iPhone 3G- und 3GS-Unlock ‘blacksn0w’ angekündigt
von alex olma | 31 Oktober 2009 | 16:17 Uhr
Wenn sich niemand sonst (be-)fähig fühlt, den iPhone-Unlock für die aktuelle Modem Firmware 05.11.07 zurechtzubiegen, macht es George Hotz einfach selbst. Unter dem Projektnamen ‘blacksn0w’ liefert ‘Geohot’ die kundenfreundliche Providerbefreiung für 3G- und 3GS-Geräte auch unter der aktuellen 3.1.2 Firmware-Version.
Seine Twitter-Dokumentation startete am 27.Oktober, vor wenigen Minuten ging (s)ein YouTube-Beweis Online. Die Software soll innerhalb weniger Tage (04.11.09) verfügbar sein.
(Danke, Markus!)
iPhone-Markteinführung in China
von alex olma | 31 Oktober 2009 | 15:13 Uhr

Am gestrigen Freitag veröffentlichte Apple in Zusammenarbeit mit dem asiatischen Mobilfunkanbieter China Unicom das iPhone in China. Seit Ende August zeichnete sich eine Übereinkunft für die langwierigen Verhandlungen ab, welche mit der vertraglichen Vereinbarung einer dreijährigen Partnerschaft schlossen.
Der chinesische Mobilfunkbetreiber hält eine der drei Lizenzen das 3G-Mobilfunknetz in China auszubauen und zählt derzeit 125 Millionen GSM-Kunden. Dominiert wird der dortige Markt von China Telecom. Insgesamt stellt der chinesische Mobilfunkmarkt mit über 700 Millionen (!) potenziellen Abnehmern das weltgrößte Absatzgebiet.
Sowohl das iPhone 3G als auch 3GS werden mit einem zweijährigen Vertrag zu den Preisen 500 € (3G 8GB), 590 € (3GS 16GB) und 700 € (3GS 32GB) verkauft, müssen jedoch ohne WiFi-Funktionalität auskommen. Entgegen den weit verbreiteten iPhone US-Importen und nachgebildeten Fälschungen, leidet die offizielle Verkaufsversion unter den staatlichen ‘Sicherheitsspezifikationen’ namens WAPI.
Diese staatlichen Bestimmungen sollen jedoch derzeit wieder gelockert worden sein, so dass die Chefetage von China Unicom in Person von Chang Xiaobing bereits ankündigte, das die nachfolgenden iPhone-Lieferungen mit Unterstützung von drahtlosen Netzwerken ausgeliefert werden können.

via tech.163.com
Insgesamt schien sich der Andrang zum Verkaufsstart um 18 Uhr Ortszeit stark in Grenzen zu halten.
WiFiPad – das iPhone als Joystick
von alex olma | 31 Oktober 2009 | 11:37 Uhr
Ein ruhiger Samstagmorgen; genügend Zeit für Experimente und ein paar gute Videospiele.



Durch Zufall bin ich im App Store auf eine kleine iPhone-Software gestoßen, die sich WifiPad (kostenlos; App Store-Link) nennt und TouchScreen-Eingaben vom iPhone an den gekoppelten Desktop-Rechner schickt. Das Konzept ist nicht neu und wurde schon für diverse Nummernblock-Anwendungen, Fernbedienungen oder Software-Tastaturkürzel umgesetzt. Über einen Spielekontroller bin ich bis heute jedoch noch nicht gestolpert.
WifiPad benötigt eine kleine Server-Software, die sowohl auf einem Mac als auch Windows PC läuft. Im lokalen Netzwerk wird das iPhone über Bonjour-Technologie sofort gefunden und bekommt die unterschiedlichen Joystick-Layouts von der Server-Software übermittelt. Auf der Herstellerseite gibt es schon eine Handvoll Grafiken für diverse Retro-Kontroller.
‘World of Warcraft’-Fans platzieren spezielle Tastenkürzel auf dem iPhone-Display. Und auch Peggle-Süchtige steuern ihre kleine Ballschußanlage bequem vom berührungsempfindlichen Bildschirm.

Immer wieder angemerkt sei, dass die ganz Geschichte sehr experimentell ausfällt und deshalb derzeit auch zurecht kostenfrei Probegespielt werden darf. Da die Software jedoch lediglich ‘normale’ Tastureingaben über das iPhone entgegennimmt, lassen sich so gut wie jedem Emulator oder jedem Spiel diese Eingaben unterjubeln. Dies erfordert jedoch in den meisten Fällen einen nicht unerheblichen Konfigurationsaufwand und passt sicherlich nicht jedem Game aufs Auge.
Gelingt die Verknüpfung jedoch, mutiert das iPhone zum universellen Spiele-Joystick.
* Alle selbstproduzierten Videos gibt es ‘iPhone-kompatibel’ auch in unserem Podcast-Feed, den ihr beispielsweise über iTunes oder einem anderen Multimedia-Verwaltungsprogramm eurer Wahl abonnieren könnt.
Von Piraten und Piracy
von alex olma | 30 Oktober 2009 | 13:20 Uhr
Heute Morgen fand ich eine niedliche Preview-Version von ‘Wheeler’s Treasure‘ in meinem Posteingang. Der Entwickler ‘Two Lives Left’ interpretiert damit die Stunt-Sequenz aus ‘Fluch der Karibik’ und dessen Fechtszene auf dem rollenden Wasserrad.
Und während das hübsch gezeichnete Piraten-Abenteuer auf seine App Store-Genehmigung wartet, sollen an dieser Stelle ein paar aktuelle Worte zur ‘Piracy-Situation’ auf dem iPhone verloren werden. Wenn das mal keine thematische Überleitung ist…
Durch die kürzlich durchgeführten Änderungen in den App Store-Bedingungen für ‘In-App-Käufe‘ von Apple, stand auch die ‘Raubkopierer’-Debatte im Vordergrund. Apple sprach dabei explizit in seiner E-Mail die Chancen für Entwickler an, die Attraktivität für eine unlegitime Programm-Verbreitungen zu verringern. Dies soll vornehmlich durch den Abbau erster Preishürden geschehen, indem sich Interessenten die ersten Level kostenfrei anschauen können und erst danach zur Kasse gebeten werden.
Ganz ‘nebenbei’ kann beim nachträglichen Erwerb von Zusatzinhalten jedoch auch dessen DRM-Status überprüft werden. Wenn sich der Entwickler nicht eigenständig für ein kostenpflichtiges Gesamtpaket ihrer Software entscheiden, senkt dies die Wahrscheinlichkeit unlizenzierter Kopien.
Einen wirklich guten Hintergrundartikel zur DRM-Problematik, ‘In-App-Käufen’ und Piracy findet sich hier:
-> In App Purchase and the state of iPhone piracy
Ngmoco’s Rolando 2 – Chapter 1 (kostenlos; App Store-Link) oder die ‘Social-Media’-Anwendung Boxcar (kostenfrei; App Store-Link) sprangen sofort auf den Demo-Zug auf. Am heutigen Freitag macht auch iOutBank (kostenfrei; App Store-Link) davon Gebrauch und bietet seine Software ohne Startgebühren für die Verwendung mit einem Bank-Account feil.
Trotzdem wird auch in der Zukunft weiter Software kopiert ohne die finanzielle Gegenleistung zu erbringen. ‘World of Goo’ – bald hoffentlich auch mit iPhone-Version – stach in den letzten Tagen als Negativbeispiel hervor. Der Geburtstagsverkauf ‘Zahl soviel du willst‘ brachte 83.000 Kopien in 13 Tagen unter das Spielervolk, erreichte jedoch lediglich durchschnittliche Zahlungen von $2.5 pro Version. Regulär werden 20 Dollar pro Lizenz gefordert.

Grafik: Pinchmedia
Für das iPhone wird dabei immer wieder der Jailbreak in die ‘Raubkopie-Diskussion’ gezogen. Werbezähler wie Pinchmedia preschen gerne mit neuen ‘Höchstwerten‘ vor: “Just over 60% of paid apps using Pinch have been pirated” ergänzen jedoch zurecht das “an individual who jailbreaks their phone is not necessarily an individual that steals applications”.
Die angesagteste Raubkopierer-Geschichte für das iPhone bietet dieser Tage ‘Tap-Fu‘ von Neptune Interactive und Smells Like Donkey. Nach der ersten Verkaufswoche blickten die Entwickler, in die von Spielern aufgestellten Highscore-Chart. Diese waren von 80-Prozent unrechtmäßig kopierter Versionen bevölkert. Zu einem legitimen Programmerwerb konnte sich, von den dort auffällig gewordenen Spielern im gleichen Zeitraum, niemand aufraffen.


Neben App Store-Programmen scheint auch Jailbreak-Software vom munteren Kopieren betroffen. ‘John Doe’ verlinkt in unseren Kommentaren eine Statistik (Link mittlerweile entfernt) zu der Homescreen-Navigations Orbit für $2. Dabei ist eine erhebliche Differenz zwischen den 45.000 registrierten Geräten und den zikra 7.000 verkauften Einheiten zu erkennen.
Doch was bringt alle die Aufregung?
Viel, wenn sie dazu dient für die Problematik (kleinerer) Entwicklerstudios bewusst zu machen. Wenig, wenn daraus unattraktive Kundenangebote entstehen.
Gary Hustwit-Doku ‘Objectified’
von alex olma | 30 Oktober 2009 | 09:36 Uhr
Über Gary Hustwit’s Dokumentarfilm ‘Objectified‘ berichteten wir im März 2009 mit (s)einem Trailer. Seit einigen Tagen liegt die zweistündige Dokumentation im amerikanischen iTunes-Store zum (Kauf-)Download (Link) vor. Das habe ich zum Anlass genommen, die frisch überarbeitete AppleTV-Benutzeroberfläche auszuprobieren.
Objectified wirft einen Blick auf aktuelle sowie vergangene (Produkt-)Gestaltung und dessen Fertigungsprozesse. Die Palette von Objekten erstreckt sich über ‘analoge’ Stuhlkonstruktionen bis hin zu ‘modernsten’ Technik-Gadgets wie dem iPhone. Dabei kommen Designergrößen wie Jonathan Ive oder Dieter Rams zu Wort. Ein kurzer Ausschnitt, dass iPhone-betreffend, findet sich im eingebundenen YouTube-Video.
Gary Hustwit drehte bereits den Dokumentarfilm ‘Helvetica‘, der sich mit ‘Schriften’ in jeglicher Art und Weise (und im Speziellen mit dem serifenlosen Font) auseinandersetzt. Leider ist auch diese grandiose Doku als digitaler Download nur im amerikanischen Store (Link) verfügbar beziehungsweise über Amazon.de als DVD (Link)* erhältlich.










