

Kein iMessage für Android. Warum auch?

When I asked a senior Apple executive why iMessage wasn’t being expanded to other platforms, he gave two answers. First, he said, Apple considers its own user base of one billion active devices big enough to provide a large enough data set for any possible AI learning the company is working on. And second, having a superior messaging platform that only worked on Apple devices would help sales of those devices — the company’s classic (and successful) rationale for years.

Vox.com | Walt Mossberg

Dieses Statement stammt nicht aus den aktuellen Gerichtsunterlagen im Rechtsstreit zwischen Apple und Epic Games, sondern entsprang einem offiziellen Interview vor fünf Jahren.

Es ist also weder neu, noch ist es „verrückt” für die wirtschaftliche Entscheidung einer Firma alle Pro- und Contra-Argumente einander gegenüberzustellen. Solange es keine Verpflichtung für plattformübergreifendes Messaging gibt (Lasst uns das ändern!), darf man in Position von Phil Schiller feststellen: „iMessage für Android schadet [uns] mehr, als dass es uns nutzt”.

Laut einer technischen Definition handelt es sich auch nicht um einen „Lock-In”, wenn man in Apples Nachrichten-App per SMS kommuniziert und jederzeit die Möglichkeit hat seine Telefonnummer wieder von Apples Dienst zu trennen. Oder funktionieren nicht alle Messenger so?

Wenn die „Empörung” über die eidesstattlichen Aussagen also ernst gemeint ist – was ich in einigen Fällen bezweifle – dann sagt das zuallererst etwas über die reibungslose, verständliche und sichere Funktionsweise von iMessage aus.

13. April 2021 – 14:09 Uhr

„The Handset Industry Is A Flat Circle”

Im Januar war LGs Smartphone-Ausstieg noch ein semi-öffentliches Gerücht; seit Anfang April ist es offiziell. Michael Fisher hat einen unterhaltsamen Videorückblick.

Wichtig waren die LG-Taschencomputer zwar schon seit einigen Jahren nicht mehr, aber ein Blick auf die Branche ist es.

Today, there are six phone makers left at scale: Apple, Samsung, Huawei, BBK, Xiaomi and Transsion. Apple remains unassailable with the best customers and the majority of industry profits. Samsung survives through scale and integration with other parts of the Samsung chaebol. Xiaomi has built a loyal following through some very solid marketing. Huawei had pulled far ahead, but its future now is not bright. Transsion is mostly a feature phone business, with solid inroads in Africa and now India. And then there’s BBK Group. […]

They own Vivo, Oppo, RealMe and OnePlus as well as a few other brands. Depending on who’s counting BBK is now the second or third largest handset vendor on the market. There are a couple of other brands still out there — notably the legacy business of the one-time leaders — HMD (the brand owner of Nokia), Sony (Ericsson) and Lenovo (Motorola), but their collective share is small.

What really strikes us from this list is that we are almost back to the point where we started. Take Huawei off the list because their status is so unclear, and take off Transsion because their smartphone share is tiny — and we are left with four companies. The industry that has radically altered our lives has almost the same market structure as it did twenty-five years ago, albeit with a different set of players.

Jonathan Goldberg | Digits To Dollars

12. April 2021 – 17:22 Uhr

Pager: Alerts for Reddit

Pager trommelt den (Push‑)Alarm für individuelle Suchbegriffe in euren Subreddits.

You can create monitors to match post titles or post flairs, match usernames or submitted domains, query the number of upvotes or comments, as well as the position on the subreddit.

Define the frequency of the alerts, set a custom Reddit application to allow you to open new links in your favorite 3rd party app.

Joshua Turner

Zehn Überwachungen sind in der kostenlosen Anwendung erlaubt. Eine kostenpflichtige Version, die dieses Limit aufhebt, gibt es (bislang) nicht.

Die unkomplizierte Einrichtung der Suchbegriffe ist das beste Argument für Pager (und gegen Web‑Monitoring‑Dienste oder IFTTT ‑Rezepte). Obendrein lassen sich die eingerichteten Suchen teilen und ein empfangener Push öffnet direkt in eurer Lieblings-Reddit-App1 — beispielsweise Apollo.


  1. Randnotiz: Wenn euch das „Ask to Open In App“-Pop-up im mobilen Safari-Browser nervt, schaltet es aus
11. April 2021 – 18:00 Uhr

Den Download von (YouTube-)Videos auf macOS via Shortcuts anstoßen

YouTube-dl (via Shortcuts) kennt ihr. Dieser iOS-Kurzbefehl startet den Download von beliebigen Web-Videos auf einem Mac.

Voraussetzung ist Downie – der mit Abstand beste YouTube-Downloader für macOS. Er nimmt den Befehl und die (YouTube‑)URL („Shortcut Input“) über „Run Script Over SSH“ vom iPhone oder iPad aus entgegen.

Das funktioniert im lokalen Netzwerk oder via Tailscale von überall aus – solange der Mac läuft. Downie muss nicht einmal geöffnet sein, sondern startet von selbst.

Für die SSH-Verbindung aktiviert ihr „Remote Login“ auf macOS. In euren Kurzbefehl tragt ihr den Namen vom Mac (XY.local) sowie euren Benutzernamen und das Passwort ein.

Den Kurzbefehl testet ihr beispielsweise über das Teilen-Menü aus der YouTube-App – mit hoffentlich diesem Ergebnis.

Downie kann man in seinen Einstellungen zum „Force MP4 Format“ und einen „Run in Automated Mode“ zwingen. Damit lädt man direkt iOS-kompatible Dateien und unterbindet Nachfragen, die das automatische Herunterladen eventuell stoppen.

(via Club MacStories #267)

10. April 2021 – 15:03 Uhr

Warum „Streaming Wars“?

Sony Pictures lizenziert für die nächsten fünf Jahre an Netflix. WarnerMedia wirft (fast) alles hinter HBO Max und Apple TV+ ist für Tim Cook „kein Hobby“.

For the same reason that we’re in products, we’re about making the best, not the most. And so in the TV Plus area, we’re about originals only on Apple. […]

It is not a hobby. It is not a dip your toe in. Because it’s an original focus, we don’t instantly have a catalog with 500 things in it. We’re going to build over time. We’ve gotten over 300 nominations now for awards and have won 80.

Tim Cook

Jason Kilar (WarnerMedia) zeigt sich im Interview mit Peter Kafka vergleichbar der Kunstform verpflichtet.

Peter Kafka: ”The thing you see on Twitter all the time, someone saying it’s so complicated to figure out where all this stuff is these days. And you have to subscribe to all these services. I wish this was all one big service that I could subscribe to.”

Jason Kilar: I’ll absolutely validate that. It would be fun as a consumer to have one service and only one service where everything in the world existed. […]

However, I would argue that the path towards having a much more diverse storytelling landscape — where people’s voices can be invested in — and a plethora of different stories can actually get produced. And that there’s a business model that makes sense, so that you can confidently invest billions and billions of dollars in those storytellers.

That doesn’t happen if you have one service, that is doing it.

Machen wir uns aber nichts vor: Eine bunte Vielfalt von „Geschichtenerzähler:innen“ bekommt man durch Autonomie. Und für Autonomie schreiben nur Amazon, Apple, Disney, Netflix und YouTube einen Blankoscheck.

Mit Ausnahme von Disney und Netflix ist das Geschäft mit Videostreaming für die Silicon-Valley-Giganten obendrein ein Nebenjob. Und das ist eine echte Gefahr für die Qualität der Produktionen (wie man bei Videospielen sieht), aber mit absoluter Sicherheit eine grundlegende Veränderung wie TV-Shows und Filme in den nächsten Jahrzehnten entstehen.

Für Kinos mit Filmvorführungen und Hollywood läuft der Abspann, aber das Verlangen nach Unterhaltung wächst. Die Technikkonzerne kämpfen mit ihren „Originals“ deshalb um die Geräte, Services und Plattformen, auf denen die nächste Generation zuschaut.

Ob man mit Film und Fernsehen auch Geld verdient, ist für sie eine zweitrangige Frage. Hauptsache man zahlt sein Prime-Abo, surft für den (Live‑)Stream auf YouTube, bucht auch nächsten Sommer den Disneyland-Urlaub oder kauft dafür das nächste iPad.

Das ist nicht zwangsläufig schlecht, es ist jedoch anders. Die Zeit, in der einflussreiche Filmproduzenten ganze Projekte (oder Schauspielerinnen) stoppten, ist vorbei. Wenn Apple deine Show nicht kauft, läuft sie vielleicht bei Netflix? Und dann schaut man diese Filme nicht nur in einzelnen Lichtspielhäusern, sondern am ersten Tag weltweit – in 4K, mit 3D-Sound und demnächst vielleicht über ein Headset.

Auf unsere Nostalgie für Kinos werden wir in ein paar Jahren amüsiert zurückschauen. Während einer Pandemie die Kinoveröffentlichung von „Black Widow“ zu diskutieren und den neuen James-Bond-Film immer wieder zu verzögern, ist schon ein bisschen lustig.

Kinos bleiben im besten Fall ein Ort um sich mit Freunden und Freundinnnen zu treffen. Vielleicht schaut man dann auch einen Blockbuster.

Kinos sind jedoch nicht mehr der Ort um neue Filme zu entdecken. Auf diesem Plätzchen sitzen die Streamingdienste der großen Technikkonzerne. Sie haben nicht nur für die Produktionen bezahlt, sondern sie haben explizit dafür bezahlt um sie auf ihrer eigenen Plattform oder ihrer eigenen Hardware auszuspielen.

9. April 2021 – 11:01 Uhr

Für Apple Music und die lokale Musikbibliothek: Albums 4

Albums 4.0 is out today, but rather than wax poetic about its great new features, like Apple Music integration or the Release Feed, I’m going to talk about… myself. You can only weather so many pandemic-induced existential crises before you reluctantly learn something about yourself. I came to a hard-won conclusion this year: instead of cynically dismissing the earnest and joyful parts of myself, the only sustainable path forward is to embrace them. I come to you today in renewed kinship with my 14-year-old self, tirelessly dragging full albums into a specific sort order in Winamp then accidentally overwriting the save file and having to build it all back up again, checking Soulseek and WinMX every day to see if the new Rancid album leaked.

Adam Linder

Wholesome. Und obendrein ist es ein kreativer Blogpost um als Entwickler ein großes App-Update anzukündigen.

Version 4 von Albums fühlt sich toll an. Eine einzige Bildschirmberührung in der Plattencover-Übersicht startet den ersten Song eines Albums. Eine Zeitleiste visualisiert wie sich die Musiktitel der CD über ihre Gesamtlaufzeit verteilen.

Die „Playcounts“ aller Musiktitel – egal ob aus Apple Music oder eurer lokalen Bibliothek – synchronisiert es zurück.

Ohnehin verlinkt Albums an mehreren Stellen zu Apples Musik-App. Das ist ideal für Features, die die App-Store-Software nicht bedient – beispielsweise eine Vergabe von „Herzchen“-Bewertungen.

Auch die von Apple Musik zusammengestellten Wiedergabelisten zeigt euch Albums nicht. Warum auch? Albums widmet sich kompletten Alben – abgeschlossenen Werken. Mit (vermeintlich cleveren) Algorithmen will man hier nichts zu tun haben.

Trotzdem gibt es diverse Anpassungsmöglichkeiten. Möchtet ihr euch beispielsweise nur an vollständigen Alben abarbeiten, oder auch in alle Alben reinhören, aus denen ihr nur einzelne Songs in eure Bibliothek aufgenommen habt? Allein diese Option hat mir interessante Einblicke in meinen Musikkatalog gegeben.

Eure Musik lässt sich nach Jahrgängen aufschlüsseln – auch das war für mich ein neuer Blick auf meinen digitalen Musikbestand. Laut der integrierten Statistik führe ich 959 Alben in meinem Account.

Albums versteckt unzählige Filter- und Sortieroptionen. Beispiel gefällig? In den „Insights“ teilt man mit der App sein Geburtsdatum. Daraufhin kategorisiert euch die Anwendung eure Musikbibliothek nach „Alben, die während meiner Abizeit erschienen“ oder „CDs, die in meinen 20ern“ veröffentlicht wurden. „A trip down memory lane“ – das Feature hat mich kurz in Erinnerungen schwelgen lassen.

Der „Release Feed“ ist nett aufbereitet; Music Harbor bleibt jedoch umfangreicher, auch wenn der Veröffentlichungskalender dann außerhalb vom Musikplayer existiert.

Die „Listening History“ und ihre Unterteilung nach Tagen bekommt von mir einen Daumen nach oben. Ich hoffe, Apple schaut sich das ab! Leider gleichen sich diese Listen nicht vollumfänglich ab, wenn ihr Albums abwechselnd auf mehreren Geräten benutzt. Ich drücke deshalb beide Daumen für einen iCloud-Sync.

Albums lässt sich mit einem Abo ohne Verpflichtung ausprobieren; aber auch ein Einmalkauf schaltet den kompletten Funktionsumfang frei. Beim Einzelkauf veranschlagt Albums in etwa den Preis von einem dreimonatigen Musikstreaming-Abo.

Ohne algorithmisch erzeugte Wiedergabelisten wird Albums vielen Hörgewohnheiten heutzutage nicht mehr zusagen. Wer hört schon ein Album in fester Reihenfolge; in einer Chronologie, so wie sie vom Musiker oder der Musikerin zusammengestellt wurde …

8. April 2021 – 12:24 Uhr

„Wo ist?“ – Apples Ortungsnetzwerk öffnet sich Drittanbietern

Apple hat heute die aktualisierte „Wo ist?“ App vorgestellt, die es Produkten von Drittanbietern ermöglicht, die sicheren und mit höchstem Datenschutz ausgestatteten Suchfunktionen des „Wo ist?“ Netzwerks von Apple zu nutzen, das hunderte Millionen Apple Geräte umfasst. Das Zubehörprogramm für das „Wo ist?“ Netzwerk öffnet das große und globale „Wo ist?“ Netzwerk für andere Gerätehersteller. Diese können Produkte entwickeln, die den Service unterstützen, sodass ihre Kunden:innen die „Wo ist?“ App nutzen können, um die für sie wichtigen Gegenstände zu lokalisieren und im Auge zu behalten. Ab nächster Woche werden neue Produkte von Belkin, Chipolo und VanMoof erhältlich sein, die mit der „Wo ist?“ App funktionieren.

Apple.com/de/Newsroom

Das entscheidende Wort lautet: „Zubehörprogramm”.

Apple wirft sich mit dem Gewicht von allen seinen Computern hinter dieses Software-Feature, für das Drittanbieter nun auch Hardware anbieten können. Als ein solcher Anbieter reduziert man sich aufs physische Produkt, bekommt im Gegenzug aber eine First-Party-Betreuung in puncto Software.

Ob es den Preis für das MFi Program allerdings wert ist, kann man bei drei Startpartnern noch nicht sagen. Ich bin jedenfalls wenig überrascht, dass Tile mit seinen Schlüsselanhängern initial nicht an Bord ist, und es sicherlich bevorzugt sein eigenes „Fundbüro-Netzwerk” weiter auszubauen.

Apples Zubehörprogramm senkt die Zugangsbeschränkungen für kleinere (NoName-)Hersteller, die keine eigene (Tracking-)Software entwicklen (wollen).

Zugegeben, auf iOS hat ohnehin Apple einen Finger drauf: App-Store-Apps werfen Tracking-Pop-ups, sind nicht vorinstalliert, müssen ihre Hintergrundaktivitäten im Griff behalten und haben keinen Zugang zum U1-Chip.

Die präzise Standortbestimmung durch den Ultrabreitband-Chip zeigt sich erst in einigen Jahren, wenn selbst (ältere) iPhones in diesem Netzwerk noch mitspielen.

Apple beteiligt sich am Zusammenschluss für die zentrale Ortungsmöglichkeit bereits mit ihren Computern und Kopfhörern. Sie müssten sicherlich nicht auch eigene „AirTags“ vorstellen; das Netzwerk und die Bindung an iOS ist der weitaus wichtigere Aspekt.

Da ein solches Zubehör jedoch eine ganz fantastische Marge haben dürfte, erwarte ich eine zeitnahe Vorstellung.

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