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van Alex Olma
15. August 2017 – 15:43 Uhr

Besseres Audio für bessere Videos mit dem iPhone

Der Unterschied zwischen einem (Heim‑)Video in 720p und 1080p ist oft unwichtig. Eine Optische Bildstabilisierung oder ein externer Gimbal zeigen im direkten Vergleich einen nachvollziehbaren Unterschied im Bild. Wenn man diese Gegenüberstellung aber nicht hat, ist das auch kein Dealbreaker. Wenn es allerdings um den Ton für Videos geht, sitzt die Schmerzgrenze der meisten Zuschauer wesentlich niedriger. Eine schlechte oder kaputte Tonspur verwandelt selbst gestochen scharfe 4K-Clips in ein unerträgliches Schau(er)spiel.

Um sehr praxisnah zu bleiben (in einem gigantischen Markt für Zubehör), beschränke ich mich auf eine Handvoll Setups für ‚Videographer‘, die neben der exzellenten Videoqualität eines iPhones auch das Audio-Niveau auf Augenhöhe heben wollen.

Portable und für ein überschaubares Budget

Für 50 Euro ist das RODE VideoMicro (Affiliate-Link) schwer zu unterbieten. Wenn man es allerdings an einem iPhone 7 oder 7 Plus ohne Klinkenanschluss betreiben will, benötigt man zusätzlich ein Rode SC7-Kabel (Affiliate-Link). Nur so funktioniert dieses Mikrofon über den Lightning-Klinkenadapter am iPhone.

Das VideoMicro ist ein gerichtetes Mikrofon, das immer dorthin zeigen sollte, wo der Ton eingefangen werden will. Das VideoMicro kommt mit einer Schwinghalterung, die auf einem Kameraschuh sitzt. Um das bequem an einem iPhone zu montieren, kann ich weiterhin den Manfrotto Twist Grip (Affiliate-Link) empfehlen. Die Klemmhalterung fasst das iPhone und bieten an der Oberseite außerdem Platz für das VideoMicro und steht unten auf dem Manfrotto PIXI (Affiliate-Link).

Gesamtpreis: zirka 140 Euro

Für Interviews + Telefonkonferenzen

Ansteckmikrofone sind für Interview, die in einer kontrollierten Umgebung stattfinden, grundsätzlich eine gute Idee. Ich habe bereits häufiger das Sennheiser ClipMic benutzt. Es ist mit 200 Euro (Affiliate-Link) keinesfalls günstig, verbindet sich aber direkt mit dem Lightninganschluss von jedem iPhone, iPad oder iPod touch.

Apropos Lightning: Für das Voice-over aller meiner #one Videos benutze ich ein Shure MV51 (Affiliate-Link). Die Aufnahmesoftware Ferrite (universal; Laden) erkennt das Großmembranmikrofon postwendend. Es eignet sich zusätzlich aber auch für Musikaufnahmen und Videokonferenzen. Da keine separate Stromversorgung notwendig ist, kann ich es recht flexibel verwenden. Neben dem Lightningkabel liegt dem Paket auch ein normales USB-Kabel bei, um es beispielsweise am Mac zu benutzen.

(Semi-)Professionelle Videoproduktionen

Der iOgrapher (Affiliate-Link) ist ein Stück Plastik, in die sich iPhones oder iPads einspannen lassen. Leider muss man sich bereits vor dem Kauf entscheiden welches iOS-Gerät filmt, weil die Vorrichtung nur jeweils auf eine Hardware zugeschnitten ist.

An der Geräteoberseite dieses Käfigs befinden sich zwei Blitzschuhe, die beispielsweise für ein Mikrofon und ein Videoleuchte benutzt werden können. Oben im Bild sieht man die VILTROX LED-Videoleuchte (Affiliate-Link) sowie ein Rode RodeLink Filmmaker Kit (Affiliate-Link).

Das Funkmikrofon-Kit besteht aus einem Empfänger (oben im Bild) und einem etwa vergleichbar großen Sender, an den man ein Lavalier-Mikrofon anschließt. Theoretisch kann man sich damit bis zu 100 Metern entfernen und trotzdem noch Ton direkt am iPhone aufzeichnen (ohne später in Final Cut den Ton und das Video synchronisieren zu müssen). Damit das RodeLink allerdings an einem iPhone 7 und 7 Plus (über den Lightning-auf-Klinkenadapter) funktioniert, ist auch hier das Rode SC7-Kabel (Affiliate-Link) notwendig.

Die gezeigte Konstruktion steht auf einen Joby Gorillapod Focus (Affiliate-Link).

Abschließend hätte ich eine eher extravagante Konstruktion. Zentrales Element ist hier der Monitor / EVF Holder von Edelkrone, der auf einem Manfrotto PIXI (Affiliate-Link) balanciert. Als Monitorhalter wird er damit ein wenig zweckentfremdet, birgt aber die Möglichkeit zusätzliches ein zweites iPhones als Kontroll-Bildschirm anzubringen.

FiLMiC Pro bietet beispielsweise die Option ein zweites iPhones, einen iPod touch oder ein iPad als Fernbedienung beziehungsweise Kontrollmonitor kabellos zu verknüpfen. Das ermöglicht es die rückseitige 4K-Kamera für alle Aufnahmen zu benutzen, aber gleichzeitig kontrollieren zu können ob man noch im Bild sitzt.

Der Glif hält in meinem Beispiel das zweite iPhone in Position. Er ist über eine Gewindeschraube mit Standard-Blitzschuh (Affiliate-Link) am Zubehör von Edelkrone angebracht.

14. August 2017 – 16:43 Uhr

No Smart Connector for you!

But nearly two years after Apple introduced the Smart Connector on the original iPad Pro, only four accessories support it. One of those is the own Smart Keyboard, Apple’s first and only keyboard cover, which is available for the iPad Pro’s 9.7-inch, 10.5-inch, and 12.9-inch variants. The other products–two kinds of keyboards and one docking station–are all made by Logitech and are sold at Apple Stores. That’s a far skimpier selection than you might have expected back in the fall of 2015.

Accessory makers offered several explanations for the slow start. One source cited wait times and high costs for Smart Connector components. Other accessory makers simply praised Bluetooth as a better fit, at least for iPad keyboards.

Jared Newman | „Why The iPad Pro Smart Connector Accessory Business Isn’t Booming

Vier (Zubehör‑)Produkte in zwei Jahren ist schlicht blamabel. Mit fehlenden Bauteilen und (hohen) Lizenzkosten verstolperte Apple auf ähnliche Art bereits zuvor den Start ihres MFi-Programms für Game-Controller.

Der magnetischer Smart-Connector-Port ist ohne Frage ein eleganter Anschluss. Er ermöglicht beispielsweise, dass das darüber betriebene Zubehör nicht extra aufgeladen werden muss.

Andererseits erspart Apples W1-Chip – bekannt aus den AirPods – inzwischen einen großen Teil des Bluetooth-Ärgers. Und das wirft unweigerlich die Frage auf wie rosig die Zukunftsaussichten sind, die ein (weiterhin nur iPad-exklusiver) Anschluss hat (von dem nicht einmal der Pencil Gebrauch macht).

14. August 2017 – 14:11 Uhr

„Lonely Planet’s Trips app is Instagram for travel junkies“

Ultimately, Trips is a well-designed app that can show off photos well, but that doesn’t make it unique. What will make it stand out is if travelers start using it to show off their adventures in different ways than many already do on Instagram. But Lonely Planet is in the comfortable position of not needing this app to be a hit to survive. Even if it just ends up being an app used by frequent travelers who love to shoot on their phones, those users should have a good experience with it.

Nathan Ingraham | Engadget

Der Vergleich mit Instagram hinkt: Lonely Planets neue App Trips (Laden) erzählt eher Fotogeschichten, so wie damals Storehouse (denen im letzten Sommer das Geld ausging).

Das Problem dieser Art von Apps: Sie sind vielmehr ein Feature, kein alleinstehendes Produkt. Lonely Planet kann das natürlich erst einmal egal sein. Wenn sie mit der hochgeladenen Fotografie der Nutzer ihr Reise- und Sprachführer promoten, erfüllt Trips sicherlich seinen Zweck.

Trotzdem würde ich mir eine ähnliche Aufbereitungsmöglichkeit für (Urlaubs‑)Reisen oder Events auch für die iCloud Fotobibliothek wünschen. Es müsste damit möglich sein (auf spielerische Art) eine responsive Mini-Webseiten zu bauen, die neben Fotos, Videos und eingebetteten Landkarten auch Überschriften und kleine Textblöcke erhält.

11. August 2017 – 12:46 Uhr

#onecast – Auftakt zum Blog-Redesign

Guten Morgen.

Fürs iPhoneBlog steht nach exakt drei Jahren mal wieder ein neues Layout ins Haus. Der Start von #one hat Steine ins Rollen gebracht, die ich nicht geplant hatte jemals anzustoßen (und heute sehr sehr glücklich bin, dass sie rollen).

Um den aktuellen Charakter des Blogs jedoch besser zu treffen, braucht es einen neuen Anstrich. Noch existieren dafür keine Skizzen, keine Mockups, sondern lediglich Ideen in Köpfen. Mit #onecast wollen Philip Bräunlich und ich diese Gedanken schon während der Umsetzung einmal aussprechen.

Ohne großes Tamtam; eher in kurzen und unregelmäßigen Audiopodcasts. Die Intro-Episode ist beispielsweise kompakte 23 Minuten lang und behandelt Themen wie Style Page Transitions und Morphing Background Shapes.

Mehr Folgen als eine britische Mini-TV-Serie, die typischerweise drei bis maximal sechs Episoden zählt, erwarte ich nicht. #onecast darf als eine Art DVD-Extra verstanden werden; als Bonusinhalt oder als ein begleitender ‚Hinter-der-Bühne‘-Kommentar.

Ich würde mich extrem freuen wenn ihr reinhört und Feedback über Twitter oder Slack gebt. Der Podcast lässt sich direkt hier im Blog anhören. Für Abonnenten von #one spiele ich die Episode aber auch in den persönlichen Podcast-Feed, der wöchentlich die #one Videos ausliefert.

11. August 2017 – 10:56 Uhr

Unobstruct

I released a new iOS app named Unobstruct, which helps you read web pages unobstructed. It includes a Safari Content Blocker that removes some persistent bars from certain web pages (like Medium, The Verge, Vox, CNN, and several others) and an Action Extension for Safari that removes any remaining floating content from a web page on demand. You can buy it for a dollar in the iOS App Store.

Troy Gaul

Mitlaufende Social-Media-Leisten auf Webseiten sind ein Leserbeleidigung. Um beispielsweise einen Artikel auf Polygon oder TechCrunch ungestört durchzuarbeiten, ist meistens der Safari-Reader-Mode notwendig. Wer sich aufgrund der Bilder, Screenshots oder Animationen aber das generelle Webseiten-Layout beim Lesen erhalten will, kann sich mit Unobstruct (universal; 1.09 ) nur der schwebenden Elemente entledigen.

Webseiten wie Medium, BuzzFeed, Engadget, TechCrunch, VICE oder The Verge werden bereits berücksichtigt. Troy Gaul plant den Katalog an Webseiten, die sich ähnlich unartig benehmen, zu erweitern. Vorschläge nimmt er per E-Mail entgegen.

via Daring Fireball

10. August 2017 – 13:55 Uhr

„No, Smartphones are Not Destroying a Generation“

Erst Rock ’n‘ Roll, dann Videospiele und heute Smartphones: Ein unglaublich schlechter Artikel in The Atlantic schrie geradezu nach einer Antwort. Sarah Rose Cavanagh nahm sich dankenswerterweise die Zeit.

Nowhere is Twenge’s bias more obvious to me than in some research that she actually does review but then casts aside as seemingly irrelevant to her thesis – namely, the vast counter-evidence to the „destroyed generation“ thesis contained in her headline. In the introduction to the piece she notes that this generation has sharply lower rates of alcohol use, teen pregnancies, unprotected sex, smoking, and car accidents than previous generations. This is what a destroyed generation looks like?

Yes, we should practice (and preach to our children) moderation in all things, our digital lives included. Yes, we should conduct careful research studies into the effects of „screentime“ on developing minds, and we should be open to what those data say. Yes, we should be concerned about adolescent depression and investigate its causes. Yes, we should put down our phones once in awhile and take a walk in the damn woods.

But my suspicion is that the kids are gonna be ok.

Psychology Today

10. August 2017 – 11:24 Uhr

#066 – ScreenFlow 7

Die macOS-Software ScreenFlow zeichnet nicht nur euren MacBook-Bildschirm auf, sondern greift sich (auf Wunsch) gleichzeitig auch das Display von einem per Kabel angeschlossenen iPhone oder iPad.

Neben den Screenrecording-Features bastelt Entwickler Telestream über die letzten Jahre weiter an den Videoschnitt-Fähigkeiten von ScreenFlow. Dabei bleiben die sogenannten ‚Touch Callouts‘ eine der einfachsten Möglichkeiten Fingerberührungen in einem iOS-Screencast zu visualisieren.

Hier die 30-Sekunden-Vorschau zur sechsminütigen Episode:


iPhoneBlog #one kann man abonnieren. Als Abonnent bekommt man jede Woche ein neues Video, den Zugriff auf alle schon veröffentlichten Episoden und die Einladung zur Diskussion in einem privaten Slack-Kanal. iPhoneBlog #one ist ausschließlich von Lesern und Leserinnen finanziert und unterstützt direkt das iPhoneBlog.

Alle Infos und die Möglichkeit dabei zu sein, findet ihr unter iPhoneBlog.one.

9. August 2017 – 18:43 Uhr

Später anschauen: Vookmark merkt sich Webvideos

Auf Zinc folgt Vookmark (universal; Laden) – ein weiterer ‚Watch Later‘-Dienst für Internetvideos, der seit April 2017 up-to-date gehalten wird. Heute bekam der (derzeit) kostenlose Webservice neben seiner iPhone-, Android- und Apple-TV-App auch das Update fürs iPad.

Ich merke mir seit Mai – über die Safari-Browser-Erweiterung beziehungsweise das Share Sheet am iPhone – damit regelmäßig YouTube- und Vimeo-Clips vor, die dann am Abend auf dem Apple TV anschaue.

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