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van Alex Olma
12. Mai 2021 – 15:20 Uhr

Wir vermessen die Welt: iPhone-LiDAR scannt den Pariser Untergrund

@emmanuel_2m digitalisierte am letzten Wochenende einen kleinen Teil die Katakomben von Paris über den LiDAR-Scanner im iPhone. Das Telefon spannte er dafür in diese Klemme (Affiliate-Link) und half bei der Ausleuchtung mit zwei tragbaren Arbeitslichtern (Affiliate-Link) nach.

Die restliche Arbeit erledigte App-Store-Software.

Der komplette Twitter-Thread ist eure Zeit wert.

Die Scans finden sich auf Sketchfab. Über die AR-Funktion aus der Sketchfab-App holt man sich die Grabkammern direkt ins Büro; heute Abend muss ich unbedingt noch mit der Oculus durch die Unterwelt kriechen.

Und es verwundert natürlich niemanden, dass die Texturen bereits in den ersten Shooter-Spielen auftauchen.

11. Mai 2021 – 22:51 Uhr

Infuse 7 flimmert nun über alle Bildschirme

Mit dem Umzug nach Helsinki trennte ich mich von Filmen auf Plastikscheiben; mit dem Umstieg aufs iPad (und der zunehmenden Verbreitung von Streamingdiensten) löschte ich die digitale DVD-Sammlung.

Heutzutage landen digitale Kopien von TV-Serien in Infuse – entweder überspiele ich die Dateien in den lokalen iPad-Speicher oder binde ein WebDAV-Laufwerk ein.

Ich hebe nichts mehr auf; ich transkodiere auch nichts mehr. Infuse ist das Containerformat ohnehin schnuppe. Und da ich keinen Bedarf an einer wachsenden Medienbibliothek habe, ist mir Plex zu aufgebläht. Und VLC sagte mir optisch noch nie zu.

Version 7 steht als neue (!) App im Download-Store. Nutzer:innen der Vorgängerversionen – v4, 5 und 6 – bekommen ein Jahr der Software-Miete gratis. Um sich die 10 Euro zu sparen, lässt man temporär die vorherige Version installiert. Ein Sync zieht sich nicht nur die lokalen Filmdateien aus der bislang genutzten App, sondern überträgt auch die Einstellungen der Netzwerkordner.  

Größtes Feature von Version 7 ist die neue macOS-App. Sie gesellt sich zu den Apps fürs iPhone, iPad und den Apple TV. Mit Videos, die auf Netzwerkordnern liegen, synchronisiert sich die Abspielposition zwischen all diesen Geräten – sogar der eigene Clan schaut durch „Family Sharing” kostenlos zu.

Ich habe bereits in der Beta-Phase die dedizierte Mac-Software zu schätzen gelernt. Und obwohl mir die Apple-TV-Version am liebsten ist: Manchmal ist es einfach nett, dass jeder Bildschirm seinen Zugriff hat – egal zu welchem Computer er gehört.

10. Mai 2021 – 21:14 Uhr

Funktionswunsch: Feedback fürs Foto-Widget

Apples Foto-Widget spült brillante Bilder an die Homescreen-Oberfläche. Deshalb liegt es bei mir in der XL-Version in einem „Smart-Stapel” auf meiner einzigen Homescreen-Seite.

Allerdings wählt es dafür manchmal Fotos aus, die absolut unpassend sind – vom Ex-Partner bis zu einer Reise, an die man sich nicht unvorbereitet erinnern möchte.

Klar: In der Überraschung liegt der Wert des Widgets – sowohl positiv wie auch negativ.

„Empfohlene Fotos” lassen sich zwar entfernen – jedoch ohne Angabe von Gründen. Dem Feature könnte man kräftig unter die Arme greifen, wenn sich hier Personen, Orte, Zeitspannen oder Alben vorab als unpassend markieren ließen.

Eine solche Option wäre natürlich Apple-untypisch. Allerdings sehe ich keinen Algorithmus, der in den nächsten Jahren diese Funktion in die „It just works”-Kategorie steckt.

Künstliche Intelligenz erkennt beispielsweise problemlos Fotos von Krankenhäusern. Ob ihr dort jedoch einen Trauerfall oder die Geburt eures Kindes erlebt, ist nicht nur deutlich schwieriger herauszufinden, sondern auch ein weitaus höherer Wetteinsatz.

Obendrein variieren Empfindungen: Verstorbene Großeltern möchte man vielleicht nur manchmal sehen – in den richtigen Situationen.

Das sind komplexe Probleme, bei denen nicht alle Antworten abzubilden sind. Trotzdem sehen wir uns oft mit Idealvorstellungen konfrontiert – der „perfekten Familie” – die mit zwei oder drei Nachfragen viele grundsätzliche Einschränkungen aufheben würden.

Ohne jegliche Einstellungsmöglichkeiten bleibt für manche Personen nur das Auslagern respektive Löschen von ganzen Fotoserien – wenn sie das Foto-Widget in ihrer jetzigen Form nutzen möchten.

10. Mai 2021 – 14:38 Uhr

Boxcryptor [Sponsor]

Gibt es Online-Speicher-Dienste mit echtem Datenschutz? Na klar! Boxcryptor feiert dieser Tage bereits sein zehnjähriges Firmenjubiläum!

Die Software aus Augsburg verschlüsselt eure sensiblen Dateien auf iCloud, Dropbox, im Google Drive und bei über 30 anderen Anbietern für Cloudspeicherplatz – inklusive einer Unterstützung für Microsoft Teams und über eine komplett neuentwickelte Boxcryptor-App für iOS.

Die Verschlüsselung der persönlichen Daten ist zeitgemäßer denn je, fiel aber schon im zurückliegenden Jahrzehnt nicht aus der Mode. Boxcryptor stand bereits im Jahr 2012 im App Store – damals war das iPhone 5 mit iOS 6 aktuell.

Boxcryptor demonstrierte, dass man den Datenschutz in die eigene Hand nehmen kann. Im Jahr 2021 liegt die Anwendung nun in der Programmiersprache Swift vor. Mit SwiftUI nutzt es die modernen Möglichkeiten der App-Gestaltung.

Die neue Anwendung setzt für die Bearbeitung von Dokumenten jetzt exklusiv auf die Dateien-App und ist damit zukunftssicher aufgestellt.

Für euch wird’s noch bequemer: Die Dateien-App dient als zentrale Anlaufstelle für alle eure sensiblen Dokumente; die Boxcryptor-App kümmert sich um die Verwaltung.

Probiert die Verschlüsselungssoftware wirklich einmal aus! Mit einem Cloud-Konto und zwei Geräten ist der Dienst sogar dauerhaft kostenlos. Die individuelle Jahreslizenz kostet nur drei Euro pro Monat. So könnt ihr unbegrenzt viele Cloud-Anbieter und beliebig viele Geräte einbinden und obendrein alle Dateinamen verschlüsseln.

Gewinnspiel

Mit dem zehnjährigen Firmenjubiläum vor der Tür verlost das Team noch einmal fünf Ein-Jahres-Lizenzen für Boxcryptor Personal sowie eine exklusive Geschenkbox!

Wer mich über Twitter (@iphoneblog) in den nächsten Tagen grüßt und in diesem Tweet den Hashtag #Boxcryptor setzt, kann gewinnen.

Ein riesiges Dankeschön ans gesamte Boxcryptor-Team für die Unterstützung von iPhoneBlog.de.

9. Mai 2021 – 22:39 Uhr

Die beste Apple-TV-Fernbedienung liegt bereits vor uns: das iPhone und die Apple Watch

In 19 Tagen schlägt hier der neue Apple TV auf. Hauptaugenmerk ist dann die runderneuerte Fernbedienung. Und obwohl Siri Remote zweifellos ihre Daseinsberechtigung hat, bleibe ich wahrscheinlich bei den zwei Zauberschaltern, die immer zur Hand sind: die digitale Apple TV Remote im Kontrollzentrum und auf der Watch.

Ohne einen Kampf um die Fernbedienung eine Kontroverse anzetteln zu wollen:

  • Jetzt läuft” liegt leicht zugänglich im Apple-Watch-Dock. Ein Touch auf „Menü” signalisiert dem Apple TV meinen Fernseher einzuschalten.
  • Zwei oder drei Wischgesten später ist eine Serie gestartet. Die Drehung an der Digital Crown ändert dafür die Lautstärke – bei mir läuft der Sound über zwei HomePods.
  • Sobald ein Film spielt, zeigt das iPhone im Sperrbildschirm die Software-Fernbedienung. Das Vorspulen respektive Zurückspulen ist am iPhone-Touchscreen extrem präzise; auf der Watch springt man immerhin in 10-Sekunden-Schritten.

Man kann wirklich nicht behaupten, dass Apple die viereinhalb Jahre zwischen den zwei Apple-TV-Generationen für ihre Wohnzimmerstrategie gut genutzt hat. Und trotzdem: Der Abschied der eigenen „TV Remote”-App und die gleichzeitige Integration der Funktionen ins Betriebssystem, erfüllen meine Bedürfnisse1 an eine Fernbedienung.


  1. Ich klammere mich nicht mit beiden Händen an den Fernbedienungsknochen. Ich springe nicht durch unzählige Sender oder ändere alle zwei Minuten die Lautstärke. Außerdem ist der Apple TV meine einzige Set-Top-Box. 
8. Mai 2021 – 12:59 Uhr

„Siri, wer singt dieses Lied?” Euer iPhone merkt sich die Antworten.

Die Siri-Suchergebnisse auf die Frage „Von wem ist dieses Lied?“ findet ihr in der iTunes-Store-App ➝ Menü ➝ Siri.

Ihr könnt die Frage nach Musiktiteln von eurem iPhone oder eurer Apple Watch stellen. Diese Liste merkt sich keine Songs, die ihr über das eigene Gerät abspielt; es ist eine Merkliste für Musik, die ihr im (Auto‑)Radio oder einem Kaffeehaus hört.

7. Mai 2021 – 14:47 Uhr

Mmmmm, purple

🎵 🎵 Purple rain, purple rain. 🎵 🎵

Violett ist eine ganz fantastische Farbe für dieses „Mid-cycle”-iPhone.

In den letzten Jahren besetzte das (PRODUCT)RED die Lebensmitte einer iPhone-Generation. Diesmal gab es den Anstrich in Rot, bei der Apple einen Teil seiner Erlöse gegen HIV/AIDS stiftet, bereits im Herbst. Der Grund ist einfach: (PRODUCT)RED hilft diesmal der Bekämpfung von COVID-19 und Violett schnappte sich die offene Position.

Durch die zusätzliche Farbe stehen nun sechs Lackierungen für das iPhone 12 und iPhone 12 mini zur Auswahl (Weiß, Schwarz, Blau, Grün, Violett und Rot). Das iPhone 12 Pro bleibt bei vier (sehr gedeckten) Farben – von Graphit über Silber, Gold bis Pazifikblau. Bunter zeigte sich noch keine iPhone-Generation zuvor.

Gleichzeitig scheint das iPhone mit der neuen Farbgebungen der erste Computer, der auf eine randomisierte Seriennummer setzt. So versteckt es Information wie beispielsweise die Produktionswoche und soll systematischen Reparaturbetrug ausschließen.

Das violette Finish ist auf der gläsernen Rückseite deutlich heller als auf den flachen Aluminiumkanten. Ich mag es wirklich sehr; es ist eine farbenfrische Ergänzung zu den Start-Farben.

Apropos Start: Nach sechs Monaten halten die 12-Modelle was sie anfänglich versprachen – weder Hardware noch Software stolpern.

Gegenüber meinem gigantischen Pro Max ist das iPhone 12 überraschend leicht. Auf dem Datenblatt lesen sich 64 Gramm recht unerheblich; in der Hand fühlt man das geringere Gewicht aber deutlich.

Ganz persönlich habe ich die Entscheidung zum Pro Max mit seinem Teleobjektiv (!) und Apple ProRAW keinesfalls bereut. Dennoch wäre es fantastisch, wenn Apple den nächsten iPhones wieder vergleichbare Kameras gibt – zwischen dem Mini, iPhone 12, iPhone 12 Pro und 12 Pro Max ist die Unterscheidung nicht in zwei Sätzen erklärt.

Außerdem hoffe ich auf einen festen Platz für Violett im Line-up. Die Farbe zeigt sich nicht nur „passend zum Frühling”, sondern gefällt auch in der regnerischen Herbstzeit.

6. Mai 2021 – 17:01 Uhr

„Apple’s troubling stubborn streak“

Dealing with a product flaw is a challenge for any company, but it’s also an opportunity. It’s a chance to prove how much you care. By being honest and straightforward, you can actually build greater customer loyalty.

It’s disappointing that the modern Apple is so willing to stonewall, and that it can take an inexcusably long time to set things right.

Ken Segall

Unvergessen ist Apples Pressemitteilung zum frühen Ende des Cube — vorgestellt im Jahr 2000; eingestellt im Jahr 2001.

“Cube owners love their Cubes, but most customers decided to buy our powerful Power Mac G4 minitowers instead,” said Philip Schiller, Apple’s vice president of Worldwide Product Marketing.

Apple Puts Power Mac G4 Cube on Ice

Solche Statements (+ Überschriften!) leisten sich Firmengründer, nicht Firmenchefs.

Steve Jobs liebte anscheinend den iPod Hi-Fi. Schlussendlich verkaufte ihn Apple für lediglich 18 Monate.

Hätte also Steve Jobs den Mac Pro (2013) unverändert für 6 lange Jahre verkauft?

Eine Antwort darauf haben wir nicht. Mit Blick zurück war der Mac in diesen Jahren aber nicht Apples Priorität. Das iPhone und iPad standen im Fokus; und unter Anbetracht ihres (finanziellen) Erfolgs wohl auch zurecht.

Der Mac Pro (2013) war für lange Zeit ein unkorrigierter Fehler, weil er seine Zielgruppe verfehlte. Ihn plagten auch technische Probleme (Stichwort: Grafikkarten), aber er war in erster Linie ungeeignet für seine Käufer und Käuferinnen.

Anders als beispielsweise die Magic Mouse 2. Über den Lightning-Anschluss auf der Unterseite schmunzelt man noch heute – sechs Jahre später. Aber nicht nur darin liegt ein Wert: Wenn man die Maus in 2 Minuten am Kabel für 9 Arbeitsstunden auflädt, funktioniert das anscheinend für ihre Zielgruppe.

Ähnlich praxisorientiert zeigt sich der Apple Pencil (1. Generation). 15 Sekunden im Lightning-Port des iPads erzielen eine dreißigminütige Benutzung. Es sieht lustig aus, funktioniert aber.

Diese „Fails“ wirft man gerne in den Topf der tatsächlich schwerwiegenden „Showstopper“: angefangen bei der Butterfly-Tastatur, über MobileMe bis zur alten „Siri Remote“.

Diesen Fehlern stünden deutliche Worte gut – offizielle Statements. Für MobileMe übernahm das noch Jobs („It wasn’t our finest hour, but we learned a lot.”)

Im Gegensatz dazu kommentierte die neue Fernbedienung für den Apple TV niemand, und aus dem Butterfly-Desaster wieselte1 man sich heraus.

Kein Kommentar, ist auch ein Kommentar – aber in diesen Situationen fast nie angemessen.


  1. „We decided that while we were advancing the butterfly keyboard, we would also — specifically for our pro customer — go back and really talk to many pro customers about what they most want in a keyboard and did a bunch of research. The team took the time to do the work to investigate, research, explore and reinvent.“

    CNET.com 

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