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van Alex Olma
29. September 2020 – 11:47 Uhr

Cloud-Gaming über den iOS-Browser

Apple wünscht sich kein Cloud-Videospiel-Streaming im App Store, arbeitet aber gemeinsam mit Microsoft und Amazon an einer Umsetzung über den Browser.

Amazon:

Luna will be playable on Fire TV, Mac, and Windows PC, and on Android and iOS mobile devices. Amazon specifies that iOS platforms will access Luna “through web apps,” seemingly the company’s solution to Apple’s prohibitive rules for cloud-based game streaming via the App Store.

Microsoft:

”We’re committed to bringing Game Pass to all mobile phones out there, including Apple phones,“ Spencer said. „We’ll continue the conversations and I’m sure we’ll be able to get to some resolution.“

The comments come a few days after Microsoft released a similar statement to French newspaper Le Figaro. „I’m determined to find a solution. We talk to them a lot. It won’t be today, probably not tomorrow, but we will manage to bring Game Pass to iPhone,“ Spencer told the publication.

Für Google Stadia hat Zachary Knox mit Stadium (universal; Laden) bereits einen Workaround gefunden und schaut sich jetzt GeForce Now an.

Over the past few weeks, some tricks were floating around this subreddit for get Stadia working on iOS 14. I decided to ship a highly specialized browser app to the App Store which can make doing this super easy.

/r/Stadia

Sicherlich nicht zufällig taucht in Apples Release-Notes der letzten Safari-Preview dieser Eintrag auf:

Gamepad API
Added a special HID mapping for the Google Stadia controller
Added HID mapping for the Logitech F310/F710 controllers.

28. September 2020 – 10:40 Uhr

iPad mit Hardware-Tastatur: ein Kurzbefehl fürs schnelle Diktieren von Text

Unter ➞ Einstellungen ➞ Allgemein ➞ Tastatur legt ihr die ^ ctrl-Taste oder die ⌘-Befehlstaste als Auslöser fest. In iPadOS 13 musste man für ein Diktat erst mühevoll zur Bildschirmtastatur wechseln.

Über das Weltkugel-Symbol lässt sich vor dem Diktieren von Text außerdem die Sprache wechseln. Das zweimalige Drücken zum Diktieren funktioniert auf allen Tastaturen, die man ans iPad anschließt (Magic Keyboard, Smart Keyboard, Smart Keyboard Folio, Bluetooth-Keyboards, etc.).

25. September 2020 – 15:39 Uhr

„Icon Themer” – eigene App-Icons ohne das Pop-up der Kurzbefehle-App (via Shortcuts)

Icon Themer” sucht euch zuerst eine iOS-Software aus dem App Store. Danach legt ihr ein individuelles App-Icon fest und bestimmt den Icon-Namen. Der Kurzbefehl verknüpft dieses Homescreen-Symbol dann mit der Launch-URL der App.

Diese Möglichkeit hat zwei Vorteile gegenüber einem Shortcut, den man sich zum Start einer Anwendung auf den Homescreen legt: Apps starten nun direkt. Im Gegensatz zum Kurzbefehl öffnet sich nicht erst die Shortcuts-App. Obendrein darf man sich beim Text unterhalb des Icons austoben. Beispielsweise kann man dort ein unsichtbares Unicode-Zeichnen einfügen, so dass das App-Icon keinerlei Bezeichnung trägt.

Diese Icons bekommen selbstverständlich keine Badges („Kennzeichen”) und lassen sich für zusätzliche Funktionen auch nicht länger drücken. Natürlich muss die zum Homescreen-Symbol passende App installiert bleiben. Diese Webclips lassen sich auch nicht in die App-Mediathek verschieben.

Individuelle Icons, Webclips und URL schemes sind keinesfalls neu. Und mir persönlich bleiben die Einschränkungen und der benötigte Zeitaufwand dafür zu groß. Trotzdem fasziniert mich der Hype, mit dem aktuell Homescreens gestaltet werden.

24. September 2020 – 15:13 Uhr

 One: Einzelpreise vs Bundle

Apples Services-Bundle ist kompliziert.

Ohne One bucht man die Dienste Apple TV+, Apple Arcade und Apple Musik günstiger im Jahresabo. Für Musik im Familienabo und iCloud-Speicherplatz gibt es diesen günstigeren Jahrespreis dagegen nicht; hier abonniert man nur monatlich. Auch für das preiswertere Apple-Musik-Abo für Studierende (4,99 € / im Monat) gibt es keine Möglichkeit es im Voraus für zwölf Monate zu bezahlen.

Unbekannt sind bislang die Preise für zusätzlichen iCloud-Speicherplatz: „Du kannst separat zusätzlichen iCloud Speicher kaufen, um den in deinem Apple One Abonnement enthaltenen Speicher zu vergrößern.”

Hinzu kommt: Apple TV+ dürfte für viele Kunden_innen immer noch kostenlos sein. Diese „zeitlich befristete” Werbeaktion scheint sich auch erst einmal nicht zu ändern: Kauft man sich heute ein neues iPad (8. Generation), verspricht Apples Webseite: „Wenn du ein neues iPad kaufst, bekommst du ein Jahr Apple TV+ dazu!” Und auch für Studierende mit Apple-Music-Abo legt Apple seinen TV+-Service gratis bei.

24. September 2020 – 9:06 Uhr

#223 – Widgets

Dieses Video kommt vielleicht ein paar Tage zu früh: Seit einer Woche schlagen nämlich noch jeden einzelnen Tag frische App-Updates auf, die Widgets liefern.

Trotzdem ist der Hype kaum zu ignorieren: Apples Widgets sind nicht nur hübsch, sondern funktionieren auch nach einem festen Regelset. Diese Kombination zieht.

Hier das Intro zur fünfeinhalbminütigen Episode:


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22. September 2020 – 15:14 Uhr

Das iPhone SE (2020)

Der folgende Artikel ist knapp 6.000 Zeichen lang. Um ihn zugänglicher zu gestalten, habe ich ihn eingesprochen. Für Abonnenten von #one habe ich die Audiodatei zusätzlich in den persönlichen RSS-Feed eingestellt.

Smartphones sind keine Geldanlage; in Smartphones investiert man nicht. Die Rechnung für den Kauf eines neuen iPhones ist daher simpel: Wie viel Nutzen bekomme ich über welche Laufzeit bei welcher Qualität? Und aus dieser Perspektive ist das iPhone SE (2020) ein verdammt guter Deal – so wie es vor vier Jahren bereits die erste Generation war.

Aber beginnen wir von vorne.

Das neue SE hätte für Apple zeitlich im April kaum besser aufschlagen können. Die Pandemie streute Unsicherheit. Ein 400-Euro-Smartphone passt in solchen Zeiten besser ins Budget, als ein Telefon für einen vierstelligen Eurobetrag.

Und in dieser gehobenen Preisklasse finden sich mittlerweile nicht nur iPhones: Auch die Flaggschiffe von Samsung, Huawei, Google, OnePlus, Sony und Microsoft zogen preislich auf Augenhöhe.

Das iPhone SE tritt aber keinesfalls in Konkurrenz mit Smartphones, die zu Dumpingpreisen angeboten werden; es greift jedoch den Second-Hand-Markt an. Das neue SE ist ein besserer Deal als sein Geld in ein bereits gebrauchtes iPhone zu stecken. Ältere iPhones erzielen nämlich erstaunliche Gebrauchtpreise.

Bei so einem Vergleich schaut man auf die neue Auswahl an Gehäusefarben, die Performance des A13 Bionic Chips1 sowie die runtergenudelte Akkuleistung von einem Gerät aus zweiter Hand.

Und nur der Vergleich mit iPhones aus der „Homebutton-Generation” zählt: Das SE bedient eine Zielgruppe, die bei einem iPhone mit Homebutton verbleiben möchte. Die Zielgruppe für das iPhone SE (2020) sind ehemalige Android-Kunden_innen und jemand der zuvor ein iPhone 5, 6, 6 Plus oder iPhone 7 benutzt hat.

Für mich persönlich ist der größte Stolperstein nicht die Hometaste, sondern die dadurch bedingte Menüführung. Ich vermisse die modernen Wischgesten, die Apps schließen oder wechseln. Mein Muskelgedächtnis hat das Reinwischen des Kontrollzentrums von der unteren (eckige!) Bildschirmkante einfach vergessen. Und auch die Tastatur fällt auf der kompakten 4,7-Zoll-Bildschirmgröße überraschend beschränkt aus.

Ansonsten ist die Abmessung aber super. Das Telefon ist „pocketable” und die Bedienung benötigt oft nur eine Hand. Meine Benutzung des SE über die letzten Monate hat bei mir die Frage aufgeworfen, ob ich auch für das nächste iPhone die größte Bildschirmdiagonale möchte. Meine Hand erreicht nicht nur die obere Bildschirmecke, sondern umschließt quasi das ganze Gerät2. Es ist ein ungewohntes aber sehr angenehmes Gefühl.

Auch die Bildschirmqualität geht völlig in Ordnung. Setzt man mir die Pistole auf die Brust, greife ich immer zum OLED-Screen. Die Unterschiede zum LCD-Bildschirm dürften die meisten Leute jedoch übersehen – insbesondere weil True Tone, gute Helligkeitswerte und der große P3-Farbraum unterstützt werden.

„Tap to Wake” vermisse ich dagegen wirklich. Auch nach zweieinhalb Monaten, die ich jetzt bereits mit dem SE verbringe, tippe ich regelmäßig auf den Bildschirm und erwarte, dass der Screen aufwacht.

Die rückseitige 12-Megapixel-Kamera besitzt lediglich ein Weitwinkelobjektiv, hat aber die Möglichkeit Porträtfotos zu knipsen. Apples Kamera-App erkennt dafür Menschen; mit Halide und anderen App-Store-Anwendungen gibt es diese Bokeh-Bilder auch für Tiere und Gegenstände.

Der Kamera fehlt ein Nachtmodus, ist in punkto Videoaufnahmen jedoch so gut wie seine größeren Brüder – lediglich „Audiozoom” und ein erweiterter Dynamikbereich in höheren Frameraten fehlt. Die Qualität der Videos bleibt ein echtes Alleinstellung von Apples iPhones gegenüber anderen Smartphones.

Die Frontkamera des iPhone SE vermisst „Smart HDR”. Sein Gesicht bekommt man zwar hübsch ins Bild, einen bilderbuchblauen Himmel dahinter fängt man gleichzeitig jedoch nur schwierig ein.

Mit Apples A13-Chip bekommt das iPhone SE jedoch die „Neural Engine” aus dem Phone 11 (Pro). Dieser Prozessor für maschinelles Lernen hilft nicht nur bei der Erstellung von Fotos, sondern auch bei der anschließenden Bearbeitung. Dieses iPhone ist einfach schnell.

Die Batterielaufzeit ist dagegen eine Enttäuschung. Mit gelegentlicher Nutzung kommt man zwar gut über einen Tag, aber ohne Zwischenladen (oder einen Akku-Pack) werde ich bei meiner (intensiven) Nutzung bereits nervös.

Der Hingucker sind die Farben; mein weißes Modell rockt. Und ich liebe das zentrierte Apple-Logo auf der Rückseite.

Das neue SE ist jedoch kein spannendes iPhone. Dafür ist es schnell, zuverlässig und es verspricht seine Leistung für viele Jahre. Ich halte es für wahrscheinlicher, dass man aus Versehen sein Gerät zerschmeißt, bevor man es aus Gründen der Performance wechselt. Wir sprechen hier über eine garantierte Lebenszeit von vier oder fünf Jahren – allesamt mit offiziellen Software-Updates.

Das ist in erster Linie dem A13-Chip zu verdanken. Dieser Prozessor wird schneller sein als die Flaggschiffe von Samsung und Co aus dem nächsten Jahr. Wichtig wird die Performance jedoch erst im Jahr 2024 oder 2025, wenn dieses Telefon immer noch benutzt wird / benutzt werden kann.

Deshalb bin mir auch sicher: Apple belässt dieses Modell unverändert für viele Jahre im Verkauf. Für sie ist es ein strategisches Gerät. Es richtet sich an Switcher und an Einsteiger, ist aber keinesfalls eine „Spar-Version” von einem iPhone. Die Abgrenzung zu den teureren Modellen – iPhone XR und iPhone 11 – ist nachvollziehbar und bietet als Gesamtpaket ein fantastisches Preis-Leistungs-Verhältnis.

Kurzum: Das iPhone SE (2020) ist ein technisch hervorragendes Smartphone zu einem noch besseren Preis im traditionellen Design.


  1. So, yes, a $400 iPhone SE bests a $3,000 top-of-the-line MacBook Pro in single-core CPU performance.” 
  2. Das iPhones SE zählt die Abmessungen von einem iPhone 8 und kann dessen große Auswahl an Hüllen und Cases nutzen. 
18. September 2020 – 15:47 Uhr

Tipp zur Display-Helligkeit: „Weißpunkt reduzieren”

Unter Einstellungen ➞ Bedienungshilfen ➞ Anzeige & Textgröße lässt „die Intensität heller Farben reduzieren”. Auf den Tipp von Kollege Bräunlich habe ich seit über einem Jahr diesen Schieberegler auf 25 Prozent.

„Weißpunkt reduzieren“ ist seit jeher im Gespräch um die generelle Display-Helligkeit über ihre niedrigste Helligkeitsstufe hinaus zu drosseln. Darum geht es mir nicht. Ich empfinde das iPhone- und iPad-Display so einfach als angenehmer.

18. September 2020 – 11:34 Uhr

AR-Spiel: „Hot Lava” nutzt den LiDAR-Scanner im iPad Pro

The LiDAR Scanner on the new iPad Pro transforms your living room into a lava-filled obstacle course. This technology allows the game to interact with the real world like never before: blurring the lines between the physical and virtual world. Place Hot Lava objects into your living room so you can climb your walls, jump on your furniture, and dodge molten lava cracks using everyone’s favorite silent G.A.T. member: Hazard!

Hot Lava (Laden)

Apples Augmented-Reality-Framework „ARKit” ist mittlerweile echt beeindruckend; „Hot Lava” ist eins von wenigen App-Store-Beispielen. Selbst wenn die Sicht der Kamera auf die 3D-Modelle für längere Zeit verdeckt ist, bleibt man im Spiel. Virtuelle Objekte interagieren glaubwürdig mit den Möbelstücken. Es gibt keinerlei initiale Wartezeit um die Umgebung zu erkennen.

Trotzdem bleibt der Anlauf für AR insgesamt lang: ARKit ist mittlerweile über drei Jahre alt. Es dürfte Apples längste öffentliche (!) Produkteinführung sein.

Randnotiz: Das iPad Pro hatte keinerlei Probleme neben dem Spiel und der Erkennung des Raums gleichzeitig auch noch den Bildschirm aufzuzeichnen.

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