„Apple kündigt Änderungen für Apps in der Europäischen Union an“

Ein Smartphone zeigt die Website des Apple Newsrooms mit einer Überschrift, die Änderungen für Apps in der Europäischen Union vom 18. August 2026 ankündigt.

Apple hat heute nach enger Zusammenarbeit mit der Europäischen Kommission Änderungen an seinen Geschäftsbedingungen für Apps in der Europäischen Union bekannt gegeben. Mit diesen Änderungen werden die Meinungsverschiedenheiten zwischen Apple und der Kommission hinsichtlich der Geschäftsbedingungen und alternativer Vertriebswege beigelegt. Außerdem verringern sie die Komplexität, indem sie für alle Entwickler:innen, die Apps in der EU vertreiben, einheitliche Geschäftsbedingungen festlegen. Entwickler:innen können den neuen Bedingungen ab heute zustimmen. Die Änderungen treten am 1. Oktober in Kraft.

Apple.com/Newsroom

Apple ist Torwächter zwischen Entwickler:innen und iPhone-Besitzern. Apple kann iOS zwar betreiben und absichern, darf seine Kontrolle aber nicht dazu nutzen, App-Vertrieb, Zahlungen, Interoperabilität und Kundenbeziehungen für sich abzuschotten.

Die Code-Signatur von Apps, Notarisierungen sowie vertragliche Bindungen sind unter dem Digital Markets Act nicht grundsätzlich ausgeschlossen – müssen jedoch unbedingt erforderlich, verhältnismäßig und hinreichend begründet sein.

Bei der nun festgehaltenen 15-Prozent-Provision für „Abschlüsse von Käufen aus der App heraus“ stellt sich allerdings die Frage, wie sie mit der Entscheidung der Kommission aus dem Frühjahr 2025 zusammenpasst („ensure that both (i) the communication and promotion of offers, and (ii) the conclusion of contracts following steering with end users acquired through the App Store are free of charge;“).

Eine ausführliche Stellungnahme der EU-Kommission steht bislang noch aus; eine Begrüßung der Änderungen gibt es jedoch bereits.

Aber festzuhalten bleibt doch: Nach Jahren der Regulierung, Geldstrafen sowie komplizierten App-Store-Regeln und App-Marktplätzen ohne erkennbare Breitenwirkung hat sich für Konsumenten nichts geändert – zumindest entstanden keine grundlegend relevanten Vorteile.

Aber ist das überraschend? Der DMA sollte Apples Kontrolle über den zentralen Vertriebsweg aufbrechen, allerdings war es nicht sein Ziel, iOS zu einem offenen Betriebssystem à la macOS zu machen. Vielleicht hätte eine weitergehende technische Öffnung schlussendlich zu mehr echtem Wettbewerb geführt.

Bookmarks ≠ Bookmarks

Mobile App-Schnittstelle, die eine Liste von Kategorien wie „Ungelesen“, „Mit Stern“, „Gelesen“ und „Alle“ mit Elementanzahl, eine Suchleiste und eine Fortschrittsanzeige für das Herunterladen von Bildern zeigt.

Dinge, die ich kaufen möchte, parke ich zuerst als Link in GoodLinks. Hashtag: „Shopping“. Liegen sie dort ein Weilchen, verschwindet manchmal die Kauflust. Andererseits kuratiere ich so eine perfekte Liste für potenzielle Geschenke – respektive Geschenkideen für Freunde und die Familie.

GoodLinks speichert grundsätzlich alle Adressen, die ich mir im Netz merken möchte – inklusive Read-it-Later-Artikeln.

Allerdings sichere ich dort keine Lesezeichen, auf die ich tagtäglich zugreife …

Smartphone-Display mit der Benutzeroberfläche der „Quiche Plus“-App, die eine Favoritenliste von Websites und eine Nachricht des Entwicklers anzeigt.

Dieses Dutzend häufig aufgerufener Webseiten liegt nämlich als „Favorites“ in Quiche – leider ohne Synchronisation zwischen meinen Computern. Das ändert sich hoffentlich, wenn die iPad-Version des Browsers mal alle TestFlight-Flugstunden absolviert hat.

Einer dieser „Favorites“ ist tinypad.app – eine sortierte Absprungplattform für mehr Lesezeichen. Als generelle Startseite im Browser ist mir das junge Projekt noch eine Spur zu langsam, allerdings funktioniert es als clevere und aufgeräumte Erweiterung meiner Bookmarks.

Ein Tablet-Bildschirm zeigt die Benutzeroberfläche einer Lesezeichen- und Leselisten-App. Eine linke Seitenleiste enthält Kategorien und Filter, während das Hauptfenster gespeicherte Einträge mit Aktionen wie „Play“, „Watch“ und „Read“ sowie Daten und Tags auflistet. Der restliche Bereich des Bildschirms zeigt einen weichen, abstrakten blau-grünen Hintergrund.

Links für aktuelle Projekte verwaltet DoMarks. Es ist für mich eine ausgelagerte und temporäre Verwaltung von Netzinhalten, an denen ich arbeite. Es finden sich dort eigentlich nie mehr als 50 aktive Links gleichzeitig.

Dort hake ich Webadressen als „completed“ ab und lasse sie nach einem Monat automatisch entfernen. Es ist ein Sammelbecken, das regelmäßig abgelassen wird, um den Überblick zu behalten.

Tausche iPad (256 GB) gegen iPad (64 GB)

Das M1 iPad Air war im Jahr 2022 ein fantastischer Deal – insbesondere für den Preis in seiner Basisausstattung. Allerdings verfügte diese Version lediglich über 64 GB und das Upgrade auf 256 GB kostete unverhältnismäßige 170 EUR.

Meine Ma folgte meinem (!) damaligen Rat und ließ Sparsamkeit gewinnen. Heute fliegt uns der damalige Geiz um die Ohren.

Allerdings haben wir den knappen Speicherplatz kaum selbst verschuldet: iCloud-Fotos belegen trotz „Speicher optimieren“ dauerhaft über 10 GB – ohne eine dokumentierte Chance, diese Reservierung zu begrenzen. Sich komplett vom Fotozugriff zu trennen, ist keine Option: Dieses iPad ist ihr einziger Computer.

Zweiter Übeltäter: iPadOS-Updates in ähnlich großen Dimensionen, die zuerst heruntergeladen und vor der Installation zusätzlich noch entpackt werden wollen. Je nach OS-Aktualisierung will man dafür fünfzehn Gigabyte in petto haben – mal mehr, mal weniger. Wobei „mehr“ immer zu bevorzugen ist.

Obendrein benötigen Apples Betriebssysteme nämlich ein wenig Luft zum Atmen: unter zwanzig Gigabyte freien Speicherplatz will man meiner eigenen Erfahrung nach nicht rutschen. Mit weniger Spielraum streiken Funktionen; dort hört der Spaß auf.

Also wurde getan, was jeder Sohn tun würde: Ich tauschte mein M1 iPad Air der fünften Generation mit 256 GB gegen das identische 64-GB-Modell meiner Ma – schlicht deshalb, weil’s nicht mein einziges iPad ist (und ich das Ärgernis etwas einfacher mitigieren kann).

Diese Geschichte aus dem familiären Tech-Support endet mit der direkten Datenübertragung von iPad zu iPad. Allerdings schlug sie zuerst fehl, weil das 64-GB-Modell nicht genug freien Speicher hatte, um das letzte iPadOS-Update zu installieren …

Ein iPad mit angeschlossener Tastatur zeigt auf dem Bildschirm eine Fehlermeldung, die besagt, dass die Datenübertragung aufgrund einer unterbrochenen Verbindung nicht abgeschlossen werden konnte, inklusive einer Schaltfläche zum Zurücksetzen.

„Google (Again) Brings a Comedian to a Tech Keynote“

On the plus side, it wasn’t as bad as last year. On the minus side, it was still pretty bad.

M.G. Siegler

I disagree. Trevor Noah war absolut „chill“; Trevor Noah ist nicht das Problem.

Egal ob Apple, Samsung, OpenAI oder Google: Alle produzieren inzwischen lupenreine Infomercials – lediglich unterschiedlich verpackt.

Ob man auf solchen Events oder über Influencer:innen von neuen Produkten erfährt, ist inzwischen austauschbar; eine tatsächlich kritische Auseinandersetzung folgt ohnehin erst viel später.

Ich kann Werbeveranstaltungen mit Celebrities, wie in dieser Woche bei Google, wenig abgewinnen, quäle mich aber andererseits auch nicht durch Live-Coding-Sessions auf OpenAI-Keynotes.

Apples Hochglanz-Spots fehlt inzwischen der Glanz und das Neue aus den Anfangszeiten. Mit schnellen Cuts schätze ich dort jedoch weiterhin die komprimierte Informationsvermittlung.

Eine Rückkehr zu früheren Live-Präsentationen erscheint mir für Apple weiterhin unrealistisch. Sie mögen ihr fehlerfreies Format, auch wenn sie sich die Möglichkeit offenhalten, in einem kleineren Rahmen persönlich auf Bühnen zu treten.

Verklärte Vergangenheit: Die Rufe nach Live-Präsentationen vergessen, wie zäh selbst einige Steve-Jobs-Keynotes waren – insbesondere die Demos. Andererseits fehlt genau dieser Steve Jobs, der selbst eine Werbeveranstaltung zum Samstagabendprogramm machen konnte.

Aber genau wie das Samstagabendprogramm haben auch Tech-Keynotes heute nicht mehr diesen Stellenwert.

Screeny – Screenshots in Szene gesetzt

Als Tipp bereits vorgestellt, hier aber nochmals explizit in Szene gesetzt: Screeny ist seit einigen Monaten meine häufig genutzte App, um Screenshots in die passenden Gehäuserahmen zu quetschen.

Zwei nebeneinander liegende Ansichten einer App zur Bearbeitung von iPhone-Mockups auf einem Smartphone.

Extravagant ist hier die Möglichkeit, bequem in einen Bildausschnitt zu zoomen, ohne dafür eine Bildbearbeitung anzukurbeln. Das setzt oft Details in den Fokus, die sonst nicht so deutlich hervorstechen.

Außerdem exportiert Screeny kurze Clips bewegter Screencasts, lässt sich per MCP ansprechen und läuft inzwischen auch auf iPadOS und macOS.

Ein Einmalkauf, der sich für mich bereits vielfach bezahlt gemacht hat.

Tipp: Mit drei Fingern zur Zwischenablage

YouTube

Relevante Links zum Video: „Text auswählen und bearbeiten“ + Tipp: Copy & Paste über Anybox hilft bei der Textarbeit + Tipp: Clipboard Manager für iPadOS, macOS und iOS + Copy, Action, Paste.

watchOS 27 nimmt der Digital Crown ihren Doppelklick

Zwei Apple-Watch-Displays nebeneinander, die die App-Übersicht zeigen. Links ist eine Foto-App mit einer Strandaufnahme zu sehen, die mit einem roten X-Symbol geschlossen werden kann. Rechts ist eine Wetter-App für Cupertino mit einer Temperatur von 19 Grad und dem Status „Meist wolkenlos“ dargestellt.

Previously, a double press of the Digital Crown would surface your currently open apps, allowing you to switch between them or close them. Now, a double press does the same thing as a single press: opening the new dynamic app grid. I used the App Switcher infrequently, but when I did, it was useful, so I hope Apple reverses course.

Jonathan Reed | MacStories

Bis zur aktuellen Beta 5 hielt sich meine Hoffnung, dass Apple die Doppelbelegung der Digital Crown – der Doppelklick führte ins „watchOS Dock“ – nicht komplett streicht. Das bremst den Wechsel zwischen Apps nämlich signifikant aus.

Selbst das Verhalten vor watchOS 10, bei dem ein Doppelklick schlicht zur zuletzt geöffneten Anwendung sprang, war besser als die Abkürzung generell zu entfernen.

Zugegeben: Der App-Umschalter ließ nie glorreich multitasken. Trotzdem war es immer der schnellere Weg, um zwischen einer Handvoll der zuletzt genutzten Anwendungen hin und her zu springen.

Solange das neue „dynamische App-Raster“ keine vollständig freie Belegung zulässt, mit der ihr Apps dort dauerhaft anspinnt, ist es kein Ersatz. Und selbst dann ist es lediglich eine feste Auswahl und ersetzt nicht den Verlauf der zuletzt verwendeten Apps.

#518 – meine Apple Watch Apps

Es ist vollkommen in Ordnung, Apples Uhr lediglich für Fitness, Kommunikation und als Uhr zu benutzen. Diese 15 Apps zeigen jedoch, was darüber hinaus möglich ist.

Hier das Intro der Episode: