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van Alex Olma
17. August 2018 – 16:31 Uhr

iOS 12 + macOS Mojave: Kamera-Übergabe

Zitat von Apples Vorschauseite für macOS Mojave:

Jetzt kannst du mit deinem iPhone etwas in der Nähe fotografieren oder ein Dokument scannen, und es erscheint automatisch auf deinem Mac. Geh dazu einfach auf „Foto einfügen“ im Menü „Bearbeiten“. Du kannst etwas auf deinem Schreibtisch fotografieren und siehst das Bild sofort in deinem Pages Dokument. Oder du scannst einen Beleg, der direkt als begradigte PDF im Finder verfügbar ist. Die Kamera-Übergabe funktioniert mit Mail, Notizen, Pages, Keynote, Numbers und mehr. Und auch hier arbeiten iPhone und Mac einfach perfekt zusammen.

Apple.de

17. August 2018 – 11:22 Uhr

#BreakingMyTwitter

Twitters Problem? Die 140-Zeichen-Textbox war bereits am allerersten Tag das perfekte Produkt. So musste Twitter für sich selbst nie erforschen was den Dienst ausmacht, wo ihr Wert liegt und wie man sich finanziert.

Viele der fundamentalen Features von Twitter stammen von iPhone-Apps wie Twitterrific, Tweetbot oder Tweetie – vom Maskottchen bis zur Bezeichnung „Tweet“. Die katastrophale Entscheidung – im Jahr 2011 – Drittanbieter-Apps auszuschließen, wurde nur noch davon übertroffen es dann nicht konsequent durchzuziehen.

Die Grabenkämpfe der letzten Jahren führten zu einer stagnierenden Produktentwicklung, die sich am deutlichsten in einer Gegenüberstellung zwischen der offiziellen Twitter-App und jemandem wie Twitterrific oder Tweetbot demonstrieren lässt: Der offiziellen App ist Chronologie und Sync egal; ihr sind Promis und Werbung wichtig. Auf der anderen Seite steht ein effizienter Kurzmitteilungsdienst, der für ganze Berufsgruppen mittlerweile unabdingbar ist. Die eigene @-Twitter-URL ist für viele Leute ihre Internet-ID. Twitter hatte ernsthaft mal die Chance eine Art Protokoll-Status zu erreichen – so wie E-Mails. Welches andere Soziale Netzwerk kann damit prahlen?

We’re not changing our rules, or setting out to “kill” 3rd party clients; but we are killing, out of operational necessity, some of the legacy APIs that power some features of those clients. And it has not been a realistic option for us today to invest in building a totally new service to replace these APIs, which are used by less than 1% of Twitter developers.

@robjohnson

Twitters zugrundeliegende Problem war schon immer die Finanzierung. Im Frühling dieses Jahres verzeichnete Twitter zum allerersten Mal in seiner Geschichte einen Profit. In den Jahren zuvor verbrannte Jack Dorsey das Kapital für ein ‚Sales & Marketing‘-Team, die sich einem schwierig zu skalierenden Werbegeschäft ausgesetzt sahen. Warum ihnen es so schwer fällt öffentlich einzugestehen, dass sie Geld verdienen müssen, bleibt ein Rätsel.

Die aktuellen Einschränkungen für Drittanbieter-Software sind wieder kein Todesstoß für meine geliebten iOS-Apps, sondern weiterhin ein Verhungern am ausgestreckten Arm. Was Twitter nicht versteht: Tweetbot ist keine andere Verpackung – kein andere Präsentation – für ihren Stream, sondern leistet eine grundlegend andere Funktionsweise. Die Webseite und die offizielle App sehen nicht nur grundverschieden aus, sie funktionieren fundamental anders. Durch die jahrelangen Einschränkungen (Moments + Umfragen) und die aktuelle Verkrüppelung (Push + Stats) plündert Twitter in eigenem Haus – es beraubt sich selbst.

Ich glaube inzwischen ernsthaft, dass es sich Twitter nicht leisten kann die Kunden und die Funktionalität von Third-Party-Clients zu verlieren. Das bedeutet nicht, dass die Firma untergeht, sondern das sie ihre Bedeutung verliert. Und das ist eigentlich noch trauriger.

17. August 2018 – 10:15 Uhr

#117 — 10 Webdienste, die ich auf dem iPhone und iPad nutze

Der Titel verrät das Thema, obwohl die Grenzen zwischen Apps, die eine Webkomponente mitbringen und Internetdiensten, die auch eine App bereitstellen, immer schwieriger zu ziehen sind.

Die Definition ist aber vielleicht auch gar nicht so wichtig: Entscheidend ist eure Produktivität, die ihr mit diesen Services unter iOS erzielt.

Hier das Intro zur achtminütigen Episode:


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15. August 2018 – 8:23 Uhr

Das RØDE VideoMic Me-L

RØDE präsentierte das VideoMic Me-L (Affiliate-Link) – die Lightning-Version von seinem kleinen Smartphone-Aufsteckmikrofon, die es zuvor nur mit Klinke gab – erstmals auf der diesjährigen VidCon. Damit ist recht unmissverständlich kommuniziert, wo RØDE seine primäre Zielgruppe für das gerichtete Mikrofon sieht.

Die letzten zwei Wochen, die ich mit dem ultra-kompakten Me-L bereits verbringen konnte, haben mir jedoch sehr viel mehr Anwendungsfälle als nur Vloggen und ‚Talking YouTube-Head‘ gezeigt.

Das Shotgun-ähnliche Mikro mit rückseitiger 3,5mm-Kopfhörerbuchse eignet sich nämlich ganz generell für jeden, der zielgerichtet besseres Audio mit dem iPhone oder iPad aufnehmen möchte. Wie viel besser der Sound damit ist, hängt von den Umgebungsgeräuschen ab. Sitze ich alleine am Schreibtisch, bekomme ich ein Audiosignal, das etwas weniger nachhallt, sich unter diesen (kontrollierten) Bedingungen aber nur sehr gering von den Mikrofonen im Telefon unterscheidet.

Auffällig besser wird das Audiosignal in lauten Messehallen oder wenn ihr über einen gut besuchten Marktplatz schlendert. Sollte euch auf diesem Spaziergang eine Brise Wind um die Ohren pfeifen, hilft der beigelegte Fell-Windschutz. Mit aufgesteckter ‚Deadcat’ ist das Me-L dann aber auch nicht zu übersehen.

Nutzt man diesen Windstopper jedoch nicht, muss man aus ein paar Metern Entfernung gleich zweimal hinschauen, ob dort wirklich ein zusätzliches Mikrofon am iPhone steckt. Die Dimensionen des VideoMic Me-L sind so kompakt und obendrein so leicht mit der Hand abzuschirmen, dass das separate Mikrofon nicht besonders ins Auge sticht.

Und das ist auch der größte Vorteil vom Me-L: Es ist klein, es lässt sich ohne irgendeine Software-Konfiguration aufstecken und funktioniert. Am Lightning-Anschluss eingesteckt wird es automatisch zur primären Audioaufnahme-Quelle – egal ob in Apples Kamera-App, in FaceTime oder in FiLMiC Pro.

Für die iPhone-Case-Fraktion legt RØDE einen Plastik-Stopper mit in die Verpackung, der das Mikrofon rückseitig fester an den Lightning-Anschluss drückt. Er ist eine nette Dreingabe, die beim Vorgängermodell auch arg notwendig war. Beim VideoMic Me-L habe ich den Pfropfen im normalen Gebrauch aber nie benötigt. Das Me-L hält ohne Probleme direkt am Lightning-Anschluss (ohne auf den Port ungewöhnlich viel Kraft auszuüben).

Über den Klinkenstecker auf der Rückseite kann man zusätzlich seine eigene Audioaufnahme abhören. Wenn ihr euch nicht selbst filmt, sondern eine andere Person die iPhone-Kamera führt, kann sie den Audiopegel am Ohr behalten und direkt auf Störgeräusche reagieren.

Das beste Review zum VideoMic Me-L steht bereits auf YouTube. Es demonstriert deutlich die Audioqualität, die sich damit erzielen lässt. Wer mehr Audiotests von der 1/2“-Kondensatorkapsel braucht, sollte seinen individuellen Anwendungsfall gleich selbst ausprobieren: Der Preis des VideoMic Me-L erlaubt das.

14. August 2018 – 11:04 Uhr

„Google tracks your movements, like it or not”

An Associated Press investigation found that many Google services on Android devices and iPhones store your location data even if you’ve used privacy settings that say they will prevent it from doing so.

Kurz: Google speichert euren Standort auch dann, wenn der Standortverlauf („Location History”) ausgeschaltet ist. Um tatsächlich eine Standortaufzeichnung zu verhindern, muss die „Web & App Activity” pausiert werden.

“There are a number of different ways that Google may use location to improve people’s experience, including: Location History, Web and App Activity, and through device-level Location Services,” a Google spokesperson said in a statement to the AP. “We provide clear descriptions of these tools, and robust controls so people can turn them on or off, and delete their histories at any time.”

AP | Ryan Nakashima

Über die „verständliche Beschreibung” kann man unterschiedlicher Meinung sein (Standortverlauf aus ➝ kein Tracking, fände ich logischer), gefunden habe ich die Einstellung über die Google-Maps-App auf dem iPhone aber erst nach einiger Recherche. Deshalb habe ich alle notwendigen Schritte in dieses GIF gepackt.

13. August 2018 – 15:19 Uhr

„Working out?” Clevere Trainingserkennung in watchOS 5

Die automatische Trainingserkennung in watchOS 5 schlägt nicht augenblicklich an wenn man eine sportliche Aktivität – so wie Schwimmen oder Spazierengehen – startet: Die Nachfrage ob man gerade trainiert und dafür eine Trainingsaufzeichnung anstoßen möchte, dauert ein paar Minuten, berücksichtigt dann jedoch rückwirkend die bereits verstrichene Zeit!

Beispiel: Ich bin heute Morgen aus dem Haus gegangen und bekam nach zirka 9 Minuten die Frage ob ich meinen „Outdoor Walk” aufzeichnen möchte. Als ich dies bestätigte, wurden automatisch die ersten 9 Minuten für den Spaziergang in der Trainingsaufzeichnung berücksichtigt.

13. August 2018 – 13:14 Uhr

Apple bietet GIF-Suche in eigener Nachrichten-App nun auch bei uns an

Apples GIF-Suche in iMessage, die sie schlicht #images nennen, existiert in einer Handvoll Länder bereits seit iOS 10. Am Freitag aktualisierte Apple dieses Support-Dokument und startet damit #images auch in Frankreich, Italien und Deutschland.

With the Messages app in iOS 10 and later, you can find hundreds of trending GIFs in #images to add to your messages.

images is available in the United States, United Kingdom, Canada, Australia, New Zealand, Ireland, France, Germany, Italy, India, Singapore, Philippines, and Japan.

Leider scheint Apple auf „problematische oder besorgniserregende” Sucheranfragen ein paar kräftige Filter zu werfen, weshalb ihr mit GIPHY (universal; Laden) oder GIFwrapped (universal; Laden) weiterhin viel besser beraten seid.

(Danke, Philip!)

13. August 2018 – 7:53 Uhr

Das Logitech Craft

Ich tippe seit einigen Wochen meine Texte auf einem Logitech Craft (Affiliate-Link). Ich liebe dieses Keyboard nicht, kann ihm einen gewissen Reiz aber auch nicht absprechen.

Zugegeben: Ich bin das Problem. Ich benutze das Keyboard falsch. Oder genauer: Ich verwende es nicht wie von Logitech vorgesehen. Anstelle es nämlich mit einem Windows PC oder macOS zu koppeln, um dann über die Zusatzsoftware („Logitech Options“) den vielseitigen Drehregler nach eigenem Geschmack zu konfigurieren, verbinde ich die Tastatur (fast) kabellos mit einem iPad. So lässt sich dann nicht, die von Logitech so gezeichnete „kreative Kontrolle“ erlangen, weil ich keine Zusatzfunktionen auf den berührungsempfindlichen Drehregler legen kann, sondern auf die Basisfunktionalität angewiesen bin.

Trotzdem war ich überrascht, wie komplikationslos die Verbindung über den ‚Lightning auf USB‘-Adapter mit Logitechs klitzekleinem Unifying-Empfänger funktioniert. Natürlich lässt sich das Craft auch über Bluetooth verbinden, aber der Komfort über den kleinen USB-Stecker ist schon sehr fantastisch. Ich hatte nicht einen Verbindungsabbruch; nicht einen einzigen Tastenanschlag, der nicht am iPad ankam. Das Logitech Craft fühlt sich über den Unifying-Stecker so zuverlässig an wie eine kabelgebundene Tastatur.

Neben den Buchstaben und dem separaten Nummernblock (!) funktioniert außerdem das schnieke Drehrad für die Lautstärke. F1 und F2 steuern die Bildschirmhelligkeit am iPad; alle Medientasten (Play/Pause + Vor und Zurück) funktionieren in YouTube, Infuse oder Apple Musik. Ein dedizierter Knopf oberhalb vom Nummernblock knipst Screenshots. Unweit davon existiert eine Taste mit einem kleinen Schlüsselsymbol, die das iPad in den Sperrzustand versetzt. Und die Tastenkombination STRG + Space wechselt zwischen den verschiedenen Keyboard-Layouts – in meinem Fall ist das Deutsch, Englisch und Emoji. Kurz: So lässt sich arbeiten!

Eine Funktionen, die ich jedoch arg vermisse ist ein langer Druck auf die Leertaste, die hier nicht die Tastatur-Shortcuts einblendet, so wie dies beispielsweise Apples Smart Keyboard tut. Update: Hält man cmd gedrückt, wie auf dem Smart Keyboard auch, funktioniert es natürlich!

Pluspunkte sammelt das Craft generell durch seine Tastaturbeleuchtung, die sich automatisch aktiviert, sobald es dunkel im Zimmer wird oder ich die Finger über die Tasten halte. Außerdem nutzt das Craft einen USB-C-Anschluss um seinen integrierten Akku aufzuladen. Es ist zwar nicht schön, dass wir uns über solche Selbstverständlichkeiten im Jahr 2018 noch freuen, aber so ist der Status quo von USB-C leider (immer noch).

Das Craft lässt sich nicht über kleine Plastikfüße zusätzlich aufbocken, liegt aber bereits (leicht) angewinkelt mit einer gewissen Schwere auf dem Schreibtisch. Es verrutsch nie, egal wie intensiv ihr in die Tasten haut und balanciert auch sehr akzeptabel auf den Oberschenkeln – wenn ihr das mal braucht. Das Metall-Cover und insgesamt die Verarbeitung fühlt sich dem Preis angemessen an.

Die eigentliche Tastatur ähnelt sehr meinem MacBook Pro aus dem Jahr 2015 – ‚Pre-Butterfly‘ also. Der Anschlagspunkt gefällt mir. Die Lautstärke beim Tippen ist sehr moderat. Leider neigt speziell die Leertaste dazu zu quietschen. Sie gibt kein wirklich lautes „quiek, quiek“ von sich, eher ein gedämpftes „ziep ziep“. Nicht jeden mag das stören, aber ein MacBook würde ich mit einer solchen Tastatur nicht akzeptieren.

Natürlich habe ich das Craft auch längere Zeit mit Windows 10 und macOS ausprobiert. So komplett ausklammern wollte ich das große Alleinstellungsmerkmal dieser Tastatur nicht.

Die „Crown“ fungiert in einigen Anwendungen clever. So kann man mit einer simplen Drehung beispielsweise durch alle geöffneten Tabs in Googles Chrome-Browser springen. In VLC lässt sich die Filmwiedergabe starten und pausieren wenn man (kräftig) auf das Drehrädchen drückt. Legt man dagegen nur (leicht) seinen Finger auf den Knopf, wechselt man zwischen den Funktionen Spulen, Kapiteln vor- und zurückspringen sowie dem Lautstärkeregler. Sprich: Selbst ohne Verwendung der Adobe Suite oder dem Microsoft-Office-Paket, die von Logitech im Zusammenhang mit dem Button speziell beworben werden, lässt sich Zusatznutzen entlocken – und das Anfassgefühl des Drehreglers ist wirklich großartig.

Die Haptik macht tatsächlich einen Unterschied. Es ist eine Freude ihn zu benutzen. Am iPad reguliert der Knopf wie beschreiben nur die Lautstärke, aber am Mac oder PC kann er tatsächlich produktiv sein – vorausgesetzt ihr arbeitet euch in die Konfiguration ein und könnt ihn in eure tägliche Arbeit unterbringen.

Und darauf läuft mein Fazit hinaus: Der Drehregler ist ein echtes Alleinstellungsmerkmal; den größten Nutzen ziehe ich persönlich aus dem Logitech Craft, weil ich die Tastatur mit mehreren Computern verwenden kann. Während ich beispielsweise diesen Artikel mit dem Craft auf dem iPad tippe, schalte ich regelmäßig zu einem Windows PC um. Damit das Craft auch dort funktioniert, drücke ich lediglich die richtige „Easy-Switch-Taste“ – 1, 2 oder 3. Leichter geht es kaum.

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