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van Alex Olma
17. Januar 2017 – 17:04 Uhr

„The iPhone Unsung Sine Qua Non“

More specifically, we owe Steve Jobs an enormous debt of gratitude for breaking the carriers’ backs (to avoid a more colorful phrase).

Before the iPhone, handsets received the same treatment as containers of yogurt in a supermarket chain. The central purchasing office told the yogurt makers which flavors to ship, when, where, at what price, with payment at some point in the future after we’re sure there are no more returns. And don’t forget to send your people to make sure the labels line up on the shelves..

Jean-Louis Gassée

10 Jahre später ist die ehemals klare Tarifstruktur, mit der eins das iPhone in Deutschland startete, komplett zurückgerollt. Aus den drei „Complete“-Tarifen, die allesamt mit „unbegrenztem Datenverkehr“ beworben wurden, ist wenig (oder eher sehr viel?) übrig geblieben.

„Die klar strukturierten Complete-Tarife stehen damit ganz im Zeichen unseres Markenmottos einfach näher“, sagte damals Philipp Humm, Sprecher der Geschäftsführung von T-Mobile Deutschland.

Als einen der ersten Hebel zur Abschaffung der „klar strukturierten Complete-Tarife“ setzte der ehemalige Exklusivanbieter T-Mobile bei der VoIP- und Tethering-Option an – mit ausdrücklicher Unterstützung von Apple.

17. Januar 2017 – 10:18 Uhr

„Android’s Emoji Problem“

Given the slow state of Android rollouts from major vendors, apps have taken emoji support into their own hands.
While this requires more effort from app developers (native emoji support is much simpler to support), it may the best outcome for users who would otherwise be stuck not sure what people are sending.

Jeremy Burge | Emojipedia

Android hat ein Emoji-Problem. Android-Apps haben aber kein Emoji-Problem, weil WhatsApp, Facebook, Twitter und Co. dort mittlerweile ihr eigenes Sortiment an Bildschriftzeichen anbieten (müssen).

16. Januar 2017 – 16:26 Uhr

The Binding of Isaac: Rebirth

Jetzt aber.

Das letzte Mal spielte ich The Binding of Isaac: Rebirth (universal; 14.99 €) im Dezember 2014 (und sprach im Podcast ab Minute 47 darüber). Der Dual-Stick-Shooter – ein Rogue-like, das vergleichbar ist mit Wayward Souls – zeigt sich in einer Atmosphäre, die durchaus als ekelhaft beschrieben werden darf. Gewalt, Exkremente und religiöser Fanatismus tauchen nicht als vereinzelte Themen auf, sondern glänzen mit Daueranwesenheit.

Der abstrakte Pixel-Look dämpft jedoch die Präsentation. Und obwohl Edmund ‚Super Meat Boy‘ McMillen mit dem Titel obendrein eigene Kindheitstraumata verarbeitet, konzentriert sich das Spiel vornehmlich auf die Action.

Diese Action, bei der zwei Joysticks sich die Funktionen Laufen und Schießen teilen, wird lediglich durch getrennte Räume unterbrochen. Hat Baby Isaac alle Alptraum-Monster in einem Untergeschoss ausgelöscht (mit seinen Tränen), kann man gefahrlos Durchatmen bevor es im nächsten Zimmer dann wieder von vorne losgeht.

Wie sich die Gegner aufstellen, welche Gegenstände und Upgrades ihr wo findet, und welcher Raum an den nächsten grenzt, bestimmt nach jedem Ableben der Zufall neu. The Binding of Isaac wirft euch dabei durchaus signifikante Extras gleich zu Beginn vor die Füße. Das verbessert eure Chancen um mit den wenigen Lebensherzen, an die ihr euch klammert, es noch bis zum nächsten Endgegner zu schaffen. Der Zufallsalgorithmus hat aber auch keinerlei Gewissensbisse euch im nächsten Durchlauf katastrophal scheitern zu lassen. The Binding of Isaac spielt ihr genau deshalb immer und immer wieder – quasi von vorne, aber irgendwie auch nicht.

34 Tode bin ich übers Wochenende gestorben. Kein Durchlauf war langweilig. Ganz im Gegenteil: Ich sehe deutlich eine Verbesserung meiner Überlebensfähigkeit, die mich motiviert weiterzuspielen.

Eine Anmerkung und zwei Versprechen zum Schluss: Mit den (Dual‑Stick‑)Touch-Controls rutscht ihr erstaunlich präzise durch die Kellergeschosse. Mit dem Gamevice-MFi-Controller hatte ich aber mehr Spaß.

Das Entwicklerteam versprach a) ein zukünftiges Gratis-Update um The Binding of Isaac bald auch auf einem Apple TV spielen zu können und b) den jetzigen Verkaufspreis dauerhaft beizubehalten.

15. Januar 2017 – 20:01 Uhr

Ad: „iPhone 7 + AirPods – Stroll“

Wir waren heute in Helsinki. Wir sind mit dem Auto in die Stadt gefahren. Die Familie sprang in der Stadtmitte raus, ich habe das Auto noch geparkt. Der Fußweg zurück zur Familie dauerte fünf Minuten.

Normalerweise hätte ich für diese Distanz keine Kopfhörer rausgeholt. Kopfhörer mit Kabel ganz sicher nicht. Aber auch ein Bluetooth-Headset wäre mir – eingepackt in Mütze und Handschuhen – zu umständlich gewesen.

Mit den AirPods bleiben solchen Abwägungen aus. Sie sind aufgrund ihrer Größe immer in der Jackentasche. Immer. Bis sie im Ohr sitzen und Musik spielen vergehen maximal zehn Sekunden. Ich brauche sie nicht einzuschalten; ich brauche sie nicht zu koppeln. Fast so bequem war es nur mit einem einzigen Kopfhörer vorher – aber nur fast.

13. Januar 2017 – 10:55 Uhr

#036 – Astropad Studio vs Duet Display

Zwei Produktivitäts-Apps, die den iPad-Bildschirm benutzen um euren Mac zu erweitern, nennen sich Astropad Studio (Laden) und Duet Display (universal; 9.99 €). Was auf den ersten Blick nach zwei deckungsgleichen Programmen aussieht, trennt sich in der Praxis dann aber ganz deutlich.

In diesem Video stelle ich beide App-Store-Apps vor, zeige für welche Arbeitsfelder sie interessant sind und demonstriere die grundlegenden Unterschiede.


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12. Januar 2017 – 11:51 Uhr

HTC verabschiedet sich vom Klinkenanschluss

We removed the headphone jack because we believe the audio experience on the phone can be so much more than just the simple transmission of sound. The sonar-like capabilities of USonic wouldn’t be possible with a 3.5mm headphone jack. We have microphones built into both earbuds that “listen” for sonic pulses, which can then adjust your audio to match your ears’ unique architecture. We believe the market is ready to push audio into new innovations that benefit consumers’ listening experience.

HTC’s new flagship phone has AI and a second screen, but no headphone jack

2017, das Jahr in dem der 3,5-mm-Klinkenport in Smartphones ausgemustert wird.

11. Januar 2017 – 15:08 Uhr

„Auf die nächsten 10 Jahre!“

Phil Schiller sprach mit Steven Levy zum runden iPhone-Geburtstag.

Schiller hopes that 50 years people will look back at this point and say, “Wow, they didn’t realize how much was to come — in fact, others missed it because they were busy running around looking for other things. Everyone has their opinions at this point, but it could be that we’re only in the first minutes of the first quarter of the game,” he says. “I believe this product is so great that it has many years of innovation ahead.”

Phil Schiller on iPhone’s Launch, How It Changed Apple, and Why It Will Keep Going for 50 Years

Später mehr dazu.

10 Jahre ist eine lange Zeit. Und irgendwie auch nicht. Das iPhone revolutionierte schlussendlich nicht (nur) die Mobilfunkbranche, sondern zog Furchen durch die gesamte Computerindustrie. Das iPhone war nicht wie ursprünglich angenommen ein teures Telefon, sondern ein preiswerter PC.

Das geschah aber noch nicht mit dem iPhone Classic, dem iPhone 3G, 3GS oder iPhone 4. Rückblickend waren das alles Nischenprodukte. Erst mit dem iPhone 4s, im Oktober 2011, ging das Hockeyschläger-Diagramm steil.

Peak iPhone

Heute, im Jahr 2017, fallen Prognosen wie „Peak iPhone“. Der Zenit sei überschritten; ein Höhepunkt erreicht. Immer wenn sich jemand mit einer solchen Überschrift hervorwagt, finde ich das ein bisschen amüsant. Diese Artikel, von denen wir im letzten Jahr einige hatten, beziehen sich nämlich fast immer nur aufs quantitative Wachstum. Genau genommen das Wachstum gegenüber dem Vorjahr und primär im Verständnis von Wall Street. Selten wird in diesen Artikeln zwischen der Apple Aktie (AAPL) und Apple der Firma (mit ihren Produkten) unterschieden.

Fest steht: Wer heute ein Smartphone will, der hat auch eins. Wachstumsmärkte wie China sind in Angriff genommen. Sie sind noch (lange) nicht erobert, aber sie sind zumindest besetzt.

Q1/2015 war für Apple ein beispielloses Monsterquartal. Die neue Bildschirmgröße des iPhone 6 und 6 Plus resultierten in 74.5 Millionen verkauften iPhones. Alles in nur drei Monaten wohlgemerkt. Das sind Momente, in denen die Aussichten von Analysten und (ganz normalen) Kunden zusammenfallen. Apple hatte durch das iPhone viele dieser Momente in den letzten Jahren.

Die Jahre 2015 und 2016 verliefen anders.

Apple litt – eindeutig selbstverschuldet – im letzten Jahr unter einer miserablen Informationspolitik. Man tat sich schwer Analysten die rückläufigen iPhone-Zahlen zu erklären. Man stolperte geradezu durch einige Telefonkonferenzen der Quartalszahlen, in denen keine Story zu erkennen war.

Das MacBook-Pro-Event vermisste einen Ausblick, mit der Apple vielen der leidenschaftlichen Mac-Kunden, die ihrer Kritik anschließend Luft machten, den Wind aus den Segeln hätte nehmen können. Apple hätte diesen Kunden sehr einfach eine Zukunft von macOS versichern können.

Ich bin mir sicher, Apple zieht den Mac in den nächsten Jahren nicht nur mit. Er wird ein strategisches Puzzleteil im Line-up bleiben. Auch Tim Cook ist sich sicher. Eine offensichtlich geleakte Mail ist aber nicht annähernd so bestärkend wie ein offizielles Statement.

Die AirPods, ein fundamentaler Bestandteil der Geschichte rund ums iPhone 7, missglückte. Apple verzichtete darauf die Verzögerung des Verkaufsstarts zu erklären.

Von der schlechten Informationspolitik für Kunden und dem fehlenden Ausblick für Wall Street sollte man jedoch nicht die eigentliche Produktqualität in Frage ziehen. Das iPhone, das iPad, die Watch und das MacBook sind besser als jemals zuvor und das beste Argument für eine erfolgreiche Zukunft.

Wette nicht gegen das Smartphone!

Ich teile die Sorgen, das Apple den nächsten Trend – der vielleicht Google Home, Amazon Echo oder Microsoft HoloLense einschließt, verschlafen könnte, weil es ihnen durch das iPhone zu gut geht. Große Firmen fahren, oft geblendet durch den eigenen Erfolg, nicht selten an die Wand. Erfolg verdeckt Fehler und erfolgreiche Firmen scheitern nicht selten weil sie einfach still stehen und die eigene ‚Cash Cow‘ nicht hinterfragen. Nokia und BlackBerry fallen mir dafür als erstes ein.

Als eine echte Herausforderung erachte ich es außerdem die eigenen Angestellten mit coolen Produkten in der Firma zu halten. Es ist nur begrenzt spannend am Update von iOS 10.3 zu arbeiten, wenn man als kleines Start-up auch die Möglichkeit hätte Löcher in altbackene Branchen zu schießen. Die Abgänge von Daniel Gross und Chris Lattner sind dieser Tage dafür die besten Beispiele.

Doch davon abgesehen: Das Smartphone ist weit entfernt von einem Peak. Schon heute ist absehbar, dass unser Telefon in den nächsten Jahren das Finanz- und Transportwesen umkrempelt – ganz zu schweigen von Kamera-Companys wie Nikon oder Canon.

Nochmal Schillers Zitat:

Schiller hopes that 50 years people will look back at this point and say, “Wow, they didn’t realize how much was to come — in fact, others missed it because they were busy running around looking for other things. Everyone has their opinions at this point, but it could be that we’re only in the first minutes of the first quarter of the game,” he says. “I believe this product is so great that it has many years of innovation ahead.”

Schiller trommelt zum 10-jährigen iPhone-Geburtstag nicht aus Prinzip. Er trommelt nicht weil das iPhone im Moment Apples übermachtiges Standbein ist, sondern weil er weiß, dass das Smartphone auch in den nächsten Jahrzehnten für uns alle wichtig bleibt.

10. Januar 2017 – 22:16 Uhr

YouTube: Wiedergabequalität selbst festlegen

Zeichen und Wunder: Die offizielle YouTube-App (universal; Laden) erlaubt es euch in einem WiFi-Netz (!) die Wiedergabequalität selbst zu bestimmen.

Warum diese sinnvolle Option über das Mobilfunknetz absichtlich unterbunden bleibt, kann ich mir nicht erklären.

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