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van Alex Olma
16. Januar 2018 – 14:35 Uhr

Osmo Mobile 2: DJI kündigt eine neue Version von ihrem Smartphone-Stabilisator an

Eineinhalb Jahre nach dem Osmo Mobile folgt DJIs zweiter Anlauf für einen Gimbal, der unsere Smartphone-Aufnahmen stabilisiert. Mit einem geplanten Verkaufspreis von 150 Euro präsentiert sich das zweite Modell mit überschaubaren Verbesserungen (interner Akku, Stativ-Schraube, Portrait-Mode, etc.1), aber extrem preisaggressiv.

Zwei Probleme bleiben aber bestehen, die man vorab in seine Kaufentscheidung einbeziehen sollte:

  • Der Osmo Mobile bietet weiterhin keine Möglichkeit ein externes Mikrofon anzubringen. Man kann ausprobieren, ob man seinen Lightning auf Klinkenadapter eingeklemmt bekommt (um beispielsweise ein RODE VideoMicro dort anzubringen). Ich hatte mit diesem Hack aber wenig Erfolg. Realistisch betrachtet muss man sich daher mit der Mikrofonqualität des iPhones anfreunden (die nicht schlecht ist!) oder sein Audio tatsächlich separat aufzeichnen (und die Tonspur im Schnitt später mit dem Bild zusammenführen).
  • Punkt 2 ist speziell ein Problem, dass iPhone-Nutzer betrifft. Das iPhone X bietet eine optische Bildstabilisierung (OIS) für beide (!) rückseitigen Objektive (beim iPhone 7 Plus und iPhone 8 Plus besitzt nur das Weitwinkel-Objektiv die optische Bildstabilisierung). Diese Stabilisierung in der Hardware lässt sich nicht abschalten und kämpft gegen die Stabilisierung des Gimbals und führt in einigen Situationen zu einem Zitter-Effekt. Im schlimmsten Fall sieht das so aus; im besten Fall entstehen solche Videos (iPhone 7 Plus + FiLMiC Pro + LumaFusion).

Benutzt man die vorderseitige Kamera der iPhones, die inklusive des iPhone X nur digital stabilisiert wird, tritt kein Problem auf. ‚Selfie-Mode‘ mit dem Osmo Mobile im Zusammenspiel mit dem iPhone X (in 1080p) funktioniert deshalb traumhaft.

Der Wobbel-Effekt tritt auch nicht zwangsläufig auf. Speziell wenn man Personen im Vordergrund filmt, Nahaufnahmen schießt oder seinem gefilmten Objekt nur langsam folgt („Ninja Walk“), funktioniert der Osmo Mobile wie angepriesen. Ich bin heute morgen zweimal um den Block gelaufen um den Effekt zu reproduzieren, habe das aber weder mit einem iPhone 8, noch mit einem iPhone X, geschafft.

Ultimativ müsste Apple aber einen Software-Schalter einbauen, der Kamera-Anwendungen aus dem App-Store die Möglichkeit bietet die optische Bildstabilisierung der iPhones (temporär) abzuschalten (wenn das möglich ist)2.


  1. Weggefallen ist allerdings die Möglichkeit anderes DJI-Equipment zu benutzen, da die vormals verbaute Rosettenhalterung beim neuen Modell nicht vorhanden ist. 
  2. Ich gehe nicht davon aus, dass sich Apple mit DJI an einen Tisch gesetzt hat und ihrer Go-App eine Sonderbehandlung im Zusammenspiel mit der neuen Hardware bekommt. Erfahren werden wir es aber erst wenn der Osmo Mobile 2 sich tatsächlich kaufen lässt. 
15. Januar 2018 – 14:42 Uhr

Facebook‘s Neujahrsvorsätze

The research shows that when we use social media to connect with people we care about, it can be good for our well-being. We can feel more connected and less lonely, and that correlates with long term measures of happiness and health. On the other hand, passively reading articles or watching videos — even if they’re entertaining or informative — may not be as good.

Based on this, we’re making a major change to how we build Facebook. I’m changing the goal I give our product teams from focusing on helping you find relevant content to helping you have more meaningful social interactions.

Mark Zuckerberg

Facebook verspricht diese Änderungen seit Jahren – ohne Wort zu halten. Jetzt steht Zuckerberg erstmals mit eigenem Namen dahinter. Und er besitzt weiterhin das ausschlaggebende Aktienstimmrecht, weshalb ich tatsächlich an einen bevorstehenden Wandel für das soziale Netzwerk glaube.

Ich weiß nicht wie es euch geht, aber mein persönlicher Facebook-Feed ist ein Desaster. Dort werden mir nicht nur überwiegend Personen vorgesetzt, dessen Aktivitäten mich nicht interessieren, sondern vornehmlich deren (für mich!) noch uninteressanteren Links.

Natürlich könnte ich die Arbeit reinstecken und Beiträge ab- beziehungsweise aufwerten. Wenn Facebook mehr über mich wüsste, würden sie meine Filterblase flauschiger auspolstern.

Mit dem derzeitigen Fokus, bei dem „brands und media“-Inhalte aber einen dominanten Teil meiner Timeline bespielen (dürfen), schnürt das jede Motivation ab. Den Deal mit der personalisierten Werbung gehe ich bewusst ein (wenn ich dort unterwegs bin). Das konstante Geschachere mit Artikel und (Werbe-)Videos, die mir ungefragt vorgesetzt werden wenn deren Anbieter dafür bezahlt, nimmt mir allerdings jeglichen Ansporn die Plattform überhaupt zu nutzen.

Fürs iPhoneBlog.de betreibe ich selbst eine Facebook-Seite (weil man es Lesern und Leserinnen so einfach wie möglich machen möchte). Für gefühlt jeden dritten Link, den ich dort teile, bekomme ich eine „This post is performing better than XY% of your other posts“-Mail. Darin werde ich aufgefordert, Geld einzuwerfen um mehr Leute zu erreichen.

Notwendig ist das, weil selbst ein „Like“, ein „Abonnieren“ oder das „Seite gefällt mir“-Däumchen nicht zwangsläufig dazu führt, dass man alle Posts von einem „Brand“ zu sehen bekommt:

Durch das hochgradig präzise Targeting, mit dem man sich als Publisher aussuchen kann wer Artikel vorgesetzt bekommt, hat sich Facebook eine Echokammer gebaut, die ihnen viel Geld einspielt, aber inzwischen um die Ohren fliegt. Und ich glaube es ist tatsächlich realistisch, dass Facebook diesen Geldhahn (weiter) zudreht und damit das Medienbild – von Fake News bis zu Clickbait-Überschriften – abermals drastisch verändert.

Facebook besetzt mit WhatsApp, Instagram und ihrem eigenen Messenger drei Sparten, die wie eine Faust aufs ‚Social Network‘-Auge passt. Dagegen ist Facebook.com – die Webseite und ihre App – aber derartig vom Kurs abgekommen, das Mark Zuckerberg nicht nur leicht nachjustieren muss. Und als erstes werden das die Publisher zu spüren bekommen.

12. Januar 2018 – 10:21 Uhr

#086 – Videoleap

Den Auftakt für #one im Jahr 2018 macht eine App für Videobearbeitung, die sich Videoleap (universal; Laden) nennt. Sie stammt von einem Team, dass zuvor die Fotobearbeitung Enlight (universal; 3,49 ) gebaut hat – einen echten App-Store-Hit.

Im Gegensatz zu Enlight ist Videoleap mit weitaus weniger Tamtam gestartet, aber mit genauem Blick auf die App nicht weniger beeindruckend.

Hier die 54-Sekunden-Vorschau zur fünfminütigen Episode:


iPhoneBlog #one kann man abonnieren. Als Abonnent bekommt man jede Woche ein neues Video, den Zugriff auf alle schon veröffentlichten Episoden und die Einladung zur Diskussion in einem privaten Slack-Kanal. iPhoneBlog #one ist ausschließlich von Lesern und Leserinnen finanziert und unterstützt direkt das iPhoneBlog.

Alle Infos und die Möglichkeit dabei zu sein, findet ihr unter iPhoneBlog.one.

11. Januar 2018 – 14:47 Uhr

Streaming über Ländergrenzen: Fernsehen mit Zattoo nun auch im EU-Urlaub

Ich wiederhole mich, aber eins der besten Features von Zattoo (universal; Laden) ist tvOS. Auch für das normale TV-Programm verbleibt man auf Apples Benutzeroberfläche und muss sich nicht mit dem Umschalten zwischen verschiedenen Eingangsquellen am Fernseher herumärgern.

Meine Family (in Bremen) hat gerade ihr zweites Abojahr begonnen (100 € / 12 Monate). Sie nutzen zwar mittlerweile auch die Aufnahmefunktion und das zeitversetzte Anschauen von Sendungen, primär bereitet ihnen aber die überflüssige TV-Fernbedienung (und die beendete Beziehung zur mäßigen Benutzerführung ihres Philips Fernsehers) große Freude.

Die besagte Familie ist dieser Tage zu Besuch bei mir in Finnland und kann dank neuer EU-Verordnung ihr TV-Programm auch hier anschauen:

Die sogenannte EU-Portabilitätsverordnung gilt seit dem 1. Januar 2018 in allen EU-Ländern und bezieht sich auf kostenpflichtige digitale Dienste, die bei vorübergehendem Aufenthalt im EU-Ausland genauso wie im Heimatland genutzt werden können. Das bedeutet, dass Streaming-Dienste wie eben Zattoo die Möglichkeit gewähren, den Service auch im Ausland zu nutzen.

Zattoo.com

Gestolpert bin ich an diesem Absatz über die Formulierung „vorübergehend“. Eine kurze Nachfrage bei Zattoo ergab: Die EU-Verordnung spezifiziert noch nicht genauer wie viele Tage am Stück der „kostenpflichtige digitale Dienst“ genutzt werden kann. Gegebenenfalls definieren zukünftige Gerichtsurteile den expliziten Zeitraum, den im Moment die Anbieter selbst festlegen.

8. Januar 2018 – 16:23 Uhr

Bluetooth-Tracker ‚Tile‘ schließt Kooperation mit Kopfhörer- und Koffer-Herstellern

Tile, the world’s leading smart location company, today announced expansions to the Tile Platform with several new partnerships, delivering on its vision to build a world where everyone can find everything that matters.

Tile, kennt ihr.

Zu den neuen „Partnern“ zählen unter anderem Bose (Kopfhörer), Samsonite (Koffer), Boosted Boards (Skateboards) und Propeller Health (Asthma Inhalatoren). Damit beschreitet das ehemalige Kickstarter-Projekt einen Weg, der sich von eigener Hardware entfernt und einer integrierten Software-Lösung zuwendet – die natürlich weitaus besser skaliert. So wird ein Schuh draus.

Neben solchen Hardware-Partnern arbeitet man außerdem mit den ersten Verkehrsknotenpunkten zusammen, so wie dem ‚San Jose International Airport‘.

“We partnered with Tile to help travelers find their lost items in near real-time, which means a lot when you’re rushing to catch a flight. In just a few weeks since installation, we’ve already seen Tile same-day found rates increase to nearly 95%.

GlobeNewswire

6. Januar 2018 – 15:51 Uhr

„The Future of Transmit iOS“

Quick summary:
▪ We are suspending the sale of Transmit iOS very soon
▪ Revenue was not enough to cover development — we won’t sell something we can’t actively develop
▪ This does not affect Transmit 5 for Mac. It’s doing extremely well
▪ This also does not affect Coda iOS and Prompt iOS, both of which are still going strong
▪ We really hope to bring it back someday in some form

Cabel Sasser

Ich habe Transmit (universal; 10.99 ) für iOS 8 im Herbst 2014 einmal gekauft und bis heute (meistens vom iPad aus) benutzt. Zum Glück kann ich zukünftig Coda (universal; 27.99 ) für meine rudimentären Blog-Edits zu Rate ziehen.

Trotzdem: Solche hochkarätigen App-Store-Abgänge, die auch ein Aushängeschild für iOS als Betriebssystem sind, schmerzen.

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6. Januar 2018 – 15:11 Uhr

MiniCast: Podcasts auf der Apple Watch

Es bleibt ein Hack, ein Umweg, den Apple alleine abkürzen könnte (sich dem Thema aber bis watchOS 4 so überhaupt nicht gewidmet hat).

Bis wir also ganz offiziell das Podcast-Verzeichnis auf der Watch durchstöbern (oder einzelne Folgen vom iPhone aus an die Uhr schicken), bleiben nur Lösungen von App-Store-Drittanbietern.

MiniCast (Laden) transferiert neben Watch Player (1,09 ) oder Workouts++ (Laden) einzelne Podcast-Episoden mithilfe des iOS-Share-Sheets auf die Apple Watch – um einzelne Episoden auch dann anzuhören, wenn das iPhone einmal nicht in Reichweite liegt.

Die Übertragung dauert. MiniCast auf dem iPhone übergibt lediglich den Namen der Episode und dessen URL an die Watch. Apples Uhr zieht sich dann eigenständig – aber eher schnarchend – das File von dem jeweiligen Podcast-Server. Solche Downloads lassen sich beispielsweise aus Apples Podcast-App, Pocket Casts, Overcast oder Castro anstoßen.

MiniCast übergibt für bereits angespielte Podcast-Episoden bislang nicht die Abspielposition an die Uhr. Jede Folge startet dementsprechend ganz von vorne.

MiniCast ist leicht verständlich, optisch aufgeräumt und mischt sich nicht in eure Podcast-Ordnung auf dem iPhone ein. Ihr abonniert nichts doppelt, ihr verwaltet keine zusätzlichen Feeds: Ihr benutzt weiterhin eure bevorzugte Podcast-App und schickt bei Bedarf einzelne Episoden auf die Uhr.

Wenn ich jetzt nicht jeweils 5 bis 10 Minuten pro Download einer Episode einplanen müsste – was wohlgemerkt alleine Apple ändern kann – wäre die Umsetzung, so wie sie MiniCast vorschlägt, bereits ein sehr gelungener Start.

4. Januar 2018 – 21:15 Uhr

Mini-Kratzer auf dem Apple-Watch-Gliederarmband? So schmirgelt ihr die weg.

Wer eine stattliche Summe in Apples Link Bracelet investiert hat, und das Gliederarmband von kleinen Schrammen befreien will (die im Laufe der Benutzung ganz selbstverständlich entstehen), folgt diesem Ebay-Link.

Ich bin mir sicher, es gibt noch viele andere Möglichkeiten für die Pflege der Edelstahl-Legierung, aber dieses Pad habe ich selbst erfolgreich ausprobiert.

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