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van Alex Olma
19. Oktober 2020 – 13:20 Uhr

YouTube-App versteht sechs Tastatureingaben

Google tut weiterhin nur das absolut Notwendigste für seine iOS-Apps. Meine Erwartungen sind mittlerweile so niedrig, dass ich mich tatsächlich kurz über die sechs (!) nun verdrahteten Keyboard-Tasten in der YouTube-App gefreut habe.

Die Tasten lauten derzeit: Play/Pause (Leerzeichen), Untertitel aktivieren/deaktivieren (C), Zurückspulen (←), Vorspulen (→), vorheriges Kapitel (Wahltaste + ←) und nächstes Kapitel (Wahltaste + →).

15. Oktober 2020 – 15:12 Uhr

#226 – Bildretusche am iPad

Heute radieren wir Schmutz- und Staubkörner aus Fotos. Nicht hochprofessionell, dafür aber für jeden, der sich interessiert und diesen Job kinderleicht und flott erledigt haben will.

Hier das Intro zur fünfminütigen Episode:


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14. Oktober 2020 – 12:19 Uhr

HomePod mini für 96,50 Euro

Wenn Apples empfohlener Verkaufspreis tatsächlich überrascht, dann lohnt es sich genauer hinzuschauen. Meistens sind das dann nämlich Produkte, mit denen Apple eroberungslustig in ein ganz bestimmtes Marktsegment drückt – bei AirPods und einigen Apple-Watch-Modellen ließ sich das zuletzt beobachten.

Bislang konkurrierte der HomePod eher mit Sonos, als mit den Echos von Amazon. Für 320 Euro ist er primär ein Lautsprecher, und erst dann ein persönlicher Assistent für jedes Zimmer (Apples „Überall”-Assistent ist natürlich Apple Watch).

Und obwohl der Hype für sprachgesteuerte Computer in den letzten drei Jahren deutlich schwand (Amazon und Google verbauen jetzt allerorts auch Bildschirme), ist es für Apple entscheidend in den noch jungen Jahren von sprachbasierten Interfaces (s)eine Präsenz zu zeigen. Nicht nur Kids, sondern wir alle wachsen gerade mit dieser Technik auf.

Amazon hat es in den letzten Jahren geschafft eine Verbindung zwischen eurem Zuhause und Alexa zu etablieren – nicht zwischen euch und Amazon. Und sie haben das ohne eigenes Smartphone und ohne eigene Smartwatch realisiert.

Nicht der HomePod, sondern der HomePod mini ist deshalb die späte, aber kampfeslustige Ansage gegen Alexa im eigenen „Home”.

14. Oktober 2020 – 10:55 Uhr

Von Lightning zu MagSafe

Das iPhone überspringt USB-C – genau genommen den USB-Port.

Die neuen iPhones besitzen zwar noch ihren Lightning-Anschluss, aber die Zukunft scheint MagSafe. Apples Keynote-Segment (ab Minute 35) ließt wenig Spielraum für Interpretationen: „We’re enabling a whole new ecosystem for MagSafe”.

MagSafe ist zwar abwärts kompatibel mit Qi-Charging (bis zu 7,5 W), aber mit dem Ausrichtungsmagnet, der Zubehörerkennung über NFC und dem schnelleren Aufladen bis zu 15 W eine unmissverständliche Ansage.

„And these are just the accessories we are introducing.” […] „We can’t wait to see the innovative ways that others will use MagSafe, creating a robust and ever-expanding ecosystem.”

Es ist müssig über Zeitpläne zu spekulieren. Vielleicht besitzen auch die nächsten iPhones noch Ports. Mit der Einführung von einem „MagSafe-Ökosystem” erscheint aber deutlich, dass das iPhone nicht auf einen USB-C-Anschluss wartet.

13. Oktober 2020 – 23:51 Uhr

„iPhone 12 Event: All The Camera News“

Wer aufs Pro-Modell der neuen iPhones schielt, sollte dies aus den richtigen Gründen tun: den Kameras. Doch selbst zwischen dem iPhone 12 Pro und dem iPhone 12 Pro Max bestehen signifikante Unterschiede beim Kamerasystem.

Sebastiaan de With (Team Halide) hat die Specs anhand der bisherigen Informationslage einmal aufgeschlüsselt.

In addition to a better lens, the 12 Pro Max has the room to pack a new, 47% larger sensor. That means bigger pixels, and bigger pixels that capture more light simply means better photos. More detail in the day, more light at night. That combines with the lens to result in almost twice as much light captured: Apple claims an 87% improvement in light capture from the 11 Pro. That’s huge.

blog.halide.com

12. Oktober 2020 – 16:40 Uhr

Das iPad (8. Generation)

Der folgende Artikel ist über 7.000 Zeichen lang. Um ihn zugänglicher zu gestalten, habe ich ihn eingesprochen. Für Abonnenten von #one habe ich die Audiodatei außerdem in den persönlichen RSS-Feed eingestellt.

Ein Jahr nach dem iPad (7. Generation) startet Apple den Verkauf für das iPad (8. Generation). Schulen und Universitäten freut der konstante Release-Rhythmus, weil sie so ihr Budget in aktuelle Technik stecken, die deutlich länger OS-Update erhält.

Verantwortlich dafür ist allem voran Apples A12. Dieser Prozessor hat sich schon im (aktuellen) iPad Mini (5. Generation), dem iPad Air 3 aus dem letzten Jahr sowie in den iPhone-Modellen XS und XR bewährt.

Heute schaut jeder auf die Geschwindigkeit dieses Chips; in ein paar Jahren verschiebt sich der Fokus auf die Langlebigkeit, mit der der Prozessor das Tablet in Benutzung hält. Dieses iPad verschenkt ihr ohne schlechtes Gewissen noch in ein paar Jahren an die jüngeren Geschwister.

Mit dem A12 Bionic wandert erstmals auch die Neural Engine ins preiswerteste Apple-Tablet. Maschinelles Lernen ist eine im Alltag tatsächlich spürbare Stärke. Dieser Chip pflügt beispielsweise ohne Mühe durch die Personenerkennung eurer Fotos.

Insgesamt zählt das iPad nun sechs CPU- und vier GPU-Kerne. Zwei CPU-Kerne widmen sich allen „High Performance“-Aufgaben; die anderen vier Kerne arbeiten energiesparend – soweit, so bekannt.

Das iPad (8. Generation) kommt mit einem Arbeitsspeicher von 3 GByte. Völlig ausreichend für eine normale Nutzung. Sichtbar wird das Limit erst wenn man sich beispielsweise die Anzahl der „Layer“ in Procreate anschaut. Mein iPad Pro mit 6 GByte schafft in einem 2732 x 2048px‑Bilderrahmen insgesamt 115 Ebenen. Das iPad der 8. Generation ist bei der selben Auflösung auf maximal 43 Ebenen begrenzt.

Das iPad bedient für seinen Preis unter 400 Euro eine Zielgruppe mit ganz alltäglichen Ansprüchen. Beispielsweise liegt erstmals ein USB‑C Power Adapter in der Packung. Und obwohl das iPad beim Lightning-Port bleibt, schaut der Adapter bereits in die Zukunft. Außerdem handelt es sich um ein 20-W-Netzteil, dass das Tablet schneller lädt als das ehemalige 12-W-USB-A-Netzteil.

Ebenfalls relevant ist die Gehäuseabmessung, die exakt dem Vorjahresmodell entspricht. Das bedeutet: zahlreiche und günstige Hüllen!

Ich habe erst im Sommer meinen Kids neue Cases für ihre älteren iPad-Modelle bestellt. Die Auswahl dafür ist gigantisch. Man bekommt Hüllen, die das iPad in verschiedenen Winkeln aufbockt. Es gibt Hüllen, die klemmen sich lediglich an die Rückseite um dem Tablet mehr Griff zu geben. In anderen Panzer-Schachteln schleppt man sein 500-Gramm-Tablet bedenkenlos über Baustellen. Vor einer Auswahl an Farben und Materialien kann man sich obendrein kaum retten, und einige Cases bieten sogar ein Plätzchen für den Apple Pencil.

Das iPad nutzt den Apple Pencil (1. Generation). Man findet ihn mittlerweile oft günstiger als den von Apple empfohlenen 100-Euro-Verkaufspreis.

Ich betone das so explizit, weil ich den Pencil fürs iPad weiterhin als essenziell erachte – alleine für die neue Handschriftenerkennung in iPadOS 14 (obwohl sie bislang nur in englischer Sprache vollwertig funktioniert).

Sprichwörtlich unterstreichen möchte ich die Unterschiede zwischen Apple Pencil (1. Generation) und Apple Pencil (2. Generation). Beide Stifte besitzen die gleiche Neigungs‑ und Drucksensitivität. Sie arbeiten außerdem mit der identischen Handflächenerkennung sowie der exakt gleichen Präzision.

Der einzige technische Unterschied besteht in der geringeren Verzögerung, die erst durch den ProMotion-Bildschirm des iPad Pro möglich wird. Um die 9 Millisekunden im Pro-Modell zu erreichen, braucht es die höhere Bildwiederholungsrate. Aber auch mit 20 Millisekunden fühlen sich eure Striche auf diesem iPad absolut verzögerungsfrei an.

Das bedeutet: Auch das neue iPad Air (4. Generation) schaut, obwohl ihr es exklusiv mit dem Apple Pencil (2. Generation) benutzt, auf die gleichen technischen Werte.

Natürlich bringt der Apple Pencil (2. Generation) eine andere Gehäuseform. Er haftet und lädt magnetisch am iPad und lässt sich zweimal Antippen. Rein technisch betrachtet ist es jedoch egal ob ihr ein iPad (8. Generation) mit einem Apple Pencil (1. Generation) benutzt oder ein iPad Air (4. Generation) mit einem Apple Pencil (2. Generation).

Ich finds klasse, dass der Smart Connector im günstigsten iPad verbleibt, obwohl das einzige relevante Zubehör für diese Schnittstelle Apples Smart Keyboard bleibt. Für 175 Euro steht die Tastatur jedoch in einem schwierigen Preis-Leistungsverhältnis zu ihrem Computer, den man für 370 Euro kauft.

Wenigstens ist das Smart Keyboard kompatibel zu anderen iPad-Modellen. Diese Version passte bereits aufs iPad (7. Generation), das iPad Air 3 sowie das iPad Pro 10.5“. Die Chance auf einen Rabatt ist also auch hier gegeben. Ich persönlich würde nicht nach Alternativen schauen wenn man das Smart Keyboard irgendwo für unter 130 Euro findet.

Abstriche nimmt man beim Bildschirm in Kauf. Es fehlt das vollständig laminierte Display, die Antireflex-Beschichtung, True Tone und der große Farbraum. Der Screen ist das deutlichste Kriterium, mit dem sich das iPad (8. Generation) gegenüber dem kommenden iPad Air (4. Generation) abgrenzt – und selbstverständlich den Pro-Modellen.

Die 720p-Frontkamera gewinnt ebenso keine Preise. Ausgesprochen fies ist jedoch die Standardkonfiguration mit lediglich 32 GB-Speicher. Das ist schlicht nicht mehr zeitgemäß (und 100 Euro Aufpreis für 128 GByte sind teuer).

Wenn dieses iPad eine FaceTime-Maschine für Oma und Opa wird, ist das alles egal. Auch für Schulkinder sind die genannten Aspekte unerheblich. Wenn dieses iPad euer nächster Pushcut-Server ist, der Shortcut-Automationen abfeuert, kann man die gesamte Kritik ignorieren.

Auch für alle die, die sich dieses iPad für die Heimsteuerung an die Wand nageln, verhallt die Kritik. Wenns ein „Coffee-Table-(i)Pad“ wird, mit dem die Familie ihre Musik steuert, Familienfotos anschaut, etwas im Netz nachschlägt, Gebrauch vom beigelegten Apple TV+-Jahresabo macht oder einen Familienkalender pflegt, ist das alles ebenso wurscht.

Ich dagegen schaue den ganzen Tag auf diesen Screen. Deshalb wäre das iPad (8. Generation) für mich nicht die erste Wahl.

Was mich in den letzten Wochen mit diesem iPad dagegen gar nicht gestört hat, ist das alte Gehäusedesign. Ich habe mich tatsächlich darüber gewundert. Weder die betonten Bildschirmränder, noch der Homebutton, verschreckten mich als täglichen iPad-Pro-Nutzer. Natürlich verbleibe ich auch weiterhin beim Pro-Modell (beziehungsweise erwarte mit Spannung das neue iPad Air), aber ich fühle mich auch im Old-School-Design zuhause.

Strich drunter.

Das iPad (8. Generation) zieht erwartungsgemäß nicht die mediale Aufmerksamkeit an, die es mit der Anzahl seiner verkauften Geräte verdient hätte. Dieses Modell wird es in einige Millionen Hände schaffen und dort für viele Jahre verbleiben. Apple nennt es nicht leichtfertig „the most popular iPad model“.

Das aktuelle iPad-Line-up wirkt auf den ersten Blick fast überladen, lässt sich aber recht einfach durchblicken: Ihr wählt zwischen „The good“ (iPad), „The better“ (iPad Air / iPad mini) und „The best“ (iPad Pro). Es gibt aktuell kein schlechtes iPad.

12. Oktober 2020 – 12:24 Uhr

Readly – inklusive Spezialangebot [Sponsor]

Mein allererster Arbeitgeber war ein Zeitschriftenverlag. Printmedien besetzen bis heute ein ganz besonderes Plätzchen in meinem Herzen. Deshalb freue ich mich wirklich sehr das die Magazin-Flatrate von Readly in den nächsten 7 Tagen mein „Sponsor der Woche” ist.

Sonderangebot

Das Sonderangebot für euch gleich vorweg: 2 Monate für einmalig 1,99 Euro. Danach geht das Angebot in ein normales Abo zum Monatspreis von 9,99 Euro über, kann aber jederzeit gekündigt werden.

Readly liefert euch die Digitalversionen von Printmagazinen. Seit sechs Jahren lassen sich dort nicht Hunderte, sondern über 5.000 Magazine und Zeitschriften lesen – von National Geographic über die GameStar bis Forbes und Vogue.

Beim Bahnhofskiosk muss man sich entscheiden; bei Readly schmökere ich einfach rein. Mich persönlich interessiert unter anderem die M!Games, MacLife und das englischsprachige Videospielheft EDGE.

Zu dem festen Monatspreis hat man nämlich nicht nur unbegrenzt Zugriff auf deutschsprachige Zeitschriften, sondern auch britische und US-amerikanische Publikationen. TIME Magazin oder WIRED setzt man wie alle anderen Hefte auf seine persönliche Favoritenliste. Neue Ausgaben lädt die Readly-App für Android, iOS und iPadOS bei Bedarf sogar automatisch.

Ich ziehe mich mit dem iPad dann gerne auf Couch zurück und blättere durch die aktuellen Ausgaben. Zeitschriften besitzen durch ihren festen Redaktionsschluss einen ganz eigenen Charakter, den ich bis heute sehr zu schätzen weiß.

Vielen Dank an das gesamte Team von Readly für die Unterstützung von iPhoneBlog.de in dieser Woche.

8. Oktober 2020 – 17:22 Uhr

„Anybuffer” als visuelle Zwischenablage

„⇧ + ⌘ + V” ist auf macOS mein Tastaturkürzel um über Pastebot die Liste aller zuletzt kopierten Textstücke einzusehen, auszuwählen und dann einzufügen. iPadOS vermisst diese systemweite Zwischenablage.

Das kostet mich täglich Zeit (und Nerven), die auch Shelf-Apps nur bedingt auffangen können. Apple bleibt gefragt diese alte Idee zu modernisieren und in iOS und iPadOS von überall aus anzubieten.

Bis das passiert, bleibt der Umweg über Anybuffer (universal; Laden). Der „Clipboard Manager” lebt bei mir auf dem iPad in der „Slide Over”-Ansicht. Dort sammelt er kopierte Textstücke ein, wenn ich ihn kurz hervorhole. Auf dem iPhone habe ich mir dafür das Anybuffer-Widget in einen Widget-Stapel gelegt.

Anybuffer bietet euch eine automatische Sortierung über sogenannte „Smart Shelves” an. Die Software unterstützt Kontextmenüs für eine einfache Bedienung über das Magic Keyboard sowie die typischen „Drag & Drop”-Gesten — Multiwindow und Split View verstehen sich von selbst. Und auch die neue Drei-Spalten-Ansicht, die Apple mit iPadOS 14 etabliert hat, ist bereits umgesetzt.

All das ist ein explizites Lob für Anybuffer, obwohl ich persönlich nur an seiner Basisfunktionalität interessiert bin, die eine generelle Systemfunktion für iOS und iPadOS sein sollte.

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