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van Alex Olma
6. April 2020 – 12:24 Uhr

Quibi – „Turnstyle”-Videos

Nie hätte ich damit gerechnet, dass der Smartphone-only Videostreamingdienst Quibi – von Jeffrey Katzenberg und unter Führung von Meg Whitman – auch direkt zum Start bei uns anläuft.

To start, let me reiterate that your phone is the only way to experience Quibi. There’s no TV app, which has already stood out as a clear deal-breaker for some people I’ve talked to — especially right now when everyone is at home for so much of the day. You can’t access the service on the web, and there’s not even a tablet-optimized version of the app. No Chromecast. No AirPlay. It’s for your phone, nothing else.

Chris Welch | The Verge

Dieses (künstliche) Alleinstellungsmerkmal ist der mit Abstand spannendste Aspekt. Quibi dreht seine Filme mühelos zwischen dem Hochkant- und Querformat – weil es zwei unterschiedliche Videostreams parallel ausliefert. „Turnstyle” nennen sie es.

Die Ersteinrichtung der App (Laden) ist tatsächlich vorbildlich und auch die Bedienung mit nur einer Hand gelingt. Die vertikale Zeitleiste, sowohl für Links- wie auch Rechtshänder, ist eine clevere Idee. Und jede Video-App braucht das Doppel-Tap-Feature um 10 Sekunden nach vorne und wieder zurück zu springen.

Die technische Seite muss man allerdings vom inhaltlichen Angebot trennen. Quibi wird es schwer gegen die (persönlichere) Unterhaltung der Instagram-Stories haben. Und auch in der Talent-Akquise für ihre Produktionen wird man es finanziell nicht gegen Netflix, Amazon, Apple und Disney aufnehmen können.

Quibi streamt ganz bestimmt nicht lange. Ich ziehe jedoch meinen Hut, weil es der erste klassische Streamingdienst ist, der sein ganzes Gewicht hinter den Konsum von Videos auf dem Smartphone wirft.

6. April 2020 – 10:13 Uhr

Miradore [Sponsor]

Miradore bietet webbasiertes Mobile Device Management (MDM) als Self-Service – für iOS, macOS, Android und Windows 10.

Über die Vorteile und Möglichkeiten, die eine zentrale Geräteverwaltung sogar im privaten Familien- und Freundeskreis bietet, habe ich in der letzten Woche berichtet. Hier ein kurzer Ausschnitt dieser Episode.

Miradore lässt sich kostenlos und für eine beliebige Anzahl von Geräten ausprobieren. Mit einer 14-Tage-Enterprise-Lizenz kann man sogar das komplette Angebot privat testen und diese Ideen dann in seine Firma und seine Teams mitnehmen.

Besonders jetzt, bei der langfristigen Arbeit aus dem Home Office, kann eine solche Dienstleistung enorm hilfreich sein. Angefangen beim Inventarüberblick – einer einheitlichen Verwaltung von unterschiedlichen Smartphones, Tablets und Desktop-Rechnern – bis zur bequemen Einrichtung von E-Mail-Postfächern sowie der Chance zentral Software zu verteilen. Nicht zu vergessen: Die Trennung seiner beruflichen und privaten Nutzung des Smartphones.

Probiert das unbedingt mal aus!

Vielen Dank an das gesamte Team von Miradore für die Unterstützung von iPhoneBlog.de in dieser Woche.

3. April 2020 – 15:42 Uhr

Schutzfunktion: Mikrofon-Deaktivierung auf Hardware-Ebene in den neuen iPads

iPad models beginning in 2020 also feature the hardware microphone disconnect. When an MFI compliant case (including those sold by Apple) is attached to the iPad and closed, the microphone is disconnected in hardware, preventing microphone audio data being made available to any software—even with root or kernel privileges in iPadOS or in case the firmware is compromised.

Apple Platform Security

Sicher ist sicher.

Passend dazu die Frage: Warum gilt das nicht auch für die Kamera(s)?

Pickren reported his research fully via the Apple Bug Bounty Program in mid-December 2019. „My research uncovered seven bugs,“ Pickren says, „but only 3 of them were ultimately used to access the camera/microphone. Apple validated all seven bugs immediately and shipped a fix for the 3-bug camera kill chain a few weeks later.“ The three-0day camera kill chain exploit was dealt with in the Safari 13.0.5 update released January 28. The remaining zero-day vulnerabilities, judged to be less severe, were patched in the Safari 13.1 release on March 24.

iPhone Camera Hijacked Using Three Zero-Days: Apple Pays Hacker $75,000

3. April 2020 – 12:30 Uhr

Der „Quid­pro­quo“-Deal mit Amazon

Why would Apple agree to this? Financially, Apple now gets a cut of some Prime Video rentals and purchases, and a recurring cut of new Prime Video subscriptions made in-app. And Apple TV users get all the benefits from the Prime Video app supporting AirPlay 2, universal search, and integration with the TV app that Apple is trying to make the default interface for watching shows and movies. Prior to this deal, Apple made nothing from Prime Video — it was a free app with no in-app purchases, and there was no way to subscribe to Prime Video through iTunes.

John Gruber | Daring Fireball

Die bislang nachvollziehbarste Beschreibung von einem „etablierten Programm“, das bislang niemand kannte. Einige Annahmen sind (natürlich) nicht bestätigt, aber die beschriebene Motivation zum Deal von Amazon und Apple dürfte hier stimmen.

Sie folgt der Idee einer Provision – einer Kundenvermittlungsgebühr. Im Kontext der finanziellen 70/30-Teilung betont Apple regelmäßig wie wichtig ihnen ist wer den Kunden vermittelt hat beziehungsweise wie der Kunde auf einen Service aufmerksam wurde.

Let’s be clear about what that means. Apple connects Spotify to our users. We provide the platform by which users download and update their app. We share critical software development tools to support Spotify’s app building.

Apple.com/Newsroom

Im jetzigen Deal mit Amazon bleibt diese Idee erhalten: Wenn ein Kunde bereits beim jeweiligen Dienst angemeldet ist und dort ein Zahlungsmittel hinterlegt hat, vermittelt nicht Apple – er oder sie ist ja bereits ein Kunde von Amazon. Deshalb darf auch die Zahlungsschnittstelle von Amazon genutzt werden.

If the Amazon account you’re signed into does not have a Prime subscription, you can purchase or rent movies in the Prime Video app, and they will be processed as Apple In-App Purchases. This is true even if Amazon has a credit card on file for your account. If you are not subscribed to Prime, in-app purchases are Apple’s In-App Purchases.

Und trotzdem bleibt offen, warum diese Konditionen nur für Filme gelten? Und warum dieser „premium video subscription service“ nirgends offiziell beschrieben ist?

Meine Fragen bleiben natürlich semi-rhetorisch. Der Deal ist ein Push für Apples TV-App! Eine Anlaufstelle, die Apple enorm wichtig ist. So wichtig, dass sie sich mit individuellen „Quid­pro­quo“-Deals angreifbar machen.

Der Apple TV-App fehlt die Unterstützung der großen Anbieter. Netflix ist dabei wohl an erster Stelle zu nennen. Ohne die großen Video-Anbieter ist es nicht sinnvoll für dich und mich die Apple-TV-App zu benutzen, sondern direkt die individuellen App-Store-Anwendungen zu öffnen.

Für Bücher, Comics oder Hörbücher fehlt Apple eine solche Motivation, weil quasi keine Gegenleistung existiert.

Die Beschränkung auf Videos dürfte auch deshalb der Grund sein warum die Eckdaten für den Deal nicht offiziell dokumentiert sind. Wir sprechen hier über wenige ausgewählte Partner, die für Apple überhaupt interessant sind.

Das ist nicht fair (und sicherlich auch nicht hilfreich mit dem Blick auf die Wettbewerbshüter), aber es bleibt eine nachvollziehbare Motivation.

2. April 2020 – 13:27 Uhr

Sonderregelung: Amazon darf Videos über die eigene In-App-Zahlungsmethode verkaufen

“Apple has an established program for premium subscription video entertainment providers to offer a variety of customer benefits — including integration with the Apple TV app, AirPlay 2 support, tvOS apps, universal search, Siri support and, where applicable, single or zero sign-on,” the company said. “On qualifying premium video entertainment apps such as Prime Video, Altice One and Canal+, customers have the option to buy or rent movies and TV shows using the payment method tied to their existing video subscription.”

via Nick Statt | The Verge

Wie qualifiziere ich mich als „premium video entertainment app“? Warum sind (Videostreaming‑)Abos von diesem „program“ ausgeschlossen? Und warum laufen Zahlungen für „premium audio entertainment apps“ nicht auch an Apples eigener In-App-Bezahlschnittstelle vorbei?

Ein Zitat aus Apples eigenem Statement gegen die Beschwerde von Spotify bei der Europäischen Kommission im letzten Jahr:

The only contribution that Apple requires is for digital goods and services that are purchased inside the app using our secure in-app purchase system. […]

Apple connects Spotify to our users. We provide the platform by which users download and update their app. We share critical software development tools to support Spotify’s app building. And we built a secure payment system — no small undertaking — which allows users to have faith in in-app transactions. Spotify is asking to keep all those benefits while also retaining 100 percent of the revenue.

Apple.com/Newsroom

Solche (undokumentierten?!) Ausnahmeregelungen geben mir „kein Vertrauen in In-App-Transaktionen“. Wie Apple richtig schreibt: „a secure payment system (is) not a small undertaking“.

1. April 2020 – 14:23 Uhr

Wo liegt die Zukunft der Dark-Sky-Wetterdaten?

Mich fasziniert, wie sehr Menschen das Wetter fasziniert. Deshalb verwundert es (mich) auch nicht, dass jeder seine ganz eigenen Quellen für die vermeintlich präzisesten Prognosen von Temperatur und Regen pflegt.

Seit gestern steht die Frage im Raum: Füttert Dark Sky zukünftig nur Apples eigene Wetter-App (beziehungsweise Siri), oder wird’s eine neue1 Schnittstelle für App-Store-Entwickler geben?

Apple bietet zwar allerlei technische APIs und Frameworks an, erzeugt aber selten große Datensätze, die sie zur Fremdbenutzung offenlegen. Das Kartenmaterial aus Apple Maps und das Podcast-Verzeichnis fallen mir spontan ein.

Die grundsätzliche Idee von eigenen Wetterdaten hat jedoch seinen Reiz: Wetterdaten sind für den Anbieter teuer, aber gleichzeitig nicht sehr datenschutzfreundlich für seine Nutzer. Beide Aspekte könnte Apple angehen um ihr Ökosystem aus bunten iOS-Wetter-Apps zu nähren.

Und darin liegt ein Wert; beziehungsweise wäre es ein herber Verlust diese hochspezialisierten (Regen‑)Daten zurückzuhalten. Apples vorinstallierte Wetter-App wird nämlich weder Carrot Weather noch Weather Line2 ablösen – oder die speziell zugeschnittenen Wetter-Informationen in ToDo- und Kalender-Anwendungen ersetzen.

„Apple Weather” ist eine simple App, die massentauglich bleiben muss. Sie wird auch zukünftig nicht die Faszination von den vielen Menschen befriedigen, die das Wetter fasziniert.

Deshalb meine Frage: „Wo liegt die Zukunft der Dark-Sky-Wetterdaten?”

1. April 2020 – 10:15 Uhr

#198 – „Mobile Device Management“ für die Familie

Die iPhones eurer Familie aus der Ferne zu verwalten, hat ein paar nennenswerte Vorteile. Diese Vorteile konnte ich bislang nicht spontan aufzählen. Deshalb existiert dieses Video.

Miradore, ein ehemaliger Blog-Sponsor, hat mir bei der inhaltlichen Zusammenstellung geholfen. Nicht nur mit einem Testzugang, sondern in erster Linie mit einem Videochat, bei dem ich alle meine Fragen loswerden durfte. Ein großes Dankeschön dafür!

Hier das Intro zur achtminütigen Episode:


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31. März 2020 – 20:46 Uhr

Apple schnappt sich Dark Sky

YAHOO! lieferte für die ersten sieben iOS-Jahre alle Wetter-Informationen an Apples vorinstallierte App. Mit iOS 8 bekam The Weather Channel seine Chance; sechs Jahre später kauft Apple das hervorragende Dark Sky.

Today we have some important and exciting news to share: Dark Sky has joined Apple.

Our goal has always been to provide the world with the best weather information possible, to help as many people as we can stay dry and safe, and to do so in a way that respects your privacy.

There is no better place to accomplish these goals than at Apple. We’re thrilled to have the opportunity to reach far more people, with far more impact, than we ever could alone.

Blog.DarkSky.net

Dark Sky startete als Wetter-App (auf Kickstarter), ist heute jedoch an erster Stelle ein beliebter Anbieter von Wetterinformationen für andere Anwendungen (beispielsweise CARROT Weather). Die Dark Sky API dürfte auch der exklusive Grund für die Übernahme gewesen sein.

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