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van Alex Olma
18. Januar 2019 – 11:08 Uhr

#137 — meine iOS-Kurzbefehle

Wenn wir in ein paar Jahren auf iOS 12 zurückblicken, werden es Shortcuts sein, die uns als prominentes Feature dieser Systemversion zuallererst einfallen.

Neben den ins Betriebssystem integrierten Siri Kurzbefehlen habe ich mir in dieser Woche, vier Monate nach dem Release der eigenständigen Apple-App (universal; Laden), angeschaut welchen Workflows ich dort ein Plätzchen einräume.

Hier das Intro zur achtminütigen Episode:


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17. Januar 2019 – 17:20 Uhr

Apple tauschte im letzten Jahr 11 Millionen iPhone-Akkus

Das Akkutauschprogramm läuft seit Dezember 2017. Jetzt haben wir zumindest eine (semi‑)offizielle Zahl wie häufig ein solcher Austausch in Anspruch genommen wurde.

During Apple’s all-hands meeting January 3, Tim Cook said Apple replaced 11 million batteries under the $29 replacement program, and they’d have only anticipated about 1-2 million battery replacements normally. (The fact that Cook held this all-hands meeting was reported by Mark Gurman at Bloomberg, but the contents of the meeting haven’t leaked. Well, except for this nugget I’m sharing here.)

John Gruber

Alle anderen Details bleiben unbekannt. Wann haben Kunden unterhalb des letzten Jahres davon Gebrauch gemacht? Sind deutlich mehr Akkus zum Tausch vorgelegt worden nachdem Apple die neuen iPhones (XR, XS und XS Max) vorgestellt hat? Wie viele dieser alten Geräte mit neuer Batterie wurden (zu einem besseren Preis) weiterverkauft oder an ein Familienmitglied durchgereicht?

Es ist nicht realistisch anzunehmen, dass alle 11 Millionen Akkutausch-Kunden die neuen iPhone-Generationen ausgesessen haben. Trotzdem dürfte das Wissen um den Batterietausch die finanziell größte Auswirkung auf die Hardware-Upgrades gehabt haben. Die tatsächlichen Kosten, die eine solche Reparaturleistung verursacht (Material, Personal, etc.), fallen vergleichsweise gering aus.

Das Akkutauschprogramm war zusammen mit dem iOS‑12‑Update, das sich insbesondere der Performance von älteren Geräten widmete, ein perfekter Sturm um sein Telefon noch ein weiteres Jahr zu benutzen.

Für viele Kunden wird das iPhone aus den Baureihen 6s und 7 ohnehin noch gut genug sein. Diese Kunden bleiben iPhone-Kunden, verschieben jedoch mit einer verzögerten Neuanschaffung, die mit Blick auf die gesamte Branche stattfindet, den Upgrade-Zyklus.

(Bessere) Smartphones werden zunehmend länger benutzt. Das ist ein Trend, der sich nicht wieder umdrehen lässt.

16. Januar 2019 – 23:31 Uhr

„DuckDuckGo Taps Apple Maps“

We’re excited to announce that map and address-related searches on DuckDuckGo for mobile and desktop are now powered by Apple’s MapKit JS framework, giving you a valuable combination of mapping and privacy. As one of the first global companies using Apple MapKit JS, we can now offer users improved address searches, additional visual features, enhanced satellite imagery, and continually updated maps already in use on billions of Apple devices worldwide.

DuckDuckGo News

Das Vertragswerk hinter der Partnerschaft ist (natürlich) nicht bekannt, aber ich wette: DuckDuckGo zahlt Apple keinen Cent für die unbegrenzte Nutzung1 von MapKit JS.

Apple passt der Deal nämlich nicht nur in die datenschutzfreundliche Grundstimmung, die Tim Cook seit einigen Jahren in die Welt trägt, sondern positioniert sich damit auch als Sponsor von einem Google-Gegenangebot. Die DuckDuckGo-Suchmaschine ist allerdings nicht nur ein einfacher Google-Gegenentwurf, sondern gleichzeitig ein Konkurrent, dessen Alleinstellungsmerkmal es ist, nicht Google zu sein. Sprich: Apple stärkt hier einen (kleinen) Mitbewerber ohne wirklich gegen Google aufzulaufen.

Wir dürfen nämlich nicht vergessen: Laut Tim Cook liefert Google „die beste Suchmaschine“ und ist deshalb auf Apples Geräten die voreingestellte Standardsuche. Obendrein wird dabei sicherlich auch in Erwägung gezogen, dass Mountain View für diese Voreinstellung jedes Jahr eine stattliche Summe auf Apples Bankkonto überweist.

15. Januar 2019 – 23:36 Uhr

Das ‚Smart Battery Case‘ fürs iPhone XR/XS und XS Max

Das für das iPhone XR / XS und XS Max entwickelte Smart Battery Case sorgt für noch längere Batterielaufzeit, während es dein iPhone gleichzeitig schützt. Innen schützt ein weiches Futter aus Mikrofaser dein iPhone. Und die Außenseite aus Silikon fühlt sich gut an und liegt genauso in der Hand. Durch das Design mit einem Scharnier aus weichem Elastomer kannst du das iPhone einfach in das Case schieben und herausnehmen.

Das Smart Battery Case ist kompatibel mit Qi zertifizierten Ladegeräten. […] Das Case kann sogar noch schneller mit USB-PD kompatiblen Ladegeräten aufgeladen werden.

Apple.de

Ich mochte mein ‚Smart Battery Case‘ für das iPhone 7. ‚Fast-charging‘ in den neuen iPhones hat jedoch mein persönliches Bedürfnis nach einem Akku-Pack, der obendrein direkt auf dem Telefon sitzt, deutlich geschmälert.

15. Januar 2019 – 14:53 Uhr

Nano – Reddit auf der Apple Watch

Will Bishop, der seine Zeit in Chirp investiert (das ist eine sehr gelungene Twitter-App für die Apple Watch), entwickelt gleichzeitig auch Nano for Reddit (Laden).

Mit der App für Apples Uhr ist es ernsthaft möglich in euren abonnierten Subreddits mitzulesen, Upvotes zu verteilen und interessante Einträge abzuspeichern beziehungsweise diese Beiträge über Handoff direkt zu Apollo auf dem iPhone durchzureichen.

14. Januar 2019 – 15:34 Uhr

Foto-Import zu Adobe Lightroom (via Shortcuts)

Adobe Lightroom CC for iOS added support for Apple’s Shortcuts app on January 11, 2019. That’s the update I’ve been waiting for. […]

Users who want to avoid duplicating their photo databases could add an action to their shortcuts to delete the photos from the Photos app after being imported into Lightroom. I haven’t tested this, though.

Josh Smith

Der Workflow funktioniert mit RAW-Fotos wie in seinem Blogpost beschrieben.

Unverständlich ist (mir) warum es komplizierter wird wenn man RAW + JPEG knipst. Bei einem solchen Import werden lediglich die JPEG-Bilder zu Lightroom geschoben – auch bei einer simpleren Variante dieser Automation, die nach dem Import die Fotos aus der iOS-Fotobibliothek löscht.

13. Januar 2019 – 22:51 Uhr

Elgato Screen Link: für den kabellosen iOS-Bildschirm-Stream zum PC/Mac

Im letzten Juni verkaufte Elgato seine Gaming-Abteilung1 an den amerikanischen PC-Zubehörhersteller Corsair. Die Münchner, die sich seitdem ‚Eve Systems‘ nennen, vertreiben weiterhin alle Connected-Home-Produkte – von (Stimmungs‑)Licht bis zu smarten Steckdosen.

Die in der letzten Woche veröffentlichte ‚Elgato Screen Link‘-App (universal; Laden), die den iOS-Bildschirm kabellos an einen Mac oder PC streamt, basiert auf Apples ReplayKit. Das Framework ermöglicht seit iOS 11 die kabellose Aufzeichnung von iPhone- und iPad-Bildschirminhalten. Den Stream stößt man dabei über das iOS-Kontrollzentrum an. Ist die Screen-Link-App installiert, taucht dort neben der lokalen Bildschirmaufnahme ein zweiter Menüeintrag auf.

Durch die Verwendung von Apples offizieller Schnittstelle lässt sich die Videoqualität den (möglicherweise schwankenden) Netzwerkbedingungen anpassen. Zweiter erheblicher Pluspunkt: Das iPhone oder iPad finden so ohne zusätzlichen Aufwand ihren Weg in populäre Streaming-Software, so wie OBS oder Elgatos Game Capture. Und obwohl kabelgebundene Lösungen generell zuverlässiger funktionieren, lässt sich mit einer Kabelfreiheit natürlich ganz anders arbeiten: Angefangen bei der Demonstration von AR-Spielen bis zu einer Übertragung des Kamerabildes – für eine Wohnzimmertour für eure Twitch-Zuschauer.

Ich habe am heutigen Abend die fünfzehn kostenlosen Testminuten auf eine Runde Tropico (12.99 €) verwendet, die mein PC in 1080p/60 als Stream vom iPad kabellos entgegennahm und ohne zu Murren als Videodatei auf die Festplatte schrieb.


  1. …zu der alle Thunderbolt-Docks gehören, der von mir ausprobierten Cam Link bis zum Stream Deck sowie ihrem Green Screen
11. Januar 2019 – 15:18 Uhr

Ember – eine Kaffeetasse mit Firmware

„Natürlich hat meine Kaffeetasse eine Firmware! Wieso die Frage?”

Die Ember (Affiliate-Link) war ein Weihnachtsgeschenk. Ich hätte mir die Tasse, die die Trinktemperatur mit einer Akkuladung bis zu einer Stunde aufrechterhält, nicht geleistet. Meine Büromiete beinhaltet nämlich den unbeschränkten Zugriff auf einen schnieken Kaffeevollautomaten. Deshalb war ich immer der Annahme: Wenn mein Kaffee kalt wird, mache ich mir einfach eine neue Tasse.

In der Praxis ist das natürlich Quatsch: Die letzte halbe Tasse trinkt man dann doch kalt – beziehungsweise deutlich kälter. Mit dem ‚Ceramic Mug‘ bleibt mein Kaffee bis zum letzten Schluck auf der exakt gleichen Temperatur. Nur wenige Dinge im Leben klingen nach einem größeren „first world problem“ – und trotzdem möchte (auch) ich die Ember nicht mehr missen.

Ein paar kurze Anmerkungen:

  • Die Tasse besitzt lediglich eine Beschichtung aus Keramik – unter der Oberfläche ist es eine Edelstahltasse. Das erklärt (wahrscheinlich) die Konstruktion von dem recht kantigen Griff. Nichtsdestotrotz: Die 400 Gramm, die die Tasse inklusive Akku auf die Waage bringt, fühlt sich fantastisch an, auch wenn das Fassungsvermögen durch die Technik, die im Fuß sitzt, arg eingeschränkt ist.
  • Der Lade-Untersetzer arbeitet nicht mit Induktion (wie man das dieser Tage vermuten würde), sondern lädt die Tasse über zwei Metal-Pins. Diese zwei Nadeln sollen (nach offizieller Aussage) von Flüssigkeiten ferngehalten werden. Das widerspricht meiner Auffassung von einem „Untersetzer“. Ich habe mir also angewöhnt die Tasse, die nicht in einen Geschirrspüler oder eine Mikrowelle darf, nach dem Ausspülen abzutrocknen.
  • Die iOS-App, über die man die gewünschte Temperatur einstellt oder die Farbe der LED ändert, ist nicht verpflichtend. Die Tasse strebt von selbst eine festgelegte Solltemperatur an (54,4 °C), die sie dann hält. Allerdings schickt die App auch Push-Benachrichtigungen beim Erreichen der gewünschten Temperatur – aufs iPhone oder die Apple Watch. Obendrein verzeichnet sie euren Koffein-Input in Apple Health. Sprich: Ohne App macht‘s weniger Spaß.
  • Der fest verbaute Akku hält euren Kaffee oder Tee bis zu einer Stunde warm – die Tasse bleibt dabei von außen angenehm kühl. Setzt man die Tasse auf dem Untersetzer ab, behält euer Getränk dort quasi den ganzen Tag die voreingestellte Temperatur. Durch den automatischen Ruhemode muss man sich in der Praxis keine Gedanken um den Batteriestand machen und die Tasse auch nicht von Hand ausschalten.

Wie bereits betont: Eine Tasse mit Temperaturregelung klingt super-überflüssig. Machen wir uns nichts vor: Sie ist in unserem Büroalltag (!) super-überflüssig.

Trotzdem bleibt der Reiz nach diesen „netten Kleinigkeiten im Leben“. Ich vergesse beim Schreiben regelmäßig meine gefüllte Tasse mit Kaffee, obwohl sie direkt neben mir steht. Die freudige Überraschung, zu einer Tasse mit Kaffee zurückzukehren, die noch genauso schmeckt wie vor einer halben Stunde, funktioniert für mich noch wie am ersten Tag.

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