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van Alex Olma
25. Januar 2021 – 0:42 Uhr

NapBot zeigt Schlaf-Trends auf

Schlafdaten erfasst bei mir (weiterhin) NapBot. Ich experimentiere mit der App von Majid Jabrayilov seit einem Jahr.

Dafür schicke ich die Uhr jede Nacht von Hand in den watchOS-Schlafmodus; über das Kontrollzentrum dauert das keine zwei Sekunden. Der offizielle Schlafmodus birgt den großen Vorteil, dass die Bettzeiten absolut fehlerfrei aufgeschrieben werden. Eine Watch-App muss nicht mehr ohne Anhaltspunkt erkennen wann ihr einnickt.

Auch watchOS protokolliert in „Health” mit wann ihr den Kopf aufs Kissen legt und morgens wieder aus den Federn rollt. Ich benutze zusätzlich NapBot, weil es verständlich Schlaf-Trends aufzeigt. Die individuellen Daten einzelner Nächte und Schlafphasen bewerte ich dabei aber nicht zu hoch: Die Genauigkeit der Sensoren in Apple Watch haben ihre Grenzen.

NapBot bietet auch hübsche Widgets. Ohne diese Dritt-App kann man jedoch auch selbst Grafiken für den Homescreen bauen: Dieser Shortcut und das hervorragende Charty machen es möglich.

I built a shortcut for sleep analysis because I couldn’t find a widget that I liked in the App Store. […]

Run the shortcut at least once. Then there should be a chart in Charty. Create a Charty widget like you would create any other widget. Then edit the widget by long pressing on the widget and then selecting „Edit Widget”. You should be able to select a Chart for the widget.

r/shortcuts

23. Januar 2021 – 9:33 Uhr

Mit Umweg übers iPad: 3D-Audio auf dem TV

Apropos 3D-Audio: Wenn das iPad per HDMI(-Adapter) am Fernseher hängt, kann man sich „Spatial Audio” auf die AirPods Pro oder AirPods Max holen.

Damit das Audiosignal euren Kopfbewegungen folgt, muss der Bildschirm vom iPad eingeschaltet bleiben und für die korrekte Positionierung (logischerweise) mittig vor (oder hinter) dem TV liegen.

Das ist kein Praxistipp. Ich fand’s nur interessant, dass das geht – solange wir auf den nächsten Apple TV mit diesem Surround-Sound-Feature warten.

3D-Audio ist kein spezielles Format für Filme und TV-Shows. Streamingdienste wie Disney+ oder HBO Max müssen nicht die Inhalte umwandeln, sondern passen lediglich ihre Apps an. Deshalb testet selbst Netflix. Und 3D-Audio gilt nicht nur für Musik und bewegte Bilder: Hoffentlich springen zukünftig auch viele App-Store-Spiele auf Apples Schnittstelle.

22. Januar 2021 – 10:44 Uhr

Testlauf für 3D-Audio gefällig? „Dolby Summit” liefert vier Demovideos.

Um 3D-Audio auf AirPods Pro und AirPods Max am iPhone oder iPad einmal auszuprobieren, empfehle ich die vier Demovideo aus der „Dolby Summit”-App. Schaltet bei laufendem Video „Spatial Audio” über das Kontrollzentrum ein beziehungsweise wieder aus – ein langer Druck auf den Lautstärkeregler versteckt die Option.

Zu beachten: In den Bedienungshilfen ➞ Audio/Visuell gibt es eine Einstellung, die sich „Mono-Audio” nennt. Sie deaktiviert 3D-Audio generell und teilt es euch auch mit. Ist diese Einstellung jedoch erst einmal aktiviert, gibt es in iOS keinen weiteren Hinweis auf das grundsätzlich deaktivierte 3D-Audio. Ihr könnt weiterhin 3D-Audio ein- beziehungsweise ausschalten, bekommt aber in keinem Fall mehr den Sound von überall.

Am Apple TV gibt es (bislang) kein 3D-Audio. Mit der gleichen Dolby-App könnt ihr dort aber trotzdem euren Surround-Sound testen – beispielsweise mit einem Pärchen von HomePods.

21. Januar 2021 – 17:14 Uhr

#238 – 15 iOS- und iPadOS-Kurzbefehle

Kurzbefehle runden die iOS-Welt ab. Sie bleiben zugänglich, arbeiten jedoch komplexe Aufgaben ab. Welche Aufgaben das sind, fällt sehr individuell aus.

Für ein paar Inspirationen zu der mittlerweile unverzichtbaren App, stelle ich ein Dutzend meiner Shortcuts im Video vor.

Hier das Intro zur fünfminütigen Episode:


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20. Januar 2021 – 21:14 Uhr

2020 mit neuem Modell-Mix: Wie schlägt sich das iPhone 12 mini?

Laut Nikkei Asia plant Apple die Produktion von 96 Millionen iPhones in dieser ersten Jahreshälfte. Eingerechnet sind in der Prognose nicht nur die neusten Modelle, sondern auch verschiedene Varianten des älteren iPhone 11 und iPhone SE. Nichtsdestotrotz: Das wäre eine Steigerung um 30-Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Beim Modell-Mix der neuen Telefone scheint das iPhone 12 mini jedoch unerwartet unpopulär.

We continue to believe that the iPhone will outperform expectations in the December quarter, as the mix shift to higher-end iPhone 12 models is a tailwind to ASPs and revenue growth. iPhone 12 Pro lead times remain extended far beyond any model launched in the past 4 years at 10 days. Lead times decreased from 22 days ~2 weeks ago as Apple ramps iPhone 12 production signaled by our iPhone supply chain team, led by Sharon Shih, recently raising March quarter iPhone 12 Pro builds by 2M units (which offset a 2M build reduction for the iPhone 12 mini)

via Philip Elmer-DeWitt

Auch Flurry Analytics schaute auf die Zahlen. Und obwohl sie nicht Verkäufe, sondern Smartphone-Aktivierungen heranziehen – und sich die Schätzungen obendrein auf den US-Markt fokussieren – zeigen sich Ähnlichkeiten.

Notably absent from this year’s list is the flagship iPhone 12 mini, which brings the features of the iPhone 12, in a smaller device. With a discount of only $100 compared to the iPhone 12, however, the mini version has yet to catch consumers’ attention.

Top 10 Devices on Christmas 2020

Das Verkaufsargument des iPhone 12 mini ist seine Größe, nicht sein Preis. Das 64 GB-Modell ist (lediglich) 100 Euro preiswerter als das iPhone 12.

Wer also ein günstigeres Apple-Telefon sucht, und nicht Secondhand shoppt, greift zu einem älteren Gerät – beispielsweise einem iPhone 11 (ab 679 Euro), einem iPhone XR (ab 579 Euro) oder dem iPhone SE (ab 479 Euro).

Beim iPhone 12 mini bezahlt man für die kleinere Gehäusegröße. Und obwohl es viele Millionen Menschen gibt, die genau diese kleinere Größe schätzen, scheint die Nachfrage (zum direkten Verkaufsbeginn) im Vergleich zu den anderen Displaygrößen (deutlich) geringer.

Das ist mir eine Bemerkung wert, weil es der großen Aufmerksamkeit, die das Mini als Neuling in der Presse bekam, entgegenläuft. Das „mini but mighty“ ist ein zurecht hochgelobtes Telefon. Gleichzeitig stand es wesentlich prominenter im Rampenlicht als das iPhone 12 (Pro), obwohl es nicht annähernd so viele Käufer und Käuferinnen findet.

Die (teilweise) geschlossenen Ladengeschäfte während der Pandemie würde ich in meiner Beurteilung keinesfalls ignorieren. Viele potenzielle Interessenten hatten nicht einmal die Chance ein iPhone 12 mini in die Hand zu nehmen. Und wer das Mini einmal selbst in der Hand hatte, weiß wie attraktiv es ist.

Gleichzeitig ist ein Smartphone mit kleinerem Bildschirm absoluter Luxus. Es leisten sich Leute, die zweite oder dritte Computer besitzen – eine Watch, ein iPad oder einen Mac. Wenn das Smartphone der einzige (oder zumindest primäre) Computer ist, dann zählt jeder Bildschirmzentimeter.

19. Januar 2021 – 14:34 Uhr

Craft exportiert zu Things, Drafts, OmniFocus und iA Writer

Ich applaudiere Anwendungen, die eure Daten nicht einsperren. Stan­ding Ova­tions bekommen Apps, die sich aktiv um den Export eurer Arbeit in fremde Programme bemühen.

With the work around Craft Connect, our goal is to ensure you have full, practical ownership of your data and support you in connecting your thoughts and work across multiple products. While we have many file-based export options available, file-based workflows still make it challenging to easily port data between apps – meaning that while you do have technical ownership, this doesn’t always translate to practical ownership.

To address this, we are adding direct integrations with other apps and services – so you can export, import, and connect your content with one tap. In this update, you can send content directly to Things, Drafts, OmniFocus, iA Writer, Ulysses, Bear, Day One, and NotePlan.

Craft

Die Unterscheidung zwischen „technical ownership” und „practical ownership” gehört doppelt unterstrichen. Der exzellente Ersteindruck von Craft bleibt.

18. Januar 2021 – 17:14 Uhr

Pocket Casts packt erneut die Koffer

Trennung nach nur zwei Jahren: Pocket Casts sucht nach einem Käufer.

A board made up of representatives of Pocket Casts’ owners — NPR, New York Public Radio, Chicago Public Media and BBC Studios Americas — agreed in December to sell the platform, according to NPR’s latest audited financial report.

Tyler Falk | Current.org

Google Podcasts dürfte über den Play Store eine entscheidende Konkurrenzsituation aufgebaut haben. Die Gratis-App aus Mountain View platzierte sich hinter Apple und Spotify mittlerweile auf Position 3 der reichweitenstärksten Podcast-Anwendungen.

Spotify wird die anstehenden Übernahmegespräche mit Interesse verfolgen. Die Audio-Streaming-Platform von Daniel Ek arbeitet am Aufbau von einem Werbenetzwerk für Podcasts – mit der Auswertung aller Hörgewohnheiten und einer Profilerstellung seiner Zielgruppen.

Das sind keine versteckten Bestrebungen: Spotify schränkt zwar die Reichweite von ein paar Eigenproduktionen auf ihre Plattform ein, lässt aber andere Feeds frei im Netz. Das erhält nicht nur die Reichweite der eingekauften Shows, sondern wirbt fürs bevorstehende Spotify-Ad-Network.

Ein „YouTube für Podcasts“ ist unrealistisch; ein „AdSense für Podcasts“ ist machbar.

Diese dynamischen Werbeeinbindungen in einen Podcast-Stream stoßen bei den kostenlosen Google- und Apple-Apps garantiert keine Türen auf. Eventuell experimentiert man hier mit Werbeblöcken, die die Podcast-Produzenten fest in die herunterzuladene Datei einbinden.

Spotifys Fokus ist jedoch zielgerichtete Werbung, die vollautomatisch ausgespielt wird. Und deshalb rücken „kleinere“ Podcast-Player ins Rampenlicht. Erkauft man sich hier ein Mitspracherecht bei deren technischen Umsetzung, kann man über die eigene Plattform hinaus als Werbedienstleister auftreten.

Podcast-Apps fällt deshalb eine große Verantwortung für die Zukunft von Podcasts zu, weshalb der Eigentümerwechsel von Pocket Casts beobachtet gehört.

17. Januar 2021 – 20:17 Uhr

„In the case of“ the AirPods Max „Smart Case“

Deshalb vermeide ich gewöhnlich „hot takes“. Hier lag ich beispielsweise falsch. Nicht das beigelegte „Smart Case“ ist mies: Es ist mies, dass kein „Travel Case“ beiliegt.

Für 600 Euro kann man eine Hartschalen-Hülle für den typischen Transport in einem Rucksack oder einem Reisekoffer erwarten1. Kopfhörer nimmt man nämlich mit.

Fürs Pendeln trifft das „Smart Case“ in einer flachen Umhängetasche genau (m)eine Nutzung. Es addiert überschaubare 135g, ändert nicht die äußerlichen Abmessungen der Kopfhörer und lässt den Bügel fürs einfache Rausnehmen frei.

Unabhängig davon versagt die beigelegte Schutzhülle in allen anderen (populären) Szenarien. Bei Over-Ear-Kopfhörern fallen mir (Betriebs‑)Reisen zuerst ein. Aber man muss gar nicht soweit gehen: Schon mit Kids im Haushalt lasse ich diese High-End-Headphones nicht einfach rumliegen.


  1. Abseits davon hätte ich liebend gern gesehen, mit welchen Ideen eine Firma wie Apple diesen Gebrauchsgegenstand gestaltet. 

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