Apple-Netzteile: Stromtankstellen für iPhone und iPad
von alex olma | 2. August 2010 | 14:34 Uhr
Meinem etwas flapsigem Twitter-Kommentar, über die Stromzufuhr am iPhone, folgte aufgrund der vielen Rückmeldungen heute eine längere Recherche. Dabei steht fundiert fest: Ich habe keine Ahnung von Volt, Watt oder Ampere. Trotzdem lassen sich einige Fragen mit der Hilfe von helleren Köpfen, die auch ins Internet schreiben, beantworten*.
Das 10W-USB-iPad-Ladegerät (29 €; Affiliate-Link) pumpt Strom sowohl ins iPad als auch iPhone. Da das iPhone jedoch mit einem 5W-Netzteil (29 €; App Store-Link) geliefert wird, existiert auf breiter Front die Annahme, dass der stärkere iPad-Power-Adapter dem iPhone-Akku schadet. Das ist falsch, da der (in beiden Fällen) über USB angehängt Stromverbraucher seine Abnahmekraft eigenständig bestimmt. Apple selbst schreibt auf der Produktseite vom 10W-USB-Netzteil für das iPad: “Es kann zum Laden für jedes iPhone sowie alle iPod-Modelle mit Dock-Anschluss verwendet werden”.
Bislang konnte ich nicht ermitteln, wieviel elektrische Stromstärke (Milliampere) das iPhone (4) maximal abfragen kann, wenn der Stromgeber (unter gleicher Volt-Spannung) nach oben offen ist. Dies würde die Geschwindigkeit des Ladevorgangs bestimmen, der gefühlt an einem 10W-Ladegerät höher ausfällt. In einigen Testläufen konnte ich dies jedoch nicht bestätigen. So befüllte das iPhone-Ladegerät beispielsweise innerhalb von 10 Minuten das iPhone 4 mit 10%-Leistung (50%-60%). Ein iPad-Ladegerät erhöhte im entsprechenden Zeitraum die exakt gleiche Anzahl an Leistung – in diesem Fall von 60- auf 70-Prozent.
Soweit ich darüber hinaus richtig informiert bin, schwankt die aufzurechnende Kapazität je nach Füllstand von Lithium-Polymer-Batterien und lädt nicht konstant über den gesamten Ladezyklus.
Beim iPad fiel der Stromhunger in seinen ersten Tagen nach der Veröffentlichung – neben einer ewigen Akkulaufzeit – sehr deutlich auf, da sich das Gerät an vielen USB-Ports von Computer nur mit gedrosselter Kapazität regenerieren lässt. Apple liefert dazu ein Support-Dokument das aufzeigt, welche (Cupertino-)Computer 1100 mA bei 5V über USB liefern und unter welchen Umständen dies geschieht.
Nichtsdestotrotz: Auch bei 500 mA lädt das iPad an einem USB-Port nach, auch wenn teilweise der Hinweis ‘not charging’ eingeblendet wird. Auf gleiche Art und Weise kann man ebenfalls das iPhone-Netzteil als Stromversorgung für das iPad benutzen. Da das iPhone-Ladegerät jedoch nicht die Leistung liefert, die das iPad in der Lage ist aufzunehmen, dauert der Vorgang deutlich länger.
25-Prozent iPhone-Ladung über das iPad-Netzteil in 25 Minuten oder umgerechnet in 146 Fotos. Software TimeLapse (1.59 €; App Store-Link)
Wer in den (Sommer-)Urlaub sowohl mit iPad und iPhone fährt, und sich nicht auf den USB-Port am Computer verlassen möchte, steckt vorrangig (nur) das iPad-Ladegerät ins Reisegepäck, das gleichermaßen gut an beiden Geräten funktioniert.
Weitere Strom(spar-)tipps für einen sparsamen Verbrauch bleiben unverändert und trotzdem gerne wiederholt: Display-Helligkeit; Push-Nachrichten; UTMS- und Wifi-Verbindung zählen zu den größten Konsumenten.
* Ich würde mich (ernsthaft) sehr für Kommentare interessieren, die dieser Thematik besser zugewandt sind und das eine oder andere Detail meiner unwissenschaftlichen Ausführungen verbessern oder ergänzen können.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass mein iPhone 4 am iPad-Ladegerät deutlich warm wird. Mein altes iPhone 3G lädt dort auch auf, allerdings aktualisiert sich der Ladestand erst nach einem Neustart. Beides zusammen hinterlässt bei mir ein eigenartiges Gefühl. Ich nutze seitdem das iPad-Ladegerät auch nur noch für selbiges …
heinrich
Ich lade meinen iPod Touch, iPhone und iPad über ein custom 3A/5V (also 15 Watt) Netzteil auf und habe damit seit Monaten keine Probleme.
http://twitter.com/sebster Sebastian
Ich beobachte auch bei meinem iPhone 3G, dass am iPad-Netzteil zwar geladen wird, der Akkustand aber “hängen” bleibt (wie marco es schon schrieb). Neben einem Neustart hilft dann auch kurzes An- und Abstecken an das iPhone-Netzteil, dann steigt die Akkuanzeige im Sekundentakt um 3% bis zur vollen Ladeanzeige, beim iPad-Netzteil passiert weiter nichts. Das alles beängstigt mich ein wenig, befürchte ich doch, dass am iPad-Netzteil auch die “Abschaltautomatik” des iPhones nicht greift und der Akku über seine Kapazität gebracht wird.
Alex
Die leistungsstarken Lithium-Ionen-Akkus benötigen allesamt eine Ladeelektronik, die den Ladevorgang genau überwacht und regelt, um Beschädigungen, Überhitzung oder gar Explosionen zu verhindern. Diese Elektronik sorgt dafür, daß ein Akku nicht zu schnell oder zu stark geladen wird. Wenn der Akku nicht schneller geladen werden kann, dann wird er auch bei mehr Leistung des Netzteils nicht schneller geladen. Wenn das Netzteil (oder der USB-Bus) weniger Leistung liefert, als der Ladevorgang vertragen könnte, wird die Aufladung aber verlangsamt. Fazit: jeder Akku hat eine gewisse maximale Ladegeschwindigkeit, die auch mit dem dicksten Netzteil nicht überschritten wird (sofern die Ladeelektronik nicht defekt ist, versteht sich), aber langsamer geht es mit zu schwachbrüstiger Stromversorgung immer.
http://twitter.com/georg_ georg_
Habe auch das “Flache-USB-Netzteil” welches im Bild oben zu sehen ist und lade damit auch mein iPad. Das geht ordentlich schnell, ist schön klein und lädt auch noch andere USB-not-i-Devices, wie meinen Garmin Edge 705 Fahrradcomputer.
Kann mir jemand einen plausiblen Grund nennen, warum ich noch einmal 29€ in die Hand nehmen soll und mir ein extra iPad-Netztteil kaufen soll? Für sachdienliche Hinweise bin ich sehr dankbar!
http://twitter.com/dhn Dominik
Ja, das Problem habe ich bei meinem 3G auch. Aber abgesehen davon funktioniert es wunderbar.
Parabell
“…da der (in beiden Fällen) über USB angehängt Stromverbraucher seine Abnahmekraft eigenständig bestimmt.” Das wird wohl schon stimmen (lese nachher noch den verlinkten Artikel). Trotzdem ein kurzes Wort der Warnung, das iPhone vielleicht doch nicht einfach in jede USB-Buchse zu stecken: Ich hatte einen billigen Auto-Adapter (von 12V-Anschluss auf USB), mit dem ich immer ohne Probleme meinen iPod Classic im Auto geladen habe. Als ich dann mein iPhone 3GS ziemlich neu hatte, wollte ich es auch damit aufladen. Doch sobald ich es eingesteckt hatte, wurde der Bildschirm schwarz, nichts ging mehr, und ich musste es in den Laden zurück bringen, wo es zum Glück ausgetauscht wurde. Seitdem habe ich einen Griffin Autoadapter vom Apple Store, der ausdrücklich mit dem iPhone funktioniert und auch diverse Schutzfunktionen eingebaut hat.
Ich weiss nicht genau, was das iPhone gegenüber dem iPod Classic so viel empfindlicher macht in dieser Beziehung, vielleicht ist der Adapter ja auch kaputt gegangen, ich habe danach sicherheitshalber nicht auch noch den iPod eingesteckt, um zu testen, ob es mit diesem weiterhin geht oder nicht..
Sebastian
Mein iPhone 3G lädt am iPad Ladegerät ohne Probleme und auch beim Laden wird der aktuelle Ladestand angezeigt und es ist keinerlei Neustart nötig.
andismart
Es spielt überhaupt keine Rolle für ein iPhone ob es mit dem eigenen oder einem iPad Ladegerät aufgeladen wird. Das Wichtigste und ausschlaggebende ist die Voltzahl, die muss 5V betragen und darf nicht darüber sein. Die Ladeelektronik/Regelung steckt im Akku. bzw. Gerät.
Helge
Geiles Video! Unbedingt anschauen!
Andreas
Das IPhone zieht auch an deinem Macbook 1A und nicht 0,5A wie es im Profiler zu stehen scheint. Der entscheidende Punkt ist „Extra Operating Current“. Neuere Macbook können auf einem der beiden USB-Ports (dem zuerst benutzten) 1A statt wie der USB Standart es vorschreibt 0,5A abgeben wenn es von den Geräten speziell angefordert wird.
Dies ist sehr einfach zu Beweisen: Man Stecke bei einem Macbook 2 IPod/iPhones/iPads. Bei nur einem der beiden wird das „Extra Operating Current“ auftauchen. Falls sie einzeln angeschlossen sind kommt jeweils das „Extra Operating Currend“.
Folglich zieht das IPhone an Macbook und iPhone netzteil jeweils 5 Watt (1A*5V=5W). Ich vermute stark das es das am IPad netzteil auch tut. Das iPad muss die 2Ampere (die auf dem Netzteil als Output stehen) extra über das USB Protokoll anfordern wie es auch schon bei den 1A bzw schon 0,5A geräten ist. Dies ist immer in USB so weil es ja sonst passieren könnte das zB schon 0,5A eine auf 0,1A gebaute uralte USB 1.1 Tastatur grillen könnte.
Das das iPhone mehr als 1A (wie das iPad) ziehen kann halte ich für äußerst unwahrscheinlich. Dann hätte Apple einfach ein 10Watt Netzteil dazugelegt. Der Produktionsunterschied ist primär ein anderer Wiederstand (cent-Preis) und eine bessere Wärmeableitung.
0,1 A (in USB-Speak 1 unitload) bis 0,5A (5 unitload) sind normalerweise der Standart in Usb 2.0. Es gibt allerdings noch die Battery Charging Specification die 1A bzw 1,5A wenn der Datenkanel nicht mit voller Geschwindigkeit genutzt wird definiert. Bei Usb 3.0 geht es dann bis 0,9A.
Für die 1A am Macbook scheint Apple aber nicht die Battery Charging Specification zu verwenden sondern ein eigenes System. Auch mein iPod nano 1G zieht 1A und der ist älter als die Spec (es scheint mir die ist von 09).
Vorhersagen über Stromstärke anhand von Ladezeit halte ich außer bei einer vollständigen aufladung für vollkommen aussagelos. Moderne Akkus sind Voodoo, wo keiner außer eine Hand voll Physik&Chemie&E-Technik alles in einem Gurus etwas vorhersagen kann.
freakZ
Schöner Beitrag, vielen Danke dafür.
Was mich aber interessieren würde, wie sieht es eig. mit dem Multitasking aus? Ist es lohnenswert die “aktiven” Apps hin und wieder zu beenden?
LG
http://twitter.com/nilquader Nilquader
“Dies ist immer in USB so weil es ja sonst passieren könnte das zB schon 0,5A eine auf 0,1A gebaute uralte USB 1.1 Tastatur grillen könnte.”
Nein, das wird nicht passieren. Wenn ein Netzteil/Adapter/USB-Port eine Stromstärke von 0.5A bereitstellen kann, heisst das noch nicht, dass immer dieser Strom fliesst, wenn ein Gerät angeschlossen ist. (Für die E-Techniker: Ein USB-Port ist prinzipiell eine Spannungsquelle, keine Konstantstromquelle).Ich könnte mein iPhone auch an einem 10A/5V Netzteil laden, dann fliesst trotzdem nur 1A und das iPhone nimmt keinen Schaden.
Das gleiche Prinzip gilt ja auch bei den gewöhnlichen Haushaltssteckdosen mit 230V: Gemäß Spezifikation könnten da auch bis zu 16A fliessen, aber der iMac kommt ja trotzdem nicht zu Schaden, weil er halt einfach nur (geschätzte) 2A braucht.
http://www.iphoneblog.de iphoneblog
Eigentlich nicht. Trotzdem gibt es optisch noch keine klare Unterscheidung, welche App 'einen Kanal offen halten' und welche nicht. Wer sicher sein will, das Navigationssoftware oder VoIP-Dienste abgeschaltet sind, beendet die Apps manuell.
Andreas
Wenn plötzlich 80 statt den 16 erwarteten Ampere aus deiner steckdose kommt und an den Bauteilen und Wiederständen gespart wurde sieht das schon wieder anders aus.
Wenn da statt der erwarteten 0.1A plötzlich 2A durchgehen wäre ich mir bei so mancher alter billighardware nicht sicher ob das gut ist.
Schau dir mal die Liste der Widerstände an. http://www.conrad.de/ce/de/category/SHOP_AREA_1… Wenn du bei einem uraltem USB 1.1 Standard 0.5W erwartest, steckst du da keinen bis 10W guten Wiederstand rein, wie man ihn beim iPad Netzteil bräuchte wenn die Geräte den Strom nicht explizit anfordern müssten.
Juergen
Mein iPhone 3G ist mit dem iPad-Ladegerät nicht so glücklich. Die Ladeanzeige aktualisiert sich nicht. Erst, wenn ich das iPhone-Ladegerät nutze, wird die Anzeige in sehr kurzer zeit (auf voll) aktualisiert.
Lindijones
Nein. Das ist nicht korrekt. Die Strombegrenzung findet im Netzteil statt.
Butko01
Ganz einfach zu erklären…..
Das iPhone benötigt seine 5 V…. und das iPhone hat einen bestimmten gesamtwiderstand…. aus dem ein Strom resultiert……
Ob das Ladegäret jetzt 10W hat oder 100W…etc…
das iPhone wird immer den gleichen Strom ziehen….
I(Strom) = U(Spannung) / R (Widerstand) Ohm'sches Gesetz
Lindijones
Hallo.
Das hab ich früher auch gedacht. Aber so einfach ist es nicht. Es liegt eine Leerrlaufspannung von 5V an. Aber der maximale entnehmbare Strom also der Ladestrom ist dennoch im Netzteil begrenzt. Die Spannung sinkt dann einfach unter 5V. Das erklärt ja auch die unterschiedlichen Ladezeiten mit unterschiedlichen Ladegeräten.
Lindijones
Hallo.
Das hab ich früher auch gedacht. Aber so einfach ist es nicht. Es liegt eine Leerrlaufspannung von 5V an. Aber der maximale entnehmbare Strom also der Ladestrom ist dennoch im Netzteil begrenzt. Die Spannung sinkt dann einfach unter 5V. Das erklärt ja auch die unterschiedlichen Ladezeiten mit unterschiedlichen Ladegeräten.
http://twitter.com/nilquader Nilquader
Ja, korrekt – aber das iPhone hat einen Ladecontroller, sogar einen relativ komplexen, da das Laden eines Li-Po-Akkus nicht ganz so trivial ist. Und der ist auf einen maximalen Ladestrom ausgelegt, den er nicht überschreitet. Ich kann also ganz problemlos mein Labornetzgerät auf 5V/10A einstellen und damit mein iPhone laden. Und es werden dann natürlich keine 10A fliessen, sondern vielleicht 1 – 1.5A. Ich probiere das auch gerne aus, mein iPhone wird keinen Schaden nehmen!
Aus einer Steckdose kommt übrigens nie 80 statt der erwarteten 16A, da immer nur so viel Strom aus der Steckdose kommt, wie benötigt wird. Ich kann auch eine LED mit entsprechendem Vorwiderstand (der auch bloß auf 1/4W ausgelegt sein muss) direkt an eine 16A-Steckdose anschließen – da werden dann vielleicht 0,002A fließen, mehr nicht. Es sei denn, man hat den Widerstand falsch berechnet
Lindijones
Ich verstehe was du meinst. Im Modellbaubereich läuft das auch so, dass man ne Konstantspannungsquelle braucht die genug Maximalstrom liefern kann. Also zum Beispiel ne Autobatterie oder ein 12V Netzteil mit genug Dampf. Da wird dann der Strom entnommen der benötigt wird.
Aber die Aussage “Das Gerät nimmt sich so viel Strom wie benötigt wird” ist nicht immer korrekt. Wenn eine gewisse Spannung am Akku anliegt, dann stellt sich je nach Innenwiderstand des Akkus ein Strom ein. Die Laderegelung pulst dann diesen Konstantstrom. Die Ladegeräte im Modellbaubereich begrenzen diesem Strom aber nochmal, was deine Aussage was Modellbaulader betrifft, richtig stellt. Das läuft aber in einem iPhone so nicht. Hast du dein iPhone schon mal mit einer konstanten Spannung von 5V und ohne Strombegrenzung (heisst 10 Ampere zum Beispiel) geladen? Probier das doch mal aus! Ich bin gespannt. Bei einer Steckdose ist das so, dass hier eine konstante Spannung (ca. 230V) anliegt. Da wird dann der Strom entnommen, der vom Verbraucher benötigt wird. Man muss also zwischen Konstantstromquelle und Konstantspannungsquelle unterscheiden.
http://twitter.com/nilquader Nilquader
Also, ich habe gerade mal gemessen: Hab an ein Labornetzgerät, das max. 2,5A liefern kann eine USB-Buchse angelötet, auf 90% entleertes iPhone drangesteckt und den Stromverbrauch beobachtet. Es genehmigt sich so etwa 600 – 800 mA – kommt ein bisschen drauf an, was ich neben dem Laden noch so am iPhone mache. http://yfrog.com/c9vgkj
Lindijones
DAS ist interessant. Ich habe einen alten iPod Video 5.5G und der machte bei einem China-Lader mit 1,2 Ampere einfach dicht. Konnte damit nicht geladen werden. Unter Umständen haben sie das in neuen Geräten geändert. Welche iPhone-Version hast du damit geladen? Dann begrenzen jetzt einfach beide Teilnehmer. iPhone/iPad und Netzteil. Denn wenn das iPad 2,1 Ampere haben will und der iPhone-Lader aber nur 1 Ampere hergibt lädt es ja einfach nur langsamer. Sehr sehr interessant. Danke für den Test!
http://twitter.com/nilquader Nilquader
Ist ein iPhone 3GS, gekauft im September 2009. Inzwischen hab ich auch nochmal mit etwas leererem Akku getestet, dann genehmigt sich das Telefon bis knapp unter 1A, egal was man nebenbei noch tut. Ich bezweifle daher, dass das iPhone (3GS) an einem iPad-Lader noch deutlich schneller lädt…
Lindijones
Ja das ist auch so. Habe die Messergebnisse schon dem Alex geschickt. Vielleicht veröffentlicht er ja die Diagramme hier irgendwo.
http://www.iphoneblog.de iphoneblog
Sehr gerne sogar. Ich hoffe man kann alles erkennen.
WARUM mache ich mir dann eigentlich noch die Mühe und messe hier rum? Nunja, ich habe ebenfalls gerade mein iPhone beim Laden beobachtet und gleich noch den jeweiligen Ladestrom notiert. http://yfrog.com/4bzztp
Wieder mit 2.5A-Netzteil, d.h. das iPhone 3GS hätte sich nach Belieben auch mehr als 1A genehmigen können, tat dies aber nicht. Der kleine Peak am Anfang war das Booten, was anscheinend nochmal extra viel Strom braucht. Beim Laden selbst war der Bildschirm aus und das iPhone im Airplane Mode.
Lindijones
Na das ist doch super dass du auch den Ladestrom mitgemessen hast! Ist der Strom denn über eine kurze Zeit denn konstant oder kannst auf dem Messgerät das pulsen erkennen? Kommt hier auf die Messmethode und die Pulsfrequenz an. Egal.
Ja in diesem Fall ist bewiesen, dass das iPhone auf jeden Fall mit 5Volt konstanter Spannung geladen werden kann und der Strom dann im iPhone auf etwa 1 Ampere begrenzt wird. Allerdings muss das nicht für alle anderen Geräte gelten. Und es muss auch nicht heissen, dass das iPad-Netzteil einfach so maximal 2,1 Ampere ausgibt. Ein Test mit anderen (älteren) iPods (z.B. iPod Video 5.5G würde Klarheit schaffen. Außerdem lädt das iPhone ja an einem 500 mA Netzteil auch langsamer, was gegen die Konstantspannungstheorie spricht. Somit kann, wie ich schon sagte, sowohl im Netzteil als auch im iPhone der Strom begrenzt werden.
Grüßle
http://twitter.com/nilquader Nilquader
Der Strom ist ziemlich konstant, aber das muss nichts heißen, da der sowieso nochmal durch den schlauen Laderegler geht, der daraus die passende Spannung für den Akku (so etwa 4.1V müssten das bei Li-Poly sein) macht. Ein normales Amperemeter (ob didital oder Analog) wäre sowieso zu träge, um eventuell recht hohe Schaltfrequenzen mitzubekommen. Man könnte sich ja mal den Strom auf einem Oszilloskop ansehen, aber mir reichts erstmal.
Ich hab mir dann doch nochmal das Ladeverhalten in Extremsituatuonen (=Billignetzteile) angesehen.
An 500mA-Netzteilen tut das iPhone was ganz schlaues: Es merkt, dass die Spannung zusammenbricht, wenn es über 500mA zieht – klar, denn das Netzteil liefert halt nur 500mA maximal. Und dann geht es her und begrenzt selbstständig seinen Strom auf maximal 500mA statt wie bisher maximal 1000mA. Und zwar solange, bis das Laden beendet ist – auch wenn das Netzteil danach wieder ausreichend Strom liefern könnte. Sollte die Spannung dann bei max. 500mA immer noch einbrechen, das Netzteil also nichtmal die geforderten 500mA liefern können, begrenzt es seinen Strom auf 100mA und gibt eine “Aufladen mit diesem Zubehör nicht unterstützt” Meldung aus, zieht aber weiterhin fröhlich seine 100mA, die es in den meisten Fällen ja auch bekommt.
Lindijones
Das ist superinteressant!
Was lässt dich darauf schliessen, dass das iPhone selbst auf 500 mA begrenzt und nicht das Netzteil? Hast du nach der Begrenzung auf 500 mA die Strombegrenzung am Labornetzteil wieder aufgemacht, sodass es theoretisch mehr ziehen sollte/könnte, das aber nicht tat?
Lindijones
Ach ja. Interessant ist dann auch warum bei meiner Messung das Original iPhone 1 Ampere Netzteil schneller lädt, als das iPad 2,1 Ampere Netzteil. Wenn das iPhone den Strom sowieso selbst begrenzt?
benpiller
Alex, das kannst Du doch im Selbstversuch sehr schnell herausfinden.
1.) Du nimmst ein iPhone mit 0% Akkurestkapazität, also eins das wirklich leer und ausgeschaltet ist, und hängst es ans Netz per iPad-Netzteil bis es vollständig geladen ist. Du stoppst die Dauer des Ladevorgangs. 2.) Du wiederholst den Vorgang mit dem iPhone-Netzteil.
Übrigens haben nicht nur MacBooks einen USB-Port der 1 A liefert. Den gibt es auch bei anderen Notebooks.
Vergleiche wie von 50% auf 60% und von 60% auf 70% aufladen bringen gar nichts, denn 1.) ist die Füllstandsanzeige sehr ungenau und 2.) dauert der Ladevorgang umso länger pro Prozentpunkt, je voller der Akku ist.
http://twitter.com/nilquader Nilquader
Das Netzteil hat eine Anzeige, ob es gerade den Strom begrenzt oder nicht. Und solange die nichts anzeigt, begrenzt der Verbraucher selbst. Und ja – ich habe auch nach dem Begrenzen auf 500mA wieder aufgedreht, aber das iPhone hat sich gemerkt, dass es nicht mehr als 500mA bekommt und sich dann für den Rest des Ladezyklus dran gehalten.
http://twitter.com/nilquader Nilquader
Schwierig zu beantworten. Ist es das gleiche Telefon oder ein anders, wo der Akku vielleicht nicht mehr so Fit ist? Ansonsten müsste man sich vielleicht mal das iPad-Netzteil ansehen, ob das nicht vielleicht doch noch irgendwelche speziellen Dinge tut. (Strom begrenzen für nicht-iPads etwa)
Das Problem ist, dass der iPhone Akku doch mehrere Zellen hat, deswegen lädt das iPhone, laut Apple und eigenen Erfahrungsberichten, schneller von 10-80% als von 80% auf 100%. Außerdem hängt die Prozentanzeige auch davon ab, was man grade macht: Beispiel streame 10 Minuten Videos, das iPhone zeigt dannach z.B. 50% an. Anschließend stelle es 5 Minuten in den Stand-By Modus und es wird dir mehr als 50% anzeigen, z.B. 60%.
Lindijones
Das ist totaler Quatsch.
Asd
Prinzipiell sind die Ladegeräte von Mobiltelefonen sehr komplex ausgelegt. Das heißt es hängt von sehr vielen Parametern ab, wie schnell der Akku geladen wird.
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