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van Alex Olma
17. Oktober 2017 – 0:32 Uhr

„WPA2 ist angeschlagen, aber nicht gänzlich geknackt“

Zwei Sicherheitsforscher zeigen, wie sie auf Grund von Fehlern im WPA2-Protokoll verschlüsselte Daten zwischen einem Access Point und Client einsehen können. WPA2 ist das mittlerweile fast überall genutzte Protokoll für die Verschlüsselung in Funknetzen und soll Angreifer daran hindern, Daten durch einfaches Belauschen der Funkübertragung zu erschnüffeln. Durch den KRACK getauften Angriff könnten Angreifer etwa persönliche Informationen mitschneiden oder Daten manipulieren.

Heise Security

Zumindest in den Betas von iOS, macOS, tvOS und watchOS ist die Schwachstelle bereits ausgemerzt. Entscheidend ist aber nicht nur der Patch, sondern wie viele Nutzer und Nutzerinnen ihr jeweiliges Betriebssystem dann auch auf dem neusten Stand halten.

Laut aktuellen Hochrechnungen läuft iOS 11 nach einem Monat auf der Hälfte aller aktiv verwendeten iPhones und iPads.

16. Oktober 2017 – 13:14 Uhr

„DxOMark Smartphone Ratings: Explained!“

Feine Erklärung von Marques Brownlee, der sich bei seiner Analyse der DxOMark-Bewertungen deutlich erkennbar zurückhält und nicht noch schärfere Worte findet.

Die „Referenz-Tests“ von DxOMark erinnern mich an Videospiel-Reviews, in denen Magazine ihre Gesamtwertung in Grafik, Sound, Gameplay und Hunderte von anderen vermeintlich messbaren Unterkategorien verschachteln. Das ist kompletter Irrsinn, wie Eurogamer bereits vor drei Jahren aufschrieb. Ihre Bewertungen lauten seitdem: ”Recommended, Essential oder Avoid“. Die eigentliche Einschätzung findet jedoch im Text statt. Verrückte Idee!

Und dieses Art von Gutachten ziehe ich persönlich jeder Punktewertung vor. Wie es richtig geht, haben für die Kamera im iPhone 8 beispielsweise Austin Mann oder Stan Horaczek gezeigt.

13. Oktober 2017 – 10:11 Uhr

#075 – die iCloud-Familienfreigabe

Alles, was ihr jemals über Apples Familienfreigabe wissen wolltet, habe ich nicht in dieses Video gequetscht. Aber ich beantworte in knapp 8 Minuten eine ganze Menge von Fragen, die zum ‚Family Sharing‘ aktuell noch einmal hochgekocht sind, seitdem es mit iOS 11 die Möglichkeit gibt seinen iCloud-Speicherplatz darüber zu teilen.

Vorweggenommen sei: Viel hat sich seit iOS 8, als die Familienfreigabe initial eingeführt wurde, nicht geändert. Aber seht selbst.

Hier die 40-Sekunden-Vorschau zur achtminütigen Episode:


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12. Oktober 2017 – 10:58 Uhr

Apple Watch Series 3

Das Regelwerk für Elfmeter beim Fußball ist präzise abgesteckt. Der Strafstoßschütze darf seinen Anlauf verzögern, aber dabei nicht komplett abstoppen. Ab dem Moment, in dem er schussbereit mit einem Fuß neben dem Ball auftritt, ist keine Unterbrechung der Ausführung mehr erlaubt. Das gilt sonst als unsportliche Täuschung.

Schaut man sich Hunderte von Foul-Elfmetern an, sieht man aber keine einheitliche Ausführung, sondern eine bunte Bandbreite von stotternden Tempowechseln beim Anlauf, abrupten Körpertäuschungen oder ein schlagartiges Bremsen um als Schütze den Torwart zu überlisten.

Etwa so wie der Anlauf eines Elfmeterschützen – mit seinen vielen kleinen und hakeligen Ungereimtheiten, fühlt es sich nach drei Jahren an von der allerersten Apple Watch auf die neue Series 3 zu wechseln. Plötzlich merkt man die kleinen Ruckler, die unrunden Animationen und den fehlenden Flow.

Shocked Face With Exploding Head”-Emoji hier einfügen.

Die Apple Watch Series 2 fiel bei mir im letzten Jahr aus: GPS und das schwimmfeste Design waren für mich persönlich – jemand der täglich aufs Laufband im Fitnessstudio springt, aber nicht bei Regen durch den Wald joggt – kein Grund für ein Upgrade. Die Series 3 ist ihren Preis bereits einzig und alleine durch den Geschwindigkeitsgewinn der Hardware wert – insbesondere für alle Apple-Watch-Käufer der ersten Uhr. Es fängt mit Kleinigkeiten an: Die Series 0 stottert jedes Mal wenn ich den vierstelligen Code zum Entsperren eingebe. Nicht kräftig, aber nervig ungleichmäßig, mit der Hun­derts­tel­se­kun­de einer Verzögerung – irgendwo zwischen der zweiten, dritten oder vierten Zahl im Sperrcode.

Signifikanter werden die Unterschiede wenn ich Siri meine Sprachbefehle zurufe oder Watch-Apps öffne. Mit der Series 3 ist der Flaschenhals nicht mehr die Hardware, wie in den Jahren zuvor.

Zugegeben: In drei Jahren verlangte Apple durch tiefgreifende Änderungen in watchOS einiges an Mühe von seinen App-Entwicklern. Apple krempelte große Teile des Konzepts, dass die Uhr prägt, um. Hinzu kommt: Erst jetzt, 30 Millionen verkaufte Uhren später, erzielt Apple eine Reichweite, die nicht mehr zu ignorieren ist (obwohl für LTE-Konnektivität noch einmal extra nachgearbeitet werden muss).

Inzwischen ist die Perspektive für den Computer am Armgelenk aber deutlicher zu erkennen: watchOS 1 und 2 wussten nicht so recht wohin; watchOS 3 war ein grundlegender Neubeginn und watchOS 4 feilt an Details. Beispielsweise liegt nun deutlich mehr Fokus auf der digitalen Krone. Wo man früher mit dem Finger über den kleinen Bildschirm gewischt hat, gilt heute die Empfehlung für den Drehknopf an der Gehäuseseite. Gleiches gilt für die Seitentaste, die zu den zuletzt aufgerufenen Apps springt. Das ist wesentlich nachvollziehbarer als das Freundeskarussell mit seinen Scribbles und Herzschlägen aus watchOS 1 und 2, aber auch im Gegensatz zum Dock aus watchOS 3 eine erhebliche Verbesserung. Es ist also nicht nur die reine Hardware-Power, sondern die Kombination aus schnelleren Prozessoren und neu strukturierten Abläufen in der Benutzung.

Der Akku meiner Series 0 hält auch nach drei Jahren noch einen kompletten Arbeitstag durch. Wenn ich allerdings schon morgens um sieben Uhr aus dem Haus gehe und erst gegen neun oder zehn Uhr wieder Zuhause bin, wird es knapp. Wenn dann noch Workouts stattfinden und viele Benachrichtigungen eintreffen, kapituliert die Uhr.

Series 3 – ohne LTE – hält an gewöhnlichen Tagen, mit einstündigen Workouts, ausgiebigen Fragerunden an Siri und zahlreichen (iMessage-)Chats, grundsätzlich 36 Stunden. Bei dezenter Nutzung verzichte ich für Kurztrips, mit nur einer Übernachtung, sogar darauf das Ladekabel einzustecken.

Doch klar ist: Wer fünf Stunden wandern geht oder aufs Fahrrad steigt und dabei dauerhaft die Uhr mitlaufen lässt, braucht eher früher als später Strom – auch ohne LTE. Kurze Zwischenladungen – während man duscht oder frühstückt, reichen dafür schon aus. Die Apple Watch muss keinesfalls über eine komplette Nacht am Ladegerät hängen.

LTE-Konnektivität ist ein Thema, das signifikant die Akkulaufzeit beeinflusst – logisch. Ich hätte schon heute gerne darüber ausführlicher geschrieben, muss das jedoch noch aufschieben bis ich im November wieder in Deutschland bin. In Finnland gibt es noch keinen Mobilfunkpartner, der es mir ermöglicht die Uhr in meinen Mobilfunkvertrag aufzunehmen. Die Reise nach Deutschland ist jedoch schon gebucht und ich reiche dieses Kapitel entsprechend nach.

Doch abseits der technischen Specs, wie beispielsweise der Akkulaufzeit unter LTE-Bedingungen, kann man sich schon jetzt „die neue Freiheit“ vorstellen. Und ja, es erscheint mir im Jahr 2017 abwegig das Haus komplett ohne iPhone zu verlassen – selbst für den kurzen Supermarkt-Einkauf oder den einstündigen Besuch im Fitnessstudio.

Die Apple Watch mit LTE verspricht, dass ich alle meine iMessages auf die Uhr bekomme (und in den selten Fällen, in denen noch telefoniert wird, darüber Gespräche führen kann). Für alle anderen Push-Benachrichtigungen muss das iPhone – eingeschaltet und online – irgendwo (auf der Welt) liegen. Es dient weiterhin als Mittelsmann für diese Informationen. Und das schränkt die Unabhängigkeit der Uhr ein.

Und deshalb sollte man die LTE-Konnektivität richtig verstehen: Sie gibt der Apple Watch mehr Souveränität, bleibt vorerst aber ein Satellitengerät. Sie nimmt dem iPhone Aufgaben ab, in denen sie besser als das Telefon ist (Benachrichtigungen, Fitness-Tracking, den Mac entsperren, Steuerung von HomeKit-Geräten, Taschenlampen-Funktion, etc.).

Absolut beeindruckend ist die Qualität der Lautsprecher, die Apple in dieser geringen Gehäusegröße unterbringen konnte. Um sich einen Eindruck davon zu verschaffen, installiert mal Shazam (universal; Laden) auf der Uhr, lasst die App einen Song erkennen und spielt dann über die Uhr einen kurzen Ausschnitt des Musiktitels an.

Von den guten Lautsprechern profitiert in der Series 3 unter anderem auch Siri, die Antworten auf Fragen jetzt nicht nur anzeigt, sondern auch ausspricht. Das ist besonders hilfreich weil man Siris Reaktion nicht mehr abwarten muss. Siri plärrt los, sobald sie bereit ist. Die Zeiten, in denen wir mit Geduld aufs Handgelenk geschaut haben, während Siri nach Antworten sucht, sind vorbei.

Apropos draufschauen: Der rote Punkt auf der digitalen Krone unterscheidet das LTE-Modell vom Nicht-LTE-Modell. Ich störe mich nicht optisch am roten Punkt; ich fand ihn schon auf der alten Edition ganz schick. Mir missfällt, das er zwangsläufig ein Statement nach außen kommuniziert: „Sieh an, das ist das schicke LTE-Modell der Uhr.“ Der rote Punkt raubt der Apple Watch ein bisschen ihr Understatement, dass sie bislang so makellos feierte.

Apropos Design: Apples Watchband-Portfolio ist in nur drei Jahren enorm gewachsen. Aktuell trage ich ein gewebtes Nylon-Armband zum Sport und ein klassisches Lederarmband (PRODUCT RED) überall anders. Ich hatte bislang keine Chance die neuen Sport-Loop-Bändern länger zu tragen. Ich habe sie nur kurz anprobiert, und sie haben dabei keinerlei Reiz in mir ausgelöst, eins davon besitzen zu wollen – insbesondere zum veranschlagten Preis von 59 Euro. Weiterhin erstklassig (und universell einsetzbar) bleiben die Sportarmbänder.

Unterm Strich steht: LTE-Konnektivität ist das Feature, an das wir uns in einigen Jahren zurückerinnern, wenn wir über die wichtigen Meilensteine der Apple Watch sprechen. Mobilfunk in der Uhr ist nicht nur ein evolutionärer Schritt.

Oder wie Jeff Williams es auf der Keynote formulierte:

This has been our vision from the very beginning, and we believe built-in cellular makes Series 3 the ultimate expression of an Apple Watch. Now you can go for a run with your Apple Watch and still be connected, you can leave your phone when you go to the beach or just run a quick errand, and it’s really nice to know you can be reached if needed while staying in the moment.

Wie für viele revolutionäre Schritte aber üblich, weiß man sie erst rückblickend zu schätzen. Und das hat seinen Grund: Die beschränkte Akkulaufzeit bei LTE-Nutzung, die fehlenden Mobilfunkvertragspartner und die weiterhin strenge Kopplung ans iPhone sind zur Zeit echte Unannehmlichkeiten, die man sich nicht schönreden muss. Andererseits muss man aber auch kein Visionär sein, um zu wissen wohin die Reise bei derart lösbaren Aufgaben führt.

Und wenn man es im Moment noch erträgt, neben der Uhr auch weiterhin sein iPhone einzustecken, ist Apple Watch Series 3 ein in allen Bereichen signifikantes Upgrade. Es gibt wirklich keinen Tag mehr, an dem ich ohne Uhr aus dem Haus gehe.

11. Oktober 2017 – 14:00 Uhr

„OxygenOS von OnePlus sendet Nutzungsverhalten an den Hersteller“

Das Betriebssystem OxygenOS des chinesischen Smartphone-Herstellers OnePlus sendet intransparent sensible Daten über das Nutzungsverhalten an das Unternehmen. Dieses „Überwachungsfeature“ des Betriebsystems lässt sich nicht in den regulären Optionen des Smartphones ausschalten. Käufer der Smartphones wurden auch nicht darüber aufgeklärt.

Netzpolitik.org

Genau genommen überträgt OnePlus zwei Datensätze: In der ersten Übertragung stehen Informationen welche Software auf dem OxygenOS-Telefon installiert ist, wie lange man individuelle Apps verwendet oder welche Funktionen man innerhalb dieser Software benutzt. Unter -> Einstellungen -> Erweitert -> „Join user experience program“ kann man diesen Informationsfluss abdrehen.

Die zweite Übertragung beinhaltet Daten wie die Serien-, IMEI- und Telefonnummer sowie die MAC- und WiFi-Adresse. Diese Datenübertragung lässt sich mit Bordmitteln nicht unterbinden.

OnePlus weist auf ihre Datenerhebung lediglich in den Nutzungsbedingungen hin und trennt nicht zwischen statistischen Geräteinformationen und persönlichen Daten, bei dem das Nutzungsverhalten direkt einem individuellen Telefon zugeordnet werden kann.

Oder kurz: Ich habe ein OnePlus 3 zu verkaufen verschenken.

10. Oktober 2017 – 15:24 Uhr

iOS 11: Apps aufräumen

Ein 4.7” und 5.5” iPhone fassen maximal 15 Homescreen-Seiten. Auf jede Homescreen-Seite passen 24 Ordner. iOS erlaubt 135 Apps pro Ordner.

Ich glaube, wir sind uns alle einig: Das iPhone bietet eindeutig zu viele potenzielle Plätze für Apps…(die man mit iOS 11 aber nun wenigstens flott sortiert).

9. Oktober 2017 – 15:21 Uhr

Wallpaper-Mods erzeugen einen komplett weißen iOS-Homescreen

Ihr erinnert euch noch an den komplett schwarzen iOS-Homescreen? Das war ein Bug, der sich unter iOS 11 nicht mehr ausnutzen lässt. Trotzdem ist es weiterhin möglich durch ein richtiges Hintergrundbild seinen Homescreen (minimal) zu modifizieren1. Beispielsweise kann man seinen App-Ordnern oder dem iOS-Dock die graue Transparenz entziehen und so die Illusion von einem komplett weißen Homescreen erzeugen.

Diese (und diverse andere) Hintergrundbilder – für das Spielkind in uns – finden sich auf der japanischen Webseite Mysterious iPhone Wallpaper beziehungsweise über @heyeased.


  1. Alle Änderungen erfolgen selbstverständlich ohne Jailbreak oder andere invasive Modifikationen. 
9. Oktober 2017 – 12:45 Uhr

Microsoft zieht offiziell einen Schlussstrich unter Windows 10 Mobile und Windows Phone

Microsofts Joe Belfiore erklärt in einer Serie von Tweets das Ende von Windows 10 Mobile und der Windows Phone Hardware (1, 2 und 3). Das ist spät, aber das ist gleichzeitig auch erfrischend direkt.

Hopefully Belfiore’s comments will ease the minds of the last few users who are still holding out for new features and focus for Windows 10 Mobile from Microsoft. Windows 10 Mobile has no real future, and consumers still clinging to the platform should really start looking elsewhere.

Microsoft’s Joe Belfiore says Windows 10 Mobile features and hardware are no longer a focus

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