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van Alex Olma
24. Juni 2017 – 13:39 Uhr

Nicht leicht einsehbar: die tatsächliche Größe eines App-Updates.

Auslöser der Diskussion um die anwachsenden Größen von App-Store-Software war das Analyseunternehmen Sensor Tower mit diesem Artikel:

According to Sensor Tower’s analysis of App Intelligence, the total space required by the top 10 most installed U.S. iPhone apps has grown from 164 MB in May 2013 to about 1.9 GB last month, a 12x or approximately 1,100 percent increase in just four years. In the following report, we delve deeper into which apps have grown the most.

The Size of iPhone’s Top Apps Has Increased by 1,000% in Four Years

Jon Darke summierte daraufhin den Traffic zusammen, den Apps mit diesen Speichergrößen verursachen (würden):

One Friday I turned off auto-update for apps and let the update queue build up for a week. The results shocked me.

After the first week I had 7.59 GB of updates to install, spread across 67 apps – averaging 113 MB per app.

Bad app citizens

Das Problem beider Analysen: Sie werten die im App Store angegebene Information der Speichergrößen als tatsächliche Größe aus, die jeder Nutzer und jede Nutzerin herunterladen muss. Das stimmt aber nicht.

Die im App Store angegebene App-Größe ist die Größe der App inklusive aller Assets und Code-Variationen für die vielen unterschiedlichen iPhone- und iPad-Modelle.

iOS ist clever genug nur die jeweils richtigen Grafiken und Code-Pakete für das spezifische Gerät herunterzuladen.

Das hier im Screenshot beispielsweise gezeigte Twitter-Update, das mit 203 Megabyte beziffert ist, hat mich über die Mobilfunkverbindung auf dem iPhone 7 Plus soeben 54 Megabyte gekostet.

Es versteht sich (hoffentlich) von selbst, dass App-Entwickler aus „Respekt vor ihren Usern“ die Größe ihrer Anwendung so klein wie möglich halten.

22. Juni 2017 – 15:44 Uhr

„Apple goes after clones and spam on the App Store“

This year the big issue appears to surround rule 4.2.6, which states that “Apps created from a commercialized template or app generation service will be rejected.” […]

It’s my understanding that this cleanup has resulted in hundreds of thousands (yes, multiple hundreds of thousands) of apps being removed from the store over the past year. That includes clones, but also things like apps that aren’t 64-bit compatible, apps that are unused (haven’t been downloaded in years) and other scammy boat trash.

That’s fairly straightforward, but what is the rule not about? What are the apps that seem like they could be caught up in this dragnet but that are actually probably safe? As far as I can tell, Apple is pretty clearly not trying to kill app-creation tools that allow people to customize and publish apps without knowing or writing all of the code.

Matthew Panzarino

„Template“-Apps sind nämlich nicht grundsätzlich ein Problem. Es gibt genügend (kurzlebige) Apps für Konferenzen und Webauftritte, dessen Grundmauern nicht jedes Mal neu aufgebaut werden müssen. Ein App-Template-Dienst unterscheidet sich nicht wesentlich von einem Service wie Squarespace, die eine identische Auswahl an Vorlagen für thematisch unterschiedliche Webprojekte bereitstellen.

Deutlich wird das am Beispiel von Relay FM (universal; Laden) und Layers Conference (universal; Laden), die beide mithilfe von tapjet zusammengeklickt wurden:

Die Unterscheidung zwischen Klon-Apps und einem Service, der Geld für ein Software-Grundgerüst verlangt, erfordert neben automatisierten Tests ultimativ auch zwei menschliche Augen, die über den Katalog schauen. Es verstärkt sich der Eindruck, dass Apple dafür inzwischen mehr Geld in die Hand nimmt.

22. Juni 2017 – 12:14 Uhr

#059 – GoodNotes 4

GoodNotes (universal; 8.99 ) ist eine der besten Apps für den Apple Pencil und obendrein ein weiterer (kleiner) Baustein fürs papierloses Büro.

Und obwohl ich meine Notizen lieber tippe, benutze ich Apples Pencil einfach zu gerne um nicht auch den Ausflug in die mir fremde Welt der handschriftlichen Anmerkungen wenigsten einmal auszuprobieren. Speziell wenn man Text und Zeichnungen kombiniert, öffnet sich ein großer Topf an neuen Möglichkeiten.

GoodNotes hat unzählige Konkurrenten – von Notability (universal; 10.99 ) über Noteshelf (universal; 10.99 ) bis hin zu Apples eigener Notiz-App. Eventuell beschäftige ich mich in diesem Sommer nicht das letzte Mal mit diesem Thema.

Hier die 30-Sekunden-Vorschau zur fünfminütigen Episode:


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21. Juni 2017 – 23:10 Uhr

Fünf Jahre nach Apple: das erste Interview von Scott Forstall

Heute Vormittag hatte ich die Kids; den Rest des Tages schnipselte ich in Final Cut am nächsten #one Video. Deshalb konnte ich heute nur zwischendurch in den heiß erwarteten Forstall-Talk, das erste öffentliche Interview nach seinem Rauswurf vor fünf Jahren, reinschauen.

Genau genommen habe ich die erste Hälfte mit Hugo Fiennes, Nitin Ganatra und Scott Herz, alle ehemals beschäftigt mit dem ersten iPhone, nur nebenbei mitlaufen lassen. Das war auch okay so. Es ist die zweite Stunde mit Scott Forstall, die jeder der hier mitliest, gesehen haben muss. Es ist ein (mehr oder weniger) fantastischer Monolog vom Ex-iPhone-Softwarechef. Charmant, eloquent und durchgehend witzig.

19. Juni 2017 – 13:24 Uhr

Fast charge: iPad Pros schneller aufladen

Von Null auf Hundert in nur zwei Stunden – mit dem beigelegte 12W-Netzteil dauert ein kompletter Ladevorgang des 10.5” iPad Pro dagegen vier Stunden.

Beide neuen iPads besitzen eine Schnellladefunktion, die ihr euch mit einem Apple 29W USB-C Power Adapter (59 Euro) und einem USB-C auf Lightning Kabel (29 Euro) separat shoppen könnt – zuvor war diese Funktion dem ersten 12.9” iPad Pro vorbehalten 1.

Die halbierte Gesamtladezeit bei einer 100-Prozent-Aufladung ist bereits beachtlich. In der täglichen Praxis (und so wie Apple die Akkus auflädt) zählt jedoch der untere Prozentbereich. Oft hat man nur hier und dort ein paar Minuten Zeit um an einer Steckdose zu nuckeln.

Als Faustformel kann man sich merken: Bis 70% lädt ein 10.5” iPad Pro mit einem 29W USB-C-Netzteil nahezu in Echtzeit (wenn es während des Ladevorgangs nichts anders macht). Das bedeutet: Ihr flößt dem Gerät zirka 70% Akku in etwa einer Stunde und zehn Minuten ein. Mit 70% Akku kommt man locker auf sieben Arbeitsstunden, je nachdem was man so macht.

Das 12W-Netzteil lädt im Vergleich beachtlich träger: Nach einer Stunde am Strom blickte ich in meinem Test auf eine Akkuanzeige, die 30-Prozent anzeigte. Erst nach zweieinhalb Stunden war ich bei den komfortablen 70-Prozent angekommen.


  1. Und ja, bei einem 1000-Euro-Tablet hätte man einen der dicken Power Adapter (auch die 61W- und 87W-USB-C-Netzteile funktionieren) direkt mit in die Schachtel legen können. 
16. Juni 2017 – 16:16 Uhr

„Better Ads“

Inhaltsblocker waren erst der Anfang1: Apple unterbindet zukünftig automatisch abspielende Videowerbung, schränkt webseitenübergreifendes Tracking ein und bietet mit iOS 11 sowie macOS High Sierra einen permanenten Safari-Reader-Mode an:

Obendrein „filtert“ Google ab 2018 in ihrem Browser Chrome jegliche Werbeformate, die sie als „lästig“ oder „aufdringlich“ einstufen.

Chrome dominiert inzwischen den Markt der Webbrowser; Safari profitiert durch die Verbreitung von iOS:

  • Mobile: Chrome 54%, Safari 33%
  • Desktop: Chrome 60%, Safari 3%

via NetMarketShare

My thesis is we are just at the beginning of a massive cleansing of the advertising ecosystem that will have far-reaching consequences:

Scores of players in the ad-tech business will take a severe hit. Those who built businesses, sometimes large ones, at the expense of the user experience are on a deathwatch. It is definitely time to short some ad-tech stocks. I made my own list (I don’t play the stock market), make yours.

Frederic Filloux | „The Coming War: Browsers Against Advertising Pollution

16. Juni 2017 – 12:18 Uhr

Apples Smart Keyboard für das 10.5” iPad Pro

Apples Smart Keyboard für die neue iPad-Größe ist diesmal direkt zum Verkaufsstart auch im DE-Tastatur-Layout verfügbar.

Material, Verarbeitung, Tastaturanschlag, Blickwinkel aufs iPad sowie die (Falt-)Funktionen sind identisch zu den beiden zuvor veröffentlichten Keyboards für das 9.7” und 12.9” iPad Pro.

Apple betont, dass es sich beim Smart Keyboard für das 10.5” iPad Pro um eine „normalgroße Tastatur“ handelt. Nach meiner Definition und in einer Gegenüberstellung mit Apples eigenem Magic Keyboard fehlen mir dafür ein paar Millimeter. Dagegen fällt der Unterschied zum Smart Keyboard für das 9.7” iPad Pro jedoch deutlicher aus als es das Bild vielleicht vermuten lässt.

Es ist nicht nur der leicht größere Abstand zwischen euren aufgereihten Fingern, sondern allem voran die minimal größeren Tasten, die zu einer höheren Trefferquote führen. Ich konnte bereits auf dem Smart Keyboard fürs 9.7” iPad Pro ausreichend gut tippen. Im Vergleich fühlt sich das neuste Smart Keyboard jedoch weitaus besser an.

179 Euro sind ein (verdammt) stolzer Preis für eine Tastatur. Man kann sich die Ausgabe schönrechnen wenn man in Betracht zieht, dass das Smart Keyboard gleichzeitig auch als Bildschirm-Cover dient (Apples Smart Cover für das 10.5” iPad Pro kostet 59 Euro bzw. 85 Euro in der Leder-Ausführung). Außerdem ist die Verbindung über den Smart Connector einfach so viel besser als jedes Bluetooth-Keyboard.

Wer jedoch nicht hauptberuflich Tausende von Buchstaben pro Woche tippt, der sollte einmal ernsthaft in Erwägung ziehen ein neues iPad in den ersten Wochen ohne separate Tastatur auszuprobieren. Das klingt abwegig (insbesondere wenn man zuvor einen Laptop besaß), vielleicht wird man aber überrascht. Und die Investition in ein Smart Keyboard läuft ja nicht weg.

15. Juni 2017 – 10:14 Uhr

#058 – Fünf Funktionen von Affinity Photo

Affinity Photo – das Photoshop fürs iPad – ist noch bis Montag zum Einführungspreis zu haben (21.99 ). Danach wird es ein paar Euro teurer. Als iPad-Pro-Nutzer kann ich die Anschaffung mit Nachdruck empfehlen.

Auch deshalb widme ich mich in dieser Woche fünf Funktionen, die ich selbst als jemand der wenig Ahnung von professioneller Fotobearbeitung hat, nicht mehr missen mag.

Es ist eine durch und durch starke erste Version, die nach den erfolgreichen Mac-Apps aus gleichem Haus das Potenzial des iPads als Arbeitsmaschine unterstreicht.

Hier die 45-Sekunden-Vorschau zur fünfminütigen Episode:


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